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Lessons & Obsessions - Druck

von Nitsrek

Der Brief war weniger als zwei Wochen vor dem Ende von Dracos Schulhalbjahr angekommen. Narcissa hatte zu dem Zeitpunkt nicht damit gerechnet, von ihrem Sohn zu hören; sie hatte angenommen, dass er einfach mit ihr reden würde, wenn er daheim angekommen war, wenn es etwas zu besprechen gäbe. Für einen Moment hatte Narcissa die Befürchtung, dass etwas nicht stimmte, bevor sie das Siegel auf dem Umschlag brach. Warum sonst würde er schreiben, wenn er sie doch bald sehen würde?

Während sie den Brief las, stellte sie fest, dass tatsächlich etwas nicht stimmte, nur nicht so, wie sie es erwartet hatte:

Liebe Mutter,

ich habe eine Bitte an Dich. Ich weiß, dass das Haus dieses Jahr leer sein wird, und auch wenn es nicht direkt die Feiertage betrifft, dachte ich, dass es vielleicht okay wäre, wenn eine Freundin ein paar Tage vor Schulbeginn bei uns übernachten würde.

Ja, eine Hexe. Nein, es ist nicht Pansy. Um die Wahrheit zu sagen, wirst du nicht sehr glücklich darüber sein. Ich bin selbst nicht sehr glücklich darüber, irgendwie. Sie ist eine Muggelgeborene, weißt du.

Du weißt, dass ich die Denkweise meiner Erziehung nicht völlig habe fallen lassen und ich erwarte auch nicht, dass du das tust. Du musst sie nicht sehen, wenn du nicht willst. Es muss auch niemand wissen. In der Schule weiß es keiner.

Ich bin versucht, es dem Orden zu verraten, nur, damit sie uns ein bisschen mehr vertrauen, aber ich denke nicht, dass das zur Zeit klug wäre, denn es handelt sich um Hermine Granger.

Ich freue mich darauf, dich zu sehen.

In Liebe,
Draco


Es hatte Narcissa einigen Aufwand gekostet, den Brief ihres Sohnes herzlich zu beantworten. Die lässige Art, mit der er ihr die Information vermittelt hatte, war praktisch eins seiner Markenzeichen. Sie fragte sich verärgert, wo er gelernt hatte, so unverschämt zu sein.

Und als ob die Tatsache, dass er eine Muggelgeborene zu ihrem Zuhause einladen wollte, nicht genug war, musste die Hexe auch noch ausgerechnet Hermine Granger sein! Ein Mädchen, über das sie ihren Sohn nur beleidigend und verächtlich hatte sprechen hören. Und jetzt nannte er sie plötzlich eine Freundin?

Auf keinen Fall war dieses Mädchen nur eine Freundin. Draco hatte noch nie zuvor eine Hexe auf das Manor eingeladen, obwohl Narcissa wusste, dass er in den letzten Jahren mit mehr als einer involviert gewesen war. Wenn ihr Sohn Lucius nur im Entferntesten ähnelte, hatte es wahrscheinlich mehr Hexen gegeben, als er erzählt hatte.

Aber Hermine Granger? Narcissa wusste, dass weder sie noch ihr Sohn es sich für die nächste Zeit leisten konnten, offene Feindseligkeit gegenüber denen niedrigeren Blutes zu zeigen, aber sie hätte nie erwartet, dass Draco sich mit einer traf, vor allem nicht mit Harry Potters bester Freundin. Die Tatsache, dass das Mädchen zugestimmt hatte, sich mit ihm einzulassen, war sogar noch komischer, Dracos offensichtliche Vorzüge mal beiseite. Natürlich gab es merkwürdigere Verbindungen, dachte Narcissa, aber was für eine Beziehung war das genau? Bestenfalls empfand Draco einfach eine skurrile Leidenschaft für das Schlammblut, das, zugegeben, eine gewisse Attraktivität besaß. Schlimmstenfalls…

Und das Schlimmste schien bereits wahrscheinlicher als das Beste. Etwas an dieser hier musste besonders sein, hatte Narcissa geschlossen, da Draco fragte, ob er sie aufs Manor bringen konnte. Sie hatte Jahre darauf gewartet, dass ihr Sohn ernsthaftes Interesse an einer Hexe zeigte, und nun wünschte sie sich, dass sie es nicht getan hätte. Warum musste es eine Muggel-geborene Hexe sein? Warum musste es Hermine Granger sein? Was würde Lucius denken?

Was Lucius dachte würde aber vorerst keine Rolle spielen. Er war fort und würde lange Zeit nicht zurückkehren, wenn das Ministerium sich durchsetzte. Es musste Draco eine große Menge Mut gekostet haben, seine Bitte vorzutragen. Narcissa fühlte sich unwohl bei den Konsequenzen dieser Überlegung, aber sie respektierte die Tatsache, dass ihr Sohn ihr seine Situation geschildert hatte. Sie würde nicht wollen, dass er Dinge verbarg, nur weil er fürchtete, sie würde ihn zurückweisen.

Also entschied sie, seine Bitte zu würdigen und hatte innerhalb einer Stunde zurückgeschrieben:

Lieber Draco,

jeder deiner Freunde wird in unserem Hause stets willkommen sein. Bitte lass mich wissen, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen. Ich bin es nicht gewöhnt, Gäste wie Miss Granger zu unterhalten. Ich vertraue darauf, dass du mir bei den Vorbereitungen helfen wirst.

Bis bald,
In Liebe deine Mutter

*****
Draco erwachte mit einem merkwürdigen Gefühl auf seiner Brust und Wärme an seiner Seite. Er öffnete seine Augen, um den Baldachin seines Bettes anzusehen und erinnerte sich daran, dass er zu Hause war. Wenn er aber zu Hause war, wer schlief dann neben ihm? Er blickte nach unten, um Grangers Arm auf sich zu finden, und der Rest ihres Körpers drückte sich an seine Seite. Sie schlief noch fest/tief, und ihr Haar war ein absolutes Chaos. Stimmt; er hatte sie eingeladen, bei ihm zu übernachten. Langsam kamen die Erinnerungen an die letzte Nacht und wieso Hermine in seinem Bett lag, zurück.

Draco ließ sanft den Arm des Mädchens von sich gleiten, schmerzhaft langsam, damit sie nicht aufwachte. Er nahm sich nicht viel Zeit, um sie anzusehen. Seine Gedanken, nachdem Granger eingeschlafen war, lagen schwer in seinem Verstand und er wollte sie nicht mit weiterer Betrachtung ermutigen. Lautlos verließ er das Bett und schlich zu seinem Kleiderschrank. Er zog seinen Bademantel und Hausschuhe an, da das Manor im Winter sehr zugig war und er nur in einer Seiden-Pyjamahose geschlafen hatte, weil seine Decke so warm war.

Er schlich die Stufen zur Küche herunter und bat den Hauself, Tee, Toast und Eier zu machen. Während er zugesichert bekam, dass das sofort erledigt würde, setzte er seinen Weg ins Esszimmer fort. Er war überrascht, dort seine Mutter zu finden, aber er nickte ihr zu und setzte sich auf einen Stuhl neben sie. Sie las stirnrunzelnd den Tagespropheten. Draco blickte auf die erste Seite und sah ein Foto seines Vaters. Der Prophet schrieb immer noch hin und wieder über Lucius und andere Todesser, wenn es keine Neuigkeiten über den Dunklen Lord zu berichten gab.

Der Hauself brachte aus der Küche ein Tablett mit Tee, Milch und Zucker. Draco goss sich und seiner Mutter je eine Tasse Tee ein und fügte je nach seinem Belieben und dem seiner Mutter Milch und Zucker hinzu. Er beobachtete still, wie sie mit einer flinken Bewegung ihres Zauberstabs den Propheten in Asche verwandelte.

„Guten Morgen, Mutter“, sagte Draco ruhig, nippte an seinem Tee, während der Hauself das Frühstück herein brachte.

„Ist er das?“ Sie war verständlicherweise schlecht gelaunt.

„Ich denke, das stellt sich noch heraus…“, murmelte Draco bevor er sich an seinen Toast machte. Er tauchte ihn in das Eigelb, auch wenn er wusste, seine Mutter das für schlechte Manieren hielt.

„Ist nicht gestern dieses Muggelmädchen angekommen?“, fragte Narcissa im Plauderton, als sie einen Schluck Tee nahm.

Draco antwortete knapp, „Ja.“ Er wischte mit einem halb-aufgegessenen Toaststück das letzte Eigelb auf.

„Essen Muggel nicht? Wo ist sie?“ Sie hob eine elegante Augenbraue.

Draco hielt inne, dachte aber, dass er an diesem Punkt wirklich nichts zu verbergen hatte, also sprach er einfach so beiläufig er konnte. „Schläft in meinem Schlafzimmer.“

Narcissa grinste beinahe grausam. „Du verschwendest keine Zeit, oder?“

„Nicht, dass es dich etwas angeht, Mutter, aber sie hätte in dem Gästezimmer den Flur runter schlafen sollen. Aber anscheinend ist unser Haus nachts furchteinflößend.“ Dracos Mundwinkel hoben sich leicht und sein Blick wurde kurzfristig fern.

Mit der Reaktion hatte Narcissa nicht gerechnet. Entweder eine glatte Lüge oder eine schamlose Bestätigung ihrer Andeutung hätten zu Dracos Charakter gepasst. Aber eine ruhige und offensichtlich wahre Erklärung? Sie hätte es sogar entschuldigt, außer den Blick auf seinem Gesicht. Sie konnte der tatsache nicht entfliehen, dass er diese hier mochte.

„Ich fühle mich nachlässig, weil ich sie nicht in unserem heim willkommen geheißen habe, als sie ankam“, sagte Narcissa lässig, beobachtete die Reaktion ihres Sohnes.

Die kurze Sekunde, die Draco schnell nachdachte, blieb seiner Mutter nicht verborgen. „Es war spät, als sie ankam. Ich nahm an, dass du keine Lust auf Unterhaltung hättest.“

Einen Moment herrschte Stille, während dem blaue und graue Augen sich in einem heiklen Wettkampf maßen. Keines der beiden maskenhaften Gesichter verriet irgendetwas.

„Schützt du sie vor mir, Draco?“, fragte Narcissa mit unheimlich ruhiger Stimme.

„Was?“ Draco blinzelte, verlor den Kampf. Er schüttelte seinen Kopf, als ob die Idee absurd wäre. „Mach dich nicht lächerlich. Ich dachte einfach nicht, dass du sie sehen wolltest. Sie bat mich übrigens, dir für die Erlaubnis ihres Aufenthalts zu danken.“

„Gute Manieren für ein Schlammblut“, sagte Narcissa lässig. Draco konnte nicht anders, als reuig zu lächeln, weil er seine Mutter so gut kannte.

Es gab kein Drumherum. Sie musste dieses Muggelmädchen treffen. Sie musste wissen, wie sie war und herausfinden, was Draco für sie fühlte. Sie hatte nichts davon, zu versuchen, dem Mädchen zu schaden, aber ihr zu sehr das Gefühl zu geben, willkommen zu sein, könnte gefährlich sein. Narcissas Hauptsorge lag darin, was Draco mit ihr machte. Obwohl sie nicht gerne darüber nachdachte, wenn es um ihren Sohn ging, wusste sie, dass Zauberer gewisse Bedürfnisse hatten. Sie war nie streng gewesen, wenn er mit Hexen herumtrödelte. Aber wenn das hier mehr war als das…

„Wir müssen heute Abend gemeinsam speisen“, erklärte Narcissa unerwartet. „Was isst sie gerne?“

Draco war von der plötzlichen Frage seiner Mutter vor den Kopf gestoßen. Was aß Granger gerne, jetzt, wo er darüber nachdachte? „Ich – ich weiß es ehrlichgesagt nicht.“

Narcissa lächelte freundlich, wirkte ganz wie die kultivierte Gastgeberin, zu der sie erzogen worden war. „Denkst du, gebratenes Hühnchen wird ausreichen?“

„Ich… glaub schon…“, antwortete Draco verwirrt. Er entschied, dass es keinen Sinn gab, mit seiner Mutter zu streiten, wenn sie sich in den Kopf gesetzt hatte, Grangers Besuch zu einem sozialen Ereignis zu machen und gab ihr freie Bahn. „Ich bin sicher, dass, egal, was du entscheidest, gut sein wird, Mutter.“

„Ausgezeichnet“, sagte Narcissa abschließend. „Dann sehe ich euch beide um acht Uhr.“

*****
Hermine erwachte beim Klang einer Tür, die ins Schloss fiel. Das Licht, das durch die Vorhänge fiel, war hell, ließ sie darauf schließen, dass sie deutlich länger als normalerweise geschlafen hatte. Auch sie wusste für einen Moment nicht, wo sie war, bis sie bemerkte, dass Dracos Geruch sie umgab. Sie rollte herum und blinzelte ein paar Mal, bis der große Flecken an der Tür zu Draco verschärfte, der ein Tablett voller Essen trug.

„Wie spät ist es?“, fragte Hermine, als sie sich aufsetzte, die Decken an sich zog und zitterte, als ihr Körper sich an die Temperatur gewöhnte.

„Nach elf, du Langschläferin“, sagte Draco mit einem Grinsen, während er das Tablett auf dem Nachttisch abstellte.

„Du bringst mir Frühstück?“ Sie war beeindruckt und leicht misstrauisch.

„Die Hauselfen wollten es loswerden und mit dem Mittagessen anfangen. Iss, bevor ich es aufwärmen muss.“ Malfoy zwirbelte mit einer Miene einstudierter Sorglosigkeit seinen Zauberstab zwischen seinen Fingern.

Hermine war plötzlich sehr hungrig und griff eifrig nach den Eiern und dem Toast. Draco ging zu seinem Kleiderschrank und begann, sich anzuziehen. Hermine beobachtete ihn aus ihren Augenwinkeln, während sie ihr Frühstück verschlang. Sie schien seines nackten Anblicks nie müde zu werden.

Draco ließ sich Zeit, während er eine schwarze Hose und ein grau-blaues Hemd anzog, wissend, dass Hermine zusah. Es war zu dieser Tageszeit warm genug im Haus, um keinen Pullover über dem langärmeligen Hemd tragen zu müssen. Sobald er voll angezogen war, wandte er sich Hermine zu und bemerkte, dass sie ihr Frühstück gerade in Rekordzeit beendet hatte.

„Da war jemand hungrig“, sagte er mit einer hochgezogenen Augenbraue, so dass kein Zweifel bestand, dass er Narcissas Sohn war. „Wenn du vor heute Abend nochmal hungrig bist, schlag ich ein wenig Tee und Kekse vor. Mutter hat uns zum Abendessen um acht Uhr eingeladen.“

Hermine ließ fast die Teetasse, aus der sie trank, fallen, aber sie schaffte es, ihre Haltung zu bewahren und stellte sie sicher auf das Tablett zurück. „Heute Abend?!“
Draco musste heftig dagegen ankämpfen, in Lachen auszubrechen. Granger sah völlig geschockt aus. „Ja, heute Abend.“

„Wieso lachst du mich aus?“ Hermine starrte Malfoy kriegerisch an, als Malfoy unfreiwillig anfing zu kichern. Sie hatte Schwierigkeiten, herauszufinden, was sie mehr fühlte: Wut oder Angst.

„Sie wird nicht beißen.“ Draco stand beim Kleiderschrank und beobachtete amüsiert, wie Hermine durch den Raum eilte, scheinbar versuchte sie, ihre Kleidung und andere Dinge zu finden, die sie braucht, um sich fertig zu machen, ohne zu merken, dass sie nicht in ihrem Zimmer war und daher keine ihrer Sachen hatten.

„Du hast acht Stunden“, schnarrte Draco. „Du musst dich nicht ganz so beeilen.“

„Aber ich habe nichts anzuziehen! Und ich werde baden und meine Haartinkturen mischen müssen und -“

„Schluss“, sagte Draco so scharf, dass er nicht lauter werden musste, damit Granger ihren Mund sofort schloss. Er fuhr in knappen Wörtern, die ihre Aufmerksamkeit forderten, fort. „Wir haben eine Menge schöner Kleider und Schuhe und was immer du brauchst hier. Sie sind alle verzaubert, so dass sie der Person passen, die sie trägt. Das Badezimmer ist den Flur runter in der Nähe deines Zimmers, und ist wahrscheinlich voll gestopft mit allen möglichen Haartinkturen.“

Hermine fühlte sich albern, weil sie nicht daran gedacht hatte, dass ein so großes Haus all diese Dinge enthalten würde. „Aber warum will deine Mutter mich sehen? Ich dachte, sie hasst mich. Du sagtest, sie würde mich nicht sehen wollen!“

„Wenn du nicht sofort damit aufhörst, sorge ich dafür, dass du still wirst“, sagte Draco warnend und hielt Hermine an den Schultern fest. Sie sah lächerlich aus: Sie war in der Mitte ihres verrückten Herumgerennes angehalten worden, so dass ihr Nachthemd halb ausgezogen und ihr Haar noch chaotischer war, als direkt nach dem Aufwachen.

Draco zog den Rest von Hermines Nachthemd über ihren Kopf, so beiläufig, als würde er eine Butterbierflasche öffnen. Nun stand sie in nichts außer einem rotbraunen Baumwollhöschen vor ihm. Hermine zitterte vor Kälte und wegen Dracos intensivem Blick, als er sie ohne Scham von oben bis unten ansah.

„Ein Anblick, den ich seit Längerem nicht gesehen habe“, sagte Draco mit einem Grinsen und fuhr mit seinen Händen an Hermines nackter Körperseite entlang, fühlte anerkennend die Rundung ihrer Hüfte. Als seine Augen jedoch den Rest rotbraunen Stoff sahen, knurrte er.

„Ich dachte, ich hätte dir gesagt, du darfst diese Farbe nur in deiner Uniform tragen“, schalt er sie.

Hermine sah ihn schuldbewusst an. „Ich trag sie nur zum Schlafen… Ich dachte nicht, dass du mich… so sehen würdest…“

„Du hast zwei Möglichkeiten“, sagte Draco mit einem boshaften Leuchten in seinen Augen. „Du kannst es entweder ausziehen…“, eine seiner Hände auf ihrer Hüfte zog langsam zum Vorschlag den Stoff des Höschens nach unten, „oder deine Uniform anziehen.“

Draco hätte nicht zufriedener mit sich sein können, als er beobachtete, wie Hermine über die Zwickmühle nachdachte. Sie errötete wütend, mehr vor Ärger als vor Scham. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr mochte er die Idee von Granger in ihrer Uniform, solange sie sie seinetwegen trug. Selbst, wenn sie stattdessen Nacktheit wählte, machte er sich gedanklich eine Notiz, sie dazu zu bringen, diese Uniform bald zu beflecken.

Hermine schluchzte unentschlossen, während Draco an
ihrem Höschen zog, und sie sehr langsam und zielsicher in Richtung Bett zog. „Draco, nein, wir… wir haben keine Zeit.“

„Du kannst eine Stunde erübrigen“, sagte Draco, während er seinen Kopf senkte und eine Spur ihren Hals entlang leckte und sie zum Zittern brachte.

„Aber -“ Hermines Augen schlossen sich, als Dracos warme Lippen und Zunge ihren Hals erkundeten und es sich anfühlte, als wäre es ewig her…

„Komm schon, Granger“, sagte Draco heiß bei ihrem Ohr. „Verdien dir die Nacht, die du gerade in meinem Bett verbracht hast.“
*****

„Es war ein Fehler“, sagte Draco leise, als er vor dem großen Erkerfenster in seinem Schlafzimmer hin und her lief. Er war vollständig angezogen und bereit, und sie hatten noch fast eine Stunde vor dem Abendessen.

Hermine sah von ihrem Standpunkt vor seinem Ganzkörperspiegel, wo sie besorgt an ihrem Kleid zupfte, zu ihm rüber. „Was?“

„Dich hierher zu bringen.“

Hermine starrte ihn in beleidigtem Unglauben an. „Du wolltest ein Nein nicht akzeptieren!“

Draco winkte sie ab. „Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein Idiot.“

Hermines Beklemmung vergrößerte ihren Ärger, als sie versuchte, seinem Gedankengang zu folgen. „Weil du mich hierher eingeladen hast?“

Er schüttelte seinen Kopf und fuhr sich mit seinen Fingern durch die Haare. „Weil ich noch nie zuvor jemanden mitgebracht habe.“

„Warum sollte das eine Rolle spielen?“

Draco griff nach dem dicken Samtvorhang des Fensters und widerstand dem Drang, ihn von der Wand zu reißen. „Sie wird jetzt denken, dass es irgendwie bedeutend ist.“

„Wer?“ Hermine lief zu Draco, hoffte, ihn besser zu verstehen.

Er blinzelte sie an, als ob die Antwort offensichtlich wäre. „Meine Mutter.“

Hermine verstand immer noch nicht ganz. „Was wird sie für bedeutend halten?“

„Dich“, knurrte er, seine Geduld verlieren.

Sie trat einen Schritt zurück und sah ihn lautlos an, fragte sich, wo seine plötzliche herrührte. Hermine hatte gedacht, sie wäre die einzige, die sich wegen ihrem gemeinsamen Abendessen sorgte.

Draco seufzte und betrachtete Hermine in einer missgünstigen Entschuldigung, sagte aber nichts. Er wollte nicht mehr darüber reden. Sie konnten jetzt nichts daran ändern. Es sollte einfach acht Uhr sein, damit er aufhören konnte, darüber nachzudenken. Er brauchte Ablenkung…

„Wir haben immer noch eine halbe Stunde bis zum Essen…“ Draco nahm Hermines Hand und zog sie zu sich, hielt sie nahe, ohne ihr Kleid zu verkrumpeln. Er beobachtete, wie sie ihre Augen schloss, als er seinen Kopf zu ihrem Hals tauchte. Ihre Haut war warm und weich an seinen Lippen und er wünschte, sie hätten noch Stunden vor dem Abendessen. Es war vorhin nicht genug gewesen. Er fühlte sich, als hätten sie Wochen aufzuholen.

Er sah ihre Bewegungslosigkeit als Ermutigung und klammerte sich an die weiche Haut, saugte und biss mit unterdrückter Leidenschaft. Sie roch und schmeckte so gut, wie würde er sich je zurückziehen können?

„Nicht“, schaffte sie es, mit einem gedämpften Stöhnen auszuatmen. So wund sie auch von ihrem früheren Stelldichein war, Hermine wollte nichts lieber tun, als das Abendessen völlig zu vergessen und sich von Draco zurück ins Bett führen lassen. Sie wollte Narcissa Malfoy nicht sehen. Sie wollte nicht wunderschöne Kleider tragen, die ihr das Gefühl gaben, dass sie sich aufdrängte. Was, wenn Zauberer-Etikette anders war? Was, wenn es zusätzliche Löffel gäbe oder so? Gab es irgendetwas, was sie möglicherweise sagen oder tun konnte, was Dracos Mutter davon überzeugte, dass sie keine wertlose Muggelschlampe war, die sich freiwillig benutzen ließ?

Draco entließ sie für einen Moment und leckte seine Lippen, hielt seinen Mund aber nahe an Hermines Hals. Kein anderer Bereich ihrer Körper berührte sich, und er fühlte sich ohne diese Berührung aus dem Gleichgewicht gebracht. „Warum nicht?“

„Du wirst ein Mal hinterlassen“, sagte Hermine mit leiser Stimme und zappelte nervös. Sie musste sich unter Kontrolle halten; sie würden bald zu Abend essen. „Sie wird es sehen.“

„Und?“ Dracos Stimme dehnte sich und verklang, während seine Zunge den Umriss des Knutschflecks nachfuhr, den er gerade gemacht hatte.

Hermine zitterte, bewegte sich aber nicht. „Stört es dich nicht, wenn deine Mutter so etwas sieht?“

Draco zuckte die Schultern und biss noch einmal sanft in das zarte Fleisch, bewegte seinen Mund um ihre Haut, um das Mal zu verdeutlichen, betonte, wie egal es ihm war. „Sie weiß, warum du hier bist.“

Ein Stöhnen entschlüpfte Hermines Lippen und sie lehnte sich in die Wärme von Dracos Mund auf ihrem Hals, auch wenn sie wusste, dass sich dort eine Wunde bildete, während sie sprachen. „Bitte heil ihn, Draco. Selbst, wenn sie es weiß. Ich will nicht, dass sie dort sitzt und denkt, ich wäre sowas wie eine -“

„Schlammblütler-Schlampe?“, fragte Malfoy düster an ihrem Ohr, bevor er seine Zunge vom Ohrläppchen über den Rand der Muschel gleiten ließ.

Hermine reagierte mit einem heftigen Zittern auf die Kombination seines heißen Atems, den schmutzigen Wörtern, die er sagte und den Klang seiner Stimme. „Ja…“

Draco schmollte aus Spaß und entfernte sich, um ihr in die Augen zu sehen, forderte sie heraus, ihre Reaktion auf die Wirkung seiner Worte zu leugnen. „Aber ich dachte, du magst es, wenn ich dich so nenne.“

Der Ausdruck auf seinem Gesicht war so einladend, so schwer, zu widerstehen. Fordernd, verspielt, verführerisch, alles auf einmal. Es war nicht fair, wie leicht es für ihn war, sie tun lassen zu wollen, was immer er sagte. Nein, es war ihr Ernst. Sie würde Narcissa Malfoy treffen und Draco wollte ausschließlich fortsetzen, was sie vor ein paar Stunden begonnen hatten.

„Das hier ist kein Spiel“, flüsterte Hermine, während sie ihren Blick senkte.

Dracos Ausdruck wurde ernster, sein Tonfall war aber immer noch relativ unbekümmert. „Das heißt nicht, dass es nicht lustig sein kann.“

Hermine kämpfte sich von Malfoy los und setzte sich auf eine nahe Bank, verbarg ihr Gesicht in ihren Händen. „Sie muss mich hassen. Ich kann mir nicht vorstellen, was du ihr all die Jahre über mich erzählt hast.“

Draco blickte von seinem Platz aus zu Granger und sagte einfach „Menschen ändern sich.“

Hermine fragte sich einen Moment, welche „Menschen“ er wohl meinte, fand seine Worte jedoch nicht tröstlich. „Ja, ich bin mir sicher, sie ist erfreut, mich hier zu haben. Du hast Recht, das hier war ein Fehler.“

„Wieso interessiert es dich, was sie denkt?“, fragte Draco, der sie prüfend ansah. Er hatte nicht erwartet, dass Granger einen Gedanken daran verschwendete, was seine Mutter von ihr hielt. Sicher, Granger wollte, dass andere Leute sie mochten, aber sie schien nie von ihrer Art abzuweichen, nur, damit Leute, die sie nicht respektierte, eine gute Meinung von ihr hatten.

„Solltest nicht du interessiert sein?“, konterte Hermine. „Du bist immerhin ihr Sohn.“

Draco zuckte die Schultern. „Bin ich. Ich habe ein riesiges Chaos verursacht und nun werde ich mir wahrscheinlich bis ich dreißig bin, abfällige Kommentare darüber anhören, dass ich Schlammblüter heirate.“

„Heirate…?“ Hermines Gesicht verblasste innerhalb von zwei Sekunden um zwei Farbtöne.

„Ich hab es dir gesagt“, erklärte Draco ruhig. „Du bist die einzige Hexe, die ich jemals heim gebracht habe. Die Malfoy-Familie hat nur einen Erben. Sie hat seit meiner Geburt auf meinen siebzehnten Geburtstag gewartet und versucht, mich mit jeder annehmbaren Reinblüter-Hexe zu verkuppeln, die ihr über den Weg läuft, und nun habe ich wahrscheinlich den Eindruck erweckt, dass ich die wahnsinnige Absicht habe zu -“

Hermines Gesicht verwandelte in Sekunden sich von blass zu wütendem rosa und ihre Augenbrauen zogen sich vor Entrüstung zusammen. „Ich habe verstanden. Ich komme für eine Heirat nicht in Frage. Keine Sorge. Ich habe nicht den Wunsch, eine Malfoy zu werden, glaube mir.“

„Wir sind zu gut für dich, nicht wahr?“, fragte Draco im überheblichsten Ton, den er zusammenbrachte.

„Nicht gut genug“, antwortete Hermine aufsässig, als sie ihren Zauberstab nahm und zum Spiegel lief, um die Wunde zu heilen, die Draco auf ihrem Hals hinterlassen hatte.

Draco rollte mit den Augen und sagte beißend, „Oh, Mutter wird dich lieben.“

Es entstand eine Pause, während der beide krampfhaft versuchten, nicht zu lächeln. Hermine sah das als Zeichen, dass ihr Streit vorbei war, zumindest vorerst. Sie stand auf und glättete ihr Kleid, bekämpfte die nervösen Schmetterlinge, die ihrem Bauch zu entkommen drohte und wünschte sich, dass alles vorbei wäre.

„Draco?“, fragte sie nervös, während er ein letztes Mal mit den Fingern durch die Haare kämmte.

„Ja?“ Er hörte auf zu zappeln und sah sie an.

Sie zögerte, Es war so dumm, aber sie konnte nicht anders als zu denken, dass es etwas gab, dass sie wissen sollte, darüber, wie die Sachen in diesen Familien abliefen. „Du hast nicht zufällig ein Buch über Zauberer-Etikette, oder?“
Draco starrte sie ungläubig an. „Granger, in zehn Minuten gibt es Essen.“

„Ich weiß, aber -“ Hermine zappelte besorgt.

„Nein.“

Ohne weiteres Trara nahm er ihre Hand und schleppte sie praktisch zur Tür raus und die Treppen runter ins Esszimmer.

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