
von Nitsrek
Ein grauenhafter Morgen
Hermine lag schlafend in ihrem Bett. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Vorhänge ihres Zimmerfensters und bahnten sich den Weg über ihr Gesicht. Als der Staub sie in der Nase kitzelte, nieste sie, rieb sich die Nase, natürlich alles, ohne es wirklich zu bemerken, drehte sich auf die rechte Seite und döste noch ein wenig weiter.
Das helle, laute Gezwitscher der Vögel nahm sie überhaupt nicht wahr, ebenso wenig wie das leise, fast unhörbare Öffnen und Schließen ihrer Zimmertür. Ihr Kopf zuckte kurz, als eine der Bodendielen in ihrem Zimmer quietschte, doch auch das Geräusch holte sie nicht aus ihrem leichten Schlaf.
Langsam näherten sich Schritte über den Boden des Raumes ihrem Bett, und sie merkte durch ihre geschlossenen Lider, dass die Sonnenstrahlen verschwanden. „Oh nein, keine Wolken!“, dachte sie verschlafen und drehte sich wieder nach links. Sie schmatzte unbewusst und befreite ihr linkes Bein aus der Bettdecke, umwickelte es damit. Die kühle Luft berührte ihre Haut, sie trug zum Schlafen nur ihr Höschen und ein Träger-Top.
Fast unmerklich strich etwas Weiches über ihren nackten Oberschenkel, kitzelte sie dabei ein wenig. Hermine hielt es jedoch für unnötig, deshalb ihre Augen zu öffnen. Stattdessen machte sie ein sanftes, zufriedenes Geräusch, ähnlich dem Schnurren einer Katze. Katze! Wahrscheinlich lief Krummbein über das Bett und hatte sie dabei versehentlich gestreift. Erst, als das Gefühl sich anhaltend wiederholte, blinzelte sie langsam den Schlaf aus ihren Augen und sah auf.
„Malfoy?“, fragte sie leise und verschlafen, sich anfangs nicht darüber im Klaren, wo sie sich befanden.
Sie wunderte sich, dass sein Gesicht ihrem so nahe war und erkannte, dass er sich direkt vor ihr Bett gekniet hatte und ihr in die Augen sah.
„Psssst!“, zischte Malfoy gedehnt und Hermine merkte nun, dass es seine Finger waren, die unglaublich leicht über ihr bloßes Bein strichen. Sie beobachtete kurz die Bewegung seiner Hand. Dann sah sie ihn, mit großen Fragezeichen in den Augen, abwartend an. Was hatte er hier in ihrem Zimmer zu suchen? Wie war er rein gekommen? Und wieso schrie sie nicht wie am Spieß, weil ihr ehemaliger Erzfeind nicht nur in ihrem Zimmer war, sondern auch noch neben ihrem Bett saß und sie anfasste, ja sogar streichelte? Warum fühlte sich das auch noch gut an?
Malfoy antwortete nicht. Stattdessen legte er seine Hand nun flach auf ihr Bein und streichelte wieder von oben nach unten. Jedes Mal, wenn er an ihrem Fußknöchel ankam, hob er seine Hand wieder zu ihrer Hüfte und glitt von neuem nach unten. Dabei sah er ihr tief in die Augen. Was stand darin? Hermine konnte es nicht sagen. Auch war sie nicht in der Lage, ihm zu sagen, dass er aufhören soll. Vielleicht will ich das ja auch gar nicht. Oh Gott, was dachte sie da eigentlich? Sie versuchte, seine Augen, sein Gesicht zu lesen, und dabei fiel ihr Blick auf seinen Mund. Er wirkte angespannt und konzentriert. Sie spürte, wie seine Augen sich immer noch in ihre bohrten und erwiderte seinen Blick, unschlüssig, was sie tun sollte.
Warum störte es sie nicht???
Wieder strich er von oben nach unten, oben nach unten, unten nach oben… Moment mal! Hermine drehte ihren Kopf zur Seite und beobachtete Malfoys Hand, die langsam ihre Wade nach oben glitt, kurz in ihrer Kniekehle innehielt, und schließlich ihren Oberschenkel berührte, wo sie sich, plötzlich in Zeitlupe, Millimeter für Millimeter nach oben bewegte. Ein Kribbeln lief über ihre Wirbelsäule und sie schüttelte sich, als er ihrer Körpermitte immer näher kam. Sie sog hörbar die Luft ein und merkte erst jetzt, dass sie sie bis zu diesem Zeitpunkt angehalten hatte.
Sie drehte ihren Kopf wieder zu Malfoy, um ihn zu fragen, was das werden sollte, doch in dem Moment, in dem sie sein Gesicht sah, bedeckte sein Mund bereits ihre Lippen. Hermine riss die Augen auf, überrumpelt von dem Gefühl, dass dieser unerwartet weiche, warme Mund in ihr weckte. Nicht in der Lage etwas anderes zu tun, ließ sie ihre Augen zufallen und erwiderte seinen Kuss. Er schmeckte herb, vielleicht nach Mandeln, und massierte mit seinen Lippen ihre. Seine Hand, die vorher noch auf ihrer Hüfte gelegen hatte, drückte nun sanft ihre linke Schulter auf das Bett, damit sie komplett auf dem Rücken lag. Ohne den Kuss zu lösen, kniete er sich über ihr Becken und drückte dann sanft mit seinem muskulösen, blassen Oberkörper gegen ihre Brüste.
Ein warmes Kribbeln entstand in ihrem Bauch und bahnte sich langsam seinen Weg nach unten zwischen ihre Beine, während er mit seiner Zunge ihre Oberlippe nachfuhr und im Anschluss an ihrer Unterlippe knabberte.
Hermine öffnete willig den Mund, wollte seinen Geschmack in sich aufnehmen, ihn den ganzen Tag in sich tragen. Sie empfing seine Zunge in ihrem Mund und wickelte ihre darum, spielte, tanzte mit seiner.
Während sie sich immer inniger küssten, zog Malfoy ihren Oberkörper nach oben, sodass sie aufrecht saß und ließ seine Hände prüfend an den Saum ihres Tops wandern. Hermine hatte nichts gegen seine unausgesprochene Frage einzuwenden, und so lösten sie ihren Kuss für einen Moment, den sie beide zum Luftholen nutzten, und Malfoy zog ihr das Oberteil ihres Schlaf-Outfits über den Kopf.
Sie strich mit ihren Händen über seine Brustmuskeln, seinen Bauch und fuhr mit einem Finger die dünne Haarlinie nach, die in seine Boxershorts führte. Sie hob den Blick und sah ihm in die Augen. Sie hatten ein kräftiges, stürmisches Blau, und seine Pupillen waren groß und dunkel vor Lust, während er sie hinter schweren Lidern hervor anblickte.
„Hermine…“
Sie ließ ihn nicht weiter sprechen, sondern unterbrach ihn stattdessen mit einem neuen Kuss. Noch nie hatte jemand, vor allem kein männliches Wesen, ihren Namen mit solcher Gier, solcher Schwere ausgesprochen. Und noch nie hatte Malfoy sie beim Vornamen genannt.
Ihre Hand griff ihm zwischen die Beine, wo sie vorher seine mächtige Erektion entdeckt hatte, doch er umgriff ihr Handgelenk mit einer Hand und schüttelte den Kopf.
Gerade, als sie protestieren wollte, erklärte er ihr mit einem schelmischen Funkeln in den Augen, „Du bist dran, Liebste.“
Bevor sie wusste, was er damit meinte, war er unter der Bettdecke verschwunden und Hermine merkte, mit einer Mischung aus Panik, Empörung und Erregung, dass er ihr das Höschen auszog. Sie legte sich instinktiv wieder auf den Rücken und spürte nur Sekunden später, wie etwas Weiches, Feuchtes ihren Oberschenkel entlang glitt. Oh Gott, das würde er nicht tun! Doch, würde er.
Sie spürte, wie er ihre Schamlippen mit seiner Hand ein wenig spreizte und dann mit einem schnellen Schlag seiner Zunge über ihren Kitzler leckte. Hermine keuchte vor Überraschung über das Gefühl. Sie hatte sich schon öfter vorgestellt, wie es sich wohl anfühlen würde, hätte jedoch nie gedacht, dass eine simple Berührung so… atemberaubend sein könnte.
Hermine reckte ihm unbewusst ihre Hüfte mehr entgegen und krallte ihre Finger in ihr Kopfkissen, während er, abwechselnd, mit schnellen Bewegungen oder langsamen, streichelnden Bewegungen, über ihren Kitzler leckte. Sie konnte nicht anders, als zu stöhnen.
„Oh Gott, Malfoy!“
Daran, dass er sein Tempo erhöhte, merkte sie, dass es ihn anscheinend anmachte, wenn sie seinen Namen stöhnte. Sie ließ ihre Hände unter die Decke gleiten und legte sie auf seinen Kopf, um ihn auch ja an dieser Stelle zu halten.
„Das… fühlt sich so…gut an…Malfoy!“, stieß sie hervor und er schnurrte vor Behagen, was sich sogar noch unbeschreiblicher anfühlte.
Sie kam immer näher an den Rand ihres Orgasmus, wand und räkelte sich unter seinem Mund, während er eifrig an ihrem kleinen Knoten saugte, leckte, knabberte, und so unglaubliche Stromstöße durch ihren Körper sandte.
Während er immer schneller über ihren Kitzler leckte, führte er, zuerst langsam, einen Finger in ihre heiße, feuchte Muschi ein. Hermine keuchte, als sich zum ersten Mal in ihrem Leben etwas dort in ihr befand.
„Oh, Malfoy!“, stöhnte sie, inzwischen ziemlich laut. Zum Glück konnte sie hier niemand hören.
Nachdem sie feucht genug war, führte er einen zweiten Finger mit ein und stieß beide gleichzeitig in schnellem, hartem Rhythmus in sie, während er sie weiter leckte und sie ihm ihre Hüfte und ihr Becken immer heftiger entgegen stieß.
Sie konnte nicht mehr anders als schreien. „Malfoy!“
„Granger!“
Oh Gott, es machte sie so an, wenn er ihren Namen stöhnte! „Malfoy!“
„Granger!“
Sie fühlte, wie das unglaubliche Kribbeln, das sich in ihr aufgebaut hatte, explodierte und ihre Muschi sich in ihrem Orgasmus um seine Finger eng zusammenzog und wieder löste.
„MALFOY! Verdammt, ich komme!“
„Das wird ja auch mal langsam Zeit, der Unterricht geht gleich los!“, antwortete Malfoy ungeduldig.
Verwirrt über diese Antwort schlug Hermine rasch ihre Augen auf. Das Zimmer lag im Halbdunkel, sie war völlig allein und jemand schlug laut und ungeduldig an ihre Tür.
„Na, komm schon, du Schnarchnase, du kannst doch nicht an deinem ersten tag als Schulsprecherin zu spät kommen!“
Oh nein, oh nein, oh nein, sag, dass das nicht wahr ist!
Immer noch geschockt wickelte Hermine sich hastig ihre Decke um den Körper, warf einen misstrauischen Blick auf das zerwühlte Laken auf ihrem Bett, eilte zur Tür und riss sie auf. Vor ihrer Nase stand Malfoy, lehnte lässig am Türrahmen, mit einem amüsierten Grinsen auf dem Gesicht, und musterte sie von oben bis unten . An ihren Haaren blieb sein Blick hängen.
„Was hast du denn getrieben?“, fragte er mit einem spöttischen Lachen. „Du siehst aus, als hättest du mit jemandem einen Ringkampf geführt!“
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Draco erkannte an ihrem wütenden Blick, dass er da scheinbar einen Nerv getroffen hatte. Da er aus eigener Erfahrung wusste, dass mit manchen Frauen früh am Morgen nicht zu spaßen war, hielt er jeden weiteren Kommentar jedoch zurück.
Er stieg langsam die Treppe runter in ihren Wohnraum, während über ihm hastiges Poltern zu hören war.
Er betrat die Küche, füllte zwei Tassen mit Kaffee und kehrte mit beiden ins Wohnzimmer zurück, während Granger gerade in ihrer Schuluniform die Treppe runterstürmte.
„Hier“, sagte er tonlos und hielt ihr eine Kaffeetasse hin.
Sie zog misstrauisch eine Augenbraue hoch und starrte auf die dampfende Tasse.
„Was ist das?“, bellte sie mürrisch.
„Kaffee“, antwortete er mit einem unschuldigen Grinsen, bevor er fortfuhr. „Oder, um die Frage zu beantworten, die du eigentlich meintest: ein Zeichen meines guten Willens und ein Friedensangebot, damit wir problemlos zusammenarbeiten können.“
Sie nahm ihm die Tasse ab. „Hast du reingespuckt?“
Malfoy schüttelte grinsend den Kopf. „Kann ich nicht einfach grundlos nett sein?“
„Nein. Das widerspricht deiner Natur.“
„Wie gemein!“, schmollte er zum Spaß.
Eigentlich hatte er den Kaffee ganz automatisch für zwei eingegossen. Nicht, weil er nett zu Granger sein wollte, sondern weil er nun mal mit jemandem zusammenlebte, und es von Zuhause und auch von seinem Leben beim Orden gewöhnt gewesen war, für zwei Personen, nämlich für sich und seine Mutter, Tee zu machen, beziehungsweise zu besorgen. Er hoffte, dass sie Granger darauf jetzt nichts einbildete.
Nachdem sie die Flüssigkeit runtergestürzt hatte, lud sie sich ihre Tasche auf die Schulter undlief Richtung Tür, doch Malfoy hielt sie zurück.
„Was denn jetzt?“, zischte sie gereizt.
„Ich dachte, wir könnten gemeinsam gehen“, sagte er, als wäre es die natürlichste Idee auf der Welt.
„Wieso?“, fragte sie ungläubig.
„Na, weil wir von jetzt an ein Team sind!“, sagte er übertrieben begeistert.
Sie rollte mit den Augen und wandte sich der Tür zu. Es war zu lustig, sie zu ärgern.
„Und…“, fuhr er fort und hörte ein genervtes Stöhnen, „weil ich unsere Stundenpläne habe und du nicht weißt, welches Fach du jetzt hast.“ Er wedelte mit zwei Pergamentstücken vor ihrer Nase herum, und sie versuchte, eins zu schnappen.
„Na, na, na, nicht doch“, sagte er in einem, wie er hoffte, nervtötenden Singsang.
„Es ist mein Stundenplan!“, schimpfte sie empört.
„Ja, aber wenn ich ihn dir gebe, rennst du los und bist verschwunden, und ich müsste ganz alleine laufen“, jammerte er gespielt. „Abgesehen davon haben wir sowieso den gleichen Weg, also kannst du ja einfach neben oder hinter mir herlaufen, wie ein putziges, kleines Hündchen!“
Er spürte, dass er es wohl bald zu weit getrieben hatte, deshalb setzte er noch, wieder mit normaler Stimme, hinzu, „Also komm.“
Granger atmete einmal, wahrscheinlich zu ihrer Beruhigung, tief durch und sah schließlich ein, dass es Zeit und Nerven sparen würde, wenn sie aufhören würde. Kluges Kind.
Er schloss die Tür ihrer gemeinsamen Wohnung hinter ihnen und machte sich dann vergnügt auf den Weg zur ersten Unterrichtsstunde, während die kleine Hexe genervt neben ihm hertrottete und langsam ein- und ausatmete.
„Da fällt mir ein, jetzt wo du dich wieder beruhigt hast: Warum hast du heute Morgen eigentlich die ganze Zeit meinen Namen gerufen?“, fragte er beiläufig.
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