Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Unbreakable Truth - Kapitel 5. Harry wird Volljährig

von Sisilia D.S.

5. Harry wird Volljährig



Es war ziemlich dunkel in dem kleinen engen Raum in dem er sich befand. Nur eine schon fast herunter gebrannte Kerze stand auf den Tischen, an den er sich gesetzt hatte und den letzten Eintrag seines schwarzen Büchchens, welches er in den Schein des Lichtes hielt, las.

Zwei Tage stehe ich mir jetzt schon die Beine in den Bauch und warte, aber keine Spur von ihr zu sehen. Langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob sie noch kommen wird. In die Kneipe, wo es angenehmer und bequemer wäre zu warten, kann ich nicht gehen. Mad Eye, scheint sich dort eingemietet zu haben und er würde mich sofort erkennen, selbst mit der besten Tarnung. Jetzt stehe ich zwei Häuser weiter entfernt und warte darauf, dass diese Frau ihren Großvater besuchen geht.

Nachdenklich legte er das Büchlein auf den Tisch, griff nach der dunklen Feder, die neben der Kerze lag und tauchte deren Spitze in das Tintenfass, das er zuvor geöffnet hatte. Noch einen Moment überlegte er, doch dann begann er mit schwarzer Tinte zu schreiben.

ER hatte tatsächlich Recht gehabt! Sie war heute Nacht dort aufgetaucht. Pech für mich war, dass Mad Eye immer noch wie festgewachsen in der Kneipe saß, so dass ich ihr nicht folgen und hören konnte, was sie mit Aberforth besprach.
Wie auch immer, ich werde jetzt meinen neuen Plan angehen. ER ist auch begeistert von der Idee. Vielleicht mehr sogar als ich…

Er hielt inne und dachte einen Moment lang nach, während er überlegend mit der Feder auf seine Nase tippte.

Wie auch immer, das ist jetzt auch schon egal. Wenn es dazu beiträgt, dass ich den Auftrag, den Wunsch für IHN erfüllen kann, dann werde ich es eben tun müssen.

Er legte die Feder wieder weg und klappte das Buch zu, welches er sofort wieder einsteckte, aufstand und in einen ebenso kleinen und dunklen Raum nebenan ging, wo ein kleiner Kessel über einer Feuerstelle hing und ein merkwürdig duftender Inhalt, vor allem Lavendel war riechen, vor sich hin brodelte. Es war beinahe faszinierend, dabei zuzusehen, wie immer wieder Blasen in den verschiedensten Größen aus dem Kessel stiegen, keine zwanzig Zentimeter darüber zerplatzten und in feinen Tropfen, die sich dann bildeten, wieder zurück in das Gefäß fielen.
Doch ihn beeindruckte dieses wunderschöne Schauspiel nicht wirklich. Es war für ihn nur ein Zeichen, dass der Trank bald fertig sein musste, so dass er ihn abfüllen und für seine Zwecke bereitstellen konnte. Es fehlte nur noch eine Kleinigkeit und die würde er sich jetzt noch besorgen gehen. Er nickte zufrieden und löschte das Feuer unter dem Kessel, dann zog er sich seinen Umhang über die Schultern und verließt seine spartanische Notunterkunft…


*****


Am späten Nachmittag erreichte Sisilia den Ort Ottery St.Catchpole, in dessen Nähe die Weasleys ihr Zuhause hatten.
Langsam ging sie den Weg entlang, der aus dem Ort heraus führte, mit einem Päckchen, für Harry unter dem Arm.
Als sie das letzte Haus hinter sich gelassen hatte, sah sie sich nach allen Seiten um. Harry Potter hatte ihr gesagt, er würde jemanden schicken, der sie abholte und so richtete sie ihre Augen in die Ferne, ob sie schon jemanden kommen sah. Aber es konnte auch sein, das sie noch etwas warten musste, da sie früher dran war, als verabredet.
Doch dann sah sie einen jungen Mann, der quer über die Wiese direkt auf sie zu steuerte.
„Welche Schönheit hat sich denn zu uns hier raus verirrt“, fragte der Mann mit einem Lächeln. Er war recht gut gebaut und seine Arme wirkten sehr muskulös, wie bei jemandem der hart zupacken musste.
Ebenfalls freundlich zurücklächelnd, blickte Sisilia in ein sonnenverbranntes, aber recht freundliches Gesicht.
„Eine Einladung zu einem Geburtstag, hat mich hier her gebracht“, erklärte sie nun, da sie auf Grund seiner Haarfarbe davon ausging, dass er einer der Weasleys sein musste.
Ihr Gegenüber grinste nun noch breiter und streckte ihr seine große kräftige Hand entgegen, mit der er ihre fest schüttelte.
„Dann bin ich froh, sie gefunden zu haben. Charly Weasley. Dann können Sie nur Miss Dorel sein, Harry Potters Vermieterin. Teufel auch, hat der Junge ein Glück. Sie haben nicht zufällig noch eine Wohnung zu vermieten?“, fragte er und betrachtet sie wohlwollend von oben bis unten. Sisilia musste grinsen bei seinen Worten. Irgendwie hatte er eine erfrischende Art an sich, die ihr ganz gut gefiel.
„Tut mir Leid, nein. Aber wenn Mr. Potter irgendwann mal wieder ausziehen sollte, kann ich Ihnen ja gerne Bescheid geben“, erwiderte sie lächelnd.
„Aber wehe Sie vergessen das“, entgegnete er schmunzelnd und deutete dann auf das Paket in ihrer Hand.
„Darf ich das für Sie tragen?“
„Nun, ich…, warum nicht. Danke, wie aufmerksam von Ihnen“, sagte sie etwas perplex, als er ihr das Paket abnahm.
Gemeinsam gingen sie nun den Weg weiter, der sie vom Dorf wegbrachte und nach einiger Zeit, als sie um eine scharfe Biegung gegangen waren, konnten sie in der Ferne schon ein Haus erkennen konnte.
Wenn man diesen Bau, überhaupt als Haus bezeichnen konnte. Sisilia hatte noch selten so ein interessantes Gebäude gesehen, welches, wie es schien, aus vielen verschiedenen Aufbauten zusammengesetzt worden war. Und als sie es genauer betrachtete, wunderte sie sich doch sehr, dass es überhaupt zusammenhielt. Dafür gab es im Grunde auch nur eine einzige Lösung.
Magie!
Doch irgendwie gefiel ihr das Haus, es sah total niedlich aus, ja fast sogar schon romantisch.

„Willkommen im Fuchsbau“, sagte Charley Weasley und deutete auf das Haus. „Ich hoffe Sie sind jetzt nicht zu sehr schockiert?“, fragte er, während er sie eindringlich musterte.
„Schockiert? Nein, warum denn? Ich finde es einzigartig. Es hat was ganz besonderes. Seien Sie stolz darauf.“
Charly schien überrascht von ihrer Antwort zu sein und sah sie einen Moment lang an, als wollte prüfen, ob sie ihn auf den Arm nehmen will.
„Das ist mein Ernst, Mr. Weasley“, bestätigte sie noch einmal.
„Die meisten lachen über das Haus oder machen sich zumindest darüber lustig. Deshalb…“, erklärte er zögerlich. „Aber gut. Wenn das so ist, dann wollen Sie doch auch sicherlich wissen, wie es innen aussieht?“
„Es wäre mir eine Ehre, wenn Sie mir einen Einblick gewähren würden“, erklärte sie lächelnd.
„Dann sollten wir endlich hinein gehen und nicht länger hier draußen stehen bleiben“, gab er mit einem noch breiteren Schmunzeln zurück und klopfte in einem bestimmten Rhythmus gegen die Haustüre. Keine zehn Sekunden später hörten sie eine weibliche Stimme von drinnen.
„Wer ist da? Und wie lautet das Passwort?“, kam eine Aufforderung.
„Kürbiskuchen. Ich bin’s Mum, Charly und ich hab den Besuch für Harry mitgebracht“, antwortete er ihr und zwinkerte Sisilia dabei zu.
Kurz darauf öffnete sich die Türe einen Spaltbreit und ein freundliches Gesicht war durch den schmalen Spalt der Öffnung zu sehen.
Sofort wurde die Türe ganz aufgezogen und Sisilia blickte auf eine kleine, etwas rundliche rothaarige Frau, die sie nun lächelnd herein ließ und sie sehr freundlich begrüßte.
„Willkommen Miss Dorel. Ich bin Molly Weasley und ich werde Harry gleich holen. Er ist mit Ron und Hermine oben. Sie wollten irgendetwas in Ruhe besprechen“, erklärte sie lächelnd und verdrehte kurz die Augen, so als ob es ihr gar nicht Recht wäre, dass die drei etwas miteinander ausheckten.
Kurz entschlossen trug sie Charly auf, sich solange um den Besuch zu kümmern, bis Harry unten sein würde und verschwand mit einem freundlichen nicken aus der Küche.
Neugierig sah Sisilia sich in der Küche um. Der Raum war einfach, aber dennoch äußerst interessant eingerichtet. Ein besonderes Interesse erweckte in ihr die große Standuhr, die sieben Zeiger besaß, auf dem jeweils ein Name zu lesen war.
Viele diese Zeiger standen auf zuhause. Aber sie konnte noch eine Menge anderer Angaben lesen, wie in der Schule, Einkaufen, in Gefahr und auch bei der Arbeit. Und auf dieses zeigte der Zeiger, auf dem der Name von Arthur Weasley zu lesen war. Und Bill Weasley war laut der Uhr unterwegs und seine Brüder Fred und George, waren auch auf der Arbeit. Ein Lächeln huschte über Sisilias Gesicht, als sie die Namen der Zwillinge las und sie hoffte, dass sich die beide auch noch blicken lassen würden. Auf Grund dessen, was sie schon über die zwei gehört hatte, war sie doch zu neugierig, diese auch mal persönlich kennen zu lernen.
Wie die andern alle auch, die sie nur von den Erzählungen ihres Großonkels her kannte.
Charly hatte ihr Paket auf den Tisch gelegt und grinste sie an.
„Das war meine Mutter“, erklärte er knapp, als diese so eilig die Küche verlassen hatte und Sisilia nickte, denn sie hatte sich das schon gedacht.
„Noch immer so begeistert von dem Haus, nachdem Sie jetzt drin sind?“, wollte dieser wissen und beobachtete sie genau.
„Ich finde es klasse hier, immer noch!“
„Super, dann darf ich Ihnen vielleicht etwas zu trinken anbieten?“
„Später sehr gerne, doch ich würde zuvor noch liebend gern mit Mr. Potter reden, wenn es Ihnen nichts ausmacht?“
„Kein Problem, dann werde ich Mum solange beim Tischdecken helfen“, erklärte er mit einem Blick auf seine Mutter, die in dem Moment wieder die Küche betrat.
„Was ist denn in dich gefahren, du willst freiwillig helfen? Das muss ich doch sofort ausnutzen. Nimm bitte das Tablett mit den Tellern und dem Besteck mit und verteile sie auf den Tischen draußen“, wies sie Charly an der sofort ihrer Anweisung nachkam.
„Aber sicher doch, Mum. Ich helfe dir doch immer. Du verwechselst mich mit deinen anderen Söhnen, die faul sind“, stichelte er schmunzelnd und zwinkerte Sisilia noch einmal zu, bevor er die Küche, durch eine weitere Türe nach draußen, verließ.
Kurz sah sie Charly und Molly, die mit einem großen Korb hinter ihm verschwand nach und drehte sich dann zu Harry um, der die Küche betreten hatte und neben ihr stehen blieb.
„Miss Dorel! Schön, dass Sie gekommen sind“, sagte Harry strahlend und reichte ihr die Hand.
„Es ist mir eine Ehre, eingeladen worden zu sein“, gab sie zwinkernd zurück und schüttelte seine Hand.
„Das sind Ron Weasley und Hermine Granger“, erklärte er und deutete auf seine beiden Freunde. Auch ihnen beiden reichte Sisilia die Hand und lächelte ihnen entgegen. Ron erwiderte das Lächeln sofort, doch Hermine musterte sie sehr genau und blieb auch äußerst zurückhaltend.
„Ach, Ron, Hermine. Währt ihr vielleicht so nett, mir zu helfen das Essen hinaus zu tragen?“, bat Molly Weasley die Beiden, als diese in die Küche zurück gekommen war. Ron sah seine Mutter an, als würde sie etwas total unmögliches von ihm verlangen, doch als Hermine ihn anstupste und mit sich zog, fügte er sich, nahm einen großen kunterbunten Kuchen mit und verschwand mit den andern beiden nach draußen, während er irgendwas vor sich hin murmelte, was keiner verstehen konnte.
Nun standen Sisilia und Harry alleine in der Küche, als ihr etwas einfiel.
„Bevor ich es vergesse, Mr. Potter. Alles erdenklich Gute zum Geburtstag“, sagte sie und zog aus ihrer Umhangtasche ein kleines Päckchen, vielleicht so groß wie Apfel nur nicht so rund und reichte es ihm.
„Das hier ist von Albus. Er hatte gewollt, dass Sie das hier zu ihrem 17. Geburtstag bekommen. Leider kann er es Ihnen nicht mehr persönlich geben, doch ich weiß, dass er es vorgehabt hatte zu tun. Er hat es mir erzählt“, erklärte Sisilia, während Harry auf das, in silber-graues Geschenkpapier gewickelte Päckchen starrte.
„Vielleicht werfen Sie erst mal nur einen kurzen Blick darauf. Ich denke es wäre nicht gerade passend, wenn die anderen mitbekommen, dass ich es Ihnen überbracht habe, denn sie könnten Fragen stellen, die ich im Moment nicht beantworten kann und auch noch nicht will“, bat sie Harry, der kurz nickte, das Papier von der Schachtel entfernte und dann den Deckel des Kästchens anhob.
Sein Mund klappte auf und er schaute auf die goldene Taschenuhr, die Professor Dumbledore immer bei sich getragen hatte. Jene Taschenuhr, die anstatt der zwölf Ziffern zwölf Zeiger besaß und in der Planeten in ihren Bahnen kreisten.
Einige Sekunden starrte Harry wie gebannt darauf, doch dann klappte er die Schachtel zu und streckte Sisilia das Geschenk wieder hin.
„Das kann ich unmöglich annehmen“, gab er energisch von sich, doch Sisilia schüttelte den Kopf.
„Ich werde sie auf keinen Fall zurück nehmen. Es war der Wunsch meines Großvaters und ich bin in dem Fall nur der Bote“, wehrte sie ab „ Ich bin davon überzeugt, Albus wäre sehr enttäuscht, wenn Sie das Geschenk ablehnen würden.“
Harry sah sie nachdenklich an und nach einiger Zeit gab er nach.
„Gut, in Ordnung. Ich will Professor Dumbledore nicht enttäuschen. Und ich verspreche, dass ich sie in Ehren halten werde“, versprach er dann und ließ sie in seiner Hosentasche verschwinden, als Ginny die Küche betrat.
„Hallo Harry“, begrüßte sie ihn und musterte Sisilia kurz befremdend.
„Hi, Ginny. Darf ich dir Miss Dorel vorstellen? Sie ist die Frau, bei der ich unterkommen werde“, erklärte Harry noch mal, doch Ginny musterte Sisilia nur, sogar die Hand, die sie ihr hinhielt, ignorierte sie.
„Ich wollte nur das Brot holen. Mum hat es vergessen“, erklärte sie knapp und verschwand mit dem Laib Brot und einem langen großen Messer wieder nach draußen.
„Sie scheint mich nicht zu mögen“, schlussfolgerte sie aus ihrem Verhalten.
„Hm. Ich denke nicht, dass es an Ihnen liegt. Sie ist in letzter Zeit dauernd so komisch“, erwiderte Harry leise, denn im Grunde kannte er den Anlass, warum Ginny Sisilia so abweisend angesehen hatte. Schließlich war sie mit Schuld, dass Harry nicht bei den Weasleys eingezogen war und sie ihn somit nicht jeden Tag um sich haben konnte.
Harry winkte ab und versuchte die zermürbenden Gedanken zu verdrängen.
Sisilia sah, dass ihm das ganz schön zusetzte und beschloss besser das Thema zu wechseln, schließlich hatte er heute Geburtstag. Kurz entschlossen griff sie nach dem Packet, welches noch am Tisch lag und reichte es ihm.
„Das hier ist von mir. Happy Birthday!“
Zögerlich nahm er es an und sah sie dann fragend an.
„Machen Sie es ruhig auf, doch ich muss dazu sagen, es ist nur das halbe Geschenk“, begann sie zu erklären, während er sich daran machte, das Papier zu entfernen. Er zog einen leeren Bilderrahmen heraus, der wunderschön plastisch mit Efeuranken und Rosenblüten gearbeitet war. Dann sah er fragend zu Sisilia.
„In Ihrem zukünftigen Wohnzimmer steht das Bild, das eigentlich zu diesem Rahmen gehört. Ich dachte es sieht vielleicht nicht so gut aus, wenn ich das Bild von Ihren Eltern zusammen mit Sirius Black und Albus Dumbledore drauf, mit hier her bringe. Aber so ganz ohne etwas wollte ich auch nicht kommen“, sie hatte ihre Stimme gesenkt, als sie das Harry erklärte und dieser sah sie nur mit großen Augen an.
„Sie haben was...?“, fragte er noch einmal nach.
„Ich hatte gehofft, es würde Ihnen eine Freude machen“, gab sie nun etwas unsicher zurück.
„Und wie Sie mir eine Freude damit machen. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll... Mir scheint, so langsam bekomme ich doch immer mehr Erinnerungsstücke von meinen Eltern zusammen. Danke!“
Sisilia wollte gerade etwas erwidern, als Charly Weasley wieder in die Küche kam und über beide Ohren grinste.
„Ich hoffe ich darf stören? Harry wir haben alles fertig und warten nur noch auf das Geburtstagskind“, erklärte er sichtlich gut gelaunt. Harry nickte, sagte dass er nur kurz noch mal nach oben musste und bat Charly sich um Sisilia zu kümmern.
„Mit dem größten Vergnügen“, säuselte dieser und bot Sisilia elegant seinen Arm an.
Harry verschwand dann mit einem „Danke“ auf den Lippen und dem Bilderrahmen in der Hand aus der Küche.
„Dann darf ich Sie mal zum Festsaal geleiten“, flachste Charly und ging mit ihr an der Seite hinaus in den Garten, der mit vielen Lampions, Girlanden und Luftschlangen dekoriert worden war.
Es standen mehrere Tische aneinander gestellt mitten im Garten und darüber war eine gewaltige Zeltplane gespannt worden unter den Unmengen von Luftballons schwebten.
Auf dem Tisch standen viele leckere Speisen und ihr lief beim hinsehen schon das Wasser im Mund zusammen. Vor allem der Nachtisch sah verführerisch aus.
Es waren schon einige Leute da, neben denen, die Sisilia schon kennen gelernt hatte.
Charly führte Sisilia bis zum Kopfende des Tisches und blieb dann dort mit ihr stehen.
„Darf ich mal um eure Aufmerksamkeit bitten? Ich möchte euch Miss Dorel vorstellen. Von ihr hat Harry eine kleine Wohnung gemietet“, erklärte er und sah dann zu Harry, der im selben Augenblick in den Garten hinaus trat.
„Ich glaube Harry hat da einen richtigen Glücksgriff mit ihr gemacht. Hab ich nicht recht?“, fragte Charly keck in die Runde und grinste.
Harry sah etwas verlegen zu Sisilia, die auch leichte rote Wangen bekam, doch dann nickte er einfach und hob seinen Kopf an.
„Natürlich. Ich habe nicht nur eine eigene Wohnung, sondern auch noch eine hübsche Hauswirtin dazu. Was will ich denn mehr“, er klärte er so selbstbewusst, dass Sisilia es nun war die verlegen wurde.
Charly jedoch tat so, als würde er es nicht bemerken und dirigierte sie einfach zu einem der freien Plätze, an der Seite des Tisches und schob ihr sogar noch Gentleman Like, den Stuhl zurecht.
Nachdem sie sich mit einem Lächeln bei Charly bedankt hatte, wendete sie den Kopf nach rechts und blickte auf den Mann der neben ihr saß. Er hatte helle, leicht schon ergraut wirkende Haare und sein Gesicht, war von ein paar feinen Narben gezeichnet. Seine grauen Augen blickten sie sehr freundlich an, so dass sie ihn auf Anhieb sehr sympathisch fand.
Er streckte ihr sogleich seine Hand entgegen.
„Remus Lupin. Willkommen, Miss Dorel. Es ist mir eine Freude Sie kennen zu lernen”, sagte er und Sisilia schüttelte seine Hand. Er hatte einen angenehm festen Händedruck und sie lächelte zurück.
„Die Freude ist ganz auf meiner Seite, Mr Lupin.“

An diesem Abend durfte sie auch noch Fred und George kennen lernen, die ihre eigene Art hatten, aus Harrys Geburtstag etwas ganz besonderes zu machen, mit ein paar Scherzartikeln aus ihrem Laden, was ihre Mutter wieder mit einem bösen und strengen Blick quittierte.
Wenig später erschienen noch ein paar Leute, unter ihnen Nymphadora Tonks, mit der Sisilia sich von der ersten Sekunde an sehr gut verstand und mit Tonks war noch Kingsley Shacklebolt gekommen, ein Auroren Kollege, vor dem sie irgendwie Respekt hatte, auch wenn sie aus Erzählungen wusste, dass er eine gute Seele war.
Sogar Mad Eye Moody, ließ es sich nicht nehmen, kurz vorbei zu schauen und schlagartig wurde ihr Bewusst, wer der Mann gewesen war, der im Eberkopf am Nebentisch gesessen hatte, als sie ihren Großvater besucht hatte. Doch dieser erkannte sie entweder nicht oder zeigte es zumindest nicht.
Arthur Weasley, der erst sehr spät von der Arbeit nach hause kam, begrüßte sie nur knapp und ging sich dann erst einmal umziehen, bevor er sich zu ihnen an den Tisch setzte, wobei dieser einen sehr gestressten Eindruck machte. Er schien viel zu tun zu haben im Ministerium.

Nach dem Abendessen hatte Charly nicht locker gelassen, bis Sisilia eingewilligt hatte, sich von ihm die Umgebung um das Haus zeigen zu lassen.
So spazierten sie wenig später einen kleinen Feldweg entlang, während der zweitälteste der Weasley Söhne ihr erzählte, wie er früher mit seinen Brüdern hier oben immer Quidditch gespielt hatte.
Oben am Hügel blieben sie dann stehen und blickten auf das Haus der Weasleys hinunter, aus dem nun Musik zu hören und im Garten die lustigen Lampions angezündet worden waren.
Von dort unten konnte sie das fröhliche Lachen der Menschen hören und hatte das erste Mal seit langem wieder das Gefühl daheim zu sein, obwohl sie hier eigentlich eine Fremde war. Aber sie spürte eine wundersame Vertrautheit zu den Menschen hier, was wohl daran lag, dass Albus ihr soviel von ihnen erzählt hatte, dass sie wirklich das Gefühl hatte, alle samt schon lange zu kennen.
Leicht strich sie sich mit den Händen über ihre Oberarme, da es langsam etwas frisch wurde und sie kaum merklich fröstelte.
Da sie in Gedanken war, erschrak sie doch sehr, als Charly plötzlich von hinten seine Arme um sie legte und sie zuckte zusammen.
„Mr. Weasley?“, entfuhr es ihr und sie drehte sich sofort zu ihm um, wobei er wiederum nicht daran dachte sei loszulassen.
„Charly. Wir haben vorhin Brüderschaft getrunken. Schon wieder vergessen?“, fragte er und grinste sie spitzbübisch an.
„Brüderschaft trinken, bedeutet aber nicht, dass du dir sämtliche Freiheiten herausnehmen darfst, mein Lieber. Zumal mir das hier auch viel zu schnell gehen würde.“ Sanft aber bestimmt befreite sie sich aus seiner Umarmung und ging ein Stück weiter nach oben, wobei sie auf einen Felsen kletterte, um eine noch bessere Aussicht zu haben.
Charly lies dennoch nicht so einfach auf und folgte ihr sofort.
„Zu schnell? Ich bin nur noch ein paar Tage hier, bevor ich zurück nach Rumänien und mich wieder um diese großen gefährlichen Drachen kümmern muss.
Wie du siehst. So viel Zeit hab ich leider nicht“, versuchte er ihr grinsend zu erklären.
„Charly, bitte versteh das jetzt nicht falsch“, seufzte sie. „Zum einen bin ich kein Mensch, der Schnellschüsse macht und zum andern lege ich viel Wert darauf, jemanden sehr gut kennen zu lernen, bevor vielleicht mal mehr daraus werden kann. Von mir aus nenn mich ruhig altmodisch, aber ich bin nun mal so“, versuchte sie ihm freundlich aber doch sehr bestimmt klar zu machen.
Er ließ seine Schultern hängen und sah sie nun mit traurigen Hundeaugen an.
„Oh, ich hab schon verstanden. Du hast kein Interesse an mir“, seufzte er geknickt und zuckte mit den Schultern.
„Sei jetzt nicht gleich eingeschnappt oder traurig. Ich mag dich, sonst wäre ich nicht mit dir alleine hier rauf gegangen. Aber versteh bitte, alles andere geht mir zu schnell. Wir kennen uns grad mal ein paar Stunden.“
Sie warf Charly einen Blick zu, doch der nickt nur und blickte dann auf den Ort in der Ferne, wo schon die Straßenlaternen angegangen waren und man Lichter in den Fenstern der Häuser erkennen konnte.
„Es ist ein wunderschöner Ort hier“, sagte sie nach einiger Zeit um ein anderes Thema zu finden.
„Ja, ist es. Das hier ist meine Lieblingsstelle. Wenn ich früher nachdenken wollte, bin ich immer hier rauf gekommen“, seine Stimme klang leise und gedankenverloren.
„Kann ich verstehen. Vielleicht wäre es auch meine gewesen, wenn ich hier aufgewachsen wäre“, erwiderte sie ebenso leise und strich sich mit den Händen erneut fröstelnd über ihre Arme.
„Ich denke, wir sollten zurückgehen. Langsam wird es auch Zeit für mich wieder nach Hause und ins Bett zu gehen“, erklärte sie, doch als sie Charlies Blick sah, fügte sie noch schnell an:
„Alleine.“
Er hob seine Hände, so als meinte er, er hätte doch gar nichts gesagt.
Wortlos gingen sie nebeneinander zurück zu den anderen, die inzwischen das Radio auf die Terrasse gestellt und aufgedreht hatten. Ein paar Paare tanzten miteinander zur Musik der Schicksaalschwestern.
Amüsiert beobachtete Sisilia, wie Arthur und Molly eine flotte Sohle auf das Parkett legten, auch wenn das Parkett nur die Wiese hinter dem Haus war. Auch Ron und Hermine versuchten sich am Tanzen, doch Ron trat Hermine immer wieder auf die Füße, was schließlich und endlich bei den Beiden zu einer heftigen Diskussion führte, bis George dann einfach Hermine schnappte und seinem kleinen Bruder zeigte, wie man eine Frau richtig auf der Tanzfläche zu führen hatte.
Ginnys Aufforderung zum tanzen lehnte Harry ohne Begründung ab und dementsprechend mürrisch starrte die jüngste der Weasleys auf die anderen Paare.
Sisilias Blick wanderte zum Tisch an dem Remus Lupin und Tonks saßen. Sie konnte sehen, dass Tonks mehrere Mal zu den anderen deutete, die tanzten und Remus Lupin jedes Mal heftig den Kopf schüttelte. Woraus sie schloss, dass auch er keine große Lust hatte zu Tanzen.
„Wie sieht es mit uns aus? Einen Tanz wirst du mir doch wenigstens nicht abschlagen?“, fragte Charlie auffordernd und hielt ihr elegant seinen Arm hin, so dass sie gar nicht nein sagen konnte.
„Einen. In Ordnung“, antwortete sie und ließ sich von ihm zu den anderen Tanzenden führen.
Sofort legte er einen Arm um ihre Taille und ergriff ihre Hand.
Sisilia musste nach kurzer Zeit zugeben, dass er ein verdammt guter Tänzer war, was sie nicht erwartet hatte und so wurden aus dem einen Tanz dann doch mehrere. Schließlich dann wurde im Radio ein sehr langsames Liebeslied gespielt, was Charlie dementsprechend ausnutze. Er drückte sich enger gegen sie und nach einiger Zeit legte er auch seine Wange an die ihre. Sisilia versuchte sich ihm unauffällig zu entziehen, doch er hatte kräftige Hände, denen sie nicht wirklich etwas entgegen zu setzten hatte. Trotzdem war sie schon fast erleichtert, als er seinen Kopf wieder zurück nahm. Er blickte sie einen Moment an und sie ahnte schon was er vorhaben würde. Er schmunzelte kurz und wollte sich schon nach vorn beugen, als plötzlich Remus hinter Charly auftauchte und ihm auf die Schulter klopfte.
„Darf ich abklopfen?“, fragte dieser freundlich aber bestimmt. Zuerst sah Charly ihn wütend an, doch dann nickte er nur knapp.
„Ja, sicher“, antwortete er dann und sah dann noch mal leicht zerknirscht zu Sisilia, die jedoch erleichtert aufatmete.
„Danke“, sagte sie leise, als Charlie sich an den Tisch gesetzt hatte und sich einen Drink genehmigte. Remus tanzte wirklich sehr gefühlvoll, fast schon vorsichtig mit ihr.
„Seien Sie Charlie nicht böse. Er ist ein wirklich guter Junge. Ich denke das Leben in Rumänien hat ihn etwas… sagen wir mal rauer gemacht. Sie dürfen nicht vergessen, er muss sich dort Tagtäglich mit den gefährlichsten Drachen herumschlagen. Er hat nicht viel Freizeit und ungefährlich ist der Job auch nicht gerade. Ich beneide ihn nicht, muss ich ehrlich gestehen“, erklärte er ihr.
„Keine Sorge, ich bin ihm nicht wirklich böse. Er ist ein netter Kerl, auch wenn er nicht einsehen will, dass er mir Zeit, lassen muss. Ich meine ich kenne ihn doch erst seit ein paar Stunden und das will er nicht so recht akzeptieren.“
„Charlie wird sich schon zu Benehmen wissen, wenn Sie ihm auf die Finger hauen“, riet Remus und zwinkerte ihr kurz zu. Irgendwie war Remus Lupin ein sehr angenehmer Mensch und Sisilia mochte ihn wirklich sehr gern. Sie hatte sofort das Gefühl, dass sie ihm vertrauen konnte, doch dann warf sie einen kurzen Blick zum Tisch hinüber und erkannte, dass Tonks mit einem eingeschnappten Gesicht herum saß und immer wieder an ihrem Butterbier nippte. Nach einiger Zeit, konnte Sisilia sich das nicht mehr mit ansehen, und so schob sie Remus während dem Tanzen unauffällig in Richtung Tonks hinüber, während sie sich weiter mit Lupin unterhielt. Als sie dann direkt neben dem Tisch angekommen waren, löste sie sich von Remus.
„Bitte seinen Sie mir nicht böse, Remus. Ich kann nicht mehr. Ich fühle mich wie erschlagen. Aber ich bin mir sicher Tonks würde liebend gern meinen Part übernehmen, habe ich nicht recht?“, fragte sie nun zu ihr gewandt.
Zuerst starrt Tonks sie überrascht an, doch dann sprang sie so schnell auf die Beine, dass Remus nicht mal mehr die Zeit hatte zu widersprechen und übernahm, mit einem dankbaren Augenzwinkern Sisilias Platz. Diese lächelte ihr hinterher und sah dann mit einem unschuldigen Blick zu Remus, von dem sie für diese List ein Augenfunkeln erntete.
Mit einem Vergnügten aber dennoch dankbaren Lächeln ging Sisilia dann zu Harry hinüber, der mit dem Rücken an einem Baum gelehnt stand und Fred beobachtete, der mit seiner Mutter tanzte.
„Gefällt Ihnen Ihr Fest?“, fragte sie ihn, als sie ihn erreicht hatte und musterte sein Gesicht.
„Es ist seit langem wieder mal ein Tag, an dem ich wenigstens etwas glücklich bin“; gab er leise, aber dennoch ehrlich zu.
„Es werden auch weitere glückliche Tage folgen, Mr. Potter. Ich bin davon überzeugt, weder mein Onkel, noch Ihr Pate hätten gewollt, dass Sie immer nur Trübsal blasen. Das Leben muss weiter gehen. Es gibt Menschen, denen Sie sehr wichtig sind. Vor allem den Menschen, die hier sind. Ihr Freund Ron zum Beispiel…“, sie deutet mit dem Kopf kurz zu ihm, der auf einem Stuhl saß, Hermine auf seinem Schoß und beide küssten sich.
„Ron, wäre im Quidditch nicht so weit gekommen, wie er es ist, wenn er Sie nicht hätte. Oder die beiden hätten sich vielleicht auch nicht bekommen“, erklärte sie mit einem Zwinkern.
„Miss Granger… ich glaube sie würde sich immer noch hinter ihren Büchern verstecken, wenn Sie es nicht geschafft hätten, sie immer wieder hinter diesen hervor zu holen. Und was ist mit ihrer kleinen Freundin? Ginny ist ihr Name nicht wahr?“, fragte Sisilia nach.
„Sie ist nicht meine Freundin, jedenfalls nicht so, wie Sie glauben“, wehrte Harry sich gleich.
„Nicht? Tut mir leid, ich hatte den Eindruck…“, sie brach ab, da sie sich sicher war, einen wunden Punkt bei Harry erwischt zu haben und kurz ging ihr Blick zu Ginny die mit mürrischem Blick den Kopf in dem Moment abwandte, als Sisilia zu ihr sah.
„Sagen Sie, Mr. Potter. Wann haben Sie morgen vor einzuziehen?“, wechselte sie das Thema.
„Ich dachte ich tauche so am frühen Nachmittag auf, wenn Ihnen das Recht ist“, antwortete er sichtlich erleichtert darüber, dass sie von etwas anderem sprach.
„Hervorragend, das passt mir sehr gut“, gab sie zurück.
„Nun, ich hoffe Sie sind mir nicht böse, wenn ich mich jetzt so langsam verabschiede. Doch ich hatte einen anstrengenden Tag und sollte wenigstens einmal in der Woche vor Mitternacht ins Bett kommen“, erklärte sie ihm mit einem Augenzwinkern.
„Schade, dass Sie schon gehen wollen. Aber ich kann es verstehen und bin nicht böse. Wir sehen uns ja dann morgen.“
„Genau so ist es. Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß und genießen Sie den Abend mit ihren Freunden zusammen. Ich beneide Sie um ihre Freunde, wirklich. Sie sind alle wunderbar“, sagte sie nun leise.
„Ja, das sind sie. Danke, das werde ich tun, Miss D... Dorel“, gab er zurück und sie reicht ihm die Hand zum Abschied.
Doch genau in dem Augenblick spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter und als sie sich umdrehte erkannte sie Charlie hinter sich, der sie mit einem Ausdruck des Bedauerns ansah.
„Du willst uns doch nicht etwa schon verlassen? Die Party fängt doch jetzt erst richtig an.“
„Es tut mir leid, Charlie. Ich bin wirklich schrecklich müde. Ich bin seit heut morgen um fünf auf den Beinen. Ich sehne mich einfach nach meinem Bett, auch wenn es mir hier wirklich sehr gut gefällt und die Menschen hier alle so bezaubernd und nett sind.“
Einen Moment schien Charlie zu überlegen, doch dann drückte er Harry sein Glas in die Hand, es sah so aus, als hätte er sich dort einen Feuerwhisky eingeschenkt und lächelte Sisilia dann an. Ihr schwante, was jetzt wohl kommen würde und keine fünf Sekunden später wusste sie, dass sie Recht gehabt hatte.
„Dann erlaube mir wenigstens, dich nach Hause zu bringen. Eine so hübsche junge Dame, sollte um diese Uhrzeit nicht mehr alleine auf der Straße sein. Vor allem nicht in diesen Zeiten.“
Elegant reichte er ihr zum wiederholten Male an diesem Tag seinen Arm und Sisilia war hin und her gerissen.
„Aber ich muss doch nur apparieren“, versuchte sie sich rauszureden, doch er ließ sich nicht davon abbringen, sie nach Haus begleiten zu wollen, weil es viel zu gefährlich für sie alleine wäre. So gab sie des lieben Friedens Willen nach und verabschiedete sich dann von den andern allen, die es ebenfalls bedauerten, dass sie schon gehen wollte.
Bei Charlie Weasley eingehakt, verließ sie dann den Fuchsbau und nachdem sie ihm ihre Adresse genannt hatte, disapparierte sie zu ihrem Haus.
Kurz nach ihr tauchte der zweite Weasley Sprössling auch vor ihrer Haustüre auf und brachte sie noch die Stufen nach oben, bis zur Türe.
„Vielen Dank, fürs heimbegleiten“, sagte Sisilia und streckte ihm ihre Hand entgegen.
„Willst du es dir nicht vielleicht doch noch überlegen und mich auf einen Kaffee zu dir rein bitten?“, versuchte Charlie es noch einmal.
„Du gibst wohl nie auf, was?“
„Nein“, schmunzelte er schon fast siegessicher.
„Charlie. Sei mir nicht böse. Ich muss wirklich ins Bett. Alleine!“, fügte sie noch schnell an, als sie das kurz funkeln in seinen Augen sah. Danach sah er sie so enttäusche an, wie ein kleiner Junge, dem man sein Lieblingsspielzeug weggenommen hatte.
„Schade. Wirklich. Du weißt nicht, was dir entgeht“, gab er leicht trotzig zurück, lächelte dann aber gleich wieder.
„Aber ich weiß, was mir entgehen würde, wenn ich dich noch herein bitten würde. Schlaf, den ich ganz dringend brauche“, konterte sie jetzt.
„Trotzdem schade“, fügte er noch schnell an, machte einen schnellen Schritt vorwärts und presste seine Lippen frech und fordernd auf die ihren noch ehe sie reagieren konnte.
„Charlie“, protestierte sie laut auf, als er sie endlich wieder los ließ.
„Genau, das ist mein Name und wenn du Nachschub willst, weißt du, wo du mich finden kannst“, erklärte er, schickte ihr noch einen Handkuss durch die Luft und verschwand dann mit einem etwas lauteren Plopp in der Dunkelheit.
„Das gibt es doch nicht“, sagte Sisilia leicht empört und stemmte dennoch amüsiert eine Hand in ihre Hüfte.


*****


Amüsiert schüttelte er den Kopf, während er hinter einem der Rhododendrenbüsche stand und das Geschehen vor der Haustüre von Sisilia beobachtet. Ein Schmunzeln huschte über seine Lippen und er lehnte sich mit vor der Brust verschenkten Armen an den Baum neben sich.
Er hatte wohl gewusst, dass Charlie nichts anbrennen läst, doch er hätte nicht erwartet, dass dieser sich an ausgerechnet an Sisilia ran machen würde. Doch ihm gefiel ihre Art, wie sie diesen hatte abblitzen lassen.

Selbst nachdem sich der Weasley Sprössling verabschiedet und Sisilia sich schlafen gelegt hatte, blieb der Mann weiterhin im Garten stehen, den er die ganze Zeit beobachtete und ein Auge auf alles hatte. Sicher war sicher.
Und Morgen würde er am Besten versuchen noch mal mit ihr zu reden, wenn sie nicht selber auf die Idee kommen würde… Was er aber hoffte, denn dann könnte er sich dieses Gespräch ersparen, was einiges leichter machen würde, zumindest für ihn.

Erst am frühen Morgen, als die Sonne ihre ersten Strahlen ausschickte und die Welt in ein warmes und freundliches Licht tauchte, verschwand der Mann wieder so lautlos, wie er aufgetaucht war.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Daniel musste nicht nur schwimmen, spielen, Dialoge sprechen und auf Monster reagieren, die später per Computer hinzugefügt wurden, sondern er trug dabei auch Schwimmflossen an Händen und Füßen. All das absolvierte er sieben Meter tief unter Wasser in völliger Dunkelheit – bis ihm die Luft ausging und er das Zeichen gab: Einer der Stuntleute schwamm dann zu ihm hin und gab ihm seine Sauerstoffmaske zurück. Eine wirklich unglaubliche Leistung.
Greg Powell über Unterwasser-Dreharbeiten