
von GinnyFan94
Verletze Niemals einen Menschen, den du liebst.
Vielleicht verzeiht er dir … aber wird es nie Vergessen!
Streit! Mit der Zeit kann man sich an ihn gewöhnen, mit der Zeit lernt man mit ihm umzugehen. Streit gehört dazu. Unterschiede verleiten einem zum Streit, aber auch sich wieder zu versöhnen. Doch Streit verletzt die Menschen, er trifft ihr Innerstes, denn im Streit sagt man Dinge die man nicht so meint. Streit kann alles ändern, alles zerstören. Einem alles nehmen was man hat, und es nie wieder hergeben. Streit kann das schönste Märchen auf Erden beenden. Was würdest du tun wenn dir genau das passiert? Würdest du dem Streit erliegen?
This is the end, you know
Stille. Grenzenlose Stille. Man könnte sagen mit Stille endete es.
Kein Ton kam aus dem Wohnzimmer der Familie Weasley.
Schweigen.
Es war eiskalt im Zimmer, aber keiner der beiden anwesenden Personen erhob sich um ein Feuer zu machen. Sie starrten sich einfach nur an. So saßen sie schon seit einer Stunde ohne sich zu rühren. Es war ein verschneiter Winterabend in Ottery St Catchpole, und die Stimmung im Haus hätte kälter nicht sein können. Noch vor zwei Stunden war es hier drinnen noch so laut gewesen das man seine eigene Stimme nicht mehr verstehen konnte, ob das besser gewesen war als dieses Schweigen ….
Die braunhaarige Frau bewegte sich , sie musste so um die 22 sein, sie senkte den Kopf. Es kam einer Kapitulation gleich als sie aufstand und einige Schritte in Richtung des großen Mannes machte, der immer noch versteinert in seinem Sessel saß. Doch anstatt auf ihn zu zugehen, machte sie ein paar Schritte an ihm vorbei, und genau in diesem Moment fing ein Baby im oberen Stockwerk an zu weinen. Jetzt drehte sich auch der Mann um. “Du siehst nach Rosie?!” Es war keine Frage, es war eine Feststellung mit gleichmütiger Stimme. Die Frau reagierte nicht, sie schritt durch die Tür und man hörte sie die Treppe hochsteigen. Sekunden später verstummte das weinen. Dafür erklang jetzt gedämpftes Gemurmel. Der Rothaarige vergrub das Gesicht in den Händen, und sein Körper zuckte als würde er weinen. Als die Schritte wieder die Treppe herunterkamen, richtete er sich auf, sein Gesicht war trocken, keine Träne hatte sich ihren Weg gebahnt. Er sah der Frau kalt entgegen. Sie erschien in der Tür und zögerte als sie den Blick sah, ging dann aber zielstrebig in den Raum, den Kopf hoch erhoben. “Wir wissen es beide!” Es war der Mann, der sprach. Seine Stimme klang rauer als vorhin, es hatte eine Schärfe, bei der die Frau zusammenzuckte. Sie war es nicht gewohnt, das sah man ihr an. “Ja. Wahrscheinlich. Wer?” Ihre Stimme klang leise, aber fest und entschlossen. Erst bekam sie keine Antwort. Das Schweigen begann sie wieder auszubreiten, dann kam die Antwort, ein wenig gepresst. “Da du es bist die es hier langweilig und öde findet, Hermine, solltest du die sein die geht.” Die Frau, Hermine, biss sich auf die Lippen. Es fiel ihr schwer die nächste Frage zu stellen. “Rosie?” “Ich habe mir gedacht, dass sie erstmal hier bleibt in ihrer gewohnten Umgebung. Außerdem dauert es ja bist du eine neue Wohnung gefunden hast, und wenn ich weg bin kann Mum leichter auf sie aufpassen.” Genau vor diesen hastig ausgesprochenen Worten hatte sich Hermine so gefürchtet. Zorn flammte in ihr auf, wieder. Er hatte beschlossen, er hatte gedacht, anstatt sie mit einzubeziehen. Immerhin war sie die Mutter. Aber so war er, Ron Weasley. Leider hatte sie das viel zu spät erkannt. Ihre Augen blitzten. “Ach ja? Du hast also gedacht? Seit wann das denn?” Seine Augen blieben ausdruckslos. “Wir haben genug gestritten. Ich will Rosie nur vor Umstellungen beschützen. Das willst du doch auch.” Seine Gleichgültigkeit regte Hermine noch mehr auf. Sonst war sie es doch immer, die den kühlen Kopf behielt, das er diesmal der war, der nicht schrie, gefiel ihr gar nicht. “Ach ja? Vor Umstellungen willst du sie also beschützen? Meinst du das sie ihre Mutter verliert ist keine Umstellung? Und seit wann weißt du was ich will?” Jetzt regte sich auch in Rons Augen so etwas wie Wut. Hermine grinste Schadenfroh, so überlegen wie er tat war er doch nicht.. “Verdammt noch mal, Hermine. Ich versuche doch nur die Beste Lösung für uns alle zu finden? Ist es meine Schuld das du hier nicht klar kommst? Meine Schuld, das alles was wir wollten nicht funktioniert hat? Das wir hier her ziehen mussten? Das du Schwanger geworden bist, obwohl du noch kein Kind wolltest?” Ron war außer sich. Er wollte doch nicht mehr als die Beste Lösung für Rose finden. Warum machte Hermine es ihm nur so schwer. Als wäre nicht schon längst alles zerstört, warum mussten sie beide jetzt noch auf den Trümmern herumtrampeln? Er wandte sich ab. Ging zum Fenster. Er ertrug diese Hermine, die vor ihm stand nicht, erkannte sie nicht mehr.
“Ja.” Es war ein Leise geflüstertes >Ja<, aber gehört hatte er es. Wie geschlagen zuckte er zusammen. “ So? Meinst du das? Es ist meine Schuld das wir hier jetzt stehen, habe ich dich richtig verstanden, Hermine? ” Seine Stimme war immer lauter geworden. Er schaffte es nicht sich zu ihr herumzudrehen, aus Angst was er sehen könnte.”
“Ja,” Verkrampft starrte er aus dem Fenster. Versuchte sich zusammenzureißen, um ihr nicht noch mehr Kanonenfutter für ihre Behauptung zu liefern. Er fühlte sich lehr und ausgehöhlt.
Er sah nicht die Träne, die sich einsam ihren Weg, Hermines Wange herunter bahnte. “Was schlägst du stattdessen vor?” “Sie kommt mit mir. Ich bin die Mutter. Ich finde eine Wohnung. Ich werde mich besser um sie kümmern als du. Ich liebe sie mehr. Sie liebt mich mehr.” Hermine schrie die letzten Worte. Warum war er nur so verdammt beherrscht. Wieso jetzt? Es wäre viel leichter wenn er schreien würde, dann könnte sie ihn wenigstens verachten. So verachtete sie sich nur selber. “Ron, ich …” “Vergiss es. Vergiss es einfach. Nimm sie mit. Aber ich will sie sehen können wann immer ich will. Und am Wochenende auch mitnehmen können.”
“Du lässt sie gehen? Einfach so.” Hermine war zu verblüfft um gemein zu sein.
“Habe ich eine Wahl? Lass uns wenigstens das nicht aufgeben, wenn wir schon alles andere verloren haben.”
Lady, the plans we had went all wrong
We ain't nothing but fight and shout and tears
Hermine schwieg. Das verletzte Ron. Er wollte doch nur versuchen eine gute Lösung für alle zu finden. Seine Selbstbeherrschung bröckelte. Inzwischen war es doch sowieso egal, sie würden geschieden werden. So oder so. Wie war doch egal. Er wirbelte herum. “Gut Hermine du hast es nicht anders gewollt. Ich habe es versucht ich habe es wirklich und wahrhaftig versucht. Immer hast du mir vorgeworfen, egoistisch und selbstherrlich zu sein. Im nächsten Moment wieder das ich viel zu wenig an mich glauben würde. Du hast mich wegen meiner Wutausbrüche und meinen Jähzorn gehasst, und hast mich doch immer wieder beruhigt. Und jetzt sieh dich doch mal an. Du schreist und verletzt mich … mit Absicht. Seit MONATEN nörgelst du nur noch an mir rum. Alles mach ich falsch. Egal was ich tue, du kritisierst mich. Du sagst das scheitern unserer Ehe liegt an mir? Du bist unschuldig? In Selbsttäuschung waren wir beide ja schon immer genial nicht wahr? Aber soll ich dir was sagen? Damit ist jetzt endgültig Schluss, ich habe mich in den letzten 10 Minuten mal wieder von dir demütigen und kritisieren lassen, aber ich will es nicht mehr. Ich habe es satt mit dir verheiratet zu sein, ich kann nicht mehr. Ich gebe auf. Wir haben gedacht wir kommen auch mit unseren Macken klar, aber unsere Liebe hat nicht stand gehalten. ES WAR EIN FEHLER. ICH HÄTTE NIE GEDACHT DAS ICH DAS JEMALS SAGEN MUSS, ABER LEIDER GEHT ES NICHT ANDERS. WIR SIND, VERDAMMTE SCHEIßE, AM TOTEN PUNKT ANGELANGT. ICH WERDE JETZT GEHEN, UND WENN ICH MORGEN ABEND WIEDERKOMME MÖCHTE ICH DAS DU WEG BIST.” Hermine schluckte schwer. Sie hatte erreicht was sie wollte, er war ausgerastet, aber warum fühlte sie sich dann nicht gut? Warum fühlte sie sich so lehr? “Und Rosie?” kam es krächzend heraus. “Sie kommt zu dir. Sobald du eine Wohnung hast, eine eigene, kommt sie zu dir.” Er beruhigte sich langsam wieder, aber der Zorn kochte noch an der Oberfläche.
“Also Scheidung?” fragte Hermine. Ron antwortete erst nicht. Dann sagte er langsam. “Ich halte es nicht mehr aus Hermine. Ich will nicht mehr dein Ehemann sein, ich will einfach nur noch Kilometer von dir entfernt sein. Du hast dich verändert, du bist nicht mehr die Frau die ich geheiratet habe, und vielleicht bin ich auch nicht mehr der Mann, den du geheiratet hast. Im Moment. Vielleicht ändert sich das mit der Zeit, vielleicht können wir irgendwann mal wieder Freunde sein, irgendwann, aber nicht jetzt. Ich hole nur schnell ein paar meine Sachen. Für eine Nacht.” Er drehte sich einmal um die eigene Achse und war verschwunden. Ließ sich alleine zurück.
We got to a point I can't stand
I've had it to the limit, I can't be your man
I ain't more than a minute away from walking
Genau das hatte sie doch erreichen wollen? Dahin hatte sie ihn doch in all den Wochen getrieben. Aber war das wirklich sie gewesen. So war sie doch nie gewesen, sie wusste das sie Ron unendlich weh getan hatte, aber sie wäre kaputt gegangen. Bestimmt. Aber war das hier besser gewesen? Sicher! Warum fühlte es sich dann gerade so an als würde ein Teil von ihr mit ihm gehen, als würde sie nicht mehr weiter können. Sie ließ sich auf einen der Sessel fallen und brach in Tränen aus. Sie weinte und weinte, lautlos. Sie weinte um das was sie gerade in diesem Moment verlor. Um das was sie verloren hatte, und um das was jetzt kommen würde. Sie weinte um die kleine Rosie, die jetzt ein Scheidungskind sein würde. Sie weinte aus Angst, vor dem was die Familie sagen würde, was Molly und Arthur sagen würden , die ihr wie Eltern gewesen waren, was ihre wirklichen Eltern sagen würde, wie Harry und Ginny reagieren würden. Ginny die kurz vor der Geburt ihres zweiten Kindes stand. Es mochten Stunden vergangen sein oder auch nur Minuten sie wusste es nicht. Jedenfalls versiegten die Tränen, besser fühlte sie sich nicht. Sie blickte auf, und sah direkt in Rons Augen. Er stand mit einer Tasche am Türrahmen. “Wie lange … Ich meine, was hast du ….” “Lange genug. Ich gehe jetzt.” “Gut.” Prüfend starrte er ihr ins Gesicht. Er war deutlich ruhiger geworden. “Ist wirklich alles okay? Ich meine wenn ….” “Nein verdammt. Verschwinde endlich. Ich habe darüber nachgedacht was du gesagt hast. Du hast recht. Wir sind am Ende. Wir .. Wir hätten nie heiraten dürfen.” Energisch wischte sie sich die Tränen weg. Das Mitleid das in seien Augen gestanden hatte, verschwand augenblicklich. Er nahm wieder den gleichgültigen Ausdruck der vergangenen Stunden an, wurde wieder zum Fremden. “Keine Sorge. Ich hatte nicht vor zu bleiben. Warum auch wenn …” Er unterbrach sich. Murmelte etwas vor sich hin. “Wenn du mich schon beleidigst, dann will ich wenigstens hören wie. Was hast du gesagt?” Es nahm einfach kein Ende!
We can't cry the pain away
We can't find a need to stay
I slowly realized there's nothing on our side
“Ich sagte das es sowieso keinen Sinn mehr hat. Wir haben all das schon hundertmal durchgekaut, schon tausendmal diskutiert. Ich bin weg. Wir werden uns nur noch wegen Rosie sehen. Einverstanden?” Sie nickte schwach. Und Ron verschwand durch die Tür. Er hatte dramatische Auftritte schon immer geliebt. Anstatt zu apparieren, ging er lieber mit knallenden Türen. Sie rannte ihm hinterher. Und beobachtete wie er in die Nacht hinauslief und zwei Häuser weiter apparierte. Es war als würde ein Teil ihres Herzen zerbrach. “Hau doch ab verschwinde. Ich hasse dich. Verdammt Ronald Weasley, ich hasse dich. Du hast uns aufgegeben, du warst schon immer zu feige zu kämpfen, bist schon immer lieber weg gelaufen. WARUM ZUM TEUFEL HAST DU NICHT FÜR UNSERE LIEBE GEKÄMPFT?” sie schrie. Sie schrie in die Nacht hinaus, aber ihren Schmerz linderte das keineswegs. “Ich wollte das alles doch. Warum kannst du nicht einfach auch aus meinen Gedanken verschwinden? Warum nur so, warum nicht auch aus meinen Herzen? DU BIST SO EIN IDIOT RON WEASLEY.”
“RUHE DA DRAUßEN. TRAGEN SIE IHREN EHESTREIT GEFÄLLIGST LEISER ODER WOANDERS AUS.” einer der greisen, langweiligen alten Nachbarn beschwerte sich mal wieder. “HALTEN SIE IHREN MUND. SIE HABEN DOCH KEINE AHNUNG, SIE URALTER VERSCHRUMPELTER TATTERGREIS.” Sie verschwand im Haus und schlug die Tür zu, sie knallte jetzt schon das zweite mal zu, sie war nicht besonders stabil, ein drittes mal sollte sie es besser nicht tun, bevor der Nachbar von gegenüber sich über ihre Unverschämtheit beschweren konnte. Morgen musste sie vor ihm zu Kreuze kriechen, aber noch nicht heute, noch nicht jetzt, morgen würde sie sich darum kümmern. “Verflucht!” Ron hatte wirklich recht, sie war eine Meisterin der Selbsttäuschung. Sie schlug sich gegen die Stirn. Es war egal was Ron gesagt oder nicht gesagt hatte, es war vorbei, endgültig. Sie musste ihn ausschließen aus ihrem Leben, ihn vergessen. Entweder das oder sie würde kaputt gehen. Aber das durfte sie nicht, für Rosie, Rosie war alles was ihr jetzt noch geblieben war. Für sie musste sie stark sein, ihr zeigen das es immer noch eine Mummy und einen Daddy in ihrem Leben gab. Sie sollte nicht eins dieser vielen Scheidungskinder werden, die sich irgendwann zwischen Mum und Dad entscheiden mussten. Sie konnten Rose nicht mehr die Familie geben, die sie verdiente, aber sie sollte wenigstens Eltern haben die sich noch respektieren. Es war jetzt endgültig, er würde aus ihrem Leben verschwinden, das einzige das sie jetzt noch verbannt war Rosie, sie konnte ihn nicht vollständig löschen, aber sie musste versuchen so wenig wie möglich an ihn zu denken. Der Schmerz würde sicher mit der Zeit Schwächer, weniger, niederdrückend.
Er hatte sie weinen sehen …
Verdammt, sie hatte sich doch einmal geschworen, das er sie nie wieder mit Tränen sehen sollte. Nämlich als er sie schon einmal verletzt hatte, als er mit Lavender zusammen war …. Lavender, wenn sie nur daran dachte kamen ihr schon wieder die Tränen. Es musste ein grausamer Witz sein, dass er ausgerechnete ihr vor einer Woche wieder begegnet war. Ob er jetzt bei ihr war? Verfluchte Scheiße, sie hatten sich doch heute getrennt, warum machte es ihr denn immer noch etwas aus, warum dachte sie darüber überhaupt nach. Das musste sich ändern. Nie wieder würde sie eine Träne wegen ihm vergießen. Energisch wischte sie sich die Tränen weg und richtete sich auf. Sie musste noch Koffer packen. “Hmm, Ich sollte auf jeden Fall all meine Klamotten einpacken. Welche Möbel … ? Rosies Klamotten, Spielzeuge, Laufstall.” murmelnd stieg sie die Treppe hoch. Da hörte sie leises Wimmern aus dem Kinderzimmer. Kein richtiges weinen, kein schreien. Einfach nur dieses kleine unglückliche Wimmern. Sie spurtete los Rosie lag ohne Decke in ihrem Kinderbett, das Gesichten zu lautlosem Weinen verzerrt. “Rosie, oh Rosieleinchen. Was ist denn los?” Sie war erst zwei Jahre alt, war aber schon immer unglaublich sensibel und äußerst leicht zu beeinflussen, sie spürte immer wenn etwas nicht stimmte. Und anscheinend hatte sie auch die Eiskalte Stimmung wahrgenommen. Die Kleine murmelte etwas. Sie hatte schon früh ihre ersten Wörter gelernt, genauso wie alle Zaubererkinder. “Was hast du gesagt, mein Engel. Was ist los?” “Dadda” Es war ein nuscheln, aber Hermine verstand sie trotzdem. “Daddy ist nicht da Süße.” “Dadda sinnen.” Ron sang Rosie eigentlich jeden Abend etwas vor, sein ganz eigenes Schlaflied. Nicht das er gut sang, aber Rosie liebte seine Stimme. “Mum, kann dir etwa vorsingen.” Rosie fing wieder an zu wimmern. Hermine wiegte sie hin und her. Irgendwann siegte dann doch der Schlaf, und sie hörte auf. Leise schlich Hermine auf den Flur. Sprach einen Muffliato auf Rose Raum. Das hätte sie gleich machen sollen. Jetzt erst wurde ihr klar was für ein Durcheinander die Trennung jetzt schon in Rosie auslösen konnte, trotz ihres jungen Alters. Es gab Dinge die Rosie ganz stark mit Ron verbunden, die sie einfach nicht erfüllen konnte, auch wenn er so häufig nicht da gewesen war, sie alleine gelassen hatte. Rosie liebte ihn. “Wir müssen einfach eine Regelung finden, auch wenn das bedeutet das Ron und ich uns doch öfter treffen müssen als geplant. Für Rose schaffen wir das, ohne uns gleich umzubringen. Es ist für unsere Tochter.” Sie nahm all ihren Mut zusammen und zückte ihren Zauberstab. Wenn sie das jetzt nicht tat, würde sie Morgen ihre Meinung wahrscheinlich schon wieder geändert haben. Sie schickte ihren Patronus mit einer Nachricht zu Ron. Am besten wäre wenn er jetzt kam. Wenn nicht ….
Sie mussten es einfach schaffen, egal wie weit sie dafĂĽr ĂĽber ihren Schatten Springen musste.
Out of my life, Out of my mind
Out of the tears we can't deny
We need to swallow all our pride
And leave this mess behind
Sie ging zurĂĽck ins Wohnzimmer. Und lieĂź sich auf einen Sessel fallen. Sie musste sich sammeln, sich klar machen, dass sie das wirklich nur fĂĽr Rose tat. Nicht etwa, weil sie ihn noch einmal sehen wollte. Nein ganz bestimmt nicht.
“Was ist los? Ist irgendetwas passiert? Was willst du?”
Sie zuckte zusammen. Sie hatte ihn nicht apparieren gehört. Seine Stimme klang abwechselnd gereizt und besorgt, konnte sich nicht entscheiden. “Hermine?” Jetzt hörte er sich an, wie der Junge in den sie sich verliebt hatte. “Rose.” Sie durfte sich auf keinen Fall anmerken lassen, dass sie anfing zu zweifeln, das sie die letzten zwei Stunden, ja solange hatte sie auf den Boden des Flures verbracht wie sie feststellen musste, gemerkt hatte wie sehr sie ihn doch brauchte. Aber leider war es zu spät, so oft hatten sie es versucht und sich immer wieder zusammengerauft und dann immer wieder verletzt. Sie wusste doch das es das beste war. Aber warum fühlte es sich jetzt nicht mehr so an. “Was ist mit ihr ?” Panik klang in seiner Stimme mit. “Sie ist okay. Aber …. Aber. Sie, sie wollte das du ihr etwas vorsingst, das du ihr Gute Nacht sagst.” “Oh” Er sagte gar nichts. Sie drehte sich endlich um. Für einen kurzen Moment sah sie den alten Ron, dann tauchte die Maske wieder auf. “Und was willst du jetzt von mir? Schläfst sie immer noch nicht?” Er wollte die Treppe hoch rennen, aber Hermine erwischte ihn am Arm. Jetzt ist sie eingeschlafen.” Er riss sich los. Sagte mit neutraler Stimme: “ Was soll ich dann hier.” Sie schwieg, sie wusste es selber nicht mehr genau. Warum hatte er jetzt kommen müssen? Warum musste sie es sich jetzt noch schwerer machen? Sich und ihm? “Ich, ich weiß es nicht.” Er schüttelte den Kopf. “Meinst du nicht wir sind inzwischen zu alt für dieses hin und her?” Irrational oder nicht, sie begann wie eine Irre zu lachen. Ron runzelte die Stirn. “Wir haben die Rollen getauscht. Weißt du noch? Früher habe ich das immer gesagt, sonst war ich immer die vernünftig Belehrende … Irgendjemand hat mal gesagt das Scheidungen das Beste oder Schlechteste in Menschen hervorruft. Bei wem hier das Schlechte zu Tage kommt ist.” Ihr Lachen hatte sich in ein bitteres Grinsen verwandelt. “Ach komm Hermine. Es ist für uns beide eine schwere Zeit.” “Ja, aber ich verletzte dich. Lasse meinen Schmerz an dir aus, nur um mich besser zu fühlen. Dabei …” Sie schlug die Hand vor den Mund. Ron, der ein paar Schritte auf sie zugemacht hatte, blieb abrupt stehen. “Was?” Sie schüttelte den Kopf. Er trat die letzten Schritte auf sie zu und berührte sie sanft am Arm. “”Ich weiß ja, das wir es so oft versucht haben. Vergiss es einfach.”
FORTSETZUNG FOLGT WENN ES EUCH GEFÄLLT! DAS LIED IST AUCH NOCH NICHT ZU ENDE! =D
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel