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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Hogsmeade

von Lilly10

Am nächsten Tag, es war Sonntag, versammelten sich die Schüler unten im Hof, denn es war ein Ausflug nach Hogsmeade geplant. Sie mussten schon viel lernen, um in drei Monaten die UTZs zu erlangen und waren ziemlich gestresst, deshalb bot der Ausflug eine willkommene Abwechslung.
Marianne ging mit ihren Freundinnen hinunter und sie stellten sich zu ein paar Mädchen aus Gryffindor, die sie kannten. Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und es war bereits der Beginn des Frühlings zu bemerken. Der perfekte Tag, um durch die Straßen zu schlendern und etwas auszuspannen.
Die Schüler standen schon alle im Hof herum und warteten ungeduldig, bis die Lehrer endlich kommen und ihnen die Erlaubnis geben würden, zu gehen.
Marianne hatte sich in den letzten Tagen wieder etwas erholt und die Vorfreude auf diesen Ausflug hatte ihr dazu verholfen, Snape wenigstens für eine Zeit lang zu vergessen und sich besser zu fühlen. Außerdem hatten sich die Mädchen ausgemacht, zu Besenknecht Sonntagsstaat zu gehen, um sich einen neuen Umhang für ihren Abschluss zu kaufen. Sie wollten es sich leisten, da sie doch die Schule bald abschließen würden und dabei so gut wie möglich aussehen wollten und nach den mühsamen letzten Jahren hatten sie das ja auch verdient.
Es war laut im Schulhof, denn alle Schüler ab der dritten Schulstufe wollten an diesem schönen Tag nach Hogsmeade.
Schließlich war es endlich so weit und zwei Lehrer traten durch das Tor – es waren McGonagall und Snape. Marianne erschrak leicht, als sie ihn sah, aber sie riss sich schnell zusammen. Sie würde sich nicht mehr von ihm runterziehen lassen und beruhigte sich damit, dass sie gleich nach Hogsmeade aufbrechen würde und ihn den ganzen Tag lang nicht mehr sehen musste. Die beiden Lehrer kontrollierten, ob auch alle Schüler die Erlaubnis hatten, nach Hogsmeade zu gehen und Marianne ging schnell zu McGonagall, damit sie nicht mit Snape sprechen musste.
„Professor.“, sprach Marianne sie an. „Mein Vater ist immer noch in Frankreich, aber Professor Dumbledore weiß Bescheid, dass er mir die Erlaubnis erteilt hat, nach Hogsmeade zu gehen.“
McGonagall nickte.
„Gut, das geht in Ordnung, Miss Richis.“, antwortete sie.
„Nein, Minerva. Miss Richis wird nicht nach Hogsmeade gehen.“, kam es plötzlich von weiter drüben.
Marianne gab es einen Stich ins Herz, denn sie hatte sofort Snapes Stimme erkannt. Marianne und McGonagall blickten zu ihm hinüber.
„Haben Sie die schriftliche Erlaubnis?“, fragte Snape.
„Nein, aber...“, begann Marianne.
„Dann werden Sie auch nicht gehen.“, unterbrach Snape sie.
„Severus!“, sagte McGonagall in einem scharfen Ton. „Du hast nicht das Recht dazu, sie aufgrund v...“
„Das habe ich sehr wohl.“, fuhr Snape dazwischen und wandte sich Marianne zu.
„Ich habe Ihnen das Nachsitzen erlassen, aber das bedeutet nicht, dass das Verbot, nach Hogsmeade zu gehen, ebenfalls aufgehoben ist.“
Marianne starrte ihn an und brachte keinen Ton heraus, denn sie war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Unglaubliche Wut war in ihr aufgestiegen, doch dieser Zorn war gepaart mit dem Gefühl der Hilflosigkeit. Er war immer noch ihr Lehrer und konnte über sie hinweg entscheiden, ohne dass sie etwas dagegen machen konnte. Es war ihm klar, aber anscheinend völlig egal, dass er ihr den Tag verdarb, auf den sie sich so gefreut hatte. Sie fühlte, dass sie die Tränen nicht mehr lange zurückhalten konnte. Warum tat er das nur, fragte sie sich verzweifelt. Hasste er sie denn seit dem Ball so sehr?
Sie hielt es in seiner Nähe nicht mehr länger aus und bevor einer der Lehrer noch etwas sagen konnte, rauschte sie an ihnen vorbei und lief ins Schloss zurück. Erst als sie außer Sichtweite war rannen ihr die Tränen über die Wangen. Warum behandelte er sie nur so fies? Was hatte sie ihm denn getan? Ja, sie fühlte sich zu ihm hingezogen und sie hatte seinen Kuss erwiderte, aber war das denn ein Verbrechen? Warum bestrafte er sie so sehr dafür? Musste er in ihrer Wunde noch weiter herumbohren?
Der Zorn auf ihn hatte sie so erfüllt, dass sie den Weg zu Dumbledores Büro einschlug. Sie würde sich diese Behandlung nicht mehr länger gefallen lassen, sie würde sich beim Direktor beschweren. Als sie vor seiner Tür ankam, blieb sie erst stehen und wischte sich die Tränen ab. Als sie sich sicher war, dass sie wieder halbwegs normal aussah, klopfte sie an seiner Tür.
„Herein.“, kam es sofort.
Marianne trat in Dumbledores Büro und ging langsam auf ihn zu. Sie hatte sich gar nicht überlegt, was sie eigentlich sagen sollte, doch er sah sie bereits erwartungsvoll an.
"Alles in Ordnung, Marianne?", fragte er sie.
"Nein.", erwiderte sie. „Professor, ich... ich wollte mit meinen Freundinnen nach Hogsmeade gehen, aber Professor Snape hat es mir verboten.“
„Nun, hat er denn erklärt warum?“
„Nein. Er hat gesagt, dass er mir nur das Nachsitzen erlassen hat, aber nicht das Verbot, nach Hogsmeade zu gehen...“, erwiderte Marianne mit trockener Stimme.
Dumbledore sah, wie aufgewühlt Marianne war und stand auf, ging zu ihr und legte ihr seinen Arm um die Schultern.
„Komm, setz dich erst mal und beruhige dich.“
Er führte sie zur Bank und setzte sich dort mit ihr.
„Professor, ich... ich verstehe nicht, warum er mir nicht erlaubt, dorthin zu gehen. Alle meine Freundinnen dürfen doch auch und ich habe doch nichts getan.“
Dumbledore sah sie mitfühlend an und sagte dann:
„Weißt du, wenn Professor Snape dich nicht gehen lässt, hat er bestimmt gute Gründe dafür. Vertraue einfach darauf.“
„Aber ich finde es ungerecht.", beschwerte sich Marianne. "All die anderen dürfen doch auch gehen.“ Sie glaubte keine Sekunde lang daran, dass Snape gute Gründe hatte.
„Nun, es ist eine turbulente Zeit.“, erwiderte Dumbledore. „Daher ist es sicherer, wenn du hier bleibst.“
„Aber, warum ich?“, fragte Marianne verzweifelt.
Sie hatte sich das Gespräch mit Dumbledore völlig anders vorgestellt. Sie hatte gehofft, dass er sofort mitkommen und alles für sie regeln würde, damit sie doch gehen durfte, doch stattdessen hinterfragte er Snapes Verhalten. War es denn nicht klar, dass es ungerecht war und dass Snape aus reiner Bosheit handelte? Aber scheinbar sah der Direktor das nicht so, er stand anscheinend sogar hinter Snapes Entscheidung. Frustriert und leicht verärgert starrte sie zu Boden.
„Erinnerst du dich daran, warum du Okklumentik erlernt hast, Marianne?“, fragte Dumbledore sie schließlich.
Marianne sah auf. Was hatte denn das jetzt damit zu tun? Sie verstand nicht, worauf er hinaus wollte, aber trotzdem nickte sie.
„Es ist vielleicht schwer für dich, Professor Snapes Entscheidung nachzuvollziehen, aber er hatte ganz bestimmt nicht die Absicht, dir zu schaden.“
Marianne blickte den Direktor an. Hatte er nicht? Für sie sah es aber ganz danach aus, für sie schien es, als nutzte Snape seine Macht aus, um ihr eines auszuwischen. Was auch immer der Grund dafür war.
„Mein Anliegen und das von Professor Snape ist es nicht nur, die Schüler zu bilden, sondern auch, sie zu beschützen.", fuhr Dumbledore fort. "Es tut mir Leid, dass du heute nicht nach Hogsmeade gehen kannst, aber wir möchten kein Risiko eingehen und daher sind wir sehr vorsichtig. Möglicherweise hat Professor Snape diesmal etwas überreagiert - du bist keineswegs in unmittelbarer Gefahr - aber seine Intention ist die, dich zu schützen und nicht, dir Schaden zuzufügen.“
Dumbledore verstummte und sah Marianne an.
Sie war nun nicht mehr wütend und verzweifelt, aber dafür umso verwirrter. Sie konnte nicht verstehen, warum sie in Gefahr sein sollte, was sollte denn Voldemort von ihr wollen...?
Doch sie vertraute Dumbledore - er würde sie sicher niemals anlügen - und der Gedanke, dass Snape sie schützen wollte, versöhnte sie etwas. Natürlich war es ärgerlich, dass sie nicht nach Hogsmeade konnte, aber die Wut, die sie vorher verspürt hatte, war plötzlich weg.
„Vielen Dank, Professor.“, sagte sie schließlich.
Dumbledore lächelte.
„Keine Ursache, Marianne.“
Marianne stand auf.
„Es ist bloß eine Vorsichtsmaßnahme und kein Grund, sich Sorgen zu machen.“, fügte der Direktor hinzu.
Marianne nickte und verabschiedete sich. „Guten Tag, Professor.“
Gedankenverloren verließ sie sein Büro und machte sich auf den Weg zurück in den Gemeinschaftsraum. Eigenartig. Sie war hierhergekommen, um sich zu beschweren, um zu erreichen, dass Snape das Verbot zurückziehen musste. Sie war in rasender Wut eingetreten und hatte keine Sekunde lang gezweifelt, dass sie die vollste Unterstützung des Direktors bekommen würde, doch sie kam nun verwirrt wieder heraus. Das Gespräch war in eine völlig andere Richtung gegangen als sie erwartet hatte und doch fühlte sie sich nun viel besser.
Snape sorgte sich um sie!? Konnte das möglich sein? Dieser Gedanke rührte sie und sie konnte es kaum glauben. Sollte er doch etwas für sie empfinden? Steckte hinter seiner rauen Behandlung ein völlig anderer Grund, als er erkennen ließ? Für sie war es dabei nebensächlich, warum sich Snape Sorgen um sie machte, denn sie glaubte nicht daran, dass sie wirklich in Gefahr war. Für sie zählte allein, dass er sich um sie sorgte, denn dann musste ihm etwas an ihr liegen, dann musste er sie doch auch mögen.
Durch das Gespräch mit Dumbledore hatte sie nun viel, worüber sie nachdenken konnte und daher verging die Zeit ziemlich schnell, bis ihre Freundinnen wiederkamen. Zu ihrer Überraschung hatten sie keine Schachteln mit neuen Umhängen mit, denn aus Solidarität hatten sie nichts gekauft. Sie würden eben einmal gemeinsam nach London fahren und dort einkaufen, sagten sie. Gerührt umarmte Marianne sie und ihr Tag war gerettet. Sie war sogar glücklich darüber, wie sich alles gewendet hatte und war in besserer Laune als jemals in den Tagen zuvor.


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