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Fanfiction

Schicksalsnacht. - Kapitel 2. - Das Jahr 1977, der elfte November.

von Elaine

Hallo ihr Lieben,

ich muss mich entschuldigen, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe, aber die Weihnachtszeit und meine Ausbildung hat mich total beschlagnahmt. Ich hoffe das macht euch nichts aus und dass ihr dieses Kapitel mögt (:

Wünsche euch noch einen guten Rutsch ins neue Jahr und weitere tolle Weihnachtstage.

Danke auch, an meine einzigartige Beta-Readerin : LasVegas! Danke Süße!

Hier kommt das neue Kapitel, Re-Kommis werden irgendwann dan in meinem Thread auftauchen, dafür habe ich jetzt keine Zeit (:

Liebe Grüße,

Elaine.

P.S Habe jetzt Absätze eingebaut und hoffe, ihr könnt des so besser lesen (:

P.S2 Hoffe auch, dass die Länge diesesmal reicht ?


~*~*~*~*~

Kapitel 2. - Das Jahr 1977, der elfte November.

„…Sein Herzschlag war weg und ihre Gedanken vernebelten. Letztendlich spürte sie nur noch den starken Aufprall, der sie in die reine Ohnmacht schickte…“


Ihr Kopf dröhnte vor Schmerzen, als sie erwachte. Ihre Augen schlugen zitternd auf. Sie erblickte zuerst nur das dunkle Nichts. Dann klärte sich ihr Blick und sie sah die vielen Bäume. Panisch schnellte ihr Kopf immer wieder in eine andere Richtung, sie versuchte zu verstehen, was geschehen war.

„Harry...“ Ihre Stimme klang eigenartig kratzig. Ihre zierlichen Finger bohrten sich in den feuchten Boden. Sie stützte sich auf ihre Hände, als sie begann, sich auf zu rappeln. „Harry..?“ noch immer zitterte ihre Stimme. Sie hatte Angst, dass sie brach. Mit viel Mühe und Kraft, stand sie auf ihren Beinen. Schwankend sah sie sich weiter um. Unweit von ihr lag jemand auf dem Boden. Versteckt im Schatten. „Harry?“ Sie setzte einen Fuß vor den anderen. Jeder Schritt schien ihr wie die Hölle höchst persönlich vorzukommen. Und als sie vor demjenigen stand, erkannte sie schon an den Haaren und dem Körperbau, dass es sich um Harry handelte. „Um Merlins Willen...“ kreischte sie.

Die Schmerzen waren vergessen, als sie die letzten Meter zu ihrem Freund rannte und sich hastig neben ihn kniete. Sie versuchte ihn zu wecken, indem sie ihn auf den Rücken rollte, ihn leicht an der Schulter stupste und ihm letztendlich eine saftige Ohrfeige verpasste, damit er endlich die Augen aufschlug. Blinzelnd öffneten sie sich. Seine grünen Augen schiene alles genau abzusuchen. „Was ist passiert...?“ Seine Stimme war auch nicht mehr, als ein schmerzverzerrtes Hauchen.

„K-Keine Ahnung...“, murmelte sie. Sie besah sich Harry genauer. Noch nie hatte sie ihn so verletzlich, so hilflos gesehen. Etwas in ihr zerbrach. Ein Stück der Normalität. „E-Es tut weh...“ Ihre Augen, suchten seinen Blick. „Was tut dir weh, Harry?!“ Erst jetzt bekam sie mit, dass seine Hände, sich gegen seine Seite pressten. Zwischen seinen Fingern, quoll sein lauwarmes Blut hervor. „Oh mein Gott...“ hauchte sie, nahm vorsichtig beide seiner Hände von der Wunde und gab einen erstickten Laut von sich. Ein Loch. Glatt durch.

Er fing an zu röcheln, weiteres Blut lief aus seinem Mund. „Halt durch, bitte! Ich brauche dich doch...“ Sie nahm seine Hände und drückte sie auf seine Wunde. Er suchte ihren Blick, wollte sehen, ob es schlimm um ihn stand. Tränen der Verzweiflung liefen ihr über die Wangen. Unaufhörlich suchten sie sich ihren eigenen Weg. „I-Ich ...“ er kostete ihn Kraft, einen Satz geschweige den ein Wort aus zu sprechen.. „k-kann .. dich nicht … v-verlassen...“ Es war sein zartes Murmeln. Ein Murmeln, das sich schmerzvoll anhörte, und doch vernahm sie die Liebe daraus.

„Du wirst mich auch nicht verlassen...!“ Ihre Stimme nahm einen festen Klang an. Und doch war da noch diese Verzweiflung. Oder die Angst? Die Angst ihn zu verlieren? „Kämpfe Harry! Ich weiß, dass du das kannst!“ Als sie sein Nicken vernahm, sah sie sich um. Sofort erkannte sie, wo sie sich befanden. Nicht weit von hier, lag Hogwarts. Es würden bestimmt noch ein paar Ordensmitglieder leben. Sie könnten ihnen helfen. Es ging schließlich um Harrys Leben. Sie wandte sich wieder ihrem Freund zu. Seine Lider flackerten unter Schmerzen.

„Kannst du aufstehen? Versuch es! Wenn nicht für dich, dann für mich! Ich brauche dich doch!“ Er drückte ihre Hand, als Zeichen, dass er es versuchen würde. Vorsichtig und sachte half sie ihm auf. Mit ihren Händen stützte sie ihn, als er mit schwankenden Beinen die ersten Schritte ging. Ein paar Mal verloren sie das Gleichgewicht, doch die Zuversicht, dass sie es mit Anstrengung schaffen würden, schwand nicht.

+++

Anders lief es in der 'normalen' Welt. Der Kampf war vorüber, doch keine Freude herrschte im Grimmauld Place 12. Nein. Eher Aufruhr.

„Aber sie können nicht einfach so verschwinden…“ Sirius Black bettete verzweifelt seinen Kopf in den Händen.
„Ich weiß, Sirius. Harry ist das Einzige, was wir von James noch haben. Aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen! Dumbledore weiß bestimmt, was zu tun ist..“ Sein bester Freund Remus legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. Auch wenn man ihm ansah, dass es selbst für einen Werwolf nicht leicht war jemanden zu verlieren, der wichtig war. Sirius seufzte.

„Ich weiß, ich weiß...“ Ein paar Minuten später schon saßen alle im Versammlungszimmer.
„Hat denn niemand gesehen, wie die beiden verschwunden sind?“ Dumbledore schaute über seine Halbmondbrille hinweg. Ein lautes ''Ja!'' ging durch die Runde. Dumbledore schaute stirnrunzelnd auf das Stück Pergament, das vor ihm auf dem Tisch lag. Dort war seine geschwungene Schrift zu erkennen, die mehrere Notizen festhielten. Jemand räusperte sich. Sirius erhob sich.

„Gibt es eine Möglichkeit, dass Voldemort geplant hat, Harry und Hermine verschwinden zu lassen?“ Ja, dies war eine berechtigte Frage. Alle dort fragten sich, ob es eine Möglichkeit gab, zwei Jugendliche einfach so verschwinden zu lassen. Obwohl... Jugendlich waren sie schon lange nicht mehr. Nach allem, was sie erlebt hatten, ließ es zu wünschen übrig.

Dumbledore erhob sich ebenfalls. „Dies wäre eine der vielen Möglichkeiten. Ich gehe davon aus, dass der dunkle Lord geplant hat, sie verschwinden zu lassen. Vielleicht war es eine Art Zauber, den kein normaler Magier verwenden kann. Ich muss mich erst über die schwarzen Zaubersprüche informieren, um genaueres zu wissen.“ Sirius seufzte traurig und ließ sich wieder auf seinem Stuhl nieder.

Natürlich war es hart, eine solche Niederlage ein zu stecken. Aber die Realität war nun einmal bitter. Und schon löste sich die Versammlung auf. Keiner der Auroren konnte sich in irgendeiner Weise weiterhelfen. Alle Mitglieder waren einfach nur verzweifelt.

+++

Lachend saßen die (Vergangenheits-)Schüler an ihren Tischen in der Großen Halle. Das Festmahl am Abend war eine Sünde für die Zunge. Alle aßen so viel, wie sie nur konnten. Die Tische, waren wie auch in der Zukunft, alle getrennt. Da gab es einmal den Hufflepufftisch, den Ravenclawtisch, den Slytherintisch und den Gryffindortisch. Am letzteren saß eine Gruppe, die schon seit Minuten mit einander alberte.

„James Potter! Ich sage es dir nun zum letzten Mal! Ich gehe nicht mit dir aus!“ Es war für keinen eine Neuheit, dass sich ein rothaariges Mädchen wütend über den großen James Potter aufregte. „Och komm schon Evans! Bitte, Bitte, Bitte!“ James Potter, der wirre schwarze Haare und braune Augen hatte, setzte einen Schmollmund auf. „Niemals, kannst du mich damit überzeugen!“ fauchte Lily Evans, die rote lockige Haare und grüne, funkelnde Augen hatte.

Sirius Black, der Mädchenschwarm von ganz Hogwarts und dazu noch der beste Freund von James Potter, lachte. „Oh Mann, Prongs! Siehe es endlich ein, dass du keine Chance bei der Kleinen hast...“ Bekräftigend nickte Lily. „Auch wenn ich diesem Dummkopf nicht gerne zustimme, so hat er doch dieses mal Recht...!“ Und mit diesen Worten drehte sich sie schon wieder zu Alice, ihrer besten Freundin. James ließ seinen Kopf auf die Tischplatte knallen.

„Ein einziges Date ist doch nicht zu viel verlangt, oder?!“ murmelte er vor sich hin. „Tja, Prongs. Dein Ruf eilt dir voraus...“ lächelte Remus und las weiter in seinem Buch. „Ja aber …. -“ doch weiter kam er nicht. Die Türen der Großen Halle wurden ruckartig geöffnet. Zuerst erkannte man nichts. Nur die gähnende Stille und die Dunkelheit im Flur machten einem Angst. Doch dann. Ein Keuchen. Ein kaum wahrnehmbares, erschöpftes Keuchen. Und dann? Dann sah man zwei gestalten.

Eine weibliche und eine männliche. „Hilfe..“ ertönte ihre Stimme und dann sah man sie ganz. Eine kleine, zierliche, ja schon gar eine Frau, kam verzweifelt hinein. Sie stützte einen Jungen. Schon einen weitaus muskulösen Mann, soweit man es in der gebückten Haltung erahnen konnte. „Bitte helfen sie mir doch...“ wimmerte das Mädchen und in mitten des Ganges brachen sie zusammen. „Nein...“ hauchte sie. Eine Schülerin der Ravenclaws sprang auf. „So helfen Sie ihnen doch...“ und dann kamen auch die Professoren in Bewegung. McGonagall eilte auf die beiden zu. Der Junge lag auf den Rücken, seine Augen geschlossen, während das Mädchen weinend über ihm hing.

„Heiliger Merlin...“ murmelte Professor McGonagall, als sie näher kam. „Poppy! Komm schnell! Der Junge, er stirbt...“ Der Boden färbte sich leicht in ein blutiges Rot. Lily konnte diesen Anblick nicht ertragen, sie wandte ihren Blick ab. „Bitte lass mich nicht alleine, Harry! Du hast es doch versprochen...“ Dumbledore erhob sich ebenfalls.

„Poppy! Bring diesen jungen Mann ins St. Mungos! Ich werde die Junge Frau mit in mein Büro nehmen…“ Poppy nickte und kniete sich neben das Mädchen. „Miss? Bitte lassen sie diesen Jungen los, ich bringe ihn ins St. Mungos. Professor Dumbledore wird sich um sie kümmern..“ Nur mit Mühe schaffte Poppy es, das total verstörte Mädchen von dem Jungen loszureißen. Inzwischen war auch schon Hagrid eingetroffen, dessen große Hände sich schon unter den Jungen schoben und ihn mit Leichtigkeit hoch hoben. „Bring ihn so schnell wie möglich nach Hogsmeade, ich hole nur schnell meine Sachen und komme hinterher, Hagrid...“ Poppy und der Halbriese verschwanden aus der Großen Halle.

Sämtliche Schüler brachen in einem wirr von Gerüchten aus. Dumbledore schritt vorsichtig zu dem verweinten Mädchen, packte sie sanft am Arm und führte sie mit den Worten: „Ich bringe sie in mein Büro… dort gibt es auch Zitronenbonbons...“ aus der Großen Halle.

+++

Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Hermine bekam nichts mit. Alles schien aus Watte zu sein. Ihr Herz schrie verzweifelt nach Harry, ihr Gehirn registrierte nicht einmal die Umgebung. Sie erwachte erst aus ihrer Starre, als man sie in einen Sessel drückte.

„So...“ Hermine sah auf, richtete ihren Blick auf einen jüngeren Dumbledore. Sie runzelte die Stirn. „Wie ist das möglich...?“ murmelte sie vor sich hin und betrachtete sich den Mann, der vor ihr saß, genauer. Einige Falten waren verschwunden. Hermine wusste genau, wo welche liegen müssten. Und eine fehlte. Die, die immer dann erschien, wenn der Schulleiter nachdenklich wurde. „Nun Ms...?“ Hermine runzelte die Stirn. „Granger, Hermine Granger … Das wissen sie doch Professor Dumbledore...“ Der Schulleiter zog eine Augenbraue in die Höhe. „Sind wir uns denn schon einmal begegnet oder müsste ich sie kennen?“ Hermine setzte sich aufrecht hin. „Ich bin doch eine ihrer Schülerinnen! Jahrgangsbeste!“ Dumbledore lehnte sich nach hinten.

„Interessant...“ murmelte er vor sich hin und gab dann lauter zu verstehen: „So Leid es mir auch tut, aber wir haben keine Ms. Granger auf der Schule. Und wenn ich mich recht entsinne, haben wir auch nie eine Jahrgangsbeste mit dem Namen Ms. Granger...“ Hermine sprang auf. „Wenn das irgendwie ein dummer Scherz sein soll, dann finde ich ihn nicht witzig...“ Professor McGonagall kam mit besorgtem Gesichtsausdruck auf sie zu und drückte sie abermals sanft in den Sessel zurück.„Ich habe nicht vor, mit Ihnen zu scherzen, Ms Granger. Sagen Sie mir … was ist das Letzte, an das sie Sich erinnern...?“ Hermine ließ kurz ihren Blick schweifen.

„Wie Harry verletzt auf dem Waldboden lag..“ Professor Dumbledore richtete seine Brille. „Und wie kam es zu diesen Verletzungen…?“ Hermine schloss gequält die Augen. Alles lief wie ein Film in ihrem Unterbewusstsein ab. Dies würde Narben geben, die sie niemals mehr heilen könnte. „Der Große Endkampf stand an...“„Was für ein Endkampf?“ unterbrach Professor McGonagall Hermine.

„Der Endkampf. Um Hogwarts. Bei diesem Kampf sollte um Leben und Tod gehen. Lord Voldemort sollte an diesem Tag sterben...“ Sie stocke jäh, als sie das erschrockene Keuchen von McGonagall wahrnahm. „Aber das geht gar nicht! Hier war kein Kampf!“- „Minerva, lass Ms. Granger bitte ausreden...“, tadelte Professor Dumbledore und nickte Hermine aufmunternd zu. „Nur Harry hat die Bürde, Voldemort zu töten. Aber … ich habe es nicht kommen sehen. Wir waren schon so weit. Die Todesserzahl verringerte sich… Unsere Zahl verringerte sich. Ich sah Harry, blutverschmiert, wie er mich beobachtete. Dann kam es zum Kampf zwischen Harry und Voldemort. Er hatte doch keine Kraft mehr...“

Hermine unterbrach sich selbst, als ein unterdrückter Schluchzer ihre Kehle hinauf glitt.

„Ich habe seine Hand genommen, einfach so, auch wenn dieser Kampf zwischen ihnen war. Und dann … dann hat Voldemort so höhnisch gegrinst und dann erinnere ich mich nur nach an den schwarzen Strahl, der auf uns zu kam und daran, wie sich Harry vor mich warf. Ich weiß, dass wir in einen Strudel voller Bilder hineingezogen wurden und dann erwachten wir schließlich wieder auf dem Waldboden... Oh bitte! Sagen Sie mir, was hier los ist!“ Hermine sah Dumbledores Schock.

Doch dieser fasste sich wieder recht schnell, im Gegensatz zu Professor McGonagall. Diese ließ sich erstarrt in einen weiteren Sessel fallen. „Unmöglich...“ hauchte sie. „Ich glaube Ihnen...“ kam es dann unmittelbar von Dumbledore. Hermine schaute erschrocken zu ihrem Schulleiter. „Aber Albus!“ entrüstete sich McGonnagall. „Was ist, wenn sie eine Todesserin ist?!“ Hermine fing an hysterisch zu lachen. „Eine Muggelgeborene als Todesser? Ich bitte sie!“ - „Da hat sie Recht, Minerva. Schon an dem Namen Granger erkennt man, dass sie Muggelgeborene ist.“ McGonnagall nickte nur schwermütig.

„Okay, sie ist also keine Todesserin, aber was ist denn dann passiert! Hast du einen anderen plausiblen Grund?“ Professor Dumbledore nickte nachdenklich. „Sie sind durch die Zeit gereist...“ Hermine versteifte sich kaum merklich. „Moment … welches Jahr haben wir?“-„Neunzehnhundertsiebenundsiebzig“ Hermine lehnte sich zurück. Ein Chaos der Gefühle tobte in ihrem Inneren.

„Oh mein Gott..“ hauchte sie. „Wir sind tatsächlich durch die Zeit gereist...“ Eine Stille entstand. Und dieses Mal war es McGonagall, die diese brach. „Aus … welchem … Jahr kommen sie dann...“ - „Neunzehnhundertsiebenundneunzig...“ Und wieder entstand eine Stille. Jeder hing seinen Gedanken nach.

„Und … wie heißt ihr Freund...?“ Hermine sah auf, ein leichtes Lächeln umspielte ihre Blass rosaroten Lippen.

„Harry. Harry Potter.“


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Hermine hängt die Tweed-Röcke und Strickpullis von Oma in den Schrank und - darf ich es überhaupt aussprechen - trägt Jeans!
Emma Watson