
von Looney&Soey
„Nimm mal das Blech raus, Fred“, meinte George und öffnete im Hauptquartier des Phönixordens das Küchenfenster.
„Aua! Heiß!“, rief Fred und ließ beinahe die Kekse auf den Boden fallen.
„Fred, du Pfeife“, meinte George nur. „Nimm die verdammten Topflappen!“
„Ach ja, stimmt.“
Fred schnappte sich also die Topflappen und kippte die Kekse auf einen groĂźen Teller.
„Hm, lecker“, meinte George genießerisch.
„Jetzt müssen wir nur noch warten, bis sie abgekühlt sind. Das sind garantiert die besten Space-Cookies der Welt.“
„Mensch, ruhig!“, fauchte Fred und hielt ihm den Mund zu. „Nicht das die noch was hören!“
„Ach Quatsch“, wehrte George ab.
„Denkst du, die Wände haben Ohren? Außerdem ist außer uns niemand hier. Der Orden ist doch auf ‚geheimer Mission’, oder hast du schon vergessen was Mum gesagt hat? ‚Ihr seid noch viel zu klein’“, piepste er mit verstellter Stimme.
„Immerhin schon groß genug, um sich von Mundungus Hasch verkaufen zu lassen, und daraus Kekse zu backen“, meinte Fred grinsend.
Die Zwillinge lachten und beseitigten sämtliche Mehlspuren an der Decke, sowie den Teig, der so ziemlich die ganze Küche überzog und das halbe Ei, das an einem Kronleuchter hing, und in dem gerade eine Spinne ertrank.
„So fertig“, meinte Fred und rieb sich glücklich in die Hände.
„Jetzt müssen wir uns nur noch merken, dass der rechte Teller unserer ist.“
„Hm“, meinte George und die beiden verließen die Küche.
Es war nämlich so, dass Mrs Weasley ebenfalls Kekse gebacken hatte, allerdings waren ihre ohne Hasch, und außerdem für Snape bestimmt, der sie für seine Doppelagentenspielchen brauchte.
Genau genommen fĂĽr einen Spionageauftrag im Malfoy Manor.
Ebengenannter betrat gerade die Küche, musterte verwirrt den Boden, der von einer Schicht feinkörnigem Zucker überzogen war, und registrierte dann noch ein bisschen blöder guckend die beiden Teller mit Keksen.
Mrs Weasley hatte doch nur einen Teller gebacken?
Das hatte er sogar selber gesehen.
Zumindest hatte er es so lange gesehen, bis dieses missratene Balg Potter es geschafft, oder wohl eher gewagt hatte, eine SchĂĽssel Schlagsahne auf sein Haupt fallen zu lassen.
Danach hatte er logischerweise nichts mehr gesehen.
Genauso wenig wie Harry, der ist dann nämlich verständlicherweise ziemlich schnell verschwunden.
Na ja. Musste er einfach mal an dem Gebäck riechen.
Die, die besser rochen, waren dann fĂĽr Malfoy Manor.
Denn soweit er die Schwärmerei von Dumbledore verstanden hatte, machte Molly Weasley die besten Kekse der Welt.
Der linke Teller mit Keksen roch nach Schokostreuseln, der rechte nach… Das wusste er nicht.
Doch es roch ziemlich gut.
Und kam ihm von irgendwo her vertraut vor…
Na ja, egal.
Die nahm er jetzt.
Mit diesem Beschluss packte er den Teller unter den Arm und disapparierte auf dem Vorplatz.
In diesem Moment, als Snape verschwand, kamen Fred und George die Treppe hinunter gepoltert.
Sie wollten endlich ihre Kekse essen.
Dann mussten die Beiden aber feststellen, dass nur noch welche mit Schokostreuseln dar waren und Snape, na ja, dazu kommen wir gleich.
„Er…Er hat unsere Haschkekse. Snape hat unsere Haschkekse“, stellte Fred heiser flüsternd fest.
Dann sahen sich die beiden an und fluchten gleichzeitig: „Scheiße.“
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Inzwischen in Malfoy Manor:
„Gut. Severus ist nun auch da. Dann wären wir jetzt komplett“, stellte Voldemort gelangweilt fest.
„Er hat sogar Kekse mitgebracht!“, freute sich Dolohow.
„Ach wie nett“, meinte Bellatrix abwertend. „Ich verzichte.“
Bevor Snape selber noch einen Keks essen konnte, machte der Teller die Runde.
„Oh, sind die lecker!“, seufzten alle und griffen noch einmal zu.
„Die werden immer besser“, meinten die ehrenwerten, jetzt natürlich total bekifften Herrschaften gierig und Snape konnte Lucius nur mit Mühe davon abhalten den Teller abzulecken.
„Was zum…“, begann Snape entsetzt und schnappte sich hastig den halben Keks von Avery, den es glatt vom Stuhl geworfen hatte, und der jetzt mit seligem Grinsen an die Decke starrte.
„Hasch!“, stellte Snape perplex fest und blickte zu Bellatrix neben sich.
„Ja ich hab Erfahrung“, sagte er auf ihren fragenden Blick hin.
„Aha“, meinte diese nur.
„Wie kommst du zu Haschkeksen?“, fragte sie ihn dann, während sie beobachtete, wie Voldemort mit Narzissa flirtete und gleichzeitig Malfoy senior hinter den Ohren kraulte.
„Ich hab keine Ahnung“, sagte Snape langsam.
„Oh scheiße“, sagte Bellatrix.
„Ooooooh ja“, stimmte Snape ihr zu.
„So“, meinte Voldemort dann und stand schwankend auf.
„Ihr, meine Gang, und ich, euer Gruppenleiter“, er grinste eingebildet, „wir werden jetzt im Garten spielen gehen! Du sag mal, Lucilein, hat…hat…“, Voldemort hatte anscheinend den Faden verloren.
„...hat deine Tochter nicht einen Sandkasten?“
„Weiß ich nich, hab ich eine Tochter?“
„Ne, wir ham nen Sohn“, gurrte Narzissa und versuchte einen Handstand auf dem Tisch zu machen, während ihr dunkelblaues Röcken den Weg nach unten fand, ihr dümmliches Grinsen verbarg und ihre mit Kätzchen bemusterte Unterhose zur Schau stellte.
„Traconius, oder so“, meinte sie dann kichernd.
Bella und Snape hatten der ganzen Szenerie mit wachsendem Entsetzen zu gesehen.
„Wir erobern den Sandkasten! Mir nach!“, schrie Voldemort und die Horde brüllender Todesser düste hinter ihm her.
„Wir müssen hinterher“, rief Snape schon im Laufen.
Dennoch, die Gang saß schon Sand und stritt sich um die Förmchen, als sie sie eingeholt hatten.
„Wir sind im Arsch“, stellte Bellatrix simpel fest.
„Ach was“, sagte Snape wegwerfend. „Sieh sie dir an, sind sie nicht süß?“
„Erstens, nein ich hab keine Haschkekse gefressen und zweitens, das war sarkastisch“, hängte Snape noch gereizt an als Bellatrix in ziemlich betröppelt angaffte.
„Na da bin ich ja beruhigt“, meinte Bella mindestens genauso sarkastisch.
Nachdem sich die Todesser aber gegenseitig eine halbe Tonne Sand in die Fresse geworfen hatten, wurde es ihnen zu blöd Sandburgen zu bauen.
Also ordnete der Gruppenleiter Veilchen Voldy (jaaaa, so nennt er sich neuerdings), eine Baderunde in der XXL-Wanne der Malfoys an.
Als Snape sie dann alle dazu überredet hatte, wenigstens ihre Unterwäsche anzubehalten, fingen sie an zu planschen.
„Ich will mehr Schaum!“, krähte einer der Todesser zu Bella hinüber, die gerade den Schrank nach Badezubehör durchwühlte.
Doch alles, was an teueren Badesalzen und Ă–len, sowie Schaum vorhanden war, war bereits in der Wanne.
„Ich will meine Quietscheente!“, maulte Lucius.
Snape der sich megagenervt an den Rand gestellt hatte, um aufzupassen, dass keiner der Gang im Drogenwahn ersoff, brüllte zu Bella: „Gummienten zu Wasser lassen!“
Während Snape sich nun hastig bückte um den gelben Geschossen auszuweichen, die stattdessen Veilchen Voldy trafen, und der jetzt flennte, hatte Bella die kostbarste aller Flaschen gefunden und kippte nun das penetrant duftende Rosenöl in die Wanne.
„Noch mehr Schaum!“, riefen alle begeistert.
Veilchen Voldy und Narzissa drohten gerade mächtig sauer zu werden.
Also musste Bella in den nächsten Muggelladen um einen Haufen von dem Zeug zu kaufen.
Schließlich kam sie wieder angekeucht, mit einer Riesentüte voll buntem Badeschaum, Körperlotion, Badeperlen, Nagellack und noch vielem mehr.
Schnell kippten die beiden sämtliche Flaschen Badeschaum hinein, denn Narzissa war inzwischen so wütend, dass sie Rudolphus mit einem Waschlappen vermöbelte.
Dann beschmissen Snape und Bella die Gang und ihren AnfĂĽhrer noch mit Badeperlen.
Endlich waren die bekifften Gemüter für’s erste beruhigt.
Avery lackierte Narzissa jetzt ihre Nägel pink und neongelb und Dolohow schäumte Rudolphus den Rücken ein.
Und zwei Todesser (die sich jetzt übrigens alle zu ‚Keksesser’ umgetauft hatten), feilten Voldy die Nägel.
Dann, ohne Vorwarnung, wurde Bellatrix von einem zugedröhnten Keksesser in die Wanne gezogen.
Während Bellatrix sich nun pinke Schleifchen aus den Haaren zupfte und megagenervt aus der Wanne kroch, lachte Snape sich den Arsch ab, zumindest so lange, bis er von ihr ebenfalls klatschnass gespritzt wurde.
Nun klebten beiden ihre klatschnassen, ziiiemmlich dünnen und durchsichtigen Klamotten am Körper…
Sie knallten die Badezimmertüre hinter sich zu, verriegelten sie, damit die Teilzeit Bekloppten nicht aus ihrer Wanne konnten. Nun waren sie im Nebenzimmer und hörten die Keksessergang, sowie Veilchen Voldy im Badezimmer quieken und kreischen.
Bella drehte sich nach einiger Zeit zur Seite: "Was starrst du mich so an!", blaffte sie Snape an. Dieser Grinse nur verschmitzt, und deutete auf ihre Oberweite. Bella schaute an sich herab, und merkte, dass das Einzige, was ihre BrĂĽste noch verdeckte, ihre klatschnassen Haare waren, die ihr links und rechts von den Schultern herabvielen.
Als sie wieder nach oben blickte, war in Snapes Blick keine Spur mehr von Gehässigkeit, nein, Lust pure Lust spiegelte sich darin wider.
Ganz langsam ging er einen Schritt auf Bellatrix zu, und stand jetzt nur noch eine Handbreit von ihr entfernt.
"Dein ehrenwerter Gatte, hat doch sicher nichts dagegen, wenn ich seiner Frau ein bisschen Freude, in deren tristen Leben beschere, oder?", meinte Snape, wieder mit diesem spöttischen Grinsen im Gesicht.
"Kommt ganz darauf an, was du unter 'Freude' verstehst", flüstere Bella, und näherte ihren Mund seinen Lippen.
Snape lehnte sich nach vorne, und die beiden fingen an sich wild, als ob es um ihr Leben ginge, diesen Kampf zu gewinnen, zu kĂĽssen.
Beide rissen einander die Kleider vom Leib, und Snape hob Bella hoch, und trug sie zum nächst besten Regal, dort setzte er sie wieder ab.
Sie hörten auf sich zu küssen, und Bellatrix vergrub ihren Kopf in Snapes Halsbeuge.
Gerade als sie am Höhepunkt ankamen, und die Todesserin ihn wieder hob, blieb ihr vor lauter Schreck fast das Herz stehen.
In dem Moment, als sie zur BadezimmertĂĽre sah, blickte sie gleichzeitig, in die vor Wut blitzenden Augen Lord Voldemorts.
Sie stieĂź Snape von sich weg.
"Das...da..da..Das ist nicht das, wonach es aussieht", stammelte Bellatrix.
"Ohhh doch, genau das ist es, denn in der Zeit, in der Riddle sich die Nägel hat feilen lassen, haben wir's hier miteinander getrieben", meinte Snape rigoros.
Bellatrix sah ihn voller Entsetzen an, während er nur lasch mit den Schultern zuckte.
"Weg hier!", kreischte sie im selben Moment, packte Snape am Handgelenk und schleifte ihn hinter sich her.
Draussen fanden sie einen ungestörten Platz zum Apparieren.
Kurz bevor sie das jedoch taten, fragte Bellatrix Snape, was dieser Auftritt da drinnen sollte.
Dieser gab zur Antwort: "Glaubst du wirklich, ich habe Respekt von nem Typen, der sich von deiner bekloppten Schwester die Nägel feilen lässt, vergiss es!", dann waren sie auch schon weg.
Sie apparierten auf die Schwelle, des Phönixorden, vor der Tür und rissen sie auf.
Sofort ging das Geschrei von Mrs Black los.
Alle waren in die Eingangshalle gestĂĽrmt.
Snape hatte immer noch Bella im Arm.
„Was macht denn die hier?“, fragte die Menge erstaunt und wollte sich gerade auf die vermeintliche Todesserin stürzen, die sich verängstigt an Snape klammerte.
„Also das ist so“, begann Snape zu erklären. „In der Küche standen zwei Teller mit Keksen. Einer davon hatte Kekse mit Hasch. Den hab ich mitgenommen und in Malfoy Manor ausgeteilt, na und dann, ging’s da irgendwie ganz schön ab und jetzt mussten wir flüchten.“
„Das erklärt auch, warum da draußen Du-weißt-schon-wer mit den ganzen Todessern steht“, sagte Mrs Weasley und trat beiseite, während Dumbledore aus dem Fenster spähte, und plötzlich fingen sie alle an zu lachen.
Voldy und seine Gang waren nur mit ihrer klatschnassen Unterwäsche bekleidet und starrten ziiieeemlich wütend in der Gegend rum.
„Wisst ihr eigentlich, dass ihr total nach Rosenöl und Lavendel riecht?“, fragte Ron kichernd, und bekam prompt einen Todesblick von Snape zu spüren und verkroch sich hinter Hermine.
„Oh, seht mal!“, rief Ginny und machte Snape und Bellatrix Platz, die jetzt an ihrer Stelle aus dem Fenster starrten.
Anscheinend hatte einer der vorbeigehenden Muggel die Psychiatrie angerufen, denn ein paar Männer versuchten gerade Voldemort und Co. in Zwangsjacken zu packen, was ihnen auch gelang, denn einen Zauberstab hatte keiner mehr.
Die steckten alle als Fahnenmasten in den Sandburgen in Malfoy Manors Sandkasten.
Also wurden die nur spärlich Bekleideten in die örtliche Psychiatrie eingeliefert.
Als die Vorstellung dann vorbei war drehte Snape sich langsam um und sagte dann lauernd:
„Wer von euch hat Haschkekse gebacken?“
Sein durchdringender Blick streifte Fred und George die mit scheinbarem Interesse eine Fliege betrachteten.
„Ihr!“, rief er rasend und wollte sich auf die beiden stürzen.
Doch Bellatrix hielt ihn zurĂĽck.
„Also ich fand das ganz witzig“, meinte sie in Gedanken versunken und kichernd.
„Nun gut“, meinte Snape. „Aber seid gewarnt, kommt so was noch mal vor, werde ich euch umbringen.“ Dieser Satz verhallte nicht ungehört im Hirn der Weasley-Zwillinge.
Epilog:
Nach diesen Worten, nahm Dumbledore die beiden im Orden auf.
Das heiĂźt, er nahm Bellatrix auf, die nach der Sandkastennummer nun keinen Respekt mehr vor Veilchen Voldy hatte.
Doch schon wenige Tage später (und dazu brauchten sie keine Haschkekse), versuchten Bella und Snape Fred und George umzubringen, genauso genommen, versuchten sie die beiden mit ‚Crucio’ zu foltern, da die Zwillinge ihnen mächtig auf den Sack gingen.
Also wurden die Zwillinge von einer ehemaligen Tod(bzw. Keks)esserin, und einem Zaubertränkelehrer mit ‚Crucio’ durchs Haus gejagt.
Zumindest so lange, bis das Ministerium aufkreuzte und sie nach Askaban verfrachtete.
George wandte sich zu Fred: „Wie ham die das nur rausgekriegt?“
Darauf erwiderte George: „Keine Ahnung, jedenfalls hätte damals, als Dad uns den Hintern versohlt hat, auch ein Ministeriumsbeamter auftauchen können.“
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