
von Looney&Soey

Eine Mutter
Das Paar drehte und kĂ€mpfte sich durch die schweiĂgetrĂ€nkten Laken des kleinen Bettes. Ihr stöhnen hallte noch von den hĂ€sslichen weiĂen WĂ€nden wider, und drauĂen konnte man den ĂŒblichen AutolĂ€rm der frĂŒhen Morgenstunden hören.
Die Frau seufzte als der Mann sich zur Seite, auf den RĂŒcken rollte und sie mitsich zog. Er streichelte sanft ihren RĂŒcken auf und ab, und knetete ihre dunkellilanen Locken.
Es war offensichtlich, dass es keine normalen Menschen waren, die es hier gerade miteinander getrieben hatten, sondern Zauberer.
Seine Hand wanderte nach unten, und liebkoste ihren Po. Als Belohnung, erhielt er ein kleines StöhnenâŠ
***
SchweiĂgebadete wachte Severus Snape auf. Wie so oft, hatte er auch in dieser Nacht einen Traum oder besser einen Albtraum ĂŒber seinen Seitensprung, mit dieser jungen Hexe, die er in der Bar getroffen hatte, und mit der er auf ein Hotelzimmer verschwand, als Weasley und Ed schon gegangen waren.
Er bereute es, er bereute es zutiefst, doch er konnte es jetzt auch nicht mehr rĂŒckgĂ€ngig machen. Er wĂŒrde es Jenna nicht sagen, niemals, denn es wĂŒrde sie verletzten und das wollte er nicht.
Er liebte Jenna, seit sie ihm nach dem Sieg ĂŒber den dunklen Lord das erste Mal um den Hals gefallen war. Danach hatten sie noch nicht einmal miteinander geschlafen, als schon feststand, dass sie heiraten wollen.
Jenna gab ihm Ruhe, die Ruhe die er in den letzten zwanzig Jahren nicht hatte. In ihrer Gegenwart fĂŒhlte er sich wohl, und die Entscheidung sie zu heiraten, empfand er nach wie vor, als vollkommen richtig.
Er griff auf dem NachttischkĂ€stchen nach seinem Zauberstab und flĂŒsterte leise einen âLumosâ. Der Stab tauchte das Zimmer in schwaches, milchiges Licht, und ermöglichte Snape einen Blick auf die kleine Uhr die an der gegenĂŒberliegenden Wand hing.
6:00 Uhr zeigte sie an und Snape erlosch das Licht wieder, wÀhrend er nachdachte.
Morgen um diese Zeit wĂŒrde er schon im Frack vor dem Spiegel stehen, und darauf warten, seine Jenna zu heiraten.
Bei diesem Gedanken wanderte ein zufriedenes LĂ€cheln auf sein Gesicht, und er beschloss aufzustehen, und die Morgensonne Siziliens auf der Dachterrasse zu genieĂen.
Als er gerade im Begriff stand die TĂŒrklinke nach unten zu drĂŒcken, kam hinter ihm aus den Laken ein kleiner Protest gegen sein Verschwinden.
âUahh, guten Morgen Sevâ, gĂ€hnte Jenna, âwo willst du hin?â, fĂŒgte sie, ein weiteres Mal gĂ€hnend hinzu.
âSchlaf weiter, ich geh einen Kaffee auf der Terrasse trinkenâ, beruhigte Severus seine Jenna.
Sie lieĂ sich daraufhin wieder in die Federn fallen, und schlief weiter.
Als Severus sah, wie sich Jennas GesichtszĂŒge entspannten, bekam er erneut ein schlechtes Gewissen. Er hatte sie betrogen, und wenn er ehrlich zu sich selbst war, dann hatte trotz Vollrausch den Sex mit der Fremden auch genossen.
Auf dem Weg zur Terrasse nahm er in der KĂŒche noch einen Kaffee mit, dann machte er es sich unter der aufgehenden Sonne bequem.
Plötzlich hörte er hinter sich den Holzboden knacken. Jenna war, lediglich in einem weiĂen seidenen Laken eingewickelt, auf die Terrasse zu Severus getreten. Sie ging auf ihn zu, und setzte sich auf seinen SchoĂ. Severus kĂŒsste sie auf die Schulter.
Er stellte seinen Kaffee beiseite, und strich ihr, mit der freien Hand einige der schokobraunen HaarstrÀnen aus dem Gesicht.
âDu bist so schönâ, entwich es seinen Lippen bei ihrem Anblick.
âSchön, pah, dass ich nicht lache, sieh mich doch an, ich bin alt und, undâŠâ, weiter kam sie nicht mehr, denn Snape kĂŒsste sie so stĂŒrmisch, dass ihr beinahe die Luft wegblieb.
Er strich mit der Zunge ĂŒber ihren zarten Mund, und sie gewĂ€hrte ihm Einlass.
Als sie sich wieder von einander trennten, fiel Snapes Blick auf einen kleinen, sich bewegenden bunten Punkt, in der Ferne. Jenna folgte seinen Augen, und drehte sich um.
âAhh, endlich kommt sie!â, rief sie begeistert. Snape hatte keine Ahnung wovon sie sprach.
âDarf man erfahren, wer âsieâ ist?â
âOh, entschuldige bitte Severus, das ist Luca, meine Tochter, ich habe sie gebeten, schon einen Tag frĂŒher zu kommen, um mir beizustehenâ, bei dem Wort âbeizustehenâ bekam sie von Snape einen gespielt bösen Blick zugeworfen, den sie aber mit einem kurzen Kuss quittierte.
âIch zieh mich kurz um, und mach dann fĂŒr uns FrĂŒhstĂŒck, Ă€hhm, du solltest dir vielleicht auch ein wenig, Ă€h, mehr anziehenâ, meinte sie mit einem verschmitzten Grinsen, und verschwand die Treppe hinunter.
Severus schaute nochmals nach dem Punkt, der mitlererweile kein Punkt mehr war, sonder aussah, wie zwei nÀher kommende Personen. Hatte Luca etwa noch jemanden mitgebracht?
Severus zog es schon den Magen zusammen bei der Vorstellung, dass das Haus sich noch mehr fĂŒllte, und das schon heute.
Er trank seinen Kaffee leer und begab sich ebenfalls hinein.
Als er sich angezogen und gewaschen hatte, hörte er auf dem Weg zu Hauseingang bereits das Gekreische seiner ZukĂŒnftigen und das zwei weiterer, ihm fremden, Frauen.
Er kam nÀher, und Jenna begann einander vorzustellen.
âAlso Severus, das ist Safiya, Safiya Greenwood, die beste Freundin meiner Tochterâ, sie deutete auf eine der beiden jungen Frauen. Safiya hatte einen sehr blassen Teint und lange, ganz glatte, silbern leuchtende Haare und freundliche, himmelblaue Augen.
âSie sieht aus, wie ein Abklatsch von Dumbledoreâ, stellte Snape amĂŒsiert fest, als er ihr die Hand reichte.
âFreutâ mich sehr Sie kennen zu lernen Severus Snape, ich habe schon sehr viel ĂŒber Sie gehört. Sie sollen einer der besten ZaubertrĂ€nkemeister in ganz Europa sein?â, meinte Safiya geehrt, wĂ€hrend sie mit einer ihrer HaarstrĂ€nen spielte.
âDie ist hundertprozentig mit den Lovegoods, oder den Trelawneys verwandtâ dachte Snape, wĂ€hrend er die Hand von Miss Greenwood schĂŒttelte.
âSo.â Machte Jenna weiter und drehte sich zu der am Boden, ĂŒber den Koffern, kauernden Frau um, âLuca, möchtest du dich nicht vorstellen?â, fragte sie mit leichtem Tadel in der Stimme.
âJa, ja, ich muss nur noch meine Reisetasche schlieĂenâ, kam die Antwort von unten.
Dann erhob auch sie sich.
âSo. Severus, das ist meine Tochter Lucaâ, sie deutete auf die junge Frau. Sie hatte dunkellilane Locken, die ihr auf die Schultern fielen. Und in ihren schokobraunen Augen sah man die von Jenna. Severus blieb beinahe das Herz stehen, so sehr hatte er sich bei ihrem Anblick erschrocken. Sie war es! Sie war sein One-Night-Stand! Und sie war die Tochter seiner Verlobten, welche er morgen heiraten wĂŒrde!
tbc
bitte lasst mir doch ein paar kommentare da *lieb guck*
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