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Die Macht des Blutes - Fragen über Fragen

von aliena

Ich machs mal kurz: danke für die Kommis und viel vergnügen beim lesen!


Es war Nacht. Kein Stern war zu sehen und ein feiner Nebelschleier lag über der Erde. Ein Mann ging mit gesenktem Kopf durch die leeren Straßen Londons. Die Obdachlosen drängten sich weiter in ihren Unterschlupf, als er an ihnen vorbei ging, doch er beachtete sie gar nicht.

Hermine kniff die Augen zusammen und blickte in die Dunkelheit. Sie hätte schwören können, dass sie eben einen Menschen, einen gutgekleideten Mann, auf der Straße gesehen hatte. Die einzigen Menschen, die Geld besaßen, waren Todesser- sie waren auch die einzigen, die sich trauten, um diese Zeit ihre Häuser zu verlassen- und dieser Mann schien kein Diener Voldemorts zu sein. Hermine rückte näher an das Fenster, durch ihren Atem beschlug die Scheibe. Die Gestallt war an einer Ecke stehen geblieben, schaute sie zu Hermine hoch? Nein, dass ging nicht.
„Siehst du etwas interessantes?“
Hermine bekam einen großen Schreck. „Gott!“ Sie fasste sich an die Brust. „Schleich dich nicht immer so an mich an, Ron!“
„Sorry, ich hab dir nur deinen Tee gebracht.“ Er deutete auf ihren Schreibtisch, wo ein Becher mit dampfenden Tee stand.
„Danke.“
„Und, hast du nun etwas gesehen?“, hakte Ron weiter nach.
Hermine drehte sich wieder dem Fenster zu. Die Gestallt war verschwunden. „Nein“, log sie tonlos. Warum tat sie das? Vielleicht, damit Ron sich nicht auch noch Sorgen machte?
„Okay. Aber weißt du was? Du solltest nicht ständig raus schauen, du erinnerst mich dann immer an meine Ur-Ur-Urtante Magrid, von der meine Eltern mir erzählt haben. Sie soll wohl auch immer am Fenster gesessen haben und irgendwann hat sie behauptet, dass sie beobachtet wird, die arme Frau war völlig verrückt.“
Hermine lächelte ihn mild an.
„Morgen“, Ron deutete mit seinem Zeigefinger auf sie, „machst du Tee!“
„Mache ich“, sagte Hermine.
„Dann, gute Nacht.“ Er verließ ihr Zimmer.
Hermine schloss sofort ihre Vorhänge, schnappte sich ihren Tee und schlüpfte unter ihre Bettdecke. Sie löschte das Licht und trank im Dunkeln ihren Tee.

Am nächsten Tag musste Hermine schon früh zur Arbeit. Es regnete, mal wieder. Als Hermine, halb durchnässt, das schwarze Pferd betrat waren schon einige der Stammgäste anwesend. Meist waren es alte Männer, die alles verloren hatten und deswegen schon morgens anfingen sich zu betrinken. Dennoch waren sie sehr nett, besonders zu Hermine.
„Guten Morgen, Mr White!“, begrüßte Hermine einen gebrechlichen Mann.
„Guten Morgen, Kathy!“, krächzte er und lächelte sie freundlich an, dabei entblößte er eine Reihe gelber Zähne. „Wärst du so gut und würdest mir noch einen Whiskey bringen?“ er hob mit zittriger Hand sein leeres Glas an.
„Ich werde mich gleich darum kümmern“, versprach Hermine.
„Hallo, Kathy!“ Mr Sleeve, der Besitzer des Pubs, hob seine Pranke zum Gruß. Mr Sleeve erinnerte Hermine immer an Hagrid. Hagrid war zwar viel größer, aber auch Mr Sleeve hatte eine beachtliche Größe. Sie winkte ihm kurz zu und verschwand dann im Hinterraum, dort band sie sich einen Pferdeschwanz und hing ihre Jacke auf. Als sie hinter dem Tresen stand machte sie sich sofort daran, den Whiskey für Mr White zu machen. Dann stand sie mit Mr Sleeves einfach nur rum. Erst zur Mittagszeit kamen die meisten Gäste und bis dahin hieß es warten.
Hermine blickte durch den Pub. Es herrschte eine stickige Luft und die Lampen, die von der Decke hingen tauchten das Geschehen in trübes Licht. Sie seufzte innerlich. Nie hätte sie gedacht, dass sie ein Mal auf so eine Art ihr Geld verdienen würde. Aber das Leben hatte schon immer Überraschungen für sie bereit gehalten, gute und schlechte.
„Hi, Kathy!“
Hermine schaute auf und blickte der Tochter des Wirtes in das Gesicht. „Hallo, Ursula!”
„Ist Dad da?“
„Er ist hinten.“
„Danke!“
Hermine schaute ihr hinterher. Das Mädchen war fünfzehn. Was hatte sie gemacht, als sie so alt war? Sie war in Hogwarts gewesen, mit Harry und Ron. Sie schluckte ihre Tränen hinunter. Damals hatte sie immer Angst davor gehabt, dass Harry sterben würde, das sein Drang, Menschen zu retten, ihn in den Tod stürzen würde. Aber wo war sein Menschenrettersyndrom, wie sie es im fünften Schuljahr genannt hatte, geblieben? Wieso war er einfach abgehauen und hatte alle Menschen, die all ihre Hoffnung in ihn steckten, im Stick gelassen? Harry hatte auch sie im Stick gelassen, aber Hermine machte sich nichts vor. Er hatte ihr nie wirklich gezeigt, dass er sie mochte. Gut, es war bekannt gewesen, dass sie seine beste Freundin war, aber er hatte es nie gesagt. Und wenn es darum ging, sich zwischen ihr und einer anderen Person zu entscheiden, hatte er dann nicht immer stets andere gewählt?
Hermine hasste es, wenn sie so dachte. Harry hätte keinen Grund gehabt, sie zu bevorzugen.
Die Glocke, die über der Tür hing, klingelte; ein Zeichen dafür, dass jemand den Raum betreten hatte. Mr Sleeve und Hermine tauschten einen Blick aus. Eine gestallt im ergrauten Zaubererumhang stand vor ihnen. Der Mann hatte die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen. Regentropfen perlten vom Stoff ab.
Der Mann bewegte sich auf den Tresen zu und setzte sich.
„Wollen Sie Ihren Umhang nicht ablegen?“, fragte Mr Sleeve und beäugte den Fremden misstrauisch. Der Mann schüttelte den Kopf. „Was darf es dann sein?“
„Einen Whiskey, bitte!“
Hermine runzelte die Stirn, denn sie kannte die Stimme. Aber woher? Und warum betrat ein Zauberer eine Muggel- Kneipe, oder war es sogar ein Muggel, der nur einen Umhang ergattert hatte?
Doch was wäre, wenn ihr die Stimme bekannt vor käme, weil dieser Mann ein Todesser war und sich tarnte?
Hermines Herz fing an zu flattern und ihre Handflächen wurden feucht. Sie bekam Angst und anscheinend fühlte sich jeder Anwesende eingeschüchtert von dem Fremden. Es herrschte eine erstickte Stille, im eh schon ruhigem, Raum.
Hermine klammerte sich an die Theke; ihr wurde übel.
„Alles in Ordnung, Kathy?“ Mr Sleeve blickte sie besorgt an. Der Fremde hob den Kopf und Hermine spürte seine Blicke auf ihr.
„Ja“, antwortete sie.
„Gut. Ich muss ganz kurz ins Lager, meinst du, dass du das hier schaffst?“, flüsterte er ihr zu. Sie nickte und er verschwand.
Da stand sie nun. Sie hatte keine Ahnung, was sie jetzt machen sollte. Einfach untätig rumstehen kam für sie nicht in Frage, dafür war sie zu aufgedreht. Also schnappte sie sich ein Tuch und polierte Gläser, eine Arbeit, die man sich wirklich sparen konnte.
„Kathy?“, fragte der Fremde. Es lag Skepsis in seiner Stimme. Hermine drehte sich um und er stupste seine leeres Glas mit den Fingern an. Mit zittrigen Bewegungen nahm sie sich die Whiskeyflasche und schenkte nach, es machte sie noch nervöser, dass sie die Augen des Mannes nicht sehen konnte. Sie wollte sich gerade zurückziehen, da packte er sie am Handgelenk. Hermine zog scharf die Luft ein und schaute sich panisch im Raum um, aber niemand hatte es bemerkt, oder wollte es nicht bemerken.
„Hermine“, flüsterte ihr die Gestallt, dieses Mal zuversichtlicher, zu. Wieder merkte Hermine, dass sie die Stimme kannte. Aber wie, sollte sie jetzt reagieren? Der Mann wollte erneut zu sprechen ansetzten, doch er brach ab, als draußen laute Rufe zu hören waren. Wie ein gehetztes Tier schaute er über die Schulter zur Tür. Die Rufe schienen sich darauf zu zu bewegen. Er sprang auf, warf dabei den Hocker, auf dem er gesessen hatte um und stürmte aus der Kneipe.



„Ich bin wieder da!“, rief Hermine durch das Haus, als sie von der Arbeit kam.
„Gut“, rief Ron zurück. „Hast du den Tagespropheten bekommen?“ Er kam aus dem Wohnzimmer auf sie zu. „Was is das denn alles?“ Erstaunt starrte er auf die prall gefüllte Tasche, die Hermine bei sich trug.
Sie grinste. „Nudeln und Kuchen von Mr Sleeves.“
Ron nahm ihr die Tasche ab und sah rein. „Die Nudeln müssen ja noch gekocht werden“, murrte er.
„Ja und? Sei lieber froh, dass wir ein kostenloses essen bekommen.“
„Ja, der Mann ist ein Heiliger...was steht in der Zeitung?“, wechselte er das Thema.
„Nichts, was nicht sonst auch darin stehen würde.“ Hermine seufzte.
„Keine wichtigen Ereignisse?“ Ron folgte ihr in die Küche.
„Nein.“ Hermine zögerte. Irgendwann musste sie ihm von dem Mann erzählen, der ihren Namen kannte und so plötzlich abgehauen war, aber nicht zu dieser Zeit. Sie wollte abwarten.
„Auch keine weiteren Attentate?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Oh, schade!“, murmelte Ron. Hermine warf ihn einen mahnenden Blick über die Schulter zu. „Was?“, wollte Ron wissen. „Ich habe nichts dagegen, wenn jemand sich traut, sich gegen die Todesser zu stellen.“
„Ich eigentlich auch nicht, aber ich habe etwas dagegen, wie es gemacht wird.“ Sie holte zwei Töpfe raus und stellte sie auf die Arbeitsfläche, dann wandte sie sich wieder Ron zu. „Jemanden auf offener Straße zu erstechen geht mir doch ein wenig weit.“
„Oh, bitte!“, meinte Ron. „Es sind Todesser. Die machen noch viel schlimmere Dinge...“
„Ich glaub es nicht!“, fuhr Hermine ihn an. „ Menschen nehmen Brutalität, wenn sie häufig passiert zu selbstverständlich hin! Sie stumpfen ab! Jemanden zu erstechen ist nicht normal, egal, wen es trifft! Ein Mord ist schlimm, auch wenn das, was die Todesser machen tausend Mal schlimmer ist.“
„Ja, natürlich. Was ich nur gemeint habe ist... es ist doch gut, wenn die Todesser verschwinden.“ Ron schaute hilflos zu Hermine.
„Todesser verschwinden und ein Mörder überlebt. Bei diesem Gedanke fühlt man sich doch viel sicherer.“
„Ich würde diesen Mann nicht als Mörder bezeichnen, schließlich trifft er ja genau die Richtigen.“
„Aber vielleicht ist es ein Mörder, ein Geisteskranker“, sagte sie mehr zu sich selbst.
„Nein, dann würde er keine Todesser umbringen, sondern Muggel.“
Hermine schüttelte heftig den Kopf. „Ein Mörder möchte doch meistens, dass seine Taten bekannt werden. Würde er einen Muggel töten, würde es doch niemanden scheren.“ Sie füllte Wasser in den einen Topf.
Ron war bei ihrem letzten Satz ruhig geworden.
Hermine kaute nervös auf ihrer Unterlippe, dachte an den Mann im Pub, wie er panisch aufgesprungen war. Sie schloss die Augen, als sie ein kleiner Schmerz im Kopf überkam.
„Du siehst beschissen aus“, sprudelte es aus Ron raus.
Hermine fasste sich an die Schläfe. „Reizend, Ronald.“
„Ich meine, du siehst fertig aus. Ist etwas vorgefallen?“
Jetzt war die Zeit wohl gekommen. „Heute war ein seltsamer Mann im Pub und er kannte meinen Namen...meinen richtigen Namen“, fügte sie erklärend hinzu, als ihr Freund sich nicht rührte. Nun wurde er bleich.
„Er wusste wer du wirklich bist?“
„das habe ich nicht gesagt. Er kannte auf jeden Fall meinen Namen.“
"Dann weiß er auch, dass du eine Hexe bist!“, rief Ron aus. „Was hat er gemacht? War er auch ein Zauberer? Konntest du sein Gesicht sehen?“
„Stopp!“, unterbrach Hermine seinen Redefluss. „Er hat gar nichts gemacht. Es hatte den Anschein, als wenn er mit mir reden wollte, aber er floh, als auf der Straße laute Stimmen zu hören waren. Er trug auch einen Zaubererumhang, aber das hatte heute nichts mehr zu bedeuten und sein Gesicht konnte ich auch nicht erkennen; er trug eine Kapuze.“
„Es war ein Zauberer, sonst hätte er deinen Namen nicht gekannt“, stellte Ron sachlich fest.
„Vermutlich hast du recht.“ Hermine seufzte. „Ich hatte das Gefühl ihn zu kennen.“
„Du kanntest ihn!“ Rons Stimme wurde sofort einige Oktaven höher.
„Dachte ich, ja! Seine Stimme kam mir bekannt vor.“
Ron stützte seine Gesicht auf den Händen ab. „Und was machst du jetzt? Willst du trotzdem noch dort arbeiten?“
„Habe ich eine Wahl?“, wollte Hermine wissen.
„Ja! Vielleicht ist dieser Mann gefährlich...“
„Bitte, es passt nicht zu dir, wenn du so vorsichtig bist.“
„Was meinst du damit? Ich darf nicht arbeiten, weil du Angst um mich hast, glaubst du etwas, dass ich mir keine Sorgen um dich mache?!“ Ron schlug mit der Faust auf den Küchentisch.
Hermine starrte ihn entgeistert an. Noch nie hatte sie erlebt, dass Ron ihr so offen sagte, was er fühlte. Sie schritt auf ihn zu und zog ihn in eine Umarmung. „Oh, Ron!“, flüsterte sie. „Hab keine Angst. Am Anfang dachte ich auch, dass dieser Mann mir etwas böses wollte, aber dann wäre er nicht so in Panik geraten. Ich weiß, was ich tue, okay?“ Sie blickte ihn fragend in die Augen. Er nickte schwach, dann drückte er sie wieder an sich.
Hermine war so froh, wie schon lange nicht mehr, dass sie Ron hatte. Ihren einzigen besten Freund, der ihr noch geblieben war.


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Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nämlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit