
von Lilly10
Und schließlich war es endlich Samstag.
Marianne stand bald auf um zu lernen, bevor die große Party stattfand. Sie saß auf ihrem Stuhl am Schreibtisch und zappelte darauf herum, denn sie konnte es kaum erwarten, dass es Abend wurde und sie mit „The Weird Sisters“ auf der Bühne stehen durfte.
Sie hätte den ganzen Tag Zeit gehabt, doch es fiel ihr noch schwerer als sonst sich zu konzentrieren und als es schließlich sechs Uhr schlug, sprang sie auf und ließ die Lernunterlagen liegen wie sie waren.
Sie duschte sich und begann dann, sich hübsch zu machen. Dafür ging ins Bad und schminkte sich so lange, bis sie endlich zufrieden war und ihr Werk im Spiegel bewunderte. Dann holte sie ein extra hübsches Kleid aus ihrem Schrank. Es war schwarz und aus einem fließenden Stoff, der ihr bis zu den Knien fiel und um die Taille trug sie einen engen, schwarzen Gürtel. Um das Outfit zu vollenden stieg sie in ihre schwarzen Pumps und ging dann in den Gemeinschaftsraum hinunter. Zur selben Zeit traten ihre Freundinnen durch das Porträt. Erstaunt hielten sie in ihrem Gespräch inne und sahen Marianne an.
„Wow, du siehst toll aus.“, sagte eine von ihnen und Marianne strahlte.
„Danke, ihr aber auch.“, erwiderte sie und betrachtete die Kleider ihrer Freundinnen. Sie hatte nicht einmal Zeit gehabt, mit ihnen gemeinsam einkaufen zu gehen, dachte sie. Aber das machte ihr im Moment nichts mehr aus.
„Stimmt es, dass du unter den Mädchen bist, die mit Myron auf der Bühne stehen dürfen?“, fragte Jenny.
„Ja, das stimmt.“, erwiderte sie. „Ich bin schon so aufgeregt, ich hatte nicht einmal Zeit, Gitarre zu üben.“, gab sie zu.
„Musst du denn heute Abend nicht nachsitzen?“, fragte Lisa verwirrt.
„Nein, Snape hat mir für heute frei gegeben.“, log Marianne.
Es wird schon niemand erfahren, dass ich einen Zeitumkehrer benutze. Der Plan ist einfach zu perfekt, dachte sie sich und schob das mulmige Gefühl zur Seite, das in ihr hochkommen wollte. Die Anwesenheit ihrer Freundinnen brachte sie aber schnell auf andere Gedanken und sie plauderten ein wenig, während sie zusammen saßen und sich gegenseitig Frisuren hochsteckten.
Und dann war es so weit.
Um acht Uhr gingen sie hinunter in die große Halle und blieben gleich im Eingang staunend stehen. Die Esstische waren verschwunden und stattdessen stand eine riesige Bühne am Ende des Saals. Das Bild, das sich ihnen bot, war überwältigend und sie ließen ihre Augen über die spärlich beleuchtete Halle wandern. Leichter Nebel zog am Boden herum und tauchte die Halle in ein mystisches Licht. Langsam gingen sie zwischen den Schülern hindurch, von denen sich schon viele versammelt hatten und Bier tranken. Aber sie alle warteten nur darauf, dass das Konzert anfing. Marianne verabschiedete sich von ihren Freundinnen und ging hinter die Bühne. Die Band sang sich gerade ein und stimmte die Gitarren, daher wollte Marianne sie nicht stören. Sie stellte sich zu den anderen drei Mädchen, die mit ihr auf der Bühne stehen würden, und gemeinsam warteten sie darauf, dass es losging. Marianne spürte, wie ihr das Herz bis zum Hals schlug und sie prüfte noch einmal ihr Aussehen, doch das Kleid saß wirklich perfekt.
Und dann kam endlich der Moment.
Myron, Bill und die restlichen Bandmitglieder traten auf die Bühne und sie folgte ihnen mit den anderen Mädchen. Als sie alle an ihren Plätzen standen, gingen die Scheinwerfer an und Myron spielte gleichzeitig seine E-Gitarre. Sofort begannen die Schüler zu jubeln und zu rufen. Doch bevor sie zu singen begannen, griff Myron zum Mikrofon und sagte mit seiner coolen, rauen Stimme:
„Hi Mädels und Burschen! Ich freue mich, dass wir hier sein dürfen und ich verspreche euch, dass ihr heute Abend den Schulalltag vergessen werdet und wir euch eine tolle Party liefern werden. Unser Motto lautet: No teachers, just fun!“
Sofort begannen die Schüler zu johlen und zu pfeifen, es war eindeutig, dass ihnen gefiel, was sie hörten. Und dann begann das Konzert.
Marianne konnte kaum fassen, dass sie mit ihrer Lieblingsband auf der Bühne stand. Sie spielte die E-Gitarre und je länger das Konzert dauerte, desto ausgelassener wurde sie und schließlich sprangen die Mädchen mit den Bandmitgliedern herum und rockten die Bühne.
Die Schüler jubelten und Marianne war so glücklich wie noch nie. Es war wahnsinnig toll, wie die Mädchen kreischten und die Burschen grölten, während sie Myron auf der Gitarre begleitete.
Sie waren völlig erschöpft, als das Konzert nach zwei Stunden aus war und sie von der Bühne gingen. Marianne setzte sich erst mal hinter die Bühne, um zu verschnaufen und trank in einem Zug das Bier aus, das Myron ihr reichte. Dann nahm sie ihren Taschenspiegel zur Hand und richtete notdürftig ihr Haar, das vom Spielen völlig zerzaust war. Ihre Wangen waren gerötet von der Hitze und ihre Augen blitzten vor Freude. Doch sie hielt sich nicht lange damit auf, sondern kam mit der Band und den anderen drei Mädchen hinter der Bühne hervor und mischte sich unter die Schüler. Es gab nun einen DJ, der Musik auflegte, und Marianne wusste, dass die Nacht noch sehr lange dauern würde. Sie suchte zwischen den vielen Schülern nach ihren Freundinnen. Sie bahnte sich einen Weg durch die Menge und plötzlich fiel ihr Lisa um den Hals.
„Du warst so super!“, rief sie laut, um die Musik zu übertönen, und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Marianne lachte, denn es war eindeutig, dass ihre Freundin bereits ziemlich betrunken war.
Auch die anderen beglückwünschten sie und wollten alles wissen, was hinter der Bühne abgelaufen war.
„Das ist übrigens Peter.“, sagte Lisa plötzlich dazwischen und erst jetzt sah Marianne einen Jungen neben ihr stehen.
„Hi.“, sagte sie und gab ihm die Hand.
Sie kannte ihn nicht und fragte sich, in welches Haus er wohl ging. Dass Lisa ihn vorgestellt hatte, hatte bestimmt etwas zu bedeuten. Auch ihre anderen Freundinnen waren in Begleitung von unterschiedlichen Jungen, die sie noch nie gesehen hatte und plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie vom Leben ihrer Freundinnen in letzter Zeit kaum etwas mitbekommen hatte. Diese Tatsache verletzte sie etwas, auch wenn ihre Freundinnen natürlich keine Schuld daran trugen. Sie blieb noch eine Weile bei ihnen aber sie hatte keine Lust, den Turteleien zuzusehen, daher entschied sie sich, zurück zu Myron zu gehen und verabschiedete sich von ihnen.
Sie fand sie an der Bar und wurde sofort freudig empfangen.
„Ihr wart super!“, sagte Myron und umarmte sie.
„Wir haben eindeutig die richtigen Mädels ausgesucht.“
„Bier?“, fragte einer der anderen und drückte es ihr gleich in die Hand.
„Hast du gesehen, was ein Mädchen auf die Bühne geworfen hat?“, fragte Bill, eines der Bandmitglieder.
Marianne verneinte und er zog grinsend einen lila Spitzentanga aus seiner Hosentasche. Die Männer grölten laut auf und Marianne lachte mit ihnen mit.
Es war toll, mit Myron so freundschaftlich umgehen zu dürfen und sie scherzte mit ihnen und trank mit ihnen Bier. Es war laut und sie wurde immer wieder von den tanzenden Schülern um sie herum angerempelt, aber das machte ihr nichts aus. Sie war vollkommen glücklich, während sie in mitten all den Leuten stand, nichts fehlte ihr in diesem Moment.
Myron ist wirklich süß, dachte sie immer wieder, ich muss unbedingt mal mit ihm tanzen.
Doch er machte noch keine Anstalten, sie aufzufordern, und sie war zu angeheitert, um einen Plan zu schmieden, daher wartete sie einfach ab.
Sie trank gerade einen großen Schluck aus ihrem Bierglas und lachte über die Anekdote eines verpatzten Auftritts der Band, als ihr Blick plötzlich auf eine dunkle Gestalt am Eingang der Halle fiel. Jemand stand dort und es schien, als suchte er jemanden. Doch Marianne wurde abgelenkt, als Bill ihr ein Schnapsglas in die Hand drückte. Sie stieß mit ihnen an, doch dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen, um besser zu sehen. Wer war diese Gestalt? Sie leerte ihr Glas in einem Zug und im selben Moment sah sie die Gestalt erneut und erkannte ihn. Es war Snape. Sie verschluckte sich und sofort begann sie laut zu husten. Bill und ein paar andere klopften ihr lachend auf den Rücken.
„Das ist wohl dein erster Schnaps, was?!“, lachte einer von ihnen.
Schließlich hatte sie sich wieder gefangen und sie wollte weglaufen, doch Bill hielt sie zurück.
„Hey, wir haben doch nur Spaß gemacht, bleib doch hier.“
„Nein, ihr versteht nicht!“, rief sie, doch das ging bei der lauten Musik unter.
Sie hatte zwar schon viel Alkohol getrunken, aber der Schock hatte sie mit einem Schlag wieder nüchtern gemacht und sie wusste, was sie tun musste.
Die Männer lachten und auch Myron hielt sie fest.
„Wir haben doch nur Spaß gemacht!“, riefen sie.
„Lasst mich los, ich muss weg!“
Verzweifelt stellte sie sich auf die Zehenspitzen, um zu sehen, wo Snape war, doch die Bandmitglieder verstellten ihr die Sicht.
„Hört auf!“, rief sie. „Ein Lehrer ist hier!“
„Was?“, sagten sie und endlich verstanden sie, dass Marianne nicht vor ihnen flüchten wollte.
Sie ließen sie los und folgten ihrem Blick in Richtung Eingang. Doch Snape stand nicht mehr dort. Panisch blickte sie umher, sie suchte nach ihm und gleichzeitig hielt sie nach dem geeignetsten Fluchtweg Ausschau. Wo sollte sie nur hin? Und dann sah sie plötzlich Snape, nur mehr einige Meter entfernt von ihr. Er hatte sie bereits gesehen und rauschte auf sie zu.
Wie unter einem Schockzauber stand sie da und jeder Gedanke an eine Flucht war wie weggeblasen.
„Hey, was macht der denn hier!?“, sagte Myron empört, der ihn ebenfalls gesehen hatte.
Als Snape auf sie zukam, stellte sich Bill ihm in den Weg und sagte bestimmt:
„Sie sollten nicht hier sein. Hier ist heute Lehrerverbot.“
„Aus dem Weg, Bursche!“, knurrte Snape nur.
Doch Bill blieb stehen, wo er war.
Marianne wollte weglaufen, aber ihre Beine gehorchten ihr nicht. Schnell drückte sie noch jemand anderem ihr leeres Glas in die Hand, aber es war nur ein Gedanke, der sie beherrschte:
Es ist zu spät. Er hat es herausgefunden!
Bill zögerte noch, doch er wollte sich nicht wirklich mit dem finster aussehenden Lehrer anlegen und schließlich machte er den Weg frei.
Als Snape vor ihr stand, starrte Marianne ihn nur an. Doch er zögerte keine Sekunde, packte sie an ihrem nackten Arm und zischte:
„Sie kommen mit mir, Miss Richis.“
Er schleifte sie hinter sich her und Marianne wusste, dass ihre Lüge aufgedeckt war. Nur wie? Wie hatte er es herausbekommen?
Sie dachte nicht weiter darüber nach, denn die Angst vor den Folgen ihres Vergehens lähmte jeden rationalen Gedanken. Tränen traten in ihre Augen, während sie in ihren hohen Schuhen hinter ihm her stolperte. Sie wusste, dass sie ein strenges Verbot missachtet hatte. Aber noch schlimmer war, dass sie damit auch Lupins‘ Vertrauen missbraucht hatte. Snape durfte unter keinen Umständen erfahren, dass sie von ihm den Zeitumkehrer hatte.
Schließlich kamen sie in den Kerkern an.
Snape zog sie weiter zwischen den Tischreihen hindurch und ging geradewegs auf die Tür zu, hinter der sich die Zaubertränke befanden. Marianne versuchte, sich gegen ihn zu sträuben. Sie wollte nicht weitergehen, wollte nicht sehen, was hinter der Tür war, doch er packte sie noch fester.
„Au!“, rief sie, aber er zog sie unbarmherzig weiter, öffnete die Tür und stieß sie hinein.
Marianne stolperte ein paar Schritte nach vorne und blieb dann erstarrt stehen. Sie stand sich selbst gegenüber, der anderen Marianne, die gerade beim Nachsitzen war und Fläschchen umfüllte. Mit Tränen in die Augen starrte sie sich selbst an.
„Dachten Sie wirklich, dass Sie mich täuschen können?“, sagte er verächtlich.
Marianne stand zitternd da und antwortete nicht.
„Kommen Sie mit in mein Büro.“, sagte er kalt und rauschte durch die Tür hinaus.
Während die eine Marianne im Lagerraum zurückblieb und weiter Zaubertränke umfüllte, folgte die andere Snape. Widerstrebend trat sie ein und blieb in der Nähe der Tür stehen.
„Ziehen Sie sich erst einmal was an, Sie sehen ja aus wie eine Nutte!“, fuhr er sie an.
Marianne zuckte bei der scharfen Anrede zusammen. Er warf ihr einen Mantel zu und Marianne hängte ihn sich wortlos um.
„Also, was haben Sie dazu zu sagen?“
Sie fühlte, wie sie zitterte, doch dann nahm sie ihren Mut zusammen und sagte leise:
„Es tut mir so leid, Professor.“
„Wenn der Direktor erfährt, dass Sie einen Zeitumkehrer verwendet haben, werden Sie sofort von der Schule verwiesen!“ erwiderte Snape kalt.
„Ich weiß.“, flüsterte sie und nun rannen Tränen über Mariannes Wangen und sie wischte sie schnell weg.
Die letzte Woche war so turbulent gewesen, sie war andauernd unter Stress gestanden und hatte wahre Hoch- und Tiefflüge der Gefühle durchlebt. Doch nun war es einfach zu viel. Gerade eben war sie endlich so glücklich gewesen und nun war alles wieder zerstört.
„‘Ich weiß?‘ Und sonst haben Sie nichts dazu zu sagen?“, zischte Snape sie an. „Sie wussten, dass es einer der schwersten Regelbrüche ist, den Sie begehen konnten, und haben es trotzdem getan?“
„Ich...“, begann Marianne, doch sie wusste nicht, wie sie es erklären konnte. „Ich konnte nicht anders, ich musste doch irgendwann lernen...“
„Das da draußen nennen Sie lernen?“, bluffte er sie an und deutete in Richtung Festsaal.
„Nein, aber...“, schluchzte sie. „Das war doch nur eine Ausnahme...“
„Wer hat Ihnen den Zeitumkehrer ausgehändigt?“, bluffte er sie an.
Marianne wusste, dass sie Lupin unter keinen Umständen verraten durfte. Sie war sich sicher, dass Snape alles daran setzen würde, dass er gefeuert werden würde, Lupin war ihm schon immer ein Dorn im Auge.
„Ich habe ihn gefunden...“, sagte sie tapfer.
„Das ist eine Lüge!“, fuhr er sie an. „Sagen Sie die Wahrheit, sofort!“
Marianne hatte Angst, doch sie wusste, wie wichtig es war, nichts zu verraten, deshalb beharrte sie darauf.
„Es ist die Wahrheit.“
Snape kam langsam näher. Seine Augen funkelten vor Wut und sein Gesichtsausdruck war furchteinflößend. Marianne wich immer weiter zurück, bis sie an ein Regal stieß. Gläser klirrten darin und im Normalfall hätte Snape sofort nach seinen kostbaren Utensilien gesehen, doch diesmal achtete er nicht einmal darauf. Marianne fühlte sich zurückversetzt in die Hütte auf dem Berg. Auch dort hatte es so eine Situation gegeben, doch damals war zu diesem Zeitpunkt Dumbledore eingetreten und war dazwischen gegangen. Er hatte sie gerettet, doch dieses Mal kam niemand und sie hatte noch mehr Angst als letztes Mal. Wie weit würde Snape gehen? Bevor er ihr etwas antun konnte, begann Marianne zu sprechen, denn die Spannung war unerträglich:
„Bitte, Professor, glauben Sie mir! Ich habe den Zeitumkehrer oben in der Eulerei gefunden.“
„Ach wirklich...“, erwiderte Snape und sie wusste, dass er ihr kein Wort glaubte.
Im selben Moment fühlte sie, wie er versuchte, in ihren Geist einzudringen. Sie erschrak und begann sofort mit der Gegenwehr. Es fiel ihr nicht schwer, ihn aus ihrem Kopf zu verdrängen, schließlich hatte er ihr selbst Okklumentik beigebracht. Snape erkannte, dass er keine Chance hatte.
„Ich werde die Wahrheit schon noch herausfinden!“, sagte er grimmig.
„Glauben Sie mir doch, Professor. Als ich den Zeitumkehrer fand, wusste ich erst gar nicht, was es ist und dann habe ich zufällig herausgefunden habe, wie er funktioniert.“
Es war zwecklos, sie sah an Snape’s Gesicht, dass er ihr niemals glauben würde.
„Ich weiß, dass ich die Regeln gebrochen habe, Professor, und es tut mir leid. Ich werde tun was Sie wollen, aber bitte lassen Sie mich nicht von der Schule werfen!“, flehte sie.
Snape schnaubte.
„Das könnte Ihnen wohl so passen, ja?“, begann er. „Aber das ist nicht meine Sache, der Direktor wird darüber entscheiden, und ich begleite Sie jetzt zu seinem Büro.“
„Nein!“, rief Marianne und Snape wandte sich mit hoch gezogenen Augenbrauen um.
Schnell lenkte Marianne ein:
„Bitte, sagen Sie Professor Dumbledore nichts davon!“
Snape schien nicht überzeugt, deshalb nahm Marianne all ihre Kraft zusammen und sprach die Worte aus, die ihr nur sehr schwer über die Lippen kamen.
„Bestrafen Sie mich, Professor, aber bitte sagen Sie niemandem, was ich getan habe.“
Snape sah sie mit seinem durchdringenden Blick an.
„Sind Sie sicher, dass Ihnen das lieber ist?“, sagte er mit einem gefährlichen Unterton.
Marianne zitterte unter seinem Blick, sie war sich ganz und gar nicht mehr sicher, aber was blieb ihr anderes übrig? Sie schluckte, doch dann nickte sie.
Plötzlich grinste er kurz und sagte dann:
„Wie Sie wollen... Ich bin sicher, dass mir bis zu Ihrem nächsten Nachsitzen eine gebührende Strafe einfällt.“
Marianne lief ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Es war unheimlich, sie hatte keine Ahnung, was er vorhatte, aber sie ahnte, dass es schlimmer war als Fläschchen umzufüllen.
„Und jetzt holen Sie den Zeitumkehrer heraus und drehen Sie die Zeit um fünf Stunden zurück, Sie haben bei mir zum Nachsitzen zu erscheinen.“
Plötzlich machte es ihr keinen Spaß mehr, den Zeitumkehrer zu benützen. Sie würde froh sein, das Ding an Lupin zurückzugeben. Sie holte es aus ihrer Tasche und drehte den kleinen Ring in der Mitte fünf Mal um.
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