Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Was geht bloß in seinem Kopf vor?

von Lilly10

Bereits am Freitag wurde Marianne nervös, wenn sie an den nächsten Tag dachte. Jedes Mal, wenn sie etwas an Snape erinnerte, begann ihr Herz zu rasen und sie konnte sich nicht mehr konzentrieren. Jetzt reiß dich doch zusammen, schalt sie sich selbst. Es war doch nur eine kurze Berührung, weiter nichts! Bestimmt dachte er sich überhaupt nichts dabei. Trotzdem ertappte sie sich bei dem Wunsch, er würde es noch einmal machen.
Als sie am Samstagabend zum nächsten Nachsitzen ins Labor trat, stand Snape auf und übergab ihr sofort die nächste Anleitung zu einem Zaubertrank. Es war ziemlich kompliziert, deshalb blieb er neben ihr stehen und erklärte ihr bei jedem Schritt, wie sie die Zutaten zu bearbeiten hatte. Er verhielt sich ganz normal, so wie immer, aber seine Nähe vermochte es nicht gerade, Marianne zu beruhigen.
„Fügen Sie der Flüssigkeit eine Brise getrockneten Diptam hinzu.“, las er vor.
Sie nahm die Tüte in die Hand und klopfte langsam etwas von dem Inhalt in den Kessel.
„Halt! “, kam es plötzlich laut, sodass Marianne leicht zusammenzuckte. "Das ist genug.", fügte Snape hinzu.
„Aber es heißt: Eine Brise.“, sagte Marianne verwundert.
Snape zog eine Augenbraue in die Höhe.
„Eine Brise ist nicht mehr als eine Messerspitze, Miss Richis.“, erwiderte er.
„Oh.“, machte sie nur und sah beschämt drein.
„Das erklärt wohl, wie Sie den Alterungstrank im Unterricht zunichte gemacht haben...“, sagte er und seine Mundwinkel zuckten.
Als er Mariannes verzagten Gesichtsausdruck sah versuchte er ein beruhigendes Lächeln, doch es fühlte sich irgendwie verzerrt an.
Schließlich wandte er sich wieder der Anleitung zu und las den nächsten Absatz vor, worauf Marianne die Zutaten holte, die dafür notwendig waren.
Ihr Magen fühlte sich flau an, als sie ihm gegenüber stand. Sie fügte allerhand Kräuter hinzu und er beaufsichtigte jede ihrer Handbewegungen. Sie musste sich wirklich konzentrieren, doch schlussendlich war der Zaubertrank fertig und sie hielt mit einer Hand den Kessel fest, während sie mit der anderen umrührte. Sie achtete auf die richtige Schnelligkeit und merkte nicht, dass Snapes Aufmerksamkeit nicht mehr dem Zaubertrank galt. Etwas ganz anderes beschäftigte ihn im Moment.
Plötzlich spürte sie eine Berührung an ihrer Hand und sie durchfuhr es wie ein Blitz. Sie sah, dass er seine Hand ebenso an den Kesselrand gelegt hatte und sie wie zufällig dabei berührte. Sofort fing ihr Herz an wie wild zu schlagen. Für einen kurzen Moment streiften seine Finger ihren Handrücken. Die Zeit schien still zu stehen, sodass sie inne hielt und vergaß, was sie gerade tun sollte. Jede Berührung von ihm versetzte ihr tausend Stromstöße, sie fühlte nichts anderes mehr außer seine Finger, die ihre Haut berührten. Doch der Moment war so schnell vorbei wie er angefangen hatte, denn Snape zog seine Hand schnell wieder weg.
Marianne sah überrascht zu ihm auf und es war, als schmerzte sie dieser Verlust. Hatte er es absichtlich getan? Sie wünschte sich, er würde ihre Hand weiter streicheln, doch er hatte sich abgewandt und ging zu seinem Schreibtisch, sodass sie nichts aus seinem Gesicht lesen konnte. Marianne stand nur da, den langen Löffel zum Umrühren in der Hand, und starrte ihn an.
„Der Trank ist fertig, Miss Richis.“, kam es schließlich von ihm. „Gehen Sie.“
Marianne beeilte sich und verließ das Labor. Als sie gegangen war trat Snape ans offene Fenster und starrte hinaus in die schwarze Nacht.
Verdammt, was hatte er da bloß getan, dachte er. Wie hatte er sich nur so gehen lassen können?
Er wusste selbst nicht, warum er sie berührt hatte. Bestimmt hatte sie gemerkt, dass es kein Zufall gewesen war. Plötzlich hatte er den Drang verspürt, diese zarte Hand zu spüren, über ihre Haut zu streichen, und er hatte diesem Drang einfach nachgegeben. Es war wie ein Reflex gewesen und er war immer noch überrascht, wie weich ihre Haut war. Wie hatte er das nur tun können? War er denn verrückt geworden? Er war ihr Lehrer, er hatte eine Verantwortung zu tragen!
Er starrte weiter in die Nacht hinaus, der Wind pfiff kalt durchs Fenster und ließ ihn frösteln, aber er merkte es kaum.
Er überlegte, das Nachsitzen abzusagen, doch etwas in ihm hielt ihn davon ab. Es ging um Dumbledores Gesundheit, er konnte seine Forschung doch nicht aufgrund seiner Gefühlsregungen vernachlässigen und einer Schülerin absagen, die ihn dabei unterstützte.
Reiß dich zusammen, Severus, sagte er zu sich selbst. Er hatte sich doch sonst immer unter Kontrolle. Er stand über diesen Dingen, diesen Trieben, diesen niederen Bedürfnissen – und sie war seine Schülerin! Niemals würde er sie mehr belästigen. Erneut ließ ihn ein Windzug frösteln. Schnell schloss er das Fenster und ging mit neuer Entschlossenheit zurück an die Arbeit. Er würde sich nicht noch einmal so gehen lassen!

Zur selben Zeit lehnte Marianne draußen vor dem Kerker an der Wand und atmete tief durch. Sie war heilfroh, dass sie ein weiteres Nachsitzen überstanden hatte, ohne dass sie ihre Nervosität zu einem Fehler verleitet und sie sich völlig zum Affen gemacht hatte. Aber noch immer raste ihr Herz.
Sie fühlte, wie sich sie es immer mehr wollte, dass er sie wieder berührte, dass er sie länger, intensiver berührte.
Dass er sie berührte? ... Nein, das konnte nicht sein. Snape war ihr gehasster Lehrer, sie konnte sich unmöglich zu ihm hingezogen fühlen! Aber warum klopfte ihr Herz jedes Mal so laut, wenn er in der Nähe war?
Marianne war völlig verwirrt und machte sich auf den Weg zurück in den Gemeinschaftsraum. Sie verbrachte den ganzen Abend damit, über die Geschehnisse nachzugrübeln, doch sie schaffte es einfach nicht, ihre Gedanken zu ordnen.
Was ging bloß in seinem Kopf vor? Ließ er sie tatsächlich nachsitzen, weil er sie brauchte, oder...
Marianne dachte nach.
Was konnte er bloß von ihr wollen? Warum hatte er über ihre Hand gestrichen? Wusste er denn, was er damit in ihr auslöste? Wollte er sie damit testen? Sie reizen? Sie herausfordern? Wollte er einfach nur sehen, wie sie darauf reagieren würde?
Es fiel ihr schwer, nicht mehr daran zu denken und mit jedem Mal entstanden weitere Bilder in ihrem Kopf, die die Situation hätte weitergehen können.
Snape wie er ihre Hand streichelte...
Snape wie er ihre Hand nahm...
Snape wie er seine Fingerspitzen über ihren Handrücken gleiten ließ...
Schnell verbannte sie diese Bilder wieder aus ihrem Kopf und fragte sich, wo sie bloß herkamen. Marianne, du brauchst unbedingt einen Freund, sagte sie schließlich zu sich selbst und verbannte damit jegliche weitere Grübelei.

Doch gleich am nächsten Tag kamen die Gedanken wieder und nachdem sie tagelang darüber nachgedacht hatte, gab sie es auf. Sie musste einfach mit jemand anderem darüber reden – sie musste unbedingt wissen, was ein Außenstehender von Snapes Verhalten hielt.
Sie nahm Lisa zur Seite, als die anderen bereits zum Abendessen gingen und erzählte ihr, was passiert war. Aber sie konnte unmöglich zugeben, dass sie es gewollt hatte, dass er ihr so nahe kam, daher ließ sie diese Tatsache aus und erzählte die Geschichte so, wie jede andere Schülerin sie empfinden würde.
„Er hat mich plötzlich berührt, weißt du. Ich weiß nicht, ob es nur Einbildung war, aber ich empfand so eine Spannung zwischen uns. Nicht so, wie ich es von ihm als Lehrer gewohnt bin, es war etwas anderes, das die Spannung ausmachte, aber ich kann es mir nicht erklären.“
Lisa war erst geschockt, als sie davon hörte, doch dann ließ sie sich beruhigen und ging auf Marianne ein.
„Willst du damit sagen, dass Snape was von dir will?“, fragte sie.
„Meinst du, dass das sein könnte…?“, fragte Marianne, ohne eine Antwort darauf zu geben.
„Das ist schwer zu sagen, Marianne. Ich hab Snape bisher noch nie so gesehen, aber irgendwo ist er ja auch nur ein Mann und soweit ich weiß hatte er schon ewig keine Freundin mehr …“
„Ich weiß nicht. Immerhin ist er unser Lehrer... meinst du wirklich, dass er etwas an mir findet?“
„Na klar: Das, was jeder Mann an dir findet, Marianne. Du weißt doch, dass du gut aussiehst. Ich denke, es ist durchaus möglich, dass er dich attraktiv findet.“
„Aber es gibt doch so viele Mädchen hier, warum macht er das gerade bei mir?“
„Weiß nicht, vielleicht steht er wirklich auf dich... Und möglicherweise ist das eben seine eigenartige Weise, es dir zu zeigen.“
„Mich nachsitzen zu lassen...?“, fragte sie ungläubig.
„Naja, keine Ahnung. Ich kenne ihn nicht gut genug, aber ich fand ihn von Anfang an komisch, wie alle anderen in dieser Schule.“
„Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll...“
„Wenn du dich belästigt fühlst, dann rede doch mal mit Flitwick...“
Marianne wusste, dass sie bestimmt mit niemandem darüber reden würde – und schon gar nicht mit Flitwick. Am ehesten hätte sie sich mit so einem Problem an McGonagall gewandt, denn sie fühlte sich mehr verbunden mit ihr als mit ihrem Hauslehrer.
„Ich werde es mir überlegen.“, versprach sie. „Danke für deine Hilfe.“
„Gern geschehen. Ich bin sicher, du machst das Richtige.“
Niemals würde sie zugeben, dass es sie nicht störte, wenn er ihr näher kam, dass sie sogar den Wunsch verspürte, dass er es wieder tat. Lisa würde es nicht verstehen, nicht einmal sie selbst verstand, was mit ihr vorging, daher war es besser, bei dieser Version zu bleiben.

Zur selben Zeit hatte sich die große Halle bereits gefüllt. Alle Schüler und Lehrer hatten sich bereits niedergelassen hatten und warteten auf das Essen, nur ein Platz bei den Hogwarts-Angestellten war noch leer – der von Snape. Wie so häufig trat er gerade erst in den Saal; er konnte es einfach nicht ausstehen, sich zwischen den Schüler hindurch drängeln zu müssen, deshalb wartete er meistens ab, bis sie bereits alle an den Tischen saßen.
Ohne die lärmenden Jugendlichen zu beachten schritt er mit wallendem Umhang den Gang entlang. Er ging eilig die Treppen hinauf und nickte Dumbledore zu, dann setzte er sich auf seinen Platz. Von außen betrachtet schien Snape das Geschehen um ihn herum völlig gleichgültig zu sein, doch dieses Mal war es anders:
Es war ihm aufgefallen, dass er nicht der letzte, der fehlte war. Ein Platz war immer noch leer und dieser gehörte Marianne, sie saß nicht auf ihrem Platz, aber es war nicht üblich, dass sie später kam. Außer ihm kam normalerweise nie jemand zu spät. Er wunderte sich über sich selbst, dass er es überhaupt bemerkt hatte und überzeugte sich, dass es eigentlich nichts zur Sache tue was dieses Mädchen tat und es ihn nicht eine Sekunde lang beschäftigen musste. Dann wandte er sich dem üppigen Mahl zu, das vor ihm auf dem Tisch ausgebreitet war.
Alle anderen hatten schon zu essen begonnen und so musste er nicht befürchten, von einem seiner Sitznachbarn angesprochen und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Meist wurde es sowieso eher ein Monolog seiner Kollegen, denen er nur manchmal ein abweisendes Brummen oder ein ‚Augenbraue-in-die-Höhe-Ziehen’ entgegen setzte.
Dies war ein bewährtes Mittel, damit seine Kollegen ihn in Frieden ließen – jedenfalls die meisten. Nur sein Sitznachbar Professor Flitwick verstand seine Andeutungen einfach nicht und versuchte jedes Mal aufs Neue, Small-Talk mit ihm zu führen. Das waren die Momente, in denen sich Albus und Minerva schmunzelnde Blicke zuwarfen und gespannt abwarteten, wer dieses Mal gewinnen würde. Zumeist hatte sich Snape gut unter Kontrolle und ignorierte den plappernden Flitwick neben sich erfolgreich. Manchmal kam es jedoch vor, dass ihm die Nerven durchgingen und er sich entweder mit einer bissigen Antwort in ein Streitgespräch mit seinem Kollegen verwickelte oder, dass er nach den wenig erfolgreichen, grimmigen Blicken seinen Platz verließ und verärgert aus dem Saal rauschte.
Snape war es nur recht, dass Flitwick diesmal ein anderes Opfer gefunden hatte. Auf einem Ohr hörte er, dass Hagrid gerade über die überaus interessante Geschichte der Muggel in Frankreich belehrt wurde. Das würde bestimmt den ganzen Abend dauern...
Erleichtert ließ er verschiedene Schalen mit Essen zu sich fliegen und gab von jedem etwas auf seinen Teller. Bevor er den ersten Bissen nehmen konnte, traten zwei Mädchen in die große Halle und er sah automatisch auf. Es wurde ihm plötzlich heiß, als er Marianne sah. Sie schritt den Gang entlang, auf dem er gerade eben gekommen war. Ihre Hüften wippten beim Gehen, die Schuluniform ließ ihre Figur deutlich erkennen - und schon wieder regte sich etwas in seiner Hose.
Snape riss sich schnell von diesem Anblick los und wandte seinen Blick dem Essen zu, er wollte keine Aufmerksamkeit erregen. Wer wusste, ob es nicht jemandem auffiel, wie er sie ansah. Er atmete tief durch und hoffte, dass das Pochen in seiner Hose bald wieder nachließ.
Aus dem Augenwinkel sah er, wie sie und ein anderes Mädchen sich auf ihren Platz setzten und mit Cho Chang ein paar Worte wechselten. Marianne hatte sich in letzter Zeit sehr verändert und war richtig erwachsen geworden, dachte er. Er musste sich in diesem Moment erstmals eingestehen, dass Marianne nicht nur gut aussah, sondern dass er sie tatsächlich anziehend fand. Doch er hatte sich geschworen, sie nie wieder anzurühren und dabei wollte er es auch belassen. Immerhin war sie seine Schülerin und wenn Dumbledore davon erführe...
Er dachte den Satz nicht zu Ende. Er wollte sich nicht ausmalen, was dann geschähe. Nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass sein Entschluss der Richtige war, wandte er sich wieder seinem Essen zu und dachte wie immer über die Zaubertränke nach, die er für Dumbledore braute.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich war neulich bei Topshop und eine Frau, die dort arbeitete sagte zu mir: 'Witzig, du siehst genauso aus wie das Mädchen, das Hermine spielt!' - 'Äh ja, weil ich es bin.' - 'Bitte? Was? Wie bitte!?'
Emma Watson