Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Wandlungen - Briefe

von Nitsrek

Briefe

Lieber Ron,

ist bei euch alles in Ordnung? Du hattest bisher anscheinend noch nicht die Zeit, mir zu antworten. Zum Glück weiß ich von Ginny (und der hatte es ja Harry geschrieben), dass es euch beiden gut geht, sonst würde ich mit wirklich Sorgen machen.

Schule ist wie immer, die Noten sind kein Problem. Das Leben mit Malfoy ist, wie erwartet, nicht ganz so einfach. Aber inzwischen machen mir seine blöden Kommentare nicht mehr so viel aus wie früher. Teilweise ist dieses Kräfte-Messen sogar ganz unterhaltsam… und jetzt reg dich bitte nicht auf! Es gibt nun mal nicht mehr viel zu lachen, seitdem Harry und du weg seid.

Ich würde mich freuen, wenn du mir mal schreibst.

Hab... Liebe Grüße -

Hermine

Unzufrieden mit dem, was sie geschrieben hatte, seufzte Hermine schließlich resignierend und tippte mit dem Zauberstab auf das Pergament, sah zu, wie die Schrift langsam verblasste. Es war bereits ihr vierter Brief an Ron, und sie hatte noch keine einzige Antwort von ihm erhalten. Harry schrieb Ginny jeden Tag. Wenn Hermine nicht selbst die Pergamente verzaubert hätte, würde sie es darauf schieben, dass irgendetwas mit der Übertragung bei Rons Pergamentstück nicht funktionierte. Aber das schien dann doch sehr unwahrscheinlich.

Wieder seufzte sie und starrte auf das inzwischen leere Blatt.

Eine genervte Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Was seufzt du denn die ganze Zeit?“

Hermine schloss die Augen, bat innerlich einen kurzen Augenblick um Geduld und drehte sich schließlich zu Malfoy um.

„Entschuldige, ich wusste bisher ja gar nicht, dass dich das was angeht!“, antwortete sie schnippisch.

Ein spöttisches Grinsen huschte für einen Sekundenbruchteil über Malfoys Gesicht. „Nicht, dass es mich tatsächlich interessieren würde, das Problem ist nur, dass ich bei deinem Geschnaube und Geächze und Gestöhne einfach nicht schlafen kann.“

Hermine stand von ihrem Platz auf. „Wenn du so müde bist, warum gehst du nicht einfach in dein, nur mit unfairen Mitteln erkämpftes, großes, gemütliches Schlafzimmer?“, fragte sie, während sie sich langsam dem Sofa näherte, auf dem Malfoy ausgestreckt lag, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.

„Aber dann komme ich ja gar nicht mehr in den Genuss deiner Gesellschaft!“, empörte er sich gespielt und zog einen Schmollmund.

„Kommst du jetzt auch nicht mehr… Ich gehe. Bis später!“ Sie packte ihren Zauberstab, ihre Schulsachen und ihren Umhang und schlug schließlich die Tür hinter sich zu.

*********************************************
Draco sah ihr amüsiert nach. Die Sache mit Weasley musste ihr ganz schön an die Nieren gehen! So gereizt hatte er sie bisher selten erlebt.

Er konnte aber auch nicht verstehen, weshalb das Wiesel sich wegen diesem einen Kuss jetzt anscheinend in die Hosen machte und nicht einmal mehr den Mut hatte, ihr auf ihre dämlichen Briefe zu antworten.

Im Prinzip konnte es ihm ja auch egal sein.

Er sah sich im Zimmer um. Auch wenn die Bezeichnung „Genuss deiner Gesellschaft“ vorhin natürlich übertrieben gewesen war, musste er zugeben, dass es jetzt ohne Granger und ihre Geräuschkulisse doch ein wenig langweilig geworden war.

Na gut, dann widmete er sich gezwungenermaßen eben doch seinem ursprünglichen Plan: ein Nickerchen machen.

*********************************************
Hermine saß inzwischen auf Ginnys Bett und beklagte sich abwechselnd über Ron und Draco Malfoy.

Ginny fand es erstaunlich, welch großen Teil ihres Gesprächsstoffs der blonde Slytherin inzwischen einnahm. Sie wusste natürlich, dass Malfoy unausstehlich war und Hermine auch schon immer geärgert hatte, aber sonst hatte sie sich davon doch auch nicht so reizen lassen. Wenn sie es nicht besser gewusst hätte…

„Ich habe ihm jetzt schon acht Mal geschrieben, und er hat mir nicht einmal geantwortet! Er soll mir ja nicht seine Liebe erklären oder so einen Unsinn, ein einfaches ‘Uns geht es gut, mach dir keine Sorgen' wäre fürs Erste ja auch in Ordnung. Aber selbst das ist wohl schon zu viel verlangt“, riss Hermine sie in die Wirklichkeit zurück.

Ginny seufzte enttäuscht. „Ich weiß doch, Hermine. Aber was soll ich machen? Soll ich Harry schreiben, dass er Ron zwingen soll, dir zu schreiben? Dass er ihn unter den Imperio-Zauber setzen soll? Ich glaube, so viel lieber wäre dir das auch nicht.“

Hermine lachte bitter. „Natürlich nicht. Aber fand er es wirklich so abstoßend, dass ich ihn geküsst habe?“

Ginny schüttelte entschieden den Kopf. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber… Nun ja, ich denke, erstens ist er überfordert, weil es mit euch beiden eben noch nie einfach war und er nicht weiß, wie er damit umgehen soll… Und zweitens: Vielleicht ist er sich zu sicher.“

Hermine sah die Jüngere verwundert an. „Was meinst du?“

Ginny zuckte die Schultern. „Also, das darfst du jetzt nicht falsch verstehen, aber du hast ihn geküsst, magst ihn also anscheinend, und jetzt ist er weg, du bist hier, und er wird wissen, dass du vielleicht so wie ich mit Harry auf ihn warten wirst.“

Ein wütendes Funkeln leuchtete in Hermines Augen auf. „Wenn er sich weiter so verhält, werde ich ganz sicher nicht auf ihn warten. Was soll ich denn jetzt tun?“

„Du könntest ihn eifersüchtig machen“, schlug Ginny mit einem boshaften, schelmischen Grinsen vor.

Hermine schnaubte ungläubig. „Klar, mir passiert ja auch so viel, womit ich ihn eifersüchtig machen könnte.“

„Immerhin träumst du von anderen Männern“, erinnerte Ginny sie mit einem vielsagenden Blick.

Eine leichte Röte färbte Hermines Gesicht. „Ginny! Ich kann ihm doch nicht von meinem Traum erzählen!“

Ginny lachte. „Nicht im Detail… Aber es schadet doch sicher auch nichts, wenn du ihm schreibst, dass du in letzter Zeit öfter komische Träume von Malfoy hast und du nicht weißt, was sie bedeuten sollen.“

„Ich habe EINMAL von ihm geträumt! Nicht ‘in letzter Zeit öfter'!“, widersprach Hermine aufgebracht.

Wieder grinste die Rothaarige spitzbübisch. „Und woher soll Ron das wissen?“

Hermine war sich nicht sicher, ob sie das wirklich tun sollte. Vielleicht würde sie ihm damit ja wehtun. Doch dann erinnerte sie sich daran, dass Ron letztes Jahr auch keine Rücksicht auf sie genommen hatte, als er etwas mit Lavender anfing, und das war ja sogar in Wirklichkeit gewesen!

Sie straffte ihre Schultern und hob ihr Kinn. „Okay, Ginny, ich mach's!“

Nach einem kurzen Moment des Staunens klatschte ihre Freundin freudig in die Hände. „Oh toll, das wird witzig. Holst du schnell dein Pergament?“

„Ich habe es hier“, erklärte Hermine mit einem genervten Unterton in der Stimme. „Malfoy hat mich mal wieder zur Weißglut getrieben und da dachte ich mir, dass ich meine Sachen besser gleich mitnehme, bevor ich dann noch einmal zu ihm zurück muss. Er kann mich nicht einmal in Ruhe lassen. Und jetzt verfolgt er mich auch noch im Schlaf!“

Ginny kicherte und antwortete dann, „Ja, aber das nutzen wir jetzt zu unserem Vorteil. Also, fang an!“

Hermine kramte ihre Feder und das Pergament hervor, wobei sie in ihrer Schultasche auch Malfoys Tuch entdeckte. Stimmt ja, das musste sie ihm auch noch zurückgeben! Dann begann sie, zu schreiben.

Lieber Malfoy -

„Oh nein!“ Hermine klatschte sich mit der Hand gegen die Stirn.

Ginny sah sie verwundert an. „Was ist denn jetzt?“

Hermine hielt ihr den Anfang des Briefs hin und erklärte, „Das kommt davon, wenn man sich die ganze Zeit über ihn ärgert! Evane -“

„Nein!“, unterbrach Ginny ihren Verschwinde-Zauber.

Verwirrung lag in Hermines fragendem Blick.

„Soll Ron sich ruhig gleich am Anfang ärgern. Lass es stehen, streich es so durch, dass man es noch lesen kann und schreib einfach ‘Ron' dann dahinter.“ Ginny nickte enthusiastisch, um ihren Vorschlag zu unterstreichen.

Hermine wusste, dass ihr so ein gehässiges Verhalten sonst nicht ähnlich sah, aber andererseits hatte sie sich auch noch nie so verletzt gefühlt. Schließlich nickte auch sie zustimmend, bevor sie weiterschrieb.

Lieber Malfoy (<-- durchgestrichen) Ron,

ich habe vorhin vergessen, dir was zu erzählen. Ich habe da so ein kleines Problem, bei dem du mir vielleicht weiterhelfen könntest.

In letzter Zeit schlafe ich leider sehr schlecht. Ständig träume ich nachts von Malfoy. Allerdings sind es keine Albträume, sondern eher… ach, ist ja egal, jedenfalls gefällt es mir nicht, dass er mich jetzt auch noch im Schlaf verfolgt. Obwohl er da weitaus angenehmere Dinge mit mir tut als im Wach-Zustand.

Weißt du zufällig noch, welche Zutaten ich für den Trank für einen traumlosen Schlaf brauche? Ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, und der Zugang zur Bibliothek ist zurzeit aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Vielleicht erinnert sich ja auch Harry daran.

Es wäre sehr hilfreich, wenn du mal fragen könntest. Danke.

Liebe Grüße -

Hermine
Als sie den Brief zum Abschluss Ginny vorlas, kugelte die sich vor Lachen auf ihrem Bett.

„Hermine, das ist genial! Es ist unschuldig, geheimnisvoll, erotisch, zweideutig… großartig! Los, schick ihn los!“

Froh, dass ihre Freundin nichts an ihrem Schreiben auszusetzen hatte, senkte Hermine ihren Zauberstab auf das Pergament und wieder einmal verschwand die Schrift.

„So, und jetzt warten wir ab!“

*********************************************
Es war inzwischen kurz vor Elf und Hermine war in ihre Wohnung zurückgekehrt. Malfoy hatte sich den Rest der Zeit erstaunlich ruhig verhalten, hatte weder irgendwelche schneidenden Bemerkungen gemacht, noch sie irgendwie anderweitig geärgert. Wenn er was von ihr gebraucht hatte, hatte er sie nicht unbedingt freundlich, aber höflich darum gebeten und hatte sich ansonsten an seinen Schreibtisch verzogen, während sie mit einem Kakao und einem Buch vor dem Kamin saß.

Hermine gähnte und streckte sich. Nachdem ihr schon seit einiger Zeit immer wieder die Augen zugefallen waren, entschied sie sich, ins Bett zu gehen.

Sie stand auf, räumte das Buch an seinen Platz im Regal zurück und betrachtete einen kurzen Augenblick Malfoy.

Als er seinen Blick hob und sie fragend ansah, antwortete sie schlicht, „Ich gehe ins Bett. Gute Nacht, Malfoy.“

Für den Bruchteil einer Sekunde bildete sie sich ein, dass Neugier in seinen Augen aufblitzte. Doch dann schüttelte sie innerlich den Kopf. Warum sollte es so sein?

„Gute Nacht, Granger. Träum was Schönes.“ Er widmete sich wieder seinem Schreibtisch.

Hermine sah ihn einen Moment zögernd an, wartete auf einen Zusatz, Spott, eine Beleidigung, irgendetwas, aber es kam nichts. Vielleicht hatte er einfach einen guten Tag gehabt.

Sie drehte sich um, betrat ihr Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich. Sie entkleidete sich und zog ihren Schlafanzug an und wollte sich gerade in ihr Bett legen, als ihr einfiel, dass sie noch etwas nachschauen wollte.

Ohne allzu große Erwartungen - sie wollte hinterher nicht enttäuscht sein - nahm sie zum letzten Mal für diesen Tag, das Pergamentstück, das sie bisher nur frustriert hatte, in die Hand und rollte es auseinander.
Sie blinzelte mehrmals und merkte dann, wie sich ein warmes Gefühl in ihrem Magen ausbreitete. Sie verspürte tiefe Zufriedenheit.

Mit einem tiefen Atemzug rollte sie das Pergament vorerst wieder zusammen - heute würde sie nichts mehr schreiben - kletterte in ihr Bett, deckte sich zu und schloss mit einem Lächeln auf den Lippen die Augen. Trotzdem sah sie die Schrift noch deutlich in ihrem Kopf.

Wovon träumst du denn?


---------------------------------------------
@mightymouse: Bis wir die Antwort erfahren, wird es noch etwas dauern. Ich hoffe, du bleibst trotzdem dabei.
@KatieBell: Ja, in Wirklichkeit hätte sich Hermine, wie wir sie kennen, mit Händen und Füßen gewehrt. Aber so wird es auf Dauer wohl nicht bleiben.
@Manix: Reicht schon völlig aus, danke .
@Rose_Weasley: Freut mich zu hören, dass es dir wieder gefällt. Tut mir leid, dass es diesmal ein wenig länger gedauert hat.
@morla79: Solange du nicht erstickst oder dich verbrühst, ist ja alles in Ordnung. Freut mich, dass ich dich zum Grinsen gebracht hab.

Hier jetzt also das neue Kapitel. Ginny hat anscheinend kein allzu großes Mitgefühl mit ihrem Bruder. Hat er aber für sein Verhalten auch überhaupt nicht verdient. Und immerhin kann Hermine jetzt vorerst glücklich sein, weil sie Antwort erhalten hat.

Werde nächste Woche das erste Kapitel der autorisierten Übersetzung von „Lessons & Obsessions“ online stellen. Es wird mit einem Passwort gesichert sein, da die Story meiner Meinung nach einfach wirklich nichts für Minderjährige ist.
Würde mich freuen, wenn ein paar von euch auch da mal einen Blick drauf werfen und Kommis da lassen!

Vielen Dank an Eponine, meine Beta-Leserin und vielmals Entschuldigung, dass ich das bei den letzten beiden Kapiteln völlig vergessen habe. Ist nicht böse gemeint!

Liebe Grüße

Nitsrek


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Hermine hängt die Tweed-Röcke und Strickpullis von Oma in den Schrank und - darf ich es überhaupt aussprechen - trägt Jeans!
Emma Watson