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Fanfiction

Wandlungen - Eine traurige Erkenntnis

von Nitsrek

Eine traurige Erkenntnis

Hermine rannte den schwach beleuchteten Flur entlang. An ihrem Ohr vorbei schoss ein roter Lichtstrahl, der ihre Haare versengte, sie ansonsten aber zum Glück verfehlte. Sie keuchte. Irgendwie musste sie den Todesser, der sie durch den vierten Stock jagte, abhängen. Während sie einen Gegenfluch nach hinten über ihre Schulter abfeuerte, überlegte sie krampfhaft. Hier irgendwo musste der Eingang zu einem Geheimgang sein. Sie hatte es auf der Karte der Rumtreiber gesehen. Wieder schoss sie einen Fluch ab, und erkannte an einem metaliischen Klirren, dass sie statt dem Todesser eine der Rüstungen getroffen hatte. Sie rannte haarscharf nach links um die Ecke und sah die Statue von Heribert dem Ahnungslosen. Das war der Eingang! Wenn sie jetzt nur noch den Todesser ablenken könnte…

„Expulso!“ rief Hermine und richtete ihren Zauberstab auf die Wand schräg hinter sich. Die Wand explodierte und eine Wolke aus Staub und Qualm erfüllte den ohnehin schon dunklen Korridor. Sie hörte, wie der Todesser hustete und langsamer wurde.

Schnell schlüpfte sie in die Nische hinter der Statue, schob den Wandteppich dahinter zur Seite und lief ein Stück in den Gang. Sie zeigte auf die Rückseite des Wandteppichs und flüsterte „Colloportus“. Nun konnte sie endlich einen Moment durchatmen.

Sie fragte sich, wo Harry, Ron, Ginny und all die anderen Freunde gerade waren. Seit dem Zeitpunkt, als die Todesser durch den Raum der Wünsche in Hogwarts eingedrungen waren, war die Hölle losgebrochen. Die Professoren und die Schüler leisteten eifrig Widerstand, aber Hermine konnte wirklich nicht sagen, ob Ron und die anderen auch so ein Glück hatten wie sie.

Sie lauschte am Teppich, ob die Luft rein war und hörte Schritte, die sich eilig entfernten. Sie wartete noch eine Minute, sprach dann „Alohomora!“ und trat wieder aus dem Geheimgang hervor.

Der lange Korridor, durch den sie vorhin geflohen war, war leer und sie bestaunte das Loch in der Wand, an der Stelle, auf den sie den Zauberstab gerichtet hatte. Sie war sich nicht sicher, was sie jetzt tun und wo sie jetzt hin sollte. Sie hörte keine Laut, kein Geschrei, kein Krachen oder Rumpeln, keinen einzigen Anhaltspunkt, wo eventuell Hilfe gebraucht werden konnte. Daher entschied sie sich, einfach weiter den Korridor lang zu laufen, in den sie abgebogen war. Sie wusste, dass er zu einer Treppe führen würde, die sie runter zur Großen Halle brachte.

Nach ein paar Schritten fuhr Hermine erschrocken zusammen.

„Du hast versagt!“, brüllte eine weibliche Stimme, die sie leider nur zu gut kannte. „Wie kannst du es wagen! Du solltest dich geehrt fühlen, und stattdessen lässt du dir erst viel zu lang Zeit, und schaffst es am Ende nicht mal! Wer musste die Drecksarbeit erledigen? Severus! Du bist zu nichts zu gebrauchen… Crucio!“

Dann durchzog ein schmerzerfüllter, langer Schrei die Stille. Hermine, die bis zu diesem Moment wie erstarrt stehen geblieben war, lief ohne zu überlegen in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war. Severus? Also Snape? Was hatte er tun müssen? Und wer hätte es eigentlich tun sollen?

Sie schlitterte um die Ecke und blieb abrupt stehen. Vor ihr stand, mit dem Rücken zu ihr, Bellatrix Lestrange. Sie lachte laut und hysterisch, während die Gestalt, die sie halb verdeckte, vor ihr auf dem Boden lag, schrie und sich krümmte. Hermine dachte nicht lange nach. „Stupor!“, schrie sie und peitschte mit dem Zauberstab in Richtung Bellatrix’ Rücken. Ein Beben durchfuhr sie und sie fiel bewusstlos zu Boden. Hermine stürzte auf die Person zu, die am Boden lag und zuckte, und erschrak.

Das hellblonde Haar wirr im Gesicht, lag dort vor ihr, mit blauen Flecken und Blutrinnsalen übersät, Draco Malfoy. Er sah sie aus halb geschlossenen Augen an, mit einem Blick, den sie nicht recht zu deuten wusste. Angst, Zweifel, und auch eine unausgesprochene Bitte lagen darin.

Was sollte sie tun? Ihr Instinkt sagte ihr, sie solle ihm helfen. Natürlich nicht, weil ausgerechnet ER es war, sondern weil man niemanden so verwundet rumliegen ließ. An und für sich hatte er diese Behandlung verdient. Trotzdem brachte sie es nicht über sich und hob seufzend den Zauberstab.

„Mobilcorpus!“ Sein Körper hob sich in die Luft und schwebte neben ihr in der Luft. Schnell lief sie in die entgegengesetzte Richtung ein Stück den Gang runter und dort in ein Klassenzimmer. Als auch Malfoys Körper herein flog, schloss sie auch diese Tür magisch hinter sich ab.

Sie ließ Malfoy auf ein paar Schreibtischen landen und sah ihn an. Er stöhnte. Sie sprach „Episkey“ und die kleinen Schnitte in seinem Gesicht schlossen sich. Anschließend zog sie aus ihrem Umhang ein Stofftaschentuch, sprach Aguamenti, um es zu befeuchten und wischte über sein Gesicht. Nach kurzer Zeit hatte er zwar noch einige Blutergüsse, das Schlimmste war jedoch beseitigt.

Draco lag während der Behandlung still da und starrte nachdenklich an die Decke. Als sie fertig war, wollte er sich aufsetzen, doch Hermine verlangte, dass er noch einen Moment liegen blieb. „Warum tust du das?“, fragte er sie trotzdem mit leicht heiserer Stimme. „Weil ich nicht mal meinen ärgsten Feind so leiden sehen möchte…und du kommst dem ziemlich nahe.“, beendete sie mit einem angespannten Lächeln.

Sie ging aufgescheucht hin und her, nicht wissend, was sie als Nächstes tun sollte. Sollte sie gehen und wieder nach ihren Freunden suchen? War Bellatrix noch dort außen? War sie noch bewusstlos oder kam sie schon wieder zu sich?

„Nur ziemlich nahe? Jetzt bin ich aber ein wenig enttäuscht.“, sagte Malfoy leise. Hermine drehte sich verwundert um. Sie hatte schon vergessen, was sie als Letztes gesagt hatte. Er saß inzwischen aufgerichtet vor ihr und sah sie aus seinen undurchdringlichen, eisblauen Augen an. Als er merkte, dass sie nicht wusste, worauf er hinaus wollte, half er nach. „Wer soll denn noch schlimmer sein als ich?“, fragte er mit einem spöttischen Grinsen.

Hermine seufzte. „Auch wenn ich weiß, dass du dich in allen Dingen für den Besten hältst, aber auch in diesem Fall bist du nicht die Nummer Eins!“

Auf Dracos Gesicht breitete sich ein Schmunzeln aus. Hermine starrte ihn böse an. „Was grinst du eigentlich? Hast du vergessen, in welcher Lage wir sind? Außen bricht unsere Welt zusammen und du grinst?“
Das Lächeln verschwand und nun starrte er finster zurück.

„Warum hat sie das getan?“

Überrascht von dem abrupten Themenwechsel, stand ihm die Verwirrung nun ins Gesicht geschrieben. Bevor er jedoch antworten konnte, fuhr sie fort.

„Sie hat gesagt, du hast deinen Auftrag nicht ausgeführt, oder sowas in der Art. Und dass Snape es statt deiner tun musste. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwas so eine Reaktion rechtfertigt. Immerhin ist sie deine Tante!“

Während sie sprach, wurde Malfoy immer blasser. Hermine konnte sich in diesem Moment nicht vorstellen, dass vor ihr der gleiche Malfoy saß, der ansonsten nie um eine Antwort verlegen war, und sei sie auch noch so unverschämt. Irgendetwas stimmte hier nicht. Er spielte nervös mit seinen Fingern und sah überall hin, nur nicht in ihre Augen.

„Malfoy…“

„Ich… lass mich in Ruhe, Schlammblut!“

Hermine hob eine Augenbraue. „Also wenn das die originellste Antwort ist, die dir einfällt, dann scheint es etwas wirklich Schlimmes zu sein!“

Na toll, jetzt forderte sie ihn auch noch heraus.

Anscheinend rief Adrenalin in ihr Leichtsinn hervor. Ihr fiel auf, dass durch seinen langen, weißen Hemdärmel Blut sickerte.

„Ich hab da was übersehen.“

Draco sah irritiert aus.

„An deinem Arm. Warte, ich wisch es weg.“ Sie zog seinen Hemdsärmel nach oben und beseitigte das Blut. Dabei grinste sie ein wenig.

„Warum grinst du?“

„Ich habe Harry und Ron von Anfang an gesagt, dass sie paranoid sind. Harry hat das ganze Schuljahr über vermutet, dass du irgendetwas planst und inzwischen zu den Todessern gehörst, aber ich wusste, dass das nicht stimmt. Du warst auch nicht unausstehlicher als sonst!“

Draco sah sie verlegen an.

„Soso, die neunmalklugeGranger denkt also über mich nach?“

„Lass den Unsinn. Freu dich doch einfach drüber, dass du nicht ganz so schlecht bist, wie manche Leute es annehmen.“

Er sah aus, als hätte er Zahnschmerzen.
„Granger… Herm- “ Er unterbrach sich, als sie ihn erschrocken ansah.

Schon beim ansatzweisen Klang ihres Vornamens zuckte sie zusammen. Es war wie ein Peitschenhieb. Ihr Vorname aus Draco Malfoys Mund. Der Mund, der sie über Jahre hinweg beleidigt hatte. Und er machte ein Gesicht, als stünde der jüngste Tag bevor. Sie sah ihn erwartungsvoll an, damit er weiter sprach.

„Ich habe…-“

„ALOHOMORA!“, erklang ein Schrei und die Tür flog auf. Herein stürmten Harry, Ron und Remus Lupin. Sie wirkten alle etwas überrascht, erholten sich jedoch von ihrem Schrecken und richteten ihre Zauberstäbe auf Malfoy.

„Du dreckiges, kleines, feiges…“, fing Harry an, sprach jedoch nicht zu Ende.

Hermine runzelte die Stirn. „Nehmt die Zauberstäbe runter. Er ist doch vollkommen harmlos.“

„Harmlos? Bist du verrückt geworden? Er hat die Todesser reingelassen und versucht, Dumbledore zu töten!“, schrie Harry sie an.

Hermine wirkte sehr verdutzt, schien ihn jedoch nicht ernst zu nehmen. „Was soll das heißen, er hat versucht, Dumbledore umzubringen? Nicht mal Malfoy wäre so dämlich, es mit einem der mächtigsten Zauberer der Welt aufzunehmen. Am besten gehen wir zu Dumbledore und fragen ihn, was wirklich…“

„ER IST TOT!“, fuhr er sie an.

Langsam wurde es Hermine unheimlich. „Tot?“, fragte sie ungläubig. „Dumbledore?“

„Snape hat ihn getötet.“, erklärte Ron. „Dann ist Dumbledore rückwärts über die Brüstung des Astronomieturms gefallen.“

Hermine schüttelte den Kopf und sah alle der Reihe nach an. Doch dann ergab alles einen Sinn. Die Fetzen aus Bellatrix’ Wutgeschrei drangen in ihren Kopf.

„Du solltest dich geehrt fühlen, und stattdessen lässt du dir erst viel zu lang Zeit, und schaffst es am Ende nicht mal! Wer musste die Drecksarbeit erledigen? Severus!“
Sie sah Malfoy geschockt an. „Snape musste die Drecksarbeit erledigen…“, murmelte sie und ihre Freunde warfen ihr erstaunte Blicke zu.

Ihr Blick fiel auf den Boden, und Tränen sammelten sich in ihren Augen. Ihr Körper bebte, ob vor Wut oder Schock, konnte man nicht erkennen.

„WIE KONNTEST DU DAS TUN!“, schrie sie Malfoy an und stürmte auf ihn zu. „Du kleiner Haufen Abschaum! Wie konntest du nur die Todesser in die Schule lassen? Wie konntest du zulassen, dass Snape – SNAPE! – Dumbledore tötet? Ich hasse dich, ich habe dich schon immer gehasst, und jetzt tue ich es sogar noch mehr!“, schluchzte sie und trommelte mit ihren Fäusten auf ihn ein.

Malfoy, der anfangs etwas geschockt gewesen war, reagierte nicht. Er wehrte sich nicht, sondern sah Hermine einfach nur still an, und ließ zu, dass sie ihre Wut und ihren Schmerz an ihr abließ.

Schließlich zog Ron sie von ihm zurück. „Vergeude doch nicht deine Kraft!“, sagte er leise.

Sie schaute zu Lupin. „Was geschieht jetzt mit ihm?“, fragte sie heiser, als wäre Malfoy nicht im Raum.
„Das wird der Orden entscheiden. Wir können ihn nicht einfach so nach Azkaban schicken, er hat ja nicht mal versucht, Dumbledore zu töten. Er hat ihn zwar bedroht, aber zu mehr hatte er nicht den Mut.“

Hermine warf Malfoy noch einen hasserfüllten, verletzten Blick zu und ließ sich schließlich von Harry und Ron vor die Tür begleiten. Harry drehte sich am Türrahmen noch einmal zu ihm um, überrascht, ihn leichenblass und geschlagen zu sehen, doch nachdem er nichts mehr zu sagen hatte, verließ er schließlich auch den Raum und ließ Malfoy mit Remus allein.



Mein erstes Kapitel meiner ersten Fanfiction. Ich hoffe, es gefällt euch wenigstens. Wäre schön, wenn ihr Kommentare hinterlassen würdet.
Liebe Grüße
Nitsrek


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