
von lumos
Hey Allerseits!
Es ist zwar nicht Sonntag, aber ich glaube, zumindest hoffe ich es, dass es euch nichts ausmacht, den Part jetzt schon serviert zu bekommen. *zwinker* Die inzwischen zweite Überarbeitung meiner fleißigen Beta, habe ich die Tage eingearbeitet und da ich am Wochenende nicht da bin, lasse ich euch nicht länger warten und belohne quasi eure Lesebereitschaft und die beiden lieben Kommis mit einem vorgezogenen update.
Ich hatte zwar gehofft, dass euch der letzte Part (Zaubertrankstunde) gefällt, hatte aber aufgrund von Sevs Reaktion etwas meine Zweifel. Durch die lieben Kommis stelle ich erleichtert fest, dass es euch wohl gefallen hat. Das freut mich! Dann wünsche ich euch weiterhin viel Spaß beim lesen und freue mich, wenn Ihr auch bei den weiteren Parts mich wieder mit eurem Lesewillen und dem ein oder anderen Kommi beglückt. (Die spornen einen so richtig schön an!)
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@ Cho17: Na wie gut, dass ich Peeves für den Job engagiert habe und nicht Lina, die ausversehen etwas umstößt. *lol* Da hättest du sie wohl nicht mehr gemocht. Ja reden ist gut, reden ist toll und löst viele Probleme aber ob sie das auch machen? Abwarten! Ich glaube, dass Harry da auch so seine Problemchen hat zu glauben, was er da veranstaltet hat. *fiesgrins* Seine Sicht der Dinge wirst du etwas in diesem Part erfahren. Er war nach dem Motto gegangen: Ich bin ein Gryffindor also auch mutig. Was so viel bedeutet wie Augen zu und durch. Du hast eine interessante These was mit Severus los ist. Aber für die Auflösung brauchst du noch etwas Geduld. Übrigens, was ist das Leben ohne Missverständnisse? - Einfach und total langweilig, also ....
@ Marry63: Schön, dass du noch dabei bist. Harrys Mut - Er ist ein Gryffindor also - Augen zu und durch, egal wie verrückt und lebensmüde die Situation auch ist. Als Gryffindor kneift man nicht. *lol* Ich hätte schon gekniffen aber zum Glück bin ich kein Gryffindor. Was Severus angeht, so dauert die Auflösung deiner Frage noch etwas. Das zwischen den Beiden ist so ne Sache. Mal sehen wie sich das alles noch entwickeln wird.
=> Sorry, aber schneller posten ist momentan nicht wirklich drin.
Weist du, dass es so lange mit dem neuen Part dauert liegt daran, dass ich sie so gut wie möglich schreiben möchte und ich hänge auch immer mal wieder im Schreib- und Ideenfluss. Nehmen wir mal den letzten Part, die Zaubertrankstunde, die ist so oft von mir überarbeitet worden, dass ich nicht mehr weiß wie oft eigentlich und bei meiner Beta war er zweimal! Diesen Part hatte sie auch zwei mal bei sich. Das ist alles Zeit und der Grund wieso die Parts so lange brauchen, denn ich setze keinen Part on, der nicht meinen Vorstellungen entspricht und von mir mehrmals bearbeitet wurde und mindestens einmal bei meiner Beta war!!! Etwas runterschreiben und dann rein damit ist nicht mein Fall. Da stehe ich nicht hinter und kann es auch nicht vertreten. Natürlich gibt es bestimmt immer noch Mängel an meinen Parts/Kapiteln, doch hoffe ich, sie weitestgehend ausgemerzt zu haben. Es tut mir leid für euch Leser, dass ich soooo lange brauche. Wenn ich in der Leser Position bin, kann ein neues Kapitel für mich auch nicht schnell genug kommen.
Ich habe zwar ein paar Parts vorgearbeitet hier liegen aber sie sind immer wieder in arbeit und noch nicht optimal. (Letzte Woche hat ein Part noch zusätzlich 1500 Wörter dazu bekommen, obwohl er als eigentlich fertig von mir eingestuft war - so kann's gehen, was euch Lesern schließlich später nur zu gute kommt. Vor ansetzten des Rotstifts meiner Beta beinhaltet er momentan noch über 5000 Wörter.)
Wenn ich allerdings mit Ihnen zufrieden bin und sonst nichts dazwischen kommt, sende ich sie nach und nach an meine fleißige Beta, die mit meinen Parts einen Full-Time-Job hat, und dann kann es durchaus wieder sein, wenn sie das Korrektur lesen zeitlich einrichten kann, dass der Post-Rhythmus sich verkürzt. Kann ich aber nicht versprechen.
Hinzu kommt noch, dass ich an weiteren 6 FF's arbeite (3 HP & 3 SGA). Wobei diese hier allerdings auf der Prioritätenliste ganz oben steht, da ich euch nicht zu lange warten lassen möchte! Keine von den anderen ist bis jetzt on gestellt. Bis auf „Der Brief“, der eigentlich abgeschlossen war und es nun doch noch eine Fortsetzung geben wird.
Nun wünsche ich euch allen wieder viel Spaß!
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Teil 2 - Es ist sehr heiß ~ * ~ Part 6 2322 Wörter
Lina
Ich weiß nicht wie ich es bewerkstelligt hatte, aber ich hatte es geschafft, uns beide unbemerkt durch die Schülerschaft bis hin zum Raum der Wünsche zu manövrieren. Harry hatte erst einen Moment gebraucht, um zu registrieren, wo wir uns befanden. Severus Reaktion musste ihm einen kleinen Schock verpasst haben, doch als dieser von ihm abfiel, erschreckte mich seine anschließende Reaktion. So wütend und verletzt zugleich hatte ich Harry noch nicht erlebt. Immer wieder tauchte ein zerbrechlicher Gegenstand auf dem Couchtisch auf, der daraufhin fliegen lernte und an der Wand in viele kleine Teilchen zersplitterte. Wobei dieser Gegenstand jedes Mal sehr verdächtig nach einer von Trelawneys Glaskugeln aussah.
Das ging bestimmt eine halbe Stunde so und dabei hatte er seinen ganzen Frust und seine Verzweiflung aus sich heraus geschrieen. Dann war er plötzlich zusammengebrochen und hatte angefangen zu weinen. Die harschen Worte unseres Professors müssen ihn hart getroffen haben. Liebe kann grausam und sehr verletzend sein.
Von den vielen Möglichkeiten wie diese Begegnung hätte verlaufen und enden können, war diese für Harry die absolut fürchterlichste gewesen.
Wenn ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen hätte, so würde ich jeden, der mir von den Ereignissen am Ende der Zaubertrankstunde berichten würde, auslachen. Die letzte Nacht konnte ich ja schon kaum glauben und da war ich auch schon live dabei gewesen. Aber ich habe es gesehen und Harry hat es doch tatsächlich durchgezogen. Ich dachte, mein Herz bleibt stehen, als er sich zwischen die Beine der Fledermaus kniete und was danach geschehen war…oh Mann!
Snape ist ja ein Meister im Tragen der Maske eines „dauerfiesen und hundsgemeinen Tränkemeisters“, aber in dem Moment konnte man so viele Emotionen auf seinem Gesicht ablesen, dass man meinen könnte, dass sie für sein restliches Leben reichen.
Da war anfangs neben seiner panisch-ängstlichen Abwehrhaltung auch Erregung und Zuneigung in seinem Blick gewesen. Doch auch wenn er die Berührungen von Harry genossen hatte, war ihm dann wohl seine Situation so richtig bewusst geworden und die Panik hatte die Oberhand gewonnen. Sehr schnell hatte er sich, als das Geräusch der umfallenden Rüstung ihn aufgeschreckt hatte, wieder im Griff gehabt und seine altbewährte Schroffheit war zurückgekehrt. Armer Harry!
Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, Snape klar zu machen, dass das Häufchen Elend hier auf meinem Schoß es absolut ernst mit ihm meint. Denn davon bin ich überzeugt. Er muss nur noch selbst erkennen, dass er sich glücklich schätzen kann, dass Harry ihm, einem übellaunigen, oft ungerechten und zynischen Tränkemeister, seine Liebe schenken möchte. Mhh, vermutlich sollten wir noch schwerere Geschütze auffahren, damit er es endlich kapiert. Es hat einfach noch nicht Klick gemacht und dabei ist Snape doch sonst so schlau.
Und wo wir gerade bei Harry waren. Der hat zwar aufgehört zu weinen, doch steht er immer noch ziemlich neben sich. Vorher hatte er wohl durch die Furcht nicht wirklich begriffen, was er da gedachte zu tun, aber jetzt, scheint er es realisiert zu haben. Es muss so sein, da er meine Hüften mit den Armen umfasst und seinen Kopf in meinen Schoß gelegt hat. So kann ich das Zittern seines Körpers deutlich fühlen.
Nachdem er mich schon über drei Stunden so in Beschlag nimmt, bin ich froh, dass wir auf einer bequemen Couch sitzen, denn die ganze Zeit auf dem Boden hockend zu verbringen wäre kein Vergnügen geworden.
Ich versuche die ganze Zeit über beruhigend auf ihn einzureden und ihm zu versichern, dass alles gut wird, aber ob er mir das auch abnimmt? Nun, hundertprozentig bestimmt nicht, aber wenigstens ist das Zittern weniger geworden. Aber dennoch höre ich nicht auf, über seinen Rücken zu streicheln. Wobei ich mich allerdings immer wieder selbst dabei ertappen muss, wie meine Gedanken in die Richtung abschweifen, wie schön es doch wäre, wenn ich mich so an Draco kuscheln könnte.
Die Erinnerungen an diesen Kuss, diesen sagenhaften Kuss, lassen mich einfach nicht los. In Zaubertränke habe ich mich Harry zuliebe ja noch zusammengerissen, aber jetzt will mein Herz am liebsten nur zerspringen und dennoch muss ich weiterhin für Harry stark sein, der schon sein ganzes Leben lang kämpfen musste und besonders stark war, als er das letzte Mal Voldemort gegenüber stand. Ich muss Harry jetzt beistehen und meine eigenen Probleme später lösen.
Meine Idee, Snape so zu überfallen, war verrückt gewesen, aber mir ist eben nichts anderes eingefallen und heute Vormittag hatte ich sie noch genial gefunden. Und wenn Snape mal über seinen Schatten gesprungen wäre und Harry abgeknutscht hätte, anstatt ihn anzubrüllen, dann wäre doch alles in Butter gewesen. Aber nein, das kann der werte Herr nicht. Das ist echt zum Haare raufen.
Harry hat sein Gesicht so an meinem Bauch liegen, dass ich leider nicht in dieses blicken kann, denn im Gegensatz zu den Slytherins kann Harry keine hundertprozentigen Masken tragen und so kann ich mit Leichtigkeit immer an seinen Augen ablesen, wie er sich im jeweiligen Moment fühlt. Und dabei wüsste ich doch so gerne, was er gerade fühlt und denkt. Ich könnte trotzdem seinen Gemütszustand und etwas seine Seele erforschen, aber es wäre zu kräftezehrend für mich, da ich meine Stärke für Harry noch brauche. Außerdem dürfte ich das nur sehr oberflächlich machen, da es sonst für mich lebensgefährlich würde.
Um das zu bewerkstelligen müsste ich meinen Geist und meine Magie wandern lassen und mich auf Harry konzentrieren. Wie sagte die Schreckschraube im Turm noch gleich? `Ihr müsst euren Horizont erweitern.´ Wenn die wüsste, dass sich mein Geist regelmäßig erweitert und ich unbeabsichtigt in die Köpfe anderer Personen gezogen werde, würde sie sicherlich vor Neid platzen, da sie das nicht kann!
Es gibt aber einen gravierenden Unterschied zwischen einer zufälligen und einer kontrollierten Seelenwanderung. Eine zufällige ist für mich ungefährlich, aber dafür kann ich nicht steuern, in wessen Geist ich gezogen werde. Ich habe bisher noch nicht herausgefunden, wie meine Magie auswählt, in welche Seele ich eindringe.
Auch in alten Familienbüchern steht davon nichts geschrieben. Nur, dass alle drei oder vier Generationen einer aus unserer Familie mit dieser Gabe geboren wird.
Dafür gibt es aber eine große Warnung vor selbst herbeigeführten und kontrollierten Wanderungen. Sie sind verlockend und ich wäre gerne mal in Dracos Seele spazieren gegangen, aber die Gefahr, dass ich stecken bleibe, wäre immens hoch und mein Körper würde sterben, wenn ich nicht in ihn zurückkehren würde. Deswegen habe ich die Seelenwanderung bisher nur zweimal während des Krieges durchgeführt und habe der Versuchung nicht nachgegeben, Dracos Seele zu besichtigen. Ich habe aber die Möglichkeit, an einer fremden Seele „anzukratzen“, wobei auch das jedes Mal meine höchste Konzentration erfordert und fast meine ganze Kraft aufbraucht und ich mich danach ausruhen muss. Deswegen habe ich vorhin im Tränkezimmer auch darauf verzichtet. Und wenn der Besitzer der ausgewählten Seele in dem Moment stabile Abwehrschilde hat, stoße ich ohnehin nur gegen eine Mauer. So wie es bei der Mehrheit der Slytherins der Fall ist.
Doch in Snapes Fall…? Es wäre eine Möglichkeit, Harry zu helfen. Ich muss nur einen Zeitpunkt abpassen, in dem seine Schilde nicht aufrecht sind oder zumindest Risse aufweisen. So könnte ich einen Versuch starten, einen oberflächlichen Blick in dessen Seele und Gefühlswelt zu riskieren, um seine Gefühle hinsichtlich Harry zu überprüfen.
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Harry
Oh Gott, wie konnte ich das bloß tun???? Ich habe meinem Zaubertränkeprofessor einen Blowjob verpasst!!!! Okay, er ist nicht gekommen, aber er stand kurz davor.
Ich kann Severus doch nie wieder unter die Augen treten. Das traue ich mich einfach nicht. Ich kann nicht weiter Zaubertränke als Fach belegen. Das überlebe ich nicht. Er denkt jetzt bestimmt darüber nach, wie er mich am besten bestrafen kann. So böse wie er mich angefunkelt und angefaucht hat. Das hat meinem Herzen einen richtigen Stich versetzt.
Lina ist gut. Sagt, dass alles gut wird und dass er erst begreifen muss, dass ich ihn wirklich liebe. Aber glauben kann ich das noch nicht. Sie wurde ja auch nicht von ihrer großen Liebe zur Schnecke gemacht. Ich weiß ja, dass sie es nur gut meint, aber es fällt mir so verdammt schwer, es zu glauben. Wieso habe ich das bloß getan?
Ach ja, ich habe meinen unverbesserlichen Gryffindormut zusammengekratzt, um herauszufinden, ob wir eine Chance haben, weil ich so verdammt verliebt in diesen Mann bin. Anfangs war ich ein nervliches Wrack und erwartete für mein Vorgehen einen Cruciatus von ihm, der zu meinem Glück ausblieb. Als Voldemorts Zielscheibe für diesen Fluch hergehalten zu haben, hat mir für den Rest meines Lebens gereicht.
Okay, zugegeben, Severus muss etwas gefühlt haben. Das konnte ich unter meinen Fingern und in meinem Mund eindeutig spüren. Außerdem klangen diese süßen verzückten Stöhngeräusche, die er von sich gegeben hatte, wie Musik in meinen Ohren. Er war zwar anfänglich abweisend und verkrampft gewesen, doch alles was danach von ihm gekommen war, war eindeutig gewesen. Es hatte sich so richtig angefühlt. Sein himmlischer Geschmack war auf meiner Zunge explodiert und ich muss das unbedingt wiederholen. Ich frage mich nur, ob er tatsächlich auf mich reagiert hat oder nur auf die reine Stimulation.
Aber Lina hat doch gesagt, dass er mit meinem Namen auf den Lippen letzte Nacht gekommen war. Also muss ich ihm doch etwas bedeuten. Aber wieso hat er mich dann so vernichtend angesehen und angeschrieen? Ich verstehe das einfach nicht. Wieso können das Leben und die Liebe nicht einfach sein???? War mein Leben bis jetzt nicht schon schwer und kompliziert genug? Nein, ich muss mich auch noch ausgerechnet in Severus Snape verlieben, der nicht nur älter, sondern auch noch mein griesgrämiger Tränkeprofessor ist. Aber ich kann nichts dagegen machen. Es hat da einfach auf dem Schlachtfeld klick gemacht. Gut, vorher habe ich mich schon zu ihm hingezogen gefühlt, aber erst später wurde mir so richtig bewusst, dass sich meine Gefühle ihm gegenüber von Hass und Abneigung zu Liebe und Vertrauen gewandelt haben. Das Leben ist manchmal echt verflucht.
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Lina
Mhh, was ist das? Ach ja, der Weckzauber, den ich gesprochen hatte, nachdem wir es uns hier auf dem Sofa bequem gemacht hatten. Dann ist es also jetzt Zeit aufzustehen und hinunter zum Essen zu gehen. Wie gut, dass Harry sich in der letzten halben Stunde beruhigt und weitestgehend gefasst hat.
„Hey, Harry, Süßer. Wir müssen langsam aufstehen. Es gibt gleich Abendbrot und wir haben nur noch wenig Zeit, um uns frisch zu machen und alle Spuren der letzten Stunden zu beseitigen“, flüstere ich ihm zu.
„Ich will aber nicht“, nuschelt er zurück.
„Harry?“
„Hmm.“
„Komm, du bist doch ein Gryffindor, oder?“
„Natürlich bin ich das!“
„Na, dann nimm deinen ganzen Mut zusammen und lass uns in die Halle gehen. Du wirst deinem Severus bestimmt imponieren, wenn du ihm erhobenen Hauptes entgegenblickst und dich nicht verkriechst. Schließlich kennt er dich als mutigen Kämpfer auf dem Schlachtfeld.“
„Meinst du?“, fragt Harry und hebt leicht seinen Kopf an.
„Ja, das meine ich, aber dafür solltest du dich jetzt aufraffen. Lass uns aufstehen und uns fertig machen und dann etwas Essen gehen. Wenn wider Erwarten etwas sein sollte, bin ich bei dir. Snape ist hier Lehrer. Er kann dir also nichts tun und das wird er auch nicht. Süßer, er hat Gefühle für dich gezeigt, als du zwischen seinen Beinen gekniet hast, das habe ich gesehen. Er braucht nur etwas Zeit, um zu verstehen, dass seine Gefühle von dir erwidert werden. Vielleicht war er durch die ganze Situation etwas verwirrt. Wir dürfen jetzt nur nicht den Schwanz einziehen!“
„Meinst du wirklich?“ kommt eine zaghafte Frage.
„Das meine ich nicht nur, sondern das glaube ich auch. Du darfst nicht aufgeben, denn für die Liebe muss man kämpfen. Willst du kämpfen, Harry? Willst du es erneut versuchen?“, frage ich ihn, wobei ich ihm sanft über seine verstrubbelten Haare streiche und ein Nicken erhalte.
„Das ist gut und nun komm!“
Etwas zögerlich und schwerfällig erhebt sich unser mutiger Gryffindor und lässt sich von mir ins Bad bugsieren, dass ich mir herbei gewünscht habe. Dort angekommen, richte ich erst mal wieder Harry her und nachdem sein Gesicht gewaschen und seine Haare gekämmt sind, sieht er halbwegs akzeptabel aus, auch wenn seine Haare leicht störrisch sind. Dann mache ich mich daran, dass ich auch wieder in einem relativ ordentlichen Zustand bin und meine Kleidung nicht mehr so verknittert wirkt.
So, dann können wir jetzt gehen und ich lasse es zu, das Harry, gleich nach Verlassen des Raumes, meine Hand ergreift. Ich habe ihm zwar versichert, dass alles gut wird, doch weiß ich noch nicht, wie wir das anstellen sollen. Snape ist eben eine harte Nuss. Ziemlich erleichtert bin ich, als wir in die Große Halle kommen und mein erster Blick zum Lehrertisch schweift und ich feststelle, dass Professor Snape nicht anwesend ist.
Harry muss es auch bemerkt haben, denn er geht etwas aufrechter zu unseren Stammplätzen an unserem Haustisch, wo wir schon freudig von Ron und Hermine begrüßt werden. Und wie sollte es auch anders sein, bestürmt uns meine beste Freundin gleich mit mehreren Fragen: Wieso wir so lange verschwunden waren? Was das für eine Aufgabe war, die uns McGonagall aufgetragen hatte? Und wieso wir sie und Ron nicht um Unterstützung gebeten hätten? Schließlich hätte es dann nur halb so lange gedauert!
Hermine und ihr Wissensdurst eben. Aber anders können wir sie uns gar nicht vorstellen.
Während Mine so vor sich hinplappert, versuche ich schnellstmöglich ein Brot in mich hineinzustopfen. Ich weiß, dass das nicht gerade damenhaft ist, aber ich brauche Zeit, um mir eine passende Ausrede einfallen zu lassen und solange ich den Mund voll habe, kann ich ihr, im Gegensatz zu Ron, der das auch mit vollem Mund schafft, keine Antwort geben. Am liebsten würde ich ihr die Wahrheit sagen, aber da ich versprochen hatte darüber zu schweigen, geht das nicht.
Doch bevor ich, mit schlechtem Gewissen, mir ernsthaft Gedanken über eine Ausrede machen kann, fliegen mit einem ziemlich lauten Knall die Flügeltüren auf und gegen die Wand. Alle Köpfe drehen sich dem Ausgang entgegen, in dem ein mir ziemlich bekannter, offensichtlich sehr aufgebrachter, schwarz gekleideter Mann steht. Das einzige, was mir dazu einfällt ist „Oh Shit!“, nachdem ich mein Brot endlich hinunter geschluckt habe.
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Ich hoffe Harrys Sicht war euch nicht zu kurz und ich habe eure Wissbegierde hinsichtlich Harrys Gefühle befriedigt! Aber ich fand es passender sie in diesem Part unterzubringen als auch noch in die Zaubertrankstunde zu quetschen.
So, nun sage ich bis zum nächsten Part und freue mich, wenn Ihr auch alle wieder mit von der Partie seid und vielleicht lasst Ihr mir ja noch ein Kommi/Review für diesen Part da.
Auf bald lumos
PS: Beschwerden über diesen einfach genial oder doch eher gemein gesetzten Cliff sind bei meiner nichtvorhandenen Sekretärin abzugeben, sie leitet sie dann im Schneckentempo an mich weiter! *lol*
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