
von Lolachen
Dumbledore saß wie erstarrt da, nie hätte er mit so einer Reaktion gerechnet und das auch noch vor einem Schüler. So kannte er Minerva nicht. Er bereute es zutiefst was er ihr gestern gesagt hatte. Es tat ihm schrecklich leid, doch sie wollte ja niemand an sich heran lassen. Was sollte er nur tun?? Er versank völlig in seinen Gedanken, als er eine Stimme die er als Harrys wahrnahm fragen hörte: „Äh Professor Dumbledore? Dürfte ich vielleicht gehen, wir haben morgen eine Doppelstunde Zaubertränke und ich muss noch meinen Aufsatz dafür fertig machen“ „Natürlich Harry, ich wünsche dir eine Gute Nacht“, antwortete Dumbledore leise.
Schnellstens machte Harry das er davon kam, das ganze war ihm doch etwas unheimlich. Als er endlich im Gemeinschaftsraum der Gryffindors ankam war es schon spät. Hermine hatte ihm seinen Aufsatz schon geschrieben, was mal etwas ganz neues war. Er freute sich aber heute sehr darüber, den so konnte er Hermine, Ron und Luna in Ruhe erzählen was heute in Dumbledores Stunde alles passiert ist. „.....und dann stand plötzlich Professor McGonagall in Dumbledores Büro. Sie sah aus als würde sie gleich umkippen und hat Dumbledore dann eine Szene gemacht. Und jetzt hat sich tatsächlich vor die Schule zu verlassen“, sagte Harry schlapp. Hermine schluckte bevor sie in Tränen ausbrach. Sie konnte das ganze einfach nicht begreifen, ausgerechnet ihre Lieblingslehrerin wollte die Schule verlassen. Harry nahm sie etwas unbeholfen in den Arm, sanft wiegte er sie hin und her bis sie sich wieder etwas beruhigt hatte. Ihre ganze Trauer wurde urplötzlich Wut, Wut auf Professor Dumbledore. „Sie haben sich bestimmt gestritten und jetzt geht sie wegen ihm oder so.....“, sprach sie zornig. Sie sprang auf und wollte zu Dumbledores Büro, doch Harry hielt sie auf. Er glaubte nicht an ihre Theorie und schaffte es auch sie erst einmal dazu zubringen bis zu nächsten morgen abzuwarten. Harry blickte zu Ron und Luna, die zwei saßen nur stumm da. Keiner hatte bis jetzt ein Wort gesagt. Doch Luna sprach nun: „Tut mir wirklich leid für euch, ich mein ich bin ja in Rawenclaw und kenne McGonagall nicht so gut. Aber sie wirkte immer sehr nett, aber auch streng.“ Sie erhob sich. „Ich denke es ist Zeit das ich zurück in den Rawenclaw Gemeinschaftsraum gehe. Nicht das ich noch erwischt werde. Noch mehr ärger für heute muss echt nicht sein!!“ Sie wandte sich Ron zu, gab ihn einen langen Kuss bevor sie ein letztes „Gute Nacht alle zusammen“ in die Runde rief und dann durch das Portraitloch in Richtung Rawenclaw Gemeinschaftsraum verschwand. Nun meldete sich auch Ron das erste mal zu Wort „Also ich habe sie ja noch nie besonders leiden können. Aber in letzter Zeit ist sie mir zugegebener Maßen immer mehr ans Herz gewachsen. Es ist, oh man ich will auch nicht das sie geht!!“ Hermine blickte ihn erstaunt an bevor sie leise sagte : „Ich denke es wird das beste sein, wenn wir erst einmal schlafen gehen. Morgen sehen wir dann weiter!!“ Harry und Ron nickten. Die zwei machten sich auf den Weg zum Jungenschlafsaal, während Hermine die Treppen zum Mädchenschlafsaal hochging. Doch eines wussten die Drei jetzt schon. Das würde keine entspannte Nacht werden.
Albus saß in noch immer starr in seinem Thronartigen Stuhl hinter seinem Schreibtisch. Er konnte immer noch nicht begreifen was gerade passiert war. Das konnte doch einfach nicht wahr sein. Warum war er all die Jahre so blöd gewesen und hatte ihr seine Liebe nicht gestanden. Ja er liebte sie. Oft hatte er es vor den Spiegel geprobt wie er es ihr am besten sagen könnte und es war auch schon alles geplant gewesen doch dann hatte er sich wieder nicht getraut. Immer wen Sie ihn mit ihren wunderschönen Augen ansah wusste er einfach nicht mehr wo unten und oben ist. Er begann dann immer zu stottern und musste sich schnell abwenden um sich nicht allzu sehr zu blamieren. Nun saß er da auf seinem Stuhl, er spürte genau wie heiße Tränen ihm über die Wangen liefen als er mit zitternden Händen ihren Brief öffnete. Er hatte angst ihn zu lesen, angst davor ihre Enttäuschung und Wut lesen zu müssen.
Er öffnete den Brief, zog in heraus und klappte ihn auseinander. Es war eine vollgeschriebene Pergamentrolle. An manchen Stellen konnte man nicht mehr genau sehen was da geschrieben war. Den kleine Tropfen waren quer über das ganze Pergament verteilt. Albus schluckte, sie hatte geweint. Wegen ihm!! Minerva McGonagall wo so gut wie nie Gefühle zeigte hatte wegen ihm Albus Dumbledore geweint. Unsicher wandte er sich wieder dem Pergament zu und begann zu lesen.
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