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Fanfiction

Wie erobere ich die Fledermaus?! ehemals Heiße Nächte - Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 5

von lumos

Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 5

Ich weiß nicht ob diese Geschichte hier noch Leser hat. Es haben zwar 16 Personen meine Geschichte aboniert aber vielleicht nur das und lesen sie nicht mehr wirklich. Schließlich habe ich seit ein paar Parts kein Kommi mehr bekommen. Nun gut, ich werde trotzdem hier weiter posten. Vielleicht gibt es ja doch noch jemanden der sich darüber freut und so habe ich nun den 5. Part im Gepäck!



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Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 5 3175 Wörter

Lina
Seit dem Mittagessen ist der restliche Tag ziemlich schnell vergangen. Sogar die meisten Hausaufgaben haben wir geschafft. Ron konnte, dank Mines Unterstützung, seine Strafarbeit pünktlich bei Severus abgeben, wobei beide zwischenzeitlich kurz vom Erdboden verschwunden waren. Nun sitzen wir beim Abendessen und Draco schockt die Halle, indem er auf unseren Tisch zusteuert. Dabei wird er von vielen heimlich beobachtet. Vermutlich erwarten sie solch eine Show wie gestern, doch da werden sie enttäuscht, denn mein Freund fällt nicht über mich her. Im Gegenteil, so bleibt er versetzt zwischen Harry und mir stehen und nickt einmal zu den anderen, während er ein „Potter, Granger, Weasley“ hervorbringt. Es klingt zwar noch nicht freundlich, geschweige denn enthusiastisch, aber wir sind noch am Anfang und können an der Kommunikation zwischen den vieren arbeiten. Immerhin wirft er ihnen keine Beleidigungen als Begrüßung an den Kopf wie „Narbengesicht, Schlammblut und Wiesel“. Also ist das schon ein guter Start.

Meine drei Freunde nicken ihrerseits Draco zu, während Hermine ihn noch mit einem „Draco“ begrüßt. Dieser beugt sich zu mir herunter und flüstert mir den späteren Verlauf des Abends ins Ohr und ergattert sich noch einen zärtlichen und jugendfreien Kuss von mir. Er stellt eine Phiole vor meinen Teller, schraubt das kleine, mir schon bekannte Döschen auf und verstreicht nach der Entnahme etwas von der Salbe sanft auf meiner Wange, bevor er zu seinen Slytherins zurückkehrt. Ich schlucke den Trank für meine verletzten Rippen und die Prellungen und nehme mir geistesabwesend etwas zu Essen. Meine Gedanken schweifen viel zu sehr ab, als dass ich registriere, was ich da gerade zu mir nehme. Sie hängen an einem weißblonden, hochgewachsenen, sportlichen, eleganten, absolut heiß aussehenden Slytherin und lassen mich doch tatsächlich leicht seufzen, was mir ein wissendes Grinsen von Harry und Hermine einbringt. Allerdings widmet letztere sich schnell wieder ihrem Buch, das aber auch nur so lange, bis eine einzelne Schleiereule in die Halle schwebt, eine Runde über den Köpfen der anwesenden Schüler zieht und sich dann vor meinem Drachen auf dem Tisch niederlässt. Merkwürdig, wer schreibt ihm denn noch um diese Uhrzeit? Mit einer hochgezogenen Augenbraue befreit er die Eule von dem Päckchen und dem Brief und liest letzteren durch, wobei auch seine zweite Braue seinen Haaransatz erkundet. Sorgfältig faltet er das Pergament wieder zusammen, schiebt beides zu seinem Sitznachbarn Blaise Zabini und flüstert diesem etwas ins Ohr, was für den Wimpernschlag eines Moments ein teuflisches Grinsen auf dessen Gesicht zaubert. *Was das wohl zu bedeuten hat?*

Nach dem Essen verschwinden wir gleich in unseren Turm und beenden unsere Hausaufgaben, wobei Hermine Ron unnatürlich viel hilft. Nach etwa 2 Stunden will ich schon nachfragen, ob mit ihr alles in Ordnung ist, da das sonst nicht ihre Art ist, da zieht sie den soeben fertig gewordenen Ron, der es gerade noch schafft, den letzten Punkt zu setzen, auf die Füße, rafft ihrer beiden Hausaufgaben im Eiltempo zusammen und verschwindet mit ihm hoch in den Jungenschlafsaal. Aber nicht ohne uns vorher mitzuteilen, dass sie nicht gestört werden wollen, woraufhin uns ihr Freund uns demonstriert, dass seine Gesichtsfarbe seiner Haarfarbe durchaus Konkurrenz machen kann. Harry schaut unseren Freunden nur kopfschüttelnd hinterher, während ich mir ein „Viel Spaß“ nicht verkneifen kann. Immer diese hormongesteuerten Teenager würde vermutlich jetzt ein Erwachsener von sich geben.



Etwa eine halbe Stunde später...

Gerade beuge ich mich über die letzten Zeilen meiner Kapitelzusammenfassung für Verteidigung, als ich im Augenwinkel zwei Gestalten sehe, die sich in den Gang zu den Jungenschlafsälen absetzen wollen. So rufe ich ihnen zu, dass sie jetzt gerade nicht hochgehen können. Sie drehen sich mit ertappten Gesichtern zu uns um und treten an unseren Tisch.

„Und wieso sollten wir das nicht tun, ist doch schließlich unser Schlafsaal?“, fragt mich der kleinere von beiden. Doch ehe ich zu einer Antwort ansetzen kann, erledigt Harry das schon für mich.

„Ich glaube kaum, dass ihr Ron und Mine bei dem stören wollt, was ihr gerade auch tun wolltet. Hört zu Jungs, wieso geht ihr für euer Liebesspiel nicht einfach in den Raum der Wünsche?“, fragt er die Beiden, während er ihnen schelmisch zuzwinkert.

„Woher?“ kommt synchron die Frage der zwei Jungen, die sichtlich nach Luft schnappen. Sie sehen Harry ziemlich geschockt an, was diesen zu einem herzhaften Lachen verleitet.

„Dean, Seamus, ihr glaubt doch nicht wirklich, dass es unauffällig ist, wenn du, Dean, regelmäßig des Nachts in Seamus Bett kriechst und kurz darauf unterdrückte Stöhngeräusche neben Nevilles und Rons Schnarchen, den ansonsten stillen Raum, erfüllen. Selbst wenn das kein Indiz für eure nächtlichen Aktivitäten wäre, denke ich nicht, dass ihr Mau Mau oder Snape explodiert spielt, wenn Bettgeflüster in der Art von „fester, schneller, ich kann nicht mehr oder lass dich fallen, Baby“ von euch beiden in der Zeit kommt“, erklärt er seinen Zimmerkollegen mit einem gespielt ernsten Ton und dazugehöriger Miene. Doch wer ganz genau hinsieht, kann das leichte zucken seiner Mundwinkel beobachten, die krampfhaft ein Grinsen zu vermeiden versuchen. „Ich gebe euch einen gut gemeinten Rat, wenn ihr nicht wollt, dass das noch mehr Leute erfahren. Verwendet in den gewissen Gelegenheiten den „Silencio“. Dann bekommt niemand etwas mit.“

Beide Jungen nehmen in einer Millisekunde die Farbe eines Chinesischen Feuerballs an. Das sind ja mal interessante Neuigkeiten. Das die beiden was am Laufen haben wusste ich zwar, aber dass es bei ihnen zur Sache geht, während die anderen vermeintlich schlafen, hätte ich ihnen dann doch nicht zugetraut.

„Wir ... wir dachten, ... wir wären leise und du ... du und die anderen würden ... würden tief und fest schlafen,“ stottert Seamus.

„Wie es scheint, habt ihr euch verspekuliert. Aber keine Sorge, ich bin der Einzige der das mitbekommen hat. Na geht schon spielen, bald ist Sperrstunde“, fordert Harry die Beiden auf, sich aus dem Staub zu machen und in einen gewissen Raum zu begeben.

Auf diese Worte hin fallen beide Jungen Harry um den Hals. Seamus links und Dean rechts und drücken ihm jeweils einen Knutscher auf die Wangen und verschwinden mit strahlenden Augen aus dem Turm. Während die Beiden den Raum verlassen, schauen ihnen einige Mitschüler entgeistert nach, während manche sich eher auf Harry konzentrieren. Doch diesen lässt dieses Starren kalt und er fragt nur kurz mit eisiger Stimme in den Raum, ob es hier etwas besonderes gäbe oder wieso würden alle so bescheuert gaffen? Und er widmet sich wieder seinem Aufsatz für Kräuterkunde, den er schon bald darauf mit einem „Endlich fertig“ beiseite legt und seine Arme hinter dem Kopf verschränkt, während ich auch mein letztes Wort auf das Pergament setze.

„So, und was machen wir beide jetzt? Ron und Mine amüsieren sich oben, während Dean und Seamus dasselbe im siebten Stock machen. Neville ist vermutlich mit Luna irgendwo untergetaucht und auf Peelingtipps tauschen mit Lavender und Parvati kann ich dankend verzichten“, fasst mein Sitznachbar die Situation zusammen und sieht mich fragend an.

Als er letzteres doch tatsächlich ausspricht, kann ich mich nicht mehr halten und muss herzhaft loslachen. Eigentlich wäre so ein Spruch eher meine Art von Kommentar gewesen. Ich muss wohl ziemlich auf Harry abfärben. Dieser schaut mich derweilen etwas strafend an, was mich noch mehr losprusten lässt. Nach den Ereignissen der letzten Nacht, tut dieses befreiende Lachen, auch wenn meine Rippen nicht so ganz glücklich darüber sind, richtig gut. Ich brauche bestimmt drei Minuten um mich wieder zu beruhigen.

„Wir sollten hier bleiben, denn Draco versucht gerade etwas aus seinem Onkel raus zu bekommen. Wenn er das geschafft hat, will er mir eine Nachricht zukommen lassen und ich denke nicht, dass du sie verpassen möchtest“, entgegne ich auf seine Frage.

Kaum habe ich das ausgesprochen, da klopft es auch schon am Fenster und eine Zweitklässlerin lässt den Uhu herein, der mit seinem Schnabel gegen die Scheibe geklackert hat. Er kommt gleich zu uns herüber und landet hoheitsvoll auf meinen Unterlagen und streckt mir sein Bein entgegen. Ich nehme ihm ein kleines Pergament ab, auf dem gerade mal fünf Wörter stehen, während das Tier sich auf den Rückweg durchs Fenster begibt.

Engelchen, kommt in mein Zimmer!

„Wo bin ich hier? Bei den fünf Zentauren und ich bin Schamnie? Also, da hätte er wirklich etwas mehr schreiben können!“, grummel ich in meinen nicht vorhandenen Bart und reiche den Zettel weiter.

„Das bekommen wir nicht hin. Zumindest den Rückweg nicht. Vor allem, da unsere Unterredung bestimmt länger dauern wird“, meint Harry leicht deprimiert, nachdem er die Zeile überflogen hat.

Etwas überrascht frage ich ihn, wieso wir das nicht schaffen sollten?

„Na, mein Tarnumhang und die Karte der Rumtreiber sind oben und ich rausche garantiert nicht ins Zimmer, während Hermine und Ron sich gegenseitig erkunden und zum Höhepunkt treiben.“

„Das brauchen wir auch nicht oder hast du vergessen, dass ich auch einen Umhang besitze. Mit der Karte kann ich nicht aufwarten, aber wenn wir vorsichtig sind, schaffen wir es später bestimmt unbemerkt hier hin zurück.“ Meine Aussage zaubert ein Lächeln in Harrys Gesicht und dafür brauchte ich noch nicht mal einen Aufmunterungstrank. So schnappe ich mir unsere Taschen, bringe beide hoch in meinen Schlafraum und komme mit meinem Umhang zurück.

Harry wartet schon ungeduldig auf mich und da erst in einer Stunde Ausgangssperre für die achten Jahrgänge ist, ist das nicht weiter auffällig, dass wir den Gemeinschaftsraum verlassen. Den Umhang benötigen wir für den Rückweg, der sicherlich zeitlich so spät liegen wird, dass wir uns nicht mehr außerhalb vom Gryffindorturm aufhalten dürfen.


Etwa 20 Minuten später stehen wir vor Dracos Schulsprecherzimmer und ich klopfe an seine Tür. Es dauert auch nicht lange, da wird sie uns geöffnet und zwei starke Arme ziehen mich an eine vom Quidditch durchaus muskulöse Brust und ich erhalte einen verlangenden Kuss, der zu meinem Bedauern nicht lange anhält. Draco löst sich mit einem entschuldigenden Lächeln von mir und lässt uns in sein Reich eintreten. Dort zieht er mich mit sich auf das Sofa und deutet Harry an, auf dem Sessel Platz zu nehmen. Dieser kommt der Aufforderung stillschweigend nach, während seine Augen aufmerksam den Raum inspizieren. Es scheint ihn zu interessieren wie sein ´ehemaliger` Schulerzfeind so wohnt.


Eine bedrückende Stille ist eingetreten und bevor wir hier noch weitere Zeit vergeuden, stupse ich meinem Freund meinen Ellenbogen sanft in die Seite, damit er zu reden anfängt. Schließlich hat er uns antraben lassen, da er uns etwas mitteilen will. Dieser schaut mich daraufhin etwas irritiert an und ich verdrehe leicht meine Augen und nicke für Harry unauffällig in seine Richtung. Verständnis zeichnet sich daraufhin in Dracos Mimik ab. Er räuspert sich, wodurch Harry aus seinen Gedanken und der Betrachtung des Gegenstandes auf dem Tisch gerissen wird.

„Hör zu Potter. Lina hat mir zwar gesagt, dass du ehrliches Interesse an meinem Onkel hegst aber ich möchte, bevor ich dir in irgendeiner Form helfe, von dir selbst hören, wie du zu Severus stehst. Wie es kam, dass du dich in ihn verliebt hast und was du dir zukünftig vorstellst!“, verlangt Draco in seinem typisch herrischen Ton zu wissen.

„Dray, muss das sein? Ist das nicht etwas zu privat?“, versuche ich das vermutlich aufkommende Streitgespräch schon im Keim zu unterbinden.

„Es mag sein, dass es das ist, aber nach dem was alles zwischen den beiden geschehen ist, und insbesondere in Bezug auf Severus Vergangenheit, will ich mich selbst davon überzeugen, dass es Onkel Sev in jeglicher Hinsicht gut haben wird,“ besteht Draco auf seinem Standpunkt.

Ich will gerade etwas darauf erwidern, da schneidet mir Harry buchstäblich das Wort im Halse ab.

„Schon gut, Lina. Er hat jedes Recht der Welt misstrauisch zu sein. Also Malfoy, ich kann dir keinen genauen Zeitpunkt nennen, an dem ich mich in Severus verliebt habe. Es war eher ein langsamer und schleichender Weg. Erst wurde aus Hass nur noch Wut darüber, wie ungerecht er mich immer wieder behandelte und dann, als ich durch unsere gemeinsamen Trainingseinheiten, die ich ab dem fünften Schuljahr bis hin zum Endkampf regelmäßig erhielt, mehr über den Zwist zwischen meinem Vater und ihm erfuhr, wich die Wut und ließ Verständnis für ihn und seine Handlungen zurück. Ich weiß, dass ich mich im normalen Unterricht nicht anders verhalten habe wie bisher, aber es sollte schließlich niemand von dem extra Training erfahren und so blieb offiziell alles so wie gehabt. Du bist sogar in eine unserer Stunden hineingestolpert und Severus hat dir damals erzählt, dass ich Zaubertranknachhilfe hätte. Diese Ausrede war am unauffälligsten und glaubwürdigsten.
Ich bin nicht mein Vater, aber alles an mir, mein Aussehen, meine Handlungen und Abenteuer, in die ich eher unfreiwillig gestolpert bin, haben Severus sehr an seine unschöne Schulzeit und die regelmäßigen Konfrontationen und Demütigungen mit den Rumtreibern erinnert. Es hat gedauert, bis ich das verstanden habe, doch irgendwann war das der Fall und ich konnte ihn mit anderen Augen sehen. Ich erkannte Parallelen zwischen seinem und meinem Leben, speziell unserem Schulleben. Und so sah ich, dass Severus sein Leben lang auf seine Art kämpfen musste wie ich und wie er tagtäglich sein Leben für unsere Sache als Spion riskierte und ich fing an, ihn zu achten und für seinen Mut zu bewundern. Da ich das tat, sah ich viele Dinge anders und ich begann, mich dafür zu interessieren, was hinter dieser Fassade, die er uns allen zeigt, verbirgt. Ich bin nicht weit gekommen, da er immer, wenn er gemerkt hat, dass wir uns etwas annähern, sich sofort wieder verschlossen hat. Aber was ich zu sehen bekam, reichte aus, um zu erkennen, dass er ganz anders ist, als er uns weis zu machen versucht. Severus Snape ist eine ganz besondere Person und ich war lange Zeit zu dumm und starrsinnig dies auch zu bemerken.
Da ich mich nicht mehr gegen unsere Trainingsstunden sperrte, habe ich sehr viel bei ihm gelernt und konnte Eigenschaften an ihm feststellen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Ich fing an, mich für alles, was mit ihm in Zusammenhang stand, zu interessieren. Ich bin sogar in Tränke besser geworden, auch wenn ich da wohl nie, wie ihr es seid, eine Leuchte drin werde.“

Bei diesem Ausdruck muss ich schmunzeln. Es stimmt schon, dass Harry etwas sicherer beim Tränke brauen geworden war, doch immer noch, nun ja, leider muss ich es sagen, schlecht ist. Dafür, dass seine Mutter so begabt war, ist er wirklich eine Niete. Wobei er bestimmt besser wäre, wenn er das ganze Fach nochmals von Anfang an aufarbeiten und sich dann mehr konzentrieren würde.

Ich finde es überaus interessant zu hören, wie sich das zwischen Harry und Severus angebahnt hat und finde diesen langsamen, schrittweise schleichenden Prozess nachvollziehbar. Und so wie ich Dracos angedeutetes Nicken interpretiere, ist er mit Harrys Erläuterungen durchaus zufrieden.

„Und dann begann es irgendwann, ich glaube gegen Ende des sechsten Schuljahres, dass ich mich nach unseren gemeinsamen Stunden sehnte. Ich wurde immer aufgeregter, je näher die Stunden rückten. Jedes Mal fing mein Herz an zu rasen, wenn er in meiner Nähe war. Es breitete sich immer rasend schnell auf meinem Körper eine unglaubliche Gänsehaut aus, wenn ich seinen Atem im Nacken spürte, während er sich über mich beugte und mir etwas erklärte oder zeigte und das diesmal definitiv nicht aus Angst oder Unbehagen. Auch wenn diese Nähe zum Schluss hin immer seltener wurde, so sehnte ich mich doch danach. Und wenn ich in diese tief schwarzen Seelenspiegel blicke, könnte ich jedes Mal aufs Neue dahinschmelzen. Dieses sanftschüchterne Lächeln, was leider viel zu selten seine Gesichtszüge ziert, kann einem glatt den Atem verschlagen. Ich habe immer gedacht, dass Severus nur negative Eigenschaften besitzt, doch das ist eine riesige Fehleinschätzung. Wenn man ihn respektvoll behandelt und ihn so akzeptiert wie er ist, dann entdeckt man hinter dieser griesgrämigen, launischen und oft ungerechten Fassade einen sehr intelligenten, warmherzigen, hilfsbereiten Charakter. Jemanden der sich für andere aufopfert, ohne dass die etwas davon wissen. Ich habe mich noch nie mit Jemanden unterhalten können, der so begeistern kann und für ein Thema fesselt. Das ich mich in ihn verliebt habe, ist einfach so geschehen und ich will es auch nicht anders. Es gibt für mich keinen anderen, dem ich meine Liebe schenken und mich hingeben möchte.“


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Harry
Oh man! Wie kann ich das Malfoy gegenüber gestehen? Das ist mehr als peinlich! Was denkt er jetzt von mir und wie konnte ich mich in so einen Redefluss steigern? Klar musste ich was sagen, um ihn zu überzeugen, aber das Letzte hätte ich doch besser nicht über meine Lippen kommen lassen. Da Lina auch anwesend ist, wird er bestimmt nicht wagen, das Gehörte gegen mich zu verwenden, aber dennoch ist es immer noch Malfoy, der mir da gegenüber sitzt. Malfoy, der in der Vergangenheit jede ach so kleine Situation ausgenutzt hat um mich zu erniedrigen und fertig zu machen. Dem vertraue ich gerade das an, was mein bester Freund noch nicht mal weiß! Das hier ist eine völlig absurde Situation.

Und nein, ich darf ihm nicht zeigen wie unangenehm mir die Situation ist! Ich bin hier wegen Sev und um mit ihm zusammen zu kommen und glücklich zu werden, muss ich wohl oder übel erst an Malfoy vorbei. *Komm, Harry, du hast den Dunklen Lord besiegt, dann wirst du es ja wohl auch schaffen Malfoy mit erhobenem Haupt davon zu überzeugen, dass Sev nichts besseres wiederfahren könnte, als mit dir zusammen zu sein,* rede ich mir selbst Mut zu, sammle meine Gedanken und richte meinen Blick fest auf mein Gegenüber, ehe ich mit meiner Erklärung fortfahre.


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Lina
Bei seinen letzten Worten blickt Harry mit rotem Kopf verlegen auf seine Hände hinunter. Er braucht ein paar Minuten um sich innerlich zu sammeln, die Draco ihm auch gibt. Dann hebt er allerdings seinen Kopf an und spricht mit ruhiger, aber kräftiger Stimme weiter, wobei er Draco etwas herausfordernd ansieht.

„Severus ist für mich ein ganz besonderer Mensch geworden, den ich seit Kriegsende sehr vermisse. Ich weiß, dass ich solche Gedanken nicht haben sollte, aber es gibt Momente, in denen ich mir Voldemort zurück wünsche. Denn das würde bedeuten, dass ich wieder viele Stunden zu zweit mit dem wirklichen Severus verbringen kann. Jetzt begegnet mir im Unterricht und auf den Gängen nur noch der Schülerschreck und das ist nicht mein Severus! Nicht der Mann, den ich über den langen Zeitraum kennen und lieben gelernt habe. Ich weiß, das es erbärmlich klingen mag, aber ich stelle mir regelmäßig vor, wie Severus und ich zusammen wären. Wie anders er im Unterricht sein würde und was wir alles teilen und unternehmen würden.“

Oh ja, da habe ich genug Einblick bekommen, als ich in seine Seele und gleichzeitig in seine Träume gezogen wurde. Da haben die beiden so einiges miteinander getrieben. Aber zu meinem Glück war da nicht immer Bettsport dabei gewesen, sondern auch mal so etwas harmloses wie ein Picknick oder Hand in Hand durch London flanieren.


„Nein, das ist alles andere als erbärmlich! Ich danke dir dafür, dass du so offen zu mir warst. Dass muss dir bestimmt sehr schwer gefallen sein. Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte, wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre. Willkommen in unserer kleinen Familie, ... Harry!“, reißt mein Freund mich aus meinen Gedanken und er heißt Harry in unserer wirklich sehr kleinen Familie tatsächlich willkommen und streckt ihm auffordernd seine Hand über den Tisch entgegen. Jetzt bleibt es Harry überlassen dieses erneute Freundschaftsangebot einzugehen oder auszuschlagen.


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Ich würde sagen, ein paar Fronten sind jetzt geklärt, doch was macht Harry?
Ist ihm das recht oder wird er Dracos Angebot ausschlagen?


Gruß lumos


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