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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Zaubertrank-Unterricht

von Lilly10

Die nächsten paar Tage verliefen nicht besser und Marianne war froh, dass Snape ihr schließlich einen Tag Pause von Okklumentik gewährte. Stattdessen unterrichtete er sie in den übrigen Fächern, damit sie im Lehrplan nicht zurückfiel. Marianne begann sogar, den Unterricht zu genießen und amüsierte sich darüber, einen Privatlehrer zu haben.
Diese Freude verschwand jedoch, als Snape ihr am Ende des Tages ein Buch überreichte und sagte:
„Lernen Sie, wie man diese Zaubertränke zubereitet, ich überprüfe das morgen.“
Marianne stöhnte innerlich. Snape schien ihre Reaktion bemerkt zu haben und sah sie scharf an.
„In Ordnung, Professor.“, sagte sie schnell.
Marianne stand auf, nahm ihre Schulsachen und ging hinauf in ihr Zimmer. Sie setzte sich an den Schreibtisch und starrte die Unterlagen an. Zaubertränke fand sie zwar spannend, doch die Motivation, die Zutaten auswendig zu lernen, fehlte ihr gänzlich, wo sie doch in jedem Buch nachzulesen waren.
Genervt schlug sie das Buch auf und sah sich die Zaubertränke an, die sie lernen musste. Es waren siebzehn verschiedene und jeder einzelne hatte mindestens zwanzig Zutaten mit einer fest bestimmten Mengenangabe. Ärger stieg in Marianne auf, denn sie hielt es für völlig sinnlos, das alles auswendig zu lernen.
Seufzend las sie sich den ersten durch:
„Der Schrumpftrank: Die Zutaten sind Raupen, Gänseblümchenwurzeln, Blutegelsaft, Rattemilz, Shrivelfig und so weiter. Dieser Trank verringert die Größe; wenn man noch die Feder eines Hippogreifs hinzufügt, verringert er das Alter.“
Na gut, das klang nicht so schwer, doch sie musste auch noch beachten, wie viel von jeder Zutat, ob und wie lange sie dazwischen rühren musste, welche Hitze das ganze haben musste und so weiter.
Nur sinnlose Zeitverschwendung, entschied Marianne und schob das Buch von sich weg. Sie wollte erst einmal Pause machen, sie hatte abends noch genug Zeit um zu lernen. Sie schnappte sich ein Buch, das sie mitgenommen hatte und legte sich damit auf ihr Bett; lesen war leider eines der wenigen Dinge, die sie hier tun konnte, wenn sie nicht lernen oder schlafen wollte.
Nach einiger Zeit legte sie das Buch jedoch wieder weg und starrte die Wand über ihr an. Sie fühlte sich einsam und die Sehnsucht nach Hogwarts und ihren Freunden flammte in ihr auf. Sie war erschöpft und erinnerte sich an den Okklumentik-Unterricht am ersten Tag.
Es war ihr sehr unangenehm gewesen, dass Snape in ihre Erinnerungen eingedrungen war und das alles gesehen hatte. Er war sich ganz bestimmt bewusst gewesen, dass sie es nicht schaffen würde, ihn davon abzuhalten und hatte es schamlos ausgenutzt. Marianne nahm sich vor, so schnell wie möglich zu erlernen, ihre Gedanken abzuschotten. ‚Entleeren Sie Ihren Geist und lösen Sie sich von Ihren Emotionen.’, hatte Snape zu ihr gesagt.
Marianne lag entspannt da und versuchte es. Sie versuchte, an nichts zu denken und ihre Gedanken nicht schweifen zu lassen. Es klappte jedoch nicht, denn die Erinnerung an den Okklumentik-Unterricht mit Snape ließ sie nicht los und der Zorn und die Enttäuschung waren noch immer da. Ach was, ich gebe es auf, dachte sie und machte es sich auf ihrem Bett bequem.
Ihre Gedanken begannen, abzudriften und plötzlich setzte sich Marianne auf. Hey, das ist die Lösung, dachte sie triumphierend und ein Lächeln kam über ihre Lippen. Die Lösung war, sich nicht dazu zu zwingen, an nichts zu denken, sondern, es einfach zu tun. Sie legte sich zurück und versuchte es erneut. Ja, es schien zu funktionieren, doch es kostete viel Kraft, ihre Gedanken im Zaum zu halten. Außerdem war es vor Snape viel schwieriger, denn seine Anwesenheit löste meist unangenehme Gefühle bei ihr aus. Schließlich ließ sie es bleiben, denn sie bekam Hunger und holte sich etwas zu essen. Im Flur war es stockdunkel und sie hob ihren Zauberstab in die Luft.
„Lumos.“, murmelte sie und ein grelles Licht ging von ihrem Zauberstab aus. Die Treppen knarrten und als sie den Wind um die Hütte pfeifen hörte, rann ihr ein Schauer über den Rücken. Gott sei Dank bin ich nicht völlig alleine hier, dachte sie, denn es war wirklich unheimlich hier.
Im Zimmer fiel ihr wieder ein, dass sie die Zaubertränke hätte lernen sollen, doch bevor sie das schlechte Gewissen drücken konnte, legte sie sich ins Bett und schlief erschöpft ein.
Am nächsten Morgen wurde sie von ihrem lauten Wecker sehr unsanft aus den Federn gehoben, doch sie hatte ihn absichtlich so laut gestellt, um nicht zu verschlafen. Müde stand sie auf und ging ins Bad, um durch das kalte Wasser etwas wacher zu werden.
Um fünf vor acht Uhr ging Marianne mit ihren Schulbüchern hinunter, um Snape nicht warten zu lassen. Sie wusste, dass ihr nun erneuter Ärger bevor stand.
„Guten Morgen, Professor.“, sagte sie, als sie ihn bereits am Tisch sitzen sah.
„Setzen Sie sich.“, erwiderte Snape kalt.
Ein freundliches Wort würde dir auch keinen Zacken aus deiner Krone brechen, dachte Marianne mürrisch und setzte sich hin, ohne etwas zu sagen. Sie war noch zu verschlafen, um sich darüber aufzuregen.
„Wir fangen heute mit den Zaubertränken an, die Sie hoffentlich genauestens beherrschen, Miss Richis!“, sagte Snape.
Na das fängt ja heute super an, dachte Marianne. Sie sah ihn resigiert an und wartete darauf, dass er sie etwas fragte.
„Also, welcher von den Zaubertränken hat Ihnen am meisten zugesagt?“, fragte Snape und Marianne sah ihn verwundert an.
Was hatte er sich nun wieder einfallen lassen? Was ist der Haken an dieser Frage, dachte sie. Normalerweise interessierte er sich nicht für die Meinung eines Schülers, geschweige denn für die Ihrige.
„Ich habe Sie etwas gefragt, Miss Richis!“, sagte Snape nun lauter und Marianne schrak aus ihren Gedanken.
Sie ging die Zaubertränke durch, die sie gelernt hatte, doch soweit sie sich erinnern konnte, gab es keinen unter ihnen, der sie wirklich fasziniert hätte. Doch dann fiel ihr einer ein:
„Der Schwächungstrank.“, sagte Marianne.
Snape hob seine Augenbrauen und sagte:
„Und warum genau dieser, Miss Richis?“
Wenn seine Fragen so weiter gingen, kam sie vielleicht noch einmal ungeschoren davon, dachte Marianne und begann zu sprechen:
„Nun, der Schwächungstrank ist sehr einfach herzustellen und wenn man ihn mit einem Getränk mischt, kaum erkennbar. Außerdem wird ein Gegner sehr wirksam außer Gefecht gesetzt.“
„Und warum nimmt man nicht einfach den Schlaftrank, Miss Richis?“, fragte Snape.
Na super, verlangte er nun von ihr, dass sie die Zaubertränke auch noch analysierte?
„Nun, ich denke, der Schwächungstrank ist einfacher herzustellen und ist nicht so intensiv wie der Schlaftrank. Man könnte also noch mit dem Gegner kämpfen und niemand würde merken, dass der andere unter den Auswirkungen eines Trankes leidet.“, riet Marianne und sah ihn angespannt an. Merkte Snape, dass sie keinerlei Ahnung davon hatte? Doch Snape nickte und Marianne atmete erleichtert auf.
„Worin liegt der Unterschied in der Zubereitung?“, fragte Snape und Marianne fluchte innerlich.
Seine Fragen brachten sie immer mehr in Bedrägnis. Sie versuchte, nachzudenken, doch sie konnte nicht mehr klar denken. Die Müdigkeit, Snapes Anwesenheit und das Wissen, dass er jede ihrer Schwächen ausnützen würde, um sie zu bestrafen, blockierten sie.
„Sind Sie bei der Sache, Miss Richis!?“
„Tut mir Leid, Sir. Ich … ich weiß nicht genau…“
„Nun, dann beginnen Sie einfach einmal damit, die Zutaten aufzuzählen, dann liegt der Unterschied ja schon auf der Hand.“
Marianne starrte ihn an und fühlte, dass ihr keine einzige mehr einfallen würde. Viele verschiedene Zutaten schwirrten ihr im Kopf umher, doch sie wusste nicht, welche die richtigen für den Schwächungstrank waren.
„Wie wird der Schlaftrank zubereitet, Miss Richis!“, sagte Snape ungeduldig.
Marianne sah ihn schweigend an.
„ … Nein? … Nun, was ist mit dem Schwächungstrank?“ Snape sah sie an und stellte dann spöttisch fest: „Auch nicht.“
Marianne war nervös, was hatte er jetzt mit ihr vor?
„Nun, es scheint so, als wäre der Gedächtnistrank angemessener für Sie, oder noch besser, der Verstand schärfende Trank, hm?“, sagte Snape hämisch.
Langsam stand er auf und ging ein paar Schritte vom Tisch weg. Mit dem Rücken zu ihr sagte er:
„Na gut, nehmen wir an, Sie haben sich zufällig diese beiden Zaubertränke nicht gemerkt und wir versuchen es noch einmal. Wie wär’s mit einem beliebigen anderen Zaubertrank der Liste, die ich Ihnen gegeben habe?“
Marianne brachte kein Wort heraus und Snape drehte sich um. Langsam und bedrohlich ging er auf sie zu und plötzlich schlug er mit seiner Hand vor ihr so laut auf den Tisch, dass Marianne zusammen zuckte. Mit lauter Stimme fuhr er sie an:
„Ich vermute, Sie verstehen nicht ganz, was das hier ist! Wir sind hier nicht in Hogwarts, aber ich bin immer noch Ihr Lehrer! Ich mache mit Ihnen Unterricht und Sie haben mir zu gehorchen, haben Sie verstanden?“
Kerzengerade saß sie in ihrem Sessel und sah Snape an, während er vor ihr tobte. Am liebsten wäre sie vor ihm zurück gewichen, doch die Sessellehne in ihrem Rücken verhinderte das. Jeder Gedanke war wie ausgelöscht und sie sah bloß sein vor Wut verzerrtes Gesicht vor ihr.
Die Vorstellung, dass sie sich alleine mit Snape in diesem Haus befand und er noch dazu befugt war, sie als ihr Lehrer zu bestrafen, wie es ihm passte, trug nicht dazu bei, dass Marianne sich entspannen konnte.
Sie versuchte jedoch, sich abzulenken und dachte daran, dass sie irgendwann nach Hogwarts zurückkommen und Sirius und Remus wieder sehen würde. Plötzlich erinnerte sie sich daran, dass sie Sirius versprochen hatte, sich nicht unterkriegen zu lassen. Nein, sie würde dem Erzfeind ihres besten Freundes nicht die Genugtuung gönnen, sie so unverblümt niedermachen zu lassen, nur weil sie ein paar Zutaten nicht wusste, dachte Marianne und der Mut und die Kampfbereitschaft stiegen wieder in ihr auf.
Sie sah Snape an, der sich scheinbar wieder unter Kontrolle hatte und nun langsam und eindringlich sagte:
„An Ihrer Stelle würde ich mich nicht so leichtfertig über meine Anordnungen hinwegsetzen. Die Leistungen, die Sie hier in den verschiedenen Fächern bringen, werde ich selbstverständlich Ihren Lehrern übermitteln und diese wiederum werden sie in ihre Noten mit einbeziehen …“
„Und, haben Sie meinem Zaubertranklehrer Professor Snape schon davon berichtet?“, fragte Marianne und grinste innerlich bei der Vorstellung, doch es kam ihr erst nachher in den Sinn, dass sie das tatsächlich gesagt hatte. Marianne verstummte und starrte ihn erschrocken an. Es war unheimlich, wie sich seine Augen zu Schlitzen verengten und er drohend näher kam. Marianne wünschte sich, sie könnte ihre Worte zurücknehmen, doch sein Furcht einflößender Anblick verschlug ihr die Sprache.
„Nein, das habe ich noch nicht, aber ich bin sicher, er wird Ihnen noch einige Punkte dafür abziehen.“, zischte Snape.
Marianne war froh, dass er nicht wieder ausgerastet war, denn sie hatte sich schon auf alle möglichen Beschimpfungen und Drohungen gefasst gemacht. Dass er ihre freche Aussage für seine Verhältnisse so ruhig aufgenommen hatte, hätte Marianne nicht zu wünschen gewagt. Ruckartig drehte er sich von ihr weg, ging langsam zum Kachelofen und Marianne wagte es, leise auszuatmen.
„Miss Richis, Sie sind intelligent, aber Sie ruhen sich zu sehr darauf aus. Nur mit Fleiß und Ausdauer kommt man im Leben zu etwas, merken Sie sich das!“
Snape kannte die Eigenheiten seiner Schüler sehr gut und wusste, dass Marianne nicht dumm war. Umso mehr ärgerte es ihn, wenn sie aus bloßer Faulheit nicht lernte und dadurch seine Fragen nicht beantworten konnte.
„Ja, Sir.“, erwiderte Marianne und bemühte sich, ehrlich zu klingen, um ihm indirekt dafür zu danken, dass er sie nicht bestraft hatte. Nicht nur das, er hatte sie sogar gelobt, sie intelligent genannt, dachte Marianne verblüfft!
„Also, Sie werden diese Zaubertränke bis morgen noch einmal lernen und ich erwarte, dass Sie sie dann beherrschen.“
„Ja, Professor.“
Er drehte sich ruckartig um und sagte drohend:
„Und wenn nicht, werden Sie es sich wünschen…“
Marianne wusste, dass sie das ganz sicher nicht herausfordern würde.


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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz