
von johnprewett
Und weiter gehts. Hoffe, euch gefällt das neue Chap.
Schon am nächsten Morgen stand Harry früh auf. Hermine schlief noch tief und fest, als er ihr zum Abschied einen Kuss auf die Stirn gab. Er betrachtete eine Weile seine Verlobte. Noch nie hatte er ein begehrenswerteres Geschöpf gesehen. Wie sie so dalag, unberührt und wunderschön. Ein Lichtstrahl spielte mit ihren zerzausten Haaren. Ein Lächeln lag auf ihren verführerischen Lippen. Ein wohliger Schauer überkam ihn, wenn er an ihre letzte Nacht dachte. Es war so wundervoll gewesen. Sie hatte ihn wirklich um den Verstand gebracht mit ihren Reizen.
Eigentlich hatte er sich darauf gefreut mit ihr ein paar Tage ungestört zu verbringen. Doch ausgerechnet jetzt war etwas eingetreten, was er insgeheim gefürchtet hatte. Der Killer, welchen er einst zur Flucht hatte zwingen können, ihn aber nicht hatte ergreifen können, mordete weiter. Und niemand schien in der Lage zu sein, ihn zu stoppen. Wieder einmal lag die ganze Verantwortung auf seinen Schultern. Es war fast so wie damals, als er gegen Voldemort kämpfte. Auch damals hatte alles auf ihn geschaut und gehofft. Auf ihm lastete nun erneut alle Verantwortung.
Er stutzte. Hermine war aufgewacht. Blinzelnd sah sie zu ihm auf. So verschlafen, wie sie war, sah sie wirklich süß aus. Sie lächelte und griff nach seiner Hand. Sie bekam ihn zu fassen und zog ihn zu sich. Kaum hatte er neben ihr Platz genommen, da küsste sie ihn schon stürmisch und schien entschlossen zu sein, da weiter zu machen, wo sie letzte Nacht aufgehört hatten. Er lag nun unter ihr und musste sich zügeln, denn insgeheim wollte er es auch. Doch er wurde sich auch bewusst, dass er bald aufbrechen musste. Im Ministerium wartete man schon auf ihn.
„Hermine, ich muss los. Ich komme noch zu spät.“, sagte er sanft, als er sich von ihr löste. Doch sie hörte nicht auf ihn und fuhr mit ihrer Hand zwischen seine Beine.
„Du wirst eine Weile weg sein, Schatz. Ich will dir etwas geben, dass dich an mich erinnert.“
Sie öffnete geschickt seine Hose und begann ihn zu massieren. Er keuchte auf. Was machte sie nur mit ihm? Nun lag er in den Kissen mit geschlossenen Augen und wurde von seiner Freundin verwöhnt. Ein herrliches Gefühl war das. Sie wusste schon, wie sie ihn zur Verzweiflung bringen konnte. Dann entfernten sich ihre Hände von ihm und machten ihrer Zunge Platz. Harry konnte einfach nicht anders als aufzukeuchen. Sie war einfach die beste. Ihre Zunge umspielte seine Erregung und trieb ihn immer weiter auf noch nie gekannte Höhen der Lust. Sie nahm ihn immer tiefer in sich auf, bis sie ihn fast vollständig mit ihrem heißen Mund umschloss und einen Moment so verharrte. Dann machte sie munter weiter und er spürte, dass er bald kommen würde. Sie trieb ihn immer weiter, ohne jede Rücksicht.
Dann stöhnte er auf und ergoss sich in ihr. Vollkommen überwältigt von diesem Gefühl lag er noch einen Moment lang so da, während Hermine ihn regelrecht aussaugte. Sie schluckte alles und sah auf, sich ungeniert die Lippen leckend. Ein teuflisches Lächeln war auf ihrem Gesicht zu erkennen.
„Es hat dir gefallen, nicht wahr, Liebling?“ Harry richtete sich auf und küsste sie.
„Du bist einfach wunderbar.“, sagte er. Hermine kicherte.
„Ich weiß.“ Harry zögerte, dann suchte er mit seiner Hand in seiner Reisetasche.
„Schließ bitte die Augen.“
„Was hast du vor?“, fragte Hermine, doch sie tat, wie geheißen. Harry zog etwas hervor. Es war eine feingliedrige Silberkette. Diese legte er seiner Verlobten um den Hals, die bei der Berührung mit dem kalten Metall verwundert die Augen öffnete und hinunter sah. Ihr stockte der Atem. Am einen Ende der Kette hing ein kleiner Stein. Ein Lapislazuli. Ihr kamen die Tränen und sie fiel ihrem Geliebten um den Hals.
„Danke, Harry. Danke.“
„Gefällt es dir?“ Hermine küsste ihn ungestüm. Und diese Antwort genügte ihm. „Ich wollte sie dir eigentlich erst zu Weihnachten schenken. Aber da ich nicht weiß, wann ich zurückkommen werde, dachte ich mir, ich schenke sie dir gleich. Damit du eine kleine Erinnerung an mich hast, solange ich fort bin.“
„Danke, Harry. Pass gut auf dich auf, hörst du?“
„Mach ich doch immer.“, sagte er lächelnd.
Mit einem letzten Kuss verabschiedete er sich von Hermine, wandte sich zum gehen, nahm seine Reisetasche und verließ das Haus. In der Nacht hatte es geschneit. Es war Dezember und so langsam ging es auf die Weihnachtszeit zu. Weihnachten mit Hermine. Darauf freute er sich am meisten. Doch während er durch die Kälte des frühen morgens ging und auf das Gartentor zusteuerte, musste er einsehen, dass diese Aussicht alles war, was ihn im Moment aufheitern konnte. Er würde für einige Zeit nicht hierher zurückkommen. Trübselig dachte er an letzte Nacht. Es war einfach wunderschön gewesen. Auf solche Zärtlichkeiten würde er für die nächste Zeit verzichten müssen.
Er drehte sich um und vergewisserte sich, dass ihn keine Muggel beobachteten. Dann disapparierte er, fort von Hermine und der Wärme ihrer Arme. Mit beiden Beinen landete er nur wenige Sekunden später im Atrium des Ministeriums. Es war recht ruhig, denn er war früh dran. Außerdem war es ein Sonntag. Als er nach einer kleinen Fahrt im Aufzug endlich die Aurorenzentrale erreichte, fiel ihm sogleich eine kleine Gruppe von Menschen auf, die bereits bei seinem Schreibtisch standen. Darunter der neue Zaubereiminister Kingsley Shaklebolt, dann der Leiter der Aurorenzentrale und zwei Männer in schwarzen Reiseumhängen, die Harry nicht kannte. Schon von weitem wurde er herbei gewunken.
„Harry, wo warst du denn so lange?“, fragte Kingsley.
„Tut mir leid, aber meine Freundin wollte mich nicht vorher gehen lassen.“ Kingsley lächelte wissend. Harry stellte seine Tasche ab und wandte sich den beiden Fremden zu.
„Harry, das sind Mr. Johansen und Mr. Carlsberg. Abgesandte des schwedischen Zaubereiministeriums. Meine Herren, darf ich Ihnen unseren besten und fähigsten Auroren vorstellen. Mr. Harry Potter.“
„Du übertreibst mal wieder maßlos.“, war Harrys Kommentar dazu.
„Wir haben schon einiges von Ihnen gehört, Mr. Potter. Genau deswegen sind wir hier.“ Nachdem sie gegenseitig einige Höflichkeiten ausgetauscht hatten, gingen sie zur Tagesordnung über.
„Nun, Mr. Potter.“, sagte Johansen, der offenbar der ranghöhere war. „Was wissen Sie über den Mörder?“ Harry suchte aus seinem Schreibtisch die Akte heraus und gab sie den beiden zur Durchsicht.
„Zunächst war seine genaue Identität unbekannt. Niemand hatte ihn bei seinen Taten gesehen. Aber ich hatte anfangs eine Vermutung hinsichtlich seiner Identität.“ Johansen hob die Brauen.
„Eine Vermutung?“
„Ja, Sir. Als mir der Fall übertragen wurde, fand ich eine Spur. Sie führte mich zu einem gewissen Tom Ennis.“ „Mitglied einer angesehenen Familie von Heilern.“, erklärte Kingsley auf die fragenden Gesichter der beiden Schweden hin.
„Es war schwer, an ihn heranzukommen und natürlich konnten wir ihm nichts nachweisen.“, fuhr Harry fort. „Ich habe also versucht, ihm eine Falle zu stellen.“
„Was für eine Falle?“ Harry erlaubte sich ein Lächeln.
„Tom Ennis hat eine Vorliebe für hübsche und attraktive Frauen. Seine Opfer waren stets gutaussehende junge Frauen, die er dann umbrachte. Aber nicht so einfach, wie jeder gewöhnliche Verbrecher hinter der nächsten Ecke. Er tötete stets... mit Stil.“
„Mit Stil?“
„Ja. Er ist ein Gentleman. Und als ein solcher lud er die Frau, die ihm gefiel, auf ein Zimmer, bewirtete sie und wiegte sie in Sicherheit. Und dann, wenn sie sich sicher fühlte, legte er seine Maske ab. Und was dabei herauskam... nun, das sehen sie ja an den beigefügten Fotos.“ Die beiden Abgesandten wandten ihren Blick ab. Dann sahen sie Harry an und Johansen richtete wieder das Wort an ihn.
„Was wurde aus Ihrer Falle?“
„Ist schiefgelaufen. Er bekam Wind davon und floh. Da ich aber sein Gesicht gesehen hatte und die Frau überlebte, was hieß, dass sie gegen ihn hätte aussagen können, verschwand er. Aus London und aus Großbritannien.“
„Einfach so? Warum?“, fragte der Mann namens Carlsberg.
„Weil er wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wir ihn stellen würden. Er ist kein Dummkopf, aber jeder Täter begeht einmal einen Fehler. Und für ihn wäre es lebensgefährlich gewesen, noch länger in Großbritannien zu bleiben. Vor allem, da er nun einen Namen und ein Gesicht hatte.“
Eine Weile herrschte Schweigen. Harry ließ Johansen nicht aus den Augen. Schließlich legte dieser die Akte beiseite und sah Harry offen ins Gesicht.
„Wir brauchen Ihre Erfahrung, Mr. Potter. In Stockholm und in einer Kleinstadt an der Nordgrenze gab es inzwischen drei Morde, die Ähnlichkeiten mit den Morden bei Ihnen hier in London aufweisen. Wir sind vollkommen ratlos. Wir wissen nicht, ob es sich um einen Nachahmungstäter handelt, oder um einen, der nur zufällig nach demselben Muster vorgeht oder ob es derselbe Täter ist. Doch wenn es dieser Täter ist, können Sie unsere Arbeit beschleunigen. Werden Sie uns helfen?“
„So gut ich es vermag.“, sagte Harry. „Es wird nicht einfach sein. Dieser Kerl ist nicht dumm. Daher müssen wir vorsichtig sein. Und ich brauche alle Informationen, die Sie mir geben können.“
„Selbstverständlich. Ich werde Ihnen einen unserer besten Auroren zur Verfügung stelle.“ Harry lächelte müde.
„Nehmen Sie es mir nicht übel. Aber ich ziehe es in dieser Sache vor, alleine zu arbeiten. Ich werde Sie aber auf dem Laufenden halten.“ Unbehagen machte sich auf dem Gesicht des Schweden breit.
„Nun gut.“, sagte er. Kingsley legte Harry eine Hand auf die Schulter.
„Viel Glück. Und pass auf dich auf. Ich würde nämlich nur ungern einen guten Auroren verlieren.“
„Keine Sorge. Ich schaff das schon.“, sagte Harry. Es war schließlich nicht sein erster Auftrag. Und doch beschlich ihn eine Ahnung, dass es diesmal anders verlaufen würde, als geplant.
Keine Zehn Minuten später befanden sie sich auf dem Weg nach Stockholm. Von dort aus würde Harry weiter nach Norden reisen würde. In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Was würde ihn erwarten? Wie würde sich die Suche nach Tom Ennis gestalten? Würde er damit rechnen, dass Harry kommen würde? Und wenn sie tatsächlich aufeinander trafen? Mit Sicherheit würde er Harry für seine Flucht ins Exil verantwortlich machen. Er hoffte sehr, dass alles gut ausgehen würde und dieser Tom Ennis hinter Gittern landen würde. Er wollte so schnell wie möglich zu seiner Hermine zurück. Es sollte jedoch noch einige Zeit dauern, bis er sie in seine Arme schließen konnte.
Das war Chap Nummer zwei. Hoffe, es hat euch gefallen. Würde mich über Kommis sehr freuen.
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