
von Looney&Soey
Es war kurz vor Mitternacht, und das ganze Haus schlief.
Snape der sich gerade zum hundertsten Mal von einer Seite auf die andere drehte, hörte plötzlich leise Schritte auf dem Gang.
âLucaâ, schoss es ihm durch den Kopf. Er konnte die Treppenstufen knarren hören, und wusste, dass sie sich auf den Weg zur alten Olive machte.
Nun erhob auch er sich langsam und bedĂ€chtig vom Bett. Seine Kleidung lag im Badezimmer, zu dem er sich auf den Weg machte. Als er im TĂŒrrahmen stand, warf er einen letzten Blick auf Jenna. Sie atmete ruhig, und schlief tief und fest. Snape durchfuhr bei diesem Anblick ein stechender Schmerz. Er hatte Jenna geliebt, und tat es auch jetzt noch. Seit Lily hatte er nicht mehr so fĂŒr einen Menschen gefĂŒhlt. Doch er konnte sie nicht heiraten, er wollte nicht. Es war ihm klar, dass er sie zu tiefst verletzen wĂŒrde, wenn er jetzt einfach so verschwindet, doch er hielt es in diesem Moment fĂŒr das Beste.
Im Badezimmer angekommen, zog er sich um und folgte dann Luca die Treppe hinunter.
Als er die HaustĂŒre leise hinter sich schloss, meinte er, Lucas Umrisse bereits an der Olive erkannt zu haben, und ging in ihre Richtung.
Luca war zu seinem Erstaunen nicht da, doch plötzlich spĂŒrte er eine Hand auf dem RĂŒcken. Blitzschnell drehte er sich um, und blickte in die vor Wut leuchtenden Augen von Ed.
"Ich habe Jenna von Anfang an gesagt, dass du ihr nicht gut tust und als sie dich auch noch heiraten wollte, hatte ich ihr auch davon abgeraten, doch sie wollte nicht auf mich hören. Sie hat dich geliebt Snape, wirklich geliebt und was tust DU? Schaust ihrer Tochter hinterher, und willst mit ihr abhauen. Doch so lÀuft das nicht...".
Ehe Snape darauf etwas antworten konnte, drehte sich der alte Mann um, in Richtung Haus.
'Jetzt ist alles vorbei', dachte Snape und verfolgte Ed mit den Augen, als dieser plötzlich von einem blauen Strahl getroffen und mit einer Wucht zurĂŒck gegen den Baum geschleudert wurde. Snape wusste nicht, wie ihm geschah, als auf einmal Luca aus dem Schatten der StrĂ€ucher trat.
"Was hast du getan?", flĂŒsterte Snape, unfĂ€hig sie anzuschreien.
Doch Luca schien dies nicht zu interessieren, sie ging zu dem Ed und fĂŒhlte seinen Puls.
"Er ist tot", stellte sie sachlich fest.
Snape starrte Luca entsetzt an, als sie auf ihn zu kam.
"Tut mir ja wirklich Leid fĂŒr Ed, aber ich kann keine Zeugen gebrauchen", meinte Luca im Plauderton. Sie strich sanft mit ihrer Hand ĂŒber Snapes Wange, was dieser auch zulieĂ.
"Was ist mit Safiya und vor allem, was ist mit Jenna? Sind das deiner Meinung nach auch potenzielle Zeugen?", schnaubte Snape.
"Safiya hĂ€lt sowieso die Klappe, was mit meiner Mutter ist, weiĂ ich nicht...", antwortete Luca, wĂ€hrend sich ihre freie Hand mit einer HaarstrĂ€hne beschĂ€ftigte. Snape wurde dies alles zu viel, er schlug ihre Hand weg, schaute sie ein letztes Mal, diesmal mit tiefster Abscheu, an und ging dann zurĂŒck in Richtung Haus.
Luca rannte ihm hinterher und packte ihn unsanft an der Schulter, damit er sie wieder ansah.
"Wenn du da jetzt rein gehst, dann ist das was zwischen uns beiden gelaufen ist, fĂŒr immer vorbei. Dann darfst du eine Frau heiraten, die ihr Kind weggegeben hat, weil es nicht in ihre perfekte Welt passte. Wenn du allerdings hier drauĂen, bei MIR bleibst, dann...".
"Was dann Luca, was dann? Soll ich dann dich heiraten, und mit dir mein restliches Leben verbringen? MĂ€dchen, das ist irre, ich will das auch gar nicht...", protestierte Snape nun etwas lauter.
"Nein, natĂŒrlich willst du das nicht, deshalb hast du ja auch die Zeit mit mir im Heulager verbracht. Entscheide dich endlich Severus Snape. Entscheide dich fĂŒr mich oder meine Mutter, aber bedenke, bei meiner Mutter musst du dich in ihr perfektes Leben eingliedern, bei mir jedoch nicht...", sĂ€uselte Luca.
"Ja, du hast recht, ich muss mich entscheiden", meinte Snape gedankenverloren.
"Wenn du jetzt zurĂŒck ins Haus gehst, verschwinde ich fĂŒr immer aus deinem Leben und dem meiner Mutter", bei ihrem letzten Wort, verzog Luca angewidert ihr Gesicht, "wenn du allerdings bei mir bleibst, und mit mir verschwindest, dann gehöre ich ganz dir..."
Snape lauschte nun aufmerksam ihren Worten und entschied sich.
tbc
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