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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Ein böses Erwachen

von Lilly10

Es war etwa sechs Uhr am übernächsten Morgen, als Marianne plötzlich aus dem Schlaf gerissen wurde. Sie schlug erschrocken die Augen auf und blickte in die Dunkelheit. Irgendetwas hatte sie geweckt, ein lautes Poltern oder Rumpeln, aber sie konnte sich nicht genau erinnern, schließlich hatte sie ja gerade noch geschlafen. Marianne starrte in die Dunkelheit und lauschte angestrengt. Es verging etwa eine Minute, ohne dass sich etwas rührte, und schließlich beruhigte sich Marianne wieder. Es war bestimmt nichts, sie musste sich getäuscht haben, dachte sie und drehte sich auf die Seite. Nur wenige Minuten später war sie wieder eingeschlafen.
Erst gegen neun Uhr vormittags wachte sie wieder auf und streckte sich, wobei sie den Vorfall in der Nacht schon wieder vergessen hatte. Sie stand auf und zog sich an, während sie wie immer an Severus dachte und sich bange fragte, wann sie ihn wiedersehen würde. Noch immer hatte sie nichts von ihm gehört und es war nun beinahe schon eine Woche her. Und sie konnte nicht einmal mit jemandem darüber reden... Nachdem sie sich im Bad gewaschen und frisch gemacht hatte, ging sie die Treppen hinunter in die Küche. Sie trat ein, doch weder Remus noch Sirius begrüßten sie. Niemand war hier. Sie blickte zum Waschbecken hinüber, doch es stand kein benutztes Geschirr herum. Marianne wunderte sich. Sie hatten nicht gefrühstückt? Wo waren die Beiden bloß? Normalerweise schliefen beide nicht länger als bis acht Uhr.
Plötzlich erinnerte sie sich wieder an das Rumpeln in der Nacht und sie wurde nervös. Was, wenn sie sich doch nicht getäuscht hatte...? Vielleicht war jemand in das Haus eingedrungen und hatte... Sie wollte nicht weiterdenken, doch mit einem Mal wurde ihr mulmig zumute und sie nahm zur Sicherheit ihren Zauberstab in die Hand. Sie versicherte sich, dass wirklich niemand in der Küche war, und ging dann so leise wie möglich die Treppen wieder hinauf. Sie wollte nachsehen, ob die Beiden in ihren Schlafzimmern waren.
Als sie oben ankam sah sie, dass beide Türen geschlossen waren. Sie blieb ein paar Sekunden davor stehen. Plötzlich empfand sie es als viel zu ruhig hier. Was, wenn in der Nacht die Todesser eingedrungen waren? Aber hätten sie dann nicht auch Marianne gefunden? Sie hatte Angst davor nachzusehen, was sich hinter den Türen verbarg, die zu den Schlafzimmern ihrer beiden Freunde führte. Sie starrte Remus‘ Tür an. Welches Bild würde sich ihr bieten, wenn sie sie öffnete...? Schließlich nahm sie ihren Mut zusammen und hob den Zauberstab.
„Alohomora.“, flüsterte sie.
Die Tür knarrte laut und Marianne zuckte leicht zusammen. Sie blickte von einem Sicherheitsabstand in den Raum hinein, doch sie konnte nur ein leeres Bett sehen. Langsam und zögerlich trat sie ein und sah, dass Remus nicht hier war. Mit sichereren Schritten ging sie in das zweite Zimmer, das von Sirius, aber auch dieses war leer.
Marianne ging wieder hinunter in die Küche. Ihre Gedanken rasten. Wo waren die Beiden bloß? Waren sie mitten in der Nacht weggegangen? Aber warum? Und wohin? Konnte es mit Voldemort zu tun haben? Konnte etwas passiert sein? Sofort dachte sie an Severus. Was, wenn ihm etwas passiert war?
Sie musste es wissen. Sie musste sofort nach Hogwarts, um herauszufinden, was los war.
Entschieden lief sie in das Zimmer mit dem Kamin, um nach Hogwarts Büro zu flohen. Doch als sie darauf zu rannte, ertönte plötzlich ein lauter Knall und Marianne wurde zurückgeschleudert. Sie schrie auf und landete mit dem Kopf an der Wand. Gleichzeitig kugelte ihr Zauberstab irgendwo über den Boden. Als Marianne zum Liegen kam, achtete sie kaum auf die Schmerzen, denn ihre Gedanken galten allein dem Angreifer. Was würde sie sehen, wenn sie die Augen öffnete? In ihrem Kopf sah sie bereits Lucius Malfoy vor ihr stehen, der sie fies angrinste. Ihr Herz raste. Als sie die Augen aufmachte erblickte sie Kreacher, den Hauselfen, der sie von weitem ansah und ihren Zauberstab in der Hand hielt. Marianne war so erleichtert und als sie sich von ihrem ersten Schreck erholt hatte, wurde sie wütend und rappelte sich auf.
„Sag mal, bist du wahnsinnig geworden!?“, schrie sie ihn an. „Was fällt dir ein, mich anzugreifen!“
Er hatte ihr einen riesigen Schreck eingejagt, doch Kreacher lächelte nur und erwiderte:
„Anordnung von meinem Master.“
„Sirius soll dir aufgetragen haben, mich anzugreifen?“, erwiderte Marianne laut.
Sie glaubte dem Elfen kein Wort. Es war kein Geheimnis, dass Kreacher weder seinen Master noch dessen Freunde ausstehen konnte, und Marianne ging es umgekehrt genauso. Bisher hatte sie sich so gut es ging von ihm ferngehalten, außerdem hatte Sirius ihm aufgetragen, sich so wenig wie möglich zu zeigen. Diesen Auftrag hatte Kreacher so gut erfüllt, dass Marianne manchmal regelrecht vergaß, dass es den Elfen überhaupt gab.
„Master hat mir aufgetragen, Lady Marianne aufzuhalten, wenn sie versucht, das Haus zu verlassen.“
Marianne starrte ihn an und schnaubte dann wütend.
„Ach ja? Und wie wäre es gewesen, wenn du mich vorgewarnt hättest?“
„Lady Marianne wollte fliehen, Kreacher hat nur Anweisungen befolgt.“, meinte er unschuldig.
Marianne schüttelte zornig den Kopf. Sie hasste diesen Elfen immer mehr. Doch nun war sie nicht mehr in direkter Gefahr und sie spürte, wie ihr Kopf schmerzte. Sie setzte sich ächzend auf das Sofa neben dem Kamin und hielt sich den Kopf. Als sie nach einer Weile aufsah, merkte sie, dass Kreacher immer noch dastand und sie ansah.
„Was willst du?!“, bluffte sie ihn an.
„Kreacher passt nur auf, dass Lady Marianne nicht abhaut.“
Sie warf ihm einen funkelnden Blick zu und sagte dann fordernd:
„Gib mir meinen Zauberstab wieder.“
Der Hauself schüttelte den Kopf.
„Kreacher wird ihn zur Sicherheit aufbewahren.“
Marianne wurde immer genervter.
„Hat dir Sirius aufgetragen, mir den Zauberstab wegzunehmen?“, fragte sie.
Kreacher schüttelte den Kopf.
„Nein, aber es ist besser so.“
Marianne stand auf und ging auf ihn zu.
„Wenn er es dir nicht aufgetragen hat, dann gibt ihn mir sofort wieder!“, sagte sie.
„Nein!“, erwiderte der Elf laut und sah sie mit bösem Blick an. „Ich warne Euch, kommt nicht näher!“
Marianne stoppte. Sie sah im Gesicht des Elfen, dass er sie erneut angreifen würde, wenn sie nicht stehenblieb. Es würde ihm wahrscheinlich sogar Vergnügen bereiten. Marianne stützte ihre Hände in die Seiten und sagte:
„Dann erklär mir doch mal, warum Sirius dir das alles aufgetragen hat!“
Kreacher schüttelte den Kopf.
„Master hat verboten, den Grund dafür zu sagen.“
Na toll, dachte Marianne, und ihre Stimmung wurde immer gedrückter. Was sollte das alles? Warum hielt Sirius sie in seinem Haus fest? Sie hatte keine Ahnung, was hier vor sich ging, und niemand war hier um ihr weiterzuhelfen. Deprimiert ging sie zurück zum Sofa und ließ sich darauf nieder. Sie ignorierte Kreacher, der immer noch am anderen Ende des Zimmers stand und sie beobachtete. Marianne überlegte, welchen Grund Sirius für all das hatte. Sie konnte es nicht verstehen. Er konnte sie doch nicht absichtlich hier festhalten? Aus welchem Grund würde er das tun, wenn er einen klaren Kopf hatte? Marianne kam eine Idee:
War Sirius unter dem Imperius gestanden?
Aber wie hätte ein Todesser hier hereinkommen und ihn mit dem Fluch belegen können? Marianne verwarf diesen Gedanken und dachte weiter nach. Hatte Sirius vielleicht gemerkt, dass sie sich mit Severus traf, und wollte das unterbinden?
Sie überlegte, aber auch dies erklärte nicht, warum die beiden plötzlich verschwunden waren. Außerdem hätte Remus doch niemals gutgeheißen, sie einzusperren. Was konnte der Grund sein, warum die beiden mitten in der Nacht aus dem Haus schlichen? Plötzlich kam ihr ein Gedanke:
Was, wenn Voldemort erneut angegriffen und Dumbledore sie gerufen hatte?
Marianne sah auf und starrte geschockt die Wand an. Das musste es sein. Nur das konnte der Grund sein. Fieberhaft überlegte sie. Es würde erklären, warum die beiden sie hier festhielten. Sie wollten nicht, dass sie kämpfte, dass sie sich in Gefahr brachte. Sie war nicht beim Orden. Der Schock überfiel sie, als sie sich immer sicherer wurde. Sie alle waren in Gefahr. All die Menschen, die ihr wichtig waren, konnten jeden Moment sterben – oder konnten bereits tot sein.
„Es gibt einen Kampf, ist es nicht so?“, sagte Marianne und blickte Kreacher an.
Sie musste versuchen, die Antwort aus seinem Gesicht zu erkennen. Aber sie war nicht gut darin, sie kannte die Elfen nicht sehr gut.
„Kreacher ist angeleitet, nichts zu sagen.“, erwiderte er bloß.
Marianne erkannte, dass sie nichts aus ihm heraus brachte, aber es tat sowieso nichts zur Sache. Sie war sich sicher, dass sie Recht hatte, und sprang auf. Sie musste etwas tun. Sie musste ihnen beistehen! Sie rannte in die Küche und merkte kaum, dass Kreacher ihr am Absatz folgte. Als sie in der Küche war, merkte sie, dass es hier nichts zu tun gab, deshalb machte sie kehrt und rannte die Treppen hinauf. Sie wollte endlich diesen lästigen Elfen loswerden. Sie schlug ihm ihre Zimmertür vor der Nase zu. Kreacher blieb draußen stehen, schließlich wusste er, dass Marianne aus ihrem Zimmer nicht fliehen konnte, denn es befand sich im zweiten Stock.
Marianne setzte sich verzweifelt aufs Bett und starrte zu Boden. Sie konnte zwar versuchen zu fliehen – aber ohne ihren Zauberstab konnte sie rein gar nichts ausrichten. Wie konnten die Beiden ihr das bloß antun? Was, wenn sie sie nie wieder sehen würde? Sie hatte sich nicht mal von ihnen verabschieden können.
Niemand hatte ihr Bescheid gesagt – selbst Severus hatte ihr nicht Bescheid gesagt. Wie konnte er das bloß tun? ... Enttäuscht und niedergeschlagen saß sie da. Sie hatte bis neun Uhr geschlafen. Es konnte bereits alles zu spät sein. Selbst wenn sie es schaffte, den Elfen zu überlisten, konnte es sein, dass sie nichts mehr ausrichten konnte. Sie würde es nicht ertragen, wenn Severus etwas zugestoßen war, dachte sie. Tränen rannen bei dieser Vorstellung an ihren Wangen hinunter. Sie fühlte sich elend. Diese Ungewissheit und diese Gefühl, nichts tun zu können. Sie fühlte sich völlig hilflos ohne ihren Zauberstab, nicht einmal gegen einen Elfen konnte sie sich wehren. Wut und Verzweiflung stiegen in ihr hoch. Sie musste etwas tun, sie konnte nicht mehr länger tatenlos herumsitzen. Sie brauchte unbedingt einen Plan.
Marianne überlegte fieberhaft und schließlich trat sie ans Fenster. Sie öffnete es und schlug es wieder zu, sodass die Scheiben laut klirrten. Schnell eilte sie durchs Zimmer und stellte sich neben die Türe. Es geschah, wie sie es vorhergesehen hatte, und die Tür ging auf. Kreacher kam herein und Marianne schlug die Tür so fest zu, dass er mit großer Wucht weggeschleudert wurde. Er quietschte und Marianne rannte zu ihm. Sie warf sich auf ihn, um ihren Zauberstab zu bekommen, doch im selben Moment ertönte erneut ein lauter Knall. Marianne schrie und wurde zurückgeschleudert. Diesmal landete sie am Boden und noch bevor sie die Augen wieder öffnen konnte, hörte sie Kreacher’s Stimme.
„Kreacher lässt sich nicht austricksen. Lady Marianne sollte sich das merken!“, fuhr er sie bösartig an.
Marianne blieb verzweifelt liegen. Ihre letzte Hoffnung war zunichte gemacht. Sie wusste, dass sie keine Chance hatte, hier irgendwie wegzukommen.
„Wirklich lästig, auf dieses Mädchen aufzupassen.“, hörte sie Kreacher leise sagen. „Aber schon bald werden sie alle tot sein und Kreacher wird wieder seinen richtigen Herren dienen.“
Marianne richtete sich mit einem Ruck auf.
„Niemand wird sterben.“, schrie Marianne ihn an. „Und Sirius ist dein richtiger Herr! Und das wird er auch immer bleiben!“
Sie schlug die Zimmertür hinter dem Elfen zu und setzte sich aufs Sofa. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und wartete bange darauf, dass irgendetwas geschah. Der Hauself hatte all ihre Ängste ausgesprochen und sie versuchte, die schlimmen Vorstellungen zu verdrängen. Sie sah sie alle am Boden liegen: Severus verletzt, im Schlamm, blutend, die Todesser über ihm. Tränen rannen durch ihre Finger und tropften auf den Boden, doch sie achtete nicht darauf. Auch Sirius sah sie in Gedanken und hörte ihn schreien, als er gefoltert wurde, sie sah Remus, der sich verzweifelt gegen die Übermacht der Todesser zu schützen versuchte. Als ihr ein Schluchzen entkam schreckte Marianne auf. Nein, sie durfte sich diesen schrecklichen Vorstellungen nicht hingeben. Sie schüttelte die Bilder aus ihrem Kopf und starrte dann nur leer gegen die Wand. Sie konnte nichts tun. Alles was sie tun konnte war, darauf zu warten, dass sie zurückkamen. Sie saß wie betäubt da und wartete, dass irgendetwas geschah.


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