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Fanfiction

Wandlungen - Erkenntnis

von Nitsrek

Erkenntnis

Draco knallte keuchend die Tür hinter sich zu und warf seinen Mantel ohne Aufzublicken über die Lehne des einen Ohrensessels, der vor dem Kamin stand. Aufgebracht stapfte er in die Küche und setzte sich Teewasser auf.

„Machst du mir auch einen?“

Erschrocken fuhr er herum und sah sich Granger gegenüber, die ihn ängstlich ansah. Ausgerechnet Granger! Er nickte wortlos, wandte sich von ihr ab und goss zusätzliches Wasser in den Teekessel. Dann wartete er schweigend darauf, dass es zu kochen anfing. Er merkte, dass Granger ihn beobachtete, war allerdings fest entschlossen, diese Tatsache so gut es ging zu ignorieren. Er konnte ihre Augen, die mit Besorgnis gefüllt waren, förmlich auf sich spüren.

„Alles in Ordnung?“, fragte sie nun mit schüchterner Stimme.

Draco schloss die Augen, um sich zu fassen. „Bestens!“, zischte er mit zusammengebissenen Zähnen , ohne dass er sie anblickte. Er würde sie nicht ansehen. Er konnte es einfach nicht.

„Es macht nicht wirklich den Eindruck, weißt du? Vielleicht… möchtest du ja drüber reden?“

Natürlich, nichts lieber als das… und dann setze ich mich in ein Becken voller knallrümpfiger Kröter. Ein ungläubiges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

„Granger, warum sollte ich es dir erzählen? Sind wir seit neustem Freunde und ich habe es nicht mitbekommen?“

Er hörte, wie sie beleidigt schnaufte. Er war ein Idiot. Natürlich hatte er schlechte Laune, und die konnte er auch an allen möglichen Leuten auslassen… Aber vermutlich war es nicht das Klügste, sich mit seiner aufgezwungenen Mitbewohnerin zu verkrachen.

Nur einen kurzen Blick würde er riskieren, um festzustellen, ob er sie gekränkt hatte und sie nun besänftigen müsste. Was konnte dadurch schon für ein Schaden entstehen? Nur kurz.

Er drehte ihr seinen Kopf zu und ihr Anblick traf ihn wie eine Wucht. Er erkannte die aufrichtige Besorgnis in ihren großen Rehaugen, den Schmollmund, den ihre hellroten Lippen bildeten und die Röte, die auf ihren Wangen lag, weil sie sich gerade über ihn erboste.

Ihr Haar fiel in sanften Wellen um ihr Gesicht, bildete den Rahmen für ein sanftes, zerbrechliches Gesicht, ihr schmaler Körper war in Verteidigungsstellung angespannt und ihre schlanken Arme verschränkten sich vor den deutlichen Erhebungen ihrer Brüste.

Er wollte gerade, da er merkte, was sein Verstand da in sich aufnahm, seinen Blick wieder abwenden, als er auf den Gegenstand fiel, der über ihren verschränkten Armen hing: sein Quidditch-Umhang.

Fragend hob er die Augenbrauen und sah ihr in die Augen. „Gehörst du neuerdings zu meinen Groupies?“, fragte er mit einem angedeuteten Nicken in Richtung des Umhangs.

„Du hast mich damit am Kopf getroffen, als du ihn über den Sessel geworfen hast, in dem ich zufällig zu der Zeit saß. Nicht, dass mich das überrascht hätte, ich habe schon durch dein Türenknallen und dein Herumtrampeln gemerkt, dass du im Zimmer bist. Und da du ja mit dezenten Hinweisen auf deine Laune geradezu um dich wirfst, dachte ich, ich könnte dich einfach mal fragen, was für eine Laus dir über die Leber gelaufen ist. Aber nachdem du das ja anscheinend für dich behalten willst, lasse ich dich jetzt lieber in Ruhe. Tut mir leid, dass ich mir so einfach Gedanken um dich mache, das muss ein Gefühl sein, dass du noch nicht kennst!“ Granger war mit jedem Wort lauter geworden und am Ende triefte ihre Stimme vor Sarkasmus.

Mit einem wütenden Funkeln in den Augen warf sie Draco seinen Umhang zu, drehte sich auf dem Absatz um und lief in ihr Zimmer.

Draco fing den Umhang auf und ein sanfter Duft nach Himbeeren und Vanille umwehte ihn. Er sog die Luft ein und seufzte, während er ihr nachsah. So konnte es nicht weitergehen. Aber er konnte doch nicht einfach zu ihr hingehen und sagen „Hey, weißt du noch, neulich, als du dachtest, du schreibst Ron, was ich in deinen Träumen mit dir gemacht habe? Tja, das war ich. Und als ihr euch dann gegenseitig so erregt habt, dass ihr es euch selbst machen musstet? Auch ich.“ Sie würde ihm den Kopf abreißen. Zu Recht. Aber vielleicht müsste er dann wenigstens nicht mehr daran denken.

********************************************************
So ein arroganter Mistkerl! Wie sollte sie es auf Dauer mit ihm aushalten? Sobald sie versuchte, nett zu ihm zu sein und ihr Verhältnis vielleicht etwas weniger angespannt zu machen, ließ er sie eiskalt abblitzen.

Sie griff zu ihrem Pergament. Sie brauchte dringend Ablenkung.

Und, hast du von mir geträumt?, schrieb sie mit einem Lächeln, während sie sich an letzte Nacht erinnerte.

Sie machte es sich wieder mit ihren Büchern und dem Pergament auf dem Bett bequem. Während sie auf eine Antwort wartete, versuchte sie, sich auf die fünfzig Anwendungsarten von Seetang zu konzentrieren, hatte dabei jedoch nicht viel Erfolg.

Nervös blickte sie alle paar Sekunden auf das verzauberte Pergamentstück und es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, bis endlich neue Worte darauf auftauchten.

_Ich muss dir etwas sagen. Es wird dir nicht gefallen._
Hermine stellten sich die Nackenhaare auf. Oh nein! War Ron oder Harry etwas passiert? Waren sie verletzt? War etwas schief gelaufen? Sie musste es wissen.

Na gut. Raus damit.


Wieder fühlte sie sich, als würde die Zeit stillstehen. Wenn er so lange brauchte, um zu antworten, konnte es nichts Gutes sein. Vielleicht ging es um die Horkruxe. Vielleicht sind sie schwerer zu finden oder zu bekommen, als die beiden es angenommen hatten.

Hermine atmete hörbar ein, als sie die nächsten Worte las.

_Dein Tee ist fertig._

Was? Sie runzelte die Stirn und las die Zeile nochmals. Und was sollte jetzt daran schlimm sein? Sie konnte mit dieser Information nichts anfangen. Sollte es ein Code sein? Oder hatte Ron versehentlich etwas geschrieben, was er gerade zu Harry sagen wollte?

Der nächste Satz jedoch ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.

********************************************************
Draco blickte mit leichten Gewissensbissen auf sein Pergamentstück. Kalter Schweiß stand auf seiner Stirn.

_Du hast ihn nach deinem Anfall in der Küche vergessen, Granger._

Er rechnete mit einem Wutanfall, der die Erde zum Beben brachte.

Als er Schritte vor seiner Tür hörte, blickte er auf. Und los geht’s!, dachte er bei sich. Doch zu seiner Überraschung flog seine Tür nicht auf, sondern öffnete sich vorsichtig ein Stück weit.

Granger trat ein, ihr Gesicht bleich, ihre Augen leer, und schloss die Tür wieder leise hinter sich.

Sie blieb direkt mit dem Rücken an der Tür stehen und starrte ohne einen Ton auf ihre Füße. Sie hob ihren Kopf, blickte jedoch nicht ihn, sondern die Wand links von sich, an, und setzte zu einem Satz an, brachte ihn jedoch nicht heraus und presste deshalb ihre Lippen wieder aufeinander.

Draco beobachtete sie, halb verwundert, halb fasziniert. Er hatte erwartet, dass sie ihn anschrie, ihn beschimpfte, ihn vielleicht sogar ohrfeigte, aber nicht, dass sie nicht einmal die Kraft dazu hätte, ihm in die Augen zu sehen und ein Wort heraus zu bringen.

Es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie geschrien hätte. Dann hätte er wenigstens gewusst, was in ihr vorging.

Er überlegte gerade, ob und was er sagen sollte, um sich zu rechtfertigen, als sie ihm schließlich doch ihr Gesicht zuwandte und kaum hörbar fragte, „Du?“

Draco zuckte zusammen. Ihre Stimme war tonlos und ihre Augen glitzerten feucht. Er zuckte die Schultern, nicht wissend, was er sonst tun sollte.

Granger wurde noch eine Spur blasser, falls das überhaupt noch möglich war. Sie legte sich ihre linke Hand über den Mund. Ihr Gesicht zeigte Schock und Unverständnis.

„Warum?“

Die Frage schwebte durch den Raum, keiner von beiden kannte die genaue Antwort darauf. Natürlich, um sie zu ärgern, anfangs zumindest, aber Draco wusste, dass das nicht der Grund dafür war, warum er letztendlich doch nicht damit aufgehört hatte.

Er erkannte, dass sie tatsächlich eine Antwort auf ihre Frage erwartete, also lieferte er ihr die erste, die ihm einfiel.

„Neugierde.“

Granger warf ihm einen verständnislosen Blick zu.

„Ich weiß, dass deine Nachricht nicht für mich bestimmt gewesen war. Aber es hat mich interessiert, was du so von mir träumst“, erklärte er ihr, während er beobachtete, wie er an seinem Hemd herumzupfte.

Als Granger keuchte, sah er sie an.

„Ich habe dir erzählt, was ich von dir geträumt habe“, sagte sie, als würde es ihr gerade zum ersten Mal bewusst werden. Draco nickte. „Und du hast mich gefragt ob ich… Und erzählt, dass du selbst…Du warst mein erster…“

Draco nickte und stellte bestürzt fest, dass ihr Tränen über die Wangen liefen. Tränen, die nichts mit Wut zu tun hatten, überforderten ihn immer.

„Hör mal, Granger…“, setzte er an, doch sie unterbrach ihn.

„Und, wirst du jetzt allen erzählen, wie ich mich zum Affen gemacht und was ich dir erzählt habe?“, fragte sie seltsam emotionslos.

Draco blinzelte überrascht. „Nein, das habe ich überhaupt nicht vor. Ich…“ Er wusste selbst nicht, wie er ihr erklären sollte, was und warum er es getan hatte.

Granger schnaubte verächtlich. „Stimmt, es würde dir so gar nicht ähnlich sehen, dich auf Kosten anderer zu amüsieren.“ Sie biss sich auf die Unterlippe und errötete leicht, als ihr die Zweideutigkeit dieses Satzes in ihrer momentanen Situation bewusst wurde.

Auch Draco hatte die ungewollte Andeutung gehört und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Granger warf ihm dafür einen bösen Blick zu. Draco seufzte.

„Okay, Granger, was kann ich tun, damit wir auch in Zukunft noch halbwegs normal und unbeschämt miteinander umgehen können? Ich meine, wir teilen uns eine Wohnung und sind gemeinsam Schulsprecher, es wäre unpraktisch, wenn wir uns aus dem Weg gehen würden.“

Er sah, wie sie über seine Worte und ihre Möglichkeiten nachdachte. Sie wusste, dass er Recht hatte, auf Dauer wäre das kein Zustand. Die Frage war, ob ihr Stolz das mitmachte.

„Es gäbe da eine Möglichkeit“, sagte sie leise nach kurzem Nachdenken. Draco sah sie neugierig an.
„Du weißt jetzt Dinge über mich, die du gegen mich verwenden könntest. Es wäre nur gerecht, wenn ich das gleiche von mir behaupten könnte.“

„Wie meinst du das?“, fragte Draco argwöhnisch. Ihm gefiel der Ton ihrer Stimme nicht.

„Ich habe ein paar Fragen an dich… Was deine Beweggründe und andere Dinge angeht. Und ich bin mir sicher, dass auch du ein paar Geheimnisse hast, die du lieber nicht an der Öffentlichkeit wüsstest.“

Draco rollte mit den Augen. „Hör auf zu schwafeln, Granger, und komm zum Punkt.“

Er sah, wie sich ein unheilvolles Grinsen auf ihrem Gesicht ausbreitete. „Ich würde sagen, wir machen uns heute einen schönen Abend. Du, ich… und Veritaserum.“

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@mightymouse: ich denke, mit dem nächsten Kapitel wird es noch interessanter.
@miss kim johonson: Natürlich ist er das, aber was soll er auch machen, wenn er so überfordert ist?
@Rose_Weasley: das Geheimnis ist ja jetzt raus... aber glaub mir, es gibt noch einige Enthüllungen.
@Briny: dann warst du Hermine immerhin einen Schritt voraus.
@Hydra1987: Der "Verkehr" auf diesem Weg wird erstmal aussetzen. Und Ron hat so ein dickes Fell, bis der es merkt, ist es vielleicht zu spät

Vielen Dank an Eponine für das Korrektur-Lesen!

Liebe Grüße

Nitsrek


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