
von Selisna
Es war ein Tag vor Weihnachten, ein Tag vor dem Heiligen Abend. Dumbledore hatte wie jedes Jahr, ein kleines Abschieds-Weihnachtsfest organisiert. Es gab ein köstliches Festessen und natürlich waren alle Schüler und Lehrer verpflichtet zu kommen. Nur eine einzige Ausnahme zu den Festen in den anderen Jahren gab es: Jeder der Schüler und auch jeder Lehrer hatte ein kleines Päckchen dabei. Als alle fertig gegessen hatten, und die goldenen Platten leer waren und verschwanden, erhob sich der Direktor zu einer kleinen Rede: „Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen… Wie jedes Jahr haben wir uns schon einen Tag vor dem Heiligen Abend hier alle zusammen eingefunden um Weihnachten ein wenig vorzufeiern, da der Großteil von euch ja über die Ferien zu seiner Familie fahren wird. Um uns einander näher zu bringen hatte Miss Granger die wundervolle Idee den alten Muggelbrauch des Wichtelns einzuführen. Bevor ich euch nun mit den besten Wünschen und fröhliche Weihnachten in die Betten entlasse, hoffe ich dass jeder ein kleines Geschenk von seinem Wichtel erhält. Wenn es jemand in seinem Zimmer vergessen hat, sollte er es schnell holen. Und nun: Frohe Weihnachten alle miteinander!“ Sobald Dumbledore die letzten Worte gesagt hatte sprang Neville auf und eilte mit hochrotem Gesicht aus der Halle. Nun herrschte großes Chaos. Alle Schüler wuselten durcheinander um die jeweiligen zu suchen. Auch die Lehrer ,denn diese waren auch ins Wichteln einbezogen, versuchten sich durch die Schülermassen zu quetschen. Minerva McGonagall lächelte ungewohnt herzlich als sie von einer kleinen Huffelpuff ihr Geschenk entgegen nahm. Und Professor Flitwick quiekte vergnügt als ein großer Slytherin Junge sich zu ihm runter beugte. Severus Snape hingegen hatte keinen Spaß an diesem - seiner Meinung nach lächerlichen – Schauspiel und beobachtete mit verdrießlicher Miene wie seine Slytherins zu Ravenclaws und sogar Griffindors und Huffelpuffs gingen und bunt-eingepackte Geschenke überreichten. Er selbst hatte eine seiner Lieblingsschülerinnen gezogen. Ein Slytherin Mädchen aus der Abschlussklasse, die er einfach zu sich hochgerufen und ihr ein Päckchen mit teuren Pralinen in die Hand gedrückt hatte. Danach hatte er sich wieder hingesetzt und war schon wieder in seinen Gedanken gefangen, als er ein leises Stimmchen neben sich hörte: „Fröhliche Weihnachten Professor! Ich hab hier ein Geschenk für sie!“ Snape schaute auf. Neben ihm, in der ausgestreckten Hand ein kleines Päckchen haltend stand Luna Lovegood. Er nahm das Geschenk, das in grässlich glänzendem pink-giftgrün-gepunkteten Geschenkpapier eingepackt war entgegen sagte schnell: „Danke Miss Lovegood. Sie können sich wieder setzen!“ Und Luna hüpfte mit verträumtem Lächeln wieder zurück zu ihrem Platz. Severus Snape besah sich das Geschenk kaum zwei Sekunden, da lies er es schnell in seiner Innentasche verschwinden. ´Wie konnte diese unverschämte Göre sein Geschenk nur in so einem Papier einpacken? Das ist ja widerlich!` dachte er nur als er sich langsam erhob und aus der Halle schritt, wobei alle Schüler ihrem angst-einjagend-aussehenden Zaubertranklehrer auswichen. In seinen Privaträumen saß Severus nun zwei Stunden später bei einem guten Tropfen Rotwein und einem spannenden Buch vor seinem Kamin. Das Wichtelgeschenk hatte er schon vergessen. Nach mehreren Stunden aber wurde es ihm ungemütlich in seinem engen, schwarzen Gehrock und als er in auszog merkte Severus dass dieser schwerer war als sonst. Blitzartig fiel ihm Luna Lovegoods abscheuliches Geschenk, oder besser gesagt das Geschenkpapier wieder ein. Er wollte schon aufstehen und es unausgepackt wegschmeißen, als ihn doch die Neugier packte. Was mag diese dumme, verträumte Ravenclaw ihm wohl geschenkt haben? Kurzerhand öffnete er die goldene Kordel die um das Päckchen geschnürt war. Severus erwartete schon eine abnorme Knolle oder eine andere von Lunas Merkwürdigkeit, doch aus dem Päckchen fiel… ein kleiner Teddybär. Er hatte einen roten Pullover mit grünen Rentieren und kleinen silbernen Punkten darauf an. Unter dem Arm geklemmt hatte er ein kleines Kärtchen auf dem in Lunas feiner, schräger Handschrift zu lesen war: Damit sie in dieser kalten Jahreszeit nicht so einsam sind! Frohe Weihnachten!
Ende
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