Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum
Anzeige

Fanfiction

Die Galerie der seltsamen Begebenheiten - Coffee & Cigarettes

von Lonny_Lovegood

Man kann nicht wirklich behaupten, dass ich noch schreibe. Vielleicht sogar besser so, nachdem ich furchtbaren Schund wie Nenn mich nicht Lav-Lav! produziert habe. Ich habe am Anfang nicht mal daran geglaubt, dass ich diesen Oneshot überhaupt fertig stelle. Und sowieso, es ist nicht mal eine Romanze. Keine Ahnung, vielleicht schreibe ich ja jetzt ganz andere Sachen. Oder auch gar nicht mehr. Auf jeden Fall im Moment gerade eine ganze Menge wirres Zeug.

Die FF spielt übrigens kurz nach dem Tod von Lily und James im November 1981. Es gibt eine kurze Anspielung auf Mary, eine Hauptperson einer früheren FF von mir über Peter, die allerdings nicht mehr online ist. Meiner Meinung nach ist es auch möglich, diesen Oneshot zu verstehen, ohne diese andere FF je gelesen zu haben.


"Wurmschwanz?"
Scheiße. Eigentlich hasste Peter es, noch so genannt zu werden. Er wusste nicht einmal, warum sie es taten. Es war eine ständige Ermahnung, eine Erinnerung an seine Schuld - verdammte Scheiße, eigentlich fühlte er sich die ganze Zeit schuldig. Genau deshalb war er doch eigentlich hierher gekommen.
"Hey, Cissy", flüsterte er.
"Lucius ist nicht da, willst du nicht herein kommen? Das Wetter ist wirklich fürchterlich."
Er nickte und war froh, dem kalten Novemberregen und dem Herbstwind entfliehen zu können, von denen er befürchtete, dass er sich irgendwann einfach in ihnen auflösen würde.
"Setz dich ins Wohnzimmer", rief sie aus der Küche, während er seinen zerschlissenen Mantel aufknöpfte. "Ich koche uns einen Kaffee."
Malfoy Manor hatte Peter noch nie gefallen. Es war zu groß, zu kalt, zu seelenlos. Wenn in diesem Haus seit so vielen Generationen die selbe Familie gelebt hat, war es wohl schwer, noch irgendwo eine Spur einer einzelnen Persönlichkeit zu finden.
Als Narzissa und er sich auf den gegenüber stehende, riesige Sessel setzten, sie ein kleines Beistelltischchen heranrückte und zwei Tassen Kaffee - für sie mit Milch, für Peter schwarz - dort abstellte, hatte er wenigstens für einen kurzen Monat das Gefühl, etwas von Narzissas Persönlichkeit zu spüren.
Sie trank ihren Kaffee und beobachte ihn. Sie war eine gute Beobachterin, wie Peter in der Zeit, in der er sie besser kennen gelernt hatte, festgestellt hatte. Ihr Verstand war scharf wie ein Messer, sie war jung, klug und begabt. Es war Peter unverständlich, warum sie sich einem Mann wie Lucius unterordnete.
Er hatte das unangenehme Gefühl, sie würde seine Gedanken lesen. Es war das selbe Gefühl, das er hatte, wenn er mit Snape sprach.
"Hör auf damit", bat er sie und griff in die Brusttasche seines Hemdes. "Kann ich hier rauchen?"
"Lucius wird die Nase in die Luft stecken, wenn er nach Hause kommt, und fragen: "War's die Ratte oder Severus, der hier war?" Wenn du damit kein Problem hast, bitte", erwiderte sie kühl.
Er fingerte nervös eine Zigarette aus der Schachtel und zündete sie an. Sie sah ihm in die Augen.
"Was ist bloß mit dir passiert?", fragte sie.
"Ist es dir neu, dass es mir beschissen geht?"
"In diesem Ausmaß, ja, schon."
Statt zu antworten, nahm er nur einen Schluck Kaffee und zog an seiner Zigarette. Er wusste keine Antwort. Vielleicht war sein Leben eine Rutschbahn, vielleicht auch eine Achterbahnhfahrt, vielleicht nur ein ewiger Marsch durch den dicken, graubaunen Schlamm des unteren Durchschnitts.
"Sie verleihen meiner Mutter heute meinen Merlinorden erster Klasse", stellte er fest, nahm einen tiefen Zug und starrte ins Leere.
Ihr Schlucken war unüberhörbar. Und er liebte den seltenen Moment, in dem jemand mit ihm fühlte.
"Was, glaubst du, wird sie tun?", fragte Narzissa.
"Sich besaufen", antwortete Peter reflexartig. "Dann...keine Ahnung. Zu viele Schlaftabletten nehmen. Zugedröhnt mit dem Auto durch die Gegend fahren. Was sie halt immer so macht."
Narzissa war einer der wenigen Menschen, die wusste, was mit seinen Eltern los war. Dass sein Vater sich erschossen hat, als Peter noch klein war, weil er die Familie nicht mehr ernähren konnte. Dass er das Ebenbild seines Vaters war. Und dass seine Mutter ihn abgöttisch liebte und ihm trotzdem nicht einmal ins Gesicht sehen konnte. Es gab genau fünf Menschen, die es wussten oder gewusst hatten. James, Sirius, Remus, Mary und Narcissa. Oh, Mary. Wo auch immer sie jetzt war. Peter wusste nicht, ob sie noch lebte. Sie hatte sich für eine Weile nach der Schule dem Orden angeschlossen, dann war sie ins Ausland verschwunden. Vielleicht hatte sie einen Mann und Kinder. Vielleicht war sie tot.
"Und was wirst du tun?"
Ihre Frage traf ihn genau so, wie sie es beabsichtig hatte. Es tat weh.
"Das Gleiche", gab er ehrlich zu.
"Ach, Wurmschwanz", seufzte sie, lehnte sich zurück und trank einen Schluck Kaffee.
Und das war die Möglichkeit, die er hatte. Er konnte sich jetzt in seinem Elend suhlen. Oder er konnte sich vor Augen führen, dass das alles allein seine Schuld war.
"Ich bin ein Mörder, Cissy", flüsterte er und war sich nicht mal sicher, dass sie es gehört hätte.
James, Sirius und Remus hätten protestiert, wenn sie ihn jetzt gehört hätten. Sie haben seine Selbstzweifel nie zugelassen, auch wenn sie wahr waren. Sie haben nie gewusst, wie er wirklich war. Nie. Und jetzt war es zu spät.
"Ich weiß."
Sie war ehrlich. Und sie half ihm weder, noch tat sie es nicht. Ihm konnte niemand mehr helfen.
"Du würdest dich umbringen, aber selbst dazu bist du zu feige", las sie seine Gedanken.
Er nickte und beobachte sie, während sie nach seiner Zigarettenschachtel griff und ebenfalls eine Zigarette nahm. Sie ließ sie sich von ihm anzünden. So war sie eben.
"Ich dachte, du hättest aufgehört", stellte er fest.
Sie nickte und fügte hinzu: "Ich könnte mir trotzdem jeder Zeit wieder eine anstecken."
Peter musste lachen. Das war seltsam und klang falsch. Peter hatte nie viel gelacht, und in letzter Zeit schon gar nicht.
Narcissa zog an ihrer Zigarette und beäugte Peter.
"Ich weiß nicht mal, ob du reinblütig bist", sagte sie plötzlich. "Fällt mir gerade so auf."
Seltsame Frage. Er zog eine Augenbraue hoch und umfasste demonstrativ seinen Unterarm.
"Na und? Severus ist auch ein Halbblut. Der Dunkle Lord..."
"Meine Mutter ist eine Squib", unterbrach Peter sie mit tonloser Stimme.
"Wie bitte?"
"Ich habe das noch nie jemandem erzählt."
Dieses Geständnis schien sie noch mehr zu überraschen. Sie schwieg.
"Dein Vater ist -?", hakte sie nach einer Weile nach.
"Ein Magier."
"Du bist also ganz und gar nicht toujours pur. Dein Vater war sehr...tolerant."
"Er hat es nicht gewusst", entgegnete Peter, und auf Narcissas verständnisloses Schweigen: "Dass sie eine Squib ist. Sie hat ihn immer im Glauben gelassen, sie wäre eine Muggel."
"Warum?"
"So ist sie eben."
"Scheiße", fluchte Narcissa.
Und irgendwie war es schon wieder grotesk. Die vornehme Narcissa Malfoy, aus dem guten Hause Black, rauchend und fluchend, und er, immer noch der Junge aus dem Londoner Vorort in zerschlissenen Kleidern, der gerade seine besten Freund mit seiner Familie ausgelöscht hatte.
"Glaubst du eigentlich daran?"
"Woran?"
"Diese ganze Scheiße", erwiderte er schnell und gestikulierte stark, "dass wir Menschen ermorden. Diese ganze Scheiße mit dem reinen Blut. Und ich weiß nicht was."
Er konnte nicht glauben, dass er das gerade gesagt hatte. So wie Narcissa ihn anstarrte, konnte sie es anscheinend auch nicht. Wie automatisch führten ihren langen, schmalen Fingern ihre Zigarette zum Mund, sie nahm einen Zug und drückte sie dann dermaßen energisch aus, dass Peter Angst bekam. Sie war wütend. Richtig wütend. Peter traute sich nicht einmal, in seine Hosentasche nach seinem Zauberstab zu greifen.
"Scheiße, du bist so feige", sagte sie schließlich. "Und überhaupt, ich wurde in das hineingeboren, ich konnte mir es nicht anders aussuchen. Ich wurde praktisch mit Lucius' Ring an meinem Finger und dem Dunklen Mal an meinem Unterarm geboren. Du bist freiwillig hier."
"Ich habe mich einsam gefühlt!"
"Du hattest Freunde!", schleuderte sie ihm entgegen.
"Sie haben mich nie gebraucht!"
"Sie hätten dich gebraucht, verdammt noch mal!"
Narcissa war aufgesprungen, und Peter zurückgewichen. Narcissas Worte schmerzten mehr als jeder unverzeihliche Fluch, weil sie wahr waren, und er hätte es nie erwartet, sie aus ihrem Mund zu hören.
Er blickte nervös zu Boden, ließ seine Zigarette in den Aschenbecher fallen und starrte in die leere Tasse Kaffee.
"Du wirst niemals wieder glücklich werden", stellte Narcissa mit der Ernsthaftigkeit und Feierlichkeit einer Prophezeiung fest.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Twitter
HPXperts-Shop
Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Mike ist Engländer, ein sehr englischer Engländer. Jeden Tag trug er seine Anzugweste, was mir gut gefällt – man erlebt es heute kaum mehr, dass jemand Westen trägt. Er hat ein unglaubliches Charisma und flößt uns großen Respekt ein. Doch er verinnerlicht den britischen Humor total und kann sich bestens in die Internats-Teenager hineinversetzen.
Daniel Radcliffe über Mike Newell