
von johnprewett
Hoffe, diese kleine Fanfic gefällt euch.
Es war früh am Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen, die durch die Fenster fielen, blendeten ihn und hinderten ihn daran, weiterzuschlafen. Seufzend erhob er sich und sah auf seine Uhr. Es war noch recht früh. Doch die Aussicht auf einen schönen und sonnigen Tag beflügelte ihn. Er sprang aus dem Bett und ging zum Fenster. Der Sommer stand nun vor der Tür. Gestern war die Prüfungszeit zuende gegangen und alle wollten nun die Freizeit genießen. Von ferne her glitzerte der große See mit seinem kühlen Wasser und versprach Abkühlung. Die hatte er auch nötig.
Denn gerade hatte er einen ziemlich verwirrenden Traum gehabt. Er war im Raum der Wünsche gewesen. Und das nicht allein. Eine wunderschöne junge Frau hatte ihm Gesellschaft geleistet. Er hatte nicht genau erkennen können, wer es gewesen war, da sie eine kunstvoll gearbeitete Maske getragen hatte. Doch sonst hatte sie nichts an gehabt und so wie Harry das beurteilen konnte, auch er nicht. Gemeinsam hatten sie sich der Leidenschaft hingegeben. Ihre schlanken Beine, ihre zarten Schultern und ihre wohlgeformten Brüste... kurzum ihr ganzer perfekter Körper hatte ihn gefesselt. Sie verzauberte ihn mit ihren Reizen.
Harry dachte noch lange nach. Er war heilfroh, dass Ron, Neville, Dean und Seamus noch schliefen und ihn dabei nicht sehen konnten. Wer war diese Frau gewesen? Kannte er sie sogar? Doch wenn ja, wer war es? Schlagartig fielen ihm drei Personen ein, die es gewesen sein konnten. Denn sie waren allgemein bekannt als die drei schönsten Mädchen in ganz Hogwarts: Hermine Granger, Ginny Weasley und Cho Chang. Vielleicht hätte er auf die Haarfarbe der Unbekannten schließen können, wer von den dreien es war. Doch das schummrige Licht hatte ihm ihre Haarfarbe nicht offenbart.
Jede der drei hätte es sein können. Er dachte nach. Die Frau in seinem Traum war wunderschön gewesen. Dies konnte er ohne falsche Bedenken sagen, auch wenn er ihr Gesicht nicht hatte sehen können. Und sowohl Hermine als auch Ginny und Cho waren die schönsten Mädchen, die er kannte. Er wusste jedoch, dass er Cho ausschließen konnte. Denn so große Brüste, wie die Frau in seinem Traum, hatte sie nicht. Chos Brüste waren klein und fest. Und er wusste, dass Ginny es ebenfalls nicht sein konnte. Die Unbekannte war sanft und zärtlich gewesen, Ginny dagegen war wild und temperamentvoll. Und Hermine?
Sein Herz schlug wild bei diesem Namen. Hermine. Doch auch sie konnte er ausschließen. Vom Körperbau her war sie der Unbekannten wohl am ähnlichsten. Nicht zu schlank, nicht so mager. Und doch wohlgeformt. Doch solche Dinge, welche die Unbekannte mit ihm angestellt hatte, würde Hermine nie tun. Dafür war sie zu schüchtern. Oder glaubte er es nur? Tat sie nur so schüchtern und versteckte sich hinter dieser Fassade eine wahre Verführerin? Bei ihrem Körper konnte er sich das jedenfalls gut vorstellen. Auch von ihrem Verstand her, denn sie wusste einiges über die Liebe (natürlich aus Büchern). Doch von ihrer Art her war sie nicht die, die einfach in irgendeiner Bar einen fremden Mann verführte.
Er seufzte und wandte sich vom Fenster ab. Ihm war ziemlich heiß geworden, als er an seinen Traum dachte. Und auch an Hermine, Ginny und Cho, die Schönheiten von Hogwarts. Ihm wurde klar, dass er wohl ncht mehr einschlafen würde und so zog er sich an. Er suchte nach einem Handtuch. Was er jetzt brauchte, war ein schöne kalte Dusche, um sein erhitztes Gemüt abzukühlen.
Es war schon hell, da sich der Sommer ankündigte. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging Hermine zu den Duschräumen der Mädchen, welche, wie die der Jungen, außerhalb der Gemeinschaftsräume lag. Eine schöne Dusche würde ihr jetzt guttun. Sie betrat die Duschräume, legte ihr Handtuch und ihr Duschzeug auf eine der steinernen Bänke und entkleidete sich. Die Kühle des Morgens ließ sie ein wenig frösteln und der kalte Steinfußboden trug auch nicht gerade dazu bei, dass ihr wärmer wurde.
Sie betrat die Duschkabine, die direkt vor ihr war. Sie stellte das Wasser auf die gewünschte Temperatur ein und stellte sich dann unter das hernieder prasselnde Wasser. Es erfrischte sie ungemein. Während sie ihren Körper einseifte und mit ihren Händen über ihre Brüste fuhr, erinnerte sie sich an den Traum, den sie letzte Nacht gehabt hatte. Hinter einer Maske verborgen hatte sie einen unbekannten Mann verführt. Auch jetzt noch trieb es ihr die Schamesröte ins Gesicht, wenn sie daran dachte, was sie zusammen getrieben hatten. Sein Gesicht hatte sie wegen des schummrigen Lichts nicht erkennen können. Doch die Muskeln und den strammen Bauch hatte sie nicht vergessen können.
Auch ohne sein Gesicht gesehen zu haben, wusste sie, dass es Harry gewesen war. Seine Zärtlichkeit hatte ihn verraten. Sie wusste, dass er sehr einfühlsam und sanft war. Genau das, was sie sich von einem Mann erhoffte. Sie liebte ihn. Doch das Problem war, dass es im Kampf um Harrys Herz noch zwei andere Mädchen gab, die ihn für sich beanspruchten: Ginny Weasley und Cho Chang.
Beide waren sich ihrer Schönheit sehr wohl bewusst und versuchten alles, um Harry zu erobern. Sie kleideten und schminkten sich dementsprechend, was Hermine für unnötig hielt. Sie selbst kleidete sich ganz normal und lehnte es ab, sich zu schminken. Denn auch ohne diese Dinge fand sie sich schön. So wie sie war. Und so wie sie war, würde sie Harry erobern. Sie würde Ginny und Cho ausstechen. Doch wie?
Erfrischt trat sie aus der Kabine und stellte das Wasser ab. Dieser Morgen war der schönste, den sie seit langem erlebt hatte. Nun, da die Prüfungen vorbei waren und sie die Ergebnisse erst in zwei Wochen erhalten würden. Und es war Wochenende.
Doch die fröhliche Stimmung aufgrund des schönen Morgen hielt nicht lange an. Denn kaum hatte sie sich abgetrocknet, verschwand ihr Lächeln wieder. Zwei Mädchen hatten soeben den Duschraum betreten. Ginny und Cho, die sich schon wieder einmal stritten. Sie schienen Hermine nicht zu sehen, so vertieft waren sie in ihren Streit. Erst als sie sich entkleideten und ihre Sachen auf eine der Steinbänke ablegten, unterbrachen sie ihren Streit kurz.
Hermine betrachtete ihre begehrenswerten Körper. Sie waren wunderschön. Kein Wunder, dass die Jungen verrückt nach ihnen waren. Beide hatten eine schlanke Figur und eine weiche, makellose Haut. Jungfräulich waren sie schon längst nicht mehr. Während Hermine sich wieder anzog, dachte sie nach. Wie sollte sie Harry erobern, wenn sie solche Konkurrentinnen hatte?
Als Hermine zu den Waschbecken ging, hörte sie, wie Ginny und Cho ihren Streit fortführen. Es herrschte wieder einmal Streit zwischen den beiden. Jede von ihnen beanspruchte Harry für sich. Ständig stritten sie sich Stunden lang darüber, wer das Recht hatte, mit Harry auszugehen. Es war nur äußerst schwer zu sagen, wer die Schönste von beiden war. Niemand war in der Lage, ein Urteil darüber abzugeben.
Mit gerunzelter Stirn wusch Hermine sich die Hände und betrachtete sich flüchtig im Spiegel. Dieser Streit ging schon eine ganze Weile so. Tatsächlich gab es kein anderes Mädchen, welches auch nur annähernd in Sachen Schönheit mit ihnen konkurrieren konnte. Nicht einmal Parvati oder Lavender. Ginny und Cho bekamen sich ständig in die Haare und versuchten Harry für sich zu gewinnen.
In ihrem tiefsten Inneren wusste sie, dass sie im Grunde keine Chance gegen die beiden hatte. Sie war nicht annähernd so hübsch wie die beiden.
`Wie auch.`, dachte sie sich. `Mit meinen Haaren. Doch Schönheit kommt nicht nur von außen, sondern auch von innen. Der Charakter spielt eine gewaltige Rolle. Ich finde mich schön, so wie ich bin.`
Und doch gab es den einen oder anderen, der sie für hübscher hielt als Ginny oder Cho. Ihr Freund Ron, der mit Luna zusammengekommen war, sagte es immer und immer wieder, sobald sie das Gefühl hatte, den beiden unterlegen zu sein. Und da war er nicht der einzigste. Sogar Harry munterte sie immer auf, wenn sie glaubte, vor der Schönheit Ginnys und Chos zu verblassen.
Gerade traten Ginny und Cho vor den Spiegel neben Hermine und betrachteten ihr Spiegelbild.
„Ich bin die Schönste.“, sagte Cho. Sie warf ihr schwarzes, seidig glänzendes Haar zurück und trug sich Lippenstift auf.
„Nein! Ich bin die Schönste.“, sagte Ginny, die neben ihr stand und sich ebenfalls im Spiegel betrachtete. Sie kämmte sich ihr flammendrotes Haar und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Neben den beiden stand Hermine, die den Kopf schüttelte und darüber offenbar kein Kommentar abgeben wollte. Sie betrachtete sich nur kurz im Spiegel und wandte sich zum gehen. Doch Ginny und Cho hatten ihr missbilligendes Kopfschütteln gesehen und wandten sich ihr zu.
„Glaubst du etwa, dass du schöner bist als wir?“, fragte Cho sofort ungehalten. Hermine sah auf.
„Ich habe nie soetwas behauptet.“, sagte sie schlicht und wollte schon das Bad verlassen. Doch Ginny, die ihren Kamm gerade mit einem Schlenker des Zauberstab hatte verschwinden lassen, hielt sie zurück.
„Du hast es zwar nicht gesagt, aber du hast es gedacht.“, sagte sie vorwurfsvoll. Hermine sah die beiden Mädchen an und stemmte die Hände in die Hüften.
„Ihr behauptet also steif und fest, dass ihr die Schönsten seid und dass nur ihr ein Anrecht auf Harry habt. Dabei merkt ihr nicht einmal, wie euer Charakter vor die Hunde geht. Ich finde, es ist nicht nur das Aussehen, auf das man Wert legen sollte. Sondern auch auf den Charakter.“
„Ist mir egal.“, sagte Cho und ein fast träumerischer Blick trat auf ihr Gesicht. „Ich kriege Harry.“
„Hey, ich kriege ihn.“, sagte Ginny scharf.
„Nein, ich.“, sagte Cho. Hermine verdrehte genervt die Augen.
Als sie zu dritt das Bad verließen, hatten sie immernoch nicht aufgehört sich über Harry zu unterhalten beziehungsweise zu streiten. Später, als sie sich mit Ron auf den Weg zum Frühstück in die Große Halle begaben, trafen sie auf Ginny und Cho. Als sie merkten, worüber sie redeten, runzelten sie die Stirn.
„Haben die sich schon wieder wegen Harry in die Haare gekriegt?“, fragte er Hermine. Sie nickte.
„Sie können ihn einfach nicht in Ruhe lassen.“ Ron schüttelte den Kopf.
„Anfangs war ich ja noch ein wenig eifersüchtig auf Harry. Aber jetzt würde ich lieber nicht mit ihm tauschen wollen.“
„Ich auch nicht.“, sagte Hermine und sah vor sich Ginny und Cho, die sich immernoch nicht beruhigt hatten. Sie seufzte.
„Du liebst ihn auch, stimmt`s?“, sagte Ron. Hermine sah ihn überrascht an.
„Ich... Woher weißt du das?“
„Ich sehe es dir doch an. Deine Blicke, deine Gesten... Das ist ziemlich eindeutig.“
„Ja.“, sagte Hermine und errötete. „Aber gegen Ginny und Cho habe ich nicht die geringste Chance.“ Ron sah sie überrascht an.
„Nun, das glaube ich nicht.“ Hermine sah verlegen zu Boden.
„Danke, Ron.“ Sie gingen ein Paar Schritte zusammen. Dann sagte er wie nebenbei:
„Vielleicht sollte Harry das entscheiden. Dann hat der ganze Ärger endlich ein Ende.“
„Was entscheiden?“, fragte Hermine.
„Welche von euch dreien die Schönste ist.“
„Wie meinst du denn das?“
„Ach... es war nur so eine Idee.“ Er sah auf seine Uhr und erschrack. „Ich muss mich beeilen, sonst komme ich zu spät zu meiner Verabredung mit Luna.“
Hermine überlegte und sah Ron nach, der davonhastete. Eigentlich war es keine schlechte Idee. Warum eigentlich nicht? Warum sollte Harry nicht die Möglichkeit bekommen, sich zu entscheiden. Immerhin ging es hierbei doch um ihn.
`Und wenn Harry sich nun für Ginny oder Cho entscheidet?`
Das konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. Schließlich rannte sie den beiden Mädchen hinterher und holte sie schließlich ein. Sie erzählte den beiden rasch von Rons Vorschlag.
So, das war das erste Kapitel. Würde mich über Kommentare freuen.
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