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Fanfiction

Wandlungen - Abschiede

von Nitsrek

Abschiede

Hermine saß auf dem Bett ihrer besten Freundin Ginny. Die kleine Rothaarige hatte sich an sie gelehnt und weinte still vor sich hin. Kein Schluchzen war zu hören, doch Hermine bemerkte das Zittern und Beben am Rücken ihrer Freundin, um den sie ihren Arm gelegt hatte.

„Er hat also wirklich Schluss gemacht?“, fragte Hermine vorsichtig. Einerseits konnte sie es nicht glauben. Sie hatte Harry in den ganzen sechs Jahren, die sie ihn jetzt kannte, noch nie so glücklich erlebt wie während seiner Zeit mit Ginny. Andererseits wusste sie, dass Harry schon immer genug Probleme damit gehabt hatte, dass er Ron und sie selbst in Gefahr brachte, weil sie stetsdarauf bestanden hatten, ihm zur Seite zu stehen. Und sie waren „nur“ Freunde. Sie verstand, dass er seine Liebe nicht auch noch aufs Spiel setzen konnte.

Ginny schniefte und nickte leicht. „Ja, er hat es mir heute Morgen gesagt.“

Hermine strich Ginny über den Rücken. Sie dachte nach. Es war erst zehn Uhr, und Ginny hatte ihr bereits vor einer Stunde mitgeteilt, dass sie bitte zu ihr kommen sollte. Und sie hatte vorhin auch schon von Ron gehört, dass seine Schwester heute ihr Zimmer noch nicht verlassen hatte. Er sorgte sich ebenfalls .

Sie blickte Ginny prüfend an. „Harry war heute früh schon mal in deinem Zimmer?“

Auf dem ohnehin schon tränennassen Gesicht breitete sich eine für den normalen Beobachter unauffällige Röte aus. Hermine jedoch kannte Ginny schon lang genug, um die Anzeichen zu erkennen. Obwohl sie wusste, dass es sie nichts anging, konnte sie sich nicht davon abbringen, zu fragen: „Er hat heute bei dir im Zimmer geschlafen?“

Ginny sah Hermine aus den Augenwinkeln an. Ein kleines, verschmitztes Lächeln erschien ganz kurz auf ihrem Gesicht. „Das war nicht die Frage, die du stellen wolltest“, stellte sie fest.

Nun merkte Hermine, wie ihre Wangen heiß wurden. Es erleichterte sie jedoch, Ginny lachen zu hören. Wenigstens etwas.

„Um deine eigentlich Frage zu beantworten: Ja, er hat heute mit mir geschlafen.“ Hermine riss die Augen auf. Ihre Freundin merkte es nicht. „Das bisher erste und wahrscheinlich vorerst letzte Mal“,fügte sie traurig hinzu.

Hermine kochte. Wie konnte Harry ihr das zumuten! Wenn Ron nur wüsste! Nein, dem würde sie lieber nichts davon erzählen… Aber sie hätte wirklich nicht gedacht, dass Harry die Gefühlslage seiner Freundin auch noch ausnutzen würde, bevor er sie verließ. Sie musste ein ernstes Wort mit ihm reden. Aber vorerst gab es Wichtigeres.

„Ginny, wieso hast du dich darauf eingelassen?“, fragte sie entrüstet.

Wieder musste Ginny lachen. Es passte zu Hermine, sie in die Opferrolle stecken zu wollen. „Hermine, ich habe es angeleiert.“

Nun war sie wirklich überrascht. Warum sollte sie das tun?

„Er kam auf mein Zimmer, gestern Nacht, als alle bereits im Bett waren. Wir hatten es vorher so abgesprochen. Ich wusste, dass er Schluss machen wollte. Ich kenne ihn gut genug. Aber bevor er es über sich bringen konnte, habe ich ihm gesagt, dass ich ihm noch etwas auf seinen Weg mitgeben will. Eigentlich sollte es nur ein Abschiedskuss sein, aber wir schafften es nicht, den Kuss zu beenden. Eins hat zum anderen geführt und naja… Heute Morgen hat er sich unglaubliche Vorwürfe gemacht, dass das nicht hätte passieren dürfen. Auch er hat, wie du, angenommen, dass ich nicht wüsste, was er noch vorhat. Ich habe ihm gesagt, dass ich nichts bereue und dass ich auf ihn warten werde.“

Hermine kämpfte gegen das Wasser in ihren Augen an. Es war nicht nur die Traurigkeit darüber, dass es ihrem besten Freund und ihrer besten Freundin nicht gut ging. Es war auch ein wenig deshalb, weil ihr gerade nur allzu deutlich bewusst wurde, dass sie und Ron noch meilenweit davon entfernt waren, jemals so etwas zu haben wie die anderen beiden. Sie hatten sich ja nicht einmal geküsst. Ron behandelte sie manchmal wie Dreck, auch wenn Hermine wusste, dass irgendwo, unter all dem tölpelhaften Verhalten und dem groben Benehmen auch Zuneigung für sie lag. Aber sie konnte nicht den ersten Schritt machen.

Leicht abgelenkt von ihrer ursprünglichen Unterhaltung kam sie, nun mal wissbegierig wie immer, nicht drum herum, Ginny eine Frage zu stellen.

„Wie war es denn?“

Ginny warf ihr einen ungläubigen Blick zu. „Hermine, du weißt wirklich, wie man jemanden aufheitert!“, lachte sie und umarmte ihre beste Freundin.

*************************************
Sie hatten den ganzen Tag in ausgelassener Stimmung verbracht. Hermine wollte sich nicht mit dem Gedanken auseinander setzen, dass ihr bester Freund und ihr… ja, was? Egal. Dass die beiden sie verlassen und nicht mit ihr nach Hogwarts zurückkehren würden. Am Nachmittag war sie mit Mrs. Weasley, Ginny, Malfoy und in Begleitung von fünf Auroren in der Winkelgasse gewesen und hatte ihre Besorgungen für das neue Schuljahr erledigt. Als sie zurückgekehrt waren, hatte Kingsley Malfoy gesagt, dass der Arrest für ihn und seine Mutter für den Abend aufgehoben wären und beide zum letzten gemeinsamen Abendessen mit ins Esszimmer kommen dürften. Am nächsten Tag würden sie morgens um acht Uhr nach King’s Cross apparieren und von dort aus zum Schloss fahren.

*************************************

Nachdem alle aufgegessen hatten, trat betretenes Schweigen am Tisch ein. Jeder von ihnen hatte die Taschen im Hausflur gesehen, die Weaselby und Potter heute Abend mit auf ihre Reise nehmen würden. Es hieß, nach dem Abendessen würden sie aufbrechen. Nach einigen Minuten völligen Schweigens, standen Potter und sein Schatten schließlich auf und begannen, sich bei den Ordensmitgliedern reihum zu verabschieden. Sie dankten Mrs. Weasley für das leckere Essen und nahmen von jedem Warnungen und Wünsche entgegen. Sogar Mrs. Malfoy verabschiedete sich zumindest von den beiden. Das Wiesel übersah ihn, als wäre er überhaupt nicht da, doch Potter kam auf Draco zu. Er sah ihm in die Augen, als er vor ihm stehen blieb, konnte sich aber nicht dazu durchdringen, ihm viel Glück zu wünschen. Stattdessen sagte er einfach „Er ist gefährlich.“ Potter grinste. „Wow, die Information hat mir noch gefehlt!“ Draco wollte gerade etwas Fieses antworten, als ihm auffiel, dass Potter nicht arrogant hatte sein wollen. Sein Grinsen war echt, nicht hochmütig. Er hatte verstanden, dass es Dracos Art war, ihm Glück zu wünschen. Draco wandte seinen Blick zum anderen Ende des Tischs, wo ein deutliches Schluchzen zu hören war. Granger.

Sie hatte bereits vor dem Abendessen Ron und Harry je ein Stück Pergament in die Hand gedrückt und den beiden verwunderten Jungen und dem Rest des Ordens erklärt, dass die Pergamentstücke verzaubert sein, so dass sie, ähnlich wie Riddles Tagebuch, die geschriebenen Worte aufsaugen und auf das beabsichtigte Gegenstück übertragen würden. Alle anderen Ordensmitglieder würden ebenfalls eines bekommen, und sie hatte ihnen vorgeführt, wie sie auf ihres „Hallo Harry, geht es euch gut?“ schrieb, der Satz verschwand und Sekunden später sichtbar auf Harrys Pergament auftauchte. Die anderen hatten beeindruckt geschwiegen.

Granger, die das Schweigen natürlich als Skepsis aufgefasst hatte, hatte versucht, sich zu rechtfertigen. „So können wir die Eulenpost und das Flohnetzwerk umgehen. Damit sind immerhin zwei Möglichkeiten ausgeschlossen, wie uns das Ministerium und Voldemort auf die Schliche kommen könnten.“

„Ich kann es nur wiederholen: du bist eine der klügsten Hexen in deinem Alter!“, hatte Lupin gesagt und die Hexe war errötet. Auch Draco hatte bemerkt, dass er einen kurzen Moment beeindruckt gewesen war.

Potter und das Wiesel hatten sich inzwischen von allen verabschiedet und deuteten der kleinen Weasley und Granger, dass sie mit ihnen nach außen kommen sollten. Die beiden Mädchen standen ebenfalls auf und verließen gemeinsam den Raum.

*************************************
Draußen im Flur sahen sich die vier verlegen an. Sie entschieden sich anscheinend alle gleichzeitig, erst mal den leichteren Weg zu gehen. Und so umarmte Ginny ihren großen Bruder und Hermine fiel Harry um den Hals.

„Pass bitte auf dich auf, Harry. Und schreib uns so oft es geht!“

Harry strich über ihren Rücken. „Werde ich. Und pass du gut auf dich auf… und auf Ginny“, flüsterte er in ihr Ohr. Hermine löste die Umarmung und lächelte ihn durch ihre Tränen hindurch an. Sie nickte.

Einen kurzen Moment lang standen sie noch so da, dann hörte sie neben sich ein kleines Räuspern und sah neben sich Ginny stehen.

Sie ging auf Ron zu und beide standen einen Moment lang schweigend da. Keiner wusste so recht, was er sagen sollte. Als ihr auffiel, dass auch Ginny und Harry nichts sagten, war sie halbwegs erleichtert. Ihnen ging es also auch so. Als sie ihnen jedoch den Kopf zuwandte, bemerkte sie, wie falsch sie gelegen hatte. Harry und Ginny schienen tief versunken in einem innigen, leidenschaftlichen Kuss. Was Hermine sehr gut nachvollziehen konnte. Denn auch, wenn sie es nie laut aussprechen würde, wusste sie, dass es der letzte Kuss für Harry sein konnte. Und das letzte Mal, dass er Ginny sehen würde.

Sie sah wieder zu Ron, der anscheinend jedoch schwer damit beschäftigt war, die Maserung der Tapete zu studieren.

„Ron…“ Er zuckte zusammen, als er bemerkte, dass Hermine seine Hand nahm. Er drehte seinen Kopf zu ihr und sah Tränen in ihren dunklen Rehaugen stehen.

Sie ging weiter auf ihn zu und merkte, dass er nicht zurück wich. Langsam hob sie ihre Arme und legte sie um seine Schultern. Sie sah, wie seine Augen überrascht größer wurden.

„Hermine…“ Er sagte noch ihren Namen, kurz bevor sie ihren Mund auf seinen drückte. Sie schloss ihre Augen und bewegte ihre Lippen auf seinen, und nach einem kurzen, überrumpelten Moment erwiderte er ihren Kuss. Es war für beide nicht der erste. Hermine dachte an Krum. Und an Lavender. Doch sie wollte sich jetzt nicht ablenken lassen. Ron leckte langsam über ihre Lippen und Hermine öffnete ihren Mund ein wenig. Seine Zunge drang vorsichtig ein und begann, mit ihrer zu spielen. Seine Hände legten sich auf ihre Hüften und er zog sie näher zu sich. Hermine spürte, wie es in ihrem Bauch kribbelte und öffnete ihren Mund noch weiter, und erforschte nun mit ihrer Zunge seinen Mund.

„Granger, wenn du nach Gold suchst, wirst du wohl leider keins finden!“, spottete eine ungebetene Stimme.

Hermine löste sich von Ron und ihr Kopf schnellte herum. Auch Harry und Ginny hatten ihren Kuss beendet.

„Malfoy!“ Sie spie seinen Namen fast aus. „Was hast du hier zu suchen?“

Er hob eine Augenbraue und grinste sie überheblich an. „Oh, entschuldige. Ist das dein Privatflur, der zu meinem Zimmer führt?“

Leider fiel ihr darauf nichts ein.

„Nein? Dann werde ich jetzt wohl weiter durch den öffentlichen Flur zu meinem Zimmer hoch gehen.“ Mit einem triumphierenden Gesichtsausdruck drehte er sich zur Treppe und lief langsam die Stufen nach oben.

Vollidiot!

Sie wandte sich wieder zu Ron um, der nun auch rot im Gesicht war. Bevor sie wusste, was sie jetzt tun sollte, schüttelte er ihre Hand und sagte übertrieben fröhlich, „Also, wir sehen uns dann ja bald wieder! Du kannst ja schreiben!“

Dann hievte er sich seine Tasche auf die Schulter und fuhr übertrieben laut an Harry gewandt fort, „Gehen wir?“

Hermine blickte völlig perplex von Ron zu Harry und Ginny, die beide mit undefinierbarem Gesichtsausdruck Ron ansahen. Als wäre er aus einer Trance erwacht, schüttelte Harry kurz den Kopf, nahm dann auch seine Tasche und drehte sich mit entschuldigendem Blick von Hermine zu Ginny. Seine Augen wurden weich und liebevoll und er sprach leise „Ich werde zu dir zurück kommen!“

Ginny lächelte schüchtern. „Ich werde auf dich warten.“, erwiderte sie.

Harry küsste sie auf die Wange und öffnete die Haustür. Er trat aus dem Haus. Ron folgte ihm. Auf der Schwelle blieben sie stehen und Ron rief über seine Schulter „Ja, bis bald!“ Dann apparierten sie.

Bis bald?

„Trottel!“, antworteten Hermine und Ginny wie aus einem Mund.



So, die beiden machen sich also auf den Weg. Wir bleiben weiterhin bei Hermine und Draco, werden aber zwischendurch von Harry und Ron hören. Jetzt haben Hermine und Ron es endlich geschafft, sich zu küssen, und natürlich schafft Ron es, die Sache zu vermasseln.
Ich hoffe, ihr mögt es immer noch.

Ich danke außerdem meiner Beta Eponine, die mir bei inhaltlichen Fragen und auch ansonsten zur Seite steht. :-)

Liebe Grüße
Kerstin


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Er kann ausgezeichnet mit Schauspielern umgehen und schafft es, all seinen Filmen und Figuren viel Menschlichkeit einzuhauchen. Ich bin begeistert.
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