Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Unbreakable Truth - Kapitel 7. Schutzzauber mit Hindernissen

von Sisilia D.S.

7. Schutzzauber mit Hindernissen



Nachdem Sisilia am nächsten Morgen aufgewacht war, hatte sie sofort eine Eule an ihren Großvater geschickt und ihn gebeten ihr zu helfen, einen Schutzzauber auf ihr Haus zu legen. Sie sagte ihm aber nicht, von wem sie den Rat hatte, sondern stellte es ihm gegenüber so dar, als sei es ihr selber eingefallen.
Während sie dann anschließend am Frühstückstisch saß und ihren Tee trank verschluckte sie sich fast, als plötzlich wieder der schwarze Kater neben ihr auf einen der Stühle sprang und sie neugierig musterte.
„Wie kommst du denn hier rein?“, fragte sie verdutzt und sah ihn an, doch er reagierte nicht auf ihre Worte.
Hatte sie das denn erwartet? Hatte sie geglaubt er würde ihr antworten oder vom Stuhl springen und ihr zeigen, durch welches Schlupfloch er ins Haus gefunden hatte? Sie schüttelte über ihre eigne Dummheit den Kopf.
Der Stubentiger legte den Kopf etwas schief und fast hatte sie das Gefühl, der Kater würde versuchen ihre Gedanken zu lesen, so eindringlich musterte er sie.
„Du bist schon ein komischer Kerl, weißt du das?“, sagte sie nun nachdenklich und reichte ihm etwas von dem Käse ihres Brotes. Doch er ging ein Stück rückwärts und musterte sie weiterhin.
„Oh, ich vergaß. Der Herr ist ein Prinz und lässt sich nicht füttern und auch nicht anfassen. Mit dir hab ich mir ja was Schönes angefangen. Aber ich bin selber Schuld. Eigentlich weiß ich ja, dass man, wenn man eine Katze füttert, sie damit auch adoptiert. Gut, dann lass uns mal sehen, was wir dem Herrn zu essen geben könnten. Ich kann dich jedenfalls nicht nur mit Würstchen füttern, zum einen wäre das ungesund und langweilig, und zum andern wirst du dann nur fett.“
Überlegend ging sie nun zum Schrank und suchte etwas heraus, was sie ihrem neuen Hausgenossen geben konnte und fand dann auch etwas. Zuerst wollte sie, wie es eigentlich üblich ist, den Teller wieder auf den Boden stellen, doch als sie seinen Blick sah, seufzte sie auf und stellte ihn auf den Tisch. Doch erst als sie einen Schritt zurückgegangen war, sprang er auf den Stuhl und begann er sich über das Essen herzumachen, ließ sie dabei aber nicht aus den Augen.
Zuerst wartet sie noch einen Moment, doch dann griff sie nach ihrer Tasse, natürlich sehr vorsichtig und langsam, während der Kater sie immerzu ganz genau musterte. Nachdenklich leerte sie noch ihren Tee, bis der Kater alles aufgefressen hatte und sich über sein Mäulchen leckte, mit einem leisen Miau von dem Stuhl sprang und aus der Küche verschwand.
Belustigt schüttelte sie den Kopf, räumte das Geschirr weg und ging hinaus, da sie sich überlegt hatte, bis sie Antwort von Aberforth bekommen würde, ihr Treppe und Veranda etwas zu renovieren und mit ein paar Blumen zu schmücken, zumal es auch noch herrlichstes Wetter war.
Aber zuerst musste sie Harry noch darüber informieren, was sie vorhatte. Auch wenn sie nicht glaubte, dass er einen Einwand haben würde, wollte sie ihn dennoch fragen, was er davon hielt.
So trat sie in die jetzt schon warme Morgensonne hinaus und schloss einen Moment die Augen, während sie sich die Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen ließ. Sie wollte gerade die Stufen in den Garten hinunter gehen, als sie plötzlich bemerkte, dass Harry unten am Treppenabsatz stand und zu ihr hoch sah. Leicht erschrocken zuckte sie zusammen, da sie ihn nicht hatte kommen hören, geschweige denn gesehen.
Ihre Hand zuckte kurz zu ihrer Brust, doch dann lächelte sie.
„Guten Morgen, Harry. Na, Gut geschlafen?“, frage sie und blinzelte etwas in die flach stehende Sonne.
„Wir ein Murmeltier“, gab er lächelnd zurück.
„Und auch etwas Schönes geträumt?“, fragte sie, während sie langsam die Stufen zu ihm nach unten schritt.
„Ja, etwas…“
„Pst“, unterbrach sie ihn. „Nicht erzählen, sonst geht es nicht in Erfüllung. Außer es war kein schöner Traum, dann wäre es besser, wenn du es erzählst“, erklärte sie ihm.
„Dann behalte ich es lieber für mich“, grinste er jetzt.
„Hast du schon Gefrühstückt?“
„Ja. Das heißt, ich hab mir Tee gemacht und ein paar Kekse gegessen“, erklärte er.
„Möchtest du vielleicht…“, wollte sie gerade fragen und deutete durch die offene Haustüre in die Wohnung hinein.
„Nein, danke ich hab keinen wirklichen Hunger“, erklärte Harry. „Was hast du denn heute noch so vor?“; fragte er sie und sah sich kurz etwas um.
„Zum einen wollte ich kurz mir dir reden und dann hab mir überlegt, die Veranda etwas zu verschönern. Neue Farben, ein paar Blumen und so weiter.“
„Um was geht es denn?“, fragte Harry nun neugierig und blickte sie fragend an.
„Setzt dich doch“, forderte sie ihn auf und nahm selber einfach auf Stufen vor dem Haus platz.
„Hör zu. Ich hab mir heute Nacht etwas überlegt. Du musst wissen, ich hab bis jetzt keinerlei Schutzzauber auf dem Haus. Aber ich denke, das ist nicht gut und ich würde das gern ändern. Ich hab auch schon meinem Großvater geschrieben und ihn gebeten mir zu helfen. Ich warte noch auf seine Antwort.“
„Wegen mir, musst du das aber nicht tun“, wehrte Harry gleich ab.
„Ich mach das nicht nur wegen dir, Harry. Ich habe selber auch etwas Angst. Vor allem in diesen Zeiten. Ich denke, jeder sollte das tun, um sich und sein Heim zu schützen.“
Sie versuchte recht locker zu klingen, als sie das sagte und sah von Harry in den Garten.
In der Nähe von drei Birkenbäumen, neben einem Rhododendron Busch, sah sie den Kater sitzen, der sie zu beobachten schien.
„Kann ich vielleicht irgendwie helfen?“, fragte Harry nun mit einem neugierigen Blick, worauf Sisilia schmunzelte und nickte.
„Ich habe nichts dagegen. Aber ich muss gestehen, dass ich vom Fideliuszauber nicht viel Ahnung habe. Es muss wohl einiges vorbereitet werden …“, nachdenklich, „aber mein Großvater soll ihn kennen. Er war wohl schon dabei, als er auf ein Haus gelegt worden ist“, erklärt sie jetzt und mustert Harry.
„Wow. Den Unauffindbarkeitszauber?“
Harry sah sie mit offenem Mund an.
„Unter anderem, Harry. Aber auch einen Antiapparierzauber möchte ich auf das Haus legen. Ich denke Grandpa wird schon wissen, was wir zu tun haben“, gab Sisilia dann nachdenklich zurück. „Aber bis ich einen Antwort von ihm habe, will ich mich noch etwas am Haus beschäftigen.“
„Dann könnte ich dir doch auch helfen. Was willst du als erstes tun?“
„Der Eingang sieht fürchterlich aus. Die Farbe blättert von der Wand und es sieht irgendwie langweilig aus. Hier fehlen unter anderem ein paar schöne Blumen“, sagte sie nachdenklich mit einem Blick auf den Weg vor dem Haus und die Veranda.
„Gut, dann werde ich den Wänden einen neue Farbe verpassen und du kannst das Gebäude mit Blumen schmücken“, schlug Harry jetzt mit einem gewissen Tatendrang vor.
„Wirklich?“, fragte Sisilia überrascht.
„Ja, wirklich. Ich muss doch meine Miete irgendwie abarbeiten und mein schlechtes Gewissen beruhigen. Außerdem war das doch so abgemacht“, erklärt er jetzt grinsend.

Gesagt getan.
Doch da Sisilia weder Farbe noch Blumen noch sonstiges Werkzeug und Utensilien hatte, beschlossen sie noch einkaufen zu gehen.
Schmunzelnd führte Sisilia Harry hinter das Haus, zu einer alten Scheune, die in eine Garage umgewandelt worden war.
Es stand auch ein Gefährt darin, welches mit einer Abdeckplane zugedeckt worden war. Harry half ihr diese von dem Wagen zu entfernen und staunte nicht schlecht, als ein uralter Ford Capri in einem Goldton zum Vorschein kam.
Er war zwar etwas verstaub, doch mit einem kurzen Schlenker von Sisilias Zauberstab glänzte der Wagen, wie frisch poliert.
Zuerst hatte sie etwas bedenken, ob der alte Ford überhaupt anspringen würde, doch zu ihrer beider Überraschung, sprang er sofort an und schnurrte wie ein Kätzchen.
Fast schon stolz, fuhr Sisilia mit dem Auto aus der Garage und selbst Harry war irgendwie angetan von dem schnittigen Oldtimer.
Doch nicht nur er. Auch auf der Straße, wendete sich der ein oder andere um oder die Leute deuteten sogar auf sie, was Sisilia aber nur noch mehr strahlen ließ. Sie liebte diesen Wagen, der noch ihren Eltern gehört hatte und auch, wenn sie ihn heute das erste Mal selber fuhr, war es ihr, als wäre sie schon Jahrelang vertraut mit ihm.

Schnell hatten sie alles gefunden, was sie für die Renovierung benötigten und nachdem sie bei einem Gärtner noch einige wunderschöne Blumen besorgt hatten, fuhren sie mit einem knallvollen Kofferraum wieder zurück.
Bei ihrer Ankunft stellte Sisilia den Wagen sofort wieder zurück in die Garage und Harry begann, die Sachen auszuräumen und zur Veranda zu tragen.
Sisilia kümmert sich mit großer Hingabe um die Blumen und pflanzte einige in ein paar Kübel, während sie andere am Weg zum Haus in die Erde setzte.
Währenddessen begann Harry schon damit, die Türen und Fensterrahmen zu streichen, die er zuvor abgeschmirgelt hatte. Zwar hatte er dafür Zauberei verwandt, aber das war in Ordnung, denn von außen konnte kein ungebetener auf das Haus sehen. Während Harry noch mit dem Streichen der Tür beschäftigt war, schmirgelte das Schmirgelpapier noch an den Fensterrahmen herum.
Genau in dem Moment, als Sisilia den letzten Kübel bepflanzt hatte, und ihn auf die Stufen nach oben schweben lies, landete eine Eule mit einem leisen Schuhu vor ihr auf dem Geländer und streckte ihr Bein mit einem daran gebundenen Brief in ihre Richtung aus.
Schnell wischte Sisilia sich ihre mit Erde verdreckten Hände an ihrer sowieso schon schmutzigen Hose ab und band den Brief los.
„Ist das die Antwort deines Großvaters?“, fragte Harry, der sich jetzt an das Geländer lehnte und zu ihr herunter beugte.
„Ich hoffe es“, gab sie zurück und entfaltete das Pergament.
„Ja, es ist von ihm. Er schreibt, dass er gegen sieben vorbeikommt. Früher ist es ihm nicht möglich. Ein Bekannter wird dann so lange auf die Kneipe achten, bis er wieder zurück ist.“
„Das heißt wir haben genügend Zeit, das hier alles fertig zu machen“, lächelte Harry und machte sich daran, dem nächsten Fensterrahmen ein strahlendes Weiß zu verpassen.
„Sag mal, Harry. Warum machst du dir soviel Mühe und streichst alles von Hand? Mit einem Zauber, würde das doch viel einfacher gehen?“
„Harry hielt inne und drehte sich nun langsam zu ihr um.
„Ganz ehrlich?“, fragte er etwas verlegen. „Ich habe nicht daran gedacht, wahrscheinlich auch einfach noch Gewohnheit.“, erklärte er und zog seinen Zauberstab. Er hatte ja bis vor ein paar Tagen nicht außerhalb von Hogwarts zaubern dürfen.
Von da an, beobachtete Harry kritisch den Pinsel, der jetzt die Farbe auf das Holz aufbrachte, und jedes Mal, wenn er nicht wirklich zufrieden war, nahm er einen andern Pinsel und besserte von Hand nach.
Mit einem Schmunzeln sah sie Harry einen Moment lang zu, bis ihr die Eule sanft in den Finger biss, als sie sich an das Geländer gelehnt hatte.
„Verzeih, dich hab ich ganz vergessen“, entschuldigte sie sich bei dieser, zog einen Knut aus ihrer Tasche und gab ihr diesen. Mit einem kehligen Laut hob die meliert gefiederte Eule dann ab und flatterte in den strahlend blauen Himmel davon.
Sisilia beendete ihr Arbeiten mit den Blumen, ließ aber die andern Blumenkästen erst noch vor der Veranda stehen, bis sie diese ganz fertig hatten.
Sie ging sich die Hände waschen und half anschließend Harry, beim Streichen, wobei sie von Anfang an Zauberei verwendete und sich jetzt um die Wände kümmerte, die einen leichten fliederfarbenen Ton bekamen, der nur im Sonnenlicht, so richtig zur Geltung kam. Bei Regen würde das Haus einfach nur weiß aussehen.
So waren sie eine ganze Zeit lang beschäftigt, bis Sisilias Magen laut zu knurren begann und Harry sich irritiert zu ihr umsah.
„Ich denke ich sollte, mal etwas zu Essen machen“, gab sie kleinlaut zu, „und du wirst heute bei mir Essen. Wer so fleißig arbeitet, braucht auch etwas Anständiges zu Essen“, sagte sie, bevor Harry widersprechen konnte und verschwand, nachdem der Pinsel mit einem Platschen in den Farbeimer gefallen war, in der Küche.
Noch während Sisilia die Kartoffeln schälte, betrat Harry in die Küche.
„Sisilia, ich hab mich gefragt, nun … ich hab vorhin in der Garage noch Gartenmöbel gesehen und auch eine Art Hollywoodschaukel. Wäre das nicht etwas für die Veranda?“, fragte er und Sisilia sah ihn nachdenklich an.
„Warum nicht, aber soweit ich weiß, ist das alles nicht gerade in einem gutem Zustand“, gab sie zu bedenken.
„Ich schaue es mir mal an, vielleicht, braucht es auch nur etwas Farbe“, schmunzelte er und verschwand wieder.
Sie konnte dann nur immer wieder ein Hämmern und einen nicht definierbaren Krach hören. Mit irgendwas schien Harry sehr beschäftigt zu sein.
Erst als sie den Auflauf im Backofen hatte, war es ihr schließlich möglich nachsehen zu gehen.
Ihr Augen wurden groß, als sie sah, dass Harry die Hollywoodschaukel so umgebaut hatte, dass er sie am hinteren Ende der Veranda an der Decke befestigen hatte können, so dass man bequem hineinsetzen und schaukeln konnte.
Vor dem Fenster hatte er einen Tisch und drei sehr bequeme Stühle platziert, von denen er gerade dem ersten eine neue Farbe verpasste. Ein wunderschönes Altsilber.
Wie er das auch immer hinbekam, es sah fantastisch aus und wirkte verdammt edel.
„Wow, Harry. Du bist ja ein richtiger Künstler. Das sieht ja schöner aus, als es ausgesehen hat, als es noch neu war“, sagte sie anerkennend. Harry schmunzelte und fuhr sich mit den Händen durch seine Haare, wobei er dabei ausversehen etwas von dem Silber hineinschmierte.
„Ach was, das ist im Grunde nur Zufall. Ich hab einfach etwas ausprobiert. Dass es so nett rauskommt, hätte ich nicht gedacht. Aber es freut mich, wenn es dir gefällt.“
Sisilia half ihm gleich mit dem Tisch und den andern Stühlen und betrachtete sie dann mit einem strahlenden Lächeln.
„Sag mal Harry, was meinst du, sollen wir hier draußen essen?“, fragte sie plötzlich in die Stille hinein.
„Ich weiß nicht, ob das alles dann schon trocken sein wird“, gab Harry zu bedenken, doch Sisilia winkte ab, zog ihren Zauberstab und ließ einen heißen Wind gegen die Möbel blasen, der diese in wenigen Minuten ganz trocknete.
„Ok. Dann gibt es heute Essen auf der Veranda“, grinste er und probierte gleich einen Stuhl aus.

Nachdem Mittagessen hatten sie sich in die Hollywoodschaukel gesetzt und sahen zu, wie die Pinsel immer wieder in die Eimer tauchten und auch noch den letzten Stellen an der Hauswand einen neuen Anstrich verpassten.
„So arbeitet man doch gern“, schmunzelte Harry, der ein Glas mit Saft in der Hand hatte und durch einen Strohhalm daraus trank.
Sisilia nickte, ließ die Blumenkästen an das fertig gestrichene Geländer schweben, machte sie daran fest und betrachtete die in den schönsten Farben leuchtenden Pflanzen.
„Einfach wunderbar. Ja, so kann man leben“, gab sie zurück und ließ mit einem Schlenker ihres Zauberstabes Pinsel und leere Farbeimer verschwinden.
Sie wollte Harry gerade vorschlagen, dass sie ja noch ein Eis essen könnten, als jemand durch den Garten auf sie zukam.
Harry hatte den Mann zuerst bemerkt und richtete sich kerzengerade auf.
Aufgrund der Reaktion von Harry wendete Sisilia ebenfalls den Kopf und sah in dieselbe Richtung.
Als sie ihren Großvater erkannte, sprang sie auf und lief ihm entgegen.
„Grandpa“, rief sie und als sie ihn erreicht hatte, schlang sie ihre Arme um ihn und gab sie ihm einen Kuss auf die Wange, fast so, wie es kleine Kinder gern taten.
Aberforth Dumbledore legte seine Hand an ihre Wange und küsste sie sanft auf die Stirn. Jeder der ihn kannte, hätte diesem so eine Zärtlichkeit gar nicht zugetraut. Der Mann mit seinem hellgrauen Bart und ebenso hellgrauen Haar, trug eine Art hellbeige Tunika und dunkelbraune Hosen dazu, die nicht mehr die Neuesten zu sein schienen. Unter dem Arm trug er ein dickes und auch zerschlissenes Buch mit sich.
Eigentlich kannte Harry ihn nur aus dem Eberkopf. Nein, das stimmte nicht, einmal hatte er ihn in Hogsmeade gesehen, als er mit Mundungus gesprochen hatte, der damals das Haus von Sirius geplündert und versucht hatte, die Dinge zu verkaufen.
Harry sah den beiden entgegen, als sie wieder zurück kamen und stand dann auch auf, um ihnen bis zur Treppe entgegen zu gehen.
„Harry Potter“, sagte Aberforth grinsend und musterte den jungen Mann einen Moment. „Sie sind erwachsen geworden“, sagte er nachdenklich.
„Sir“, gab Harry zurück und nahm die ihm entgegen gestreckte Hand an und schüttelte sie.
„Grandpa, ich dachte Harry könnte uns doch dabei helfen, wenn wir die Schutzzauber auf das Haus legen oder nicht?“, fragte Sisilia jetzt und sah in das für einen Moment nachdenkliche Gesicht von Aberforth, der, wenn man ihn genau betrachtete, einige Gesichtszüge besaß, die denen von Albus sehr ähnlich waren.
„Warum nicht, drei starke Zauber sind besser als nur zwei. Ich finde die Idee nicht mal so schlecht“, antwortete er ihnen mit leicht kratziger Stimme.
„Sie kennen sich damit aus, Sir?“, fragte Harry jetzt neugierig.
„Nun, sagen wir mal so. Ich war schon bei einigen erstellten Schutzzaubern zugegen, auch wenn ich nie der leitende Magier dabei war. Es wird nicht einfach werden, aber ich bin sicher, dass wir es zusammen schaffen. Doch tun Sie mir einen Gefallen, Mr. Potter. Nennen Sie mich nicht Sir. Ich bin weder ein Schulprofessor, noch sonst ein höher gestelltes Tier. Und wenn es Ihnen schwer fällt, mich Dumbledore zu nennen, sagen Sie Abe zu mir, so nennen mich die meisten, die in meine Kneipe kommen, das bin ich gewohnt“, sagte er mit einem Augenzwinkern, was Harry kurz schlucken ließ.
„Gut, aber nur wenn Sie mich Harry nennen“, antwortete dieser daraufhin und Sisilia merkte, dass ihn die Idee, ihren Großvater seinem Spitznahmen zu nennen, leichter fiel, als ihn mit Nachnahmen anzusprechen.
Harry musste Albus sehr gern gehabt haben, denn immer wenn das Gespräch auf diesen kam, wurde er sehr bedrückt.
„Mit Vergnügen, Harry“, gab Aberforth zurück und betrachtete das Haus jetzt.
„Sieht irgendwie anders aus. Viel freundlicher, was hast du damit angestellt?“, fragte er Sisilia mit funkelnden Augen. Selbst Harry musste in dem Moment auffallen, dass der alte Aberforth oder Abe, wie er von allen genant wurde, in der Gegenwart seiner Enkelin aufzublühen schien und nicht mehr der alte grießkremig Wirt vom Eberkopf war.

Nach einem kleinen Smalltalk auf der Veranda, verbunden mit einer gemütlichen Tasse Tee und ein paar Keksen, die aber nicht selber gemacht, sondern gekauft waren, legte Aberforth, das Buch auf den Tisch, welches er mitgebracht hatte.
„Gut, mit welchem Zauber wollen wir anfangen?“, wollte er wissen und musterte jetzt den Kater, der er sich auf der Hollywoodschaukel gemütlich gemacht hatte und sie die ganze Zeit schon eingehend beobachtete.
„Irgendwas an seinem Blick kommt mir bekannt vor“, überlegte er laut, doch dann schüttelte er den Kopf und wandte sich wieder dem Buch zu.
„Antiapparierzauber?“, fragte er dann, schlug nachdem Sisilia zustimmend nickte die entsprechende Seite auf und schob es Sisilia zum durchlesen hin. Er selber stand auf und ging ein paar Schritte vom Haus weg.
„Nur das Haus oder auch das Gründstück?“, wollte er dann wissen.
„Ich denke, es wäre Sinnvoller das ganze Grundstück“, antwortete Sisilia ihm, wobei Harry zustimmend nickte.
„Gut, dann das ganze Grundstück. Sisilia, hilfst du mir dabei?“
Den Zauberspruch vor sich hinmurmelnd, den sie gerade nachgelesen hatte, ging Sisilia nun zu ihrem Großvater hinunter. Dieser hatte seinen Zauberstab gezogen und sah sie abwartend an, bis auch sie ihren Zauberstab in der Hand hatte.
Harry beobachtete beide, wie sie dieselbe, sehr kompliziert aussehende Bewegung mit ihren Zauberstäben machten und nach der dritten Wiederholung noch etwas riefen, was er nicht wirklich verstehen konnte. Für ihn, klang es so, als hätten sie einen Satz rückwärts gesprochen.
Hellgrüne Funken stoben aus ihren Stäben und verteilten sich über das Grundstück und dem Haus wie ein kleines Feuerwerk, das langsam zu Boden rieselte. Kurz, für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde, glühte beides, Gebäude und das Gelände darum auf, doch dann war das Leuchten wieder verschwunden und alles war wieder wie zuvor.
Harry starrte mit offenem Mund von einem zum andern.
Es war immer wieder interessant neue Zauber zu sehen und diese vielleicht zu lernen. Er fühlte sich in dem Moment wieder, wie ein kleiner Schüler, der keine Ahnung hatte, was da wirklich vor sich ging.
Aberforth nickte seiner Enkelin aufmunternd zu und erklärte ihr etwas, von dem Harry nur Bruchteile hörte, wie versteckt und unsichtbar. Langsam stand er auf und ging zu den beiden auf die Wiese hinunter. Als er neben sie trat, lief der kleine schwarze Kater, der Harry gefolgt war an ihnen vorbei und verschwand in einer der dichten Hecken. Sisilia grinste, als sie dem kleinen Teufel hinterher blickte, doch dann sah sie Harry entgegen.
„Harry, ich hab meinen Großvater gerade gefragt, ob du nicht auch mithelfen könntest bei dem Fidelius, wenn du möchtest“, schlug sie ihm vor und sah von einem zum andern.
„Harry, ich hab nichts dagegen, wenn Sie es sich zutrauen. Albus hat immer gesagt, was für ein gelehriger Schüler Sie waren. Es ist auch eigentlich nicht so schwierig, wenn man weiß, auf was man zu achten hat. Normalerweise sind immer 4 Personen nötig um den Zauber auszuführen, doch ich denke ich werde auch die Aufgabe von zwei schaffen. Ich habe es schon mal mit meinem Bruder zu zweit getan und es hat auch funktioniert“, erklärte er ganz ruhig.
„Ich, ja. Sicher wenn ich darf. Ich würde gern dabei sein, wenn Sie den Fidelius Zauber anwenden. Ich hab mich schon immer gefragt, wie der funktioniert.“
„Gut, dann lasst uns anfangen“, er hob seinen Zauberstab und richtete ihn auf seine Handfläche, in der von der einen Sekunde ein Pergament in der Hand hatte, doch dann zögerte er einen Moment.
„Sisilia, wen hast du dir als Geheimniswahrer erwählt?“, wollte er nun wissen.
„Oh, ich … nun, ich weiß nicht“, gab sie ehrlich zurück, sie hatte sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht.
„Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte, Sisilia. Warum bist du nicht dein eigener Geheimniswahrer? Keiner würde glauben, dass jemand bei seinem eigenen Haus der Geheimniswahrer ist.“
Nachdenklich sah Sisilia zu Aberforth und der nickte jetzt nachdenklich.
„Ich finde die Idee nicht mal so verkehrt. Der junge Mann, hat wirklich was im Kopf. Warum nicht?“, jetzt war es Abe, der Sisilia fragend ansah.
„Wenn ihr meint, dass das eine Gute Idee ist?“
Harry und Aberforth nickten jetzt aufmunternd zu ihr und so stimmte Sisilia Harrys Vorschlag zu.
„Gut, dann machen wir es so“, erklärte sie und blickte dann abwartend auf ihren Großvater, der dann den Zettel nahm und ihn Harry reichte.
Er wiederholte das von vorhin und reichte Sisilia einen andern Zettel.
„Der Geheimniswahrer beginnt mit dem Zauberspruch, dann werde ich meinen sagen, danach kommt Harry an die Reihe. Den Abschluss mache dann wieder ich. Es ist äußerst wichtig, dass ihr den Zauber nicht unterbrecht, bis das Haus und alles was wir schützen wollen, nicht mehr zu sehen ist. Außer von Sisilia. Du musst eben warten, bis wir unsere Zauberstäbe gesenkt haben. Also auf keinen Fall unterbrechen. Soweit verstanden?“, fragte er und Harry und Sisilia nickten. Dann erklärte er ihnen noch, wie sie ihren Zauberstab halten sollten, auf was sie ganz genau aufzupassen hatten und dass sie ganz langsam und sehr deutlich sprechen mussten.
Sisilia war sichtlich nervös und murmelte immer wieder den Spruch, den sich vor sich von dem Zettel ablas, genauso wie Harry ihr es dann nachtat.
Während der Zeit überlegte Abe einen Moment, schickte anschließend jeden von ihnen zu einem bestimmten Punkt vor dem Haus, so dass sie alle fünfzehn Meter auseinander standen und gab Sisilia dann ein Zeichen, dass sie anfangen sollte.
Diese nickte, hob ihre Hand mit dem Zauberstab in die Höhe und machte ein paar umständlich aussehenden Bewegungen, die Aberforth ihnen vorhin gezeigt hatte. Mit dem Zauberstab auf das Haus gerichtet, begann sie dann langsam und sehr deutlich ihren Text von dem Pergament laut vorzulesen. Es waren Lateinische und Griechische Worte, die weder Sisilia noch Harry wirklich verstanden, und sie hoffte sehr, dass sie diese alle auch richtig aussprechen würde.
Kaum hatte sie das letzte Wort gesagt, passierten zwei Dinge auf einmal. Das Papier in ihre Hand ging mit der letzten Silbe in Flammen auf und erschrocken ließ sie es auf den Boden fallen. Doch zur selben Zeit, schossen tiefdunkelviolette Lichtstrahlen aus ihrem Zauberstab, die sich wie ein Netz über das Gebäude spannten. Zum Glück hatte sie den Zauberstab nicht bewegt, als das Papier in ihrer Hand zu brennen begonnen hatte.
Ein kurzer Blick zu ihrem Großvater zeigte ihr, dass sie wohl alles Richtig gemacht hatte. Aberfort tat es seiner Enkelin jetzt gleich und richtete ebenfalls seinen Zauberstab auf das Haus. Doch aus seinem Stab schossen dunkelrote, kaum erkennbare Fäden, die sich auf das Netzt, welches aus Sisilias Stab gekommen war, legte und sich mit ihm verwob.
Jetzt war Harry an der Reihe, der sichtlich nervös, aber auch fasziniert davon war. Er versuchte sich angestrengt auf die Zeilen vor sich zu konzentrieren und betonte jede Silbe extra.
Mit Erfolg.
Kaum hatte er geendet, erglühte die Spitze seines Stabes und ein grasgrünes Leuchten erwuchs daraus, welches sich vergrößerte und wie eine Wolke begann, das ganze Haus einzuschließen, bis schließlich nichts mehr davon zu sehen war. Auch der Schuppen und das kleine Häuschen, das Harry bewohnte, waren in der satten grünen Wolke verschwunden.
Es wirkte wie eine Decke, die sich über alles gelegt hatte und es zudeckte.
Jetzt blickten beide abwartend auf Aberforth, der jetzt die Augen schloss und begann sich zu konzentrieren. Anscheinend war es nicht so einfach, zwei Zauber auf einmal auszusprechen, denn es tat sich einige Zeit gar nichts mehr. Er stand nur da, hielt seinen Zauberstab auf das Haus gerichtet und bewegte sich nicht.
Doch was war das. Von irgendwoher war ein schwaches Murmeln zu hören. Es war zu weit weg, um es einordnen zu können, geschweige denn, gleich zu verstehen, woher es kam. Suchend blickte sich Sisilia um und sie sah, dass auch Harry etwas gehört haben musste, denn er suchte mit seinen Blicken den Garten ab.
Dann ohne Vorwarnung blitzte es bläulich-grell vor ihnen auf, sodass sie reflexartig die Augen schließen mussten, um nicht geblendet zu werden.
Verzweifelt versuchte Sisilia, die eine Hand vor ihre Augen genommen hatte, durch ihre Finger, die einen spaltbreit geöffnet waren etwas zu erkennen, doch das Einzige was sie sah, war, dass aus der Ecke hinter dem Schuppen, dieses Licht aufgetaucht war. Es war teils golden und teils silber, um dann immer wieder bläulich-weiß zu erglühen.
Doch woher war dies gekommen, was hatte das zu bedeuten? Gehörte das zu dem Zauber dazu? Hilfesuchend sah sie zu Aberforth, doch auch er, machte ein Gesicht, als ob er nichts gutes Ahnen würde.
Besorgt, wollte Sisilia schon ihren Zauberstab senken und zu Aberforth laufen, als dieser mit lauter Stimme ihr zurief, dass sie sich nicht bewegen sollte. Noch nicht!
Fast widerwillig tat sie was er wollte, immer wieder versuchend herauszufinden, woher dieses gleißende Licht kam.
Mit einem Male war das Licht wieder verschwunden und es war, als wäre nichts geschehen. Aus den Augenwinkeln, sah sie dann eine Gestalt zwischen dem Haus und dem Schuppen, die sich in dem Moment wegduckte und hinter dem Mauerwerk verschwand.
Nicht nur sie hatte, die Gestalt gesehen, sondern auch Harry, der näher bei dieser gewesen war und er spurtete auch sofort los.
„Nein, Harry, nicht! Das könnte eine Falle sein“, schrie Aberfort hinter ihm her und folgte ihm auf der Stelle.
Niemand hätte es für möglich gehalten, dass der alte und eigentlich so müde wirkenden Mann, noch so laufen konnte.
Harry hatte die Stelle, natürlich vor Abe erreicht, an der er den Mann erblickt hatte, doch von diesem war weit und breit nichts mehr zu sehen.
Außer Atem kam Sisilia als Letzte bei den beiden an und auch sie sah sich suchend um.
„Was war das?“, fragte sie jetzt besorgt.
„Frag lieber ‚Wer war das’“, gab ihr Großvater jetzt zurück und Sisilia und Harry musterten ihn fragend.
„Derjenige, der sich hier versteckt hatte, hat den Fideliuszauber abgeschlossen. Und er hat es so gut gemacht, wie ich es nur selten gesehen habe“, sagte er leise.
„Du meinst, es war jemand hier, der uns bei dem Zauber geholfen hat?“
„Ja, genau das meine ich. Sisilia hast du jemanden davon erzählt?“
„Ich … nein. Nein hab ich nicht, nur Harry.“
Aberforth sah nun Potter fragend an doch auch er schüttelte den Kopf.
„Wer auch immer das war, er hat gute Arbeit geleistet und ist jetzt wieder weg.“
„Kann er … kann er jetzt das Haus sehen? Oder das Geheimnis, dass es hier ist weitergeben?“, fragte Harry vorsichtig.
„Nein, Harry Potter, das kann er nicht. Genauso wenig wie du und ich. Auch alle andern, die bisher hier waren, haben die Adresse und den Weg hier her vergessen. Wir müssen uns auch keine Sorgen machen. Wenn du der Person, wer es auch immer war, nicht die Adresse nennst, dann wird er hier auch nie wieder auftauchen können“, noch einmal sah sich Aberforth um und schüttelte dann nachdenklich den Kopf.
„Lasst uns zurück gehen“, sagte er, doch dann blieb er stehen.
„Geh du voraus, Kleines. Ich hab keine Lust gegen eine Wand zu rennen.“
„Heißt das, du kannst es nicht mehr sehen?“
„Nein, genauso wenig wie Harry.“
„Stimmt, für mich sieht das aus, wie eine große wunderschöne Wiese. Könnte man glatt ein Picknick drauf machen“, grinste er jetzt, auch wenn sein Blick wieder ernst wurde. Wahrscheinlich ging ihm der Fremde oder vielleicht auch die Fremde nicht mehr aus dem Kopf.
„Na, dann wollen wir das doch gleich wieder ändern. Was muss ich tun, um jemand zu gestatten, das Haus zu sehen und es zu betreten?“
„Du musst es ihm sagen, am besten zuflüstern oder demjenigen ein Schreiben geben, dass nur für ihn oder sie bestimmt ist. Wenn ein dritter versucht das Schreiben zu lesen, wird es nur ein leeres Pergament sein. Und sobald der von dir bestimmte Empfänger die Adresse gelesen hat, wird sich, wie bei dem Spruch so eben, das Papier in Asche verwandeln“, erklärte er ausführlich.
Harry nickte, denn er wusste noch ganz genau, wie er das erste Mal zum Grimmauldplatz gebracht worden war.
„Warum versuchst du es nicht als erstes mit deinem neuen Haustier?“; fragte er amüsiert, als der kleine schwarze Kater, hinter dem Busch wieder auftauchte und die drei mit großen Augen anblickte.
Noch ehe es sich der kleine Kerl auf vier Pfoten versehen hatte, war Aberforth zu ihm getreten und hatte ihn am Genick hochgenommen. Das leise Knurren des Tieres überhörte er einfach und drückte Sisilia den schwarzen Teufel in die Arme.
„Nun, sag ihm die Adresse. Bin gespannt, ob das klappt“, sagte er abwartend.
Sisilia blickt ihren Großvater etwas verwundert an und auch Harry warf sie einen Blick zu, aus Angst, die beiden würden gleich loslachen, wenn sie das wirklich versuchte. Aber keiner von ihnen machte anstallten, sich über sie lustig zu machen. So hob sie ihren Mund an die Ohren des Katers und flüsterte leise die Adresse. Dann stellte sie ihn auf den Boden zurück.
Im ersten Moment sah es so aus, als würde Pidi, nicht reagieren, doch dann, mit einem undefinierbaren Blick zu Aberforth, marschierte er auf das Haus und die Veranda hinauf, wo er es sich wieder auf der Hollywoodschaukel gemütlich machte, ohne die drei aus den Augen zu lassen.
„Er ist verschwunden?“, sagte Harry überrascht.
„Nein, er liegt auf der…, du kannst das Haus wirklich nicht sehen?“, sagte Sisilia noch einmal und Harry schüttelte den Kopf.
„Ok, dann ändern wir das schnell wieder. Ich werde die zweite Methode ausprobieren.“
Gesagt getan.
Wie ihr Großvater zuvor richtete sie ihren Zauberstab auf ihre Hand, doch im ersten Moment passierte nichts. Aberforth verbesserte Sisilias falsch gesprochenen Zauberspruch und nachdem sie es dann erneut versucht hatte, ging es. Sie reichte nun Harry ein Pergament, welches er öffnete und las. Und kaum hatte er die Augen wieder von dem Papier erhoben, ging es in Flammen auf.
„Kannst du es jetzt wieder sehen?“, fragte sie unsicher.
Harry antwortete nicht gleich, sondern ging langsam in die Richtung, in der das Haus lag. Und mit einem Male, wich die Wiese vor seinen Augen zurück und er konnte das Haus und alles rundherum wieder sehen, genauso wie zuvor. Er nickt Sisilia zu und stieg nun auch die Stufen zur Veranda nach oben.
Nachdem Sisilia Aberforth einen Kuss auf die Wange gehaucht hatte, gab sie auch ihm das Schriftstück und dann kehrten sie gemeinsam zurück zum Haus.
„Aber auf eines bitte ich dich zu Achten, Kleines. Überlege sehr gut, wem du die Adresse anvertraust und wem nicht. Wenn du nicht ganz, wirklich ganz sicher bist, dass du der Person dein Leben anvertrauen würdest, dann gib die Adresse nicht raus“, bat er sie sehr ernst.
Harry musterte die beiden jetzt und kurz ging sein Blick zu dem Kater und wieder wurde sein Gesichtsausdruck skeptisch. Irgendwas gefiel Harry an dem Tier nicht, wenn er auch nicht wusste, was es war.
„Ja, Grandpa, ich verspreche es dir. Ich werde ganz genau überlegen. Ehrenwort.“
„Gut, dann bin ich beruhigt. Leider kann ich nicht bleiben. Die Arbeit wartet auf mich. Und bevor MadEye noch eine Freirunde nach der anderen spendiert, ist es besser, wenn ich mich um meinen Pub kümmere.“
„Alastor Moody ist im Eberkopf?“, fragte Harry erstaunt.
„Ja. Er ist der Einzige, dem ich einigermaßen vertrauen kann. Ich wollte auf keinen Fall Mundungus, meinen Pup anvertrauen. Harry, du warst großartig. Ich denke wir sehen uns. Kleines wir bleiben in Kontakt“, sagte der lange dünne Mann, mit dem grauen Bart und gab seiner Enkelin einen Kuss auf die Stirn, während sie ihn kurz an sich drückte.
„Danke, danke für alles“, sagte sie noch und sie sahen, wie Aberforth, mit dem Buch unter dem Arm wieder verschwand, durch das Gartentor schritt und noch im Gehen disapparierte.


*****


(Ein paar Tage später)
Wieder glitt die schwarze Feder über die Seiten des kleinen schwarzen Büchleins. In den letzten Tagen gab es nicht neues und somit auch keinen Eintrag hier drinnen. Doch heute hatte er einen anstrengenden Tag gehabt. Die Nachforschungen hatten nicht viel gebracht, aber seine andere Aufgabe nahm ihn doch ganz schön in Anspruch in letzter Zeit. Er war müde, sehr müde, aber heute Nacht würde er nicht zum Schlafen kommen, vielleicht gegen morgen … wenigstens ein paar Stunden.

Die Eule ging raus. Hoffe, Potter fällt darauf herein. Der Plan muss gelingen. „Er“, meinte er wäre sich sicher, dass Potter neugierig genug wäre und dass dieser kleine Hinweis genügen würde. Gut warten wir es ab, ich hoffe er hat Recht.

Noch gut zwei Stunden bis zu dem Treffen mit den Todessern. Ob er noch etwas Zeit hätte sich etwas hinzulegen? Er wollte nicht schlafen, nur die Beine etwas hochlegen, nur für ein paar Minuten. Ja, das würde er tun, nur ein wenig ausruhen auf dem Sofa, die Augen schließen …

Er war so erschöpft, dass es nicht bei den paar Minuten ausruhen blieb, denn ihm fielen die Augen zu und er schlief ein. Er schlief so tief und fest, dass er erst nach fast zwei Stunden wieder erwachte und das auch nur, weil das Mal auf seinem Arm zu brennen begann …


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Wer gebeten wird, in einem Harry-Potter-Film mitzumachen, würde niemals ablehnen. Und mir hat die Rolle Spaß gemacht. Bellatrix’ Persönlichkeit ist offenbar ernsthaft gestört. Sie findet es richtig toll, besonders böse zu sein. Wahrscheinlich ist sie in Lord Voldemort verliebt; immerhin hat sie für ihn 14 Jahre im Gefängnis gesessen. Jetzt ist sie wieder draußen und noch fanatischer als je zuvor.
Helena Bonham Carter