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Fanfiction

Feuer gegen Eis - Kapitel 3 - Wut gegen Berechnung

von niobe87

Und gut gelaunt geht es weiter in der Runde gestörter Kinder.

Vielen Dank an die wunderbaren Kommentare von:

Konstantin und Marry

Und ab geht's.....



Kapitel 3 – Wut gegen Berechnung



Harry wankte in Richtung Gryffindorturm.
Eine seiner Hände war fest um seinen Bauch geschlungen, der so heftig schmerzte, dass er vermutete innere Verletzungen davon getragen zu haben.
Seine andere Hand nutze er, um sich an den Wänden, die wie Schleier an ihm vorbei zogen, abzustützen.
Immer wieder stolperte er oder musste kurz innehalten, um gegen den Schmerz, der seinen gesamten Körper erfasst hatte, zu kämpfen.
Er wollte nicht denken, nicht fühlen, nicht atmen.
Dies waren Dinge, die ihm noch mehr weh taten, und die er schleunigst verdrängen musste. Doch immer wieder traten Bild- und Wortfetzen vor seine Augen, so dass er sich hinter eine der zahlreichen Rüstungen kniete und sich übergab. Minutenlang würgte er und erbrach sich, während das Schwindelgefühl wieder zu nahm und kleine Sterne vor ihm auffunkelten.
Als er wieder aufgestanden war und weiter ging, war er froh, dass alles aus ihm raus war. Es linderte die Scham und den Ekel, die in seinem Magen Saltos tanzten.
Als er den Gemeinschaftsraum betrat, war er erleichtert, dass kaum jemand da war. Er konzentrierte sich mit all seiner Kraft auf seine Füße und ging zielstrebig auf die Treppen zum Schlafsaal zu.
Er konnte einige Zweitklässler erkennen, die zitternd die Hand hoben und auf ihn deuteten.
Er musste schrecklich aussehen, doch es war ihm egal. Er wollte nur in sein behütetes Bett. Weg von den Problemen, den Gefühlen, den Schmerzen und den Schwierigkeiten.
Er legte eine Hand auf die Klinke und drückte sie herunter.
„Nein, ich gebe ihn nicht auf.“, hörte er Ginnys Stimme, die anscheinend vor Rons Bett stehen musste. Er konnte nur verschwommen erkennen, dass Ron daneben stand, weil ihm das feurige Rot seiner Haare in den Augen brannte.
„Harry, ich wusste nicht....“, doch Ron stockte, als er Harry vor sich sah. „Oh, verdammt!“
„Harry!“, kreischte Ginny hysterisch. „Was ist mit dir passiert?“
Beide kamen sofort auf ihn zu geeilt und wollten ihm helfen.
Als Ginny ihre Hand hob, um seine Wange zu berühren, spürte er, dass er es nicht wollte und zog sein Gesicht ruckartig weg. Er wollte nicht, dass sie ihn anfasste, wollte keinen von ihnen sehen.
Er wollte nur seine Ruhe. Allein sein. Schlafen. Und nie mehr aufwachen.
„Raus.“, sagte er tonlos.
Kein Knurren, kein Schreien entwich seinem Mund. Es klang eher wie eine Feststellung.
„Aber Harry...Siehst du nicht....“ Ginny stockte, als Harry ihr mit einem Blick gebot zu schweigen.
Ron verstand sofort und nickte ihm zu, während er Ginny an den Schultern packte und sie nach draußen bugsieren wollte.
„RON! Nimm deine Finger weg!“, schrie sie ihrem Bruder entgegen und riss sich von ihm los, um Harrys Hand zu packen und sich vor ihn zu schieben.
„Harry? Was ist passiert?“, fragte sie leise und voller Angst.
Scheiße, musste er schlecht aussehen.
Er sah ihr in die Augen und wusste, dass sein kalter, verschlossener Blick ihr Unbehagen bereitete und ihr Tränen in die Augen trieb.
Wieder packte Ron seine Schwester an den Schultern und schaffte es tatsächlich sie aus dem Schlafsaal zu bringen. Doch bevor er die Tür schloss, legte er eine Hand auf Harrys Schulter, so dass Harry den Kopf, den er gesenkt hatte, weil er keine Kraft mehr hatte, hysterische Schreie und Mitleid zu ertragen, hob und ihm kurz zunickte, was nichts weiter, als Danke bedeuten sollte.
Als er allein im Zimmer war lehnte er sich tief durchatmend an die Tür und schloss die Augen.
Er gab sich einen Ruck, weil er nur noch in die weichen Federn seines Bettes fallen wollte, und lief ein paar Schritte nach vorn, konnte allerdings nicht an dem großen Spiegel, dessen Spiegelbild ihn förmlich zwang sich selbst zu betrachten, vorbeigehen.
Er blieb stehen und besah sich.
Hatte er vor ein paar Stunden noch mit einem Hauch von Stolz vor diesem gestanden, um seine Umhänge zu betrachten, blickte ihm nun ein gebrochener Mann entgegen, der nicht mehr wusste, was genau er eigentlich falsch gemacht hatte, dass er so bestraft wurde.
Seine Hose saß mehr schlecht als recht, dadurch, dass er sie vor ein paar Minuten einfach nur schnell wieder anziehen wollte. Seine Schultern hingen tief nach unten, weil er einfach keine Kraft mehr hatte, sie zu regen.
Seine Hände waren rau und trocken, während seine Finger blutig waren und sich unter seinen Nägeln einige Teile der Wand wiederfanden.
Doch sein Gesicht war das auffälligste Anzeichen für die Gewalt, die ihm angetan wurde.
Unter seinen Augenlidern hatten sich tiefe Furchen gebildet, als hätte er seit Tagen nicht mehr geschlafen, seine Haut war fahl, wie die eines Toten und auf einer seiner Wangen befand sich eine große offene Wunde, die rot und wund glänzte und von seiner Notwehr gegen Malfoy stammte.
Er lockerte seine Krawatte und ließ sie langsam zu Boden gleiten.
Er wollte nicht wissen, was ihn noch erwartete, wenn er sich seiner restlichen Sachen entledigte, und so drehte er sich weg vom Spiegel und trat noch einen Schritt näher auf sein Bett zu, während er sich den Umhang vom Körper riss.
Er roch so widerlich nach Malfoy, dass ihm fast schon wieder schlecht wurde.
Doch er hatte keine Energie mehr, um sich unter die Dusche zu schleppen und auch keine Gewalt mehr über seinen Körper, so dass er einfach nach vorn in sein Bett fiel.
Und, als hätte jemand seine Gebete erhört, folgten seinem kleinen Schwächeanfall keine Wort- oder Bildfetzen mehr. Er sank fast sofort in einen tiefen, festen Schlaf, der ihn erst einige Stunden später aufwachen lassen würde.

Draco betrat ruhig und zufrieden mit sich und der Welt den Slytherin-Gemeinschaftsraum.
Potters Stimme hallte noch immer in seinem Kopf wider und lähmte seine restlichen Gedanken.
Leicht lächelnd setzte er sich in einen samtgrün-bezogenen Sessel und schlug ein Bein über das andere.
Stöhnend lehnte er sich weit zurück und schloss die Augen.
Was für ein aufregender Abend, was für ein aufregendes Spiel.
Das könnte er öfter spielen, dachte Draco für sich und drückte sich tiefer in die Kissen des Sessels.
Dass einige Slytherins ihn irritiert ansahen und andere aufsprangen und gingen, als sie ihn gesehen hatte, konnte er nicht erkennen. Aber selbst wenn, es wäre ihm egal gewesen.
Er konnte eine Dusche gebrauchen, das stand fest.
Sein Haar klebte an seiner Stirn, seine Klamotten engten ihn und seinen Körper ein, also erhob er sich wieder und ging langsam zu den Duschen, während er sich nebenbei aus seinen Sachen schälte.
Es war ihm vollkommen gleich, dass einige Schüler peinlich berührt zu Boden sahen, als er sich splitternackt zu den Gemeinschaftsduschen schleppte. Auch war es ihm gleich, dass ihn einige Mädchen kichernd und dunkelrot im Gesicht verfolgten.
Er würdigte sie keines Blickes, weil sie es, in seinen Augen, einfach nicht Wert waren. So ziemlich niemand war ihm einen Blick Wert.
Mal abgesehen von Blaise. Und ihm selbst natürlich.
Aber sonst...
Potter vielleicht.
Und während er den Wasserhahn aufdrehte, sich mit den Händen an der Wand abstützte und das kalte Wasser auf seinen Körper niederprasselte, waren seine Gedanken schon wieder bei dem Gryffindor.
Potter hatte es genossen.
Draco hatte es von vornherein gewusst, doch hatte er nicht ahnen können, dass er ihm so schnell gewähren lassen würde. Zugegeben, er hätte Potter keine Chance gelassen, zu flüchten, aber diese bescheidenen Versuche, sich von ihm selbst loszureißen, waren nicht ganz überzeugend gewesen.
Und dann dieses Stöhnen. Dieser wohlige Klang war einfach zum Dahinschmelzen. Wer hätte geahnt, dass der Retter der Zaubererwelt seine Leidenschaft auf diese betörende Art und Weise ausdrücken konnte. Schon allein bei dem Gedanken an das, wurde Draco schon wieder hart.
Männliche Liebe war einfach das Beste, was ihm passieren konnte.

Flashback

Draco war in den Gängen Hogwarts unterwegs, um seinem besten Freund Blaise Zabini heimlich zu folgen. Es war fast Mitternacht und Draco war erwacht, als er hörte, wie Blaise sich angezogen hatte und dann aus dem Schlafsaal verschwunden war. Draco dachte an ein Duell mit einem Schüler aus einem der anderen Häuser und so zog auch er sich an und machte sich auf den Weg.
Doch als er Blaise eingeholt hatte, sah er, dass er mit einem Jungen an seiner Hand in ein leeres Klassenzimmer verschwunden war.
Irritiert folgte er den beiden.
Als Draco zuerst lauschte und dann die Tür einen Spalt breit öffnete, konnte er seinen Augen kaum trauen.
Da stand sein bester Freund und drängte sich an einen jungen, männlichen Körper, der vor Erregung bebte.
Bevor er wusste, was er da eigentlich sah, schloss er die Tür leise und lehnte sich mit aufgerissenen Augen an die Wand daneben.
Er atmete tief durch und versuchte die Bilder zu ordnen und eine plausible Erklärung für das eben Gesehene zu finden.
Doch er wurde beim besten Willen nicht schlau aus seinem Freund.
Er konnte doch unmöglich schwul sein. Er war ein Slytherin. Er war ein durchtriebener, hinterlistiger, kluger und charmanter Slytherin. Er war der Liebling der Lehrer, er wurde von allen Mädchen angehimmelt.
Allerdings, stellte Draco fest, hatte er ihn auch noch nie mit einem Mädchen gesehen.
Nicht mal beim Flirten.
Als das Stöhnen in dem Klassenzimmer lauter wurde und immer deutlicher an Dracos Ohr drang, beschloss er zu gehen.
Das war einfach zu viel für ihn.
Aber schon in der nächsten Nacht erwachte er wieder, als Blaise sich heimlich aus dem Schlafsaal schlich und wieder konnte Draco nicht wiederstehen und folgte ihm.
Dies wiederholte sich Nacht für Nacht und immer wieder beobachtete Draco seinen besten Freund, der jede Nacht einem Schüler beibrachte, was es hieß ein schwuler Slytherin zu sein.
Und nach einigen Wochen sollte etwas geschehen, dass Dracos Empfinden und Denken für immer auf den Kopf stellen sollte.
Denn Draco hatte sich so an dieses Bild von zwei männlichen Körpern „gewöhnt“, dass es fast schon normal war, dem herben Stöhnen und Keuchen aus dem Klassenzimmer zu lauschen, den beiden bebenden Körpern zuzusehen, den Bewegungen zu folgen, so dass er an diesem Abend tatsächlich hart wurde.
Es machte ihn mittlerweile an, was sein bester Freund da trieb.
Dabei sah er meist nur den hinteren Teil seines Freundes (ab und zu auch mal ein Bein oder einen Arm des Anderen), doch dies allein schien an diesem denkwürdigen Tag zu reichen, um Draco fast in den Wahnsinn zu treiben.
Draco beobachtete das Paar an diesem Abend einige Minuten lang bei ihrem Treiben und fand tatsächlich Gefallen an dem, was er da sah.
So abschreckend es in den ersten Momenten auch ausgesehen hatte, diese durchtrainierten Körper, die sich im Einklang bewegten und sich aneinander rieben, hatten etwas Aufregendes und Anziehendes an sich, so dass Draco die Tür ganz öffnete und den Raum betrat.
Blaise schien dies bemerkt zu haben, denn er sah sich plötzlich um. Als ihre Augen sich trafen und die Augen von Blaise dazu noch gefährlich blitzten, wollte Draco erst zurückweichen, entschied sich aber für ein berechenbares, durchdringendes Grinsen, so dass sein bester Freund auch dreckig grinste und von dem Jungen an der Wand zurückwich.
Dieser knurrte enttäuscht auf und drehte den Kopf, um zu erfahren, was da hinter ihm ablief.
Blaise hatte ihm selbst kurz zugenickt und Draco wusste sofort, was er ihm damit sagen wollte.
Draco wollte es so sehr. Sein Körper bebte und seine Hose wurde schon schmerzlich eng.
Doch er war auch unerfahren und unglaublich nervös, ging es hier doch immer noch um Sex zwischen Männern. Was, wenn er etwas falsch machen würde? Was, wenn es ihn anwidern würde?
Doch Blaise hatte sich bereits die Hose nach oben gezogen und kam auf ihn zu.
„Bleib, wo du bist, Ravenclaw!“, knurrte Blaise dem nackten Jungen zu und Draco nickte.
Während Blaise Richtung Tür ging, machte Draco sich kurzerhand auf den Weg zu dem Ravenclaw, so dass beide, als sie auf selber Höhe waren, die Hände hoben und kurz einschlugen.
Blaise verschwand und Draco atmete tief durch, um sich dann hinter den Schwarzhaarigen zu lehnen.
Dass dieser das über sich ergehen ließ, wunderte Draco, denn er hätte so etwas nicht mit sich machen lassen.
Doch wie es schien, war es bei Sex zwischen Männer üblich, auch einfach mal mittendrin die Partner zu wechseln, dachte Draco.
Oder der Ravenclaw brauchte es einfach nur dringend.
Alles ging so schnell, dass Draco kaum noch Erinnerungen an sein erstes „homosexuelles“ Mal hatte.
Nach dieser Nacht vermutete er, dass er insgeheim schon immer irgendwie auf Männer gestanden haben musste, denn er dachte in dieser Zeit auch öfter an Mädchen, die, wie er feststellte, noch nie einen besonderen Eindruck auf ihn gemacht hatten.
Und außerdem wusste er, dass ein Mädchen oder eine Frau, die er schon so nicht wirklich interessant oder gar anziehend fand, ihm genau das geben konnte, was ein Mann ihm gab, der genau wusste, was ein anderer Mann wollte.
Und er glaubte, dass diese Nacht ausschlaggebend für seine weitere Orientierung war, weil er zuvor nie an solche Dinge, Mädchen, Jungen, Sex, Befriedigung ... gedacht hatte und er quasi durch dieses erste Erlebnis an nichts anderes gewöhnt war und dieses ihn quasi „erzogen“ hatte.

Flashback Ende

Draco drehte das Wasser ab, noch immer in Gedanken bei seinen bisherigen sexuellen Erfahrungen mit Männern und zog sich einen Bademantel über.
Langsam ging er in Richtung Schlafsäle, um sich frische Sachen überzuziehen.
Dort angekommen, begrüßte er kurz die momentane Eroberung Blaise’ und grinste dann Blaise selbst zu, dessen Blick noch etwas glasig und doch funkelnd war.
Doch als dieser Draco sah, schüttelte er kurz den Kopf, als würde er seine Gedanken wieder sammeln wollen.
„Na, was hast du wieder mit ihm angestellt?“, fragte Draco dreckig grinsend. „Der glüht ja noch bis morgen früh!“
Blaise stöhnte leise und fuhr mit der Hand durch sein kurzes Haar, während Draco sich auf sein Bett ihm gegenüber setzte.
„Scheiße...“, sagte Blaise leise und fixierte gedankenversunken die silberne Kanne auf dem Fensterbrett, bevor er wieder zu Draco blickte. „Wer hätte geahnt, dass ausgerechnet dieser kleine Gryffindor so verdammt anstößig wäre?“
Bei dem Wort „Gryffindor“ fiel irgendetwas in Dracos Magen acht Stockwerke tiefer und verursachte ein so derbes Kribbeln in seinem Unterleib, dass er tief durchatmete, damit diese Reaktion nicht seinen gesamten Körper erfasste. Er senkte den Kopf.
„Dray?“, fragte Blaise leise lächelnd, „Was hast DU angestellt?“
Irritiert blickte er in die Augen seines besten Freundes und verfluchte sich dafür, dass er so leicht zu durchschauen war.
„Nichts.“, sagte er, konnte es aber nicht lassen, auf seine Unterlippe zu beißen, als Harry wieder vor ihm auftauchte.
„Das sieht aber nicht nach „Nichts“ aus.“, sagte Blaise grinsend. „Wer war es diesmal?“
Draco seufzte, sah kurz zur Seite, um dem bohrenden Blick seines Gegenübers auszuweichen und rieb sich die Handflächen.
Seine Mundwinkel zuckten, seine Augenlider schlossen sich langsam und wieder sah er Harry vor sich. Wie er sich versuchte zu wehren, wie er den Kopf in den Nacken warf.
Er legte eine Hand in seinen eigenen Nacken und massierte ihn leicht, bevor er die Augen öffnete und Blaise wieder in Augen sah.
„Scheiße, Draco...“ sagte Blaise und wusste nicht, ob er lachen oder ernst sein sollte. „Dich hat’s doch nicht etwa erwischt?“
„Vollkommener Quatsch...“, sagte Draco und schüttelte den Kopf. „Es war nur einfach...“ Er verstummte. Er musste diese Gedanken unbedingt loswerden. Sonst konnte er für nichts garantieren.
„Weißt du, wann ich dich das letzte mal so gesehen habe?“, fragte Blaise lachend.
„Wann?“, fragte Draco und nickte ihm zu.
„Noch nie.“, antwortete Blaise so staubtrocken und ernst, dass Draco eine Gänsehaut bekam. „Was ist los mit dir? Sag mir endlich, wer es war.“
„Rate.“, sagte Draco grinsend. „Du wirst es sowieso nicht erraten.“
„Hm...ein Slytherin wird es nicht gewesen sein. Da hast du schon fast jeden durch.“, sagte Blaise frech, worauf er die Hand hob, so dass Draco grinsend einschlug.
„Dafür muss sich ganz Ravenclaw vor dir in Acht nehmen. Zumindest, die männliche Hälfte.“, sagte Draco süffisant grinsend.
„Bleibt also noch Hufflepuff und Gryffindor.“, sagte Blaise und überging die vorherige Bemerkung Dracos. „Und da du noch nie was mit Hufflepuff zu tun haben wolltest und wirst, denke ich, dass auch du dich in die Untiefen von Gryffindor gestürzt hast. Sag schon, wer war es...“
„Meine Lippen sind versiegelt.“, sagte Draco und schüttelte lachend den Kopf.
Komisch, dachte er, außer wenn Blaise dabei war, konnte er nie richtig lachen. Aber sein bester Freund traf den Nagel mit einer solchen Genauigkeit auf den Kopf, dass Draco wusste, hier seine Maske ablegen zu können und auch einmal ohne Vorbehalt lachen zu können.
„Das können wir ändern.“
Blaise stand grinsend auf und kam auf Draco zu. Dessen Herz begann heftig zu schlagen, musste er sich doch noch immer an diese Art von „Angriffen“ gewöhnen. Doch er fing sich schnell wieder und grinste, während Blaise seine Knie neben seinen Beinen auf dem Bett abstützte und eine Hand sich um Dracos Rücken schlang, um ihn nach oben zu ziehen.
Draco leckte sich leicht über die Lippen, während Blaise schon die Augen schloss, um seine Lippen auf die Dracos zu legen und ihn in einen intensiven Kuss zu verwickeln.
Dracos Hände wanderten leicht und zart unter Blaise’ Hemd, um ihn zu reizen, die heiße Haut zu spüren.
Innerlich schüttelte Draco den Kopf. Dass sein bester Freund es aber auch immer wieder versuchen musste. Wusste er doch, dass er keinerlei Chance bei ihm haben würde.
Er wurde unsanft nach hinten geworfen und mit den Handgelenken in die Kissen gedrückt.
Eine Weile genoss Draco Blaise Hände und Zunge auf seiner Haut, wie sie seinen Körper erforschten. Er spürte den heißen Atem auf seiner Haut und spürte die Hitze, die ihm entgegen schlug. Blaise’ Zunge wanderte an seinem Hals nach oben zu seinem Kinn, um Draco wieder stürmisch zu küssen, was ihm fast die Luft zum Atmen nahm. Seine Hände wanderten über seine Brust, über den Bauch zu seinem Hosenbund, doch weiter kam er nicht, hätte Draco sich auch fast gehen lassen, doch er stieß ihn abrupt und lachend von sich weg.
„Vergiss es, Blaise! Das hatten wir schon...“
„Draco! Komm schon!“, sagte Blaise enttäuscht und empört, fing sich aber gleich wieder und lachte.
„Irgendwann, mein Freund, werde ich mich für diese nächtliche Überraschungsaktion rächen.“
„Das werden wir sehen, Blaise.“, sagte Draco selbstsicher und wissend, dass es dazu niemals kommen würde.
Diese Spielchen zwischen ihnen waren aufregend und sicherlich unglaublich heiß, dennoch würden die beiden niemals etwas miteinander anfangen.
Immerhin waren beide dermaßen dominant, dass keiner von beiden es ertragen könnte, dem anderen zu unterliegen. Mal abgesehen von dem einem denkwürdigen Moment, als es Draco tatsächlich gelang, Blaise im Schlaf zu überraschen.
Dennoch würde es immer ein ewiger Kampf sein, was auf Dauer ermüdend wäre.
Das hatten beide schon vor einiger Zeit festgestellt und damit auch für sich festgelegt, dass sie sich niemals um eine Beziehung oder Ähnliches bemühen würden.
Das funktionierte ziemlich gut, denn beide gingen ihre Wege und kamen sich nicht in die Quere.
„Also, Dray?“, holte Blaise ihn wieder aus seinen Gedanken, so dass er aufblickte. Sein bester Freund hatte sich wieder auf sein Bett gesetzt und sich ein wenig nach hinten gelehnt, um sich mit den Ellenbogen abzustützen.
„Wer?“, fragte er und nickte ihm zu.
Draco sah ihm lange in die Augen und überlegte. Er konnte den Namen noch nicht einmal aussprechen, so sehr vermutete er, gleich die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren.
„NEIN!“, sagte Blaise ganz plötzlich. „Nein! Sag mir nicht, du hast mit...“
Draco wusste, dass Blaise es in seinen Augen gelesen hatte.
Er nickte und fuhr mit seiner Hand wieder in den Nacken. Er bemerkte gar nicht, dass seine Wangen zu glühen begannen, weil er sich darauf konzentrierte, seine unteren Körperregionen unter Kontrolle zu halten. Warum tat ihm das dieser Junge nur an?
„Der Goldjunge?“, fragte Blaise erstaunt und überrascht. „Wie, zur Hölle, hast du das denn nur geschafft?“
Draco fing laut und herzhaft an zu lachen.
„Das hättest du mir wohl nicht zugetraut?“, fragte er leise und hob eine Augenbraue.
„Im Leben nicht!“, prustete Blaise los. „Wie hast du es geschafft „Mr. Hetero“ persönlich flachzulegen?“
„Ehrlich gesagt, war es ziemlich einfach.“, sagte Draco und dachte daran, wie er Potter im Gang vorgefunden hatte. „Er war so sturzbetrunken, dass er sich nicht mal wehren konnte.“
Blaise schnaubte und schüttelte den Kopf.
„Hat er es genossen?“
Draco nickte, während er sich sanft und unbewusst über die Lippen leckte. Plötzlich kam ihm der Geruch Potters wieder in den Sinn. So verführerisch. Etwas Herbes und irgendetwas wie Holz oder Moschus.
„Mann, Draco, hör auf damit!“, holte Blaise ihn wieder aus seinen Gedanken. „Du machst mich noch wahnsinnig, wenn du so anzüglich bist!“
Draco sah auf und seine Mundwinkel hoben sich.
„Dieser kleine Mistkerl hat dir ganz schön den Kopf verdreht! Sieh dich nur an! Da stöhnt der Retter der Zaubererwelt einmal in dein Ohr, schon bist du vollkommen durch den Wind! Wenn er so gut ist, sollte ich vielleicht auch mal...“, sagte Blaise.
„Du hast keine Chance bei ihm.“, sagte Draco, während er siegessicher lächelte. „Ich habe ihn angefixt.“
„Glaubst du? Dass ich nicht lache. Keiner kann dem Zabini-Charme wiederstehen.“, grinste Blaise und sah gedankenverloren aus dem Fenster, als würde er sich schon eine Taktik überlegen, um Potter für sich zu gewinnen.
„Vergiss es, Blaise! Noch bin ich nicht fertig mit ihm!“, sagte Draco und seine Augen blitzten seinem besten Freund gefährlich entgegen.
„Ganz ruhig, Dray!“, antwortete Blaise und hob beschwichtigend die Arme, „Er hat es dir ganz schön angetan. Sonst teilst du auch immer.“
Draco zog eine Augenbraue hoch.
„Aber nicht heute, mein Freund. Und jetzt sorg’ dafür, dass der Gemeinschaftsraum sich leert. Ich erwarte Besuch...“
„WAS?“
Draco schnaubte und grinste Blaise entgegen.
„Was glaubst du denn?“, sagte er arrogant, „Meinst du, ich würde so schnell die Finger vom berühmtesten Zauberer der Welt lassen?“
„Schon gut. Aber dann bist du mir was schuldig.“, sagte Zabini überrascht und doch berechnend.
Draco nickte und ging zu seinem Schrank, um sich frische Sachen zu holen.
Eine geschlagene halbe Stunde saß er auf der großen Couch, die mit einem schweren grünen Samtstoff überzogen war, im Gemeinschaftsraum, der bis auf ihn natürlich, vollkommen ausgestorben war. Die Couch, sowie auch Dracos Blick, waren auf die große schwere Tür gerichtet.
Gute Arbeit, dachte Draco und musste sich eingestehen, dass Blaise immer wieder Möglichkeiten fand, alle zu vertreiben, ohne Stinkbomben einzusetzen.
Dann ganz plötzlich, konnte er sich spüren. Diese Aura. Diese Ausstrahlung, die nur einer haben konnte.
Er spürte sie ganz deutlich vor dem großen Portal, dass direkt in den Gemeinschaftsraum und somit direkt zu ihm führte.
„3...2...“, flüsterte er. Dann wurde die schwere Eichentür aufgeschlagen.

Als Harry erwachte, spürte er den Schmerz sofort wieder in seinen Körper zurücktreten, auch wenn es eine Weile dauerte, ehe er verstand, wo dieser eigentlich genau herkam.
Als ihm mit einem Schlag wieder einfiel, was passiert war, fing er an sich im Bett zu krümmen und zu winden.
Dieser Scheißkerl. Dieser verdammte Malfoy.
Harry fluchte laut auf und stand schweren Herzens auf.
Dieser widerliche Gestank nach Slytherin klebte noch immer an ihm. Und er war in seinem Bett, auf seiner Haut...Überall.
Er reinigte sein Bett mit einem Schwenker seines Zauberstabes und kroch dann zu den Duschen.
Als er das Wasser aufdrehte, kehrten zu den Gedanken die Bilder wieder in sein Hirn, so dass er sich schüttelte und eine Gänsehaut bekam.
Er versuchte die Gedanken zu vertreiben. Doch es gelang ihm beim besten Willen nicht.
Warum hatte er ihm das angetan? Was war das überhaupt gewesen?
Neben dem Schmerz kamen die ganzen neuen Empfindungen dazu, die er gespürt hatte, als Malfoy das getan hatte, was er eben getan hatte.
Er konnte es noch nicht einmal aussprechen, so sehr schämte er sich für das, was passiert war.
Doch sein Kopf spielte ihm einen Streich.
Du hattest Sex mit Draco Malfoy. Sex mit Malfoy. Sex. Sex. Sex.
Immer und immer wieder hörte er diese Worte durch seinen Kopf dringen und sein Mark erschüttern.
„Und das Schlimmste ist“, sagte eine kleine Stimme in seinem Kopf, „dass es dir gefallen hat.“
Und dann begann ein erbitterter Kampf in ihm.
„Nein, hat es nicht. Es hat mir nicht gefallen.“
Die trotzige Stimme irgendwo in seinem Hinterkopf hörte aber nicht auf.
„Doch, das hat es. Du hast es richtig genossen.“
„Nein, das habe ich nicht!“
„Hast du dich nicht selbst schreien und stöhnen gehört, Harry Potter? Und immerhin bist du gekommen.“
„NEIN!“, schrie sein Innerstes.
Alles in ihm schrie nach Vergeltung.
Er drehte das Wasser ab und vertrieb die anzüglichen, peinlichen Gedanken, um Platz für nur diesen einen Gedanken zu haben.
Schnellen Schrittes und immer mehr in Rage lief er zurück zu seinem Schrank im Schlafsaal und kramte einen beliebigen Umhang heraus, um ihn rasant überzuziehen.
Er konnte es selbst kaum glauben, wie schnell er aus dem Gryffindorturm raus war und durch das Schloss hetzte, um endlich das zu bekommen, was ein tiefes Loch in sein Herz fraß und sich an seinen Eingeweiden labte.
Er ballte die Hände zu Fäusten, während seine Schritte sich immer weiter beschleunigten. Er konnte an nichts anderes mehr denken. Weder an das was war, noch an das, was er jetzt vorhatte. Nur ein Gedanke drang immer wieder an sein Ohr.
Rache.
Er würde es ihm heim zahlen.
Und dafür würde er seinen Zauberstab noch nicht einmal brauchen. Er würde Malfoy mit seinen bloßen Händen erwürgen.
Er zwang sich wieder, sich voll und ganz auf seine Rachegelüste zu konzentrieren, um nicht doch noch einen Rückzieher zu machen. Vernunft und Angst waren hier fehl am Platz. Nicht bei dem, was Malfoy ihm angetan hatte.
Zitternd und bebend vor Wut kam er unten in den Kerkern an und stand vor der steinernen Wand, die in den Slytherin-Gemeinschaftsraum führte.
Er stockte.
Er kannte das Passwort nicht. Er kannte auch niemanden, der es wissen konnte. Woher, verdammt, sollte er das Passwort herbekommen? Er...
DIESER DRECKSKERL! Er hatte gewusst, dass er hierher kommen würde. Malfoy wusste, dass Harry über kurz oder lang hier runter kommen würde.
Seine Wut steigerte sich noch weiter, so dass all sein Blut in seine geballten Fäuste und in sein Gesicht zu schießen schien.
Er presste die Luft hart aus und flüsterte der Wand das Passwort zu, dass er noch vorhin von Malfoy selbst erfahren hatte.
„Salazar.“
Langsam und hallend öffnete sich die Steinwand und gab den Blick auf eine große dunkellackierte Eichentür frei. Harry durchschritt die nun geöffnete Wand und wappnete sich für das, was jetzt kommen würde.
Er spürte, wie sein Puls raste, sein Atem sich noch mehr beschleunigte und seine Augen sich zu Schlitzen verengten.
Er drückte die schwere Eichentür herunter, so dass das große Portal aufschwang und er direkt auf eine große samtgrün-überzogene Couch blickte.
„...1...“


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