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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Besuch für Severus

von Lilly10

Es klopfte an Severus‘ Tür und er sah verwundert auf. Wer konnte das sein? War Marianne nochmal zurückgekommen?
„Herein?“
Die Tür ging langsam auf und Xavier erschien. Überrascht und gleichzeitig alarmiert blickte Severus ihn an. Er hatte schon lange nichts mehr von seinem ehemaligen Schützling gehört und wusste nicht, was dieser in den letzten Monaten getrieben hatte. Seit er kein Spion mehr war, fiel es ihm schwer, an Informationen heranzukommen und auf dem Laufenden zu bleiben.
„Komm herein, Xavier.“, sagte er und ließ sich keine Regung anmerken.
Xavier schien nervös zu sein, denn er schloss leise die Tür und kam zögernd auf ihn zu. Seine Haare fielen ihm lange den Rücken hinunter und er war schon beinahe so groß wie sein Vater, doch seine Augen hatten im Moment nichts von der kühlen Überheblichkeit, die Severus sonst von dieser Familie gewöhnt war.
„Kann ich etwas für dich tun?“, fragte Severus vorsichtig.
„Ich dürfte überhaupt nicht hier sein, Professor.“, sagte er leise.
Er schien sehr eingeschüchtert zu sein und große Angst vor Konsequenzen zu haben. Severus war sofort klar, dass seine Familie oder der dunkle Lord dahinterstecken mussten.
Er sah ihn an und empfand Mitleid mit ihm, doch gleichzeitig plagte ihn die Frage, ob Xavier bereits den letzten Schritt gegangen war. Hatte er sich dem dunklen Lord bereits angeschlossen? Trug er das dunkle Mal an seinem Arm? Severus konnte es nicht sehen, denn Xavier trug ein schwarzes Hemd mit langen Ärmeln.
„Setz dich, Xavier.“
Er tat wie geheißen, aber er schien sich nicht entspannen zu können.
„Professor, ich wollte Ihnen... ich muss Ihnen etwas sagen.“
Severus nickte.
„Du kannst mir alles anvertrauen.“
Der Junge schluckte.
„Sie... Sie dürfen niemandem sagen, von wem Sie es wissen.“
Forschend sah Severus ihn an, doch dann erwiderte er:
„Du kannst dich darauf verlassen.“
Xavier schien es nochmal kurz abzuwägen, doch dann sagte er:
„Der... der dunkle Lord plant einen Angriff auf Hogwarts. Alles steht schon fest.“
Severus‘ Augen ruhten auf dem Jungen. Er nannte ihn den dunklen Lord...
So nannten ihn nur seine Anhänger. Seine Hoffnung, dass er den Jungen noch davor bewahren konnte, schwand immer weiter. Aber war er auch ehrlich? Dass Voldemort weitere Angriffe plante, war ja keine große Überraschung und half ihm nicht viel weiter. Vielleicht war es eine Falle?
„Kannst du mir Näheres darüber sagen?“, fragte er und beobachtete ihn genau.
Xavier verriet ihm, wann der Angriff geplant war, wo sich die Todesser trafen und wann sie das nächste Mal zusammen kommen würden. Währenddessen kämpfte Severus mit sich. Wenn Malfoy ein Todesser war musste er ihn aufhalten, er musste ihn entwaffnen und dem Gericht aushändigen...
Doch Severus sah sich selbst in ihm, als er noch jung gewesen war. Er wusste, wie dankbar er gewesen war, als er bei Dumbledore auf Verständnis gestoßen war, wie wichtig es gewesen war, eine Person zu finden, die sich ihm angenommen hatte. Würde Xavier die Seiten wechseln, wenn er ihm nur genügend Vertrauen entgegen brachte?
Schließlich hatte der Junge mit seinem Bericht geendet und Severus blieb vollkommen ruhig.
„Danke, du hast mir damit sehr geholfen. Ich werde dafür sorgen, dass die Informationen bestmöglich genützt werden.“, versprach er.
Der junge Malfoy nickte nur kurz und wollte dann aufstehen.
„Es war sehr mutig von dir, hierher zu kommen.“, bemerkte Severus, um ihn in ein weiteres Gespräch zu verwickeln.
Er wollte noch mehr Hinweise finden, die ihm sagen konnten, wo Xavier nun stand. Doch dieser schien seine Absicht zu bemerken, denn er wurde nervös und stand hastig auf. Reflexartig tat Severus es ihm gleich, denn er verspürte den Drang, ihn zurückzuhalten. Xavier sah ihn alarmiert an.
Severus wollte ihn beruhigen und sagte:
"Xavier, wenn du hier bleibst, kann ich..."
Im selben Moment zog der junge Malfoy blitzartig seinen Zauberstab und richtete ihn auf seinen ehemaligen Professor. Severus hatte sein Vorhaben rechtzeitig bemerkt, aber er tat es ihm nicht gleich, sondern hielt sofort inne. Er wollte diese Begegnung nicht feindselig enden lassen und blieb so still wie möglich stehen, um den Jungen nicht weiter zu bedrängen. Doch das schien nicht die gewünschte Wirkung zu erzielen, denn Xavier schrie:
"Versuchen Sie nicht, mich aufzuhalten!"
Severus hatte das Gefühl, dass jede unüberlegte Bewegung den jungen Malfoy dazu bringen würde, seinen Zauberstab gegen ihn zu verwenden. Er fühlte die Spannung in der Luft und wusste, dass er etwas tun musste.
"Ich werde dich nicht angreifen, Xavier.", erklärte er.
Noch immer wusste er nicht, wie der Junge reagieren würde. Severus stand aufrecht da und bot somit eine große Angriffsfläche.
"Bleiben Sie dort stehen.", rief Xavier noch immer leicht panisch und ging langsam zurück zur Tür.
Severus sah, dass die Hand, mit der er den Zauberstab hielt, zitterte. Hatte er solche Angst vor seinem ehemaligen Professor? Womöglich hatte er Angst, dass Severus ihn als Todesser sah. Doch er hoffte, dass Xavier immer noch genug Vertrauen zu ihm hatte, dass ihn dies von irgendwelchen Dummheiten abhielt.
"Du kannst gehen wann immer du willst. Ich habe nicht die Absicht, dich aufzuhalten.", sagte Severus so ruhig wie möglich.
Xavier schien sich wieder sicherer zu fühlen, sei es aufgrund Severus' Worte oder weil er nun direkt neben der Tür stand. Sicherheitshalber blieb Severus regungslos hinter seinem Schreibtisch stehen.
„Ich möchte nur, dass du eines weißt: Wenn du einen anderen Weg einschlagen willst, kann ich dir zur Seite stehen. Ich kann dafür sorgen, dass...“
„Nein.“, wehrte Xavier sofort ab. „Ich brauche Ihre Hilfe nicht."
Still standen sie sich gegenüber, dann nahm Xavier langsam den Zauberstab hinunter.
"Wiedersehen, Professor.“, sagte er und verschwand so schnell, wie er gekommen war.
Severus starrte für einige Momente die Tür an und atmete tief durch. Das war gerade noch einmal gut gegangen, dachte er, und wunderte sich über diesen eigenartigen Besuch. Xavier war wie verwandelt und wirkte wie ein verängstigtes, scheues Reh. Was hatte er wohl in den letzten Monaten durchgemacht?
Gedanken rasten durch seinen Kopf und er ließ das, was gerade eben passiert war, auf sich einwirken. Er hätte in Malfoys Gedanken eindringen sollen, dachte er. Wie sollte er wissen, ob er die Wahrheit sagte oder ob alles nur zu einem Plan von Voldemort gehörte, um sie in die Falle zu locken?
Nach einer Weile kam er ruckartig wieder in die Realität zurück und eilte in Richtung Dumbledores Büro.

Dort angekommen stürmte Severus hinein ohne anzuklopfen, doch der Direktor war kaum überrascht, einen Gast zu sehen. Er hatte gehört, dass sich die Treppe bewegte und jemand auf dem Weg zu ihm war. Auch wenn Severus‘ Gesicht so emotionslos war wie sonst, merkte er ihm sofort an, dass etwas nicht in Ordnung war. Der Direktor stand auf.
„Was gibt es, Severus?“
„Xavier war eben bei mir...“
Dumbledore zog überrascht die Augenbrauen in die Höhe.
„... und ich befürchte, dass er das Mal bereits trägt.“, sagte Severus.
Dumbledore hörte die Gefühlsregungen, die in seinem Kollegen vorgingen, aus dessen Stimme heraus.
Bedauernd seufzte er.
„Ich habe es geahnt.“
Severus‘ Gesicht war ernst:
„Ich hätte mich mehr um ihn kümmern müssen...“
„Nein, Severus.“, entgegnete der Direktor energisch. „Du hast alles getan, was du konntest. Xavier hatte einfach zu viele schlechte Einflüsse.“
„Er hatte kein Vertrauen mehr zu mir, ich habe ihn zu stark unter Druck gesetzt. Aus diesem Grund ist er nicht zu mir gekommen, bevor er die Entscheidung getroffen hat.“, sagte Severus.
Dumbledore ging um den Schreibtisch herum auf ihn zu und sein Mantel schwang mit seinen Schritten mit. Schließlich blieb er vor ihm stehen und sah ihn bestimmt an.
„Du hast dir nichts zu Schulden kommen lassen. Es war nicht möglich, ihn von der Entscheidung abzubringen.“
Severus entgegnete darauf nichts und erzählte weiter:
„Er hat mir eben Hinweise gegeben, dass der dunkle Lord einen weiteren Angriff plant. Und er hat mir verraten, wo sie sich aufhalten und wann sie sich als nächstes treffen.“
Dumbledore sagte für einen Moment nichts. Er war überrascht, so viele Neuigkeiten zu hören. Es galt, sofort Maßnahmen gegen einen Angriff zu setzen, aber auf der anderen Seite schien es, als hätten sie einen neuen Spion gefunden. Er lächelte leicht. Vielleicht war Xavier Malfoy doch nicht so ein eingeschweißter Todesser wie sein Vater...
Während Dumbledore nachdachte und immer mehr Hoffnung schöpfte, hatte sich Severus auf einen Sessel neben ihm niedergelassen und starrte ernst den Boden an. Dumbledores Blick fiel auf ihn, aber er ließ sich davon nicht beirren und sagte nachdenklich:
„Die Hinweise könnten uns helfen, Voldemort endlich auszuschalten.“
Severus sah auf und erwiderte:
„Es könnte eine Falle sein, Albus. Wer weiß, ob er die Wahrheit sagt. Er ist intelligent, er könnte im Auftrag des dunklen Lords gekommen sein.“
„Lass das erstmal meine Sorge sein.“, sagte der Direktor und ging nachdenklich zurück um seinen Schreibtisch herum.
Severus war ihm mit seinen Augen gefolgt und als Dumbledore wieder saß, betonte er erneut:
„Es ist keineswegs sicher, auf welcher Seite er steht, Albus.“
„Wenn der Plan aufgeht, wird Xavier einen großen Teil zur Vernichtung Voldemorts beitragen.“, erklärte der Direktor.
Severus schnaubte. Dumbledore und sein unbezwingbarer Optimismus! Glaubte der alte Narr tatsächlich, dass sie den dunklen Lord nun so einfach ausschalten konnten? Bestimmt nicht.
Und zusätzlich befand sich Xavier in höchster Gefahr. Wenn der dunkle Lord erfuhr, dass er hier gewesen war, bedeutete das seinen Tod – außer, der dunkle Lord hatte ihn selbst darauf angesetzt. Dann wiederum waren sie selbst in allerhöchster Gefahr.
Severus starrte vor sich hin. Konnten sie überhaupt mit Xaviers Hinweisen etwas anfangen, wenn es nicht sicher war, ob er die Wahrheit sagte? Plötzlich bereute er es, dass er ihn so einfach gehen lassen hatte...
„Gab es irgendetwas Auffälliges an seiner Erscheinung?“, fragte der Direktor.
Severus sah auf.
„Er war eingeschüchtert und ängstlich, als er bei mir war.“
Severus' Mundwinkel zuckte, als er an die weiteren Geschehnisse dachte, und er fuhr fort:
"Und er hat mich bedroht, als er dachte, dass ich ihn aufhalten wollte."
Dumbledore sah seinen Kollegen überrascht an.
"Tatsächlich?"
Severus nickte und sein zynisches Lächeln verschwand.
"Er scheint unter großem Druck zu stehen."
Der Direktor dachte kurz nach.
„Nun, es gibt also zwei Möglichkeiten.“, fasste er schließlich zusammen. „Entweder er hatte Angst, dass Voldemort herausfindet, dass er bei dir war. Oder er hatte Angst, dass du herausfindest, dass er uns in eine Falle locken möchte.“
Severus erwiderte nichts.
„Was sagt dir deine Intuition, Severus?“, hakte der Direktor nach.
Severus zog eine Augenbraue in die Höhe. Er mochte es nicht, von Intuition zu sprechen, wenn so viel auf dem Spiel stand... Aber würde Xavier es wirklich übers Herz bringen, sie alle zu verraten? Seine ehemaligen Lehrer, die Schüler... Nun, der dunkle Lord hatte immer genug Druckmittel gefunden, um seine Todesser zum Äußersten zu bringen...
Dumbledore sah ihn an und schien zu erkennen, dass er keine Antwort bekommen würde.
„Meine Intuition sagt mir, wir sollten ihm eine Chance geben und ihm vertrauen.“
„Wenn dich deine Intuition in die Irre führt, bringen wir die Ordensmitglieder in höchste Gefahr.“, erwiderte Severus mit trockener Stimme.
„Severus...“, begann Dumbledore mit weicher Stimme. „Du weißt, dass ich damals an dich geglaubt habe. Und auch zu diesem Zeitpunkt war meine Intuition die Richtige.“
„Es war eine Kette von Umständen, die mich dazu gebracht hat, die Seiten zu wechseln.“, entgegnete Severus. „Was hat Xavier für einen Grund, sich der Gefahr auszusetzen und für uns zu spionieren? Sein Vater hat ihn von klein auf beeinflusst, seine halbe Familie trägt das dunkle Mal.“
„Er hat ein besseres Herz als sein Vater, Severus. Ich glaube fest daran, dass er seinen Fehler erkennen wird – wobei ich denke, dass er es bereits tut und heute die Wahrheit gesagt hat.“
„Wir können das Risiko nicht eingehen und ihm vertrauen, ohne Beweise zu haben.“, entgegnete Severus bestimmt. „Und selbst wenn er die Wahrheit sagt, tat er es womöglich nur aus Schuldbewusstsein, weil er den Tod der Schüler nicht verantworten kann.“
„Nun, auch bei dir war es Schuldbewusstsein, das dich zum Umkehren bewegt hat... “
Severus sah ihn genervt an. Musste er ihn andauernd mit Xavier vergleichen? Doch Dumbledore sprach weiter:
„Wir werden sehen, ob er uns noch weitere Informationen zukommen lässt. Zeig ihm, dass du da bist, wenn er jemanden braucht. Er soll sich an dich wenden können, wenn er einen Rat braucht.“
„Du willst ihn tatsächlich zu deinem Spion machen? Er ist noch nicht einmal 19 Jahre alt...“, wandte Severus ein.
„Nun, schlussendlich wird es für ihn das Beste sein, meinst du nicht auch?“
Severus zog skeptisch die Augenbrauen in die Höhe. Wenn er an seine Zeit der Spionage zurückdachte, konnte er nicht behaupten, dass es das Beste für ihn gewesen sei... Es war ihm bloß nichts anderes übrig geblieben, wenn er seine Schuld irgendwie lindern wollte.
„Sei es, wie es sei.“, sagte Dumbledore schließlich. „Ich kümmere mich um das Weitere und ich werde eine Versammlung einberufen, wenn ich entschieden habe wie es weiter geht.“
Damit war klar, dass das Thema für den Direktor beendet war und er die Sache alleine in die Hand nehmen würde. Severus stand auf, wenig überzeugt, dass Dumbledore wusste, was er tat.
Trotzdem versuchte er, auch etwas von dieser Hoffnung zu spüren, die den Direktor so einzunehmen schien. Konnte es tatsächlich geschehen, dass der Krieg endete? Es war kaum vorstellbar, dass es nun bald so weit sein würde, schließlich war zu seinen Lebezeiten fast immer Krieg gewesen...
Severus nickte dem Direktor zu und machte sich dann auf den Weg zurück in seine Gemächer. Er war etwas beruhigter als zuvor. Auch wenn Dumbledore oft leichtfertig und naiv zu sein schien, hatte Severus immer noch großes Vertrauen in ihn. Im Endeffekt schaffte er es doch immer wieder, alles zum Guten zu wenden und er konnte nur hoffen, dass es ihm auch diesmal gelingen würde...


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Wenn mir früher jemand erzählt hatte, was einmal alles passieren würde, hätte ich kein einziges Wort geglaubt.
Joanne K. Rowling