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Lessons & Obsessions - Befragung

von Nitsrek

Hermine schaffte es gerade so zum Gryffindor-Turm, ohne erwischt zu werden. Sie würde mit Malfoy sprechen müssen, um sicherzustellen, dass sie in Zukunft vor Zapfenstreich fertig waren. Als ob er zuhören würde.

Als Hermine ihren Schlafanzug anzog und in ihr Bett schlüpfte, tanzten Bilder des Abends durch ihren Kopf. Nicht nur Erinnerungen an alles, was sie getan hatten, sondern auch ihrer Unterhaltung. Hermine erinnerte sich an das Dunkle Mal, das in Malfoys Haut geätzt war. Seine Ehrlichkeit war… ernüchternd gewesen. Erfrischend, sogar. Er hatte zugegeben, Voldemort angehört zu haben, ein Todesser gewesen zu sein, Blutsverräter und Muggelgeborene zu hassen.

Dennoch war er Voldemort entflohen. Nicht aus Angst; er würde vor allen anderen für die Beihilfe am Mord Dumbledores geehrt worden sein. Nein, aus Ekel über die Art, wie Voldemort seine Familie behandelte.

Hermine hatte gemischte Gefühle über diese Änderung in Malfoy. Es war wundervoll, dass ein Todesser, der in einer reinblütigen Familie aufgewachsen war, Voldemorts Dienste verlassen und ein neues Leben starten konnte. Dennoch machte das Malfoy nicht unbedingt zu einem guten Menschen. Er war den Großteil der Zeit immer noch ein arroganter Mistkerl. Er war nicht nett, nicht mal gleichgültig, denen gegenüber, denen er einst offenkundig feindlich gegenüber gestanden hatte, trotz der Tatsache, dass sie inzwischen alle auf einer Seite standen. Nach dem, was man hörte, hatte sich sein Benehmen oder seine Einstellung kaum geändert.

Trotzdem, irgendwas war anders. Er strahlte nun eine Art gefährliche Anziehung aus. Hermine hatte sich zu ihm hingezogen gefühlt, seitdem er sie ihm Flur in die Enge getrieben und gesagt hatte, dass „sie ihm gehöre“. Sicher hatte sie ihn vor diesem Zeitpunkt nie ohne Verachtung betrachtet. Manchmal schien Malfoy fast zärtlich in seinem besitzergreifenden Verhalten, wenn er ihre Erscheinung oder ihre Leistung während ihrer „Stunden“ lobte. Er nannte sie immer noch gelegentlich „Schlammblut“ und sagte alle möglichen grausamen Dinge, aber die Bosheit/das Gift hinter seinen Worten schien zu verschwinden. Trotzdem war sie vorsichtig. Er war wie eine Art Raubkatze, die von Menschen großgezogen worden war: schön, königlich, manchmal sogar verspielt und zärtlich, aber unvorhersehbar, wenn man das Tier in ihm ohne Warnung losließ.

Und dann war da diese Art Traurigkeit, die heute Nacht zum Vorschein gekommen war. Vielleicht war es Bedauern für die Dinge, die er getan hatte und die momentane Situation seiner Familie. Oder vielleicht las sie einfach zuviel darin, wie immer. Es war einfach so schwierig, mit ihm so Zeit zu verbringen und nicht wirklich zu wissen, wer er war.

Er war… nun wirklicher für sie. Menschlicher. Das wäre wundervoll gewesen, wenn die Umstände anders wären. Je mehr Hermine Malfoy verstand, desto leichter kam sie ihm näher. Sie war ihm bereits zu nahe. Sie hätte nicht gedacht, dass er jemand werden würde, für den sie Mitleid empfand… jemand, den sie sogar mögen könnte.

Aber sie musste ihn weiterhin sehen. Bei ihm zu sein, fühlte sich so gut an. Sie fühlte sich nun so entspannt wie schon lange nicht mehr. Sie wusste, dass wenn sie auch nur die geringste Chance hätte, sich wieder so zu fühlen, sie sie ergreifen würde. Auch wenn das hieß, den Kopf in das Maul des Tigers zu legen.

*****
Draco schlief diese Nacht zum ersten Mal seit Wochen schnell ein und wachte früh am Freitagmorgen auf. Er lag für einige Minuten im Bett und durchlebte die Einzelheiten der vergangenen Nacht. Er hatte Hermine Granger, die Schulsprecherin, überredet, ihm einen zu blasen, nackt vor ihm zu sein, ihn ihren Kitzler streicheln lassen, bis sie gekommen war. Die Dinge könnten nicht besser laufen, abgesehen vom ersten Teil des Abends.

Er musste vorsichtig damit sein, sie zu nah an sich heran zulassen. Er wollte bestimmt nicht, dass sie Mitleid für ihn empfand, und er wollte nicht, dass ihre Gefühle alles verhunzten. Warum konnte eine Hexe einen Kerl nicht einfach weiter hassen, nachdem er sie verführt hatte? Es gab einfach keine Gerechtigkeit auf der Welt! Er musste einfach seine düstere Stimmung ein wenig verbergen, wenn sie in der Nähe war.

Aber diesen Morgen würde es nicht leicht sein. Als er sich aufsetzte, strich sein linker Arm über die Vorhänge seines Bettes und er zuckte zusammen. Es tat weh. Er untersuchte im Halbdunkel sein Dunkles Mal. Das Rot hatte sich über Nacht verstärkt. Die Zeichnung war deutlicher. Der Dunkle Lord fühlte sich heute besonders mächtig oder rachsüchtig. Meistens, so wie am vorherigen Abend, war das Mal nichts weiter als eine verblasste Narbe und verursachte keinen Schmerz. Aber an manchen Tagen wurde es deutlicher und fing an, zu brennen. Draco konnte es für gewöhnlich ignorieren, aber er hatte immer die unterschwellige Befürchtung, dass es sich wieder schwärzte und dass er gezwungen sein würde, zum Dunklen Lord und seinem Verderben zurückzukehren.

Er schluckte und schüttelte sich. Er musste es aus seinen Gedanken verdrängen. Dankbar für die langärmeligen Hemden und Umhänge der Schuluniform, zog Draco die Vorhänge zurück und zog sich an. Als er seine Schulsachen packte und den Slytherin-Gemeinschaftsraum verließ, versuchte er, sich mit dem Gedanken aufzuheitern, dass seine erste Stunde Zaubertränke auf UTZ-Standard mit seiner Lieblingsgryffindor sein würde.

*****
Es war die schlimmste Zaubertränke-Stunde, die Hermine je hatte. Blaise Zabini war abwesend, also hatte Malfoy keinen Partner und Professor Slughorn schlug heiter vor, dass er ihrer und Rons Gruppe beitreten könne. Als sie ihr Projekt begannen – der Trank für einen traumlosen Schlaf, den Harry nach Cedrics Tod bekommen hatte – stellte Hermine fest, dass Malfoy nicht länger damit zufrieden war, mit Hermine nur im Verborgenen zu spielen.

Er fand jede Entschuldigung, um sie zu berühren, ohne dass es auffiel. Wenn Ron wegsah, trat Malfoy dicht neben Hermine und legte eine Hand auf ihren Schenkel, aber wenn Ron wieder hersah, kommandierte er Hermine herum und ließ wie üblich schnippische Bemerkungen fallen. Hermine befürchtete, dass jemand merken würde, was er da tat, vor allem Ron. Glücklicherweise war Ron noch unaufmerksamer als sonst, weil er sich darüber ärgerte, mit Malfoy arbeiten zu müssen. Er war außerdem frustriert, weil er die Anweisungen des Tranks nicht verstand, und Hermine zu abgelenkt war, um ihm eine Hilfe zu sein.

Als Ron zu den Schränken ging, um Zutaten für ihren Trank zu holen, drehte Hermine sich zu Malfoy und zischte so leise sie konnte, „Was soll das werden? Jemand wird es merken!“

„Was merken?“, flüsterte Malfoy, als er seine Hand über Grangers Taille nach unten bewegte. Er grinste, als sie unfreiwillig zitterte.

„Wir haben einen Vertrag, schon vergessen?“, warnte Hermine, als sie gegen die Reaktion ihres Körpers auf seine Berührung ankämpfte.

„Granger“, Draco rollte mit den Augen und ließ seine Hand heimlich über ihren Arsch streichen. „Selbst wenn uns jemand sehen würde, würde er es nicht glauben.“

Hermine sandte Malfoy einen Blick voll tiefer Verachtung und zog sich von ihm zurück, starrte entschieden in ihr Zaubertrankbuch und nahm einige der Zutaten entgegen, die Ron ihr gab. Sie sah Malfoy für den Rest der Stunde nicht an.

Unwillig einzusehen, dass er etwas falsch gemacht hatte, entschied Draco, dass er sehr zufrieden damit war, Granger und Weasley den Trank fertig brauen zu lassen und verbrachte den Rest der Stunde damit, lüsterne Bilder in sein Lehrbuch zu kritzeln. Als die Stunde schließlich vorbei war, verließen Slughorn und die Klasse den Raum und strebten auf die Große Halle zu, wo das Mittagessen wartete. Draco blieb zurück, während Granger ihre Sachen packte.

„Geh schon mal ohne mich“, sagte Hermine zu Ron, da sie spürte, dass er zum Essen wollte. Sie lächelte falsch, als er zögerte. „Ich komme nach, wenn ich alles aufgeräumt habe.“

Ron sah Malfoy an, dann wieder Hermine, nickte einfach und verließ den Raum.

„Ich sehe, dass Weasley nutzlos wie immer ist“, kommentierte Draco lässig, als er sein Buch einpackte.

„Ich will nicht mit dir reden“, sagte Hermine und setzte einen Korken, etwas stärker als nötig, auf ein Fläschchen mit dem zu Pulver gemahlenen Horn eines Einhorns.

„Es war ein Witz“, sagte Draco, der den Grund für ihren Ärger kannte, aber versuchte, unbetroffen zu wirken. „Kennen Muggel keinen Humor?“

Hermines Gesicht wurde rot vor Ärger und Unglauben. Ihre Augen brannten sich in seine, eisig vor kalter Wut. „Ich bin mir schmerzhaft darüber im Klaren, dass ich nicht gut genug für dich bin, Malfoy. Du hast mich seit über sechs Jahren fast täglich daran erinnert.“

Draco begann, zu widersprechen, doch sie redete weiter, ihre Stimme wurde lauter, während sie sprach.

„Und trotzdem kannst du anscheinend deine Hände nicht von mir lassen! Was genau tun wir hier also?“ Sie hatte aufgehört zu packen und lehnte nun am Tisch und starrte ihn an. „Bin ich gut genug oder nicht? Willst du mich, oder ist das alles ein Scherz für dich? Bin ich ein dreckiges Schlammblut, das nicht verdient, von dir berührt zu werden? So sah es letzte Nacht nämlich nicht aus!“

Sie lachte bitter bei diesem Punkt, fast hysterisch. Draco war sprachlos, zwang sich aber, sich zu erholen.

„Sei nicht dumm“, sagte er mit gezwungenem Grinsen. „Du weißt, dass das nicht mein Ernst war.“

„Woher weiß ich das? Woher weiß ich, dass irgendetwas, von dem was du sagst, wahr ist?“ Ihre Stimme war wie Eis.

Ihre Worte trafen ihn mehr, als er zugeben würde und sein Gesichtsausdruck verhärtete sich. „Ich habe nie verlangt, dass du mir vertraust.“

„Nein“, antwortete Hermine, ihr Gesicht eine Maske, „Ich nehme an, das hast du nicht.“

Sie hatte von Anfang an gewusst, was die Bedingungen ihrer Abmachung waren. Dennoch, je mehr sie die Aufrichtigkeit seiner Anziehung in seinen Berührungen spürte, desto mehr verachtete sie seine bissigen Bemerkungen über ihre Herkunft und ihre Minderwertigkeit. Die Lüge darin. Wenn auch nur ein Teil von ihm ihr je die Wahrheit gesagt hatte, dann sein Körper. Ihrer konnte genau sowenig lügen. Aber das hieß nicht, dass er tun konnte, was immer er wollte, wann immer er wollte. Wenn er sich weigerte, das zu verstehen, würde sie persönlich allem ein Ende setzen.

Draco wollte sie in bessere Stimmung bringen, aber wusste nicht wie, ohne sie zu berühren. Das würde sie wahrscheinlich gerade nicht zulassen. Trotzdem war es einen Versuch wert… „Irgendeine Chance, dass du den Unterricht schwänzt und mit mir zum Raum der Wünsche kommst?“

Hermine dachte einen Moment nach und grinste dann. „Nicht mal, wenn du betteln würdest.“

Damit nahm sie ihre Sachen und verließ den Raum, bevor Malfoy antworten konnte.

*****
„Was hat dich so lang aufgehalten?“, fragte Ron durch einen mit Kartoffeln gefüllten Mund als Hermine sich zum Mittagessen an den Gryffindortisch setzte.

„Es war viel aufzuräumen und Malfoy hat nicht geholfen.“ Hermine rollte mit den Augen und belud sich gierig einen Teller mit Rosmarinkartoffeln, Kohl und Würstchen.

„Warum ist er dann geblieben?“, fragte Ginny, ihre Neugier angestachelt.

„Weiß nicht.“ Hermine zuckte die Schultern und stach die nächste Kartoffel mit ihrer Gabel auf, stellte sich vor, es wäre Malfoys Hand, oder noch besser, sein –

„Er hat dich doch nicht geärgert, oder, Mine?“ Ron starrte in Richtung des Slytherintischs, an den sich Malfoy vor ein paar Minuten gesetzt hatte.

„Nein“, grinste sie und erinnerte sich an ihre Unterhaltung. „Er war einfach sein gewöhnliches, charmantes Selbst.“

Ginny dachte, dass der Sarkasmus, der von Hermines Worten troff, ein Loch in den Tisch hätte fressen können. Malfoy musste etwas wirklich Mieses gesagt haben. Immerhin konnte Hermine ein bisschen lachen. Es war gut zu sehen, dass ihre Freundin zur Abwechslung mal mit Ärger und nicht mit Schmerz reagierte.

„Naja“, Ron schluckte einen riesigen Mund voll Würstchen und spülte es mit etwas Kürbissaft runter, „wenn er dich wieder ärgert, Hermine, lass es mich wissen und ich werde ihm seine Nase weghexen.“

Hermine rollte wieder mit den Augen und wischte sich ihren Mund höflich mit der Serviette ab. „So ritterlich dieses Angebot auch ist, Ron, ich bin volljährig und ich denke, dass ich auf mich selbst aufpassen kann, danke.“

Guter Gott. Malfoys Arroganz war Rons unangebrachter Ritterlichkeit generell vorzuziehen. Hermine starrte ihren Teller voller Würstchen an und aß ruhig weiter.

„Seit wann kannst du jemandem die Nase weghexen, Ron?“, fragte Ginny nutzloser Weise. Hermine musste ihr Lächeln hinter ihrer Serviette verstecken.

„Sei still, Gin“, sagte Ron, nun genau so grummelig wie Hermine.

Sobald Hermines Teller leer war, stand sie auf und zog ihre Schultasche auf ihre Schulter. „Ich gehe vor Arithmantik in die Bibliothek. Sehen wir uns beim Abendessen?“

„Quidditch“, sagten Ron und Ginny gleichzeitig, Ginny etwas entschuldigender als Ron.

„Stimmt. Dann bis später.“ Hermine lächelte halbherzig und verließ die Halle.

„Ehrlich, ich kann in letzter Zeit nie das Richtige sagen, wenn es um sie geht“, grummelte Ron. „Was, bei Merlins Hosen, mache ich falsch?“

„Ron, du bist wirklich noch dicker als wochen-alter Sirup“, seufzte Ginny.

*****
Trotz Hermines Ärger über Malfoy wusste sie, dass ein wenig Geschrei ihn nicht von ihr abbringen würde. Sie hatte sich geweigert, zu schwänzen, um bei ihm zu sein, und ihm damit (hoffentlich) gezeigt, dass er sie nicht haben konnte, wann immer er es wollte. Aber sie wusste, dass, was immer er daraus lernte, ihn nicht lange fernhalten würde. Sie wusste auch, dass sie ihm das nächste Mal nicht widerstehen könnte, wenn er sie um ein Treffen bat.

Und dieses nächste Mal war an diesem Abend, auch wenn Hermine nicht so früh damit gerechnet hätte. Vielleicht versuchte Malfoy, ihr etwas mitzuteilen, oder vielleicht nutzte er auch nur den Quidditch-Trainingsplan der Gryffindors aus. Aus welchem Grund auch immer traf sie ihn im Raum der Wünsche und beide taten, als hätten sie nie gestritten. Er war vielleicht ein wenig egoistisch, ermutigte sie, sich mehr zu beteiligen, aber vielleicht sollte die Stunde seiner Meinung nach auch einfach genau so ablaufen. Sie taten nicht viel, was sie nicht bereits getan hatten. Selbst er musste merken, dass es noch zu früh war.

Als sie fertig waren, gingen sie getrennte Wege, und alles war wie immer. Und so verging für sie der restliche September und Oktober. Alle paar tage erhielt sie beim frühstück eine Eule, oder eine Notiz schlüpfte in eines ihrer Bücher, wenn sie nicht hinsah, oder eine Einigung darüber, wo und wann sie sich wieder trafen. Normalerweise gingen sie zum Raum der Wünsche, aber manchmal schaffte er es, sie für einen unerwarteten Moment in eine Ecke oder ein leeres Klassenzimmer, einen dunklen Flur, oder sogar auf die Ländereien zu locken.

Herbst auf Hogwarts war für Hermine unnatürlich normal, in Anbetracht des Krieges, Harrys Abwesenheit, und ihrer unerlaubten Treffen mit Malfoy. Sie schaffte es trotzdem, all ihre Aufgaben pünktlich fertig zu stellen und schnitt gut bei ihren UTZ-Arbeiten ab. Sie konnte nur annehmen, dass es bei Malfoy auch gut lief.

Er hatte sich keinesfalls vor seinen Quidditch-Pflichten gedrückt, denn Slytherin machte Gryffindor im ersten Spiel gegeneinander, eine Woche vor Halloween, platt. Harry hätte sich geschämt, wenn er es gesehen hätte. Hermine versuchte, das Spiel nicht zu erwähnen, als sie ihm schrieb. Briefe von Harry waren selten, und sie wollte nicht, dass der nächste, den sie erhielt, voll von Beschimpfungen über die Slytherins war. Vor allem nicht jetzt, da sie sich heimlich mit ihrem Captain traf. Harry hatte sowieso Wichtigeres zu tun… Ginny empfand die Niederlage als Schlimmstes, da sie dieses Jahr Sucher spielte. Alle wussten es, aber keiner wollte es aussprechen: Ginny war ein guter Sucher, aber sie war nicht Harry.

Malfoy war unerträglich eingebildet die nächsten zwei Wochen nach dem Sieg der Slytherins. Er hatte den Schnatz gefangen, nachdem er Ginny praktisch vom Besen geschlagen hatte, und erst eine Woche nach dem Spiel nahm Hermine ihn wieder wahr. Aber er gewann sie an Halloween zurück, indem er sie nach dem Festessen in einen Besenschrank zog. Er fand immer einen Weg, sich wieder zu vertragen.

*****
Anfang November entschied Malfoy, dass er lange genug gewartet hatte. Er hatte ihr genügend Zeit gegeben. Sie hatten mehr als einmal gestritten, und sie war immer wieder zurückgekommen. Er hatte ihr alles beigebracht, was ihm bis zu diesem Zeitpunkt eingefallen war, und er ließ sie erbarmungslos üben. Er hatte sie belohnt, wenn sie ihre Sache gut gemacht hatte. Sie hatte keinen Grund, sich zu beklagen. Sie musste jetzt bereit sein.

*****
An einem regnerischen, bedeutungslosen Donnerstagnachmittag im November war Hermine auf ihrem Weg zur Bibliothek, um vor dem Abendessen ein wenig zu lernen. Gerade, als sie die Tür der Bibliothek erreichte, ergriff eine Hand von hinten ihren Arm und zog sie gegen eine harte Brust. Sie keuchte überrascht, aber als sie einatmete, beruhigte sie sich und seufzte erleichtert. Sie kannte diesen Geruch schon lange.

„Malfoy, du könntest das nächste Mal einfach meinen Namen sagen, wenn du mich auf dich aufmerksam machen willst.“ Sie drehte sich um und sah sich seiner Brust gegenüber. Sie sah auf.

„Das wäre nicht halb so lustig“, grinste er, ein Hauch Verspieltheit in seinen Augen.

„Was willst du? Ich habe Hausaufgaben zu erledigen.“

„Komm morgen gleich nach dem Unterricht zu mir. Ich besorge uns was zu Essen. Ich will sicher gehen, dass wir genug Zeit haben.“ Sein Gesicht war kaum lesbar, aber er hielt sie nach an sich, während er flüsterte.

„Genug Zeit wofür?“ Hermine war verwirrt und ärgerte sich über seine Spielchen.

„Sei nicht dämlich, Granger.“ Er warf ihr einen bedeutungsvollen Blick zu.

„Oh.“ Hermines Augen weiteten sich. Verständnis dämmerte. „Oh! Na gut.“

„Na gut“, wiederholte er und ließ sie los. „Morgen, dann.“

„Morgen“, flüsterte Hermine. Und weg war er.

+++++
Wie versprochen, hier schon das nächste Kapitel :)


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