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Fanfiction

Wie erobere ich die Fledermaus?! ehemals Heiße Nächte - Teil 5 - Heißer geht schon nicht mehr ~ * ~ Part 2 - 3. Teil - 1.2

von lumos

Hallo Allereits,

ich habe sage und schreibe 9 volle Word-Seiten mit Severus Snape für euch im Gepäck.

Hier kommen also die Severus-Liebhaber auf ihre Kosten. Viel Spaß damit!


********************
Ui - nach fast 3 Jahren kein Feedback und dann plötzlich gleich zwei - FREU

@ Ms. Black:
Dankeschön - ein paar aufmunternde Worte liest man immer wieder gerne. Die Geschichte ist, wie ich dir glaub ich schon geschrieben habe fertig - also wirst du auf jeden Fall hier ein Ende erleben.
Es freut mich, dass dich meine Pärchenzusammensetzungen überzeugen. Das ist ja immer so eine Sache ob das klappt oder nicht.
Was weitere Geschichten angeht, so arbeite ich derzeit wieder an einer meiner PC-Leichen - „Vater gesucht“ - sie ist Inhaltlich und Stilmäßig ziemlich anders als diese hier, aber vielleicht findet sie ja auch Leser, wenn sie dann mal fertig ist.
Hab weiterhin viel Spaß mit den noch kommenden Kapiteln!


@Booklover94:
Du, das hat nichts mit einer Anmaßung zu tun. Zu erfahren, an welchen Stellen eine Geschichte besonders gut ankommt und welche vielleicht doch hätten besser anders ausformuliert sein können - oder einfach zu erfahren mit welcher Szene man seine Leser zum Lachen oder weinen bringen konnte, ist das Brot eines Autors. Ich finde das immer wieder toll, solche Rückmeldungen zu erhalten. Meine allererste Geschichte - anderes Fandom - wurde ziemlich auseinander genommen, aber ich habe mir die Kritik zu Herzen genommen und meine zweite dort haben sie schließlich für besser empfunden, da ich aus der Kritik gelernt hatte.
Weist du, manchmal ist das halt so, dass man traurig ist, wenn man für eine Weile kein einziges Kommi erhält, aber sieht wie die Favoliste und Zugriffe in die Höhe schießt. Ich bin inzwischen auf dem Standpunkt: Wenn ich ein Kommi bekomme freue ich mich und ansonsten kann ich stolz drauf sein, wie viele meine Geschichte in ihre Favos genommen haben.
Lina : Bin ich - ich mag meine Kleine einfach. Es hat auch richtig Spaß gemacht sie zu kreieren und zu schreiben.
Viel Spaß weiterhin!

********************



Teil 5 - Heißer geht schon nicht mehr ~ * ~ Part 2 - 3. Teil - 1.2 - ca. 5140 Wörter

Severus
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, da ich in den letzten drei Monaten nicht mehr alleine im Labor war. Harry war immer hier, hat mir geholfen oder einfach nur zugesehen und sich mit mir unterhalten. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so schnell an seine Anwesenheit gewöhnen könnte oder ihn gar vermissen würde, wenn er mal nicht da ist. Wie konnte ich in so kurzer Zeit so abhängig von ihm werden? Wie kann ich ihn vermissen und mich nach diesem verschmitzten Lausbubenlächeln sehnen? Dieses liebevolle Glitzern in seinen Augen, wenn er mich ansieht, ruft einen Wirbelsturm von Gefühlen hervor und verbreitet ein Chaos auf ganzer Linie in meinem geordneten Leben. Die Gefühle, die ich für ihn empfinde, werden von Tag zu Tag stärker, intensiver und das bereitet mir Angst. Große Angst, denn je mehr Gefühle ich für ihn entwickle, umso schmerzhafter wird es sein, wenn er sich schließlich von mir abwendet, wenn er nichts mehr mit mir zu tun haben will. Wenn er die Wahrheit über mich und meine Vergangenheit erfährt, die ich ihm bisher verschwiegen habe. Ich weiß, dass das so eintreffen wird und dennoch komme ich nicht dagegen an, mich gegen diese Gefühle zu wehren, mich erneut davor zu verschließen. Ich habe es versucht, wirklich, doch war mein kläglicher Versuch nur eben dies, ein Versuch und nichts weiter. Ein jämmerliches Abbild meines Selbst.

Und jetzt stehe ich hier, meine freie Zeit nutzend, um an meinem Trank weiter zu forschen und ich schaffe es nicht, meine Gedanken von Harry abzuwenden. Natürlich ist gegen meine Arbeit nichts einzuwenden, weil ich mit großer Sorgfalt vorgehe, doch wäre es um einiges schöner, wenn ein gewisser Gryffindor mir Gesellschaft leisten würde.

Plötzlich reißt mich ein Klopfen an meiner Tür aus meinen Gedanken. Was ist denn jetzt schon wieder los? Sollte es Mister Maloy oder Misses Parkinson sein, die wieder irgendeinem Zauber zum Opfer gefallen sind, werde ich ein ernsthaftes Wörtchen mit meinen Schlangen wechseln müssen. Ich hatte doch ausdrücklich durchblicken lassen, dass ich zu dieser Zeit meine Ruhe haben will und jedwede Verschönerung der Beiden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollte. Meinetwegen können sie die Beiden so viel verhexen wie sie wollen, redlich verdient haben sie es, aber nicht dann, wenn ich meine wohlverdiente Ruhe haben will. Eigentlich müsste ich dafür sorgen, dass diese Aktionen eingestellt werden, aber diese niederträchtigen Handlungen bedürfen einer Strafe, die sie nicht so schnell vergessen werden. Also sehe ich geflissentlich in die andere Richtung, wenn es geschieht, woraufhin ich mir aber auch leider regelmäßig deren Gejammer anhören muss, bis ich sie bei Poppy abliefere, was sowieso nichts bringt und ihnen nochmals nahe lege, sich angemessen für ihr Verhalten zu entschuldigen. Was sie aber nicht zu tun gedenken, da ein Maloy sich nicht entschuldigen braucht und Parkinson immer noch der festen Überzeugung ist, dass Lina ihr den Verlobten ausgespannt hätte. Wie dumm und starrsinnig kann man eigentlich sein? Und das in meinem Haus, was für eine Schande! Seitdem Harry mir erzählt hat, dass der Hut ihn bei der Einsortierung der Erstklässler eigentlich nach Slytherin schicken wollte, aber er ihn zu Gryffindor überredete, würde ich glatt vermuten, dass zumindest Parkinson diesem Hut etwas dafür geboten hat, sie anstatt nach Hufflepuff in mein ab diesem Zeitpunkt leidgeplagten Haus zu schicken.

So begebe ich mich mürrisch zur Tür und öffne sie, doch nicht die Erwarteten befinden sich davor, sondern Harry mit Mister Weasley und der sieht im Gesicht nicht wirklich gut aus. Wie es scheint, kann der Junge noch nicht mal alleine stehen und gehört allem Anschein nach zu Poppy und ins Bett, aber gewiss nicht zu mir.

Nach Harrys Frage mache ich aber dennoch den Weg frei und lasse die beiden erstmal eintreten. Mit Argusaugen verfolge ich, wie Harry seinen besten Freund auf meinem Sofa niederlässt und warte ab. Nach dem das geschehen ist, erfahre ich auch, was sie gerade bei mir wollen, allerdings kann ich mir eine spitze Bemerkung nicht verkneifen, bevor ich den Trank aus dem Bad holen gehe. Zurück reiche ich das Fläschchen Harry, der es dem anderen einflösst und dieser danach friedlich einschläft. Harry entschuldigt sich anschließend bei mir für die Unannehmlichkeiten und ich winke ab. Es ist zwar schade, dass er nur wegen seinem Freund zu mir gekommen ist, aber dennoch hüpft mein Herz vor Freude über seine unerwartete Anwesenheit und verdeutlicht mir erneut, wie schmerzhaft es sein wird, wenn Harry mich in wenigen Tagen von sich stoßen wird.

Es wird nun ein Weilchen dauern, bis Mister Weasley wieder soweit wach ist, noch bevor ich wirklich darüber nachdenke, sprudelt auch schon eine Frage über meine Lippen.

„Ich war gerade dabei dein Geschenk zu verarbeiten. Hast du vielleicht Lust mir zu helfen, solange ... Ron schläft?“

„Sehr gerne!“, erhalte ich als Antwort und wir begeben uns in mein Labor, wo wir in den letzten Wochen sehr oft waren. Schnell überprüfe ich den Zustand meines auf kleiner Flamme köchelnden Trankes und wende mich dann Harry wieder zu und gebe ihm seine erste Arbeitsanweisung, doch wie es aussieht hört dieser mir überhaupt nicht zu.

„Harry, hey hörst du mir zu?“

„Was, tut mir Leid. Ich war gerade in Gedanken. Was wolltest du?“

„Ich habe dich darum gebeten 30 Gramm Florfliegen zu stampfen“, wiederhole ich meinen Arbeitsauftrag. Sofort macht er sich an die Arbeit und ich wende mich meiner eigenen zu. Schweigsam arbeiten wir nebeneinander, wobei die Stille alles andere ist, aber gewiss nicht unangenehm. Im Gegenteil! Schließlich bin ich soweit, dass ich die Fruchtgellis auspressen kann und da sie sehr ergiebig ist und ich momentan weniger benötige, als allem Anschein nach in dieser Frucht steckt, presse ich sie über einem Sieb in eine Schale aus. Was für ein herrlicher Blauton, ja die ist mehr als reif. Während ich gleichmäßig den Saft herauspresse spüre ich wie Harrys Blick auf mir ruht und werde innerlich merklich unruhiger. Diese Blicke sind an sich schön, doch sagen sie mir auch, dass er mehr will, als ich ihm geben kann, zu geben fähig bin. So gebe ich ihm schnell die nächste Aufgabe und wenn ich das hier, sowie die Sonnensterne und die Drachenfaser fertig habe, können wir uns daran machen die seltenste Zutat zu verarbeiten, die Schuppe eines Basilisken. Dass er mir die geschenkt hat kann ich immer noch nicht richtig fassen.

So, dann wollen wir mal und ehrfürchtig greife ich nach dem Kästchen im Regal, entnehme eine Schuppe, die ich vor Harry lege, verschließe es wieder und stelle es an seinen sicheren Platz zurück. Damit Harry mein Handeln nachvollziehen kann, erläutere ich meine Vorgehensweise. Da er hier immer viel konzentrierter als im Unterricht ist und sich wirklich Mühe gibt, vertraue ich darauf, dass es anhält und so stelle ich ihm seine Arbeitsmaterialien vor ihm hin und erkläre den weiteren Arbeitsschritt. Damit er auch sofort alles richtig macht und den exakten Druck auf die Schuppe ausübt und die Geschwindigkeit die richtige ist, zeige ich es ihm anfangs erst, indem ich mich hinter ihn stelle und seine Hand führe. Hin und wieder gebe ich ihm nochmals eine kleine Anweisung.

„So, nun versuch du es mal alleine, Harry“, fordere ich ihn auf, als ich sicher bin, dass das gut gehen wird und entferne mich von ihm, um mich neben ihn zu stellen, wobei ich mir eingestehen muss, dass der leichte und unschuldige Körperkontakt angenehm gewesen war. So habe ich seine Handlungen weiterhin gut im Blick, doch nur Sekunden nachdem Harry fertig ist, erklingt ein Geräusch, das nicht in diesen Raum gehört und unverzüglich richten sich unsere Blicke dorthin.
Weasley scheint seinen Schönheitsschlaf beendet zu haben. Schade eigentlich, denn jetzt wird Harry mich verlassen und so ist es dann auch, wobei er mir wie immer einen Kuss auf die Wange haucht, die, egal wie oft sie schon mit Harrys Lippen in Berührung kam, jedes Mal von neuem zu kribbeln beginnt.

So arbeite ich schließlich alleine weiter und mache mir immer wieder Notizen über die Menge der Zutaten und dem Zeitpunkt, wann ich sie in den Topf gebe und wie oft und in welche Richtung ich umrühre. Die Messung der Temperatur nicht zu vergessen. Doch lange ist es nicht mehr, da der bisherige Trank nun bis morgen ziehen wird. So räume ich auf und begebe mich zur Tür und höre noch Harrys Kommentar über mich und Sofaabnutzungsgebühren. Das ist so eine schöne Vorlage für den fiesen Tränkeprofessor, dass ich nicht wiederstehen kann.

„Keine schlechte Idee, die Rechnung über Trank, Liegezeit und Abnutzung der Sitzfläche stelle ich Ihnen noch zu, Mister Weasley!“

Harry scheint das nicht ganz so amüsant zu finden wie ich. Schade eigentlich auch!

„Severus! Ron, das war ein Scherz von ihm“, versichert Harry seinem besten Freund. Dieser kommt nach einigem Grübeln auf mich zu und bedankt sich doch tatsächlich für meine Hilfe. Was ist denn jetzt passiert? Seit wann bedankt sich ein Gryffindor bei einem Slytherin? Darauf kann ich nur nicken und wenig später sind beide auch schon verschwunden und Ruhe in meine Wohnung eingekehrt.

Nach einer stressigen Schulwoche ist Ruhe das höchste Gut, das man erlangen kann und so begebe ich mich, nicht wie meine anderen Kollegen, in die Große Halle, zu den schwatzenden und lärmenden Nervensägen, was ich heute sowieso nicht wollte. Sondern verbleibe in meinen eigenen Räumen und so schenke ich mir einen guten Wein in ein Glas ein und nehme beides mit hinüber zum Kamin. Dort stelle ich die Flasche auf das Tischchen ab und setze mich genießend in meinen Sessel. Einen Zauberspruch später züngelt ein hübsches Feuerchen im Kamin und angenehme Wärme strömt mir entgegen und verbreitet sich recht schnell im Raum.

Als wüsste meine Hauselfe meine Gedanken und Wünsche schon vor mir, erscheint Twinka mit einem Plopp neben mir und einem Tablett in den kleinen Händen. Ein angenehmer Duft nach köstlichem Essen verbreitet sich und mein Magen verdeutlicht, was er von dieser Idee der Nahrungsaufnahme hält. So nicke ich ihr zu und sie lässt das Tablett auf meinen Schoß schweben. Danach bedanke ich mich bei ihr und sie wünscht mir guten Appetit, bevor sie wieder verschwindet. Den werde ich gewiss haben und so setze ich mein Glas auf dem Tablett ab und genieße die Lasagne, die mich an einen Ausflug mit Harry erinnert. Vor fünf Wochen waren Harry und ich übers Wochenende nach Venedig, der Stadt der Liebe, gereist. Das Wetter war traumhaft gewesen und romantischer hatte dieses Wochenende nicht sein können. Wir waren tatsächlich mit einer Gondel gefahren und am Markusplatz saßen wir im Cafe und haben die Touristen dabei beobachtet, wie sie die unzähligen Tauben gefüttert haben. Anfangs war mir schleierhaft, wieso man diese Plage mit wachsender Begeisterung füttern konnte, doch klärte mich Harry mit einem verschmitzten Lächeln auf und entnahm aus der Tasche seiner Jacke eine Tüte mit Vogelfutter und zog mich direkt in die Mitte des Platzes, wo wir in den zweifelhaften Genuss kamen, von diesen Viechern belagert zu werden. So sehr ich dieses Getier verabscheue, da es schließlich keine Eule oder ein anderes nützliches Tier ist, so sehr habe ich es dann doch genossen, schon alleine aus dem Grund, weil ich sie mit Harry gefüttert hatte.
Es war zu niedlich mit anzusehen, wie diese Viecher erst zaghaft ankamen und als sie die ersten Körner aufgepickt hatten in Scharen Harry belagerten und er sich kaum vor ihnen retten konnte. Doch wieso auch immer, es hatte ihm nichts ausgemacht. Ganz im Gegenteil, als er registrierte, dass er, Severus, anfangs nur neben ihm gestanden hatte, hatte er ihn zu sich herabgezogen, Futter in die Handflächen verstreut und diese so geformt, dass die Tauben heranhüpfen konnten um sich etwas zu nehmen. Mit Harry zusammen hatte es mir unverständlicher Weise dann doch gefallen. Aber am schönsten war die Fahrt mit dem Gondoliere. Wir saßen auf einer bequemen Bank, Harry vorsichtig an meine Seite geschmiegt und wir genossen das leichte Schaukeln auf den Wellen, während wir uns die Besonderheiten Venedigs vom Wasser aus ansahen.


Eine dreiviertel Stunde später bin ich satt und das Tablett verschwindet mit einem Plopp, während ich aus meinem Glas trinke. Der Wein ist besonders exquisit und mundet hervorragend. Auch dieser Rotton, der im Schein des Feuers besonders faszinierend ist, zeugt von seiner hohen Qualität. So eine Farbe habe ich wenige Wochen vor unserem Venedigausflug schon einmal gesehen, allerdings nicht bei einem Wein, sondern einem Heißluftballon. Ich hatte wie versteinert auf das Gefährt gestarrt, als es in mein Blickfeld kam, was Harry falsch aufgefasst hatte. So hatte dieser als ich das Gefährt musterte gemeint:

„Sev, mit einem Heißluftballon fliegt man nicht, sondern man fährt. Außerdem ist das ein ganz anderes Gefühl, als wie auf einem Besen! Da fällt man nicht runter und die Geschwindigkeit ist auch um vieles langsamer“, anschließend hatte Harry sich in den Korb begeben, in dem der Besitzer bereits gewartet hatte.

Woher er gewusst hatte, dass ich fliegen verabscheue ist mir bis heute nicht klar, aber Angst hatte ich keine vor dem Gefährt. Und so war ich auf den Korb zugeschritten und hineingeklettert, hatte die Hand von Bob geschüttelt, wie der Mann sich vorgestellt hatte und ein paar Minuten und restliche Vorbereitungen seitens Bobs später, hoben wir auch schon ab. Sachte und behutsam und völlig anders als mit einem Besen, die ich nur in Notfällen, wenn es sich überhaupt nicht anders zu vermeiden ließ, bestieg. Der Ausblick, der uns geboten wurde, war unbeschreiblich und selbst als Harry sich an mich gelehnt hatte, hatte ich mich nur kurz verspannt und dann die unschuldige Nähe des Anderen genossen, da dieser sich wirklich nur mit dem Rücken an meine Brust gelehnt hatte und mehr nicht. Mich darauf besinnend, dass ich kein verschreckter Hufflepuff war, schloss ich schließlich meine Arme um ihn und mein dickköpfiger und doch liebenswerter sanfter, freundlicher Gryffindor kuschelte sich in meine Umarmung. Lange hatte ich sie allerdings nicht aufrecht halten können, wie später in Venedig und hatte mich schließlich wieder von ihm gelöst, was er mit einem enttäuschten Seufzen kommentiert hatte, aber mich gewähren ließ. Die gesamte Fahrt über war ein unbeschreibliches Erlebnis gewesen. Ich stehe gerne auf dem Astronomieturm, wenn mich keiner sieht und betrachte das vor mir liegende Landstück. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick und kann herab auf die wunderschönen Ländereien von Hogwarts sehen. Da ich mal einen unschönen Unfall mit einem Besen hatte, an dem Potter Senior und die Flohschleuder nicht ganz unschuldig waren, machte ich seitdem einen großen Bogen um diese Dinger und so war es mir bisher verwehrt geblieben, meinen Ausblick zu verändern, weitere Flächen von oben zu betrachten.

Nun, bis zu diesem Tag, der neben der hervorragenden wechselnden Aussichten, auch noch ein ziemlich romantisches Essen zu zweit, wenn man Bob, der sich dezent im Hintergrund aufhielt, nicht einrechnete. Denn dieser hatte für Harry und mich in dem Korb einen Basttisch und zwei Basthocker bereitgestellt und auf dem Tisch war für zwei Personen mit Champagner und kleinen gaumenfreudigen Leckerbissen gedeckt gewesen. Zwar fehlten die Kerzen, aber dafür prangte auf dem Tisch eine Vase mit einem wunderschönen Blumenstrauß meiner Lieblingsrosen, den ich schließlich am Ende der Fahrt von Harry noch überreicht bekam und der nun auf meinem Arbeitstisch im Büro steht. So verhext natürlich, dass nur Harry und ich ihn sehen können. Was würde das denn bitteschön für ein Bild auf den Schrecken der Kerker werfen, wenn da plötzlich so ein bezaubernder Strauß haltbar gezaubert stehen würde. Vermutlich würde ich von meinen Schülern noch als menschlich angesehen, als so ein gefühlsduseliger alter Mann wie Albus einer ist. Grausige Vorstellung und gewiss nicht mit mir!

Was Harry jetzt wohl gerade macht? Hmm, schon komisch, dass wir ein Wochenende ohne Ausflug oder einem besonderen Treffen verbringen. Jedes war irgendwie einzigartig, selbst wenn wir sie auf den Hogwartsgründen verbracht hatten oder einen Ausflug nach Hogsmead gemacht hatten. Unsere Ausflüge waren für mich immer eine Überraschung und ich ließ Harry seinen Willen mir nicht zu sagen, wo es hin ging und was wir machen werden. Zwar mag ich es nicht gerade unwissend, auch in solchen Dingen und Situationen zu sein, doch ließ ich ihm seine Überraschung. Wenn wir über Nacht weggeblieben waren, packte sogar Draco meine Tasche, zauberte sie klein und übergab sie Harry und nicht mir, damit ich auch ja nicht während des Packens unser Ziel erraten könnte. Zeitweilig kam ich mir wie ein kleines Kind vor, dessen Meinung nicht gefragt war oder wie ein Entmündigter, der nur zu folgen hatte. Aber so lief das nun mal und ich muss mir eingestehen, dass ich es mit der Zeit gar nicht so schlimm fand, sondern eher recht schön, was für Gedanken sich Harry gemacht hat, um mich zu überraschen. Der Werber gestaltet nun mal die Werbungszeit und der oder die Umworbene hat sich mehr oder weniger zu fügen. Was ich auch schließlich tat, wusste ich doch, dass nichts Schlimmes auf mich zukommen würde. Im Gegenteil! Ich wollte schon lange mal eine Ballonfahrt machen. Besenfliegen bin ich nicht der Typ für und diese Muggelerfindung hat es mir unerklärlicherweise angetan. Sicher zu sein und dennoch hoch in den Lüften über den Feldern und Bergen zu sein, stellte ich mir als etwas tolles vor, was es schließlich auch war.
Das mir Harry mit unserem ersten Ausflug gerade diesen Wunsch erfüllte, hatte mich mehr oder weniger aus dem Umhang gehauen, was ich mir allerdings nicht anmerken ließ.

Es war ein fantastischer Tag gewesen, weil dieser schon damit begann, dass meine Hauselfe mir beim Frühstück einen erneuten Brief von Harry gebracht hatte, der dieses mal nicht so lang gewesen war, was mir aber nichts ausmachte, da er das Wesentliche enthielt. So frühstückte ich in Ruhe zu Ende, holte meine festen Schuhe und Mantel aus meinen Räumen und hatte mich auf den Weg zu unserem Treffpunkt begeben. Zwar hatte ich mich darüber gewundert, wieso ich bei dieser Hitze einen windfesten Mantel mitbringen sollte, aber ich tat es und so war diese Ballonfahrt der Beginn für fast 3 ganz unglaublich schöne Monate mit Harry zusammen.

Seufzend stelle ich das Tablett beiseite und greife nach dem Buch, das vor drei Monaten noch ein schmales leeres gebundenes Buch gewesen war. Doch mit jedem Tag, der verging, füllte es sich und wurde breiter und breiter. Als Lily es mir zu meinem 14. Geburtstag geschenkt hatte, hatte ich es skeptisch angesehen und artig danke gesagt, als meine beste Freundin mir freudestrahlend erzählte, dass es ein magisches Tagebuch sei. Ein Tagebuch! Wie konnte Lily mir, einem Jungen, ein Tagebuch schenken? Um sie nicht zu kränken habe ich ihr herzlich für das Geschenk gedankt und artig in meine Schultasche verstaut, wo es jahrelang unberührt verweilen sollte. Erst nach ihrem Tod kramte ich meine alte Tasche erneut hervor, entnahm ihr das Buch und stellte es als Erinnerung in mein Buchregal. Am ersten Abend nach Harrys Frage streifte mein Blick wie zufällig dieses Buch, ich nahm es aus dem Regal und setzte mich wie jetzt auf diesen Sessel. Als ich es schließlich aufschlug, entdeckte ich eine kleine handgeschriebene Notiz von Lily, die mir die Handhabung dieses Buches erklärte und aus einem inneren Drängen heraus, hatte ich es ausprobiert. Ich hatte meine rechte Hand auf die erste Doppelseite gelegt, meine Augen geschlossen, an den gesamten Tag gedacht und meine dazugehörigen Gefühle durch mich auf die Seite fließen lassen. Als ich meine Augen wieder geöffnet hatte, fiel mein Blick auf das Buch und seine Seiten, die nun nicht mehr schneeweiß und leer waren. Sie hatten sich mit Wörtern gefüllt, aber nicht mit irgendwelchen, sondern sie beschrieben quasi wortwörtlich meinen gesamten Tag, mit allem drum und dran. Der Tag umfasste einige Seiten und beim Lesen von manchen Stellen zierte ein sanftes Lächeln mein Gesicht und mein Entschluss war gefasst. Ich würde jeden Tag in den kommenden drei Monaten dieses Buch zur Hand nehmen um mich später, wenn Harry eingesehen hatte, dass er einen Fehler begangen hat, so gut wie möglich an die schönste Zeit meines Lebens erinnern zu können. So enthält dieser inzwischen schwere Wälzer alle meine Erlebnisse und Gefühle der vergangenen Werbungszeit. Hatte Harry ein Wochenende außerhalb von Hogwarts geplant, war es immer mit dabei gewesen und der einzige Gegenstand, den ich in meinen Mantel gepackt hatte, da Draco ja den Rest übernommen hatte.

Und so blättere ich, wie auch in den vergangenen Wochen Seite für Seite um und bleibe an einigen Passagen hängen, wie am Oktoberfest, auf dem wir waren. Doch ich muss gestehen, dass das Oktoberfest eine Erfahrung war, auf die ich hätte verzichten können. Es war laut, es war überfüllt und die Leute hatten keine Manieren, geschweige denn den Anstand anderen Leuten, die sie nicht kannten, vom Leibe zu bleiben. Nein, diese Erinnerung war wirklich nicht meine Schönste und selbst Harry gab später zu, dass er sich das Ganze doch etwas anders vorgestellt hatte und so hatte Harry sich von da an Unternehmungen ausgedacht, die mir weit aus mehr zusagten. Da war z.B. das Picknick an einer einsamen schottischen Bucht, nicht all zu weit von Hogwarts entfernt. Harry hatte an alles gedacht und so hatten wir eine schöne große Decke zum liegen oder sitzen, zwei kuschelige Kissen dabei und einen Korb, der ausreichend mit Essen und Trinken bestückt war. Wir saßen da auf der Decke beobachteten die Wellen und einige Zeit später den Sonnenuntergang und unterhielten uns über unsere Schulzeit. *Über was genau hatten wir da noch mal gesprochen?*, frage ich mich, so schlage ich ein paar Seiten weiter und finde die gesuchte Stelle.


*****
„Severus!“

„Ja?“

„Du hast mir bei unserem ersten gemeinsamen Mittagessen von deiner Kindheit erzählt und wie du meine Mutter kennengelernt hast.“

Bestätigend nicke ich mit dem Kopf und frage mich, worauf Harry hinaus will.

„Würdest du mir erzählen, wieso es dazu kam, dass mein Dad und Sirius so gemein zu dir waren. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich habe Sirius als ein großes Kind kennengelernt, der zu Scherzen aufgelegt ist, aber nicht um jemand anderen zu quälen und zu demütigen. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich will dir kein Fehlverhalten vorwerfen, dass die Beiden dazu gebracht hätte dich so zu behandeln, aber irgendetwas muss doch zwischen euch vorgefallen sein!“

Ich atme einmal tief durch.

„Hast du schon mal davon gehört, dass zwei Menschen einfach nicht miteinander können. Dass sie keinen speziellen tiefgründigen Grund haben, um den Anderen einfach nicht zu mögen, um eine Antipathie aufzubauen. Nun, ich würde sagen, dass das ein Teil des Grundes ist.

„Ein Teil?“

„Ja, ein Teil, denn der andere liegt da drin begründet, dass ich ein Slytherin bin und dein Vater, sowie Sirius, Gryffindors waren. Du musst wissen, dass jeder von uns von zu Hause durch seine Erziehung eine gewisse Einstellung und Vorurteile den anderen gegenüber mitgegeben bekommen hat. Meine Mutter war eine Slytherin gewesen und hat mir viel über ihr Haus erzählt. Somit war dieses für mich das beste Haus in Hogwarts und ich wollte unbedingt dahin. Natürlich wünschte ich mir auch, dass Lily mit mir dort hin ging und das verkündete ich ihr auf dem Weg nach Hogwarts. Doch leider waren wir nicht alleine in dem Abteil. James hat meine Ansicht über Slytherin gehört und darüber gelästert. Er schien sich mit Sirius, der auch im Abteil saß, zuvor unterhalten zu haben, denn als er erfuhr, dass Sirius gesamte Familie auch in Slytherin gewesen war, hatte dein Vater gemeint: „O Mann und ich dachte du wärst in Ordnung.“ Ich glaube, dass das am Besten die Situation darstellt. Sie haben sich getroffen, gut verstanden und dann erfuhr James den Familienhintergrund und schon war er nicht mehr so erfreut. Wenn Sirius doch nach Slytherin gekommen wäre, hätte ich vieles darauf gewettet, dass beide keine Freunde geworden wären. Aber da Sirius es nach Gryffindor geschafft hat, war die Welt für James in der Hinsicht wieder in Ordnung. Wir drei sind dann noch kurz wegen der beiden Häuser aneinander geraten bis Lily einschritt und mich aufforderte, mit ihr zusammen ein anderes Abteil zu suchen, was wir dann auch taten.
Du siehst, es war ein sehr banaler Grund.“

„Es war ein Scheißgrund um jemand anderem das Leben zur Hölle zu machen.“

„So, findest du? Was war denn dann dein und Dracos Grund euch wie Streithammel sieben Jahre lang auf Hogwarts auszutoben?“

Harry will wohl empört zu einer Antwort ansetzen, belässt es aber und schließt seinen Mund wieder und denkt nach, bis er mir dann doch noch eine Antwort gibt.

„Von außen mag es ein bescheuerter Grund gewesen sein, aber für mich war er schwerwiegend.“

„So?!“

„Ja, ich wurde von Hagrid abgeholt, um all meine Schulsachen zu besorgen und bei Madam Malkins ist mir Draco begegnet und mit jedem Wort mehr, dass seinen Mund verließ wurde er mir immer unsympathischer. Später erzählte mir Hagrid, dass alle Schwarzmagier in Slytherin waren und Voldemort auch dort war. Später, am 1.September traf ich dann Ron. Wir verstanden uns gut und es entwickelte sich Sympathie dem anderen gegenüber und die ersten Knospen einer Freundschaft entstanden. Du musst wissen, dass ich dank Dudley, meinem Vetter, bis zu dem Tag nie einen Freund gehabt hatte und dann kam Draco Malfoy zu uns ins Abteil mit Anhang und das Erste was er tat, war Ron zu beleidigen. Dies und meine Vorerfahrungen mit ihm war wohl der ausschlaggebende Grund. Er kam nach Slytherin und ich wollte dort auf keinen Fall hin. So habe ich den Hut gebeten seine Meinung zu ändern und mich in ein anderes Haus zu stecken, was er dann auch tat. Er ließ mich nach...“

„Moment, Stopp! Du hättest nach Slytherin gesollt?“ Ungläubig sehe ich Harry an.

„Jep, aber ich konnte ihn davon überzeugen mich nicht dort hinzuschicken und so ist es gekommen, dass Ron und ich im selben Haus gelandet sind und eine Freundschaft entstand. Wenn man es im Nachhinein betrachtet ist die Geschichte mit Draco lächerlich, besonders jetzt, nachdem ich Draco besser kennengelernt habe, aber für mich war es damals so.“

„Verstehe, aber eines musst du mir erklären. Wieso ist Ron dein erster Freund gewesen? Du bist wie jedes andere Kind mit elf Jahren eingeschult worden und bis dahin hattest du doch sicherlich Muggelfreunde in deiner Nachbarschaft und Schule.“

Harry schüttelt den Kopf und sieht dabei sehr traurig aus. Als er zu mir aufblickt, kann ich sehen, dass es ihm eindeutig schwer fällt mir zu antworten, aber es dennoch tut.

„Ich habe dir doch von meinen Verwandten erzählt und dass sie mich nicht sonderlich mochten. Du weißt, wenn ich meine Arbeit fertig hatte und Onkel Vernon und Tante Petunia sonst aus dem Weg ging, war alles soweit in Ordnung, wenn man unser Verhältnis so bezeichnen konnte. Aber mit Duddley lief es anders ab. Du weißt ja inzwischen, dass seine Eltern ihn abgöttisch lieben und ihm alles durchgehen lassen, sowie in den Hintern schieben. Er ist ihr Duddyspätzchen“, angeekelt verzieht Harry das Gesicht.

„Ich hatte dir ja erzählt, dass Duddley alles neu bekam und ich musste seine alten Sachen auftragen, was dazu geführt hat, dass er mir natürlich nichts gegönnt hat. Ich kann schließlich doch nichts haben, was er nicht hatte. Auf jeden Fall hat er jedem Kind in der Nachbarschaft und in der Schule schnell deutlich gemacht was passiert, wenn es sich mit mir anfreundet. Keiner traute sich Duddley mit seiner Gang zu verärgern und so war ich immer alleine oder auf der Flucht vor meinem Vetter, der es mal wieder auf mich abgesehen hatte. Wenn ich also eine Freundschaft zu einem anderen Kind gehabt hätte, wäre das etwas gewesen, was er nicht hatte und somit durfte ich es erst recht nicht haben. Er hat ja schon einen Aufstand veranstaltet, als ich mit elf in sein zweites Zimmer ziehen durfte oder ich mit fünf seinen alten zerschlissenen Teddy aus der Mülltonne klaubte und unter meinem Kopfkissen versteckte.“

„Wieso holst du seinen Teddy aus der Mülltonne?“, frage ich ihn überrascht und Harry sieht verlegen beiseite und flüstert leise: „weil ich bis dahin nie ein Kuscheltier besessen habe und auch den musste ich schließlich wieder auf Befehl meiner Tante wegschmeißen.“

„Was, das kann nicht sein. Wo ist denn dann bitteschön die Stofftierfledermaus, die du zu deiner Geburt bekommen hast und die Albus mit dir und einigen anderen Dingen in einer Kiste verkleinert vor die Türe deiner Verwandten gelegt hat.“

„Eine Fledermaus? Woher weißt du, dass ich denn so was bekommen habe, wenn du mit meiner Mutter keinen Kontakt mehr hattest?“

Jetzt bin ich an der Reihe damit bloß wo anders hin zu sehen, aber nicht zu Harry. *War das Wasser schon immer so azurblau?* geht mir durch den Kopf, als ich es betrachte und ein energisches „Severus“ reißt mich aus meinen Gedanken.

„Sie ist von mir“, grummele ich mir in meinen nicht vorhandenen Bart.

„Was!“, entfährt es Harry überrascht. „Wieso schenkst du mir ein Stofftier?“

Tief seufzend um den Moment der Antwort herauszuzögern atme ich aus.

„Weil ich gehört habe, dass Lily schwanger ist und weil ich immer noch freundschaftliche Gefühle für sie hatte, habe ich in einem Spielzeugladen ein Stofftier für dich gekauft und es ihr per Eule gesandt. Ich wusste nicht, ob sie dir das Tier nach deiner Geburt gegeben hat, aber da ich von Albus weiß, dass er dir deine Fledermaus mitgegeben hat, kann es nur meine gewesen sein. Denn ich bezweifle, dass einer der Freunde deiner Eltern oder sie selber dir eine Fledermaus als Spielzeug gekauft hätten.“

„Nein, mit Sicherheit nicht. Schade.“

„Was ist schade?“

„Da ich sie bei den Dursleys nie hatte, hat Petunia sie vermutlich ihrem Dudders geschenkt und bei ihm bleiben Spielsachen nicht lange heile. Sie ist vermutlich schon längst den Weg alles Irdischen gegangen.“

„Wenn sie im Müll gelandet ist, dann aber schon viel früher, denn sie war ein magisches Spielzeug. Wobei, nachdem was du mir über Petunia erzählt hast und ich sie selber kenne kann ich mir vorstellen, dass sie die Fledermaus höchstens mit einer Kneifzange angefasst hat, sich aber auch nicht dazu durchringen konnte sie weg zu schmeißen.“

„Wieso das denn nicht?“

„Sie hat als Kind Albus einen Brief geschrieben und ihn angebettelt auch nach Hogwarts gehen zu dürfen, nach seiner Absage war sie sehr gekränkt. Es könnte durchaus sein, dass sie trotz ihrer entwickelten Abneigung gegen Magie auch wiederum von ihr fasziniert ist, dies aber sich nicht traut zu zeigen, da sie sonst mit ihrem Mann aneinander rasseln würde. Vielleicht hat sie dein Kuscheltier ja noch irgendwo aufbewahrt.“
*****


*Und wie sie das hatte!*, schießt es mir durch den Kopf, während ich das Buch beiseite nehme und nach dem Glas Wein greife. Petunia hat eine Heidenangst vor Magie und dennoch zieht sie sie magisch an. Wir haben noch lange an dem Strand gesessen und uns unterhalten und irgendwie aus einem Impuls heraus, fragte Harry mich, obwohl wir gerade über was ganz anderes sprachen, ob wir nächstes Wochenende im Ligusterweg einen Abstecher machen wollten. Er wolle erfahren, was mit der Fledermaus geschehen sei und ob es noch mehr Dinge gab, die seine Tante ihm vorenthalten hatte. Da ich seinen Wunsch, genaueres zu erfahren, nachvollziehen konnte, stimmte ich dem zu und so resultierte aus diesem Picknick und seinem Wunsch unser darauf kommendes Wochenende. Denn eine Woche später standen wir im Ligusterweg vor der Haustür Nummer 4, Surrey.

*Das war ein Spass*, schmunzelnd blättere ich bis zu dem besagten Tag weiter.


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Ich bin in einem anderen Forum darum gebeten worden, etwas auf die Werbungszeit der beiden einzugehen. Da ich allerdings schon schreibmäßig viel weiter gewesen war und ich nicht mehr alles umschreiben wollte, hatte ich etwas an diesem Teil (Part 2 Teil 3) nochmals gebastelt. Dadurch ist er so lang geworden, dass ich ihn nochmals unterteilt habe und ich denke, dass mir mit dem Tagebuch doch ein guter Kompromiss gelungen ist.

So zur Info.

VG lumos


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Zitat
Schon als mir zum ersten Mal klar wurde, dass Bücher von Menschen geschrieben werden und nicht einfach so auf Bäumen wachsen, stand für mich fest, dass ich genau das machen wollte.
Joanne K. Rowling