
von Nitsrek
Hermines Hand zitterte, als sie an die unsichtbare Tür des Raums der Wünsche klopfte. Sie schluckte und atmete tief durch, zwang sich, zur Ruhe zu kommen. Ron und Ginny waren wieder beim Quidditch-Training: ihr großes Spiel gegen Ravenclaw stand an. Niemand würde merken, dass sie nicht zum Abendessen erschien. Es war Freitag und jeder würde ein wenig seine Freizeit genießen.
Malfoy öffnete die Tür und begrüßte sie wortlos. Sein Gesicht war fast ausdruckslos. Das Feuer im Kamin knisterte laut und der Raum war folglich wärmer als sonst. Es war ziemlich gemütlich, entschied Hermine. Etwas hatte sich am Raum geändert: ein niedriger Tisch stand vor dem Sofa am Kamin, und auf ihm befand sich Abendessen für zwei Personen. Nicht auf feierliche Art und Weise, sondern eher wie ein Picknick. Ein halbes Hähnchen, Brot, Spargel und Kürbissaft.
Draco wusste seit seinem vierzehnten Lebensjahr, wie er in die Küche von Hogwarts kam und war damit nun zufrieden. Die Hauselfen waren mehr als glücklich darüber gewesen, seine Essenswünsche zu erfüllen. Sogar Dobby war freundlich gewesen. Nun hatte Draco Granger für den ganzen Abend für sich allein.
„Komm und iss“, sagte er und setzte sich auf das Sofa, nahm eins der bereits mit Butter beschmierten Brotstücke und nahm einen Bissen.
Hermine legte ihre Schultasche auf den Boden und zog ihre Schuhe und Strümpfe aus, bevor sie zum Sofa ging und sich neben Malfoy setzte. Die Erinnerung an die Dinge, die sie auf eben diesen Kissen getan hatten, ließ ihre Mundwinkel sich zu einem leichten Lächeln heben.
Draco sah sie neugierig an. „Was ist denn so witzig?“
Hermines Lächeln wurde breiter und sie nahm sich etwas Hähnchen. „Oh, nichts. Ich habe nur daran gedacht, was wir vor ein paar Wochen getan haben.“
Ihre Stimme hatte einen spitzbübischen Unterton, den Draco sehr ansprechend fand. Sie sprach nicht oft mit ihm offen über ihre „Stunden“, ohne sich zu schämen.
„Ah, ja“, grinste Draco. „Das war es fast wert gewesen, von Filch eine Strafarbeit zu kriegen, weil ich außerhalb meines Bettes erwischt wurde.“
In Wirklichkeit war es das für Draco ohne Frage wert gewesen. Er und Granger hatten jene Nacht nackt nebeneinander liegend verbracht, scheinbar stundenlang. Er hatte ihr gesagt, dass sie etwas sehr Wichtiges lernen würde, etwas, dass jeder Schüler wissen sollte: Du bekommst das aus deiner Ausbildung zurück, was du hineinsteckst. Für jedes Lecken ihrer Zunge, jeden saugenden Kuss, jedes Mal, wenn sie ihn in ihren Mund nahm, bekam Granger eine entsprechende Belohnung. Und obwohl sie zuerst gekommen war, nachdem seine Zunge jedes Quäntchen Genuss, das er empfangen hatte, zurückgezahlt hatte, war die Art, wie sie ihren Mund verzweifelt um seinen Schwanz bewegt hatte, während die Nachwehen ihres Orgasmus sie durchzogen, das gewesen, was ihn schließlich auch über die Klippe geschubst hatte. Die Erinnerung daran erleichterte es ihm nicht, auf das, was noch kommen sollte, geduldig zu warten.
Hermine kicherte und fühlte sich sehr zufrieden damit, dass sie im Gegensatz zu Malfoy nicht erwischt worden war. Eine leichte Röte färbte ihre Wangen, während die angenehme Erinnerung sich zwischen ihnen ausbreitete. Und nach heute Abend, dachte sie, gäbe es noch viel mehr Erinnerungen.
Hermine nahm ihre Gabel und begann, ihr Hähnchen zu essen. Sie stellte fest, dass es das erste Mal war, dass sie mit Malfoy gemeinsam aß. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte.
„Wie ist es?“, fragt Draco, der sich gezwungen fühlte, eine Art Unterhaltung zu führen.
Hermine schluckte, nahm einen Schluck Kürbissaft, antwortete dann „Gut“. Sie lächelte und tupfte ihre Lippen vornehm mit ihrer Serviette ab.
Draco aß sein Hähnchen mit den makellosen Tischmanieren, die ein Junge seiner Herkunft automatisch beherrschte. Er war angenehm überrascht, dass Granger ebenfalls ausgezeichnete Manieren besaß, und schalt sich dafür, dass er zu so einer Zeit auf solche Dinge achtete. Was machte es schon, wenn sie Messer und Gabel ordnungsgemäß hielt? Er war hier, um sie zu vögeln, nicht zu einem förmlichen Abendessen.
Hermine fühlte sich unsicher, als sie bemerkte, wie anmutig Malfoy sein Essen verzehrte. Sie war sich schon immer ihres Klassenunterschieds bewusst gewesen, aber sie hatte nicht gedacht, dass der magische Adel wahrscheinlich zu einem gewissen Standard an Anstand erzogen wurde. Es waren diese kleinen Dinge, die halfen, in Hermines Kopf die unbezwingbaren Differenzen zwischen ihnen zu schaffen, selbst wenn sie vorgab, dass sie sich, wenn sie miteinander allein waren, nicht so unähnlich waren.
Draco beendete sein Mahl und lehnte sich an die seitliche Sofalehne, wartete geduldig darauf, dass Granger aufaß. Fast war er da. Der Moment, auf den er seit Monaten gewartet hatte. Er würde sie endlich zu seinem Besitz machen.
Hermine legte ihre Serviette neben ihren Teller und lehnte sich ebenfalls zurück, sah Malfoy ungewiss an. Was würde nun passieren? Würden sie wie immer fangen: küssen, dann anfassen, dann mehr? Ihr Magen bebte vor Aufregung, aber sie tat ihr Bestes, um ihre Nervosität zu verbergen. Wenn sie jetzt nicht bereit war, nach allem, was sie getan hatten, wäre sie nie bereit.
Draco starrte Granger unbeirrt an, fragte sich, was er in einem solchen Moment sagen sollte. Er hatte noch nie darüber nachgedacht, was man vor dem Sex sagte. Er hatte vor dem Sex noch nie etwas gesagt, jetzt, wo er darüber nachdachte. Wenn sie gut war, würde er sie später noch mal vögeln, und sie würde ihn wieder verlassen. So war es nunmal.
Aber so war es neuerdings nicht. Draco hatte seit Monaten keinen Sex gehabt. Nicht mehr seit Granger. Er hätte nie gedacht, dass der Beginn seines Projekts ihn trotz aller Absichten und Zwecke monogam machen würde. Immerhin konnte er seine Dürreperiode bald beenden. Sein ganzes Abkommen mit Granger fühlte sich wie zwei Monate Vorspiel an, die zu dieser Nacht führten. Er war sich nicht sicher, wie viel Neckerei er noch ertragen konnte.
Hermine hielt Blickkontakt mit Malfoy, da sie sich inzwischen großteils an seinen bohrenden Blick gewöhnt hatte. Sie fragte sich, woran er dachte. Er sah kein bisschen nervös aus. Aber es gab ja auch keinen Grund, warum er nervös sein sollte. Er hatte es Dutzende, vielleicht schon hundert Mal gemacht, soweit sie wusste. Egal, wie sehr sie versuchte, diesen Gedanken zu ignorieren, dieser Gedanke ärgerte Hermine immer noch. Wie sollte sie gegen all diese anderen Hexen bestehen?
Dracos Lippen hoben sich zu einem Grinsen, als er endlich sprach. „Irgendwelche Wünsche?“
„Was?“, fragte Hermine überrumpelt.
„Irgendwelche Wünsche?“, wiederholte Draco. „Willst du etwas Bestimmtes?“
„Ich…“ Hermine konnte nicht anders, als über die Absurdität dieser Frage zu lachen. „Ich habe mir keine Gedanken…“
„Du musst darüber nachgedacht haben. Dir vorgestellt haben, wie es sein würde…“, seine seidige Stimme verlor sich.
Hermine zitterte instinktiv bei der Frage in seiner Stimme. Niemand von ihnen näherte sich dem anderen auf dem Sofa, aber es schien, als würde die Luft zwischen ihnen sich verdichten. Ein Dutzend Bilder flogen durch ihren Kopf, über Fantasien, die sie darüber gehabt hatte, wie der Sex mit Malfoy wohl wäre. Aber sie schienen alle so vage und kindisch. Sie verrieten ihre Unerfahrenheit. „Mir fällt nichts ein.“
„Das glaube ich nicht eine Sekunde“, schimpfte Draco. „Vielleicht brauchst du Hilfe bei der Durchsuchung deines Gehirns.“
Er grinste und sie verstand nicht, weshalb. Dann spürte sie ihn. Er hatte sich nicht bewegt, aber sie fühlte ihn an den Ecken ihres Verstands. Sie senkte ihren Blick und sah, dass er seine Hand in seiner Tasche hatte. Zweifellos war dort sein Zauberstab. Sein verstand befand sich nun am Rand ihres eigenen, drängte sie, ihn einzulassen. Sie beherrschte immer noch nicht Okklumentik, aber die Wut über seinen Versuch hielt ihn ab.
„Ich kann es nicht glauben!“, sagte sie entrüstet, als sie ihn abschüttelte. „Du hast gesagt, du würdest es nicht ohne -“
Draco schnitt ihr das Wort ab, verärgert über ihre Reaktion. Die dumme Kuh hatte keinen Sinn für Humor. „Ohne deine Erlaubnis, ich weiß.“
Seine Dreistigkeit war unglaublich. „Und wieso dann?“
„Was lässt dich glauben, dass ich wirklich geschaut habe?“, fragte er und spielte lässig mit seinem Zauberstab.
„Ich konnte spüren, wie du geschaut hast!“ Hermine konnte nicht glauben, dass er wirklich versuchte, sich zu verteidigen.
„Granger, wenn ich wirklich versucht hätte, in deinen Kopf zu kommen, denkst du ehrlich, dass du mich hättest abhalten können?“ Er legte seinen Kopf auf eine Seite und hob eine Augenbraue.
„Ich-“, stammelte Hermine und schloss dann ihren Mund, wog ab, was er sagte.
„Alles, was du ‚gefühlt’ hast, war, wie ich einen Zauber gesprochen haben“, sagte Draco mit einem Schulterzucken und sah gelangweilt aus.
„Warum würdest du ihn dann überhaupt sprechen?“, fragte Hermine, entnervt.
„Ich wollte, dass du lockerer wirst“, antwortete Draco schlicht. „Und es hat funktioniert, mehr oder weniger.“ Er grinste selbstzufrieden.
Hermine funkelte ihn an, immer noch wütend aber nicht mehr in der Lage, ihn zu beschimpfen. Er hatte tatsächlich nichts anderes gemacht, wie er selbst zu sein.
„Lass uns nicht streiten, Schatz“, sagte Draco in einer brutalen Parodie ehrlicher Zuneigung. Etwas in Hermines Brust schmerzte bei der falschen Zärtlichkeit. Sie tat ihr Bestes, um es zu ignorieren.
Hermine rollte mit den Augen, aber versprach sich, es fallen zu lassen. Ihr Gesicht war immer noch rot vor Wut und sie saßen so nah am Feuer, dass sie sich plötzlich überhitzt fühlte. Sie merkte, dass sie immer noch nicht ihren Umhang ausgezogen hatte und öffnete ihn geschickt, hängte ihn dann über die Sofalehne. Sie fühlte Malfoys Augen auf sich, als sie sich wieder setzte.
„Warum hier aufhören?“, fragte er ruhig und die Lust in seiner Stimme erinnerte sie daran, warum sie hier waren. Hermine wurde es plötzlich wärmer. Würde sie das wirklich durchziehen?
Draco beobachtete Granger über das Sofa hinweg. Sie antwortete ihm nicht, und er verfolgte das Thema nicht weiter. Ihre Augen verschmolzen mit seinen und er hielt es kaum aus, sie nicht zu berühren. Sie hielt seinen Blick, als sie sich bewegte, um ihre Krawatte zu lösen. Mit der Schnelligkeit, die er als Sucher antrainiert hatte, griff Draco danach und packte das Ende.
Hermine sah Draco fragend an, als er ihre Krawatte zwischen den Fingern hielt. Sie musste sich ein wenig vorbeugen, um nicht würgen zu müssen. Aber er zog erneut daran, so dass es wieder straff war, und sie musste näher kommen, um das unangenehme Gefühl zu mildern. Bevor sie es wusste, war sie langsam über das Sofa gekrabbelt und befand sich direkt vor Malfoy, ihre Augen immer noch auf seine konzentriert.
Draco bewegte seine Hand, so dass er Grangers Krawatte nun direkt unter dem Knoten hielt. Dann zog er daran, so dass Grangers Gesicht zu seinem gezogen wurde und küsste sie derb, dachte dabei, dass das letzte Mal viel zu lang her war. In Wahrheit waren es nur drei Tage gewesen.
In seinem Kuss lag eine Not, die Hermine bereits kannte, aber nicht auf so ungezügelte Art. Sie hatte fast Angst, dass sich ein Echo dieser Not in ihr aufbaute. Aber sie hätte sich nicht abwenden können, wenn sie gewollt hätte. Er hielt sie an dieser verräterischen, rot-goldenen Krawatte fest, von der er behauptet hatte, dass er sie so sehr hassen würde. Und dann machte der Gedanke, dass sie nicht fliehen konnte, den Kuss sogar noch besser, und anstatt sich zurückzuziehen, gab sie nach.
Ihre Lippen waren warm und feucht und weich und ließen Draco fühlen, dass er endlich unbedingt in ihr sein wollte, aber er konnte nicht aufhören, sie zu küssen. Sie war nun an ihn gedrückt, so dass er mit dem Rücken an der Armlehne des Sofas lag. Er ließ die Krawatte los, als ihm klar wurde, dass sie nicht weggehen würde. Er knabberte mit seinen Zähnen an ihrer Unterlippe und wob die Finger einer Hand in ihre Haare, während die andere ihre Bluse aus dem Rock zog und über ihren Bauch und Rücken fuhr. Nach ein paar Momenten, versuchte er, sich zurückzuziehen und nach Luft zu schnappen, aber sie drehte den Spieß um und hielt seine Krawatte fest an ihrem Knoten, und ließ seine Lippen erneut gegen ihre krachen. Jede einzelne „Stunde“ war es wert gewesen, wenn Hermine Granger zu einer Hexe geworden war, die sich weigerte, ihn nun den Kuss unterbrechen zu lassen.
Hermine konnte nicht genug von ihm kriegen. Sie war berauscht von seinem Duft und seinem Geschmack und tief in ihrem Magen befand sich ein Knoten, der mehr wollte, aber sie wusste nicht, wie sie es kriegen sollte. Sie wusste, was er wollte, aber was sollte sie tun? Jeder Muskel ihres Körper zuckte in wilder Erwartung und vielleicht würde er verstehen, dass sie ihn brauchte, wenn sie ihn einfach weiter küsste.
Draco stöhnte fast, als die Küsse des Mädchens noch heftiger und intensiver wurden. Er musste ihr irgendwie Einhalt gebieten, oder sie würden es nie vom Sofa schaffen. Er nahm all seine Macht zusammen, brach den Kuss, soweit er dies tun konnte, ohne sich zu erdrosseln. „Granger.“
Hermine entfuhr ein kleines Schluchzen und versuchte, seine Lippen weiter zu beanspruchen, aber er legte beide Hände fest auf ihre Schultern und hielt sie zurück. Seine Augen waren verschwommen und alles fühlte sich neblig an, aber er zwang sie, ihn anzusehen.
„Granger“, wiederholte Draco und ihre Augen blickten endlich in seine. „Ich kann dir geben, was du willst.“
Hermines bereits gerötetes Gesicht wurde noch ein wenig dunkler. „Was muss ich tun?“, fragte sie ruhig.
„Du musst aufstehen, erstmal“, sagte Draco mit einem Kichern.
Hermine runzelte die Stirn, ein wirrer Teil ihres Gehirns fragte sich, wieso sie von Malfoy weg sollte, wenn sie ihn wollte. Sie zögerte.
„Vertrau mir, Liebling“, sagte Malfoy und Hermines Brust schmerzte wieder, „du willst das Bett, zumindest diesmal.“
Beim Wort „Bett“ kam Hermine zu Sinnen. Sie atmete tief ein und blickte zu dem großen Bett mit den vier Pfosten am Ende des Raums. Es stand dort seit Beginn ihrer Stunden, aber sie hatten sich ihm noch nie genähert. Der Ebenholzrahmen, die Seidenlaken… Alles, was sie bisher getan hatten, auf dem Sofa, dem Boden, überall im Schloss, schien alles wie ein Spiel. Etwas Leichtes und Unterhaltsames. Wie konnte sich irgendetwas, was sie je in diesem Bett taten, nur wie ein Spiel anfühlen?
Draco spürte die Rückkehr ihrer Nervosität und seufzte. „Komm schon.“ Er schubste sie sanft an den Schultern von sich und stellte sich neben das Sofa. Er streckte seine Hand aus und sie nahm sie zögernd, ließ sich von ihm hochziehen.
„Ich habe Angst“, sagte Hermine flüsternd und sah weg. Sie konnte nicht glauben, dass sie das gesagt hatte. Von allen Dingen, die sie jetzt hätte sagen können.
„Quatsch“, sagte Draco und löste seien Krawatte. „Wozu bist du eine Gryffindor, wenn du nicht mal Mut hast?“
Hermine lachte ein bisschen und blickte zu ihm auf. Er war fast nett. Wahrscheinlich, weil er mit ihr schlafen wollte. „Touché.“
„Du wolltest das hier von Anfang an, erinnerst du dich?“ Draco hielt seine Stimme ruhig, versuchte, sie zu überzeugen. Er würde diesen Raum nicht verlassen, ohne dass er Hermine Granger gevögelt hatte.
Hermine nickte, immer noch unentschlossen. Es gab hiernach kein Zurück mehr.
„Ich verspreche, dass es dir gefallen wird“, sagte Draco, als er sein Hemd aufknöpfte. „Befriedigung garantiert.“ Er zwinkerte.
Hermine lachte wieder, unterdrückte den Drang, zu spotten. Er hatte den Hang, seine eigenen Fähigkeiten zu untergraben. Dann fielen ihre Augen auf Malfoys Brust, als er sein Hemd auszog und auf das Sofa legte. Wie konnte sie hierzu nein sagen? Jeder Teil von ihr verlangte nach ihm. Sie lächelte scheu. „Na gut.“
„Gut“, erwiderte Draco ihr Lächeln und neigte sich zu ihr, flüsterte ihr leise ins Ohr. „Jetzt zieh dich für mich aus.“
Hermine zitterte, als sein heißer Atem ihr Ohr kitzelte und fühlte, wie Wärme bei seinen Worten zwischen ihren Beinen entstand. Sie wollte ihn küssen, aber er hatte sich zum anderen Ende des Raums begeben, wo er nun, nur in Hosen, am Fuß des Bettes saß.
„Das kann nicht dein Ernst sein.“ Sie zappelte zerstreut rum.
„Ich habe dich schon nackt gesehen“, antwortete er schlicht.
„Ja, aber -“
„Tu es“, befahl er.
Als ob jemand einen Schalter gedrückt hätte, war der autoritäre „Professor“ Malfoy ihrer „Stunden“ zurück, und er würde nichts außer völligen Gehorsam dulden. Die Wärme, die zwischen Hermines Beinen lag, breitete sich aus, und sie wandte sich Malfoy zu, während sie beim Sofa stand. Sie grinste spielerisch.
„Ja, Sir.“
Die beiden perfektesten Wörter, die in diesem Moment von Grangers Lippen hätten kommen können, schossen direkt in Dracos Schwanz. Merlin, er hatte bei ihrer Ausbildung ganze Arbeit geleistet. Er beobachtete mit entzückter Aufmerksamkeit, wie sie ihre Krawatte löste und sie neben seine legte. Dann knöpfte sie ihre Bluse auf, von oben nach unten. Er grinste, als der bekannte, grüne Seiden-BH enthüllt wurde. Sie hatte die Unterwäsche in letzter Zeit nicht getragen; er hatte es nicht länger gefordert, da sie sich so oft trafen. Sie musste gedacht haben, dass es für diesen Anlass passend wäre. Kluges Mädchen.
Hermine wurde weniger nervös mit jedem Knopf ihrer Bluse, den sie löste. Sie konnte seine Augen auf sich fühlen, und die Lust, die er ausstrahlte, gab ihr Selbstbewusstsein. Sie ließ die Bluse von den Schultern fallen und legte sie auf Malfoys Hemd. Ihre Schuhe und Strümpfe waren bereits entfernt, alles, was übrig war, war ihr Rock und die Unterwäsche.
Dracos Atem verfing sich, als Granger ihren Wollrock öffnete und heraus schlüpfte. Er konnte kaum glauben, wie sehr er sie wollte. Er stand auf und fing ihren Blick, öffnete seine Hose und zog sie aus, als Zeichen des Vertrauens. Granger belohnte ihn, indem sie ihren BH-Verschluss öffnete und ihn auszog und den restlichen, entledigten Kleidungsstücken hinzufügte. In diesem Moment konnte Malfoy nicht länger mit ihr Blickkontakt halten.
Hermine rollte mit den Augen und lächelte, während er ungeniert ihre Brüste anstarrte. Gab es irgendetwas auf der Welt, was Draco Malfoy beschämt machen könnte? Tief einatmend, um ihre Nerven zu beruhigen, hakte sie ihre Finger in den Bund ihres Höschens und wartete darauf, dass Malfoy das Gleiche tat.
Nachdem er seine Augen von Grangers Brüsten losgerissen hatte, erkannte Malfoy, dass sie wollte, dass er ihrem Beispiel folgte. Er gehorchte, und als sie sich jeweils aus ihrer Unterwäsche geschält hatten, waren beide endlich nackt voreinander.
Hermine fühlte sich plötzlich verlegen, so allein beim Sofa und folgte daher anstandslos Dracos Wink, zu ihm zu kommen. Sie stellte sich zu ihm vor das Bett und legte ihre Arme lose um ihre Taille.
„Braves Mädchen“, sagte Draco anerkennend, als er die nackte Hexe in seinen Armen ansah. Er nahm ihren Mund rau in Besitz und zog ihren Körper dicht an seinen. Nur noch ein wenig länger.
Hermine war inzwischen daran gewöhnt, Dracos Schwanz zu sehen und gegen sich gedrückt zu spüren, in ihrer Hand, in ihrem Mund. Aber jetzt, wo sie die harte Länge an ihrem Bauch fühlte und wusste, dass sie bald in ihr sein würde, sorgte sie sich plötzlich um seine Größe. Schon Malfoys Finger füllten sie meistens genug aus. Was, wenn es wehtat? Sie brach den Kuss und atmete schwer.
„Leg dich aufs Bett“, befahl Draco, aber ohne den normalen, bedrohlichen, festen Ton.
Hermine ging zur Seite des Bettes und fing an, viele der schönen Zierkissen und die Decken zu entfernen, die es bedeckten. Als sie nur noch zwei Kissen, das normale Laken und die Überdecke übrig hatte, zögerte sie, unsicher wegen der Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen. Die Laken waren so wunderschöne Seide. „Was ist mit den Laken?“
„Was?“ Malfoy verstand, wovon sie sprach und knurrte ungeduldig. „Ehrlich, Granger, von allen Dingen, die man in so einem Moment denken könnte. Ich mach die Laken später sauber, okay?“
„Gut.“ Hermine fühlte sich wie ein Idiot, krabbelte aber auf das Bett und legte sich auf die Überdecke. Sie fühlte sich so auf ihrem Rücken sehr bloßgestellt und wartete darauf, dass Malfoy etwas tat.
Es war beinahe atemberaubend. Er hatte so lang darauf gewartet. Und hier war sie, lag auf Seidenlaken, und wartete darauf, dass er zum ersten Mann wurde, der sie besaß. Nur noch ein paar Momente der Beherrschung, um sicher zu gehen, dass alles perfekt war.
Hermine konnte sich nicht entscheiden, ob es sie mehr oder weniger nervös machte, als Malfoy auf das Bett kletterte und sich links neben sie legte. Sein Körper war so warm und einladend, und sie wollte sich an ihm zusammenrollen und für immer so bleiben. Er war nun sehr ruhig und ernst. Er beugte sich rüber und küsste sie langsam, fast zärtlich. Hermine konnte sich nicht erinnern, dass er sie jemals so geküsst hatte. Das Tempo beruhigte sie. Als er den Kuss verstärkte, ließ er seine linke Hand über ihre Brust und ihren Bauch wandern, beruhigte und erregte sie gleichermaßen. Jedes Mal, wenn er eine Brustwarze oder die Haut an der Innenseite ihrer Schenkel berührte, stockte Hermine der Atem oder ihr Herzschlag wurde schneller. Aber dann streichelte er ihren Bauch und ihre Taille und sie beruhigte sich wieder. Es war unglaublich erotisch und sie fühlte, wie sie jede Sekunde noch feuchter wurde.
Vielleicht wollte sie es so. Draco hoffte, dass sie es wollte. Sie hatte ihm trotz allem nicht gesagt, wie sie es sich erträumt hatte. Und sie würde sicher nie zulassen, dass er sich den Gedanken nahm. Aber vielleicht wollte sie es so: langsam und sanft zu Anfang. Er wollte es zwar nicht so, aber wenn er es tat, gäbe es später noch genug Zeit für seine Fantasien. Sie schien auf ihn anzusprechen. Als er über ihren Oberschenkel strich, ließ er einen Finger zwischen die Lippen gleiten, die er um jeden Preis um sich spüren wollte. Sie war triefend nass.
Hermines Hüfte bockte instinktiv, als Malfoy einen Finger zwischen ihre Schamlippen führte. Sie schluchzte vor Enttäuschung, als er seine Hand zurückzog.
„Oh, keine Sorge“, sagte Draco mit einem Lächeln zwischen den langsamen Küssen. „Ich werde dich nicht vergessen.“
Hermine zitterte und saugte sanft an Malfoys Zunge, wusste keinen anderen Weg, ihm zu zeigen, wie sehr sie ihn wollte, außer mit diesem Kuss. Sie fühlte sich, als würde ihr restlicher Körper sich ihrer Kontrolle entziehen.
„Bereit?“
Hermine fragte sich, wieso es ihn kümmerte, aber versuchte, zu nicken, als er den Kuss beendete. Würde sie sich je bereit fühlen?
„Blas mir einen“, atmete er an ihren Lippen, und Hermine sah ihn verwirrt an, als er sich auf den Rücken legte.
„Das macht es einfacher“, erklärte er schlicht, und sie fühlte sich idiotisch, weil sie nicht begriffen hatte, dass das der Anfang war. Sie beugte sich über Malfoys liegenden Körper und nahm seinen sehr steifen Penis in ihren Mund, versuchte, ihre Nervosität zu vertreiben, damit sie Speichel produzieren konnte. Sie bearbeitete ihn einige Momente mit ihrem Mund, nahm ihn komplett auf und entließ ihn wieder. Nach einer Minute legte Malfoy sanft seine Hand auf ihre Schulter, um sie abzuhalten.
Das musste ausreichen. Er konnte nicht länger warten. Ihr Mund ließ ihn ihre Muschi nur noch mehr wollen. Er konnte sich nicht daran erinnern, etwas in seinem Leben jemals so gewollt zu haben. Er rollte sich auf sie und legte sich auf ihre Hüfte. Er hatte so lange gewartet, sie so zu sehen. Nackt und feucht und verlangend unter sich. Sie war nervös. Verständlicherweise. Aber er konnte nichts weiter dagegen tun. Er beugte sich runter und küsste sie derb.
„Entspann dich“, sagte er und spürte, wie ihr Körper sich unter ihm anspannte.
Sie antwortete nicht, nickte nur, und zwang ihre Muskeln, sich zu lösen. Sie hatte keine Ahnung, was sie denken oder sagen sollte. Sie wusste nur, dass ihr Körper ihn in sich haben wollte. Schon lange Zeit. Die Dinge wären danach nicht mehr die gleichen, aber sie wäre okay. Sie hatte so gewählt.
Draco positionierte sich an ihrer Öffnung und schob die Spitze seines Penis sanft in sie, sicherstellend, dass sie feucht genug war. Er stieß ein paar Mal oberflächlich zu und verteilte neckend ihre Nässe auf seinem Schwanz. Nur noch ein paar Sekunden… Er versuchte, seinen Körper so nah es ging, an ihren zu bringen, damit sie ihn küssen, oder beißen, oder, was auch immer sie im ersten Moment tun musste, tun konnte. Er konnte sich nicht erinnern, sich jemals so um eine Jungfrau gesorgt zu haben. Er wusste bloß, dass er es richtig machen musste, wenn er sie wieder haben wollte.
„Das wird weh tun“, stellte er fest, und Hermine schlang ihre Arme locker um seinen Rücken, riss sich zusammen und hielt ihre Muskeln entspannt. Sie hatte schon immer gewusst, dass es weh tun würde.
Draco hatte genug gewartet. Mit einer schnellen Bewegung glitt er in sie und hielt einen Moment inne, damit sie sich an ihn gewöhnte. Er konnte spüren, wie sie sich trotzdem wieder anspannte.
Hermines Nägel gruben sich in seinen Rücken und sie biss in die Ecke eines Kissens, als sie sich voller fühlte als je zuvor. Es tat weh, aber sie konnte nicht sagen, ob das kam, weil ihr Jungfernhäutchen gerissen war oder weil er so groß war, dass ihre Muskeln die Dehnung nicht gewöhnt waren. Sie wies sich selbst an, tief zu atmen und sah ungewiss zu Malfoy auf.
Draco sah auf Granger hinab, die Augen dunkel vor Lust, und küsste sie erneut, als er begann, sich sanft rein und raus zu bewegen und half, den Schmerz durch Genuss zu ersetzen. Er hatte Dutzende Mädchen gefickt – warum war sie so anders? Lag es daran, dass es Monate gedauert hatte? Nein, es lag daran, dass es Granger war, die er fickte. Er ärgerte sich plötzlich ein wenig darüber, dass er es niemandem würde erzählen können.
Hermine konzentrierte sich auf den Kuss, damit sie den Schmerz ignorieren konnte. Sie konzentrierte sich auf den Geschmack und das Gefühl seines Mundes. Und dann bemerkte sie, dass sie neben Schmerz auch noch das genaue Gegenteil spürte. Jeder Stoß seines Schwanzes in ihr sandte Gänsehaut über ihre Wirbelsäule. Jedes Mal, wenn er so tief eindrang, wie er konnte, durchlief sie eine Welle heißen Vergnügens. Es fühlte sich ganz anders an, als wenn er ihren Kitzler berührte, aber es fühlte sich trotzdem so gut an.
Draco erhöhte sein Tempo, und nach ein paar Momenten musste er sich zurückziehen, damit er sich aufsetzen und einen besseren Winkel erzeugen konnte. Sein Atem wurde schwerer, ebenso wie ihrer, als die Häufigkeit seiner Stöße anstieg. Sie war so eng, so heiß, so feucht. Er wusste, dass er sie wieder und wieder wollen würde. Als sie sich an ihn gewöhnt hatte, begann sie, unter ihm zu keuchen und sanft zu stöhnen. Ihr Kopf wiegte sich sanft vor und zurück. Sie konnte ihre Augen nicht offen halten. Es war eines der erotischsten Dinge, die Draco je gesehen hatte.
Er fühlte sich in ihr so gut an. Sie wollte seinen Namen schreien. Aber es fühlte sich nicht richtig an, seinen Nachnamen zu benutzen, nicht, wenn er in ihr war, wenn sie etwas taten, was Menschen machten, die sich innig liebten, wenn sie ihm körperlich so nahe war, wie es einem Menschen möglich war. Sie war nicht in der Lage, diesen Akt frei von Gefühlen zu erleben, noch nicht. Es war ihr erstes Mal, und sie konnte sich nicht davon lösen. Egal, wie Malfoy reagieren würde, Hermine musste ihm ihre Zuneigung zeigen, ein Zeichen, dass es ihr etwas bedeutete.
„Nnn… Draco…“, flüsterte sie leise, als er immer wieder in sie stieß. Der Name klang fremd, als er ihre Lippen verließ und hing in der Luft, aber es fühlte sich besser an, als ihn Malfoy zu nennen, mit der ganzen Verbindung zu Lucius und den Todessern. Es fühlte sich an, als wären sie ebenbürtig. Fast, als wären sie verliebt, oder zumindest Freunde.
Draco hielt seinen Rhythmus, sah Granger jedoch überrascht an und versuchte, sich darüber klar zu werden, was er dabei empfand, dass sie seinen Vornamen benutzte. Es war ein Name, den er mit seinen Eltern verband, die, abgesehen von Pansy, die einzigen waren, die ihn so nannten. Dennoch, die Art wie Granger ihn sagte… niemand hatte je seinen Namen so ausgesprochen. Er sah sie nachdenklich an, während er weiterhin konzentriert in ihre süße, weiche, feuchte, nicht-mehr-jungfräuliche Muschi stieß. Es war ihr erstes Mal; er sollte nett zu ihr sein. Er spürte bereits, dass dieses eine Mal mit ihr niemals ausreichen würde, und er wollte sicher gehen, dass sie genau so fühlte.
Als er das entschied, verlagerte Draco sein Gewicht und drehte sich näher ihrem Körper zu. Er konnte nun das Keuchen und Stöhnen nicht nur hören, sondern auch fühlen, das ihren geteilten Lippen bei jedem Stoß entfleuchte. Sie war nicht laut, aber er hatte das Gefühl, dass wenn er sie etwas härter und fester im richtigen Winkel ficken würde, sie sofort schreien würde. Ihre Augen waren fest geschlossen, und wenn er nicht gerade gehört hätte, wie sie seinen Namen sagte, hätte er vermutet, dass sie sich einen anderen vorstellte.
Granger hatte ihre Hände wieder auf seinen Rücken gelegt, als ob sie ihn umarmen, ihn näher und tiefer in sich ziehen wollte. Draco nahm die Initiative, drückte seine Brust gegen ihre, legte seine Unterarme zu beiden Seiten ihres Kopfes ab, beugte seine Ellbogen und hielt so sein Gewicht, um sie nicht zu zerquetschen. So war es schwerer, seinen Rhythmus zu halten, aber er schaffte es trotzdem. Granger stöhnte sanft und legte ihre Arme bestimmender um ihn. Es war lange her, dass Draco das letzte Mal in dieser Stellung Sex gehabt hatte. Normalerweise zog er es vor, wenn die Mädchen sich auf alle viere niederließen und er sie von hinten ficken konnte, oder er ließ sie auf sich und die ganze Arbeit verrichten. Das würde er Granger später beibringen, aber irgendwie fühlte es sich für diesen bedeutungsvollen Sex richtig an.
Draco bewegte sich, so dass sein Mund neben dem linken Ohr des Mädchens war und stieß ein wenig härter zu, stöhnte, weil es sich so gut anfühlte, in ihr zu sein, sie endlich in Besitz zu nehmen. Es war noch besser, als er es sich vorgestellt hatte. Das sollte er ihr sagen.
„Du fühlst dich unglaublich an…“, flüsterte er heiß in ihr Ohr und dann, auch wenn es sich komisch anhörte, fügte er hinzu, „…Hermine.“
Hermine konnte es kaum glauben, als sie hörte, wie Malfoy ihren Namen sagte. Aber seine Worte bestätigten sie ein wenig. Sie hatte keine Ahnung, ob sie es richtig machte, aber es fühlte sich so gut an, dass es schwierig war, sich darum zu sorgen. Sie keuchte und stöhnte weiter, als er wieder und wieder in sie stieß und es schien, als würde es nie aufhören und sie wollte es auch nicht.
„Mach die Augen auf“, befahl Malfoy, nun wieder auf seine Hände gestützt, über Hermine lauernd, ihre Oberkörper ohne Kontakt. Hermine gehorchte gedankenlos und sah in sein Gesicht auf. Sie war überrascht, wie verändert es voller Lust war, aber sie dachte, dass ihres wahrscheinlich auch so war. Sie kämpfte, um ihre Augen offen zu halten; sie wollten nach oben rollen und ihre Lider versuchten, sich jedes Mal, wenn er in sie stieß, zu schließen.
„Wage es bloß nicht, an einen anderen zu denken“, knurrte Malfoy gebieterisch, scheinbar fast verärgert. „Ich tue es mit dir. Schau gut hin. Ich fick dir dein kleines, brillantes Gehirn raus. Daran wirst du von nun an denken, wenn du es dir machst. Verstanden?“
Hermine zwang sich, ihre Augen offen zu halten, und nahm jeden Zug in Malfoys Gesicht auf, nickte ihr Verständnis seines Befehls. Hatte sie etwas falsch gemacht? Sie hatte nicht einmal an jemand anderen gedacht. Sie hatte früher gewollt, dass es Ron wäre, der das hier mit ihr zum ersten Mal tat. Aber das schien lange her zu sein. Die Anziehung, die sie Malfoy gegenüber empfand, war so viel stärker als ihre Zuneigung zu Ron.
„Ich… Ich weiß, dass du es bist… Draco“, keuchte Hermine hervor, legte ihre Hände auf Malfoys Taille und passte ihre Hüfte an seinen Rhythmus an. Als sie es raus hatte, grinste Malfoy anerkennend. Ihre Hüften schlugen zusammen, als er in sie und aus ihr raus glitt. Alle paar Sekunden stöhnte oder flüsterte Hermine Malfoys Namen, oder unzusammenhängende Fetzen, wie gut es sich anfühlte.
Draco wollte so viel mehr tun. Er hatte so viele Fantasien, die Realität werden sollten. Aber sie wäre heute Nacht für keine davon bereit. Sie würde wieder kommen. Das würde er sicher stellen. Dennoch konnte er sich über dieses Mal nicht beklagen, auch wenn es überhaupt nicht seinem normalen Verhaltensmuster entsprach. Er konnte nicht enttäuscht sein, nun, da er sie endlich unter sich hatte. Grangers Haare waren ein Chaos, ausgebreitete Bronze
auf den schwarzen Seidenlaken. Ihre Augen waren dunkel und halb geschlossen, und ihre weichen Lippen keuchten seinen Namen in einer Art, die ihn dazu aufforderte, sie noch härter zu ficken.
Verschwommen bemerkte Hermine, wie Malfoy seinen Zauberstab neben dem Bett nahm und einen schnellen Zauber murmelte, während er auf sie zeigte. Es musste eine Art Verhütungszauber gewesen sein. Hermine hatte noch nie über etwas so Merkwürdiges wie magische Verhütung nachgedacht. Sie nahm nun schon eine Weile die Pille, nur für den Fall, aber sie hatte das Gefühl, dass, selbst wenn sie ihm erklären würde, wie es funktionierte, er nicht darauf vertrauen würde. Es konnte jedenfalls nichts schaden, doppelt geschützt zu sein.
Etwas an Malfoys erhöhtem Tempo und seiner Konzentration gaben Hermine das Gefühl, dass er kurz davor war. Sie hatte ihn bereits kommen sehen, natürlich, hatte es sogar selbst verursacht, aber nicht so. Nicht… in ihr. Wie würde es sich anfühlen? Was sollte sie tun? Es war so schwierig, zu denken, wenn sich etwas so gut anfühlte! Plötzlich beugte Malfoy sich nach unten und nahm ihre Lippen grob in Anspruch, küsste sie mit tierischer Kraft, stellte seine Macht über sie wieder her. Der Kuss wurde auch für Hermines Lust zu einem Ventil, und sie merkte, wie sie sich seinem Eifer anpasste.
Draco küsste und biss und saugte an Grangers Lippen und Zunge so fest, dass er befürchtete, dass er sie verletzen würde, aber einem Teil von ihm war das egal. Außerdem erwiderte sie seinen Kuss fast genauso, und das war der Punkt. Ein befriedigtes Stöhnen fing sich in Dracos Kehle und er bog seinen Rücken mit einem letzten, tiefen Stoß in Grangers wahrscheinlich ausgelaugte Muschi, durch. Er schenkte ihr, dass er, als sein Orgasmus in genüsslichen Wellen durch ihn spülte, ihren Vornamen stöhnte.
Hermine war überrascht, dass sie kaum etwas spürte, als Malfoy auf ihr zusammenbrach, und wahrscheinlich in ihr kam. Es fühlte sich ein wenig warm an, aber das war alles. Sie glaubte, es würde sich später klebrig oder sowas anfühlen. Sie erlaubte sich, seine schweißnassen Haare sanft zu streicheln, während er auf ihr lag und zu Atem kam. Er ließ es wahrscheinlich nur zu, weil er sich noch nicht bewegen wollte. Es gab ihr ein Gefühl von Macht, ihn unter ihren Händen zittern zu spüren und zu wissen, dass sie ihm dieses gute Gefühl verschafft hatte. Und sie fühlte sich auch gut. Es war großartig gewesen. Sie wusste, dass sie es wieder wollen würde.
Draco tolerierte für ein paar Momente, dass Granger seine Haare streichelte, während er schwelgte, noch nicht bereit, sich aus ihrer Wärme zurückzuziehen. Schließlich brachte er die Kraft auf, sich von ihr zu rollen, und kicherte über den betroffenen Ausruf des Mädchens, als ihr ein Teil seiner Flüssigkeit entwich. Sex war wirklich eine dreckige Sache. Sie zitterte und kuschelte sich an seine Seite, und er ließ es zu. Es war ein wichtiger Meilenstein in ihrem Leben gewesen; sie hatte sich eine oder zwei Minuten verdient, damit es sich setzte.
„Gut?“, fragte er und brach die Stille.
„Ja“, antwortete Hermine lahm. Wie konnte man beschreiben, wie es sich angefühlt hatte?
„Fühlst du dich anders?“, fragte Draco plaudernd und spielte mit ihren Haaren.
„Ja und nein“, sagte sie schulterzuckend.
„Auch gut“, antwortete Draco gähnend.
Hermine hielt inne und lächelte vor sich hin. „Ich bin keine Jungfrau mehr.“
„Nein, das bist du nicht“, stellte Draco nüchtern fest. „Ich habe dich gefickt, bis du meinen Namen gestöhnt hast.“
Hermines Wangen röteten sich etwas, dann fragte sie
schüchtern, „War es, ich meine, war ich …gut?“
Draco kicherte düster. „Liebling, du hattest den besten Lehrer. Muss ich noch etwas sagen?“
Das Gefühl in ihrer Brust war zurück. Alles, was sie getan hatten, war eine Nachahmung von Liebe. Es musste genug sein. Sie würde es nicht aufgeben.
Draco zögerte, erinnerte sich an sein Versprechen. „Willst du, dass ich…?“
Hermine errötete und schüttelte den Kopf. Sie war zu müde, um sich zu bewegen und lachte. „Vielleicht morgen?“
„Wie du willst“, antwortete Draco großzügig. Ein Teil von ihm war erleichtert.
„Können wir hier bleiben?“, fragte Hermine zögernd. Der Gedanke, nach allem in ihr Zimmer zurückzukehren, war niederschmetternd.
Draco dachte einen Moment darüber nach. Natürlich wollte sie hier mit ihm bleiben und schlafen. Sie sah aus, als könnte sie sich nicht mal bewegen, wenn sie es gewollt hätte. Er war selbst ziemlich erschöpft. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal mit einem Mädchen übernachtet hatte.
„Dein Haus wird vermutlich denken, dass du früh in dein Zimmer gegangen bist und sie dich nicht gesehen haben. Mein Haus ist es gewöhnt, dass ich zu komischen Zeiten weg bin. Außerdem ist es mir egal, was sie denken.“
Die Antwort reichte Hermine, die zwischen die Seidenlaken kletterte und dabei zitterte. Malfoy folgte ihrem Beispiel. Sie schmiegte sich an ihn, unfähig, sich nicht zu ihm hingezogen zu fühlen. Das Schlimmste, was passieren konnte, war, dass er sie wegschubste.
Draco schubste sie nicht weg. Er war in exzellenter, Nach-Sex-Laune, und er war so müde, dass er seinen Arm nicht hätte heben können. Lass sie ihren Moment haben. Die Laken fühlten sich gut an.
Der Raum der Wünsche löschte instinktiv seine Fackeln, in seinem halb-magischen Bewusstsein zufrieden damit, dass er zwei schlafenden Schülern genau das geben konnte, was sie brauchten.
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