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Fanfiction

Feuer gegen Eis - Kapitel 1 - Enttäuschung gegen Leidenschaft

von niobe87

Kapitel 1 – Enttäuschung gegen Leidenschaft


„Potter!?“, knurrte er und ging einen weiteren Schritt auf diesen zu.
„Was willst du?“, lallte dieser ihm entgegen und musste sich heftig atmend gegen die kühle Wand hinter ihm lehnen, um nicht umzufallen.
„Ich will dich!“, raunte er.

Flashback

Harry Potter, 17 Jahre alt, unglaublich attraktiv und in seinem Abschlussjahr, stand vor dem Spiegel in seinem Schlafsaal.
Er betrachtete seinen neuen Umhang und konnte einfach nicht fassen, wie schnell er doch schon wieder gewachsen war.
Erst im letzten Winter hatte er sich neue Umhänge zulegen müssen, weil die alten seine Knöchel schon lange nicht mehr verdeckten.
Doch diesmal hatte er die neuen Umhänge nicht unbedingt wegen eines erneuten Wachstumsschubes kaufen müssen (Wobei dies auch ein Anlass war), er hatte sie kaufen müssen, da seine anderen Umhänge entweder zerstört, zerschlissen oder unwiderrufbar verdreckt waren.
Sie hatten - im Gegensatz zu ihm selbst - den Kampf gegen Voldemort nicht überstanden.
Also hatte er beschlossen, alle Umhänge, die er besaß, fortzuwerfen und sie allesamt gegen neue einzutauschen.

Nun betrachtete er sich also eingehend, neigte den Kopf, blinzelte und drehte sich im Kreis, um jeden Teil seines Körpers sehen zu können.
Er schob den Mund ein wenig nach vorn und nickte leicht, als er mit dem zufrieden schien, was er sah.
„Harry Potter!“, sprach er zu sich selbst und sah seinem Spiegelbild selbstbewusst grinsend in die Augen, „Du bist ein heißer Feger.“
„Harry Potter!“, ertönte eine erboste Stimme hinter ihm, „Du bist ein kompletter Vollarsch!“
Harry wirbelte herum und nachdem sich seine Augen wieder an ein standfestes Bild gewöhnt hatten, konnte er Ginny, deren Gesicht von Zornesröte gezeichnet war, etwas gehetzt im Rahmen stehen sehen, den Türknauf noch in der Hand, ihre Brust kraftvoll hebend und senkend.
„Was?“, fragte Harry etwas irritiert und überlegte, ob er wirklich das Wort „Vollarsch“ gehört hatte.
„Du hast mich schon verstanden! Du bist ein Vollarsch!“, brüllte sie ihm entgegen.
Harry steckte einen Finger in sein Ohr, um den Schmerz, der sich flächenartig von diesem auf seinen gesamten Körper ausbreitete, zu entkräften.
„Ginny? Was ist denn los?“, fragte er noch immer irritiert, doch nun auch panisch überlegend, was er falsch gemacht haben könnte.
Warum war sie nur so zornig?
Es konnte kaum daran liegen, dass er fast jeden Tag in dieser Woche ein Quidditch-Training angesetzt hatte, denn Ginny war eine ausgezeichnete Jägerin, die Spaß an diesem magischen Sport hatte und die zudem mit ihm, dem Kapitän der Mannschaft, zusammen war.
Auch konnte es kaum an seinen Noten liegen, die zwar nicht grottenschlecht waren, aber dennoch der Verbesserung würdig wären. Immerhin unterlag dieses Gebiet Hermine, die ihn ständig daran erinnerte, ein schlechtes Gewissen zu haben.
Vielleicht hatte er ja etwas gesagt...
„Wieso, VERDAMMT NOCHMAL, weiß die ganze Schule, dass wir MITEINANDER GESCHLAFEN HABEN?“, keifte sie ihm entgegen und trat wutentbrannt einen Schritt näher auf ihn zu.
Harry wich ein Stück zurück, um sich Platz zum Atmen und vor allem zum Denken zu verschaffen.
„Was?“, fragte er ungläubig. Es herrschte Stille, während Harry fieberhaft darüber nachdachte, wie das nur an die Öffentlichkeit kommen konnte.
„Scheiße...“, fluchte er dann leise.
Wie konnte das passieren? Angestrengt dachte er nach, wem er von seinen intimen Erlebnissen mit Ginny erzählt hatte.
„Ich habe doch niemandem...“, setzte er an, als es ihm einfiel. Er senkte den Kopf, rieb sich gedankenversunken das Kinn und sah dann von unten her zu Ginny auf. „Ich habe es Ron erzählt...“, sagte er aufrichtig und hoffte, dass Ron seine Klappe gehalten hatte.
„DU HAST ES RON ERZÄHLT?“, schrie sie hysterisch, während ihre Augen aus den Höhlen hervortraten und sie ein wenig übergeschnappt wirkten.
„Er ist mein bester Freund!“, verteidigte er sich. „Ich werde doch wohl...“
„Er ist mein Bruder!“, kam Ginny ihm dazwischen.
„Und gerade deswegen würde er es nie weiter erzählen. Du kennst ihn doch. Er würde erst mit dir reden.“, sagte Harry beschwichtigend. „Oder eher versuchen, dich zur Schnecke zu machen.“
„Aber das ganze Schloss redet von nichts anderem!“, rief sie noch immer aufgebracht, „also muss er geplaudert haben.“
„Das konnte er nicht. Er würde doch selbst im Boden versinken.“, sprach Harry leise weiter, „Vielleicht hat uns jemand belauscht.“
„Es ist mir völlig egal, wer es erzählt hat. FAKT ist...“, redete sie sich wieder in Rage, „ALLE wissen ES!“
„Aber warum interessiert dich das?“, fragte Harry achselzuckend und drehte sich wieder zum Spiegel um.
Er verstand sie einfach nicht. Er verstand so wenig von dem, was sie in letzter Zeit sagte oder tat. Was machte es, dass die ganze Schule über sie beide sprach?
Er war so etwas gewohnt, hatte er doch schon oft die Lästereien, Sticheleien und das Getuschel ertragen müssen. So etwas prallte mittlerweile an ihm ab.
Sollten sie sich doch die Mäuler zerreißen. Wenn sie nichts Besseres zu tun hatten...
„Wie bitte?“, knurrte Ginny gefährlich, so dass Harry aus seinen Gedanken aufschreckte und sein Spiegelbild in Ginnys Augen sah.
„Ginny...“, sagte er beruhigend und drehte sich wieder vom Spiegel zu ihr, während er beschwichtigend eine Hand hob. „Seit wann interessiert dich, was Andere über uns sagen? Wir wissen es doch besser...“
„Aber hier geht es um etwas Persönliches! Etwas Intimes!“, gestikulierte sie wild.
„Was ist mit dem Tattoo?“, fragte er fast ein wenig gelangweilt, während ihm langsam Zweifel kamen, ob Ginnys Zorn ernst gemeint war.
„Was?“, fragte nun sie irritiert.
„Das Tattoo? Von dem alle wissen wollten, ob ich es wirklich besitze? Der Hippogreif? Oder eher: Ungarischer Hornschwanz...“
„Harry, ich bitte dich.“, sagte sie und sah so aus, als könne sie wirklich nicht glauben, dass er das jetzt erwähnte. „Das ist was vollkommen anderes.“
„Ist es nicht! Es war etwas Intimes und Persönliches! Alle haben darüber gesprochen und doch hatten sie keine Ahnung. Prinzipiell ist es dasselbe.“
„Harry! Ich versuche mit dir darüber zu sprechen, dass alle wissen, was wir im Bett getan haben und du erzählst mir was von prinzipiell...“, schnaubte sie und wurde schon wieder zornig.
„Warum bist du so launisch? Weißt du, was ich mir schon alles anhören musste?“, fragte er und wurde auch etwas wütend. „Als der Sprechende Hut meinen Namen sagte?“, begann er seine Aufzählung ruhig.
„Als Tom Riddles Tagebuch von dir Besitz ergriffen hat und man herausfand, dass ich Parsel beherrsche?“, fragte er weiter und zog ungläubig eine Augenbraue hoch.
„Als der Feuerkelch meinen Namen ausgespuckt hat?“, führte er sein Anliegen fort, als würde er gedanklich eine Liste abarbeiten.
„Als ich allen klar machen wollte, dass Voldemort zurück war?“ Seine zweite Augenbraue gesellte sich nach oben.
„Als die Prophezeiung ihre Runde im Schloss drehte?“
„Als Dumbledore vom Turm fiel?“
Dröhnende Stille lag im Raum, während Harry sich von ihr wegdrehte, tief durchatmete, um all die Erinnerungen runterzuschlucken und wieder sein Spiegelbild betrachtete.
„Ich weiß, dass sich alle Schüler das Maul darüber zerreißen. Aber ich weiß auch, dass sie sich wieder beruhigen werden. Erzähl mir nichts, was ich nicht schon weiß.“, setze er dem Ganzen schneidend ein Ende.
Er war furchtbar wütend und enttäuscht, hatte er doch geglaubt, Ginny könnte besser mit solchen Situationen umgehen.
Er sah im Spiegel, dass Ginny ihn erst furchtbar enttäuscht ansah und sich dann umdrehte, um den Raum zu verlassen.

„Ginny, warte.“, sagte er leise und versuchte sich eine Krawatte zu binden. Langsam öffnete sich die Tür wieder und Ginny trat noch einmal herein.
„Setz dich.“, sagte er behutsam und hörte schon gleich darauf, wie sie sich raschelnd auf sein Bett niederließ.
Er ging zu ihr herüber und setzte sich neben sie. Er schob seine Hände auf ihre und sah ihr fest in die Augen.
„Was ist los mit dir?“, fragte er leise und besah ihr Gesicht, um auch nur die kleinste verräterische Bewegung sehen zu können.
Ihre Augen weiteten sich kaum merklich und sie seufzte.
„Mach mir nichts vor!“, hauchte Harry. „Ich weiß, dass du dich unwohl fühlst.“
„Harry...ich...“, stotterte sie und konnte doch nichts sagen.
„Warm willst du unbedingt zornig auf mich sein?“, fragte er noch immer flüsternd und hob mit einem Finger ihr Kinn, da sie den Kopf beschämt gesenkt hatte. „Meinst du, ich bemerke nicht, dass du nach Ausreden suchst, um mich anzuschreien, mich wütend zu machen, um mit mir zu streiten?“
Eine kurze Stille trat ein, währenddessen Ginnys Augen sich mit Tränen füllten.
„Ich weiß, dass dich derlei Dinge normalerweise nicht stören würden. Aber seit Tagen habe ich das Gefühl, dass du mir entweder aus dem Weg gehst oder mich anschreist. Keine Minute lang, warst du glücklich. Du lässt dich nicht mehr von mir berühren, du siehst mich nicht mehr an...“, wisperte er und kniff die Augen ein wenig zusammen, um neben der Wahrheit, die in Ginnys Augen aufblitzte, noch ein Funken Lüge zu finden, die ihm zeigen würde, dass er sich irrte. „Was ist es, was dich bedrückt? Dich stört? Dich von innen her auffrisst?“
„Ich...Harry...ich...“, stotterte sie wieder. Sie schüttelte den Kopf, um sich von Harrys Berührung zu befreien und zog die Hände von ihm. „Ich habe dich betrogen.“, gab sie heftig einatmend zu.
Harry riss die Augen auf, während dröhnende Stille auf seine Ohren drückte, ihm die Luft zum Atmen nahm, ihn einengte, ihn erdrückte...
Tausend Nadeln durchbohrten sein Herz, während die Kälte, die langsam seinen Körper hinaufkroch, ihn so heftig erfasste, dass er zu zittern begann. Glühend zerbrach sein Herz, während sein restlicher Körper zu Eis gefror.
Dann ganz plötzlich...
In Harrys Kopf überschlugen sich die Gedanken, die nun auf ihn einhämmerten. Viele Stimmen, die tausend Fragen stellten, surrten in seinem Kopf, während sich eine ganz deutlich von den anderen abhob.
„Wer?“, fragte er heiser.
Ginny schloss die Augen, drückte ihre Lider fest aufeinander und schien stumm Gebete um Kraft gen Himmel zu schicken.
„Padma.“

Sprachlos blickte er in Ginnys Augen, die noch immer geschlossen waren.
Er schnaubte und dann lachte er, während er sich kopfschüttelnd erhob und versuchte seine Beine zu irgendeiner Bewegung zu animieren.
Er sah aus den Augenwinkeln wie Ginny aufsah.
Er durchquerte halb gelähmt, halb rennend den Raum.
„Harry?“, hauchte Ginny ganz leise und fassungslos über dessen Reaktion.
An der Tür drehte Harry sich um und sah sie ein letztes Mal an.
„Wenn es ein Mann gewesen wäre, hätte ich kein Problem gehabt.“, sagte er ruhig und gefasst. „Aber ihr kann ich nicht mal eine reinhauen.“
Und dann ließ er den Raum und Ginny hinter sich und schritt langsam die Treppen zum Gemeinschaftsraum hinab, während die Tür lautlos ins Schloss fiel.

Betäubt schritt er an den Gryffindors vorbei, die nicht ahnen konnten, was soeben geschehen war.
Warum einige jetzt noch lachen und ihn herzlich grüßen konnten, war ihm ein Rätsel.
Er beachtete niemanden, wozu er auch gar nicht fähig war, weil sie nur schleierhaft und verschwommen, wie in Zeitlupe, an ihm vorbei gingen.
Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben, als er sich auf den Weg durch die Gänge von Hogwarts begab, auf der Suche nach etwas...Er wusste nicht was.
Schleppend trug er sich durch die Korridore, während die Bilder wortlos nach ihm riefen, die Schüler lachend und tuschelnd an ihm vorbei gingen und die Treppen ihn durch das Schloss trugen.
Als er bei der Küche angekommen war und klopfte, war er froh, dass weder Kreacher, noch Dobby oder Winky da waren und ihn herzlich begrüßen wollten.
Ein alter Hauself, mit schon gräulicher Haut öffnete die Tür und verbeugte sich tief, in seinem Kartoffelsack oder was auch immer er da trug.
„Bring mir eine Flasche Feuerwhiskey!“, sagte Harry erledigt und sah in die aufgerissenen Augen des Hauselfen.
„Aber Sir, wir dürfen keinen Alkohol an Jugendliche ausgeben.“, sagte der Elf entschuldigend und verbeugte sich noch einmal.
„Ich bin bereits 17 und jetzt her damit!“, fauchte er und sah, wie der Hauself sich erschrocken umdrehte und hastig zu einem kleinen Schrank wuselte, um eine Flasche bräunlicher Flüssigkeit zu holen und sie ihm in die Hand drückte.
„Bitte, Sir, verraten sie nicht, dass Marrow Ihnen das Zeug gegeben hat. Man wird ihn sonst mit Kleidung strafen.“, jammerte der alte Elf und zog den Sack enger um sich.
„Nein, werde ich nicht!“, sagte Harry und versuchte sich zusammenzureißen, damit seine ehrlich gemeinten Worte auch so klangen.
Der Hauself schloss mit einem freudigen Nicken und einer letzten Verbeugung die Tür, während Harry sich wieder nach oben begab.
Irgendwann, die Flasche freizügig in seiner Hand haltend, betrat er ein leeres Klassenzimmer, stellte die Flasche auf ein Fensterbrett, schloss die Tür und versiegelte sie magisch.

Er setzte sich auf das kühlende Fensterbrett und öffnete die Flasche.
Dann nahm er einen kräftigen ersten Hieb, der ihn husten ließ und warf seine Stirn gegen das kalte Glas, während der Feuerwhiskey brennend seinen Rachen, seinen Hals und seine Speiseröhre hinab lief.
Eine erste Träne rollte an seiner Wange hinab, so dass er noch einen weiteren Schluck nahm, um sich selbst zu betäuben.
Die Gedanken überschlugen sich jetzt, wo er ruhig da saß und aus dem Fenster auf den weiten See und die Ländereien von Hogwarts blickte.
Padma Patil und seine Freundin.
Padma Patil und seine Freundin.
Padma Patil und seine Freundin.
Die Gedanken brannten sich in sein Hirn und er sah Bilder vor sich aufkommen, wie Ginny leise an Padmas Körper stöhnte.
Er schüttelte den Kopf, weil er dieses Bild so abstoßen und so skurril fand, dass er schon wieder lachend schnauben musste.
Normalerweise hörte sich das erregend an. Unglaublich heiß, absolut abgefahren...
Doch es ekelte ihn an.
Sie war seine Freundin und sie sollte mit ihm im Bett liegen. Sie sollte ihm loyal und treu sein, so wie er es ihr gegenüber war, weil er sie liebte, verehrte, vergötterte.
Doch für sie war das anscheinend anders.
Wieder nahm er einen Schluck und spürte jetzt, wie seine Beine leicht kribbelten und schwer wurden angesichts des Alkohols, der durch sein Blut schoss.
Er wollte nicht darüber nachdenken. Wollte es verdrängen, wie er es immer tat.
Was hatte sie, was er nicht hatte? Das war eine dermaßen blöde Frage, dass er noch einen Schluck nehmen musste und wieder den Kopf schüttelte.
Das konnte man nicht vergleichen. Sie war eine Frau, er ein Mann.
Vielleicht hat Ginny in der Zwischenzeit rausgefunden, dass sie mehr auf Frauen abfährt.
Dann hatte es keinen Sinn noch weiter darüber nachzudenken, dachte er und setzte die Flasche erneut an. Aber er liebte sie doch. Er liebte es, wenn sie lächelte. Er liebte es, wenn sie ihn küsste. Er liebte es, wenn sie sich das Haar zurück strich, wenn sie wutentbrannt auf ihren Bruder losging, wenn sie leise und vor Aufregung keuchte, wenn sie ihn mit einem liebevollen Blick bedachte. Er liebte einfach alles an ihr. Er liebte sie.

Doch sie liebte ihn anscheinend nicht. Er fragte sich, während er die Flasche bald zur Hälfte geleert hatte, was von dem, was sie ihm gezeigt und gegeben hatte, echt und aufrichtig gewesen war.
Er versuchte sich in Erinnerung zu rufen, seid wann sie so eigenartig gewesen war, um das genaue Datum ausfindig zu machen, doch es fiel ihm beim besten Willen kein entsprechender Tag ein und er verfluchte sich selbst dafür, dass er sie nicht danach gefragt hatte.
Er schloss die Augen und schob die Flasche, als wäre es völlig normal, wieder an seine Lippen, die feurig brannten und seinen Schmerz betäubten.
Und während die Flasche immer leerer wurde und seine Gedanken immer schwammiger, verbannte er sie in die tiefste und hinterste Schublade in seinem Kopf, um niemandem auch nur ein Fünkchen Angriffsfläche zu bieten.

Als er nach einer Weile, in der er es geschafft hatte, nichts zu denken und zu fühlen, außer dem Alkohol, der seine Venen durchflutete, stand er auf.
Er schwankte, seine Beine knickten ein und er spürte die angenehme Leichtigkeit, die nur Alkohol in seinem Körper ausbreiten konnte.
Taumelnd durchquerte er den Raum, murmelte den magischen Spruch, so dass die Tür sich laut öffnete und gegen die Wand krachte.

Er ging immer wieder einknickend ein wenig voran und bog in den nächstbesten Gang, der wie er feststellte ein Geheimgang zum Gryffindorturm war. Lächelnd ging er voran, während sein Blick immer wieder verschwamm und sich klärte.
„Potter?“, schnarrte eine Stimme von ganz weit weg.
„Was das?“, konnte Harry gerade noch hervorbringen. Doch niemand antwortete.
Irgendetwas kam auf Harry zu, doch er konnte durch die Mengen Alkohol fast gar nichts sehen, außer einem hellen Schimmer.
„Wer da?“, fragte er nun leicht lallend, während er sich langsam nach vorn tastete.
„Potter, was, zum Henker, machst du hier?“, schnitt sich die Stimme tiefer unter seine Haut.
„Maf-foy? Bissu das?“, fragte er und stützte sich mit einem Arm an der Wand ab, um die Augen zusammenzukneifen und sein Gegenüber besser sehen zu können.

„Wie viel hast du getrunken, Potter?“, fragte Malfoy ruhig und doch grinste er hämisch.
Eigentlich hatte Draco nur ein wenig durchs Schloss streifen wollen, sich ein wenig abreagieren wollen, angesichts des erneuten Streites mit seinem besten Freund, Blaise Zabini.
Dieser hatte es doch tatsächlich geschafft, ihn erneut zum Toben zu bringen, indem er ihn vor versammelter Slytherin-Gemeinschaft bloß gestellt hatte.
Was konnte er dafür, dass die Natur seinen Lauf nahm? Was war so schlimm daran, morgens mit genau den männlichen Problemen in den südlichen Regionen seines Körpers aufzuwachen?
Halb erzürnt, halb über sich selbst lachend, schnaubte er und verfluchte seinen Körper für die nächtlichen Eskapaden, während er sich lässig mit der Schulter an eine Wand lehnte und die Arme vor der Brust verschränkte.
Er zog seine Gedanken wieder zurück auf das Schauspiel, das sich gerade vor ihm ergab.
Meine Güte!, dachte er, Harry Potter, total betrunken, mitten im dunklen Gang und mit tiefen Augenringen stand vor ihm und versuchte immer noch zu erkennen, ob der Slytherin wirklich vor ihm stand.
Wieder musste er schnauben, denn diese Situation war derart eigenartig, dass es einfach nur lachhaft war.

„Maf-foy...Was machst’n du hier?“, fragte Harry beschwipst und registrierte gar nicht, wer da wirklich vor ihm stand.
„Dasselbe könnte ich dich fragen, Potter. Immerhin läufst du betrunken durch die Gänge.“
Endlich konnte Harry ihn richtig erkennen. Arrogant grinsend und die Arme verschränkt lehnte Malfoy an der Wand und besah ihn von oben bis unten.
„Halt’s Maul, Maf-foy...Du hast mir gar nichts zu sagen...“, raunte er jetzt laut und wollte sich schon wieder umdrehen, um in seinen Schlafsaal zu torkeln und sich noch ein wenig Würde zu bewahren.
„Scheiße...“, lachte Draco und schüttelte den Kopf angesichts diesen Anblickes, von dem er nicht mal geträumt hatte.
Harry Potter, Goldjunge von Gryffindor, Retter der Zaubererwelt, betrunken und völlig fertig in den dunklen Gängen von Hogwarts. Dieser Gedanke brannte sich in sein Hirn und er kam von diesem Anblick einfach nicht los.

Ein Gedankenblitz schoss durch Dracos Körper.
Draco wusste nicht, ob er es tun sollte, es sagen sollte, oder es einfach bleiben lassen sollte.
Immerhin wusste nicht jeder von seiner Neigung für das andere Geschlecht. Mal abgesehen von Blaise, der selbst auch schwul war und mit seinem Freund ständig vor seiner Nase rumturtelte.
Aber das hier wäre eine offene Ankündigung seiner, Dracos, tiefster Gefühlswelt, wenn er das Risiko jetzt eingehen würde.
Zudem wusste er nicht wirklich, wie Potter reagieren würde. Nicht, dass es ihn stören würde, wenn er sich wehren oder gar weigern würde. Ganz im Gegenteil, er liebte die Kontrolle über einen Menschen und er liebte es seine Spielchen mit diesem zu treiben, bis er am Rande der Ohnmacht stand.
Dennoch könnte Potter sich als Plaudertasche erweisen, indem er der ganzen Schule erzählte, was Sache war.
Aber mal ehrlich: Es wurde langsam Zeit für ein Outing und wie Potter da gerade vor ihm stand, völlig alkoholisiert, erledigt und fast weggetreten würde er eine leichte Beute abgeben, die zudem auch noch unglaublich attraktiv in seinem jugendlichen Leichtsinn wirkte.
Natürlich war Harry Potter, was das Aussehen betraf, eine echt Granate, betrachtete man seine starken Arme, sein markantes Gesicht (selbst mit dieser hässlichen Brille) und seine herbe, männliche Figur, die Draco schon öfter unten am See beobachtet hatte.
Was den Charakter Potters anging, so war Draco sich nicht ganz sicher, was er denken sollte. Immerhin hatte Potter ihm das Leben gerettet. Und er hatte ihm dafür gedankt.
Flüchtig und peinlich berührt, aber ernst gemeint.
Er erinnerte sich noch sehr lebhaft an die Szene, als er, Draco, auf ihn, Harry, zugetreten war und ihm die Hand gereicht hatte, um endlich Frieden zu schließen. Nur widerwillig hatte Potter sie ergriffen und etwas halbherzig genickt, als wäre ihm schon wichtig gewesen, dass die Sticheleien und Angriffe gegeneinander endlich aufhörten, doch der Hass in ihm einfach noch zu tief saß.
Seid diesem Augenblick waren sie einander aus dem Weg gegangen, um nicht in alte Muster zu verfallen und der Versuchung zu widerstehen.

Langsam begann das Kribbeln in seinem Kopf einzusetzen und sein Unterleib zog sich voller Vorfreude zusammen, denn Potter hatte es geschafft, sich aufrecht hinzustellen und ihn mit zusammengekniffenen Augen, als könne er ihn immer noch nicht richtig erkennen, anzublicken.
Da war kein Hass, keine Scheu in seinem Gesicht zu sehen. Es war einfach nur Neugier und vielleicht ein wenig Angriffslust.

Das war einfach zu einfach. Aber diese Chance würde er sich trotzdem nie entgehen lassen.

„Potter!?“, knurrte er und ging einen Schritt auf diesen zu.
„Was willst du?“, lallte dieser ihm entgegen und musste sich heftig atmend gegen die kühle Wand hinter ihm lehnen, um nicht umzufallen.
„Ich will dich!“, raunte er.

Flashback Ende


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So, das wärs dann erstmal.

Beim nächsten Mal muss leider ein Passwort her, weil ich einfach nicht verantworten kann, dass der weitere Verlauf von Unter-18-Jährigen gelesen wird.


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