
von niobe87
So und weiter gehts....
Kapitel 5 – Verwirrung gegen Erkenntnis
Draco brauchte einige Sekunden bis er realisierte, was so eben passiert war. Er hatte die Augen wieder geschlossen und hing schlapp und entkräftet in den Kissen.
Er atmete heftig ein und aus, während er spürte, dass das Gewicht auf seinen Knien nachließ.
Seine Arme hatte er über die Lehne gelegt, so dass das Heben und Senken seines Brustkorbes noch deutlicher und kraftvoller aussah.
Er hob den Kopf an und öffnete schweren Herzens die Augen.
Potter stand direkt vor ihm und ihm war nichts mehr von seinem Ausbruch anzusehen. Im Gegenteil.
Er sah Potter direkt in die Augen und konnte sehen, dass diese um Einiges mehr funkelten, als noch vor ein paar Minuten.
Seine Gesichtszüge waren verhärtet und ein süffisantes, fast überlegenes Grinsen umspielte seine Lippen.
Den Kopf leicht gesenkt, starrte der Gryffindor Draco einfach nur an. Es war nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nur ein starr auf ihn selbst gerichteter Blick, dem weder ein Blinzeln oder irgendeine Bewegung folgten.
Potters Hemd war halb geöffnet, was daran liegen musste, dass die Knöpfe einfach abgesprungen waren, nachdem er unsanft auf der Couch gelandet war.
Auch er atmete etwas heftiger, doch er war nichts im Vergleich zu Draco, der versuchte, alle Luft, die ihm aus der Lunge gepresst worden war, mit einem Mal wieder hineinzulassen.
Doch wie Potter da so vor ihm stand, berechnend grinsend, kräftig atmend und vor allem mit einem Blick, der dunkler wirkte ale je zuvor, bereitete Draco Unbehagen.
Er war plötzlich nicht mehr mit der mickrigen, wehrlosen Person im Korridor vergleichbar. Es sah so aus, als hätte er eine Einhundertachtziggraddrehung gemacht.
Dann hob Potter seinen Zauberstab und für den Bruchteil einer Sekunde dachte Draco, dass Potter ihn kräftig durchhexen wollte, doch der Stab legte sich sachte auf Potters Wange und, ohne dass Potter auch nur einen Mucks von sich gab, heilte sich die Wunde auf seiner Wange allein, während Potter selbst Draco noch immer fixiert hatte und sein restlicher Körper keinen Anstalten machte, irgendetwas zu tun.
Er wirkte abgeklärt, berechnend und undurchschaubar. Vielleicht sogar ein bisschen irre.
Irgendetwas musste sich verändert haben, dass Potters Augen auf einmal aus einem einzigen Funkeln bestanden, das sicherlich die gesamte Umgebung verschlingen könnte, wenn Potter es wollte.
Irritiert und schockiert sah Draco zu Boden, während sich sein Magen vor Spannung zusammenzog. Das konnte nichts Gutes bedeuten.
Er konnte nicht sehen, wie sich Potters rechter Mundwinkel noch ein wenig weiter nach oben schob.
Er konnte auch nicht sehen, dass Potter seinen Umhang und seine Brille schnappte und sich umdrehte.
Sein Blick war so dermaßen auf die schwarzen Kachelfließen am Boden gerichtet, so dass er nur das flackernde Licht des Kaminfeuers in ihnen sehen konnte.
Doch als Draco flüchtige Bewegungen vernahm, ruckte sein Kopf wieder nach oben und er sah, wie Potter ging.
Er ging einfach davon. Ohne Worte. Ohne Abschied. Ohne jegliches Zeichen der Wahrnehmung.
In Dracos Kopf setzte augenblicklich ein wildes Surren ein, dass sich in ein hohes Klingeln verwandelte und sein Blut zum Brodeln brachte.
Wie konnte er es wagen?
Sein Puls jagte in die Höhe und er war drauf und dran aufzuspringen und Potter nachzulaufen.
Doch als er sich erhob und einen Schritt laufen wollte, merkte er, dass seine Beine irgendwie an einander klebten und er verlor das Gleichgewicht.
Er stürzte mit einem lauten Krach zu Boden und brauchte eine Schrecksekunde, um zu realisieren, was gerade passiert war.
Mit einem verruchten Lächeln auf den Lippen wanderte Harry durch die ausgestorbenen Gänge Hogwarts.
Es war tiefste Nacht, so dass weder Mensch noch Geist seinen Weg kreuzte und er in Ruhe und zutiefst befriedigt zurück in seinen Schlafsaal schlendern konnte.
Er wusste, dass er sich schon morgen für diese Nacht hassen würde, doch nicht jetzt.
Jetzt genoss er das Gefühl, die Oberhand behalten zu haben, die Kontrolle über Malfoy behalten zu haben.
Er wusste nicht, warum er sich so gut fühlte, doch er kostete jede Sekunde aus, die er dieses Gefühl noch hatte.
Harry fühlte sich stark und mächtig.
Ihm war, als ob er die Peitschende Weide ausreißen oder einen Hippogreif stemmen könnte.
Jede Faser seines Körpers schrie nach mehr.
Malfoy so unkontrolliert und machtlos unter sich zu sehen hatte in ihm irgendetwas gerührt, dass sich nun wie ein unersättliches Monster an die Oberfläche kämpfen und Besitz von ihm nehmen wollte.
Doch Malfoy so atem- und wehrlos auf dem Sofa liegen zu sehen, während er einfach ging, hatte schon etwas Besonderes.
Ein Malfoy am Ende seiner Kräfte...
Eine Hand wanderte hoch zu seinem Kopf und fuhr durch sein strubbeliges Haar, während er tief und lange seufzte, so dass es an den kalten Wänden abprallte und noch lange in seinen Ohren tönte.
Er wollte mehr von diesem unglaublichen Gefühl der Macht.
Er wollte mehr von dieser Welle der Empfindungen, die ihn erfasst hatte, als er Malfoy nur berührt hatte.
Zugegeben: Es war komisch gewesen, Malfoy so verdammt nah zu kommen, seine intimsten Körperregionen zu berühren. An seiner Erregung zu saugen.
Doch nachdem er den ersten Schock, die ersten wundersamen Berührungen, den ersten Strom der Hitze überwunden hatte, hatte er tatsächlich Gefallen daran gefunden, Malfoy so offensichtlich zu reizen, dass er selbst beinahe in seine Hose gekommen wäre.
Irgendwie hatte er gewusst, was er tun musste. Denn immerhin hätte er es selbst auch so gewollt. So und nicht anders.
Er spürte, wie nur diese Erinnerung allein ihn wieder hart werden ließ und er hoffte, schnellstmöglich im Schlafsaal anzukommen, um seinem Körper endlich Erlösung zu verschaffen.
Seine Schritte beschleunigten sich, wie auch sein Herz- und Pulsschlag, während die Geräusche, die er machte, an den Wänden hängen blieben und die Stille erstickten.
Und er sah Malfoys glühende Wangen, sein feuchtes Haar und das abwesende Funkeln in seinen Augen, kurz bevor er gekommen war.
„Scheiße...“, knurrte er leise, als er sein vor seinem Bett stand und sich die Klamotten vom Körper riss.
Er wusste, dass nicht mehr viel zu tun war, um das zu bekommen, was er jetzt am meisten brauchte.
Also verkroch er sich unter seine Bettdecke und horchte noch einmal, ob die Übrigen im Schlafsaal auch ruhig und gleichmäßig atmeten, um seine Hand dann langsam unter den Bund seiner Shorts gleiten zu lassen.
Malfoys Gesicht war das Einzige, an das er jetzt zu denken brauchte...
Fluchend und schnaubend saß Malfoy auf dem Sofa im Slytherin-Gemeinschaftsraum.
Ein lachender und ungehaltener Zabini neben ihm.
„Beinklammerfluch...“, presste er hervor und schüttelte sich vor Lachen. „Und du hast es nicht einmal bemerkt!“
Zabini hatte Malfoy schreien hören und war sofort herbei geeilt, um seinem Freund zu Hilfe zu kommen.
Er hatte ihm aufgeholfen und den Fluch gelöst, bevor er in unkontrolliertes Lachen ausgebrochen war.
Potter hatte ihn doch tatsächlich verhext. Und das auch noch unausgesprochen.
Es musste passiert sein, als der Gryffindor seine eigene Wange geheilt hatte.
„Halt den Mund, Zabini!“, presste auch Draco hervor, allerdings nicht vor Lachen, sondern vor Zorn, der durch seine Adern gepumpt wurde und ihn fast von Innen her auffraß. „Wie konnte er es wagen...“
„Was?“, fragte Blaise irritiert und stoppte in seiner Schadenfreude. „Dich zu verfluchen?“
Kurz lachte er stechend auf.
„Lass uns überlegen, Dray! Du hast ihn im Korridor überwältigt und zum Sex gezwungen! Du hast ihn willentlich hier her geholt und ihn dazu gebracht, die Kontrolle zu verlieren! Du hast ihn beinahe ein zweites Mal zu etwas gezwungen, dass er nicht wollte! Du hast seine Welt vollkommen auf den Kopf gestellt! Soll ich weitermachen?“, unterbrach Blaise seine Aufzählung.
„Und ich dachte schon, es wäre wegen Voldemort!“, sagte Draco ironisch und musste selbst kurz grinsen, angesichts dieses bescheuerten Witzes.
Trotzdem verschränkte Draco die Arme und verengte seine Augen zu Schlitzen, während er fieberhaft überlegte, ob Zabini die Wahrheit sagte.
„Du meinst, er wollte das alles gar nicht?“
„Hallo?! Glaubst du wirklich, dass Harry Potter schwul ist und ausgerechnet von dir flachgelegt werden will?“
„Aber er hat...nicht aufgehört...“
„Jeder hat mal einen Aussetzer.“
„Aber er hat sich nicht gewehrt.“
„Du bist nun mal sehr stark, wenn es um so etwas geht.“
„Aber...aber...Es hat ihm gefallen.“
„Nein, Draco.“, sagte Blaise halb überrascht, halb aufgebracht. „Das hat es nicht. Bist du nur so blind? Nach all dem, was zwischen euch steht, was passiert ist, glaubst du wirklich, dass du ihm ein bisschen Gewalt antun kannst und er dann gleich auf dich fliegt. Ich glaube, diese Nummer zieht beim Retter der Zaubererwelt nicht.“, sagte Blaise sarkastisch, während er eine Augenbraue hochzog, ein Bein über das andere schlug und sich zu Draco drehte.
„Du irrst dich.“, sagte Draco felsenfest überzeugt und sah Blaise in die Augen. „Es gefällt ihm sehr wohl, unter meiner Kontrolle zu stehen...“
„Na, dann irre ich mich eben. Ich, jedenfalls, werde jetzt ins Bett gehen. War ziemlich aufregend, euch zuzusehen.“, sagte er und seufzte, während er gedankenversunken an die gegenüberliegende Wand schaute.
„Dafür sind wir quitt.“, sagte Draco und auch er starrte an die Wand, die ihm gegenüber war, „Was den Gemeinschaftsraum angeht.“
Langsam erhob sich Blaise und klopfte Draco dabei noch einmal kräftig auf den Oberschenkel.
„Gute Nacht!“, sagte er und verabschiedete sich von Draco.
Dieser hob die Hand und wandte den Blick nicht von der kalten Wand ab.
„Ach Dray?“, hörte er Zabinis Stimme von ganz weit weg, so dass er seinen Blick von den Steinen zog und den Kopf drehte, um Blaise auf dem obersten Treppenansatz wiederzufinden.
„Hm?“
„Bist du dir sicher, dass Potter unter deiner Kontrolle steht? Oder ist es doch eher umgedreht?“
Mit diesen Worten verschwand Blaise und hinterließ einen ziemlich verwirrten Draco.
Er bewegte den Kopf hin und her, um seinen Nacken ein wenig zu lockern, während seine Augen sich automatisch zusammenkniffen.
Hatte Blaise recht? Hatte Potter ihn unter Kontrolle?
Immerhin. Potters Aktion vorhin hätte auch gestellt sein können. So plötzlich in haltlosen Schluchzen zu verfallen, war schon eigenartig gewesen.
Eigentlich waren doch Frauen die guten Schauspieler.
Doch komisch war es schon gewesen. Auch, wie schnell er sich von diesem Schock wieder erholt hatte.
Doch was noch viel komischer war, war die Tatsache, dass er dieser emotionalen Reaktion so schnell nachgegeben hatte.
Er wusste nicht, warum er Potter dies hatte durchgehen lassen. Immerhin war er nicht gerade für seine Gnade bekannt.
Er holte sich, was er wollte und wann er es wollte.
Er war Draco Malfoy. Er musste sich von nichts und niemandem stoppen lassen.
Doch vor allem durfte der heimlich von den Slytherins gekrönte Prinz keine von diesen Gefühlen und Emotionen selbst zulassen.
Er hasste sich selbst dafür, dass er seinen Prinzipien untreu gewesen war und sich von Potter hatte beeinflussen lassen.
Seine Leute würden ihn steinigen.
Er war so dumm gewesen, auf Potter reinzufallen.
Potter hatte seinen kleinen Ausbruch nur gespielt, um Draco zu entgehen und Draco hatte ihn gewähren lassen.
Scheiße...“, fluchte er leise, während die eiskalte Wahrheit ihm hart ins Gesicht zu schlagen schien.
Die Maske aus Hass, Zorn, Kälte und Gefühllosigkeit zog sich enger um ihn und betäubte jegliches Mitgefühl für Potter.
Was ging es ihn an, ob Potter Probleme hatte? Was kümmerte es ihn, wenn Potter, etwas nicht wollte?
Seine Augen öffneten sich mit einem Mal und fixierten das große Eichenportal.
Der Eisprinz von Slytherin würde sich vom Goldjungen Gryffindors jedenfalls nichts mehr gefallen lassen.
Als Harry erwachte war es schon später Vormittag.
Der Schlafsaal war leer, als er sich erhob, sich mit den Armen auf dem Bett abstützte und aus dem Fenster blickte.
Er sah blauen Himmel und kleine Wölkchen, während er hörte, dass sich die meisten Schüler auf den Ländereien rumtrieben und lachten, lernten oder schwatzten.
Es war ein schöner Sonntagmorgen, dachte Harry noch, bevor seine Erinnerung zurückkam.
Seine Arme knickten kaum merklich ein, als er sich an Malfoy und die letzte Nacht erinnerte.
Schamesröte stieg ihm ins Gesicht.
War wirklich er das gewesen?
„Oh Gott...“, stöhnte er und wurde in seinem Verdacht von letzter Nacht bestätigt.
Er fühlte sich unglaublich schmutzig und verlegen für das, was er gestern getan hatte.
Natürlich war da Macht gewesen. Es war toll gewesen, Malfoy zu reizen, ihn in völlige Extase zu treiben. Doch es jetzt mit etwas Abstand zu betrachten und auf all seine Taten in diesem Moment zu blicken, ließen das schon vorhandene Knäuel in seinem Magen wachsen und sich durch seine Eingeweide fressen.
Plötzlich ertönte Malfoys raues Stöhnen und Keuchen wieder in seinem Kopf, so dass Harry sich zurück ins Bett warf und vor Scham und Schüchternheit die Decke über den Kopf schlug, um die eintreffende Röte zu verstecken.
Er wusste, dass niemand hier war und doch versuchte er sich zu verstecken. Wahrscheinlich vor sich selbst.
Er hatte das nicht wirklich getan, oder?
Er hatte Malfoy nicht wirklich einen Blowjob verpasst?
Scheiße, wie hatte er das nur tun können?
Immerhin war er nicht schwul...
Und Malfoy war der Letzte, den er näher als zwei Meter an sich heran lassen wollte.
Was sollte er denn jetzt tun?
Er würde das niemandem erzählen können/wollen/dürfen, denn das würde bedeuten, dass er zum Gespött der ganzen Schule werden würde.
Alle würden über den Retter der Zaubererwelt lachen, der Malfoys Spielchen nachgegeben hatte und nun stockschwul durch die Gänge von Hogwarts irren würde.
Ja, genau das sah der gesamten Schülerschaft von Hogwarts ähnlich, sich solange die Mäuler zu zerreißen bis Harry ausrasten würde.
Doch Moment. Das war es nicht.
Harry schlug die Decke um, um seinen Kopf an Frischluft zu lassen.
Er wusste selbst, dass ihm das Gerede der Leute nun wirklich nichts anhaben konnte.
Vielmehr drang etwas Anderes, etwas viel Erschreckenderes an sein Hirn.
Er wollte mehr. Er wollte Malfoy. Er wollte einen Mann.
Harry stellte sich kurz vor, ob er dasselbe schon einmal bei einem Mädchen gefühlt hatte und er lachte trocken auf, als ihm bewusst wurde, dass es nicht so war.
Mit Malfoy war es anders als mit Frauen. Anders als mit Ginny.
Mit Ginny hatte er nie so etwas erlebt. Er wollte ihr jetzt nicht zu nahe treten, doch bei dem Anblick einer stöhnenden Ginny wurde er nicht so verdammt ungezügelt, wie bei Malfoy, der ihn nur funkelnd ansehen musste, um ungewollte Körperreaktionen in ihm hervorzurufen.
Jetzt ging das schon wieder los.
Harry stöhnte genervt, als Malfoy wieder in sein Gedächtnis trat, diesmal so glasklar und deutlich, dass Harry sich die Haare raufte und zu den Duschen marschierte, um sich ein wenig Abkühlung zu verschaffen.
Er schüttelte den Kopf, während er das kalte Wasser aufdrehte und dachte, dieses auf seinem erhitzten Körper zischend verdampfen zu hören. Doch das bildete er sich sicher nur ein.
Kräftig atmete er aus und schlüpfte in einen Bademantel, um dann den Schlafsaal wieder zu betreten und zu seiner Truhe zu schlendern.
Er öffnete den knarrenden Deckel und kramte ein wenig in seinen Klamotten herum – seine Sachen von gestern waren schon von übereifrigen Hauselfen weggeräumt wurden – bedacht darauf seine Gedanken auf das schöne Wetter und den Himmel zu lenken.
Doch als er seine plötzlich etwas zu enge Hose schloss, hingen seine Gedanken schon wieder im Slytherin-Gemeinschaftsraum und er fragte sich, wie es wohl wäre willentlich mit Malfoy zu schlafen. Er ersparte sich Einzelheiten.
Zum Einen hatte er furchtbare Angst, dass dies wieder mit den schlimmsten Schmerzen seines Lebens enden könnte. Und zum Anderen dachte er auch, dass es unglaublich gut sein musste, denn – und er belächelte seine Naivität ein wenig – gefiel es ja auch anderen schwulen Pärchen.
Er musste den Kopf ungläubig noch einmal schütteln.
Hat er sich und Malfoy gerade mit einem Pärchen verglichen? Mit einem schwulen Pärchen?
Okay, das war zuviel. Er brauchte irgendeine Ablenkung. Bücher abstauben – sie seinetwegen auch lesen – etwas essen, schwimmen gehen, IRGENDETWAS.
Es musste doch irgendetwas geben, dass ihn ein wenig ablenken konnte, dachte er, als er das Hemd über die Schultern zog und gerade zuknöpfen wollte.
Doch eine Eule kam ganz plötzlich durch das offene Fenster geflogen und landete krachend auf seinem Bett, nachdem sie erst noch eine kleine Runde im Schlafsaal gedreht hatte.
Harry hatte keine Ahnung, wem diese Eule gehörte, doch immerhin hatte sie genug Anstand, ihm nicht in den Finger zu beißen, als er ihr den kleinen, gefalteten Zettel abnahm.
Die Eule fixierte einen kleinen Vogel auf dem Fensterbrett, bevor sie sich erhob, sobald das Papier sie nicht mehr berührte und verpasste ihm einen gepfefferten Flügelschlag, so als wolle sie ihm sagen, dass sie keine Sekunde länger hier bleiben würde.
Schnell öffnete Harry den Zettel und fand nur ein paar kurze Worte auf dem Stück Pergament.
Morgen, 8 Uhr, Slytherin-Gemeinschaftsraum.
Zieh dir was Ordentliches an.
D.M.
Harry schluckte hart und eine Mischung aus Neugier, Scheu und Vorfreude machten sich in seinem Geist breit, so dass sein Magen sofort wieder Achterbahn fuhr.
Doch dann öffnete sich die Tür zum Schlafsaal und Harry stoppte mitten in seiner Bewegung und erstarrte zu Eis.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel