
von niobe87
Huch, da bin ich jetzt aber platt.
Sind wir schon beim vorletzten Kapitel? Junge, Junge. Wie die Zeit vergeht.
Aaaaalso, folgendermaßen sieht es aus.
(Ich ärgere mich gerade tierisch, dass ich ne Schreibblockade habe und meine Fortsetzung nicht weiterschreiben kann, während ihr hier mit dem vorletzten Kapitel kämpft.
Verdammt!)
Ich schreib ja, wie gesagt, gerade an der Fortsetzung, zu der es nach dem letzten Chap noch näheres gibt. Es wird noch ne ganze Weile dauern, weil ich gerade mal 5 Kapitel habe und es schon auf 16 oder 17 ausbauen möchte.
Mal sehen, wie lange ihr da warten müsst.
Ihr müsst mich auf jedenfall in Erinnerung behalten, damit ihr dann, wenn ihr den Titel der Fortsetzung lest, sofort aufmerksam werdet.
Aber das werdet ihr schlauen und klugen Leser ja sowieso.
Vielen Dank erstmal an die vielen Kommisschreiber, die mein Herz zum glühen bringen.
Und los gehts dann jetzt!
Kapitel 13 – Die Party (reloaded)
Am Abend vor der Party machten sich Harry und Draco getrennt von einander, in ihren Schlafsälen zurecht, um die Vorfreude noch ein weiter herauszuzögern.
Es war eine stillschweigende Vereinbarung gewesen, denn Harry hatte sich nach der letzten Zaubertrankstunde hastig von ihm verabschiedet und war dann in Richtung Gryffindorturm davon gerannt.
Draco war immer noch sehr unsicher, was dieses „Ding“ zwischen ihnen beiden anging.
Er wollte einfach nicht glauben, dass es eine wirkliche Beziehung war.
Zum einen hatte er noch nie in einer gesteckt und zum anderen konnte er einfach nicht glauben, dass sich so etwas zwischen Harry und ihm entwickelt haben konnte.
Deswegen war er noch immer etwas distanziert, was Liebkosungen in aller Öffentlichkeit anging.
Natürlich verhielten sie beide sich jetzt anders, wenn sie zusammen gesehen wurden.
Sie gingen um, wie in etwa Freunde es tun würden, weil sie viel in den Unterrichtsstunden lachten und redeten und sich auch halfen.
Draco verspürte dann immer den Drang ein wenig mit ihm rumzuturteln, ihn zu berühren, ihn vor einem Klassenzimmer heftig zu küssen und er wusste, dass auch Harry etwas in der Art im Sinn hatte.
Doch beide hielten sich vornehm zurück.
Er unterdrückte das ständige Kribbeln, dass er nur nachts mit Harry ausleben konnte (ein Wochenende gab es nach dieser „Fessel-/Gefühlsausbruchnacht“ noch nicht), tagsüber und tat so, als hätten beide endlich Frieden miteinander geschlossen.
Was er nicht wusste, war, dass unter den Hogwartsschülern mittlerweile sogar Wetten liefen, wann es zum ersten leidenschaftlichen Anfall zwischen den Beiden kommen würde.
Dass er sich aufgrund des Unterrichts und weil beide auch noch andere Freunde hatten nur nachts sahen, war etwas ungewöhnlich für Draco, weil er gewohnt war, alles zu bekommen, wann er es wollte.
Aber immerhin ging es bisher auch nur um kurze Techtelmechtel mit unwichtigen Personen, die er danach meist nur flüchtig wiedersah.
Jetzt war es anders.
Er genoss die Ruhe und den Frieden, die mit Ankommen Harrys schlagartig seine Gefühle bestimmten, zusammen mit diesem Kribbeln und der öfter aufkommenden Leidenschaft, während er am Tag das Gefühl hatte, die Leere würde ihn von innen her zerfressen, selbst wenn Harry neben ihm saß.
Andere Männer interessierten ihn kaum noch.
Natürlich gab es hier und da einen süßen Arsch oder verführerische Lippen, aber Draco würde im Traum nicht daran denken, das Gesamtpaket „Harry Potter“ gegen eine oberflächliche Affäre einzutauschen.
Als er sich gerade ein schwarzes Hemd mit dunkelgrünen Armmanschetten und Kragen anzog, überlegte er, was er diese Nacht mit Harry anstellen könnte.
Er überlegte, wie wohl die Gryffindors reagieren würden, wenn er mal in deren Schlafsaal auftauchen würde und fügte diesen Punkt einer gedanklichen Liste zu, voll mit Dingen, die er mit Harry machen wollte.
Er schloss den Gürtel seiner Jeans und überlegte kurz, wie lange er ihn heute wohl anbehalten würde.
Er schüttelte den Kopf und versuchte die Reaktion seines Körpers auf diese Gedanken wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Langsam machte er sich auf den Weg raus aus den Slytherin-Räumlichkeiten und konnte hier und da einige wissende, neidische oder neckische Blicke erhaschen.
Draco vermutete, dass heute noch viel mehr Leute kommen würden, weil sich Harrys und sein „Ding“ ziemlich schnell rumgesprochen hatte.
(Er wusste immer noch nicht über ebenjene Wetten Bescheid.)
Aber zu wissen, dass einige, vielleicht sogar die meisten, Leute nur wegen ihm und Harry kommen würden, ließ schon wieder ein arrogantes Lächeln über seine Lippen gleiten.
„Du denkst nicht zufällig darüber nach, wie viele Leute dir heute auf den Arsch schauen werden, oder Malfoy?“, sagte eine raue Stimme hinter ihm.
Er schreckte aus seinen Gedanken hoch und erkannte, dass Harry direkt hinter ihm stand, selbst auch ein selbstgefälliges Grinsen aufgesetzt.
„Doch.“, sagte Draco beiläufig und sein Grinsen wurde breiter, während er sich unglaublich ertappt fühlte.
„Naja, einen Blick hast du schon.“, sagte Harry leise hinter ihm und Draco spürte, wie eine Hand sich auf seine Hüfte legte und sich dann sanft über seine Taille auf seinen Po schob.
Draco lehnte sich zurück und genoss für eine Weile die fordernde Geste Harrys, während er die Augen schloss und leise keuchte.
Die Hand fuhr weiter nach vorn an seinen Bauch und er wurde heftig gegen den Körper des Gryffindor gepresst, woraufhin er dessen Beule in der Hose deutlich spüren konnte.
„Hebt euch das für später auf.“, wurden sie aus ihren Taten geholt, während Blaise sich zu ihnen gesellte. „Lasst uns gehen.“
Beide nickten stumm, wenn auch ihre Blicke anderes als Zustimmung ausdrückten.
Also setzten sie sich in Bewegung und gingen wieder einmal auf die Tür, die eigentlich zu einem leeren Klassenzimmer führte, zu.
„Ich warte noch kurz hier.“, sagte Blaise plötzlich und stoppte vor der Tür. „Meine Begleitung lässt auf sich warten.“
Draco nickte, nahm Harry bei der Hand und führte ihn wieder durch den Besenschrank, an dem Türsteher vorbei in diese unglaublich berauschende Atmosphäre hinein.
Wieder schlug ihm diese harte Musik um die Ohren, während kalter Rauch seine Augen benebelte, er aber dennoch jeden Blick auf sich spüren konnte.
Schnell war eine gemütlich Ecke gefunden, die durch eine Sitzecke ausgefüllt war, vor der ein kleiner Tisch stand.
Beide setzten sich in Richtung der Tanzfläche und konnten jeden einzelnen Gast ausmachen, waren aber selbst kaum zu sehen, was die Ungestörtheit, die beide im Moment noch so sehr brauchten, perfekt machte.
Unter dem Tisch griff Harry nach Dracos Hand und Draco war dankbar dafür, denn er hätte vielleicht nicht den Mut gefunden.
„Ich habe mindestens 15 Leute bemerkt, die dir auf den Arsch geschaut haben.“, sagte Harry leise in Dracos Ohr.
„15? Nur?“, fragte Draco etwas dramatisch.
„Ja, die restlichen haben auf meinen geschaut.“
Dann grinste er teuflisch und zum ersten Mal an diesem Tag spürte Draco diese unglaublichen Lippen, mit der schweren Süße, auf seinen.
Eine Weile wollte er nie wieder in die Realität zurückkehren und sich ewig in diesem Kuss verlieren, doch Harry löste sich und sah ihn lusttrunken an.
„Musste diese Party ausgerechnet heute sein?“, fluchte er leise. „Mir würden da gerade andere Sachen einfallen, die ich heute mit dir gemacht hätte.“
Draco bekam dieses Grinsen heute wohl einfach nicht mehr aus dem Gesicht, wenn es nicht jemand rausprügeln würde.
„Der Abend ist noch jung, Mr. Potter. Warum also Eile walten lassen?“
Er liebte diese hochtrabenden Dialoge zwischen ihnen. Das war so befreiend und absolut zum Niederschmettern, wenn sie beide erst einmal nicht mehr aufhören konnten.
Doch heute nickte Harry nur und Draco bemerkte, dass die Konzentration des Gryffindors gerade flöten ging, als er eine Hand auf dessen Oberschenkel platzierte und sanft begann, diesen zu massieren.
„Hör auf oder ich kann für nichts garantieren.“, sagte der Gryffindor knurrend.
„Das würde ich ja zu gern sehen.“, murmelte Draco und sah zu dem ankommenden Blaise auf, der mit dem Ravenclaw an der Hand auf sie zusteuerte und sich genüsslich fallen ließ.
„Jetzt setz dich schon, David.“, sagte Blaise etwas genervt und zog den schüchternen Jungen auf die Couch, um dann dessen Beine über seine Schenkel zu legen und mit einem Finger sanft darauf auf und ab zu fahren.
„So versteckt heute?“, fragte er grinsend und besah die beiden. Sein Blick blieb an Dracos Hand hängen, die noch immer auf Harrys Oberschenkel ruhte und ihn geistesabwesend streichelte.
„Ah, ich verstehe. Ihr wollt ungestört sein.“, sagte er provozierend.
Sofort fielen Draco wieder die Worte Harrys ein.
Meinst du nicht, ich habe bemerkt, dass Blaise auf mich steht? Meinst du, ich sehe nicht, wie er mich ansieht?
Und plötzlich legte sich unendliche Kälte in seine Stimme.
„Halt die Klappe und geh spielen, Zabini!“, fauchte er.
Blaise zog eine Augenbraue hoch.
„So kaltherzig heute, Eis-Prinz?“
Dann stand er mit abweisender Miene auf, schubste David damit fast von seinem Platz und krallte sich dann seine Eroberung, um zu verschwinden.
Doch Draco entging der Blick nicht, den Blaise noch auf Harry warf, was ihn nur noch wütender machte.
„Sprich bitte mal so mit mir, wenn wir im Bett liegen.“, holte der Gryffindor ihn wieder ins Hier und Jetzt.
Ein selbstgefälliges Grinsen stahl sich auf sein Gesicht.
„Das würde dich anturnen, oder? Wenn ich so mit dir reden würde?“
Ein kristallklares Funkeln trat in dessen Augen und er hauchte ihm ein williges „Jah...“ ins Ohr, woraufhin Draco ihn nur küssen konnte.
Wild gingen sie ihrer Knutscherei nach, während Draco einen Arm unter Harrys grünes Shirt schob und verlangend über die warme, angespannte Haut strich.
Harry gab ein tiefes Raunen ab und löste den Kuss.
„Ich würde dich am liebsten hier und jetzt haben.“, sagte er tief und rau und lehnte sich weit über ihn, so dass Draco in die Sitzecke gedrückt wurde und Harrys Gewicht auf sich spürte.
Wieder gaben sie sich einem fordernden Leibesspiel hin und die Welt um sie herum löste sich in Luft auf.
Eine Hand Harrys rutschte gefährlich nahe an den Bund seiner Hose und Draco musste leicht lächeln, weil er vorhin noch überlegt hatte, wie lange der Gürtel seine Hose heute wohl um seine Hüften halten würde.
Langsam rutschte die Hand unter den Hosenbund und berührte die empfindliche Haut überhalb seiner Shorts.
„Verdammt...“, knurrte Draco und schlang seine Arme um den Gryffindor, um ihn noch viel tiefer und heftiger zu küssen.
Die Hand kam wieder unter seinem Hosenbund zum Vorschein und legte sich an sein Hemd, dass quälend langsam nach oben geschoben wurde, so dass Draco aufkeuchte.
Brennende Spuren wurden von Harrys Händen auf seiner Haut hinterlassen und Draco konnte es kaum erwarten, dessen Lippen darauf zu spüren, dass er sich ihm willig entgegenbog und die Augen schloss.
Als der Mund des Gryffindor die erhitzte Haut des Blonden traf, entfuhr Draco ein lautes Stöhnen, während seine Hände auf die Sitzfläche gepresst wurden, damit Harry völlig freie Bahn hatte.
„Dir ist klar, dass alle uns zusehen, oder?“, fragte Harry tief über ihn gebeugt, so dass Draco die Augen öffnete und unglaublich viele Blicke auf sie beide bemerkte.
Draco grinste süffisant und vergrub seine Hand provozierend in Harrys Haare, um sie kräftig durchzuwuscheln, während er einzeln einige Leute direkt ansah, die vor Scham erröteten oder sich verlangend über die Lippen leckten.
„Lass sie zusehen. Ich glaube, so was haben die selbst noch nie erlebt.“, sagte er leise stöhnend und wendete sich somit wieder Harry zu.
„Soll ich vielleicht noch jemanden einladen?“, fragte der Gryffindor verschmitzt grinsend, bevor er eine von Dracos Brustwarzen in den Mund nahm und fest daran saugte.
Wieder begann Draco haltlos zu stöhnen und konnte das Lächeln doch nicht aus seinem Gesicht verbannen.
„Du stehst doch nicht etwa drauf, wenn die halbe Schule dabei zusieht, wie ich dir hier den Himmel auf die Erde hole, oder?“, sagte Harry daraufhin, während er die Brustwarze sanft mit seiner Zunge umspielte, so dass Draco fast wahnsinnig wurde.
„Du liegst vollkommen falsch, Harry.“, presste Draco hervor. „Du schickst mich gerade direkt in die Hölle.“
Eine halbe Stunde später, nachdem Blaise sie wieder einmal unterbrochen hatte, saßen Harry und Draco mit ziemlich geröteten Wangen fast aufeinander und unterhielten sich angeregt, um nicht wieder dem jeweils anderen zu verfallen.
Harry hatte sehr wohl bemerkt, wie Draco seit Neustem mit Blaise umging.
Er fühlte ein wenig Stolz in sich aufkeimen, wenn er daran dachte, wie viel er Draco Wert sein musste, wenn er selbst seinen besten Freund für ihn in die Wüste jagen würde.
Andererseits wollte er den Zorn eines Zabinis nicht auf seinen Schultern lagern, denn er hing irgendwie an seinem Leben.
Hin- und hergerissen schwankte Harry zwischen absoluter Glückseligkeit und tiefer Angst.
Er wollte sich die wenigen, aber intensiven Momente mit Draco eigentlich nicht selbst kaputt machen, aber er wollte auch nicht zwischen den beiden Freunden stehen.
Nachdenklich nippte er an seinem Bier, welches Blaise ihm mitgebracht hatte, und überlegte, welche Lösung es für dieses Problem gab.
Doch je mehr er überlegte, desto verwirrender wurde alles und er wurde wütend auf sich selbst, weil er durch seine Gedankengänge die angenehme Zeit hier und jetzt zerstörte.
„Hey!“, holte Draco ihn wieder aus seinen Gedanken. „Was ist los? Stimmt was nicht?“
„Nein, nein…Ich hab nur Kopfschmerzen.“, antwortete Harry ausweichend.
„Willst du zurück?“
Harry schüttelte energisch den Kopf, um ein wildes Pochen oberhalb seiner Schläfe zu verursachen.
„Kann ich irgendwas tun?“
„Lass mich einfach in Ruhe, okay?“, sagte Harry plötzlich zornig, angesichts dieses fiesen Pochens, das einfach nicht verschwinden wollte.
„Ich wollte doch nur…“, setzte Draco an, doch Harry hatte jetzt keinen Nerv für so etwas.
„Es geht schon, danke.“, presste er hervor. Ein wildes Surren setzte in seinem Kopf ein und irgendwie bekam der Raum einen Dreh, worauf sich Harry in die Sitzkissen krallte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Erste Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn und sein Atem wurde immer flacher.
„Oh man, ich wollte nur helfen. Komm mal wieder runter, Harry.“, presste nun auch Draco zischend hervor und ein Hauch Kälte legte sich über seine Augen, während Harry eine Hand an seine Schläfe presste, um den Schmerz zu lindern.
„Scheiße, Draco. Ich hab jetzt keinen Nerv für dein Helfer-Syndrom.“, flüsterte er, so dass Draco entsetzt die Augen aufriss, seine Hand von Harrys Oberschenkel zog und ihn von oben bis unten musterte.
„Ich muss hier raus.“, nuschelte Harry leise und erhob sich abrupt, um aus dem Raum zu flüchten.
Ungläubig blickte Draco dem hinausstürmenden Harry hinterher.
Das konnte ja wohl kaum sein Ernst gewesen sein.
Helfer-Syndrom? Er?
Er schnaubte heftig und schüttelte den Kopf. Was war denn plötzlich kaputt, dass Harry so abweisend war?
„Ich schau mal nach ihm.“, kam es von Blaise, woraufhin Draco abweisend mit den Schultern zuckte, als ob es ihm völlig gleichgültig wäre, was mit ihm los war.
Doch er dankte Blaise im Innern, dass er das jetzt für ihn tat. Er hätte jetzt gewiss nicht die Kraft gehabt, Harry in die Augen zu sehen.
Was war nur mit ihm los?
Hatte er sich vielleicht urplötzlich eine Krankheit eingefangen? War er müde? Hatte er zu viel getrunken?
Nein, er hatte ja nur ein Bier getrunken.
Vielleicht hatte er ja keine Lust mehr auf ihn, Draco.
Das konnte aber auch nicht sein, denn, wie sauer Draco auch gerade war, er wusste, dass Harry etwas für ihn empfand, auch wenn sie beide noch nichts dergleichen gesagt hatten.
Aber wieso war er denn nur so zornig gewesen? So wütend und verletzt? In zwei Sekunden von absolut glücklich zu fuchsteufelswild.
Er verhielt sich fast so, wie auf der letzten Party, nachdem er…
Und plötzlich fiel es Draco wie Schuppen von den Augen.
Er blickte auf die Flasche Bier, dann auf den leeren Platz vor ihm und dann auf den Ausgang.
Rasend vor Zorn sprang er auf und stürmte Richtung Ausgang.
Dieser miese, kleine…
Sein Blut kochte vor Wut und seine Augen waren so sehr zusammengezogen, dass seine Stirn schmerzende Falten bildete, während er sich durch die Menschenmassen kämpfte, hier und da jemanden anrempelnd.
Harry lehnte an der kalten Wand, während Schweiß von seinem Gesicht tropfte, seine Knie wie Butter waren und er augenblicklich einzuknicken drohte.
Sein Atem war flach und kurz und er reckte den Kopf zur steinernen Decke des Ganges, um mehr Luft in seine Lunge zu bekommen.
Doch es half alles nichts. Schwindel erfasste ihn und er kippte einfach nach vorn um.
Starke Arme fingen ihn auf und lehnten ihn wieder gegen die Wand, während etwas Schweres sich gegen ihn lehnte, damit er nicht wieder fallen würde.
„Draco?“, nuschelte er. „Oh, du bist es.“
Blaise stand direkt vor ihm und stützte ihn.
„Danke.“, lallte er, weil sein Kiefer mittlerweile so schwer war, dass er ihn kaum mehr bewegen konnte.
„Ich weiß nicht, was los ist. Ich fühl mich…“
Er schluckte hart und bemerkte glühende Finger an seinen Wangen, die sein Gesicht nach oben zwangen, so dass er Blaise direkt in die Augen sah.
„Harry. Komm, bleib wach.“, hörte er die leise Stimme von Blaise irgendwo in seinem Hirn.
„Ich…ich…“, hauchte er, während seine Augenlider so schwer wurden, dass er sie einfach schließen musste.
Er bemerkte kaum noch, wie sich Blaise‘ Lippen auf seine legten, denn hätte er es bemerkt, wäre er sicher auf die Barrikaden gegangen. Aber im Moment konnte er sich keinen Zentimeter bewegen, spürte kaum, wie Blaise sich kraftvoll Einlass in seine Mundhöhle erzwang.
Er konnte nicht mehr denken, bis ihn eine andere Stimme aus dem tiefen, dunklen Loch, wenn auch nur für einen kurzen Moment, herausholte.
„DU!“
Plötzlich verlor er den Halt.
Der stützende Körper war weg und er sackte einfach zu Boden. Seine Augenlider brannten auf seinen Augen wie Feuer, so dass er sich noch immer nicht aufbekam, während er einen dumpfen Aufprall vernahm.
Irgendwer legte seine Arme um ihn und zog ihn nach oben, doch er sackte immer wieder ein.
„Komm schon. Versuch dich zu bewegen. Wir müssen hier weg.“, sagte eine Stimme, so verzerrt, dass er immer noch nicht zu ordnen konnte, zu wem sie gehörte. Er wurde durch die Gänge geschleppt.
„Bleib wach, verdammt.“
Er hörte noch, wie jemand das Passwort zum Slytherin-Gemeinschaftsraum sprach.
Dann wurde es schwarz.
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