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Unbreakable Truth - Kapitel 18. Geständnisse und ein Diadem

von Sisilia D.S.

Die ersten Tage vergingen fast wie im Flug. Sisilia hatte mit ihrem Unterricht am Anfang doch mehr Arbeit, als sie zuerst erwartet hatte.
Es war schön und bereitete ihr Freude zu Unterrichten, die Schüler machten alle eifrig mit, fast zu eifrig, so dass sie sogar ab und an improvisieren musste, um die Schüler die restlichen Minuten des Unterrichtes noch zu beschäftigen.
Doch je mehr Tage vergingen, umso besser funktionierte der Unterricht und umso leichter ging ihr alles von der Hand. Die Schüler akzeptierten sie sofort als ihre Professorin und darüber war sie sehr erleichtert, denn dies war ihre größte Sorge gewesen, dass die Schüler sie vielleicht nicht ernst nehmen würden.
Severus kam und verschwand ohne sich ab oder anzumelden. Mal war er zwei Tage wie vom Erdboden verschluckt, dann verbrachte er einen Tag und eine Nacht am StĂĽck nur mir ihr. Meist hielt er sich in der Gestalt als Kater bei ihr auf, denn die Gefahr entdeckt zu werden, war doch ziemlich groĂź.
Wenn er sich dann wieder in einen Menschen verwandelte, liebten sie sich oder lagen vor dem Kamin und küssten sich oder hielten sich in den Armen. Diese Zeit war für Sisilia wunderschön, denn sie war über beide Ohren verliebt.
Severus bat sie, für ihn einige Zutaten zu besorgen, damit er einen neuen Verwandlungstrank herstellen konnte. Denn seiner ging langsam zur Neige. Im Bad, hinter einem alten Paravant, baute er seinen Kessel auf. Hier würde es keiner sehen, denn welcher Besucher ging schon in ihr Bad. Und falls doch mal einer unerwartet dort hinein gehen würde… waren die Sachen gut verborgen hinter dem Wandschirm.
Minerva war sehr in ihren neuen Posten eingespannt und sie und Sisilia sahen sich eigentlich nur immer kurz morgens im Lehrerzimmer zu den täglichen, kurzen Besprechungen oder wenn Sisilia etwas wegen dem Unterricht zu fragen hatte.
Das einzige was ihr etwas zu schaffen machte war der Streit mit Charlie.
Am Anfang versuchte sie ihm einfach weiter aus dem Weg zu gehen, um nicht wieder mit ihm zu zanken, doch tat ihr es auch weh, denn eigentlich hatte sie ihn sehr gern und es lag ihr im Grunde nichts ferner, als einen guten Freund, und das war er fĂĽr sie bisher gewesen, zu belĂĽgen und sich mit ihm zu streiten.

Am Ende der zweiten Schulwoche, nach dem Mittagessen, passte Charlie Sisilia vor der GroĂźen Halle ab.
„Sisilia? Bitte… können wir reden?“, bat er sie eindringlich und sein Blick war so traurig flehend, dass sie es nicht noch mal übers Herz brachte ihn wegzuschicken. So nickte sie schließlich.
„Gut… Können wir vielleicht etwas spazieren gehen?“, bat sie, da sie es vermeiden wollte, weder zu sich, noch zu ihm hoch zu gehen.
Langsam und zuerst wortlos traten sie in die warme Mittagssonne hinaus. Die meisten SchĂĽler hatten gleich Unterricht und so war der Schulhof, bis auf zwei kleine Gruppen, die unter dem langen Quergang des Hofes im Schatten standen, leer.
Sisilia strebte mit gezielten Schritten, weiter weg von den SchĂĽlern, eine kleine Baumgruppe an, unter der eine steinerne Bank stand, auf der sie schlieĂźlich platz nahm.
Der junge Weasley setzte sich neben sie und sie merkte, wie er versuchte, die richtigen Worte zu finden. Er hatte sichtlich Angst sie wieder zu erzĂĽrnen.
„Sisilia, es … ist nicht so einfach, was ich sagen will. Zuerst musst du wissen, dass du mir viel bedeutest und … ich weiß nicht warum, aber ich … vertraue dir“, begann er dann.
„Vielleicht tust du das, weil du dich in mich … verliebt hast“, sagte Sisilia leise, da ihr schon lange klar war, was Charlie für sie empfand. Sie mochte ihn auch und würde es Severus nicht geben, vielleicht…
„Gut möglich“, gestand er zu ihrer Überraschung. „Deshalb bitte ich dich, lass uns offen reden, ohne gleich an die Luft zu gehen, ja? Bitte, Sisilia.“
„In Ordnung“, gab sie leise zurück.
Während er ihr Gesicht musterte, nickt er und drehte sich etwas mehr zu ihr.
„Wie ich dir ja schon gesagt habe, weiß ich, dass dieser Patronus im Zug von Severus Snape stammte. Er hätte ihn nicht an dich geschickt, wenn ihr euch nicht kennen würdet. Sisilia, ich möchte dir auch weiterhin vertrauen, deshalb bitte ich dich, vertraue mir und sag mir, was du mit diesem Mann zu schaffen hast.“
Einen Moment ĂĽberlegte sie, ob und was sie Charlie antworten sollte und entschied sich schlieĂźlich dafĂĽr, dass sie ihm einen Teil der Wahrheit sagen wĂĽrde. Aber nur soviel, dass Sev nicht in Schwierigkeiten kommen konnte.
„Gut. Ich werde es dir erzählen. Ich sage es dir, weil ich dir zeigen will, dass ich auch dir vertraue und mir unsere Freundschaft wichtig ist.“
Dann erzählte sie ihm, wie sie Snape gesucht und in seinem Haus gefunden hatte.
„Du hast herausgefunden wo er wohnt?“, fragte er überrascht nach.
„Das war nicht schwer“, erklärte sie lächelnd, doch als er nach der Adresse fragte, schüttelte sie den Kopf. „Er ist sicher längst nicht mehr dort, ich hab ihn auch mehr oder weniger nur dorthin gelockt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er da noch einmal aufkreuzen wird.“
Sie erzählte ihm alles, was an jenem Abend geschehen war.
„Er hat dir also keine Antwort geben wollen? Ich hätte es ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet. Dennoch war es töricht von dir, hinzugehen. Er hätte dich genauso kaltblütig töten können, wie deinen Großonkel. Aber zumindest hat er den Mord dir gegenüber zugegeben. Im Propheten wurde ja dieser erste Artikel, wo er als Mörder benannt wurde dementiert und behauptet, dass die Zeugenaussage von damals, unhaltbar sei. Diese Idioten. Sie richten ihr Fähnchen immer nach dem Wind. Ich wette „ER“ hat dabei seine Finger im Spiel gehabt. Offiziell wurde gestern die Suche nach Snape eingestellt. Sie hätten nicht genügend Beweise. Unschuldig bis zum Beweis der Schuld, pah. Ist es nicht Beweis genug, dass er sich versteckt?“
„Das heißt, Severus Snape ist kein gesuchter Mörder mehr?“, hakte Sisilia jetzt nach.
„Ja, das heißt es wohl. Jedenfalls was das Ministerium angeht. Doch wenn DU eine Aussage machen …“
„Nein, vergiss es… ich war nie bei Snape und hab ihn nie getroffen, wenn irgendjemand fragt. Ich hab dir das nur erzählt, weil ich dir als Freund vertraue.“
„Schon gut. Es war nur so ein Gedanke. Du musst es entscheiden, doch denke vielleicht noch mal darüber nach. Ich … hab einfach Angst um dich, das ist alles. Ich weiß nicht, wie du ihm vertrauen kannst. Genauso wenig, wie ich verstehen kann, dass dein Großonkel es getan hat. Und dennoch … es wundert mich, dass er dir die Warnung geschickt hat. Das … ergibt alles irgendwie keinen Sinn.“
„Es ergibt Sinn, Charlie, glaub mir. Ich kann dir nicht mehr sagen, nur dich bitten mir weiterhin zu vertrauen. Du hast Albus vertraut, ich bin auch eine Dumbledore… vielleicht hilft dir das, mir auch zu glauben. Wir beide wollen dasselbe, Charlie.“
„Wollen wir das?“, fragte er und nahm ihre Hand, die er an seine Brust legte.
Leise seufzte sie nun auf, entzog sich ihm aber nicht.
„Du weißt genau was ich meine. Es geht darum, Harry zu helfen. Das Ziel ist es „Du weißt schon wen“ zu vernichten. Wir müssen zusammenstehen und gemeinsam kämpfen.“
„Ich hoffe nur, du vergisst das auch nicht, Sisilia. Wir beide stehen auf derselben Seite und ich werde zu dir halten. Doch bitte ich dich darum, mein Vertrauen nicht zu missbrauchen. Ich … bin sehr nachtragend, was das angeht.“
„Du bist ein wunderbarer Mann, Charlie. Bleib so wie du bist, ja? Und versuche in meine Instinkte zu vertrauen. Bis jetzt haben sie mich noch nie im Stich gelassen.“
Nachdenklich legte Charlie den Kopf schief und lächelte dann.
„Ja, ich werde dir vertrauen. Unter einer Bedingung.“
„Und die wäre?“, fragte sie nach, eine Augenbraue anhebend.
„Dass du mir die Hoffnung nicht nimmst, dass ich dich doch noch irgendwann vor den Traualtar führen darf.“ Nun grinste er verschmitzt und sah mit seinem längeren, leicht zerzausten Haar und seinen spitzbübischen Augen, wie ein kleiner Junge aus, dem gerade ein genialer Streich gelungen war.
Nun konnte Sisilia nicht anders, als auch zu lächeln.
„Du bist unmöglich, weißt du das? Gut, aber sollte es einmal wirklich soweit kommen, wirst du mich auf Händen vom Altar in unser Schlafzimmer tragen“, scherzte sie und beide lachten erleichtert auf, dass der Streit zwischen ihnen endlich begraben war.
„Ich würde dich um die ganze Welt tragen, wenn du es willst“, gab er schließlich zurück und Sisilia schüttelte lächelnd den Kopf.
„Du bist ein hoffnungsloser Fall, Charlie Weasley.“
„Nein… nur hoffnungslos verliebt“, gestand er ihr und es lief ihr heiß und kalt den Rücken herunter. Für einen kurzen Moment war sie sogar versucht ihm einen Kuss zu geben, hatte sich sogar schon seinem Gesicht genähert, stand dann aber abrupt auf.
„Schade“, flüsterte Charlie und erhob sich auch, denn ihm war ihre Reaktion nicht entgangen und er nahm in der Richtung auch kein Blatt vor den Mund. „Würdest du dennoch mal mit mir in Hogsmeade essen gehen?“, versuchte er es erneut.
Zuerst wollte sie ihn mit einem Satz wie ‚mal sehen’, abspeisen, doch dann nickte sie.
„Ja. Ja, ich würde gern mit dir essen gehen“, antwortete sie, das ‚essen’ betonend.
Langsam gingen sie dann schlieĂźlich zum Schloss zurĂĽck, unterhielten sich ĂĽber Belangloses, wie den Unterricht, die Kollegen und die SchĂĽler.
Vor Sisilias ZimmertĂĽre verabschiedeten sie sich schlieĂźlich und noch bevor sie wusste was passierte, hatte er ihr einen Kuss auf die Lippen gedrĂĽckt und war auch schon lachend im langen Gang verschwunden.
Noch einige Augenblicke stand sie da und sah in den nun leeren Flur hinein … nein das war unmöglich. Es konnte nicht angehen, dass sie sich in zwei Männer gleichzeitig verliebte. So etwas passierte nicht, niemals! Oder doch?
Sie erschrak heftig, als plötzlich etwas Weiches um ihre Beine schlich und sich schnurrend gegen sie drückte. Scheinbar, hatte Severus Charlie nicht gesehen gehabt, denn sonst hätte er bestimmt anders reagiert. Sie ließ den Kater in ihr Zimmer und folgte ihm, schloss die Türe hinter sich und blickte kurz darauf auf die Gestalt, des ehemaligen Zaubertränkelehrers…



*****



Es war Freitagabend, das Abendessen war gerade vorbei, als Sisilia im Eingangsbereich auf die kleine Gruppe um Harry traf, die sich leise in einer Ecke unterhielten.
Zuerst zögerte sie, doch als Harry den Arm hob und sie zu ihnen winkte, trat sie zu der kleinen Runde.
„Guten Abend zusammen“, begann sie und begrüßte alle, die sie kannte mit Namen. Nur bei zweien zögerte sie.
„Neville Longbottom“, sagte der Junge, welcher größer war, als die anderen und dessen dunkle Augen sehr freundlich drein blickten.
„Hallo, Mr. Longbottom“, sagte Sisilia dann freundlich und als letzte stellte sich Luna Lovegood vor.
„Die Tochter von dem Mann, der den Klitterer herausbringt?“, fragte Sisilia überrascht nach und Luna nickte so heftig, dass ihr langes blondes Haar flatterte. „Es freut mich euch alle kennen zu lernen.“
„Es ist auch uns eine Freude. Harry hat schon viel von Ihnen erzählt, Professor“, gab Neville mit einem Lächeln zurück.
„Oh, hat er das? Ich hoffe doch, nicht nur von meinen Unarten?“ Sie lachten alle kurz und Neville schüttelt den Kopf.
„Sehr beruhigend“, erwidert Sisilia. „Harry, kann ich dich eine Minute sprechen?“
Harry nickte, entschuldigte sich kurz und ging mit Sisilia ein paar Schritte an die Seite.
„Ich habe mir Gedanken gemacht. Warum beginnen plötzlich die Todesser nach den Gegenständen zu suchen in denen wir die Horcruxe vermuten? Glaubst du „Er“ hat rausbekommen, dass du darüber bescheid weißt?“
„Du wirst lachen, die Frage hab ich mir auch gestellt und ich denke, ja. Zumindest ahnt er etwas. Vielleicht hat er nachgesehen und festgestellt, dass das Amulett fehlt“, murmelte er nachdenklich.
„Vermute ich auch. Sonst hätte er nicht die Gräber deiner Eltern ausgehoben und die der ganzen Familie Black, oder das Theater, in dem Auktionshaus, wo das Diadem versteigert hätte werden sollen.“
Plötzlich trat Luna zu den Beiden.
„Ein Diadem? So was, wie Rowena Ravenclaw auf dem Kopf trägt? Ich habe es schon immer bewundert und mich gefragt, wie es wohl in Wirklichkeit aussieht. Leider kann man es in den Stein gehauen nicht so gut erkennen. Doch es muss wundervolle blaue Steine haben, oder sogar Diamanten. Einmal in meinem Leben würde ich auch gerne so etwas tragen.“ Sie seufzt leise und lächelt beide, die sie mit offenem Mund ansehen jetzt, an. Dann blickten sich Sisilia und Harry an und sie wussten, dass sie beide dasselbe dachten.
‚Becher von Hufflepuff… Diadem von Ravenclaw…’
„Sie sagten, Sie hätten es sich angesehen? Wo?“, fragte Sisilia und versuchte ihre Aufregung zu verstecken.
„Vor unserem Gemeinschaftsraum, ähm, bei den Ravenclaws. Dort steht eine Statue von ihr.“ Luna sah fragend zu ihnen.
Wieder trafen sich die Blicke von Harry und Sisilia und er hatte erneut das Gefühl, dass sie sich sofort verstanden. „Tarnumhang“, flüsterten beide gleichzeitig und Harry nickte dann.
„Miss Lovegood, würden Sie mich zum Gemeinschaftsraum der Ravenclaws mitnehmen?“
Luna und Harry nickten und Sisilia deutete dann zu der Treppe. „Dann zeigen Sie mir mal den Weg.“ Noch einmal trafen sich die Blicke der beiden und Harry gab ihr zu verstehen, dass er sie gleich einholen würde.
So folgte die junge Professorin dem Mädchen mit den blonden Haaren, das leise ein Lied vor sich hin summte, während sie Sisilia nach oben zum Ravenclawturm führte.
Es ging um Ecken, viele Gänge entlang und Treppen hinauf, so dass Sisilia schon fürchtete, sie würde nicht mehr alleine zurück finden. Als sie endlich im fünften Stock ankamen, traten sie auf eine Wand zu, hölzern und flankiert von zwei Steinsockeln. Auf einem drohte ein großer stolzer Adler und auf dem anderen stand eine große, über zwei Meter hohe Skulptur von Rowena Ravenclaw.
Luna streckte die Hand nach einem der Adler aus und streichelt ĂĽber dessen steinernes Gefieder.
„Nun, das ist sie. War sie nicht eine wunderschöne Frau?“
In dem Moment spĂĽrte Sisilia etwas hinter sich, konnte aber nichts sehen.
„Ich bin’s“, flüsterte Harry hinter ihr.
Die Statue war beeindruckend und sehr detailgetreu erschaffen worden. Ihr Gesicht war wundervoll. Wenn man bedachte, dass diese Frau vor über tausend Jahre gelebt hatte, musste sie für damalige Verhältnisse eine Schönheit gewesen sein.
Sofort fiel Sisilias Blick auf den Kopf der Statue, auf dem sie ein wundervolles Diadem trug. Und dieses sah dem, aus dem Auktionshaus verdammt ähnlich. Wenn es nicht sogar genauso aussah.
Hinter sich hörte sie ein leises Aufkeuchen, als Harry, der sich nah zu ihr gestellt hatte, das Diadem erblickte. Da sie nicht alleine waren und ein paar andere Ravenclawschüler, welche den Gemeinschaftraum in dem Moment verließen, die Beiden misstrauisch beobachteten, gab Sisilia Harry einen sanften Stoß, damit er sich ruhig verhielt.
„Danke fürs Herbringen, Miss Lovegood. Wissen sie was mit dem Original Diadem passiert ist?“, fragt Sisilia jetzt neugierig.
„Keine Ahnung, es gibt keine Aufzeichnungen darüber“, erklärte Luna mit der Schulter zuckend. „Mein Vater glaubt ja, dass die Kobolde es gestohlen haben, doch es gibt keine Beweise dafür.“ Dann sah Luna zur Türe, die in den Ravenclaw Gemeinschaftsraum führte.
„Werde ich eigentlich noch gebraucht? Ich wollte nämlich noch nach meinen Schuhen suchen, sie sind mal wieder verschwunden und ich hätte sie doch so gern zum nächsten Quidditch Spiel angezogen.“
„Nein, gehen Sie nur, Miss Lovegood. Wir ... ähm, ich habe jetzt ja gesehen, was ich sehen wollte.“
Luna nickte, wünschte ihr noch einen schönen Abend und verschwand dann im Gemeinschaftsraum. Langsam ging Sisilia zurück und hätte Harry sie nicht ein paar Mal in die richtige Richtung geschoben, wäre sie wer weiß wo gelandet. Als sie weit genug weg waren, nahm Harry den Umhang ab.
„Ich habe das Diadem schon mal irgendwo gesehen. Wenn ich nur wüsste wo?“
„Vielleicht in der Zeitung?“
„Nein, es wurde darüber doch gar nichts geschrieben. Nein, es war woanders, ich komme nur nicht drauf wo.“ Nachdenklich wanderten sie beide durch die Gänge und als sie um eine Ecke bogen, rannte Harry in den fast Kopflosen Nick hinein, was einen heftigen eiskalten Schauer auf seiner Haut verursachte.
„Oh... Harry Potter. Mir scheint der junge Mann hat seine Gedanken heute Abend woanders“, begann dieser, als Harry nicht wirklich reagierte.
„Wie? Oh, entschuldigen Sie, Sir Niklas, ich ... habe über etwas nachgedacht.“
„Ja, das habe ich bemerkt. Ein Kopf wie eine Rumpelkammer, was?“ Über seinen eigenen Witz lachend schwebte der Geist weiter und verschwand schließlich durch eine dicke Wand. Auch Sisilia wollte weitergehen, als Harry erneut wie vom Donner gerührt stehen blieb, mit der Hand gegen seine Stirn klatschte und laut „Rumpelkammer ... Ein Ort wo man etwas verstecken kann...“ ausrief.
„Wie bitte?“, fragte Sisilia nach und starrte den jungen Mann perplex an.
„Ich weiß wieder, wo ich es gesehen habe. Sil, bitte suche die Anderen und bitte sie nach oben in den 7. Stock zu kommen“, rief er noch und rannte in die entgegen gesetzte Richtung davon. „Klar, wenn ich den Weg nach unten finde“, murmelte Sisilia und ging erst mal den Gang weiter.
Als sie unschlüssig herum stand, sprach sie ein kleiner Ritter in einem Bild, hinter ihm stand ein Pony, an, ob er ihr helfen könnte.
„Nun ja. Ich suche den Weg zur Haupttreppe nach unten“, sagte sie dann und musterte den Mann.
„Gestattet, holdes Fräulein. Mein Name lautet Sir Cadogan und es wird mir eine Ehre sein, Euch dorthin zu geleiten, erklärte er sehr elegant, verbeugte sich, wobei er sich auf seinem Schwert aufstützte, dessen Spitze dabei im Boden versank und er mit sehr viel Kraftaufwand dieses wieder aus der Erde ziehen musste. Sisilia musste sich ein unhöfliches Lachen verkneifen, und lächelte schließlich diesen Sir Cadogan irgendwie freundlich an. Der sprang nun von Bilderrahmen zu Bilderrahmen und zeigte ihr den kürzesten Weg, wobei er ihr immer wieder Komplimente machte oder ihr sagte, dass sie sich garantiert bald selber gut genug auskennen würde.
Erleichtert erreichte sie die Treppe, bedankte sich bei dem kleinen Ritter und war froh, als dieser mit einer weiteren Verbeugung wieder zu seinem eigenen Bild zurĂĽckkehrt.
Gerade, als sie die Treppen nach unten gehen wollte, kamen ihr Ron, Hermine und Ginny entgegen.
„Oh gut, dass wir uns treffen. Harry hat mich gebeten euch auszurichten, dass ihr in den 7. Stock kommen sollt. Er wüsste wo ... es ist“, formulierte sie nun vorsichtig und die Drei sahen sich mit großen Augen an.
„Wirklich? Das ist ja fantastisch“, riefen Ron und Hermine aus, beschlossen im Gemeinschaftsraum vorbei zu gehen um das Buch zu holen. Sisilia wusste welches sie meinten, das mit dem Zauber, der ihnen helfen würde, „ES“ zu vernichten, wenn Harry es gefunden haben sollte.
„Sagt ihr mir bescheid, wie es ausgegangen ist?“, rief sie noch hinter den Dreien her und Ron versprach es. „Viel Glück“, flüsterte Sisilia leise und ging direkt in ihr Zimmer zurück.
„Es sah immer noch aus wie sie es verlassen hatte. Nur das Bett war von den Elfen gemacht worden. Dabei hatte sie gar nicht darin geschlafen. Vor dem Kamin, lagen noch die Decken und Kissen und Sehnsucht erwachte in ihr. Wo war Severus hin? Kein Kater und kein Mann erwartete sie und seufzend, mit den Gedanken an letzter Nacht, begann sie die Decken zusammenzulegen.
Als sie gerade die zweite auf das Bett gelegt hatte, klopft es an ihrer TĂĽre. Da sie Harry oder Ron erwartete machte sie sofort auf und sah dann doch etwas ĂĽberrascht in die Augen von Charlie.
„Störe ich?“, fragte er, als er ihren überraschten Gesichtsausdruck sah.
„Nein... nein. Ich hatte nur...“
„Jemand anderen erwartet?“
„Ja, genau. Was verschafft mir die Ehre deines Besuches?“, fragte sie und lächelt ihn nun an.
„Nun ja, ich hatte gehofft, du würdest mit mir einen Schluck Wein trinken?“, fragte er und hielt ihr eine Flasche Rotwein unter die Nase.
Einen Moment ĂĽberlegte sie, doch dann gab sie den Weg in ihr Zimmer frei. Was war schon dabei mit einem Freund einen Schluck Wein zu trinken. Sicherlich wĂĽrde Severus wieder die ganze Nacht unterwegs sein und warum sollte sie sich langweilen und alleine herumsitzen. Sollte Sev doch zurĂĽckkommen, wĂĽrde ihr schon was einfallen, wie sie Charlie wieder hinauskomplimentieren konnte.
Charlies Blick ging kurz zu den vielen Kissen, die am Boden lagen, sagte aber nichts, sondern öffnete die Flasche, während Sisilia zwei Gläser aus einem Regal holte.
„Gibt es einen besonderen Anlass?“, wollte Sisilia wissen und nahm das Glas entgegen, das er ihr reichte.
„Nein, mir war einfach danach. Ich hatte nur keine Lust ihn alleine zu trinken.“
„Das ist natürlich ein Grund“, sagte sie leise und musterte Charlie lächelnd. Im Grunde wunderte sie sich, dass er nicht schon längst an jeder Hand fünf Mädchen hatte, die ihm nachliefen, denn er sah nicht mal schlecht aus. Besonders die Tatsache, dass er viel lachte, machte ihn ungeheuer attraktiv.
Das leise Klirren der Gläser, als sie aneinander schlugen, hörte sich irgendwie angenehm an und jagte ihr einen wohligen Schauer über den Rücken.
„Auf dich“, sagte Charlie leise, fast nur mit einem Hauchen und sie beide tranken einen Schluck.
„Hm ... der ist gut“, sagte Sisilia überrascht von dem guten Tropfen.
„Es freut mich, deinen Geschmack getroffen zu haben. Er ist aus Rumänien“, erklärte er und als sein Blick kurz in die Runde wanderte, blieb er erneut an den Kissen hängen.
„Ich ... wollte es mir grad vor dem Kamin gemütlich machen“, erklärte Sisilia schnell und setzte sich einfach auf den dicken Teppich davor. Erst als sie mit der Hand neben sich klopfte, setzte sich Charlie zu ihr.
Meine GĂĽte was tat sie da? Sie hoffte, dass er es nicht falsch verstehen wĂĽrde.
„Nette Idee, scheint sehr gemütlich zu sein.“
„Ja, ja ist es. Ich ... mache das öfters“, erklärte sie und nahm noch einen Schluck von dem edlen Rebensaft. Er war wirklich verdammt gut... und er stieg zu Kopf, doch das merkte sie zu Anfang nicht.
Inzwischen war die Sonne untergegangen und nur das leise vor sich hin knisternde Feuer erhellte noch den Raum. Sie hatten beide mittlerweile ihr zweites Glas Wein geleert und unterhielten sich ausgelassen ĂĽber Drachen und was fĂĽr komische Dinge Charlie schon widerfahren waren
„Und der Opalauge hatte dich wirklich für sein Baby gehalten?“, hakte Sisilia kichernd nach.
„Ja, sie wollt mich nicht gehen lassen und als meine Freunde mir helfen wollten, hat sie diese angegriffen. Ich hab die Jungs noch nie so laufen sehen“, erzählte er, sich selber vor Lachen an das Geschehene, den Bauch haltend.
„Ich stell mir das grad so vor, wie sie schützend ihre Flügel um dich legt“, lachte Sisilia und machte nun die Drachendame nach, breitete die Hände, in denen sie jeweils das Ende einer Decke, die sie über den Schultern hatte liegen gehabt, hielt und diese dann langsam um Charlie schlang. In dem Moment, als sie ihn in die Decke mit eingewickelt hatte, seinen Körper an dem ihrem spürte und sich ihre Blicke trafen, erschauderte sie heftig. Doch nicht weil es ihr unangenehm war... Sie hielt unbewusst den Atem an und merkte, wie Charlie unter der Decke seine Arme ebenfalls um sie legte. Sie war nicht fähig sich zu bewegen, sah ihn einfach nur an und ein Teil in ihr, wollte ihn küssen, der andere ihn von sich stoßen.
Immer näher sah sie sein Gesicht vor sich, nur noch wenige Augenblicke und sie würde seine Lippen auf den ihren spüren. Sein Atem war warm und überhaupt nicht unangenehm. Schon spürte sie seine Wärme, dann seine Lippen, die ihre trafen, zart, vorsichtig, so als hätte er Angst sie zu berühren. Immer noch nicht, war sie fähig sich zu bewegen, der Geist leicht benebelt von dem Wein und plötzlich sogar, erwiderte sie seinen Kuss mit einem leisen Stöhnen.
Plötzlich riss ein lautes Klopfen sie aus der Lethargie und sie löste sich blitzschnell von Charlie. Räusperte sich, stand auf und ging zur Türe um nachzusehen, wer dort war.
„Harry, Ron?“, sagte sie überrascht und schämte sich, dass sie sich den Beiden gegenüber benahm, als hätten sie sie bei etwas Verbotenem erwischt. Doch sie wusste, dass das nur ihr eigenes schlechtes Gewissen war. Verdammter Wein, sie hätte nicht soviel davon trinken sollen.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Ron direkt und linste in den Raum hinein, wo er Charlie entdeckte, der seinem Bruder grinsend zuwinkte.
„Ja. Natürlich. Wie sieht es aus, hat es ... geklappt?“, fragte sie leise nach.
Stolz sah Ron sie nun an und nickte. „Wir haben es platt gemacht“, erklärte er und Sisilia lächelt dann.
„Dann bleibt nur noch eines“, sagte sie leise und irgendwie war sie froh, dass die Beiden sie unterbrochen hatten, dann sie hätte nicht gewusst, was sie vielleicht sonst noch getan hätte.
„Ja. Und ich denke ich bin mir sicher was es ist. Wir werden wieder nach oben gehen. Die Mädels warten auf uns. Wir sehen uns“, die Beiden verabschiedeten sich, winkten Charlie nochmal zu und Sisilia schloss die Türe, an der sie nochmal tief durchatmend stehen blieb.
„Sis?“, fragte er leise, als er das bemerkte, stand auch auf und ging zu ihr. „Alles klar mit dir?“, wollte er wissen und blieb vor ihr stehen.
„Mir ... geht es gut. Der Wein... ich bin es wohl nicht gewohnt. Ich trinke selten etwas“, entschuldigte sie sich bei ihm.
„Ist doch nicht so schlimm. Jeder hat doch das Recht mal ein bisschen zu feiern und ausgelassen zu sein“, erklärte er lächelnd und streckte seine Hand nach ihr aus. Sie ergriff seine Hand und lächelte zurück.
„Dennoch trinke ich besser keinen Wein mehr“, erklärte sie und setzte sich diesmal in einen Sessel.
„Schade“, sagte Charlie nur schmunzelnd.
„Du willst mich doch nicht abfüllen, Charlie Weasley. Du hast keine Ahnung zu was ich fähig bin, wenn ich betrunken bin.“
„Es wäre sicherlich interessant es herauszufinden“, sagte er und wollte sich gerade in den Sessel gegenüber setzten, als sie nach einem Kissen griff und es Charlie an den Kopf warf.
„Hey, na warte!“
Charlie warf das Kissen zurĂĽck, doch duckte Sisilia sich weg und es landete irgendwo hinter ihr ihm Raum.
„Siehst du, und deshalb sollte man mit dem Trinken vorsichtig sein, man kann dann nicht mehr richtig treffen“, neckte sie ihn.
„Ich treffe sehr wohl.“ Schnell bückte er sich, und hob ein Kissen nach dem andern auf, die er dann nach ihr warf, bis alle auf ihr und um sie herum lagen.
Beide lachten schlieĂźlich und eines warf sie noch zurĂĽck zu ihm, das er jedoch geschickt auffing.
„Charlie, bitte sei mir nicht böse, aber ich denke ich werde mich jetzt besser hinlegen.“
„Ich werde dich nicht aufhalten“, gab er zurück und ließ kurz seinen Blick über sie gleiten.
„Alleine. Zum schlafen“, ergänzte sie schließlich noch, woraufhin Charlie sich geschlagen gab und nickte.
„Schon gut, ich hab schon verstanden. Mr Weasley wird seinen Schwips einpacken und in sein Zimmer gehen. Auch wenn er es schrecklich schade findet und Miss Dumbledore anbietet, wenn sie sich doch einsam fühlen sollte, einfach bei ihm vorbei zu schauen. Er neigte sich zu ihr hinunter, die Hände auf den Sessel lehnend abgestützt.
„Gute Nacht, meine Schöne“, hauchte er und gab Sisilia einen sanften Kuss, dem sie sich nicht entzog.
„Gute Nacht, Charlie“, antwortete sie leise und war froh, dass er so verständnisvoll war.



*****



Alles läuft bisher wie am Schnürchen. Wir haben es fast geschafft. Er hat es fast geschafft. Bald wird es soweit sein. Weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder fürchten.
Wie lange habe ich auf den Moment gehofft, darauf hingearbeitet, dass es endlich vorbei sein wird, und „ER“ bekommt was er verdient. Für all das, was er allen getan hat. Ich hatte nie Angst vor dem was mich erwarten wird. Die lange Zeit hatte mich gelehrt, damit umzugehen, mich mit dem Schicksal abzufinden. Doch nun ist alles auf einmal so anders. Es ist etwas geschehen, womit weder ich, noch jemand anderes hätte rechnen können.
Sie ist geschehen ... Sisilia Dumbledore.


Noch nie hatte der dunkelhaarige Mann so viel auf einmal in sein Büchlein geschrieben. Sein Blick hing auf den letzten beiden Worten und in seinem Kopf tauchte ihr Antlitz auf. Die grünen Augen, ihre rotblonden, wilden Haare, die sich, nachdem sie sich geliebt hatten, in alle Richtungen abzustehen schienen. Die sanften Grübchen auf ihren Wangen, wenn sie lächelte ihre weichen, einladenden Lippen...
Bei dem Gedanken an sie spürte er, wie er sie zu vermissen begann. Ihre Stimme, ihr helles Lachen ihre Wärme und ihre Nähe.
Ja, er hatte sich hoffnungslos verliebt. Nie hätte er geglaubt, dass das noch einmal möglich wäre. Niemals zu hoffen gewagt, jeden für verrückt erklärt, der das behauptet hätte. Doch es war so... er war über beide Ohren verliebt.


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