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Fanfiction

Wandlungen - Erste Gespräche

von Nitsrek

Erste Gespräche

Hermine stellte ein Tablett vor der Tür von Mrs. Malfoys Zimmer ab und klopfte. Anschließend lief sie gleich weiter zu Dracos Zimmer. Sie hatte nicht das Bedürfnis, die schöne, düstere Frau zu treffen, die sie immer ein wenig einschüchterte. Sie hörte, wie die Tür hinter ihr sich öffnete, dann das Klappern von Geschirr, dann das Schließen der Tür. Mrs. Malfoy wollte auch nicht wirklich jemanden sehen zur Zeit. Hermine verstand sie in dieser Hinsicht. Sie müsste erst einmal ihre Gedanken wieder in Ordnung bringen, bevor sie einfach weiterleben konnte.

Sie stieg den Treppenabsatz zu Dracos Zimmer hinauf, das Essen schwebte immer noch hinter ihr her. Sie ließ es auf dem Boden vor der Tür landen, klopfte und wandte sich zum Gehen.

******************************
Draco hörte das vorsichtige Klopfen an seiner Tür und hob den Kopf. Schon wieder Essenszeit? Seitdem er hier festsaß, hatte er sein Zeitgefühl ziemlich verloren. Es ödete ihn an. Er hatte schon jedes Buch, jeden Schnipsel, der in seinem Zimmer rumlag, gelesen. Seine Mutter hatte ein paar Mal mit ihm gesprochen. Und vor zwei Tagen kam dieser Brief aus Hogwarts. Er fragte sich, ob McGonagall ein Irrtum unterlaufen war. Sie konnte ihn nicht allen Ernstes wieder auf dem Schloss haben wollen. Er würde sie fragen müssen, wenn sie das nächste Mal den Orden besuchte. Er hatte ja noch eine Woche Zeit.

Resigniert stand er auf und lief zur Tür. Ihm fehlten soziale Kontakte. Er wollte ja keine tiefgründigen Gespräche führen, aber wenigstens irgend ein anderer Mensch als seine Mutter. Er öffnete die Tür, atmete den köstlichen Duft der Tomatensuppe ein und merkte, wie groß sein Hunger war. Er drehte den Kopf und sah einen Haufen wilder Locken auf und abhüpfen, während die Eigentümerin die Treppen runter ging. Er rollte die Augen. Hätte es nicht jemand anders sein können? Aber gut, er wollte nicht wählerisch sein.

„Hey!“

Granger bleib abrupt stehen. Es war ein Reflex darauf, dass sie jemand angesprochen hat. Dennoch wunderte sie sich darüber, wer sie angesprochen hatte. Mit hochgezogenen Augenbrauen drehte sie sich um und sah in die kalten blauen Augen von Draco Malfoy. Sie sah ihn fragend an, doch er sagte nichts weiter. Langsam stieg sie die Stufen zu seinem Zimmer wieder nach oben. Er wirkte lächerlich, wie sein Kopf um die Tür spitzte, das Tablett in den Händen. Der Orden hatte mit den Sicherheitsvorkehrungen ganze Arbeit geleistet. Es war beiden Malfoys nie möglich, komplett vor ihre Tür zu treten. Sie konnten nur einzelne Körperteile durch die unsichtbare Barriere stecken.

„Hey?“, wiederholte sie seine tolle Begrüßung. Gut, es war nicht wirklich sehr redegewandt gewesen. „Ich habe auch einen Namen. Oder hast du den vergessen, nachdem du mich jahrelang nur mit Beleidigungen angesprochen hast?“

Draco runzelte die Stirn. Das konnte ja ein tolles Gespräch werden.

„Willst du was Bestimmtes oder wolltest du nur meinen Tagesablauf aufhalten?“, fragte sie nun leicht gereizt. Gute Frage. Was hatte er sich dabei gedacht, sie anzusprechen?

Draco ging ein paar Schritte in sein Zimmer, während sie am Türrahmen stehen blieb. Er setzte sich an seinen Tisch, füllte seinen Löffel mit Tomatensuppe und führte ihn zum Mund.

Granger sah ihn ungeduldig an und wandte sich zum Gehen, als er (auch für sich) unerwartet, fragte: „Wie geht’s dir so?“ Was bin ich für ein Blödmann.

Sie wusste nicht, was sie darauf sagen sollte. Sechs Jahre hatte es gedauert, bis er sie endlich einmal ohne eine passende Antwort erwischte, und dabei war es so eine einfache Frage gewesen.

Nachdem er keine weiteren Anstalten machte, etwas zu sagen, sondern sie nur fragend ansah, antwortete sie mit einem ein wenig unbehaglichen Gefühl im Magen „Ganz okay.“

Draco blickte ihr fest in die Augen. Sie glänzten feucht. Außerdem sah er getrocknete Spuren von Tränen auf ihren Wangen. Es ging ihn nichts an. Aber es war ein nettes Gefühl, mit jemandem zu sprechen, der nicht mit ihm verwandt war oder etwas von ihm wollte.

„Du hast geweint.“ Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.

Sie mochte die Aussage nicht. Ihre Haltung zeigte deutlich, dass sie damit rechnete, dass er noch etwas Verletzendes hinzufügen würde. Irgendwo verständlich, nach ihren bisherigen Unterhaltungen. Aber er wollte nicht seine Gesprächspartnerin verscheuchen. Außerdem fragte er sich, was Hermine Granger zum Weinen brachte. Er hatte es nie geschafft. Was für ein kindischer Gedanke.

„Warum?“ Seine Stimme war ruhig und interessiert, aber irgendwie rau. Vermutlich, weil er sie in letzter Zeit so selten benutzt hatte.

Granger sah ihn immer noch misstrauisch aus zusammengekniffenen Augen an. „Wieso willst du das wissen?“

Draco erwiderte ihren Blick mit ernstem Gesichtsausdruck. „Weil ich nicht möchte, dass du traurig bist, Hermine.“, sagte er leise.

Sie riss ungläubig ihre Augen auf. Sie musste sich verhört haben. Verunsichert stammelte sie vor sich hin, bis Draco schließlich nicht länger konnte und laut in Lachen ausbrach. „Du hättest dein Gesicht sehen sollen!“

Granger funkelte ihn böse an und drehte sich um, um ihn wieder allein zu lassen. „Nein, warte. Im Ernst. Gut, der richtige Grund ist: Ich langweile mich. Also… warum hast du geweint?“

Er erkannte an ihrem Gesicht, dass sie kurz davor war, ihm eine Ohrfeige zu verpassen. Mal wieder. Die letzte lag circa drei Jahre zurück. Er wusste, dass er über die ganzen Jahre weitaus mehr verdient gehabt hätte. Trotzdem schien irgendetwas sie vom Gehen abzuhalten und sie setzte sich außerhalb seines Zimmers auf die Türschwelle.

„Harry wird sich auf die Suche nach den Horkruxen machen.“ Sie hielt inne, doch er unterbrach sie nicht. Das konnte doch unmöglich der Grund sein. Oder war die kleine Hexe etwa in Sankt Potter verliebt?

„Und Ron soll ihn begleiten.“ Ach, so war das also. Draco grinste boshaft.

„Und nun hast du Angst, dass deinem kleinen putzigen Freund etwas passieren könnte?“

„Er ist nicht mein Freund. Und er ist nicht putzig. Und meinetwegen kann ihm ruhig etwas passieren.“, sprudelte es wütend aus ihr hervor.

Langsam begriff er, was passiert sein könnte. Potter hat gesagt, er wird gehen, das Wiesel hat gesagt, es kommt mit, das Schlammblut hat gesagt, er bleibt da und das Wiesel hat etwas für ihn typisch Dämliches darauf geantwortet. So lief es die meiste Zeit zwischen ihnen ab. Zumindest während der Schulzeit. Also musste es auch diesmal so oder ähnlich abgelaufen sein.

Draco konnte ein kleines Lachen nicht unterdrücken.

„Was ist so komisch?“, fuhr Granger ihn gereizt an.

„Dass es dich immer noch überrascht, wie taktlos das Wiesel sein kann. Du kennst ihn doch besser als ich, und sogar ich weiß, dass er ein Trampel ist.“ Er lachte wieder.

Und auch, wenn sie nicht wusste, weshalb, musste sie schmunzeln. „Schön, dass ich wenigstens zu deiner Erheiterung beitrage.“, seufzte sie.

Einen Moment lang beobachtete sie ihn einfach dabei, wie er seine Suppe aß und seinen Tee trank. „Und wie geht es dir?“, fragte sie schüchtern.

Oh, ein gewagter Schritt. Doch ihm war egal, mit wem er sprach, solange er sich nicht mehr langweilen musste. „Auch ganz okay.“ Seine Stimme klang kalt und gefühllos.

Sie runzelte die Stirn. Ja, es war gelogen gewesen. Wie sollte es ihm schon gehen? Sein Vater war tot, und entgegen dem, was man normalerweise in so einer Situation fühlte, war das Gefühl, dass Draco hauptsächlich empfand, Erleichterung. Dicht gefolgt von Dankbarkeit. Das konnte er ihr jedoch nicht sagen. Sie dachte sowieso schon, dass er der schlimmste Mensch auf der Welt wäre.

„Es könnte schlimmer sein.“, antwortete er deshalb wahrheitsgemäß, nachdem sie anscheinend eine andere Antwort von ihm erwartet hatte. Sie nickte, bohrte aber nicht weiter nach.

Als er mit dem Essen fertig war, fiel ihm der Schokoladenkeks auf. „Da meint es aber jemand gut mit uns. Welcher Gefangene kann sonst schon behaupten, er bekäme Süßigkeiten? Warst du das?“ Er klang überrascht.

Der Wuschelkopf vor ihm errötete und spielte mit seinen Schnürsenkeln. Nach ein paar Sekunden hob sie den Kopf und antwortete: „Ich dachte, ihr habt es schon schlimm genug. Und ich will immer, wenn es mir nicht gut geht, Schokolade.“ Sie lächelte unsicher.

Draco konnte nicht anders als das Lächeln überrascht zu erwidern.

Niemand sagte mehr etwas. Nach ein paar Minuten stand Granger auf, nahm das leere Tablett von dem Tisch vor ihm und ging Richtung Tür.

Draco rang mit sich. Er wollte nicht wirklich, da er wusste, dass sie wahrscheinlich denken würde, er meint es anders, tiefgründiger, aber seine guten Manieren drängten ihn dazu. „Danke, Granger.“ Sie wirkte ernsthaft überrascht. Und sprachlos. Schon wieder. „Die Suppe war lecker.“

Sie grinste und antwortete „Freut mich.“ Dann lief sie weiter. Als sie wieder vor seinem Zimmer stand, drehte sie sich nochmal kurz um und sagte „Vielleicht können wir ja morgen weiter reden.“ Dann ging sie.

Draco schüttelte grinsend den Kopf. „Typisch Granger! Immer grundlos optimistisch!“, dachte er spöttisch, während er unbewusst mit dem Schokoladenkeks in seiner Hand spielte.

So, und hier kommt gleich Nummer vier. Zum ersten Mal führen Draco und Hermine eine normale Unterhaltung.Für beide Neuland. Draco muss sie natürlich auch ein bisschen ärgern. Ich hoffe, ihr mögt es.
Liebe Grüße
Nitsrek


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