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Fanfiction

Unbreakable Truth - Kapitel 20. Draco dormiens nunquam titilandus

von Sisilia D.S.

Es war ein erstaunlich schöner Tag, dieser Samstag und die Schüler, die beeinflusst von dem Sonnenschein, aller guter Laune zu sein schienen, strömten in kleinen und größeren Gruppen hinunter in den Ort Hogsmeade, wohin Sisilia diese begleitete.
Ganz im Gegensatz zu den beiden Weasleys und Harry Potter, die warteten, bis es im Schloss ruhiger wurde, und sich dann zum Geheimgang aufmachten.
„Glaubt ihr wirklich, dass wir einen Drachen finden? Ich meine, der müsste doch schon über 1000 Jahre alt sein und vielleicht ist er verhungert. Vielleicht finden wir ja nur noch ein Skelett oder so?“, warf Ron nachdenklich ein, als sie den Geheimgang hinter dem alten Bild eines Drachentöters betraten.
„Ist natürlich alles möglich, Ron. Aber nachsehen sollten wir auf alle Fälle. Ich muss euch nur warnen, die Viecher sind unberechenbar und ihr müsst unbedingt darauf hören, was ich euch sage. Haltet euch immer im Dunklen, oder im Schatten, reizt ihn nicht und überlasst es mir, mit ihm Herr zu werden, klar?“
„Ja, ja, schon gut“, murrte Ron und machte, wie die andern auch, mit seinem Zauberstab Licht, dass sie etwas sehen konnten.
„Ok, seid ihr bereit für ein Abenteuer?“, fragte Charlie und als Ron nickte und Harry mit „Ja“ antwortete, zog er wieder die Tafel auf und ließ dann Harry ran, damit er die Gegenstände dorthin stecken konnte, wo es für sie vorgesehen war.
Harry begann mit dem Ring von Slytherin. Er drückte ihn in die Vertiefung hinein, bis er ganz und gar damit zu verschmelzen schien. Anschließend tat er das mit der Tasse und schließlich mit dem Diadem, das danach kaum noch zu erkennen war.
Fehlte nur noch das Schwert. Harry nahm es von Ron entgegen, der es unter seinem Umhang verborgen gehabt hatte, sah jedem der beiden nochmal ins Gesicht und atmete tief durch.
Langsam glitt die Schneide in die Wand hinein, tiefer und tiefer versank sie, bis nur noch der Griff herausragte. Dann ging es nicht mehr weiter. Noch einmal drückte Harry fest, doch es bewegte sich keinen Zentimeter mehr. Nicht mal Charlie, der um einiges kräftiger war als der junge Potter erreichte irgendwas.
„Warte mal Harry. Was, wenn wir die Gegenstände in einer anderen Reihenfolge einfügen müssen?“, schlug Ron vor und Harry versuchte es. Er steckte erst die Gegenstände so nacheinander hinein, wie sie auf dem Wappen zu sehen waren.
Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff und Ravenclaw…
Wieder geschah nichts.
“Vielleicht im Uhrzeigersinn?”, schlug Charlie jetzt vor.
Erneut versuchten sie es.
Slytherin, Ravenclaw, Hufflepuff und Gryffindor. Das Schwert glitt zuletzt in die Vertiefung, doch auch diesmal schien es sich nicht tiefer drücken zu lassen.
Wieder sahen sie sich ratlos an, bis Charlie laut zu denken begann. „Vier Häuser vereinigen. Dann haben wir einen Schlüssel, der uns die Türe …“
„Was hast du gesagt?“ Harry starrte Charlie eindringlich an und wiederholte den Satz.
„Schlüssel“, murmelte Harry, drehte sich wieder abrupt um, packte den Griff des Schwertes und drehte ihn langsam, so wie man einen Schlüssel im Schloss drehen konnte.
Zuerst schien sich nichts zu tun, doch dann aber knirschte es leicht und schien sich daraufhin wieder zu verhaken.
„Helft mir, das scheint zu klemmen.“
Sofort war Charlie zur Stelle und packte mit an. Wobei er dennoch vorsichtig mit Harry drehte, denn er hatte Angst das Schwert abzubrechen.
„Das scheint eingerostet zu sein“, brummte der Ältere der Weasleys und warf sich die Haare aus dem Gesicht.
„Eingerostet? Vielleicht würde ein wenig Öl helfen?“, schlug Ron vor.
„Hast du welches mit?“, witzelte sein großer Bruder.
„Nein, aber ich weiß, wo Filch welches aufbewahrt. In der Abstellkammer, ganz in der Nähe. Ich bin gleich wieder hier.“
Und tatsächlich war Ron keine Minute später wieder zurück und hielt eine kleine Ölkanne in den Händen. Harry trat zur Seite und sein Freund hob das Kännchen an, mit der Öffnung an der Schneide des Schwertes und ließ eine ganze Ladung des Inhalts davon hineinrinnen.
„Willst du das Ding ertränken?“, fragte Charlie und schob Ron wieder zur Seite, vorsichtig am Schwert hin und her wackelnd. Dann klackte etwas leise.
„Ich glaube jetzt geht es.“
„Ha … das war meine Idee“, brüstete Ron sich vor seinem Bruder, der ihm grinsend auf die Schulter klopfte.
„Gut gemacht, Kleiner. Ab und an bist du ja sogar zu etwas zu gebrauchen.“
„Sehr komisch, Charlie.“
„Das war mein Ernst“, wehrte Charlie ab, doch das Schmunzeln auf seinem Gesicht verriet, dass es ihm Spaß machte, Ron zu ärgern.
„Ach du …“, begann Ron und verstummte aber, als das Schwert sich auf einmal hatte drehen lassen, im Uhrzeigersinn, einmal herum. Und schließlich drückte Charlie es ganz hinein, bis es fast gänzlich verschwand, und stattdessen, sich die Türe vor ihnen langsam zu öffnen begann, bis sie kurz zitterte und anhielt.
„Da klemmt was darunter und da kommen wir auch nicht durch“, keuchte Ron, der versucht hatte, sich durch den Spalt zu zwängen. In dem Moment hörten sie draußen etwas, das näher kam. Eine Stimme, und als sie an dem Bild des Drachentöters vorkam, konnten sie diese sogar verstehen.
„Lusche … Lusche“, sang eine schrille Stimme und alle drei stöhnten leise auf und verdrehten die Augen, als ihnen klar wurde, dass das nur Peeves war.
„Moment mal“, sagte Harry schließlich, „geht mal zur Seite!“
Dann richtete er seinen Zauberstab auf den Türspalt.
„Waddiwasi.“
Zuerst passierte gar nichts, doch dann begann es zu knirschen und feiner Sand, genauso wie Kiesel, schoss aus den Ritzen unter der Tür fort und mit einem weiteren Knirschen, bewegte sich die schwere Steintüre wieder und gab schließlich den Weg in einen dunklen langen Gang frei.
„Nicht schlecht, Harry.“
„Ach was, Charlie. Das hatte uns Remus im 3. Schuljahr mal gezeigt.“
„Und da soll nochmal jemand sagen, dass der gute Remus nichts drauf hat“, erklärt Charlie grinsend und betrat nun als Erster den dunklen Gang. Überall hingen Spinnweben und der Staub lag wirklich zentimeterdick auf dem Boden und in den Ritzen zwischen den Steinen.
„Wann hier wohl das letzte Mal einer durchgegangen ist?“, fragte Ron, der seinem Bruder, mit erhobenem, an der Spitze leuchtenden, Zauberstab folgte.
Als Letzter betrat Harry den Gang, der aber nochmal kurz zurückhuschte, das Schwert aus der der Vertiefung zog und es mitnahm.
„Wer weiß, ob wir das nicht vielleicht brauchen können“, erklärte er Ron, der ihn überrascht anblickte.
Langsam, in die Dunkelheit lauschend, gingen die Drei hintereinander durch den schmalen Gang, der erst mal nur gerade ausging. Doch dann, sie waren vielleicht 5 Minuten gelaufen, kamen sie an eine Treppe. Eine breite Wendeltreppe, die, so hatten die Drei das Gefühl, gar kein Ende zu nehmen schien.
Ron war schon leicht übel, davon immer im Kreis nach unten laufen zu müssen, als Charlie nach unten deutete.
„Seht mal, hier endet die Treppe in einen weiteren Gang.“
Er hatte recht. Wie tief waren sie wohl schon ins Schloss hinab gestiegen? So tief wie damals, als sie nach dem Basilisken gesucht hatten? Oder sogar noch tiefer? Befanden sie sich schon unterhalb des Sees? Keiner von den Dreien vermochte es mit Gewissheit zu sagen, obwohl sie glaubten, dass sie garantiert weit unter dem See sein mussten.
Mit Charlie, der weiterhin den Anführer der Drei machte, gingen sie weiter und mit einem Mal blieb Ron stehen.
„Hast du einen fahren lassen, Charlie?“, fragte er angeekelt und hielt sich die Nase zu.
„Nein, das war ich nicht. Aber wenn du besser im Unterricht aufgepasst hättest kleiner Bruder, wüsstest du, dass dieser Geruch Schwefel ist.“
„Ron … er hat recht. Das ist Schwefel. Was hat das zu bedeuten?“
„Hm …“, begann der Älteste von den Dreien und strich sich mit der Hand über den Nacken. „Vielleicht hat es das zu bedeuten, dass Sirius recht hatte. Ich denke ihr werdet wenigstens Hagrid zugehört haben. Drachen lieben die Wärme und sie mögen auch den Geruch von Schwefel. Sie leben meist in inaktiven Vulkanen, weil es dort sehr warm ist. Sie können dort ihre Eier ausbrüten und ihre Jungen groß ziehen. Außerdem sind sie dort sicher vor Angreifern, wenn sie auch nicht viele Gegner haben, die ihnen wirklich gefährlich werden können.“
„Heißt das, Hogwarts steht schon seit über 1000 Jahren auf einem inaktiven Vulkan?“ Rons Augen wurden groß und er sah seinen Bruder entsetzt an.
„Sieht ganz danach aus.“
„Na prost Mahlzeit, wenn der doch irgendwann wieder ausbrechen sollte.“
„Ich gehe mal davon aus, dass die Gründer wussten, was sie taten. Und wenn sie einen Schutzzauber auf den Berg gelegt haben.“
Während sie weiter gingen, wobei es immer weiter bergab ging, wurde der Gestank immer intensiver und mit der Zeit kaum aushaltbar.
„Bist du sicher, dass wir hier lang gehen müssen?“, fragte Harry, der immer öfter husten musste, weil die Gase seinen Hals reizten.
„Oh ja. Ganz sicher Harry.“ Kurz, nachdem Charlie das geantwortet hatte, kamen sie zu einer weiteren sehr dicken Türe. Sie war dunkel und garantiert aus Eiche. Unter der Türritze kam immer wieder mal ein gelber Nebel hervor und deutlich zu sehen war, dass sie hinter der Türe kein Licht mehr brauchen würden.
Kurz zögert Charlie, streckte die Finger nach dem Griff aus, doch tippte er erst mal vorsichtig mit den Fingerspitzen darauf. Der Griff war zwar warm, aber nicht heiß, wie er zuerst befürchtete. Noch einen Blick zu Harry und Ron und er zog die Türe auf, wobei ihnen gelber Rauch entgegenschlug, und ihnen fast die Luft zum Atmen raubte.
Schnell schloss Charlie die Türe wieder und wedelte mit den Händen, um den Schwefeldampf etwas zu vertreiben.
„Ok … Jungs. Wir haben ein mächtiges Problem. Zum einen … wir können in den Schwefelgasen nicht atmen, sie würden uns töten. Zum Zweiten … da drin sieht man die Hand nicht vor den Augen.“
„Heißt das, dass wir umkehren müssen?“ In Rons Stimme klang fast so etwas wie Erleichterung mit. Irgendwie war er nicht so scharf darauf, einen Drachen zu suchen.
„Wenn wir keinen Möglichkeit finden, wie wir Luft bekommen, während wir da durchgehen …“
Für einen kurzen Moment schwiegen alle drei und Ron blickte immer wieder auf den Schwefeldampf, der unter der Tür hervorquoll.
„Wartet. Ron … warte. Weißt du noch, beim Trimagischen Turnier. Die zweite Aufgabe. Wir mussten in den See. Unsere Aufgabe war es, eine Möglichkeit zu finden, wie wir unter Wasser atmen konnten.“
„Ja sicher weiß ich das. Doch fängst du da drin mit Kiemen auch nichts an, Harry.“
„Nein, mit Kiemen nichts, aber erinnerst du dich, was Cedric gemacht hatte. Nein, kannst du ja nicht, du warst ja weggetreten. Cedric hatte sich eine Art Luftblase um den Kopf gezaubert. Er konnte damit eine Stunde unter Wasser atmen. Das muss auch hier gehen.“
„Weißt du, wie der Zauber funktioniert?“, wollte Charlie sichtlich interessiert wissen.
„Klar, ich hab ihn etwas später gefragt. Ich wollte nicht nochmal riskieren, so aufgeschmissen zu sein.“
Rons Gesicht wurde wieder blasser. Ihm schien die Idee gar nicht zugefallen, was durch seinen weiteren Protest nur bestätigt wurde.
„Aber du sagtest doch selber, dass wir da drin nichts sehen. Was, wenn wir uns verirren? Was, wenn wir länger, als eine Stunde da drin sind? Charlie das ist verrückt und viel zu gefährlich.“
Für einen Moment blickte der Drachenbändiger Ron nachdenklich an und dann auch zu Harry.
„Gut in Ordnung. Ihr müsst ja nicht mitkommen. Aber ich denke, das Problem ist lösbar. Außerdem trägst einen von Mums selbst gestrickten Pullovern“, grinst Charlie und Ron sah ihn an, als hätte sein Bruder nicht mehr alle Tassen im Schrank.
„Nein, die Idee ist genial. Ich gehe mit. Ach Ron, nun streng deinen Grips mal an. Wir machen es wie Ariadne. Wir binden das Ende deines Pullovers hier an der Türe fest und gehen langsam hinein, während er sich auftrennt. Wenn wir merken, es gibt keinen Weg oder wir finden ihn nicht, dann gehen wir mit Hilfe der Schnur einfach wieder zurück.“
„Ihr glaubt wirklich das funktioniert?“ Sein Blick war immer noch skeptisch, doch als beide nickten, streifte er den Pulli über den Kopf.
„Ich mochte ihn sowieso noch nie, er hat immer gekratzt“, mit diesen Worten reichte er ihn Charlie, der ihm auf die Schulter klopfte und schließlich das Ende suchte, welches er auftrennte und dann an dem Türknauf fest band. Ron bekam dann seinen Pulli zurück und die Aufgabe, das mit der Schnur zu handhaben.
„Jetzt du. Zauber uns Luftblasen zum Atmen“, forderte Charlie Harry auf. Dieser hob sogleich den Zauberstab an und richtete ihn auf Charlies Kopf. Eine kleine Luftblase kam aus der Spitze des Stabes und flog auf Charlie zu, umschloss seinen Kopf und dieser blickte nun etwas unsicher um sich. Kurz hatten die beiden das Gefühl, Charlie wäre verunsichert, doch als dieser einen tiefen Atemzug genommen hatte, hob er beruhigt den Daumen.
„Alles bestens“, sagte er, was nur sehr leise zu verstehen war.
Sofort verpasste Harry dann Ron und schließlich sich selber so eine Atemblase. Dann drängte Charlie zum Aufbruch. Er ging auch voran, gefolgt von Harry und als Letzter schritt Ron durch die Türe, den Pullover in der Hand und aufpassend, dass der Faden sich langsam vom Pulli löste.
Immer weniger konnten sie sehen, je weiter sie gingen und nach schon wenigen Schritten, sahen sie sich nicht mal gegenseitig, so dass Harry in Charlie rannte und Ron schon beinahe Panik bekam, als er sie nicht gleich wieder fand.
Am Ende reichten sie sich die Hände, um sich nicht zu verlieren, und Charlie nahm Harry das Schwert ab, das er schließlich als Blindenstock einsetzte, um Hindernisse und Unebenheiten zu ertasten.
Harry hatte keine Ahnung, wo sie hingingen und wo sie waren. Nur ab und an konnte er Charlie schemenhaft erkennen, obwohl er seine Hand hielt. Das Licht, welches von irgendwo und nirgendwo herzukommen schien, war mal gelblich, dann wieder doch eher grün oder Blau, jedenfalls sah es gespenstisch aus.
Unter der Atemblase wer es eigenartig ruhig. Wenn sie miteinander reden wollten, mussten sie sich anschreien, was sich in der Blase, extrem laut anhörte und sie den andern nur schwer verstanden. Einmal stoppte Ron die beiden, weil er die andere Hälfte des Pullis an das Ende des ersten Fadens knüpfen musste.
„Was, wenn der Faden nicht reicht?“, fragte er schließlich und man konnte sehen, dass er sich alles andere als wohlfühlte. „Und was, wenn er reißt? Dann sind wir hier drin verloren und werden irgendwann ersticken. Keiner wird uns finden und das hier wird unser Grab werden.“
„Reg dich ab, Ronald. Ich hab noch einiges vor mit meinem Leben. Ich werde ganz sicher nicht hier drauf gehen. Außerdem müssen wir, wenn wir zurück wollen immer nur nach oben gehen. Bisher ging es nur bergab“; wehrte Charlie ab und zog die beiden wieder mit sich.
Immer tiefer ging es hinab, viele Meter und es schien immer heißer hier zu werden, so, dass die Drei schon anfingen, zu schwitzen.
Harry fühlte, wie Rons Hand sich fester an Seine klammerte und blickte zurück, wobei er aber nicht wirklich Ron ausmachen konnte, geschweige denn in sein Gesicht blicken konnte. Dann riss dieser an Harrys Hand, so dass dieser stehen blieb und auch Charlie zum Anhalten zwang. Sie tragen nahe an einander heran, so dass sie sich ansehen konnte.
„Ich kann nicht mehr“, stöhnte Ron. „Ich glaube ich bekomme keine Luft mehr.“
„Dann rede nicht soviel, spar dir deinen Atem, fürs Gehen. Ich weiß nicht, aber ich hab das Gefühl, als würde es hier kühler und auch nicht mehr soo hell sein. Wir dürfen nicht aufgeben“, mahnte Charlie und ging einfach weiter, die beiden andern hinter sich herziehend.
Auch Harry merkte, wie er immer müder wurde und ihm seine Augen zuzufallen drohten. Er kämpfte verbissen an und riss immer wieder an Ron, der ab und an langsamer zu werden schien. Harry begann schon Tagträume zu haben, glaubte vor sich Ginny zu sehen, die ihn sehnsüchtig erwartete und die Arme nach ihm ausstreckte, wodurch er wieder schneller wurde, Charlie sogar ab und an gegen die Hacken trat. Ohne sich darüber bewusst zu sein, woran natürlich der immer weniger werdende Sauerstoff die Schuld trug, hatte er das Gefühl für Zeit und Realität verloren. Und beinahe wäre er eingeschlafen, wäre er nicht plötzlich und ohne Vorwarnung in Charlie gerannt.
„Wir haben es geschafft“, schrie dieser, riss die beiden noch ein Stück mit in einen dunklen Gang hinein. Dann riss er sich die Atemblase vom Kopf und zog die Luft in seine Lungen. Als weder Harry noch Ron seinem Beispiel folgten, tat er es für die beiden, die automatisch begannen tief ein- und auszuatmen.
„Ich sagte doch, ich bring uns da durch“, erklärte Charlie grinsend und einen gewissen Stolz an den Tag legend. „Mit eurer Hilfe natürlich. Ich hoffe du hast das Ende des Pullis noch?“
Jetzt blickt Ron seinen Bruder geschockt an. Pullover? Er konnte sich nicht erinnern, wann er ihn noch gehabt hatte und wann nicht mehr. Mit einem blassen Konterfei sah er schließlich Charlie an, der zuerst auch sämtliche Farbe verlor.
„Ach weißt du was, das ist nicht wichtig. Mit dem Drachen kommen wir eh nicht hier raus, also werden wir den Weg auch nicht zurückgehen können. Los weiter!“
Sogleich erhob er sich wieder, in den Gang vor ihnen deutend. Auch Harry und Ron drückten sich auf die Beine, auch wenn ihre Knie noch immer etwas zitterten und Ron die nächsten zehn Minuten immer nur am Gähnen war.
Zuerst wurde es wieder dunkel und sie wollten ihre Zauberstäbe ziehen, um Licht zu machen, als sie am Ende dieses Tunnels ein Licht sahen.
„Wir sind aber jetzt nicht tot oder so?“, fragte Harry scherzhaft und als Charlie sich zu ihm umdrehte, grinste er. „Na ja, wegen dem Licht am Ende des Tunnels.“
Woraufhin er von Ron in den Arm gekniffen wurde und laut „Au“, rief. „Warum machst du so was?“
„Nur um zu zeigen, dass du noch lebst.“ Das Grinsen von Ron zeigte Harry, dass dieser sich von dem Schrecken in der Schwefelhöhle wohl erholt haben musste und um sich zu rächen, kniff auch er seinen Freund.
„Aua! Was sollte das jetzt?“
„Ich wollte nur sicher gehen, dass du auch noch am Leben bist.“
„Ihr beiden seid schrecklich. Ihr solltet besser aufpassen, dass ihr euch den Kopf nicht stoßt, hier wird es verdammt niedrig.“
Charlie hatte recht, es wurde niedrig und zwar sogar so, dass sie ein Stück auf allen Vieren zurücklegen mussten.
Doch das Licht wurde immer heller und mit einem Male der Tunnel groß und weit und alle drei starrten auf das, was sich ihnen hier bot.
„Wow“, flüsterte Ron leise und er konnte sich an dem vielen Gold, dem Silber, den Edelsteinen, die nur so funkelten, gar nicht sattsehen. Er war so geblendet von den ganzen Schätzen, dass er den Drachen, der mitten auf dem Berg von alle dem lag und schlief, überhaupt nicht bemerkte.
„Sirius hatte recht. Charlie, sieh nur. Er hatte recht”, flüsterte Harry, so als ob er Angst hatte, den Drachen aufzuwecken, wenn er zu laut sein würde.
Charlie nickte nur und sah sich genauer um. Sie sahen hier auf eine riesige Höhle, die Decke war kaum auszumachen, auch wenn in hier ein seltsames Licht herrschte, dessen Ursprung nicht zu deuten war, sich aber in alle den Schätzen hier unten tausendfach widerspiegelte.
„Das muss ein erloschener Vulkan sein“, flüstert Charlie. „Seht ihr? Man kann die Kegelform noch richtig erkennen.“ Dann deutete er nach oben zu einem kleinen hellen, nein blauen Punkt in der Decke. „Da kann man den Himmel sehen.“
„Und … was … tun wir jetzt“, fragte Harry, der keine Sekunde darüber nachgedacht hatte, was sie machen mussten, wenn sie den Drachen tatsächlich finden würden.
„Na was wohl, wir werden ihn wecken, und dann versuchen mit ihm durch die Öffnung da oben zu fliegen. Vom Trimagischen Turnier sind noch die ganzen Vorrichtungen da, als wir die Drachen hier versorgt hatten. Dorthin bringen wir ihn. Wow … die Anhänger von „du weißt schon wem“ oder auch er selber, werden Augen machen, wenn sie es mit einem Mal mit einem Drachen zu tun bekommen.“
„Charlie?“, meldete sich Ron jetzt. „Der Drache ist kein Schoßhund. Wie willst du ihn dazu bringen, das zu tun, was du möchtest?“
„Ganz einfach Ron, ich werde ihm etwas schenken, was er liebt, dann hoffe ich wird er so mit dem Geglitzer beschäftigt sein, dass wir auf seinen Rücken klettern können.“
„Hab ich das richtig verstanden? Du willst auf ihm fliegen?“
„Ja, warum nicht. Hör mal zu“, begann er leise zu erklären. „Wir haben uns bei der Arbeit ab und an den Spaß gemacht, zu versuchen, einen Drachen zu … na ja.. zu zähmen. Was aber nur mit Männchen ging. Denn Weibchen, vor allem wenn sie Eier bewachten, waren wie Furien. Ich hab es schon einmal geschafft, mich auf den Rücken eines Rumänischen Langhorns zu setzten und dann an so einer Art Angel eine Galeone befestigt und der Kerl hat mich wirklich einige Male im Kreis herumgetragen, bevor er mich bemerkt und abgeworfen hatte. Ich hatte damals eine Wette gewonnen und meine Kollegen mussten mich drei Monate lang mit … ähm ich hatte gewonnen und sie mussten bezahlen.“
„Sie mussten was?“, hakte Ron jetzt neugierig nach, doch das interessierte Harry nicht, weil es für ihr Vorhaben nicht wichtig war.
„Und du willst das Gleiche bei dem hier versuchen? Charlie ich verstehe nicht annähernd soviel wie du von Drachen, aber wenn mich meine Augen nicht täuschen, ist das ein Schwarzer Hybride und die sollen verdammt aggressiv sein.“
Nun rieb sich Charlie mit der Hand über den Nacken.
„Ja, da hast du recht. Aber es ist ein Drache und eindeutig ein Männchen. Hey … ihr könnt mir vertrauen. Ich würde euch doch nicht in Lebensgefahr bringen. Ihr müsst nur einfach tun, was ich sage.“
Weder Harry noch Ron sahen wirklich glücklich aus, doch da sie keine andere Wahl hatten, stimmten sie schließlich zu.
„Hat jemand von euch zufällig etwas Geld, oder sonst was Wertvolles dabei?“ Gleichzeitig durchstöberte Charlie auch seine Taschen.
„Hier eine Galeone von der DA“, wundervoll, das ist gut zum Ablenken. Dann brauchen wir noch etwas … Das Schwert wird sich wunderbar dafür eignen. Wenn wir noch etwas hätten, um es an die Spitze zu binden …“
Da zog Harry Dumbledores Taschenuhr aus der Hosentasche und betrachtete sie nachdenklich.
„Die bekomme ich aber wieder?“, fragte er unsicher.
„Wow, sag mal, woher hast du die? Die sieht fast so aus, wie die, welche Dumbledore besessen hat.“ Diesmal war es Ron, der auf die Uhr starrte und sie genauer in Augenschein nahm.
„Es ist Dumbledores Uhr und ich hätte sie danach auch gern wieder.“
„Ich werde gut auf sie aufpassen, versprochen Harry“, versicherte Charlie dem jungen Potter, nahm sie entgegen und befestigte sie schließlich an der Spitze des Schwertes, so dass sie nicht so einfach runterrutschen würde.
„Warum nehmen wir nicht etwas von dem Zeug, das da unten liegt? Da ist doch genug Gold und Silber“, wandte Ron schließlich ein.
„Ganz einfach Brüderchen, weil der Drachen jedes einzelne Stück hier, das ihm ja schon gehört, genau kennt und es sofort bemerkten würde, dass wir ihm das gestohlen haben. Und ich glaube, du kannst dir denken, was er dann mit uns tun würde.“
„Äh … Rösten?“, fragte Ron jetzt unsicher und Charlie nickte mit ernstem Gesicht.
„Und wie wecken wir ihn auf?“ Diesmal war es Harry, der mit sehr ernster Miene sprach.
„Ihr werdet lachen. Ich denke genauso, wie es im Wappen von Hogwarts steht. Kitzel niemals einen schlafenden Drachen.“
„Ja, leuchtet ein“, brummte Ron, dennoch schien ihm etwas nicht ganz so zu passen, auch wenn er den beiden nach unten folgte, blickte er extrem nachdenklich drein. Und in dem Moment, als sein Bruder die Hand ausstreckte, hielt er ihn zurück.
„Warte“, flüsterte er nun. „Ist das nicht eher eine Warnung es nicht zu tun?“
„Muss nicht sein. Du kennst die Art der Gründer. Alles in Rätsel und versteckten Hinweisen. Ich glaube eher, dass wir es ganz genauso tun müssen.“ Charlie schien sich verdammt sicher zu sein, so wagte keiner von beiden, ihm zu widersprechen. „Doch ich würde sagen ihr wartet dort an den Hinterläufen des Tieres. Sicher ist sicher. Und wenn ich es euch sage, klettert ihr auf den Rücken. Aber gebt acht, der Kamm des Hebriden ist verdammt scharf, er könnte euch in zwei Teile schneiden.
„Netter Gedanke. Ron und seine bessere Hälfte“, versucht Ron selber zu scherzen, was aber keinen von ihnen zum Lachen brachte, in der angespannten Situation.
Langsam beugte sich Charlie wieder nach vorn, streckte die Hand in Richtung vom Hals des Drachen aus, wie er wusste, die empfindlichste Stelle - außer unter dem Schwanz beim Drachen. Und genau diesem wollte er nicht zu nahe kommen, denn der lief am Ende des Schwanzes zu einem spitzen Stachel aus.
Was für den Drachen nun ein Kitzeln war, sah für andere Augen eher so aus, als würde Charlie ihn kräftig in seine dunkle rauschuppige Haut zwicken. Zuerst passierte nichts und er wiederholte es an einer anderen Stelle. Und diesmal passierte was.
Als Erstes zuckte der Drache nur leicht, dann als die Finger ihn nochmal zwickten, zuckte er mehr und der ganze Drache schien zu wackeln. Erschrocken wichen alle drei zurück, als der Hybride sich ganz auf den Bauch legte und den Kopf auf seinen Vorderfüßen bettete.
Noch einmal zwickte Charlie zu und gleich nochmal und noch einmal.
Der Blick von allen Dreien war schließlich so köstlich, als der Drache ein Geräusch von sich gab, als würde er lachen. Je öfter Charlie ihn berührte, je mehr schüttelte es das riesige schwarze Tier. Dann erbebte es, schüttelte sich und aus einem riesigen Maul kamen Geräusche wie lautes Lachen oder war es doch ein Knurren?
Bevor sie darüber nachdenken konnte, schlug der Drache seine Augen auf und blickte sie mit seinen purpurroten Augen wütend an. Reflexartig machte Charlie einen Satz zurück, was eine sehr gute Idee gewesen war, denn ohne Vorwarnung schoss ein heißer Feuerstrahl auf ihn zu und versenkte ihm die Haarspitzen.
„Hoho … Warte Kleiner. Ich hab hier was für dich“, erklärte er und hielt dem Drachen Rons Galeone unter die Nase, die er aus der Ferne zu beschnüffeln begann. „Das ist ganz neu und aus purem Gold. Es gehört dir … sie her?“
Dann warf er es dem Drachen zu, der die Goldmünze genau betrachtete, die unter seiner Nase auf dem ganzen anderen Gold gelandet war. In dem Moment gab Charlie den beiden ein Zeichen, dass sie auf den Rücken des Drachen klettern sollten, da dieser für einen Moment beschäftigt war. Und nachdem der Drache ein zufriedenes Brummen von sich gegeben hatte, nutzte auch er den Moment und kletterte direkt hinter dem Hals, auf den Rücken. Zuerst wollte der Drache sie abwerfen und begann sich zu schütteln und zu winden, aber als Charlie ihm das Schwert und vor allem die Uhr, die daran gebunden war, vor die Nase hielt, starrte er nur noch darauf.
„Ja … so ist es fein. Ein sehr schönes und altes Stück. Hab ich recht? Das würde dir doch gefallen“, redete Charlie weiter, wobei er nur sprach, um sich selber von seiner Angst abzulenken, als dass er glaubte, dass der Drache ihn verstehen würde.
Langsam bewegte er das Schwert nach rechts und der Kopf des Hybriden folgte dem funkelnden Ding, dass er neugierig beschnupperte. Auch als er das Schwert nach rechts drehte, folgten die rot funkelnden Augen dem Edelmetall.
„Ok, festhalten jetzt. Ich werde mal sehen, wie gut sich der alte Kerl hier lenken lässt“, erklärte er und streckte das Schwert etwas weiter weg, woraufhin der Drache sich auf seine Beine stellte und versuchte der Uhr zu folgen.
„Es geht“, rief er nun erfreut aus und dachte bei sich … ‚hoffentlich nicht nur drei Mal im Kreis.’
Während Charlie die Uhr etwas anhob, stellte sich der Drache jetzt auf seine Beine, was für die Drei eine sehr wackelige Angelegenheit war und sie sich gut festhalten mussten, weil der alte Drache wohl einige Mühe hatte, sich nach der langen Zeit des Schlafens aufzurichten.
Doch schließlich stand er und versuchte nach dem goldenen Kleinod zu schnappen, aber Charlie war auf der Hut und zog sie jedes Mal etwas höher. Was nun wieder zur Folge hatte, dass der Drache seine schwarzen, lederartigen und fledermausförmigen Flügel auszubreiten begann. Doch er flog nicht, sondern machte eher Sprünge wie ein Känguru und schlug dabei mit den Flügeln. Harry musste Ron einmal festhalten, als dieser begann, seitlich herunterzurutschen.
„Ich hoffe der kann noch fliegen“, warf Ron ein, als er endlich wieder richtig saß und so als wäre das ein Startzeichen gewesen, schlug der Drache kräftiger mit den Flügeln, und ehe sie es sich versehen hatten, hoben sie ab.
Schaukelnd wie auf einem Kamel, oder so ähnlich jedenfalls, wurde der Abstand zwischen ihnen und dem Boden immer größer.
„Verdammt Charlie. Warum haben wir uns nicht etwas Gold in die Taschen gesteckt? Hier liegt es doch eh nur rum.“
„Ganz einfach, weil der Drache das bemerkt und uns alle drei dann zum Frühstück verspeist hätte“, erklärte Charlie und hätte fast vergessen die Uhr etwas höher zu halten, so dass sie für einen Moment wieder ein Stück abgesackt waren.
Ron war blass geworden und auch Harry sah nicht wirklich glücklich in dem Moment aus, dennoch krallten sich beide in der schuppigen Haut fest und Charlie gelang es, den Drachen wieder dorthin zu lenken, wohin er wollte. Sie näherten sich der Öffnung und auch, wenn sie am Anfang gedacht hatten, sie könnte für den Drachen viel zu klein sein, mussten sie jetzt feststellen, dass dies ganz und gar nicht der Fall war.
Sie schossen durch die Öffnung, ohne dass der Hybride auch nur irgendwo das Gestein streifte.
Die frische Luft empfing sie wie eine angenehme Dusche und sie sogen sie begierig in ihre Lungen.
Der Drachenbändiger stieß einen Jubelschrei aus, in den die beiden andern dann mit einstimmten und sie sich ihre strahlende Gesichter blickten.
Langsam und auch vorsichtig ließen sie den Drachen tiefer sinken, wobei sie Kreise flogen, um den Ort zu finden, wo sie vor gut drei Jahren schon mal Drachen gehalten hatten. Sobald Charlie ihn ausgemacht hatte, lenkte er das Tier mit Hilfe der Uhr genau dort hin. Die Landung war hart und Harry und Ron schafften es nicht mehr sich festzuhalten, sie stürzten auf den Boden.
„Benutzt euer Zauberstäbe und stellt die Gitter auf, schnell!“, rief Charlie ihnen zu, der noch im Nacken des Tieres saß und den Drachen sich langsam um sich selber tanzen ließ.
Ron und Harry taten sofort, was er gesagt hatte. Stellten drei der Zäune auf, die sie magisch miteinander verbanden.
„Harry? Geh hinter den Zaun, ich werfe dir die Uhr zu, und wenn du sie hast, lauf. In der Zeit werd ich von dem Drachen klettern und mit Ron das vierte Gitter aufstellen. Bekommst du das hin?“
„Mit einem Besen wäre ich schneller, aber ich schaffe das schon“, antwortet er ihm.
„Ron?“
„Ich bin bereit, großer Bruder.“
Dann wartete Charlie bis Harry auf der anderen Seite war und zählte bis drei. Bei drei warf er die Uhr so fest er konnte und während der Drache dieser hinterher sah und ihr dann auch folgen wollte, sprang er von dem schuppigen Rücken und rannte zu Ron, der dann schnell das Gitter hochschweben ließ und Charlie es mit Magie schließlich befestigte.
So schnell, wie Rons Bruder nun arbeitet, konnte Ron gar nicht wirklich mitverfolgen. Hier ein Zauber, hier eine Schutzwand noch ein Zauber …
Es dauerte keine zehn Minuten und der Drache war für alle anderen Augen unsichtbar und sicher in dem Käfig eingesperrt. Charlie hatte ihn mit einer Kette, die auch noch hier herumgelegen hatte, am Boden fixiert und zur Verwunderung aller, legte der sich dann einfach auf den Boden und schlief wieder ein.
„Na hoffentlich pennt der nicht auch ein, wenn wir seine Hilfe brauchen“, sagte Ron skeptisch, aber sichtlich erleichtert, dass sie es geschafft hatten.
„Harry, Ron ihr ward klasse“, lobte er die beiden, als Harry sich zu ihnen gesellte.
„Ach was, ohne dich wäre das gar nicht gegangen, ich hab doch recht Ron?“
„Hast du. Uns hätte der Drache garantiert geröstet und dann genüsslich verspeist. Danke großer Bruder. Ich bin verdammt stolz auf dich.“
„Das aus deinem Mund, Ron? Das bedeutet dann aber wirklich eine ganze Menge.“ Grinsend klopft er Ron auf die Schulter, der dann aber einfach seinen Bruder, der ein klein bisschen kleiner war als er, wenn auch um einiges kräftiger, umarmte und kurz drückte.
„Hey, hey. Jetzt werd nur nicht gleich sentimental. Ich bin immer noch ich, Charlie Weasley.“
Nun knuffte Ron Charlie und alle drei gingen lachend zurück Richtung Schloss.
„Müssen wir dem Drachen nicht auch was zu fressen und zu trinken bringen?“, wollte Harry dann plötzlich wissen, kurz bevor sie den Wald verlassen wollten.
„Hm … sicher. Aber ich hab mir überlegt, dass es da einen Mann gibt, der für diese Aufgabe, wie geschaffen ist.“
„Hagrid“, kam es gleichzeitig aus Harrys und Rons Mund.

Nachdem alle Schüler aus Hogwarts zurückgekehrt und Sisilia ihre Aufgabe als Aufpasserin in Hogwarts ganz gut gemeistert hatte, wartete sie nun nervös auf die drei Drachenjäger. Nur zu deutlich war ihr bewusst, dass die Sache verdammt gefährlich werden konnte. Immer wieder ging sie vor die Eingangstüre von Hogwarts und ließ ihren Blick über die Wiesen und Bäume streifen. Ein paar von den Schülern hatten vorhin in einem Gang erzählt, sie hätten einen schwarzen Drachen beim Wald gesehen, wie er hinter Hogwarts aufgetaucht sei und dann hinter den Bäumen auf dem kleinen Hügel wieder verschwunden wäre. Doch das war jetzt auch schon mind… Ihr Blick ging auf die Uhr.
‚Gut es war erst 30 Minuten her’, aber es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Sie hoffte, dass ihnen nichts passiert war und wieder bekam sie Angst.
In dem Moment, als sie wieder mit leicht zitternden Knien ins Schloss zurückkehren wollte, nahm sie am Waldrand eine Bewegung wahr. Sie musste mehrmals hinsehen, doch dann war sie sich sicher. Es waren Harry, Ron und Charlie, den die beiden in die Mitte genommen hatten, und die sich lachend unterhielten.
Überglücklich, dass es ihnen gut ging, rannte Sisilia los und erreichte die kleine Gruppe atemlos. Fragende Blicke schlugen ihr nun entgegen, doch sie brauchte einen kurzen Moment, bevor sie reden konnte.
„Ist was passiert, Sis?“
„Nein … alles … in … Ordnung“, keuchte sie noch und auch sie strahlte jetzt. „Ich bin so froh, dass es Euch gut geht.“
„Es könnte nicht besser sein.“ Ein breites Grinsen lag auf Rons Gesicht.
„Na, nun lasst euch nicht alles aus der Nase ziehen“, unruhig tappte sie jetzt von einem Bein aufs andere.
„Vorschlag. Ihr Zwei“, Charlie sah zu den beiden Jungs, „ihr geht zu euren Mädels und erzählt ihnen was wir erlebt haben. Und ich werde mit Sisilia zu Hagrid gehen und ihn darum bitten, worüber wir geredet haben.“
Die Zwei waren sofort damit einverstanden und rannten schließlich zum Schloss hoch, während Charlie Sisilias Hand in seinen Arm einhakte und sie auf Hagrids Hütte zuführte. Währenddessen erzählte er ihr alles, was sie erlebt und durchgemacht hatten. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, alles noch ein wenig dramatischer zu erzählen, wie es tatsächlich gewesen war.
Und genau das zeigte Wirkung. Er spürte, wie sie sich immer fester an ihn klammerte und als sie vor Hagrids Haus standen, blickte sie eingehend an.
„Dann kann ich wirklich froh sein, dass du dich so gut mit den Drachen auskennst“, sagte sie schließlich leise. Doch als Antwort bekam sie nur ein Nicken und er legte seine Hände an ihr Gesicht. „Ich musste doch da wieder rauskommen. Ich hab doch vor, dir noch weiter den Hof zu machen“, raunte er und seine Augen huschten über ihr leicht verwirrtes Gesicht. Genau diese Verwirrtheit nutzt er dann auch aus und gab ihr einen Kuss, dem sie nicht auswich.
„Charlie Weasley. Du bist …“
„Unmöglich?“ Sein Grinsen schien in dem Moment von einem Ohr zu andern zu gehen, doch bevor Sisilia noch etwas darauf antworten konnte, ging die Türe auf und Hagrid sah sie beide erstaunt an.
„Ah, genau der Mann, den wir brauchen. Können wir mit dir kurz reden? Drinnen?“
„Klar, warum nich. Aber ich bin kein Priester, wenn ihr heiraten wollt, müsst ihr euch nen andern suchen.“
„Schade, ich hätte sofort JA gesagt“, gab er grinsend zurück und betrat nach Hagrids einladender Geste die Hütte, wo sie von Fang schwanzwedelnd begrüßt wurden. Die Tatsache, dass Sisilia ihn noch in die Seite gekniffen hatte, ignorierte er einfach.
Dann erzählte er Hagrid alles von dem Drachen und der brauchte erst mal einen großen Schnapps. Sisilia und Charlie lehnten aber dankend ab, sie kannten Hagrids harte Selbstgebrannte.
Natürlich war der Halbriese sofort bereit, sich um den Drachen zu kümmern. Ihn zu füttern und auch zwei Mal am Tag nach dem Rechten zu sehen.
„Jetzt hat Hogwarts seit über 1000 Jahre einen Drachen, und keiner weiß davon. Ich kann das gar nicht glauben“, wiederholte er nun schon zum zehnten Mal und seine beiden Gäste hatten Mühe nicht zu grinsen, denn die Freude die Hagrid ausstrahlte, war einfach gigantisch, wie der Mann selbst.
„Charlie? Ich denke wir sollten langsam auch wieder zurück, bevor man uns vermisst. In zwei Tagen ist auch Halloween und wir haben noch ein bisschen etwas zu tun.“


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