
von lumos
Wichtig!!!
(steht auch als Nachtrag im Vorwort)
Ich setzte die Altersfreigabe nun einen tiefer. Die höchste Stufe war für einen anderen Geschichteninhalt gedacht. Da ich aber mein Skript inzwischen ziemlich oft und gravierend umgeschrieben habe und die Geschichte nun sich völlig anders entwickelt hat und noch wird, als sie ursprünglich sollte, werde ich sie zurück auf P-16 Slash stufen. Falls es dann doch im weitern Verlauf es noch geschehen sollte, dass ich sie wieder hoch setzen muss, dann sagt es mir bitte. Das Passwort würde dann das Selbe wie vorher sein!
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Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 1 2053 Wörter
Lina
Oh, bei Godric, fühle ich mich bescheiden! Ist eine riesengroße Herde von durchgedrehten Hippogreifen über mich hinweggetrampelt oder was habe ich in der letzten Nacht gemacht? Wo bin ich hier eigentlich? Das ist definitiv nicht meine Matratze, auf der ich liege. Diese hier riecht und fühlt sich anders an, als die Schulmatratze auf der ich sonst immer nächtige. Irgendwie weicher, bequemer. Moment, anders als die Schulmatratzen!?
Okay, jetzt nachdem meine Augen ein klein wenig offen sind und nachdem ich die Magie, die mich umgibt, wahrnehme und einordne, kann ich mich etwas beruhigen. Ich kenne zwar diesen Raum nicht, aber ich spüre durch meine Gabe Hogwarts einzigartige Magiesignatur, die unveränderbar ist, so dass ich mir sicher bin noch in der Schule zu sein.
Nur, wo genau bin ich hier? Das ist gewiss nicht mein Schlafsaal, der in den Farben Rot und Gold gehalten ist. Der Bewohner könnte ein Slytherin sein, da fast alles in diesem Raum silbern und grün ist. Es ist ungewohnt, aber es sieht harmonisch aus. Das erklärt schon mal etwas, aber es bleibt immer noch die Frage, wie ich hier her gekommen bin! Denn daran kann ich mich nicht erinnern. Und… bei Merlins Barte, wer hat mich hier her gebracht?
Argh, und wem gehört dieser Arm, der um meine Taille geschlungen ist? Schließlich bette ich meinen Kopf auf meinem rechten Arm und den linken habe ich an meiner Brust angewinkelt liegen, dessen Handgelenk merkwürdigerweise einen Verband ziert. Der Arm, der absolut männlich wirkt, ist also definitiv nicht meiner und muss zu der Wärmequelle hinter mir gehören, die sich an meinen Rücken schmiegt.
*Moment, männlicher Arm, Wärmequelle! Shit, shit und nochmals shit!*, denke ich und springe aus dem Bett. Zumindest versuche ich es, denn dabei verheddere ich mich in die Decke und stürze unelegant auf den Boden, was mir noch mehr Schmerzen durch den Körper jagt. Zum Glück bin ich nicht auf mein verletztes Handgelenk gestürzt, doch meinen Rippen gefällt diese plötzliche Bewegung gar nicht und ich schaffe es gerade noch ein schmerzhaftes Keuchen zu unterdrücken.
Unbemerkt komme ich nun bestimmt nicht mehr aus dem Raum. Also ist nichts mit wegschleichen! Was mache ich denn jetzt ..., nein, was macht er jetzt? *Autsch, kann der Kerl einen nicht vorwarnen, wenn er einen vom Boden hoch hebt!* Denn plötzlich umschließen mich von hinten kräftige Arme und ich werde hochgehoben, wobei ich mich nicht wehren kann. Sanft werde ich auf dem Bett abgelegt und ich will endlich wissen, wer das ist.
Wobei, der Duft, den ich vorhin wahrgenommen habe, kommt mir bekannt vor, aber ich kann mich nicht erinnern woher.
Ich drehe den Kopf und blicke direkt in Dracos hellgraue Augen und mir läuft ein wohliger Schauer über den Rücken, als ich spontan an unseren Kuss denken muss. Kein Wunder, dass mir der Duft so bekannt vorgekommen war.
„Was machst du nur? Du musst doch noch vorsichtig mit deinen Rippen sein“, erklingt seine ruhige und leicht tadelnde Stimme.
*Hmmm, mir war bis jetzt gar nicht aufgefallen wie angenehm Dracos Stimme klingen kann.*
In diesem Moment überrollen mich aber die Erinnerungen an den gestrigen Tag. Tränen treten erneut in meine Augen und mein Herz krampft sich schmerzhaft zusammen. Es ist alles wieder schlagartig da und ich fühle mich von einem Augenblick auf den anderen noch elender als gestern.
Doch meine Tränen verweilen nicht lange in meinem Gesicht, denn Draco breitet die Decke über uns aus, beugt sich etwas vor und ich spüre sanfte Lippen, die sie mir wegküssen. „Schsch, nicht weinen. Es wird alles wieder gut. Ich bin doch bei dir“, erklingt erneut seine Stimme, die mich wohl beruhigen soll, da er eine sehr sanfte Tonlage gewählt hat, die ich gar nicht von ihm kenne. Wenn ich es mir recht überlege, wird diese Tonlage wohl kaum einer kennen. Aber was sagte er da gerade?
„Gut? Gut? Du sagst, das alles gut wird? Wie kann es gut werden? Ich habe keine Familie und kein Zuhause mehr und das alles nur wegen einem Kuss. Du weißt doch gar nicht, wie ich mich fühle!“, fauche ich ihn an. Draco lässt sich dadurch aber nicht davon abhalten, sich vorsichtig weiter auf mich zu legen. Ich spüre eine leichte Schmerzverstärkung in meiner Brust und er wischt meine erneut auftretenden Tränen sanft mit dem Daumen weg. Seufzend streichelt er mir zärtlich über die Wange, bevor er zu einer Antwort ansetzt.
„Ich weiß sehr gut, wie du dich fühlst, da ich in genau derselben Situation bin. Nur hat mein Vater die Angelegenheit dezenter geregelt als deiner“, erwidert der Blonde.
„Wie meinst du das?“, flüstere ich und kann seine Worte nicht ganz begreifen. Was meint er damit: dezenter geregelt - was geregelt? Die Worte wollen für mich keinen Sinn ergeben. Vielleicht habe ich aber auch nur Angst davor, ihn in dasselbe Unglück gestürzt zu haben, in dem ich mich nun befinde. Ich fühle mich schuldig, da ich auf Draco zugegangen bin und ihm den Kuss angeboten hatte und nicht umgekehrt. Wie hatte er gestern gesagt: „Hinzu kommt, das du etwas von mir willst und nicht ich von dir.“ War das wirklich gestern gewesen? Mir kommt das alles so unwirklich und weit entfernt vor. Ich bin so in meinen Gedanken vertieft, dass mich seine Worte aufschrecken, als er zu einer Erklärung ansetzt.
„Du hast es nicht mehr mitbekommen, da der Edelfalke meines Vaters, erst nach dem Glanzauftritt deines Vaters kam. Der brachte mir einen Brief, in dem er mir mitteilte, dass Parkinson ihm wiederum in einem Brief berichtet hat, was geschehen ist und er sehr enttäuscht von mir sei. Das er mich der Familie verstößt und enterbt, wenn ich dich nicht augenblicklich verlassen würde und ihm versichere, dass wir bis dato nie das Bett geteilt haben. Und das ist etwas, was ich nicht vorhabe. Ich werde dich nie verleugnen! Ich habe gestern gespürt, dass nicht nur ich mich nach dir verzehre und dich liebe, sondern dir auch etwas an mir liegt. Du siehst, ich habe nun auch keine Familie mehr. Aber ich werde damit klarkommen und weißt du wieso?“, fragt er mich, worauf ich allerdings nur leicht den Kopf schütteln kann. Mehr würde mir nur Kopfschmerzen bereiten oder besser gesagt, diese verstärken.
„Nein? Nun, dann sage ich es dir. Ich bin nicht alleine. Ich habe jetzt dich und du bist alles, was ich schon immer wollte. Ich kann mich noch ganz genau an den Tag unserer ersten Begegnung erinnern. Du warst für mich wie ein Engel. Ein Engel, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe und das geschah nicht erst vor 3 Jahren, als du nach Hogwarts gewechselt bist. Erinnerst du dich an den weißblonden Jungen, der dich damals, als du 11 warst, in der Winkelgasse angerempelt hat?“, fragt er mich. Ja, an den Jungen kann ich mich erinnern. Doch da ich wusste, dass wir uns durch unsere verschiedenen Schulen wohl nie wiedersehen würden, schließlich gingen 85% der englischen Zaubererkinder nach Hogwarts, hatte ich es vorgezogen, ihn mit seinen faszinierenden hellgrauen Augen aus meinem Gedächtnis zu verdrängen. *Warte mal, jetzt macht es klick, hellgraue Augen und er hatte doch unglaublich weißblonde Haare gehabt!*
„Das, das warst du?“ Ich bin baff. Jetzt kommen auch alle Erinnerungen wieder an einen Jungen, der mir zwar hochnäsig, aber auch irgendwie süß erschienen war und mich für einen Moment mit seinen Augen gefesselt hatte. Doch hatte ich diesen Jungen nie mit Draco in Verbindung gebracht. Wobei ich jetzt, wo ich mir das Gesicht in jeder beeindruckenden Einzelheit in Erinnerung rufe, nicht wirklich verstehen kann, wieso es mir nicht viel früher aufgefallen war, dass Draco mir schon viel eher in meinem Leben über den Weg gelaufen oder eher gestolpert war.
„Du hast mich mit einem einzigen Blick und deinem Lächeln verzaubert. Du hast es nicht gemerkt, aber ich bin dir danach überall hin gefolgt und mit jedem Lächeln und strahlenden Blick hast du mich immer mehr in deinen Bann gezogen. Ich hatte mir so gewünscht, dass diese Blicke eines Tages nur mir gelten und ich dann zum glücklichsten Mann auf der ganzen Welt werde. Ich hatte mir unsere gemeinsame Zeit hier auf Hogwarts bereits in den schönsten Farben ausgemalt. Doch dann warst du erneut mit deiner Mutter bei Madam Malkins, um deine fertigen Roben abzuholen und mein Herz wurde ganz schwer, als ich die blaue Uniform erkannte. Mir wurde schlagartig vor Augen geführt, dass wir uns durch die verschiedenen Schulen wohl nie wieder sehen werden. Ich hatte versucht dich zu vergessen, aber das konnte ich nicht und als du zu Anfang des fünften Schuljahres hier aufgetaucht bist, waren meine Gefühle für dich sofort wieder präsent. Alle meine Wünsche und Hoffnungen, meine Sehnsüchte, dir so nahe sein zu können wie jetzt. Doch dann, als die alte McGonagall deinen Namen aufgerufen hatte, brach mein Herz erneut. Du warst mir so nah und doch so fern. Eine Maloy, dachte ich, wie konnte mein Engelchen nur eine Maloy sein? Und dann wurdest du auch noch zu den Gryffindors eingeteilt. Von dem Augenblick an versuchte ich dich aus meinem Herzen zu verbannen und nur noch meinen Verstand sprechen zu lassen. Doch habe ich zum ersten Mal in meinem Leben auf ganzer Linie versagt. Mein Verstand hat es nach einer Weile akzeptiert, dass aus uns nie etwas werden kann und ich habe angefangen, dich wie jeden anderen Löwen zu behandeln, doch mein Herz war damit nicht einverstanden. Jedes Mal, wenn ich dich sah, zog es sich vor Schmerz in meiner Brust zusammen. Jedes Mal, wenn ich deine Freunde und insbesondere dich, beleidigte und triezte, wollte es zerspringen.
Und dann kamst du gestern auf mich zu und hast mir einen Kuss angeboten. Engelchen, es tut mir so leid, aber da hat mein Herz es geschafft, als Sieger aus dieser Situation hervor zu gehen. Mein Verstand sagte mir nein, dass ich darauf nicht eingehen darf. Schließlich wusste ich wohl, was die Konsequenzen wären, aber mein Herz und mein Körper hatten sich so sehr nach dir gesehnt, dass ich einfach nicht anders konnte. Auch wenn es vielleicht anders ausgesehen hat.
Ich weiß nicht wirklich, wieso ich dich in der Großen Halle vor allen geküsst habe. Ich kann es nur damit erklären, dass ich in dem Moment wohl allen verdeutlichen wollte, dass du mein bist und wenn es nur für den Augenblick war. Vermutlich sollten alle sehen, dass sie es nicht wagen sollen auf andere Gedanken zu kommen.
Es tut mir leid. Ich hätte nicht darauf anspringen dürfen. Ich habe nicht nur mich, sondern was schwerwiegender ist, auch dich heimatlos gemacht. Aber weißt du, was das merkwürdige an der ganzen Situation ist?“
Wieder erneutes Kopfschütteln von meiner Seite. Das sprechen muss ich wohl verlernt haben. Dieses Geständnis von Draco und die ganzen Gefühle, die man von seinem Gesicht ablesen kann, verschlagen mir regelrecht den Atem. Es fällt mir noch immer schwer einen klaren Gedanken zu fassen, denn Draco Malfoy gibt mir gerade freiwillig einen Einblick in sein Seelenleben. Und das, obwohl er doch immer als Eisprinz ohne jede Gefühlsregung galt und sich auch so gebärdete.
„Ich bin nicht verzweifelt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Zugegeben, ich war verzweifelt, sehr sogar! Doch mein Onkel hat mir vor Augen geführt, dass mein Herzenswunsch nun in Erfüllung gegangen ist und ich nicht alleine bin. Das ich immer noch „Familie“ habe. Außerdem, und das ist mit das Wichtigste, kann ich nun endlich mit meinem Engel, mit dir, zusammen sein. Sofern du das auch willst. Ich liebe dich, ich liebe dich so sehr, dass es schon schmerzt und ich will immer an deiner Seite sein. In guten wie in schlechten Zeiten. Wenn wir zusammen sind, können wir alles überstehen und wir sind auch nicht ganz mittellos. Es ist zwar kein Vermögen, aber ich habe, laut Severus, Gold von dem Erbe meiner Großmutter mütterlicherseits in einem separaten Verließ, auf das niemand außer ihm oder mir zugreifen kann. Es beläuft sich auf etwas mehr als neunhunderttausend Galleonen. Damit können wir anfangs über die Runden kommen. Wir müssen unseren bisherigen Standard eben etwas einschränken.
Außerdem werden wir trotz der Tatsache, dass wir enterbt wurden, überall eine gute Anstellung finden können. Wir tragen ja weiterhin unsere Namen, die weit bekannt sind und unsere Zeugnisse werden uns auch einige Türen öffnen. Kleines, wir können es schaffen, wir müssen es nur wollen.
Du musst mir auch nicht gleich eine Antwort geben, aber möchtest du dein Leben mit mir teilen und mir erlauben, dass ich meines an deiner Seite verbringe?“
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Das war es leider schon wieder.
Aber dafür wird der nächste Part mindestens doppelt so lange, wie dieser. Na wie ist das?
Und vor allem, wie fandet ihr diesen Part?!?!?!?!
Bis zum nächsten Mal.
Lieb Grüßt lumos
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