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Fanfiction

Wandlungen - Beim und im Orden

von Nitsrek

Beim und im Orden

Draco saß nun schon seit fast zwei Wochen in einem kleinen, staubigen Schlafzimmer fest. Er konnte sich zwar hier frei bewegen und bekam auch regelmäßig Nahrung gebracht, dennoch hätte er gern etwas mehr Freiraum gehabt. Ab und an kamen Potter, Lupin oder andere, unbekannte Ordensmitglieder vorbei, stellten Fragen oder sprachen mit ihm, aber Draco wusste, dass sie die Möglichkeit auch genutzt hatten, um magische Beobachter anzubringen, die seine Handlungen und seine Worte aufzeichneten und Alarm schlagen würden, falls er versuchen würde, zu fliehen.

Schwachköpfe! Als würde er jetzt gerade fliehen, wo er seine Aufgabe vermasselt hatte und der dunkelste Zauberer aller Zeiten wütend auf ihn war. Natürlich, wieso sollte er ihm auch nicht in die Arme rennen? „Voldemort war ja dafür bekannt, großmütig und vergebend zu sein.“, dachte er bitter und grinste sarkastisch. Er machte sich Sorgen um seine Eltern.

Würden sie für seine Unfähigkeit büßen müssen? Was seinen Vater betraf, fühlte er wenig Reue. Das Verhältnis zwischen ihnen war nie eng gewesen, sein Vater hatte ihn ebenso als Marionette eingesetzt wie der Dunkle Lord Lucius. Er hatte seinen Sohn und seine Frau in Gefahr gebracht.

Wenn er nur wüsste, wie es seiner Mutter ging. War sie in Gefahr? War sie auf der Flucht? Nur ein Lebenszeichen von ihr hätte genügt. Er wollte ihr Leben nicht aufs Spiel setzen. Doch genauso wenig hatte er das Leben des alten Mannes auslöschen wollen und können. Zwar hatte Draco Angst vor Voldemort und seiner Rache, doch noch viel mehr Angst hatte er davor gehabt, auch nur im Ansatz so machtbesessen zu werden wie er. Über Leichen zu gehen.

Dumbledore hatte ihn durchschaut, das war Draco in den letzten Minuten seines ehemaligen Schulleiters klar geworden. Was er zu ihm gesagt hatte… Es hatte ihn erschüttert. Auch wenn er Dumbledore in vielerlei Hinsicht für einen Narren hielt und nicht mit seinen Ansichten und Einstellungen übereinstimmte, so wusste er doch, dass er ein großer Zauberer gewesen war.

Der von Snape getötet wurde.

Snape… Draco konnte es immer noch nicht ganz glauben.

All die Jahre hatte er seine Rolle so gut gespielt, dass selbst er am Schluss dachte, Snape wäre auf Dumbledores Seite. Dass er seine Maske in diesem entscheidenden Moment fallen gelassen hatte, schockierte Draco. Und dann war er einfach geflohen. Auf und davon. Und hatte ihn zurück gelassen, an Bellatrix ausgeliefert, die ihn bestrafte.

Wie sollte es nun weitergehen?

*************************************

Unten im Esszimmer sprachen Remus und Harry über eben diese Frage. Harry hatte den anderen Ordensmitgliedern erzählt, dass Draco Dumbledore zwar bedroht hatte, im letzten Moment jedoch nicht seine Aufgabe erfüllen konnte. Ebenso hatte er ihnen erzählt, wie seltsam sich Malfoy das ganze Schuljahr über verhalten hatte. Dass er immer blasser geworden war, dünner, und schließlich sogar des Häufigeren im Jungenklo vor der Maulenden Myrte geweint hatte.
„Er war eindeutig mit der Aufgabe überfordert gewesen.“, sagte Harry auch jetzt mit ruhiger Stimme.

Lupin nickte. „Wer wäre das nicht? Du hast die Wahl, entweder jemanden zu töten, oder zuzusehen, wie deinetwegen deine Eltern sterben.“

„Und das mit Lucius ist inzwischen bewiesen?“, fragte Harry.

„Ja, seine Leiche wurde auf Malfoy Manor gefunden. Grausam zugerichtet. Da muss jemand mal richig wütend gewesen sein.“, schaltete sich nun Moody ein. „Von seiner Mutter fehlt allerdings jede Spur.“

„Sind wir noch auf der Suche?“

„Ja, fünf Ordensmitglieder tun ihr Bestes. Aber bisher kein Glück…“ Lupin zögerte. „Und du willst es wirklich tun, Harry?“

Harry machte einen Moment lang den Eindruck, als hätte er die Frage nicht gehört. Er starrte an die große, tickende Wanduhr und nickte schließlich langsam. „Es ist das, was Dumbledore wollte. Er hat es ihm angeboten, kurz bevor Snape…“ Seine Stimme brach ab. Er räusperte sich. „Er hat Malfoy vorgeschlagen, auf unsere Seite zu kommen und ihm Schutz für seine Eltern angeboten. An diesem Punkt hatte Malfoy auch seinen Stab sinken lassen.“

„Und du bist mit dieser Entscheidung glücklich?“, fragte Lupin.

Harry zuckte mit den Achseln. „Ich habe lange nachgedacht. Sein Vater, vielleicht die treibende Kraft der Familie, ist bereits gestorben. Was bleibt, sind Draco und Narzissa. Beide sind schutzlos, wenn wir ihnen nicht helfen. Abgesehen davon, bieten beide dem Orden, wenn sie überhaupt zustimmen, eine nützliche Informationsquelle.Weiß Malfoy schon, dass sein Vater nicht mehr am Leben ist?“

Moody schüttelte den Kopf. „Wir wollten warten, bis wir Narzissa finden. Entweder, sie weiß es bereits, und dann wäre es besser, wenn sie es ihm erklärt, oder sie weiß es noch nicht und wir teilen es ihnen dann am besten zusammen mit. So nehmen sie es dann eventuell leichter.“

In diesem Moment kam Mrs. Weasley mit einem Tablett dampfender Teetassen in den Raum. Sie hatte Hermine, Ron und Ginny im Schlepptau. „Hier, meine Lieben, damit ihr euch etwas aufwärmen könnt“. Ginny lief zu dem Sessel, auf dem Harry in der Ecke saß und setzte sich auf seinen Schoß. Mit einem zufriedenen Lächeln schloss er die Arme um sie.

Hermine und Ron setzten sich auf den Boden vor den Sessel. Während Hermine vor Krummbein mit einer Schnur hin und her wedelte, nach der der Kater immer wieder mit seiner Pfote schlug, fragte sie, fast beiläufig: „Und… wie geht es Malfoy?“

Harry unterdrückte ein Grinsen. Er hatte Hermines heftige Reaktion auf Hogwarts nicht vergessen. Er war auch schockiert gewesen, trotz allem hatte er aber nicht vergessen, dass Malfoy nicht den Mord begangen hatte. Hermine hatte sich in der letzten Woche zwar immer wieder darüber aufgeregt, was Malfoy getan hatte, egal, wie oft Harry ihr erzählte, was schließlich auf dem Astronomieturm passiert war, doch nachdem sie gehört hatte, dass sein Vater von Voldemort umgebracht worden war, hatte sich ihre freundliche und mitfühlende Seele durchgesetzt und sie begann, sich Sorgen zu machen.

„Naja, er weiß es immer noch nicht. Aber er scheint sich schuldig zu fühlen.“, antwortete Harry.

„Kein Wunder!“, erwiderte Ron aufgebracht. „Wie soll man sich sonst fühlen, nachdem man den besten Schulleiter, den es je gab, getötet hat?“

Hermine legte ihre Hand auf seinen Unterarm und streichelte beruhigend darüber. „Er hat ihn eben nicht getötet. Er konnte es nicht. Und ich kann Harrys Wunsch, Malfoy noch eine Chance zu geben, durchaus verstehen.“

Ron starrte sie ungläubig an und wurde rot im Gesicht. „Dass ausgerechnet DU das sagen würdest! Wer hat dich all die Schuljahre beschimpft? Wer hat uns Ärger eingebracht? Wer hat dich Schlammblut genannt? Wer hat -“

„Er hatte doch keine andere Wahl.“, unterbrach Hermine ihn. „Er wurde so groß gezogen. Und als er so weit war, sich vielleicht endlich eine eigene Meinung zu bilden, hat ihm Du-weißt-schon-wer diese… Aufgabe übertragen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder zu seinem oder zum Tod seiner Eltern geführt hätte. Was sie ja zumindest zum Teil im Endeffekt auch hat.“

Ron blickte sie finster und schmollend an.

„Ron, das ändert nichts daran, dass er ein unglaublich arroganter Vollidiot und Feigling ist, aber ich wünsche niemandem, nicht mal meinen Feinden, den Tod der eigenen Eltern.“

Die Stille, die sich zwischen ihnen ausbreitete, wurde nach wenigen Minuten durch ein Poltern im Flur unterbrochen. Alle hoben gespannt die Köpfe, als schließlich Kingsley zusammen mit Rons Vater und einer vermummten, zierlichen Gestalt eintraten.

„Ich habe eine Überraschung für euch!“, verkündete Kingsleys tiefe Stimme mit einem zufriedenen Lächeln. Er zog die kleine Silhouette mehr in den Raum, doch sie enthüllte sich nicht.

„Sie sind freiwillig mitgekommen, nachdem wir Ihnen unser Angebot unterbreitet haben. Jetzt seien Sie nicht schüchtern, der Rest des Ordens wartet schon seit einer guten Woche.“
Die neugierigen Blicke aller Anwesenden lagen auf der unbekannten Person, die zitternd zwischen ihnen stand. Langsam hob sie ihre Hand zum Kopf und entfernte den schwarzen Schleier, der ihr Gesicht verhüllt hatte. Das Gesicht war fein, hübsch, zeigte aber tiefe Spuren von Trauer und Kämpfen. Tränen waren auf ihm getrocknet und sie blickte stolz und dennoch unsicher in Harrys Augen. Als hätte sie Angst, dass man sie nur verspotten wollte.

„Mrs. Malfoy!“ Lupin war aufgestanden.

Narzissa zuckte bei dem Klang dieses Namens und sah Lupin leicht ängstlich an.

„Das bin ich nicht mehr!“, flüsterte sie leise, aber bestimmt. Ihre Stimme war heiser.

Die anderen sahen sie abwartend an.

„Das will ich nicht mehr sein und ich bin es auch nicht mehr… mein Mann ist tot! Voldemort persönlich hat ihn bestraft, zusammen mit meiner ach so feinen Schwester Bellatrix! Meine eigene Schwester!“ Sie machte eine Pause.

„Ich weiß noch nicht, ob ich ihr deswegen böse oder dankbar sein soll!“ Sie brach zusammen und sank auf ihre Knie. Ihr Gesicht verbarg sie in ihren Händen und eine Zeit lang konnte man nur Schluchzen hören und sah ihren Oberkörper beben.

Schließlich hob sie den Kopf und sah Harry direkt an.

„Ihr würdet mir die Möglichkeit geben, weiter zu leben? Geschützt? Ihr würdet mir einen neuen Anfang erlauben?“ Sie holte tief Luft. „Ich würde meinen Sohn wieder sehen?“

Harry nickte. „Er ist oben, im ehemaligen Schlafzimmer meines Paten.“ Narzissa schniefte und lachte vor Erleichterung. „Aber bevor wir Sie zu ihm lassen, habe ich eine Frage: Sind Sie mit den Bedingungen einverstanden? Sind Sie bereit, uns Informationen über Voldemort zu verraten im Austausch gegen Ihren persönlichen Schutz und den Ihres Sohnes?“

Narzissa wiegte sich vor und zurück und nickte dabei. Sie lachte immer noch vor Freude, dass ihr Sohn noch am Leben und in ihrer Nähe war.

Die anderen Ordensmitglieder, Ron, Hermine und Ginny sahen Harry erwartungsvoll an.

Er nickte langsam und bestimmt und sagte ohne jeglichen feierlichen Unterton „So sei es dann. Willkommen im Orden!“



[i]So, Draco ist gefangen, sein Vater ist tot und seine Mutter ist am Leben, sucht aber Schutz. Ich hoffe, es gefällt euch. Natürlich wird der Orden es den beiden nicht so leicht machen. Da kommt schon noch was auf sie zu. Bitte gebt Kommentare ab, ich würde mich freuen!
Liebe Grüße
Nitsrek/i]


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