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Fanfiction

Wandlungen - Fast wie Weihnachten

von Nitsrek

Fast wie Weihnachten

Vier Tage waren inzwischen vergangen. Morgen würden Hermine, Ginny und vermutlich auch Malfoy wieder nach Hogwarts aufbrechen. McGonagall war gestern hier gewesen, um mit den übrigen Ordensmitgliedern die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Obwohl sie nach dem Vorfall auf dem Astronomieturm teilweise noch daran gezweifelt hatten, dass Snape wirklich zur anderen Seite gewechselt hatte, schien es jetzt recht offensichtlich zu sein. Kingsley hatte ihn zusammen mit zwei anderen Todessern dabei beobachtet, wie sie in der Winkelgasse den Eigentümer von Flourish & Botts bedroht hatten, um an bestimmte Bücher zu kommen, die Voldemort benötigte. Sie hatten einen ihrer wichtigsten Männer verloren.

Nach dem Treffen hatte Professor McGonagall Hermine gebeten, mit ihr zusammen Dracos Zimmer aufzusuchen. Beide waren die Stufen zu seiner Tür heraufgestiegen, und McGonagall stand nun vor ihr und klopfte kurz und energisch an. Eine gemurmelte, unverständliche Antwort veranlasste sie dazu, die Tür zu öffnen, einzutreten und Hermine auch herein zu dirigieren. Sie deutete Hermine, sich auf einen Stuhl zu setzen und schloss die Zimmertür mit einem Winken ihres Zauberstabs.

Malfoy beobachtete sie von seinem Bett aus ohne großes Interesse.

McGonagall blickte sich in dem düsteren Zimmer um, rümpfte kurz die Nase und setzte sich schließlich neben Hermine. Sie sagte jedoch nichts und sah Malfoy abwartend an. Dieser runzelte ein wenig verärgert die Stirn, blieb aber still.

„Mister Malfoy, hätten Sie den Anstand, sich zu uns an den Tisch zu setzen? Es ist nicht so, als ob wir uns diesen Ort wegen seiner Wärme und Gemütlichkeit ausgesucht hätten!“, zischte die Direktorin forsch.

Hermine grinste. Auch wenn sie Professor McGonagall teilweise sehr einschüchternd und schnippisch fand, war sie doch eine Art Vorbild für sie.

Malfoy seufzte, als wäre es eine Schande, damit aufhören zu müssen, grundlos an die Wand zu starren, stand auf und bewegte sich langsam durch den Raum zu ihnen.

„Vielen Dank!“, kommentierte Professor McGonagall, als Malfoy sich schließlich zu ihnen setzte. Dann fuhr sie fort. „Wie Sie sich beide denken können, möchte ich wegen schulischen Angelegenheiten mit ihnen sprechen. Mister Malfoy, Sie werden sich vielleicht wundern, auch einen Brief für das letzte Schuljahr erhalten zu haben. Wenn es nach mir ginge, wären sie nicht zur Vollendung Ihrer Ausbildung zurückgekehrt, das kann ich versprechen. Nach mehrmaliger Rücksprache jedoch mit meinem Vorgänger hat er mich letztendlich doch noch überzeugt, Sie zuzulassen. Anscheinend denkt er, dass Sie vielleicht in der Lage sind, zu erkennen, auf welcher Seite Sie stehen, wenn man Ihnen genug Vertrauen entgegen bringt und womöglich Verantwortung auf Sie überträgt.“ Ihrer Stimme fehlte jegliche Wärme.

Hermine hatte Malfoy während der kleinen Ansprache genau beobachtet. Sein selbstgefälliger, leicht spöttischer Gesichtsausdruck hatte sich in eine starre, hochmütige Maske verwandelt, während ihm klar wurde, dass er nur auf Wunsch von Dumbledore zurückkehren durfte. Ausgerechnet auf seinen Wunsch! Der alte Mann war schon zu Lebzeiten ein Rätsel für viele Schüler gewesen, doch Hermine glaubte, dass Malfoy im Moment keine Ahnung hatte, was in ihm vorging und was er fühlte.

Genauso wenig Ahnung hatte sie, weshalb sie bei dieser Unterhaltung anwesend sein sollte. Bisher war es nur um ihn gegangen, und sie hielt McGonagall trotz ihrer offensichtlichen Abneigung Malfoy gegenüber nicht für fies genug, ihn vor Hermine demütigen zu wollen. In diesem Moment wandte Professor McGonagall sich ihr zu.

„Und wo wir gerade beim Thema Verantwortung sind: Miss Granger, es freut mich sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie im letzten Schuljahr das Amt der Schulsprecherin bekleiden werden.“

Hermine spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg und Hitze durch ihren Körper schoss. Seit ihrem ersten Schuljahr war das einer ihrer sehnlichsten Wünsche gewesen! Sie würde eine eigene kleine Kammer im Gryffindor-Turm haben. Mit Schlafzimmer, Badezimmer, Kamin und viel mehr Luxus, als es ihr bisher als Schülerin gegönnt war. Am liebsten wäre sie aufgesprungen und McGonagall um den Hals gefallen, allerdings wollte sie sich lieber nicht ausmahlen, wie die Schulleiterin darauf reagieren würde.

Daher lächelte sie höflich und antwortete, „Vielen Dank, Professor. Es ist mir eine Ehre, und ich werde mein Möglichstes tun, um Ihre Erwartungen in mich zu erfüllen.

************************************
Draco hätte sich am liebsten übergeben. Es kostete ihn große Anstrengung, sich einen bissigen Kommentar zu verkneifen, der McGonagalls Meinung von ihm nur noch bestätigt hätte.

Er zwang sich zu einem nicht sehr überzeugenden Lächeln und würgte ein „Glückwunsch!“ hervor.

McGonagall lächelte Granger zufrieden an und fuhr fort. „Ich muss Ihnen jedoch sagen, dass Sie dieses Jahr wohl nicht sehr viel zu tun haben werden. Einer Vielzahl von Schülern ist es von ihren Eltern verboten worden, nach Hogwarts zurückzukehren. Dies ist auch der Grund für das, was ich Ihnen jetzt sagen werde.“ Sie hielt kurz inne. „Es wird im neuen Schuljahr keine getrennten Häuser mehr geben.“

Draco beobachtete, dass Granger genauso ungläubig aussah wie er. Was sollte das denn werden?

„Wir haben keinerlei Erstklässler für dieses Jahr angenommen und kommen insgesamt nur noch auf eine Schülerzahl von circa zwei Hundert Schülern.“

„Aber wir waren bisher ja schon allein pro Haus fast zwei Hundert Schüler!“, keuchte Granger überrascht. Draco stellte unfreiwillig beeindruckt fest, dass sie ebenso schnell darauf gekommen war wie er. Andererseits: Sie war immerhin seit Jahren Klassen- und Jahrgangsbeste. Ein leidiges Thema, dass er sich immer wieder von seinem Vater vorhalten lassen durfte.

McGonagall seufzte. „Ich weiß. Wie bereits gesagt, viele Schüler dürfen nicht zurückkehren. Das Lehrerkollegium hat entschieden, das in Zukunft alle Schüler den Gryffindor-Turm bewohnen werden. Es schien die sinnvollste Lösung, nachdem ich nach wie vor dort Hauslehrerin bin und Sie die Schulsprecherin sind. Lange Wege werden, wo nur möglich vermieden. Sämtlicher Unterricht findet nun in dem Turm statt, und die Durchgänge in die anderen Bereiche des Schlosses sind magisch abgeschlossen und nur für die Lehrer oder die Schulsprecher passierbar. Die anderen Schüler haben nur zum Turm und zur Großen Halle Zugang.“

Granger hatte wie immer konzentriert zugehört und alles wie ein Schwamm in sich aufgesogen. Sie sah die Schulleiterin etwas verwirrt an.

„Professor… Sie sprechen von Schulsprechern in der Mehrzahl. Ich weiß, dass es ansonsten auch immer zwei sind, nur haben Sie bisher nichts weiter erwähnt. Gibt es trotzdem einen zweiten? Wer ist es?“

Draco beobachtete, wie McGonagall ein Gesicht machte, als hätte sie Zahnschmerzen.

„Schön, Granger bekommt also doch einen kleinen Wehmutstropfen in ihrem perfekten kleinen Leben!“, schoss es ihm schadenfroh durch den Kopf. Er neidete ihr das Amt nicht. Er hatte es nur satt, dass er immer den schwarzen Peter zog.

Professor McGonagall holte tief Luft und entschied, es hinter sich zu bringen. „Auch darüber habe ich viel mit meinem werten Vorgänger diskutiert. Ich war nicht bereit, seine Entscheidung zu akzeptieren, also haben wir einen Kompromiss gefunden. Nachdem dieses Jahr nicht viel los sein wird, halte ich es für völlig ausreichend, eine zuverlässige Person zur Schulsprecherin zu haben!“ Sie lächelte Granger wieder stolz an. „Professor Dumbledore jedoch hat auch auf seinen Wunsch nicht verzichten wollen. Daher wird auch Mister Malfoy -“

Dracos Kopf schnellte ungläubig in ihre Richtung. Granger sah aus, als wüsste sie zwar, worauf es hinausliefe, würde aber darauf warten, dass jemand aufsprang und „April, April!“ rief. Zu blöd, dass es August war.

„- Schulsprecher sein, allerdings unter der Einschränkung, dass Sie, Miss Granger, die Hauptverantwortung tragen und auch generell der Ansprechpartner für Lehrer und Schüler sind, Mister Malfoy hingegen die Aufgaben übernehmen wird, die Sie ihm zuteilen. Ich hoffe, das stellt kein Problem für Sie dar?“

**********************************
Irgendwo, ganz hinten in ihrem Kopf, leise, hörte sie Glocken läuten. Es war ein Gefühl, als würden Weihnachten, Ostern, Sylvester und ihr Geburtstag alle auf einen Tag fallen.

Im ersten Moment hatte Hermine wirklich Panik verspürt, als McGonagall sagte, dass sie sich das Amt mit Malfoy teilen müsste. Auch er schien die Meldung überraschend und höchst unerfreulich zu finden. Diese Einschränkung, die sie gerade eben erklärt hatte, war dafür Musik in ihren Ohren. Nicht nur würde wirklich sie die Verantwortung tragen und für jeden, der es brauchte, eine Anlaufstelle bieten, nein… sie würde ungeliebte Drecksarbeit auf Malfoy abwälzen können. Ein Gedanke, der sie sehr viel fröhlicher, ihn hingegen, so wie es aussah, noch griesgrämiger gemacht hatte. Sie unternahm große Anstrengungen, um das sich androhende Lächeln von ihrem Gesicht zu halten, versagte dabei aber völlig. Ihre Augen funkelten.

Seine auch. Nicht vor Freude. Er sah gefährlich aus. Das klare Blau seiner Augen wirkte wie ein Himmel, an dem sich bedrohlich Gewitterwolken zusammenbrauten. Hatte sie gerade seine Augen mit dem Himmel verglichen? Sie schüttelte unwillkürlich den Kopf.

Hermine wandte den Blick zu McGonagall und antwortete, „Kein Problem, Professor. Ich werde schauen, dass ich ihm keine zu anspruchsvollen Aufgaben übertrage.“ Hermine lächelte. Und noch ein Hieb mit der Keule.

Malfoy schnaubte, tarnte es dann schnell als Räuspern und antwortete ebenfalls, mit einem falschen Lächeln, „Auch von meiner Seite aus geht das in Ordnung.“

Professor McGonagall nickte zufrieden. „Gut, dass wir das geklärt haben.“ Sie stand auf, ging zur Tür, öffnete sie und drehte sich noch einmal zu den beiden um, die immer noch lächelten, die eine mehr, der andere weniger. „Oh, und bevor ich es vergesse: Aus den vorhin genannten Gründen werden Sie beide sich die Wohngelegenheit des Schulsprechers teilen. Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Zeit bis Sonntag!“ Damit war sie verschwunden. Sie bemerkte nicht mehr, wie das Lächeln auf beiden Gesichtern erstarb.




Da bin ich wieder. Ein ziemlicher Schock für beide. Wie lang es wohl dauern wird, bis sie sich damit abfinden?
Bitte schreibt eure Kommentare dazu, ich freu mich.
Liebe Grüße
Kerstin


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Ich will mehr wie jeder andere, dass Joanne K. Rowling mit meiner Luna zufrieden ist, denn es ist ihr Charakter. Ich hatte schon einen Albtraum davon, auf der After-Show-Party zu sein, Jo zu treffen und sie schüttelt nur ihren Kopf und schaut traurig. Das ist mein Irrwicht. Aber bis jetzt hat sie sich mir gegenüber positiv verhalten, also bin ich optimistisch.
Evanna Lynch