
von niobe87
Keine Sorge...
Ich bin da, ich bin da.
Bitte verzeiht mir, dass ich das mit dem Mittwoch scheinbar nicht hinbekomme, aber in diesem Semesterferien, den langweiligsten, armseligsten und trostlosesen Semesterferien, die ich je hatte, geht mir mein Zeitgefühl irgendwie flöten.
Ich weiß nur, dass heute Mittwoch ist, weil das Fernsehprogramm mich gerade daran erinnert hat. Ich weiß nicht mal genau, welches Datum wir haben.
Mein Dank gilt den Kommischreibern, die ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe.
Ich danke sowohl den xperts-Kommischreibern, als auch denen, die von anderen dazu gestoßen sind.
Auch gilt mein Dank an die vielen stillen Leser, wobei man bei der Statistik wohl noch die Klicks abziehen muss, die das Passwort noch immer nicht erraten oder angefragt haben.
Ein Thema möchte ich noch ansprechen, dass mir selbst am Herzen liegt.
Die Fortsetzung.
Jaha, die wird es geben. Ich weiß noch nicht wann, weil ich daran arbeite, aber momentan in einer Blockade stecke.
Und die ist...hm...im Vergleich zu dem Müll, der jetzt noch in dieser FF kommt, naja....grrr....sag ich nur...
Ich halte die letzten Chaps von FgE für Müll, weil ich nur mit einem müden Lächeln über meinen mittelmäßigen Schreibstil lächeln kann.
Aber keine Sorge, in der Fortsetzung gibt es kaum Plot.
Deswegen halte ich sie jetzt schon für besser.
So, nun hab ich aber genug gequasselt.
Viel Spaß mit einem der Kapitel, die ich selbst auf die Müllhalde werfen würde, aber aufgrund der Sucht nach Klicks und weil ich die Leser nicht enttäuschen will trotzdem reinstelle.
Habt much fun...
Kapitel 12 – Vorfreude gegen Ungewissheit
Harry erwachte und fand sich eng umschlungen neben dem Mann, dem er momentan alles zu verdanken hatte.
Er war glücklich.
Er hatte Antworten auf seine Fragen bekommen. Gut, er hatte eigentlich noch mehr Fragen gehabt, aber als Draco diesen Ausbruch hatte, war es um seine Dominanz geschehen.
Wie konnte er einen Menschen foltern, der ihm genau dieselben Gefühle entgegenbrachte, wie er sie selbst spürte?
Natürlich wurde er vollkommen überrumpelt, als Draco gesagt hatte, was er empfand und dennoch, als hätte er es nie vorher bemerkt, wurde ihm schlagartig bewusst, dass er genau dasselbe fühlte.
Er konnte sich Draco nach dieser kurzen, aber äußerst intensiven Zeit einfach nicht mehr wegdenken.
Er hatte so etwas noch nie gefühlt.
Diese Verbundenheit, dieses Vertrauen, dieses angenehme Kribbeln, wenn er berührt oder geküsst wurde und diese Leere, wenn er nicht da war.
Eigentlich hatte er gedacht, dass es vorübergehende Geilheit gewesen war, eventuell auch etwas Abhängigkeit und Schwäche gegenüber Draco.
Doch jetzt, wo er wusste, dass Draco genauso dachte wie er, wurde er unsicher.
Harry wusste, dass Draco keinen Masterplan für alles hatte, wenn er auch nach strikten Mustern bei seinen Eroberungen vorging. Sein Schubladendenken schien er jedenfalls ein wenig beiseite geräumt zu haben.
Aber dennoch drängte sich eine Frage immer wieder in sein Hirn und er musste sie irgendwann klären, wenn er sich noch einmal im Schloss blicken lassen wollte.
Er betrachtete den jungen Mann neben sich und musste sich unwillkürlich vorstellen, wie sie gemeinsam durch das Schloss gingen, am Ufer des Sees saßen, wie sie lachten und wie sie sogar zusammen lernten.
Ein kleines Lächeln huschte über sein Gesicht.
Er hatte diese Gedanken in den letzten Tagen schon so oft gehabt und nun wirkten sie einerseits so nah, dass Harry danach greifen konnte und andererseits so fern, dass Harry dachte, erwürde sie nie erreichen können.
Langsam hob er eine Hand und legte sie an Dracos Halsbeuge.
Zart glitten seine Fingerspitzen darüber und verursachten ein angenehmes Kribbeln in seinem Bauch. Diese zarte Haut, die ihm entgegenkam, der langsame Pulsschlag und das göttliche Gesicht, das im Schlafen aussah, als wäre es von einem Engel geküsst worden.
Dracos Gesichtszüge regten sich und langsam öffnete er die Augen.
Er blickte Harry einige Sekunden an, als wüsste er nicht, wo er war und schloss sie dann gleich wieder, um ein eher angespanntes Gesicht zu machen.
Weg war diese Unschuld, die noch bis eben seine Partien gezeichnet hatten.
„Man, Potter, du hast mich gestern nicht wirklich direkt ins Nirvana gevögelt, oder?“, sprach er gequält und etwas heiser, während er sich wand, als hätte ein Laster ihn überrollt.
Harry schmunzelte.
„Genau das habe ich getan.“, sagte er flüsternd und seine Hand wanderte über den nackten Oberkörper und ertastete jedes Fleckchen Haut, dass sie erreichen konnte.
„Scheiße...“, fluchte der Blonde und erhob sich, um sich mit seinen Ellenbogen abzustützen. „Wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass wir das öfter machen sollten?“
Harrys Lächeln wurde breiter.
„Naja, wenn du möchtest...Es ist noch ein wenig Zeit bis zum Frühstück...“
Wollend schob sich seine Hand weiter nach unten und berührte den langen Schaft, um fordernd darüber zu streichen.
Doch Draco riss die Hand fort und schubste ihn in die Kissen, um sich dann mit einem eher lüsternen Gesichtsausdruck auf ihn zu legen.
„Da lässt du mal schön bleiben. Ich kann mich kaum bewegen, geschweige denn gehen. Meinst du, ich wäre so verrückt und würde es jetzt wollen?“, hauchte er zart in sein Ohr.
Schnell hatte er sich erhoben und lief tatsächlich etwas ungewöhnlich langsam und gequält ins Bad.
Harry folgte ihm und beide duschten (getrennt) und putzten sich die Zähne, um dann in Dracos Schrank zu wühlen und Klamotten zu suchen.
Harry zog zwar seine eigene Jeans an, aber er bekam einen schwarzen Rollkragenpullover von Draco überreicht, den er stolz sofort anzog.
„Ah, welch Ehre. Ein Pullover von Mr. Malfoy persönlich. Ich werde ihn auf Händen tragen.“, sagte Harry hochtrabend und fing an laut loszulachen.
„Auf Händen tragen gefällt mir gut. Dann kann ich mehr davon sehen.“, antwortete Draco, der nicht mit in das Lachen eingestiegen war, während er auf ihn zu trat und ungeniert eine Hand unter den eben von Harry angezogenen Pulli schob, woraufhin dieser die Muskeln überrascht anzog und Draco einen ungläubigen Blick zu warf.
„Hm...Mir klingelt es da in den Ohren. Sagtest du nicht eben noch, du willst jetzt nicht?“, fragte er mit Unschuldsmine.
„Hm...Zeit für einen Blowjob ist immer...“, sagte er leise und schubste Harry aufs Bett.
Nachdem sie die Räumlichkeiten der Slytherins verlassen hatten, schlenderten sie eine Weile durch die Kerker.
Harry war so unsicher.
Er wollte so gern wieder diese zarte Haut berühren, die Fingerspitzen über sie gleiten lassen, diese Hand da neben ihm greifen und einfach händchenhaltend durch die Schule spazieren.
Doch er wusste, dass Draco ihn dafür ohrfeigen würde und deswegen ließ er es bleiben.
Als sie vor der Großen Halle standen und eigentlich eintreten wollten, überkam Harry eine so große Unsicherheit, dass er am liebsten direkt wieder mit Draco nach unten gegangen wäre.
Langsam schlurfte er hinter Draco hinterher und, da er dachte, Draco wollte lieber nicht mit ihm gesehen werden, wandte er sich in Richtung Gryffindortisch, den Kopf immer schön gesenkt.
„Kommst du?“, fragte Draco, so dass sein Kopf nach oben ruckte und er in dieses stürmische Grau sah, dass er gerade jetzt so sehr brauchte.
Harry drehte sich zu ihm und kam mit etwas schnelleren Schritten, weniger Unsicherheit und unglaublicher Freude auf Höhe mit Draco.
Sie durchschritten schweigend die Halle, doch bevor Harry sich an den Slytherintisch setzte, legte sich Dracos Kopf sanft auf seine Schulter, so dass er in seiner Bewegung stoppte.
„Meinst du nicht, dass es nach der Party und dem allgemeinen Gerede der Leute langsam Zeit wird, dass wir gemeinsam frühstücken?“
Starr wie Eis und absolut überrumpelt konnte Harry sich keinen Zentimeter mehr bewegen und musste mit ansehen, wie Draco sich vor ihn auf seinen Stammplatz schob und sich fragend nach ihm umsah.
Als er Dracos abwartendes Gesicht sah, schloss er den Mund und schluckte hart.
„Jetzt lass dich doch nicht immer so bitten.“, witzelte Draco mit dieser gewissen Arroganz und zog ihn dann am Ärmel seines eigenen Pullovers auf die Bank, direkt neben sich.
Dann verfiel Harry in ein kurzes und tiefes Lachen, während Draco, der Maske halber, süffisant grinste.
Harry griff nach einem Brötchen und schaute dann kurz auf, um geschockt festzustellen, dass nicht nur halb Slytherin, Ravenclaw, Hufflepuff und ganz Gryffindor dieses Schauspiel gebannt beobachteten, sondern er stellte mit leichter Erschütterung fest, dass direkt vor ihm die Slytherin-Typen saßen, die er gestern noch mächtig durchgehext hatte.
„Morgen Jungs.“, trällerte er fröhlich und lächelte.
Einiges Grummeln und Murren.
„Was ist denn mit euch los?“, fragte Draco etwas perplex. „Schlecht geschlafen?“
Harry grinste.
„Draco, ich glaube, die Herren schätzen meine Anwesenheit hier nicht unbedingt, nachdem ich ihnen gestern ein paar Flüche auf den Hals gejagt habe.“
„Was?“, sagte Draco lachend.
„Naja, sie wollten mich nicht zu dir lassen.“, antwortete Harry schulternzuckend und bestrich sein Brötchen mit Butter.
Draco lachte laut auf. Doch dann wurde er etwas ernster.
„So, Jungs. 1. Ihr solltet euch niemals mit jemandem anlegen, der Voldemort zur Strecke gebracht hat.“
Ein kurzer Schauer ging in den Reihen der Zuhörer um, nachdem Draco den Namen ausgesprochen hatte.
„Und 2.: Solltet ihr jemals wieder dafür sorgen, dass Harry, auf dem Weg zu mir, auch nur eine Minute aufgehalten wird, dann werdet ihr den nächsten Tag nicht überleben.“
Draco hatte ein böses Grinsen aufgesetzt und Harry sah, dass einige seiner Leute kleinlaut aufstanden und verschwanden.
Doch Harry konnte nicht lachen.
Harry war überrascht, verwirrt und wieder einmal absolut überrumpelt.
Nicht nur, dass anscheinend jeder, außer ihm selbst, vor Draco kuschte, nein, die Worte, die Draco eben genutzt hatte, brannten sich wie eine Melodie in sein Ohr.
„Solltet ihr jemals wieder dafür sorgen, dass Harry, auf dem Weg zu mir, auch nur eine Minute aufgehalten wird, dann werdet ihr den nächsten Tag nicht überleben.“
Sollte es wirklich wahr sein?
Er wollte jeden, der ihm zu nahe kam, erwürgen? Er wollte, dass Harry sich immer wieder zu ihm auf den Weg machte? Er wollte...Ja, was wollte er denn?
Harry verging der Appetit.
Er räusperte sich, weil seine Kehle plötzlich so unglaublich trocken wurde und griff nach einem Glas mit Kürbissaft.
„Alles okay?“, flüsterte Draco in sein Ohr.
Harry nickte stürmisch und konnte Draco aber einfach nicht in die Augen sehen.
„Wir reden später, okay?“, hörte er wieder dieses tiefe Raunen an seinem Ohr und wieder konnte er nichts anderes tun, als nicken.
Doch leider wurde aus dem „Wir reden später“ nichts, da Blaise sich mit einem lauten Seufzen neben Harry niederließ.
„Harry? Du hier? Welch Freude!“, sagte er in gespielt theatralischem Ausdruck in der Stimme, als würde er den Kopflosen Nick imitieren, während er sich Würstchen auf seinen Teller lud.
Draco und Harry grinsten verschmitzt.
„Draco? Es wird Zeit für unseren nächsten Ausflug in den Partykeller.“, sagte er vielversprechend und blickte an Harry vorbei zu einem sehr beschäftigt wirkenden Draco, der sich gerade einen Toast mit Marmelade schmierte.
„Termin?“, fragte er stirnrunzelnd.
„Diesen Donnerstag.“
„Sehr gut. Harry, wie sieht’s bei dir aus?“
„Ich hab Zeit.“, sagte er schulternzuckend, während Erinnerungen an die letzte Party in seinem Hirn rumschwebten.
Zwar dachte er auch an das bitterböse Erwachen, doch er freute sich auch darauf, wieder mit Draco dort hinzugehen. Und er würde sich hüten, irgendwas zu trinken.
„Na dann wäre das ja geklärt.“, sagte Blaise und klatschte in die Hände.
„Wen bringst du mit?“, fragte Draco, bevor er den Toast in seinen Mund gleiten ließ.
„Den kleinen Ravenclaw.“
„Den, den Harry eigentlich mitnehmen wollte?“, fragte Draco grinsend.
Blaise nickte.
„Genau, bevor er mir eine reingehauen hat.“
Harry rutschte auf seinem Platz unruhig hin und her.
„Blaise, hör mal...wegen dem Schlag...“
„Schon gut.“, warf dieser ein und tat dessen Worte mit einem Handschlag ab. „Ich werde mich jedenfalls hüten, dich noch mal von irgendwas abhalten zu wollen.“
Alle drei grinsten vor sich hin.
Dann warf Harry einen Blick zum Gryffindortisch und konnte Ron sehen, der sich an Hermines Schulter an ihr Ohr gewandt hatte und ihr etwas zuflüsterte.
Hermine in dessen hatte ihren Blick auf Harry geheftet und grinste ihn wissend an, während sie sich dann an Ron wand, um ihm heftig zuzunicken.
Dann flackerte ihr Blick kurz wieder rüber zu Harry und sie zwinkerte ihm verschmitzt zu.
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