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Fanfiction

Wie erobere ich die Fledermaus?! ehemals Heiße Nächte - Teil 4 - Es wird verdammt heiß ~ * ~ Part 2

von lumos

Seit dem 5.08.2009 habe ich einige weitere Part hier on gestellt, aber kein einziger Kommischreiber hat sich blicken lassen. Dafür habe ich immer wieder Mails mit Anfragen nach dem Passwort erhalten.
Seit ihr der Meinung, dass es sich nicht lohnt, mir eure Meinung dazulassen oder weswegen kommt überhaupt keine Reaktion von euch?

Nun gut, hier ist der nächste Part. Sofern sich nicht noch ein Kapitel ändert, werde ich noch 12 Mal posten und das war es dann. Die Geschichte wird dann abgeschlossen sein und ich werde keine meiner weiteren Geschichten hier in diesem Forum hochladen. Man muss mich nicht mit Kommis überhäufen, aber etwas Reaktion hätte ich mir schon gewünscht und so werde ich nur in dem anderen Forum hochladen, in dem Leser sich zu meinen Geschichten äußern!!!!!!

lumos





Teil 4 - Es wird verdammt heiß ~ * ~ Part 2 4474 Wörter

Lina
Leider unterliegen wir Mädels den Jungs in der Wasserschlacht, was aber nicht sonderlich verwunderlich ist. Schließlich sind wir in der Unterzahl und die männliche Fraktion hat mehr Muskeln, da nützt selbst unser Geschick und unsere Raffinesse nichts. Aber Spaß hat es allemal gemacht. Vor allem als Seamus sich kurzfristig auf unsere Seite geschlagen hatte und Dean mit Hilfe eines Zungenkusses davon abgehalten hatte Luna zu döppen und sie beide damit outete. Da waren die Jungs doch sprachlos und so fair, wie wir nun mal sind, haben wir Mädels diesen Umstand leider nicht ausgenutzt. Es war einfach viel zu lustig gewesen, die Gesichter der Anderen zu beobachten. Wobei Rons den brennenden Phönix löschen würde, so wie er drein gesehen hatte.

„Ihr ... ihr ... seid ... könnt doch nicht ... seid ... seid ihr sch ...schwul?“, war die gestotterte Frage gekommen. Dean hatte daraufhin nur gemeint, als sie sich endlich wieder voneinander getrennt hatten, dass sie nicht nur schwul, sondern auch seit fast 2 Jahren glücklich zusammen wären, nur dies nicht an die große Glocke gehängt hätten. Was auch immer das Letztere heißen mochte.

„Zusammen?“

„Ja, Ron, zusammen! Wir sind, fühlen und machen das, was du mit Hermine machst.“

„Wirklich? Wo?“, war es verdattert gekommen.

„Hier und dort, im Raum der Wünsche, in den Quiddichumkleiden, in unserem Schlafsaal, auf Snapes und McGonagalls ...“

„In unserem Schlafsaal!“, hatte Ron gequiekt und damit zu unserem Leidwesen diese doch recht interessante Aufzählung unterbrochen. „Doch nicht etwa im Bett?!“

„Ron, wo sollen sie denn sonst miteinander schlafen, wenn sie dabei nicht gerade unter der Dusche stehen? Etwa auf dem Kamin? Das würde im Winter doch dann etwas zu heiß werden“, hatte ich mich nun auch ins Gespräch eingemischt, während Harry bei Rons entrüstetem Verhalten seine Schultern immer tiefer hängen ließ. Hilfesuchend hatte er schon meine Hand ergriffen, die ich leicht gedrückt hatte. „Was ist schon großartig dabei? Du solltest dich wirklich an deine eigene Nase fassen. Die Beiden sind deine Freunde, genauso wie vorher auch!“

„Da hast du Recht“, hatte er mir schließlich kleinlaut zugestimmt, „doch muss ich das erst mal verarbeiten und sehen wie ich damit umgehe.“

„Na, so wie vorher auch!“, war Vincents Wortbeitrag zu der Diskussion gewesen.

Ron hatte darauf nur genickt und die Beiden nachdenklich angesehen.

„Ich habe es schwer gehabt, mich damit abzufinden, dass mein Bruder schwul ist, doch ist er in Rumänien und deshalb nicht so präsent. Jungs, gebt mir etwas Zeit, ja!“ Die beiden Angesprochenen hatten genickt und danach war das Thema vorläufig vom Tisch gefegt, wobei Hermine Ron kurz einen Kuss auf die Lippen gehaucht und ihm gesagt hatte, dass sie stolz auf ihn sei, dass er es versuchen möchte und nicht völlig abblockt. Allerdings würde das Thema noch mal sehr präsent für Ron werden, wenn Harry ihm alles beichtet, wobei ich glaube, dass Mine kein Problem damit haben wird. Bei der Diskussion hatte sie so ausgesehen, als ob sie abwarten würde wie ihr Schatz sich entscheidet. Wäre es zu ihrem Missfallen gewesen, hätte er den Kopf vermutlich diesmal ohne Wasser gewaschen bekommen. Danach war die Wasserschlacht bis zu unserem unvermeidlichen Untergang weiter gegangen.


Nun liegen wir hier unter den Schattenspendern und genießen unsere freie Zeit. Ich liege unter Harry, der vor etwas mehr als einer Stunde der Müdigkeit erlag und sich an meinen Rücken gekuschelt hat, während ich halb auf Draco liege. Wie gut, dass ich nach der letzten Phiole keine Schmerzen mehr habe. Zuerst dachte ich, Draco würde etwas dagegen sagen, doch hat mein Drache bis auf eine hochgezogene Augenbraue, nicht darauf reagiert, als Harry sich an mich kuschelte und seinen Arm um mich schlang. Er hatte genau wie ich mitbekommen, dass Rons Aufstand ihm zugesetzt hatte und daher verstand er wohl, dass mein bester Freund mich momentan auf diese Weise brauchte. Während wir drei so daliegen und mir sehr warm ist, haucht Dray mir einen Kuss auf meinen Kopf, flüstert er in mein Ohr, dass es für Harry Zeit wäre sich fertig zu machen und auf seinem Bett würde inzwischen das Besprochene liegen. Er und seine Leute würden die restlichen Löwen schon lange genug ablenken, bis es Abendessenszeit wäre. Außerdem schläft Ron und Hermine ist zu sehr in eine Diskussion über Hauselfen und ihre Rechte vertieft, als dass sie unser Fehlen bemerken würde. Ich schenke ihm bestätigend einen Kuss, befreie mich sanft aus Harrys Umklammerung, sammle unsere Sachen ein und wecke anschließend Harry. Er öffnet verträumt seine Augen einen Spalt weit und sieht mich verpeilt von unten herauf an.

„Süßer, wir müssen los, wenn du vernünftig zu deiner Verabredung aussehen möchtest“, flüstere ich ihm zu, woraufhin er offensichtlich kurz in seinem Gedächtnis danach sucht, welche Verabredung ich meinen könnte. Als ihm die Erleuchtung kommt, nickt er mir zu und erhebt sich schnell. Wir winken kurz denen zu, die zu uns herüberblicken, doch stellt uns niemand eine Frage, da sie sich wieder ihren eigenen Beschäftigungen zuwenden, wie die verschiedenen Farb- und Pflegesorten von Lippenstiften auszudiskutieren oder über den Unterschied zwischen Fuß- und Besensport fachzusimpeln oder andere Dinge, die nicht an meine Ohren dringen. So verschwinden wir beide zügig im Schloss und hoch in unseren Turm. Im Schlafsaal der Jungen angekommen, bugsiere ich Harry sofort in das Badezimmer.

„Du gehst jetzt duschen und ich sehe nach, was Draco für dich hat bringen lassen.“ Mit diesen Worten schließe ich nach mir die Tür und lasse einen verdutzten Harry zurück. Auf dem Bett finde ich eine hervorragende Auswahl an edlen Kleidungsstücken, die schon etwas verkleinert wurden und noch etwas anderes. Schließlich ist Harry kleiner als Dray und in seinen Lumpen kann er nicht Severus darum bitten um ihn werben zu dürfen. Die Auswahl ist ziemlich exquisit und manch einer würde sich bestimmt nicht entscheiden können, doch nachdem ich mir einen kurzen Überblick verschafft habe, lege ich meine Wahl separat auf die Decke und mache es mir auf Rons Bett gemütlich. Lange muss ich nicht warten, da öffnet sich die Tür und ein gut gebauter Körper, nur durch ein Tuch um die Leibesmitte bedeckt, tritt in den Raum und ich kann mir ein anerkennendes Pfeifen nicht verkneifen, obwohl ich Harry heute schon in Badehose gesehen habe. Über diese Geste verlegen färben sich Harrys Wangen dezent rosa.

„Diese Kleidung ist von Draco, schließlich kannst du nicht in deinen Fetzen bei ihm erscheinen. Was würde das für einen Eindruck machen. Außerdem“, und ich erhebe mich von Rons Bett, „hat er dies hier für dich dazugelegt“, und halte ihm eine Bodylotion und Aftershave hin.

„Bodylotion?“, kommt die entgeisterte Frage. „Wofür das denn? Ich bin zwar schwul, aber gewiss kein Mädchen, auch wenn ich in der Regel unten liege und mich begatten lasse, wie Dudley es auf seine charmante Art einmal ausgedrückt hat, nachdem er Marc und mich in Flagranti überrascht hat.

„Na, wofür braucht man das schon? Du wirst mit der Lotion deinen Körper eincremen oder ich mache das, wenn du dich dazu nicht in der Lage siehst.“

„Was? Nein!“ Schnell schnappt er sich die Flasche und greift nach dem Stapel Kleidung und verschwindet eilig im Bad, anschließend kracht die Tür mit einem Rums ins Schloss.

Nach 15 Minuten sehe ich auf meine Uhr. Nun gut, ich brauche auch immer länger, doch als Harry nach einer weiteren viertel Stunde immer noch keine Anstalten macht den Raum wieder zu verlassen und sich mir zu zeigen, klopfe ich leicht gegen die Tür.

„Alles in Ordnung da drin?“

„Nein!“, höre ich die gedämpfte und etwas verzweifelt klingende Antwort durch die Tür.

„Harry, ich komme rein“, teile ich ihm mit, drücke die Klinke hinunter und trete durch die Öffnung. Bei dem Anblick, der sich mir bietet, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Mein bester Freund steht mit einem verzweifelten Gesicht und rötlichen Wangen vor einem überdimensionalen Spiegel, der ihm unmoralische Angebote macht. Gleichzeitig, wie soll es auch anders sein, zupft er an seiner Kleidung herum.

„Harry Schatz, lass das Zupfen, denn du siehst wirklich gut aus. Severus wird dich kaum wiedererkennen, aber das hier muss auf sein“, bestimme ich, drehe ihn so zu mir herum, dass er direkt vor mir steht und öffne die beiden oberen Knöpfe des edlen grünen Seidenhemdes, dass seinen Oberkörper umspielt und tailliert geschnitten ist. Es passt sehr gut zu der tiefschwarzen Hüftstoffhose, die seine Kehrseite betont und seine schlanken Beine umschmeichelt. Allerdings betont diese Hose, nicht wie die Gestrige, seinen Schritt. Schließlich soll er heute auf eine edle Art verführerisch und für Severus unwiderstehlich aussehen.

„Meinst du wirklich ich kann so gehen?“, kommt seine skeptische Frage.

„Wenn nicht so, wie dann? Nur deine Haare müssen wir noch in eine Frisur bekommen, die wie gewollt aussieht. Das ist auch gar nicht so schwer. Warte eine Sekunde, ich flitze kurz in meinen eigenen Schlafsaal und übrigens, du siehst verdammt gut aus. Wenn unser Tränkeproff dich nicht will, muss er verrückt sein!“


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Harry
Schon ist sie weg und lässt mich alleine hier stehen. Ich sehe zwar völlig anders aus als in den gestrigen Klamotten, doch kann ich mich jetzt genauso wenig wie gestern wiedererkennen. Was macht Lina bloß mit mir? Bin ich jetzt zu ihrer wandelnden Schaufensterpuppe mutiert? Wenn das nicht alles so auf Figurbetont geschnitten wäre, könnte ich glatt in Versuchung geraten, mich an diese Kleidung zu gewöhnen. Aber wenigstens verdeckt diese hier mehr als die letzte, die sie mir verpasst hat. Allerdings ist dieser vermaledeite Spiegel keine Hilfe, für den ich mich drehen und strippen soll. Wieso haben wir den nicht schon längst entsorgt? Ach ja, richtig, Ron findet ihn witzig. Ich kann an seinen Kommentaren gerade überhaupt nichts Lustiges entdecken.

Genauso wenig an Rons Verhalten während unserer Wasserschlacht. Wenn er schon so auf die zwei reagiert, will ich momentan nicht wissen, wie es ihn aus den Schuhen haut, wenn er von mir erfährt, dass ich oben flach und muskulös und unten was ganz spezielles dran bevorzuge. Er ist mein bester Freund und als dieser sollte er es akzeptieren, doch habe ich Angst davor, wenn er es nicht könnte, da ich ihn als Freund auf keinen Fall verlieren will. Ich möchte nicht, dass wir uns deswegen auseinander leben und nichts mehr zusammen unternehmen, weil er sich unwohl in meiner Gegenwart fühlt. Gemeinsame Unternehmungen haben sich eh schon, seit dem er mit Mine zusammen ist, reduziert, doch das ist in Ordnung. Die beiden sollen erst mal Zeit für sich haben und später können wir wieder, wenn ihre Beziehung soweit gefestigt ist, gemeinsam etwas unternehmen. Das ist eben bei frisch Verliebten, dass sie vieles um sich vergessen und nicht wahrnehmen und von daher wird sich das auch wieder einrenken und ansonsten helfen Lina und ich nach.

Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn Lina nicht für mich da wäre. Sie ist für ein Mitglied einer alten reinblütigen Familie ziemlich aufgeschlossen.


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Lina
Ich brauche nicht lange und schon stehe ich, nachdem ich ein Päckchen auf Harrys Bett abgelegt habe, mit einer Sprühkur, einem Kamm und Haargel im Jungenbad.

„Setz dich auf den Hocker da“, fordere ich ihn auf und lasse mich anschließend an seinen Haaren aus und erkläre ihm dabei was genau ich mache. Dabei beobachtet er jeden Handgriff in den Spiegeln, die im Raum verteilt hängen. Seine Augen werden immer größer und schließlich betrachtet er sich ungläubig in einem von ihnen.

„Wow, das kann man aus meinen Haaren machen?!“

„Natürlich. Zugegeben, aus deiner Strubbelmähne lässt sich nicht viel zaubern, doch kann man sie so aussehen lassen, dass jedes Haar, so wie es liegt, beabsichtigt ist. Wenn du möchtest, zeige ich dir die nächsten Tage nochmal wie es geht, dann wirst du es hinterher selbst so hinbekommen. Du solltest dir allerdings in Hogsmead eine Spülung oder eine Kur besorgen und Gel, sowie einen Kamm, der genauso aussieht, wie dieser. Sag mal, da du ja gestern nicht mehr in den Schlafsaal gegangen bist, vermute ich mal stark, dass Severus Geburtstagsgeschenk noch nicht eingepackt ist, oder?“

„Was? Verdammt, nein, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht. Was mache ich nur? Ich habe kein Papier“, kommt es verzweifelt von Harry.

„Wo ist es denn?“

„In meinem Koffer.“

„Gut, du holst das jetzt und ich kümmere mich in der Zwischenzeit um Geschenkpapier“, bestimme ich und so begeben wir uns beide in den Schlafsaal, wo mein Freund gleich in seinem Koffer nach dem geeigneten Geschenk sucht. Tz, wieso muss er immer so unordentlich sein? Etwas ist ja in Ordnung, aber so! Währenddessen suche ich seinen Schreibtisch nach einem geeigneten Stück Pergament ab, das ich anschließend in schönes stilvolles silberngrünes Geschenkpapier verwandle. McGonagall würde aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, wenn sie das gesehen hätte.

„Tada, hier ist es und noch so gut erhalten, wie vor zweieinhalb Jahren, als du mir geholfen hast es zu konservieren“, strahlt mich Harry an und reicht mir eine versiegelte Glasschatulle. Nach näherer Betrachtung muss ich ihm zustimmen, da wir offensichtlich gute Arbeit geleistet haben. Geschickt verpacke ich es in das Papier und drücke es Harry in die Hand.

„Das sieht toll aus, danke Lina!“

„Nicht dafür. Komm, es ist schon spät. Wir sollten weg sein, bevor die anderen kommen und sich zum Essen fertig machen“, mache ich ihn nach einem Blick auf seinen Nachtwecker auf die fortgeschrittene Zeit aufmerksam. Ich nehme das Päckchen wieder an mich, dass ich vorhin auf das Bett abgelegt habe und wir begeben uns zügig aus unserem Turm in den siebten Stock. Vor der freien Fläche gehe ich dreimal auf und ab und schließlich erscheint eine Tür. Ich lasse Harry als erstes eintreten, der sich erst neugierig und dann begeistert umsieht. Als ich schließlich ganz in den Raum trete, wobei ich die Türe für weitere Personen magisch offen lasse, stelle ich fest, dass er sehr schön geworden ist.


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Harry
Neugierig betrete ich den Raum der Wünsche. Ich hätte zwar selber gerne den Raum erschaffen, doch bin ich viel zu aufgeregt und Lina hat für solche Situationen ein Händchen. Also habe ich ihr diese Aufgabe überlassen und wie ich feststelle, war das keine schlechte Idee, da sie einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer für uns kreiert hat. Natürlich ist es kein echtes Meer an der gegenüberliegenden verzauberten Wand, schließlich sind wir in einem Schloss, doch muss ich gestehen, dass der Raum diese völlig real wirkende Täuschung mit Meeresrauschen und salziger Brise verblüffend produziert. Direkt hinter der Tür stehen wir schon in feinkörnigem Sand, so dass ich gleich meine Schuhe und Socken ausziehe und beiseite stelle. Der Sand fühlt sich fantastisch an und ich bin begeistert, denn bis jetzt kannte ich nur das bisschen Sand, das sich an einzelnen Stellen um den Schwarzen See befindet, da ich bisher noch nie am Meer gewesen war. Umso faszinierter bin ich jetzt von dem Gesamtbild. Lina kommt nun auch in den Raum und nach einem Rundblick befreit sie auch ihre Füße und folgt mir dann zu der im Sand eingelassenen und mit Decken und Kissen ausgelegten Sitzmulde. Sie ist so geformt, dass zwei Personen gemütlich mit ausgestreckten Beinen sitzen können und gut an die kleinen Leckerbissen und Gläser zwischen ihnen kommen können, die auf einem länglichen Tablett arrangiert sind.

Freudig trete ich näher an die „Wand“ heran, da ich mir diese genauer ansehen möchte.

„Huch, ah, das ist ja echtes Wasser“, entfährt es mir überrascht, als ich mit meinen Füßen ins kalte Nass trete, dass diese in Wellen umspielt.

„Was soll es sonst sein, Mister Potter, wenn Sie sich ein Meer bei Erschaffung des Raumes vorstellen?“, schnarrt eine mir nur allzu bekannte Stimme hinter uns und nicht nur ich drehe mich erschrocken um. Lina muss durch die Betrachtung des Raumes genauso wenig mitbekommen haben, wie Severus hereingetreten ist.

Für eine kurze Minute war meine Nervosität vor dem Ablauf und Ende dieses Abends verschwunden gewesen und nun, bei Severus Stimme und Anblick, ist sie schlagartig um das zigfache zurückgekehrt. Sein atemberaubender Anblick hilft da auch nicht um dagegen anzukämpfen, denn er ist nicht in seine typische Lehrerrobe gekleidet. Oder besser gesagt, nicht mehr, denn die zieht er sich gerade aus und lässt sie achtlos auf den Sand fallen und zum Vorschein kommt ein Nachtschwarzes Hemd, das mit feinen silbernen Streifen durchzogen ist und sein restlicher Körper, bis auf die Füße, die er gerade von Schuhen und Socken befreit, steckt in einer locker sitzenden schwarzen Leinenhose. Dieser Anblick lässt mich schwer schlucken, denn so atemberaubend wie jetzt hat er noch nicht mal in meinen Träumen ausgesehen.

„Guten Abend, Professor“, höre ich Lina Severus freundlich begrüßen. „Ich weiß von Draco, dass Sie heute Geburtstag haben und da dachte ich mir, schließlich sind Sie der Pate meines Freundes, dass ich Ihnen hiermit vielleicht eine kleine Freude machen könnte. Es ist zwar noch nicht der Jahreszeit passend, aber das kommt schneller als man denkt.“ Mit den letzten Worten überbrückt sie den Abstand zwischen sich und einem perplexen Severus und drückt ihm die Schachtel in die Hand, die sie schon die ganze Zeit dabei hat. Da fiel mir wieder ein, dass ich Lina eigentlich fragen wollte, was sie damit vorhat. Danach dreht sie sich erneut kurz in meine Richtung und wünscht uns beiden einen schönen Abend. Severus kann nur ein überraschtes Danke hervorbringen, bevor sie sich ihre Schuhe greift und aus dem Raum verschwindet.

Nun stehen wir beide da und wissen nicht wirklich was wir sagen, geschweige denn, machen sollen, so räuspere ich mich kurz.

„Severus, möchtest du dich nicht setzen“, frage ich mein Gegenüber, woraufhin ich eine hochgezogene Augenbraue kassiere.

„Das heißt immer noch Professor Snape, Mister Potter“, erwidert er, allerdings klingt es nicht so gemein und abweisend, wie es vielleicht von ihm beabsichtigt war.

„Bitte, lass uns heute Abend das Schüler-Lehrer-Verhältnis vergessen. Heute, an diesem Strand, sind nur Severus und Harry, die gemeinsam essen, trinken und sich unterhalten. Bitte Severus, lass uns diesen Abend so verbringen!“, bitte ich den anderen, der nach kurzer Zeit nachdenklich nickt und mir zustimmt. So zeige ich auf die Sitzmulde und warte ab, bis er auf mich zukommt und sich auf einer Seite nieder lässt und ich setze mich sofort neben ihn. Doch schon wieder weiß ich vor Aufregung nicht, was ich sagen soll und auch von seiner Seite kommt kein einziger Piep. Severus betrachtet das Meer und hält dabei krampfhaft Linas Geschenk in den Händen.

„Willst du es nicht auspacken?“, versuche ich die angespannte Stille zu beenden. Von meiner Stimme aus seinen Gedanken gerissen, sieht er erst mich und dann das Päckchen an. Fast schon zärtlich streicht er über die Schachtel, in der er schließlich nach dem Öffnen einen silbern und schwarz schimmernden Kaschmirschal entdeckt. Verblüfft nimmt er ihn heraus und sieht ihn sich an.

„Der ist sehr schön, doch verstehe ich es nicht ganz.“ Ehrfürchtig streicht er mit seinen schlanken Fingern über die teure Wolle.

„Was verstehst du nicht?“

„Wieso Miss Maloy mir so ein Geschenk macht!“

„Ich nehme an, dass Lina dir auf diese Weise danken wollte, dass du Draco weiterhin beiseite stehst und für ihn da bist. Ich weiß, dass auch er von seiner Familie verstoßen wurde und dass du für ihn da warst und weiterhin bist. Ich denke, dass sie dir an deinem Geburtstag eine Freude machen wollte. Das macht man doch so.“

„Das hat sie. Er ist sehr schön, doch kann ich kein solches Geschenk von einer Schülerin annehmen.“

„Tja, aber das hast du doch nicht.“ Fragend sieht er mich an. „Na, hier bist du kein Lehrer, haben wir doch festgelegt und sie hat ihn dir nicht als Schülerin, sondern als Familienmitglied gegeben.“ Auf diese Erklärung erhalte ich ein Nicken und er legt den Schal behutsam, als ob er ein Schatz wäre, zurück in die Schachtel und verschließt sie sorgsam um sie anschließend neben sich zu legen.

„Ich ... nun ...“, hach ist so ein Frosch im Hals lästig, „habe auch etwas für dich und ich möchte dir auch zum Geburtstag gratulieren und ich hoffe, es gefällt dir. Also, herzlichen Glückwunsch, Severus!“ So überreiche ich das von Lina liebevoll eingepackte Geschenk an seinen neuen Besitzer weiter, der es zögerlich mit einem gehauchten „Danke“ entgegen nimmt. Severus packt sein Geschenk so behutsam aus, das man meinen könnte, er hätte nie Geschenke bekommen und dabei entgleitet ihm sogar fast das Glaskästchen aus diesen wunderschönen Fingern, als er schließlich erkennt, was es enthält.

„Das sind ja zehn vollkommen gut erhaltene Schuppen eines Basilisken. Harry wo hast du die her? Wieso hast du dich wegen mir so in Unkosten gestürzt? Das bin ich doch nicht wer...“

Weiter lasse ich ihn nicht ausreden, indem ich mich ihm etwas entgegen beuge und einen Finger auf seine Lippen lege und für einen Moment hatte ich das Gefühl, dass er sich entziehen wollte.

„Sag das niemals, was du gerade sagen wolltest, denn du bist weit aus mehr wert als diese paar Schuppen und das sage ich nicht, weil sie mich kein Geld gekostet haben. Du bist für mich unbezahlbar und alles andere als wertlos und ich würde mein gesamtes Vermögen verschenken, wenn ich dafür dich an meiner Seite haben könnte. Für mich bist du etwas Besonderes!“, spreche ich eindringlich auf ihn ein und warte ab, bis er meine Worte zu sich durchdringen lässt, bevor ich weiter spreche und auch einen Hauch von Röte auf seiner sonst blassen Haut wahrnehme: „Und die Schuppen habe ich selbst, wenn du es so nennen willst, geerntet. Mein Leben habe ich beim bezwingen dieses Basilisken aufs Spiel gesetzt, auch wenn ich damals eine andere Intension hatte, als von ihm Schuppen, Blut und Gift zu erhalten. Ich bin in meinem Fünften Schuljahr mit Lina zusammen hinunter in die Kammer des Schreckens gegangen. Sie wollte sie unbedingt einmal sehen und da entdeckten wir, dass der Basilisk noch sehr gut erhalten war und sie half mir alles, was zu verwerten war, zu konservieren. Es würde mich freuen, wenn du sie für deine Tränke verwendest, schließlich gibt es da doch genug Möglichkeiten, oder?“

Mit dieser Frage scheine ich das Eis zwischen uns erwärmt zu haben, denn nachdem mir Severus nickend zustimmt kommt er allmählich ins Schwärmen über die einzelnen Tränke, die er damit verbessern und aufpäppen könnte. Vor allem sein Wandlungstrank hat es ihm angetan, den er gerade dabei ist zu entwickeln und ich höre ihm aufmerksam zu. Er ist jetzt ganz anders, als in den Zaubertrankstunden und ich verstehe sogar etwas von dem, was er mir zu erklären versucht. Er verliert sogar nicht die Geduld mit mir und erklärt mir auf Nachfragen einige Details nochmals. Wir unterhalten uns so lange über Tränke und ihre Zusammensetzung und Brauart, dass die Sonne schon längst im Meer versunken ist und um uns herum aus dem Nichts Fackeln erscheinen, die unseren Platz erhellen. Dabei essen wir die leckeren Speisen und trinken den passenden Wein dazu. Es fühlt sich so an, als ob ich meinen Severus wieder habe, da es sich wie zu unseren gemeinsamen Trainingszeiten anfühlt.
Nein, eigentlich auch nicht, denn es ist noch besser, viel besser! Ohne diese drückende Präsens von Voldemort als Hintergedanke ist unsere gemeinsame Zeit viel schöner und vor allem auch, da wir nicht trainieren.
Doch selbst die schönste Zeit hat irgendwann ein Ende und das ist dann, als Severus ein Gähnen nicht unterdrücken kann, was ich durchaus verstehe und auch ich muss feststellen, dass ich doch schon recht müde bin. So stehe ich schweren Herzens und innerlich nervös auf und knie mich vor Severus, der mit angezogenen Beinen auf der Decke sitzt. Ich benötige einen Moment um meine Stimme zu finden, indem er mich aufmerksam beobachtet. Als ich wieder Herr über meine Stimme bin, frage ich ihn, ob ihm klar ist, weswegen ich ihm die rote Rose schenkte und ihn zu diesem Raum einlud, woraufhin ich ein Nicken erhalte.

„Du weißt also, dass, wenn du ja sagst, wir einen magischen Bund für die Zeit bis zur Entscheidung eingehen und wir deswegen sehr viel Zeit miteinander verbringen werden?“, will ich dennoch von ihm wissen, auch wenn es mir klar ist, dass ich auch darauf eine positive Antwort erhalte, denn er kennt die Traditionen viel besser als ich.

„Ja, Harry, das weiß ich und bin mir der Tragweite vollkommen bewusst. Ich war mir nur nicht ganz im Klaren ob es dir bewusst ist. Ob der Strauß eine Entschuldigung für die Sache ... du weist schon, nach der Zaubertrankstunde sein sollte oder du eine Werbung damit einleiten wolltest. Du weißt, dass wenn ich in drei Monaten nach deiner jetzigen Frage „Ja“ sagen sollte, es auf eine Eheschließung innerhalb von zwei Jahren hinausläuft, die für immer bindend ist? Du kannst dann nicht mehr zurück. Keiner von uns beiden und deswegen stelle ich mir die Frage, was du mit so einem wie mir willst? Ich bin ein alter vom Krieg gezeichneter Mann, der einem jungen Burschen wie dir nichts bieten kann.“

„Sage das nicht! Du kannst mir genauso viel bieten wie umgekehrt, denn du bist ein vielschichtiger Mann und ich möchte alle deine Facetten kennlernen. Über alle Konsequenzen bin ich mir bewusst und ich wäre dann sehr glücklich, wenn wir heiraten würden. Wenn du ja sagst haben wir drei Monate um uns noch besser kennen zu lernen, um dann die endgültige Entscheidung zu treffen. Also“, und bevor ich weiter spreche, ergreife ich seine Hände und bitte ihn nach alter Tradition um die Erlaubnis, um seine Hand werben zu dürfen. Sev zögert erst noch für meinen Geschmack viel zu lange, er scheint einen inneren Kampf auszufechten, doch dann willigt er meiner Bitte schließlich zögerlich ein und ich spüre wie ein Magieschub durch unsere Handflächen fließt und uns verbindet.

Glücklich eine Chance zu bekommen, stehe ich erneut auf und klopfe mir den Sand von der Kleidung und halte Severus meine Hand hin, die er nach einem auffordernden Lächeln meinerseits annimmt und sich hoch helfen lässt. Dabei ziehe ich ihn etwas zu schnell hoch, so dass unsere Körper sich sehr nahe kommen und ich wiederstehe dem innerlichen Drang ihm einen Kuss auf diese verführerischen Lippen zu hauchen. Ein sanfter Kuss auf die Lippen ist zwar erlaubt, doch weiß ich nicht, ob dies zum jetzigen Zeitpunkt so gut wäre.

„Es ist sehr spät geworden und wir beide müssen morgen wieder früh raus, weshalb wir aufbrechen sollten“, zerstöre ich die schöne Stimmung mit diesem Kommentar. Severus, der wie aus einer Trance erwacht, da er unablässig auf meine Lippen starrte, schreckt einen Schritt zurück, als hätte er sich verbrannt und stimmt mir zu. Auch er klopft sich den Sand ab. Wir schreiten zusammen zu unseren Schuhen, wo er nach seiner Robe greift und gemeinsam verlassen wir den Raum und ich geleite Severus noch hinunter in die Kerker bis zu seinen Räumen. Auf dem Weg dorthin hätte ich so gerne seine Hand ergriffen, meine Finger zuckten verdächtig in diese Richtung, doch traute ich mich nicht. Vor seinen Räumen wünsche ich ihm eine gute Nacht und ich bitte Severus, zum Mittagessen auf dem Astronomieturm zu erscheinen. Er verspricht mir da zu sein und zum Abschied raffe ich meinen ganzen Mut zusammen, strecke mich und hauche ihm einen zarten Kuss auf die rechte Wange, während ich ihm sanft mit einer Hand über die andere streiche. Lächelnd drehe ich mich um und verschwinde in den dunklen Gang, um in meinen Schlafsaal zu gelangen.


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