
von lumos
Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Ende...
lumos ;-)
Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 9
Teil 3 - Es wird noch heißer ~ * ~ Part 9 1961 Wörter
Ich befinde mich in einem dunklen Gang, der genauso dunkel und schmutzig ist, wie die Anderen schon davor. So schnell ich kann renne ich immer weiter und weiter und weiter, wobei ich, da ich in der Dunkelheit nichts sehen kann, schon mehrmals gestolpert und gefallen bin oder gegen eine Wand geprallt. Einige Blessuren muss ich mir dadurch schon zugezogen haben, auf die ich aber nicht achte.
Wieso ich laufe? Ich weiß es selbst nicht, doch habe ich das beklemmende Gefühl, dass etwas Schlimmes passieren würde, wenn ich es nicht tue. Ein Gefühl, das mir die Luft abschneidet wenn ich langsamer werde und so renne ich immer schneller.
Doch da, dahinten ist etwas, es ist ein kleiner heller Punkt, der immer größer und heller wird. Schnell laufe ich auf das Licht zu und je näher ich komme, umso deutlicher erkenne ich, worauf ich zulaufe. Dort am Ende des Ganges, der in einem erleuchteten Raum endet, steht eine blonde mittelgroße Frau. Es ist meine Mutter, die mir entgegen lächelt und ihre Arme ausbreitet. Freude strömt durch meinen Körper, Freude und Erleichterung treiben mich an, denn bei meiner Mutter kann mir nichts geschehen, bei ihr bin ich sicher und geborgen. Ich bin nur noch ein paar Meter von ihr entfernt, da tritt wie aus dem Nichts mein Vater mit einem eisigen Blick hinter sie und legt seine Hand auf ihre Schulter. Wie, als ob ein Schalter umgelegt wurde, lässt meine Mutter ihre Arme fallen und sieht mich genauso kalt und angewidert an. Dieser Blick verursacht mir einen eisigen Schauer auf meinem Rücken und einen stechenden Schmerz in meinem Herzen.
Ich verstehe das nicht und ehe ich einen Schritt in den Raum machen kann, schwingt mein Vater seinen Zauberstab und knallt mir durch einen Zauber die Tür vor der Nase zu, gegen die ich unverzüglich pralle. Vom Aufprall zurückgeschleudert stürze ich zu Boden und nach einem stechenden Schmerz fließt etwas Flüssiges von meiner Nase ausgehend über meine untere Gesichtshälfte. Ich brauche kein Licht um zu wissen, dass es Blut ist und ich eine gebrochene Nase habe.
Verzweifelt stemme ich mich wieder hoch und suche tastend nach einer Klinke, die ich nicht finde. Gegen die Tür mit Fäusten schlagend schreie ich panisch nach meiner Mutter, wobei zum Blut sich noch Tränen gesellen, die in Strömen meine Augen verlassen. Ich verstehe das nicht, wieso weist meine Familie mich ab? Immer wieder donnere ich meine schon schmerzenden und durch die scharfen Felswände verletzten Fäuste ununterbrochen gegen die Tür und schreie nach meiner Mutter. Es tut so weh, so verdammt weh, dass sie mich so kalt angesehen hat und mich nun in dieser Finsternis alleine lässt. In dieser grausigen Dunkelheit, die mich bedrängt, die nach mir greift und alles verschlingt. Es schmerzt und ich habe das Gefühl, dass mein Herz zerspringen will. Verzweifelt schreie ich weiter und habe gleichzeitig das Gefühl, das die Dunkelheit nun drückender, umschließender wird. So kämpfe ich um mich schlagend und wimmernd gegen diese Enge an, doch ich gewinne einfach keinen Platz und schließe, nach unendlich langer Zeit, hoffnungslos meine Augen und gebe auf, da ich für genug Widerstand keine Kraft mehr habe. Das Laufen und die kontinuierliche Angst haben schon zu sehr an meinen Kraftreserven gezehrt.
Merkwürdigerweise schalt nun eine Stimme durch den Gang, die schwer zu verstehen ist und von den Wänden weitergetragen wird, mir aber dennoch bekannt vorkommt. Je lauter und deutlicher die Stimme wird, umso mehr verstehe ich, was sie ruft und ich spüre auch, was mich umschließt und daran hindern will, weiter um mich zu schlagen und zu treten.
Es sind starke Arme, die mich an eine muskulöse Brust ziehen und die Stimme kann nur Dracos sein, der mich scheinbar zu beruhigen und aufzuwecken versucht. Aufzuwecken! Schlafe ich denn? So öffne ich vorsichtig meine Augen und tatsächlich ist es Draco, der mich im Arm hält und dessen Gesicht durch das Licht einer Fackel sanft erhellt wird. Als mir bewusst wird, dass er es auch wirklich ist, schmiege ich mich um Halt klammernd und Schutz suchend schluchzend an seine Brust und lasse noch mehr meinen Tränen freien Lauf. Diese laufen wie Sturzbäche an meinen Wangen hinab.
„Sch, Engelchen, sch, es war nur ein Traum. Nur ein böser, blöder, gemeiner und fieser Traum! Du bist bei mir und in Sicherheit, ich bin da und niemand kann dir etwas antun“, flüstert Draco in mein Ohr.
Damit versucht mein Freund mich zu beruhigen und es hilft auch bedingt. So atme ich nun nicht mehr so hektisch, doch bin ich über den Inhalt meines Traumes verzweifelt. Den vergangenen Tag hatte ich keine ruhige Minute um einen weiteren tiefgründigen Gedanken an meine Familie zu verwenden, doch jetzt, jetzt in der Nacht, stürzt alles wieder auf mich ein. So war das nicht nur ein Alptraum. Nein, es war ein Traum, der die Realität wiederspiegelte.
„Willst du mir erzählen, was du geträumt hast?“, fragt Draco besorgt. Erst schüttle ich meinen Kopf, doch entscheide mich schnell um und deute ein kleines zaghaftes Nicken an. Dann berichte ich stockend gegen seine nackte Brust von dem Ganglabyrinth, meiner Muter, meinem Vater und schließlich der zugeschlagenen Tür und meiner Verzweiflung und Panik, während Draco mir beruhigend über den Rücken streichelt und Küsse auf meinen Schopf setzt.
„Das war ein schlimmer Traum, Engelchen, doch nun bist du wieder wach und hier bei mir. Ich kann deine Eltern nicht ersetzen, doch werde ich immer für dich da sein und dich beschützen und vielleicht renkt sich das ja mit unseren Familien irgendwann wieder ein.“
Süß, dass Draco mich aufmuntern will, doch habe ich keine Hoffnung, dass das jemals geschehen wird. Mit meiner Entscheidung Draco zu küssen habe ich es verwirkt ein Familienmitglied der Maloys zu sein. Ich schmiege mich noch mehr in seine Umarmung und bleibe noch eine Weile in dieser Position liegen, die mir soviel Sicherheit und Schutz gibt und lasse meine Gedanken schweifen, die schließlich beim gestrigen Abend anlangen. Das Gesicht von Harry war einfach zu goldig gewesen, nachdem er das ganze Ausmaß von Dracos Verkupplungsplan erfasst hatte. Mein Drache war zu seinem Schreibtisch getreten, wo er aus einer Schublade ein kleines rotes Pergament herausgefischt und sich noch seine Feder und das Tintenfass von der Tischplatte geschnappt hatte. Alle drei Gegenstände hatte er vor Harry auf den Tisch gelegt, der ihn nur stirnrunzelnd angesehen hatte.
„Was soll ich damit?“, hatte er verblüfft gefragt.
„Du wirst da jetzt „Verzeih mir! In ehrvoller Liebe, Harry“ drauf schreiben“, war Dracos Erwiderung. Doch er hatte keine Antwort abgewartet und war an die Wand zu einer Kommode getreten, von der er den schönsten schwarzen Rosenstrauß samt Vase genommen hatte, den ich je gesehen hatte und diesen auf den Sofatisch gestellt.
„Onkel Severus hat morgen Geburtstag. Er feiert ihn aus einem ganz bestimmten Grund nicht mehr. Eigentlich wollte ich ihm die Rosen schenken. Das mache ich seit Jahren. Sie sind schwer zu bekommen, da sie nur ein Züchter in ganz Europa hat, sehr teuer und das Wichtigste: sie sind Onkel Severus Lieblingsblumen“, hatte Dray erklärt.
Daraufhin hatte er vorsichtig eine der schwarzen Rosen aus dem Strauß gezupft, nach seinem Zauberstab gegriffen, sich konzentriert und nach einem gemurmelten Spruch hatte die Rose purpurrot geschimmert. Er hatte sie ausgiebig betrachtet um sie dann vorsichtig in die Mitte des Straußes zurück zu stecken. So dass eine Rote von den restlichen tiefschwarzen Rosen umrahmt worden war.
„So, nun schreib schon, damit ich die Karte an der Roten befestigen kann. Später bringe ich den Strauß dann in seine Räume“, hatte er Harry schließlich erneut aufgefordert.
„Du meinst, das bringt etwas?“, war Harrys skeptische Frage daraufhin gewesen.
„Onkel Severus steht auf einen Teil der alten Traditionen! Da sagt man nicht „Hey Baby, komm schlaf mit mir!“ und die alten Bräuche beinhalten, dass man um die Person, die man liebt, nach deren Einverständnis, wirbt. Das wirst du nun machen, denn nach deinen Worten kannst du dir schließlich nichts Schöneres vorstellen, als mit ihm zusammen zu sein. Also kannst du ihn auch gleich um seine Hand bitten und ihn heiraten, wenn er nach Fristablauf zustimmt. Durch eine rote Rose mit gleichzeitiger ehrvoller Liebesbekundung, drückst du aus, dass du von nun an um seine Hand werben möchtest. Ob er hinterher dein Werben annimmt musst du abwarten. Das wirst du morgen erfahren, wenn du ihn direkt fragst, ob er damit einverstanden ist. Severus hat als Umworbener drei Monate Zeit, in der du dich um ihn bemühst, sich zu entscheiden, ob die Werbung erfolgreich war oder nicht. Wenn ja, seid ihr von dem Moment an verlobt und du würdest Onkel Severus an dem Tag einen Verlobungsring schenken. Den Hochzeitstag könnt ihr dann gemeinsam bestimmen, doch die Hochzeit muss innerhalb von zwei Jahren geschehen, denn ihr geht mit dem alten Ritus einen magischen Bund ein.“
„Heiraten?“, war Harrys gehauchte Antwort gewesen.
„Natürlich Heiraten! Was denkst du denn?“, hatte sich mein Slytherin nach dieser Frage entrüstet und Harry grimmig beäugt. So als ob er damit sagen würde, dass er nichts anderes im Sinn haben dürfte und alles ehrenvoll sein müsse.
Harry hatte daraufhin nachdenklich genickt und Dray mit einer kräftigen Stimme zugestimmt.
„Hey, ich Harry James Potter werde Severus Snape heiraten, wenn er mich will und werde ihn sehr glücklich machen!“, strahlte er schließlich bei dieser Aussage. „Wahnsinn!“
Das hatte sich am Abend noch ereignet und Harrys Mienenspiel war einfach zu schön gewesen als Draco ihn über diesen Brauch aufgeklärt hatte und welche Konsequenzen dieser mit sich ziehen würde. Da war irgendwie alles dabei gewesen an Emotionen, die man bei so einer Situation haben konnte. Da war Verwirrung, Fassungslosigkeit und pure Freude, aber auch Sorge. Draco hatte ihm noch paar Tipps gegeben und erklärt, wie der nächste Tag und Abend zu gestalten sei.
„Dray?“
„Ja?“
„Glaubst du, dass Severus Harrys Werben zulässt und später annimmt?“
„Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht! Es kommt darauf an, inwieweit seine Todesserzeit ihn innerlich zerstört hat und ich muss gestehen, dass sie viel Schaden verursacht hat. Aber es ist Harrys einzige Chance. Du weist doch, dass Onkel Sev es zulassen muss, dass Harry für den vorgegebenen Zeitraum um ihn wirbt, solange hat dieser dann eine Chance, ihn von sich zu überzeugen. Ihm zu zeigen, dass er ihn liebt und immer für ihn da ist. Wir müssen den morgigen Abend abwarten und wenn er zustimmt, dann auch noch die nächsten drei Monate. Was anderes bleibt uns nicht übrig“, antwortet er mir schwer seufzend.
„Ja, ich weiß, aber Geduld war noch nie meine Stärke!“, seufze ich und stehle meinem Schatz einen Kuss, dem einer nicht genug ist und aus einem werden schnell zwei und mehr. Dennoch löse ich mich sanft von ihm, da ich noch eine Frage habe, die mir auf der Zunge brennt.
„Du, Dray?“, schnurre ich in einem verführerischen Ton, der ihn wie ich spüre nicht kalt lässt.
„Hmm“, erwidert er, während er mit seiner Nase an meiner Wange schmust.
„Was war das für ein Päckchen, das du beim Abendessen bekommen hast?“
„Ich weiß nicht was du meinst!“, flunkert er nicht gerade überzeugend.
„Ich meine dass, auf das du so komisch reagiert und es schnell an Blaise weitergereicht hast. Also!“
Seufzend lässt er seinen Kopf hängen, den er an meiner Schulter ablegt und so höre ich seine Antwort etwas gedämpft.
„Glaub mir, Engelchen, es ist besser, wenn du so wenig wie möglich darüber weist, genauso wie ich. Deswegen habe ich die Verantwortung auch abgegeben. Lass dich überraschen, das wäre das Beste, genauso wie ich.“
„Ich will abe...“, doch weiter komme ich nicht, da bekomme ich schon seine Lippen auf die meinen gedrückt. Sie verwickeln mich immer wieder in Küsse, zwischen denen wir nach Luft schnappen. Draco greift währenddessen hinter sich nach seinem Zauberstab und löscht die Fackel. Er zieht mich mit sich runter in eine passende Schlafposition und streichelt und küsst mich in den Schlaf hinein, der wieder über mich kommt und diesmal hoffentlich alptraumfrei bleibt.
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...von Teil 3!
Übersicht, sofern alles so bleibt, wie es jetzt steht, wird noch kommen:
Teil 4 Part I - bei Beta
Teil 4 Part II - bei Beta
Teil 4 Part III - bei Beta
Teil 5 Part I - muss noch ein Abschnitt umgeschrieben werden - dann zur Beta
Teil 5 Part II 1 von 3 Teilen - kann zur Beta
Teil 5 Part II 2 von 3 Teilen - kann zur Beta
Teil 5 Part II 3 von 3 Teilen - kann zur Beta
Teil 5 Part III 1 von 2 Teilen - etwas umschreiben - dann zur Beta
Teil 5 Part III 2 von 2 Teilen - großer Abschnitt fehlt noch - dann zur Beta
Teil 5 Part IV 1 von 4 Teilen - kann zur Beta
Teil 5 Part IV 2 von 4 Teilen - großer Abschnitt fehlt noch - dann zur Beta
Teil 5 Part IV 3 von 4 Teilen - nochmals umändern - dann zur Beta
Teil 5 Part IV 4 von 4 Teilen - fehlt noch etwas - dann zur Beta
Epilog - 15 handschriftliche Zettel futsch - alles noch mal schreiben - heul
!!!!!!! ENDE !!!!!!!
??? HAPPY END ???
4
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