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Fanfiction

Wandlungen - Wahrheit oder Pflicht

von Nitsrek

Wahrheit oder Pflicht

Draco saß auf seinem Bett und las gerade noch ein paar Seiten, bevor er sich mit Granger im Wohnzimmer treffen würde. Er konnte immer noch nicht glauben, dass er sich leichtsinnigerweise auf ihren dämlichen Plan eingelassen hatte. Je mehr Zeit seit ihrem letzten Gespräch vergangen war, desto mehr Dinge kamen ihm in den Sinn, die sie fragen könnte, die er aber nicht beantworten wollte.

Andererseits… Es war Granger. Wahrscheinlich machte er sich zu viele Gedanken. Sie war so verklemmt und unschuldig, dass sie wohl kaum nach gewissen Dingen fragen würde. Verklemmt? Nach dem, was letzten Abend zwischen ihm und ihr passiert war, sollte er diesen Punkt noch einmal überdenken.

Und unschuldig? Sie hatte ihm, als er gefragt hatte, wie sie so schnell Veritaserum auftreiben wollte, erzählt, dass sie – was er nie gedacht hätte – aus Slughorns Vorräten eine Phiole stibitzt hatte. So brav und gehorsam, wie immer alle vermuteten, war sie offensichtlich gar nicht. Er seufzte.

Ganz klasse, jetzt fing er schon an, die Dinge, die er an ihr nicht mochte, zu revidieren. Es reichte ja nicht, dass er festgestellt hatte, dass sie ganz annehmbar aussah.

Während er erneut versuchte, sich noch ein paar Minuten auf sein Buch zu konzentrieren, schimpfte er sich innerlich für seine Dummheit.

********************************************************
Nachdem der erste Schock überwunden worden war, war Hermine schließlich von der Wut über das Geschehene eingeholt worden. Sie hatte geschrien, in ihre Kissen geboxt, war herumgetrampelt und hatte in ihrem Zimmer eine laute Tirade von Schimpfwörtern losgelassen, von der sie hoffte, dass Malfoy sie deutlich gehört hatte. Sollte er ruhig wissen, was sie von ihm hielt. Und sie war auch noch so naiv gewesen und hatte sich Sorgen um ihn gemacht, weil er schlechte Laune hatte!

Sie hatte immer noch keine Ahnung, warum er so schlecht gelaunt gewesen war. Es konnte wohl kaum das Gleiche sein, was inzwischen ihre Laune verdorben hatte. Immerhin war sie ja diejenige, die sich zum Affen gemacht hatte!

Als sie sich endlich beruhigt hatte, hatte Hermine den Nachmittag dazu genutzt, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie ihre Situation am besten ausnutzen konnte. Sie hatte sich eine ganze Liste von Fragen zusammengestellt, sie teilweise durchgestrichen und dann doch wieder hinzugefügt und war im Anschluss Ginny besuchen gegangen.

Anfangs hatte sie sich darüber gewundert, dass ihre sonst so lebhafte, fröhliche Freundin heute so still war, doch schließlich hatte Ginny ihr auch verraten, worum es ging.

„Hermine… ich muss dir etwas sagen. Ich habe mal Harry geschrieben und ihn möglichst unauffällig gefragt, ob er mitbekommen hat, ob Ron dir gestern Nacht geschrieben hat. Und… naja… er hat erzählt, dass Ron gestern Abend schon sehr früh eingeschlafen war, nachdem er zu viel Butterbier getrunken hatte. Und… naja, das heißt ja – theoretisch – dass es nicht Ron gewesen sein kann, der dir geschrieben hat.“ Ginny hatte Hermine einen vorsichtigen, abschätzenden Blick zugeworfen. Die arme Hermine wäre sicherlich entsetzt.

Stattdessen hatte Hermine ihrer Freundin ruhig zugehört und je schwerer es Ginny gefallen war, ihre Aussage zu formulieren, desto deutlicher hatte sich ein unauffälliges Grinsen auf Hermines Gesicht ausgebreitet.

„Ich weiß“, sagte Hermine, fast gelassen.

Ginny blickte Hermine verwirrt an. Die Arme musste ja unter Schock stehen! Sie legte eine Hand auf das Knie der anderen.

„Hermine! Süße… ähm…Ich glaube, du hast nicht ganz verstanden, was ich dir sagen will“, setzte Ginny erneut an.

Doch Hermine winkte ab.

„Doch, habe ich. Du hast gesagt, es war nicht Ron, der mir geschrieben hat.“

Ginny sog hörbar die Luft ein, bevor sie zögernd fragte, „Und das überrascht dich nicht?“

Hermine schüttelte den Kopf. „Nein. Ich weiß, wem ich stattdessen geschrieben habe.“

Nun fiel Ginny vor Überraschung die Kinnlade runter. „Was? Wem? Wieso sagst du denn dann nichts? Sag schon, wer war es! Hey, es war nicht Harry, oder?“

Hermine kicherte, als sie auf Ginnys erhobenen, drohenden Zeigefinger schaute. „Nein, es war nicht Harry.“ Sie wurde ernst. „Es… Oh Gott… Es war Malfoy.“

Sie beobachtete fasziniert, wie die Rothaarige die Wörter aufnahm und versuchte, sie zu verarbeiten. Als ihr schließlich sichtbar dämmerte, was das bedeutete, schlug sie sich erschrocken die Hände vor den Mund.

„Oh nein, Hermine, es tut mir ja so leid! Was hat er sich denn dabei gedacht?“

Hermine grinste geheimnisvoll.

„Genau das werde ich jetzt herausfinden.“

********************************************************
Sie betrat mit nicht allzu geringer Vorfreude ihr Wohnzimmer und ließ die Tür hinter sich hörbar ins Schloss fallen.

„Schatz, ich bin zu Hause!“

Nach einem kurzen, hörbaren Rascheln betrat Malfoy mit grimmigem Gesicht das Wohnzimmer. „Sehr lustig“, sagte er trocken.

Hermine warf ihm einen gespielt mitleidigen Blick zu. „Freust du dich gar nicht, mich zu sehen?“ Sie zog einen Schmollmund.

Ein gefährliches Glitzern trat in seine Augen. „Natürlich freu ich mich, dich zu sehen. Aber weißt du, es wäre mir lieber, wenn du nackt wärst und dich dabei anfassen würdest, dann müsste ich es mir nicht länger nur vorstellen.“

Hermine schnappte nach Luft und spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. Gut, anscheinend wollte er keine Spielchen spielen.

Malfoy grinste zufrieden. Selbstgefälliger, arroganter Bengel!

Sie zog ein kleines Fläschchen aus ihrer Tasche und warf es ihm zu. „Mal gucken, ob du immer noch so redselig bist, wenn du das hier getrunken hast.“

Sie beobachtete, wie er die Phiole misstrauisch beäugte. „Woher soll ich wissen, dass es wirklich nur Veritaserum ist?“

Hermine zog eine Augenbraue nach oben. „Glaub mir, mein Bedürfnis nach Antworten ist größer als der Drang, dich zu töten. Runter damit.“

Malfoy öffnete den Verschluss. „Alles?“

Hermine dachte nach. „Meinetwegen auch nur die Hälfte, das dürfte auch reichen. Dann hab ich wenigstens noch etwas in Reserve.“

Malfoy warf noch einen letzten Blick auf die Flüssigkeit in der dunkelblauen Glasflasche, bevor er schließlich einen Schluck nahm.

Hermine lächelte zufrieden. „Braver Junge.“

Sie nahm auf dem Sofa Platz, den Rücken an die Armlehne gepresst, die Beine im Schneidersitz und deutete auf den ihr gegenüberliegenden Platz auf dem Sofa. Sie wollte, dass er ihr in die Augen sah, wenn er ihre Fragen beantwortete.

„Ich will mir noch etwas zu trinken holen“, sagte Malfoy.

Hermine zuckte die Schultern. „Wenn du willst. Bring mir bitte einen Tee mit. Vielleicht stelle ich nicht ganz so peinliche Fragen, wenn du so nett bist. Und lass das Serum hier.“

Malfoy legte das Fläschchen auf den Beistelltisch, ging in die Küche und kam nach ein paar Minuten mit einem Glas Wasser und einer Tasse Tee, die er Hermine übergab, zurück und setzte sich auf den angebotenen Platz.

Hermine stützt ihre Ellbogen auf ihre Beine und schloss ihre Finger um die wärmende Tasse.

„Gut… testen wir einmal, ob es funktioniert. Wer hat mich damals an Professor Snape verpetzt, als ich unerlaubterweise aus seinem Vorratsschrank Zutaten entnehmen wollte?“

„Ich“, antwortete Malfoy schlicht, bevor er nachdenken konnte.

Hermine grinste zufrieden. „Klappt anscheinend. Und jetzt weiß ich wenigstens, welche Ratte das getan hat. Ich dachte zwar sowieso, dass du es gewesen bist, aber hundertprozentig sicher war ich mir nicht.“

Sie nippte an ihrem Tee. Malfoy warf ihr einen bösen Blick zu.

„Nun zu den – für dich – etwas unangenehmeren Fragen.“ Sie lächelte, bevor sie fortfuhr. „Warum hast du Dumbledore nicht getötet?“

Malfoy blinzelte überrascht. Anscheinend hatte er Schlimmeres erwartet. „Er hatte es nicht verdient, zu sterben.“

Hermine sah ihn interessiert an. Mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet. „Hattest du keine Angst?“

Malfoy zuckte die Schultern. „Nur vor dem Dunklen Lord.“

Sie wiegte abschätzend ihren Kopf hin und her. Gut, er hatte Angst gehabt, aber vor Voldemort hatte heutzutage fast jeder Angst. Dass er Dumbledore nicht getötet hatte, weil er in Malfoys Augen den Tod nicht verdient hatte, ließ ihn fast edelmütig erscheinen. Das waren keine Enthüllungen, mit denen sie sich sein Schweigen erpressen konnte. Sie musste weitersuchen.

„Ist Pansy deine Freundin?“

„Um Gottes Willen, nein!“, entfuhr es Malfoy.

Hermine verkniff sich ein Kichern. Sie konnte Pansy nicht leiden, hätte aber nicht gedacht, dass Malfoy diese Vorstellung so abstoßend fand.

„Aber ihr hattet Sex?“ Für diese Frage erntete sie ein böses Funkeln.

„Ja“, stieß er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

„Wie oft?“

Er rollte mit den Augen. „Viele Male. Ich weiß es nicht genau, ich führe doch nicht Buch darüber. Das würdest nur du tun, Granger.“

„Wieso tust du es mit ihr, wenn du sie nicht magst?“

„Du hast wirklich noch keine Ahnung, oder? Ich weiß, dass du dir wahrscheinlich in deinem klugen Kopf Vorstellungen von einem romantischen, liebevollen ersten Mal machst, das für dich nur dann perfekt ist, wenn du den anderen liebst und er diese Liebe erwidert.“ Er schnaubte verächtlich. „Ich kann zwar nur aus meiner Erfahrung sprechen, manchmal reicht es auch einfach aus, eine unglaubliche Lust auf jemanden zu haben. So sehr, dass man das Bedürfnis hat, dem anderen die Kleider vom Leib zu reißen, ihn zu nehmen und nicht ans Morgen zu denken.“

Hermine spürte, wie ihr Mund trocken wurde, während er sprach. Ehrlichgesagt hatte sie sich bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, wie ihr erstes Mal ablaufen sollte, aber sie musste zugeben, dass seine erste, ihr nun kindisch erscheinende Beschreibung ihre Vorstellung traf. Sie konnte sich allerdings nicht vorstellen, dass man eine andere Person so sehr wollen kann, dass man sich fast auf sie stürzte.

Sie merkte, wie Malfoy sie beobachtete und brachte ihre Gedanken zurück ins Jetzt. „Irgendwann dabei schon mal Probleme auf deiner Seite gehabt?“

Er lachte laut auf. „Nein. Glaub mir, ich bin voll funktionsfähig. Was du ja auch schon in deinen Träumen richtig erkannt hast.“

Ihre Wangen färbten sich leicht rot und ihr wurde heiß. Sie räusperte sich. „Wie hast du es geschafft, dass die Nachrichten, die für Ron gedacht waren, bei dir erschienen sind?“

Malfoy grinste. „Eigentlich ist das allein dein Verdienst. Du hast in deiner ersten Botschaft zuerst Malfoy statt „Ron“ geschrieben, und auch, wenn du es durchstreichst, geht die Nachricht anscheinend an den ersten Adressaten. Ob sie trotzdem noch zu Weasley gegangen ist oder nur an mich kann ich nicht sagen. Jedenfalls hast du dadurch eine Art Durchgang zwischen unseren beiden Pergamentstücken geschaffen. Ich wusste auch nicht, ob es funktionieren würde, wenn ich darauf antworte, aber wie du dich sicher erinnern kannst, hat die Kommunikation einwandfrei funktioniert.“ Er zuckte anzüglich mit seinen Augenbrauen.

Hermine schluckte, stellte ihre Tasse auf ihren Beinen ab und schlug die Hände vors Gesicht. „Hast du es in der Absicht getan, mich vor den anderen Schülern bloßzustellen?“

Sie hörte, wie der Stoff seiner Kleidung raschelte, bevor er antwortete. „Nein.“

Hermine hob erstaunt ihren Blick. Die Antwort musste ehrlich sein, da er unter der Wirkung des Veritaserums stand. Sie kniff ihre Augen misstrauisch zusammen.

„Aber warum hast du es dann getan?“

Sie sah, wie Malfoy versuchte, die Antwort zurückzuhalten, es ihm aber nicht gelang. „Weil es mich erregt hat.“

Hermine spürte, wie sich ein warmes Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitete. „Was hat dich erregt?“, fragte sie leise.

Malfoy schluckte und wandte seinen Blick zur Seite. „Wie du geschildert hast, was ich mit dir gemacht habe.“

Das Kribbeln wurde stärker und Hermine wurde heiß. Ihre Stimme klang etwas rau, als sie fragte, „Hat dich der Gedanke an mich erregt?“ Sie hüstelte leicht und nahm einen weiteren Schluck Tee.

Malfoy sagte nichts, sondern nickte nur. Hermine sah, wie sein Gesicht rot wurde und ihm leichter Schweiß auf die Stirn trat.

„Hast du es ernst gemeint, als du geschrieben hast, dass wir diese Dinge irgendwann einmal hoffentlich auch in Wirklichkeit tun werden?“

Sein Kopf sank auf seine Brust, als er kaum hörbar „Ja“, antwortete.

Ein leichtes Zittern durchlief Hermine bei diesem Geständnis. Sie biss sich auf die Lippe, um nicht zu stöhnen. Noch nie hatte ein Junge oder Mann ihr so etwas gesagt. Gut, er tat es nicht freiwillig, aber es entsprach nichtsdestotrotz der Wahrheit.

Sie spürte, wie Hitze sich auf ihrem Hals und ihren Ohren ausbreitete. Angestrengt versuchte sie, ihre schneller werdende Atmung unter Kontrolle zu behalten.

Sie blickte zu Malfoy und glaubte zu sehen, dass auch ihn das Gesprächsthema nicht völlig kalt ließ. Sie hatte jedoch nicht genug Erfahrung, um sich sicher zu sein. Allerdings hatte sie ihm gegenüber einen Vorteil, um es herauszufinden.

„Bist du jetzt erregt?“

Malfoy schluckte erneut und antwortete schließlich mit „Ja“. Dann hob er seinen Kopf, sah ihr fest in die Augen und fragte mit tiefer, schmeichelnder Stimme: „Und du?“

Ohne groß nachzudenken antwortete Hermine sofort.

„Ja.“ Sie stutzte einen Augenblick, schüttelte dann verwirrt ihren Kopf. Verdammt, jetzt war sie schon so weit, dass sie ihre Deckung fallen ließ, nur weil ihr ganz flau im Magen war. Erregung war nichts Gutes.

Malfoy schenkte ihr ein selbstgefälliges Grinsen, das jedoch bei ihrer nächsten Frage von seinem Gesicht glitt.

„Warum warst du heute so schlecht gelaunt?“

„Weil ich seit unserer Aktion gestern Nacht die ganze Zeit an dich und das, was du beschrieben hast, denken muss und das eigentlich gar nicht will.“

Hermine spürte ihr Herz bis zum Hals hinauf schlagen. Malfoy sah sie mit einem – für sie – undefinierbaren Ausdruck in den Augen an.

Sie neigte sie ihr Gesicht nach unten und fuhr kaum hörbar mit ihrer Befragung fort. „Würdest du meinen Traum gerne Wirklichkeit werden lassen?“ Schüchtern hob sie ihren Blick.

Malfoy keuchte, bevor er antwortete. „Ich denke an nichts Anderes.“

Hermine wurde schwindelig. Die Antwort hing wie ein Schwert über ihrem Kopf. Sie wusste nicht, was sie denken, was sie fühlen sollte. Ihr war heiß und kalt zugleich, ihr Körper kribbelte, ihr Puls raste, doch ihre Unerfahrenheit verbot ihr, waghalsig zu werden. Noch dazu war es Malfoy. Gut, sie wusste, dass sie ihn scheinbar erregte und er erotische Gedanken über sie hegte, aber das hieß nicht, dass er sich jemals dazu herablassen würde, sie auszuleben. Was dachte sie sich da eigentlich?

Sie versuchte, wieder einen klaren Kopf zu kriegen, als Malfoy sie fragte „Willst du, dass ich mit dir mache, was ich in deinem Traum getan habe?“

Hermine riss ihren Kopf nach oben und stellte zu ihrem Entsetzen fest, dass sie nickte. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck, als ihr bewusst wurde, was sie Malfoy gegenüber damit zugab und starrten ihn an. Was war nur in sie gefahren?

Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und Hermine ließ ihren Blick unbewusst zu seinen Lippen wandern. Sie glänzten im dämmrigen Licht des Zimmers und entblößten einer Reihe makellos schöner Zähne. Sie kaute nachdenklich auf ihrer eigenen Unterlippe herum und bemerkte, dass sie dadurch auch seine Aufmerksamkeit auf ihren Mund gezogen hatte.

„Würdest du mich gerne küssen?“ Die Worte waren ganz von selbst aus ihrem Mund geschlüpft. Irgendetwas schien mit ihrem Gehirn nicht mehr so ganz in Ordnung zu sein.

„Ja“, antwortete Malfoy mit kehliger Stimme. „Willst du mich auch küssen?“

Hermines Gedanken rasten durch ihren Kopf und ihre Augen schossen hin und her. Eine Sirene hatte sich in ihr eingeschaltet und ihr ganzer Körper schien von Gänsehaut überzogen.

Sie nickte geistesabwesend, während ihr Blick sich wieder auf seinen Mund richtete. Sie sah aus den Augenwinkeln, wie sich sein Brustkorb schnell hob und senkte.
„Dann tu es doch.“ Malfoy schaute ihr fest in die Augen, seine Pupillen geweitet.

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Für einen Moment fürchtete er, dass er nun zu weit gegangen war. Sein Gesicht entspannte sich jedoch wieder, als Granger, ohne ihren Blick von ihm abzuwenden, ihre Tasse zu Boden stellte und ihren Schneidersitz löste. Auf Knien überbrückte sie das kurze Stück zwischen ihnen und brachte ihr Gesicht ganz nah an seins, nahm seinen Duft in sich auf. Sie wartete ab, vermutlich um zu testen, ob er bluffte und sich zurückziehen würde, aber Draco zuckte nicht einmal mit der Wimper, als sie sich ihm näherte. Als ihre Münder nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren, schloss er seine Augen und atmete ihren Duft ein. Er spürte ihre Lippen näher kommen. Circa einen halben Zentimeter vor ihm hielt sie jedoch inne.

„Du hast Veritaserum in meinen Tee gekippt, richtig?“

Draco öffnete die Augen. „Ja, als du dein Gesicht in deinen Händen versteckt hast. Wann hast du es gemerkt?"

Granger entfernte sich nicht von ihm. „Zwischen meiner ersten und meiner zweiten unfreiwilligen Antwort.“

Er hob überrascht eine Augenbraue. „Du hast dich gar nicht aufgeregt", stellte er fest.

Mit einem verschmitzten Lächeln antwortete sie, „Ich wollte wissen, wohin uns das Gespräch führt. Warum hast du mir das Zeug untergejubelt?“

Draco grinste und schielte auf ihre Lippen. „Schien nur fair“, sagte er leise und betrachtete das Lächeln, zu dem sich ihr Mund formte.

Sie kicherte. „Gute Nacht, Malfoy.“

Gerade wollte sie sich auf den Weg zu ihrem Schlafzimmer machen, als Draco sie am Handgelenk packte und zurückzog, so dass sie auf ihn stolperte. Mit einem Grinsen legte er eine Hand auf ihre Schulter, zog sie an sich und murmelte noch ein heiseres „Genug geredet“, bevor er seinen Mund auf ihren drückte.

Er sah, wie sie überrascht ihre Augen aufriss und sich versteifte, nach dem ersten Schrecken jedoch entspannte, ihre Hände um seinen Nacken legte und die Bewegungen seiner Lippen nachahmte.

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Hermine fühlte sich etwas überrumpelt von Malfoys Aktion, stellte aber schnell fest, dass sich seine Lippen gut anfühlten. Sie waren weicher und wärmer, als sie erwartet hatte.

Sie konnte sich nicht ganz erklären, was da gerade geschah oder warum sie sich wirklich auf einen Kuss mit Malfoy einließ, aber erstaunlicherweise hatten sich ihre bisherigen Küsse mit Viktor und Ron nie so richtig angefühlt wie das hier.

Das Kribbeln in ihrem Bauch wuchs, als Malfoy seine Hände in ihre Haare gleiten ließ und sanft ihren Kopf stützte. Sie spürte, wie seine Zunge an ihren Lippen kitzelte und öffnete ihren Mund bereitwillig ein Stück, damit sie ihn in sich aufnehmen konnte.

Sie seufzte sanft, als sie seine Zunge in ihrem Mund spürte und drückte sich etwas enger an ihn. Er schlang einen Arm um ihre Taille, während er den Kuss intensivierte. Als sie sanft an seiner Zunge saugte, stöhnte er überrascht und das Echo dieses Klangs vibrierte durch ihren Körper.

Einen Augenblick später löste sie sich etwas benebelt von ihm und schenkte ihm einungläubiges, verschmitztes Lächeln.

Sanft schubste er sie von sich herunter, stand grinsend auf und wandte sich seinem Zimmer zu.

„Gute Nacht, Granger.“

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So, gleich zwei Kapitel hintereinander. Ich hoffe, ihr seid so weit zufrieden. Freu mich über Kommis.

Vielen Dank an Eponine!

Liebe Grüße

Nitsrek


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