
von Nitsrek
Sie hatten sich gerade erst an den Tisch gesetzt und trotzdem wünschte sich Hermine bereits glühend einen Tarnumhang. Mrs. Malfoy hatte bevor sie Platz nahm gewartet, bis sie kamen und Hermine fühlte sich, als ob ihre Erscheinung während der wenigen Momente, die sie alle beim Esstisch standen, gründlich überprüft würde. Sie war sehr froh, dass sie sich ein passendes Kleid geliehen hatte, selbst wenn sie sich darin wie ein Betrüger vorkam.
„Miss Granger.“ Narcissa streckte ihre Hand aus und ergriff Hermines auf eine Art, die kein Zeichen der Abneigung verriet, weil sie physischen Kontakt zu einer Muggel-geborenen Hexe hatte. Das überraschte Hermine, aber sie würde keinesfalls unachtsam werden. „Schön, Sie endlich zu treffen. Draco hat mir so viel von Ihnen erzählt.“
Hermines instinktive Antwort wäre ‚Das bezweifle ich sehr’ gewesen, aber sie wählte etwas, was, wie sie hoffte, etwas weniger defensiv klang.
„Ich hoffe, nur Gutes?“, scherzte sie schüchtern, bereute es jedoch sofort. Mrs. Malfoy vlieb vollkommen still und verzog keine Miene, und Draco zappelte neben ihr nervös herum. Es würde ein sehr langes Abendessen werden.
Narcissa fuhr fort, als hätte Hermine einfach einen höflichen Gruß erwidert und führte sie zu ihren Plätzen. „Es tut mir leid, dass mein Mann leider nicht anwesend sein wird. Ich bin sicher, dass Sie wissen, dass er anderweitige Verpflichtungen hat.“
Hermine schluckte nervös und ihre Augen schossen Hilfe suchend zu Draco, aber er schüttelte kaum wahrnehmbar den Kopf. Sie entschied, dass es das Beste wäre, zur Antwort einfach zu nicken.
„Setzt euch“, sagte Narcissa fast zu fröhlich.
Erst als sie sich setzte, merkte Hermine, dass ihre Beine zitterten. Warum hatte sie vor dieser schrecklichen Frau solche Angst? Sie aßen immerhin nur zu Abend. Und was wusste Hermine überhaupt wirklich über Narcissa Malfoy? Womöglich war sie eine wunderbar bezaubernde Frau, deren Ruf von dem ihres Mannes überschattet wurde. Vielleicht, wenn Hermine sich einfach auf das Essen konzentrierte und versuchte, nicht zu viel zu sprechen…
Draco beobachtete vorsichtig seine Mutter, versuchte zu erahnen, in welche Richtung ihre Unterhaltung beim Essen gehen sollte. Er sah Granger aus seinen Augenwinkeln heraus an, und als die Hauselfen den ersten Gang brachten, konnte er deutlich sehen, wie sie ihre Entrüstung im Zaum hielt. Wie hatte er ihre lächerliche Besessenheit von Hauselfen vergessen können? Er zwang sie gedanklich, nichts zu sagen.
Es wurde um einiges schwerer, Ruhe zu bewahren, als die Hauselfen anfingen, das Essen zu bewahren, aber Hermine war entschlossen, das Thema zu ignorieren. Sie war ein Gast in diesem Haus und so liefen die Dinge eben einfach in den meisten alten Zauberer-Familien. Natürlich war Lucius Dobby gegenüber grausam gewesen, aber das hieß nicht unbedingt, dass diese Hauselfen misshandelt wurden. Selbst wenn, das Abendessen wäre sicher nicht die beste Zeit, um zu versuchen, sie zu befreien. Hermine atmete ein paar Mal tief und beruhigend durch und konzentrierte sich auf den Teller Selleriecreme-Suppe, der ihr vorgesetzt worden war. Es roch köstlich.
Suppe. Großartig. Das konnte nur eins bedeuten: fünf Gänge. Sieben, wenn seine Mutter wirklich mehr Zeit wollte, um von ihnen beiden Informationen abzupressen. Draco ergab sich einem langatmigen Abend. Er hätte Mitleid mit Granger gehabt, wenn er nicht damit beschäftigt gewesen wäre, sich Sorgen um sich selbst zu machen.
Für ein paar Minuten war das einzige Geräusch das Klingen der Silberlöffel an den Porzellan-Tellern. Hermine fühlte sich, als hätte sie sich in ihrem ganzen Leben noch nie so sehr darauf konzentriert, nicht zu schlürfen. Sie dankte gedanklich ihren Eltern, weil sie sie zumindest mit dem Anschein guten Benehmens großgezogen hatten. In dem Bereich fühlte sie sich halbwegs sicher. Immerhin schien es keine zusätzlichen Löffel zu geben. Narcissas abgehackte Stimme unterbrach die Stille, als sie ihre Aufmerksamkeit auf Hermine richtete. Mrs. Malfoy saß an der Stirnseite des Tischs, während Draco ihr gegenüber am anderen Ende saß und Hermine zwischen ihnen in der Mitte des langen Tischs gefangen war.
„Draco erzählte mir, dass Sie die besten Noten hätten, Miss Granger; dass sie sogar Schulsprecherin sind.“
Hermine schluckte und tupfte sich ihren Mund mit ihrer Serviette ab, bevor sie sprach. „Ja, ich fühle mich sehr geehrt.“
Draco beobachtete lautlos die Unterhaltung. Es fühlte sich an, als wäre jede Faser seines Körpers wachsam aufgerichtet.
„Sie müssen nicht so bescheiden sein. Ich bin sicher, dass Sie diese Stellung verdient haben.“
Zur Antwort lächelte Hermine einfach schwach.
Narcissa fuhr fort, ohne auf eine Antwort zu warten. „Ich bin sicher, dass eine talentierte Hexe wie Sie die Welt zu Füßen liegen hat. Was haben Sie nach Hogwarts vor?“
Hermine fühlte sich von Narcissas Komplimenten eher in Alarmbereitschaft versetzt, als sich behaglich zu fühlen. Sie hatte nicht mit ihnen gerechnet, und sie beunruhigten sie. Wurde sie aufgrund ihrer Antworten beurteilt? Versuchte Narcissa einfach, eine gute Gastgeberin zu sein, ohne weitere düstere Absichten?
„Wenn es wie geplant läuft, würde ich gerne eine Aurorin werden… aber ich habe mich noch nicht entschieden. Wie Sie sagen, gibt es so viele Möglichkeiten. Ich könnte mir vorstellen, dass ich im Ministerium glücklich wäre, aber vielleicht wäre es auch schön, zuerst ein bisschen zu reisen oder sogar zur Universität zu gehen.“
Am anderen Tischende zuckte Draco zusammen.
„Universität? Ah ja, diese Muggel-Schulen“, sagte Narcissa ohne Boshaftigkeit, als sie sich an die Bedeutung des fremden Wortes erinnerte. „Was würden Sie dort studieren?“
Mit dem Gefühl, dass diese Richtung ihres Gesprächs wahrscheinlich zu nichts Gutem führte, machte Hermine einen Rückzieher. Wie konnte sie so dumm sein, ihre Herkunft zu betonen? Sie hätte ebenso gut ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚Muggelgeborene’ tragen oder es in einer magischen leuchtenden Markierung über ihrem Kopf tragen können.
„Es war wirklich nur ein Gedanke. Ich denke nicht, dass ich es so machen werde, ich wollte… Ich wollte nur ein paar Möglichkeiten haben.“
Narcissa nickte verständnisvoll und lächelte auf eine Art, die Hermine an Draco erinnerte, wenn er einen besonders bösen Plan ausheckte. Sie war sehr froh, als der Salat gebracht wurde, weil sie sich damit ablenken konnte, auch wenn Narcissa ihre Fragen noch nicht beendet hatte.
„Es ist sehr vernünftig, sich alle Möglichkeiten offen zu halten, vor allem, wenn es so viele sind. Draco hat Glück, aber auch Unglück, da ein Teil seiner Zukunft bereits beschlossen wurde. Er wird das Familiengeschäft führen, da es seine Pflicht ist. Und natürlich heiraten.“
Draco und Hermine erstarrten beide praktisch in ängstlicher Erwartung während dieser paar Sätze, aber Narcissa sprach weiter, als wäre es nichts weiter als eine informelle Unterhaltung.
„Beabsichtigen Sie, zu heiraten, Miss Granger?“, sagte sie mit einem interessierten Lächeln.
Hermine war aus der Fassung gebracht. „Ja, ich, nun… Wenn die richtige Person… Kurz: Ich hatte immer gehofft, dass ich heiraten werde.“
Narcissa nickte, immer noch höflich lächelnd, während sie anmutig Bissen ihres Salats zu sich nahm. „Kinder?“
Hermine verschluckte sich beinahe, versteckte es aber gut. „Ich habe noch nicht darüber nachgedacht -“
„Mutter.“ Dracos Stimme war fest, sein Gesicht ausdruckslos.
Narcissa winkte die Warnung ihres Sohnes mit einem entzückenden Lachen ab, als ob er albern wäre. „Ich bin nur neugierig, Draco. Ich möchte deine Freundin kennen lernen.“
Draco blieb hartnäckig und versuchte, die Unterhaltung locker zu halten, ohne dass seine Mutter weiter Granger ausfragte. Es hätte keinen Zweck. „Sie wird noch eine Woche hier sein. Du musst nicht alles auf einmal aus ihr herauskriegen.“
„Frage ich zu viel, Liebes?“, fragte Narcissa unschuldig.
Wie so oft musste man lügen, um höflich zu bleiben. „Nein, Mrs. Malfoy. Vielen Dank für Ihr Interesse.“
Narcissa fuhr fort, da sie nun freie Bahn von der Person bekommen hatte, von der sie wusste, dass sie nicht in der Lage wäre, sie abzuhalten. „Es ist nur so, dass Draco noch nie eine junge Dame mit nach Hause gebracht hat, also muss an Ihnen etwas Besonderes sein.“
Wieder lag diese gefährliche Betonung auf dem vorletzten Wort. Sie waren nun offiziell an dem Punkt angekommen, den Draco und Hermine gefürchtet hatten. Der fatale Fehler, den Draco begangen hatte. Er beobachtete Granger vorsichtig, als sie überlegte, was sie antworten sollte.
„Ich versichere Ihnen, dass ich nichts Besonderes bin“, sagte Hermine fest, zeigte ein gutmütiges Lächeln, um die Dinge locker zu halten.
„Unsinn, Miss Granger“, sagte Narcissa mit dem räuberischen Grinsen, das ihr Sohn geerbt hatte. „Ich finde Sie bereits faszinierend.“
Hermine war diesen Gesichtsausdruck gewöhnt und obwohl ihr Herz doppelt so schnell schlug wie normalerweise, schaffte sie eine heitere, höfliche Antwort. „Sie sind zu freundlich, Mrs. Malfoy.“
Die Spannung zwischen den beiden Frauen war greifbar und Draco fragte sich unglücklich, wie lange diese Nervenprobe noch dauern würde. Seine Mutter hatte ihre Krallen ausgefahren und Granger trug ihre Abwehr. Es war, als würde man ein episches Duell in Zeitlupe beobachten. Zwischen Spinat und Endiviensalat.
Und es lagen noch verdammte drei Gänge vor ihnen…
*****
Draco klopfte aus Gründen der Höflichkeit an die Tür, obwohl er sich nicht sicher war, ob er zurzeit in besserer Verfassung war als Granger.
„Bitte geh weg. Ich will nur allein sein.“
Die Bitte ignorierend öffnete Draco die Tür und trat ein, schloss und verschloss sie hinter sich. „Dann hättest du in dein eigenes Zimmer gehen sollen.“
Hermine war ehrlich überrascht, als sie aufsah und bemerkte, dass sie tatsächlich in seinem Zimmer war. Sie hatte wirklich vorgehabt, in das Gästezimmer zu gehen. Sie hatte sogar das geborgte Kleid ausgezogen und saß auf seinem Bett, nur in einem Nachthemd und ihrem Höschen. „Entschuldige… ich habe nicht wirklich aufgepasst.“
Sie weinte nicht, sah aber selbst ohne Tränen immer noch ziemlich aufgebracht aus. Ihr Gesicht war gerötet und ihre Augen wirkten fremd. „Du brauchst ein dickeres Fell, Granger“, sagte Draco, als er zu ihr lief und sich neben ihr auf das Bett setzte. „Ich erinnere mich da an eine Hexe mit scharfer Zunge und einer ziemlich harten Faust. Was glaubst du, ist mit ihr passiert?“
„Sie ist weg“, sagte Hermine mit verteidigendem Unterton. „Und alles, was übrig ist, ist ein rückgratloses kleines Mädchen, das sich interessiert, was Narcissa Malfoy denkt. Es ist alles deine Schuld!“ Sie starrte ihn halbherzig böse an.
Draco bekämpfte einen Moment lang den Drang, Granger schnippisch zu antworten und versuchte, vernünftig zu sein (etwas, dass für ihn manchmal ziemlich schwer sein konnte). Ihre Behauptung barg Konsequenzen, über die er zurzeit nicht nachdenken wollte. Aber mit einer Sache hatte sie Recht: Es war seine Schuld. Das Abendessen war eine Katastrophe gewesen, aber seine Mutter war kein schlechter Mensch. Er verstand genau, warum seine Mutter jede einzelne dieser Fragen gestellt hatte. Es war auch seine Schuld, dass die ganze Sache überhaupt angefangen hatte.
„Ich weiß, dass du es nicht glauben wirst, aber sie kann nicht anders. So ist unsere Welt nunmal. Du hättest -“ Er wollte sagen ‚Du hättest genau so gehandelt’, aber als er sprach, bemerkte er, dass Granger wirklich nicht so gehandelt hätte. Sie war nicht so eine Art Mensch.
„Ich weiß nicht, warum ich zugestimmt habe, hierher zu kommen“, fuhr Hermine fort, als ob er nichts gesagt hätte. „Wir haben alles noch schlimmer gemacht. Sie weiß es und ich wäre nicht überrascht, wenn der Orden wüsste, dass ich hier bin. Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis es jemand in Hogwarts herausfindet und dann -“
Ihr verrücktes, schrilles Geplapper stand in starkem Kontrast zu der gleichmäßigen Ruhe in Dracos Stimme, als er sie unterbrach. „Und dann was? Ist es vorbei?“
„Ich -“ Hermine sah ihn an, geschockt von der Frage, aber er ließ ihr keine Zeit, zu antworten.
„Willst du, dass es vorbei ist?“ Draco drehte sich und drückte sie mit einer fließenden Bewegung auf das Bett. Er hielt Hermines Körper mit seinem fest und sah sie an; wusste, dass sie den gleichen Kitzel fühlte bei der Tatsache, dass nur ihre Kleidung (und davon trug sie nicht gerade viel) sie voneinander trennte, als er sich auf sie setzte.
„Nein…“, war die offensichtliche Antwort. Keiner von beiden wollte, dass es vorbei war. Selbst wenn sie es wollten, wie könnten sie über längere Zeit die Finger voneinander lassen? Beide schienen entschlossen, rücksichtslos weiter zu machen, egal was passierte oder wer davon erfuhr. Narcissa war nur die Erste.
„Dann sorg dich nicht“, verlangte Draco. Sein heißer Atem kitzelte Hermines Gesicht, während er sie fest anstarrte.
Sie krümmte sich unter ihm, bekämpfte seine Logik, die zwar unausweichlich, jedoch unmöglich zu akzeptieren war. „So leicht ist es nicht.“
„Doch, ist es. Hör auf, dir Sorgen zu machen.“ Sein Blick durchbohrte sie und wenn er ihr gesagt hätte, dass der Himmel noch nie blau gewesen war, hätte sie es wahrscheinlich als Tatsache akzeptiert. Aber selbst als sie langsam in Einwilligung ihrer Duldung des Befehls nickte, wusste sie, dass sie log. Sie konnte genauso wenig aufhören, sich Sorgen darüber zu machen, was Narcissa Malfoy von ihr dachte, wie sie aufhören konnte, Gefühle für Draco zu haben. Und so sehr sie in letzter Zeit auch versucht hatte, sie zu bewältigen, es war sogar noch unmöglicher.
Sie log und Draco wusste es. Sie konnte sich nicht einfach davon abhalten sich darum zu sorgen, was seine Mutter dachte. Um die zwei Stunden Folter, die sie gerade erst beim Abendessen verbracht hatten. Darum wie alles nur noch schlimmer wurde. Aber vielleicht konnte er es. Er würde dafür sorgen, dass sie sich keine Gedanken machte, selbst wenn er dazu jeden einzelnen aus ihrer beiden Köpfe vertreiben musste, um es zu schaffen. Und vielleicht schaffte er es dabei auch, sich selbst davon abzuhalten.
„Erzähl mir eine deiner Fantasien, Granger“, sagte Draco sanft, als er sie befreite und sich neben sie legte.
Sie sah ihn überrascht. „Was? Nein, ich… warum?“
Er beobachtete fasziniert die Menge an Emotionen, die über ihr Gesicht huschten. Verwirrung, Verweigerung, Scham, Neugier, alles im Bruchteil einer Sekunde. „Ich weiß, dass du welche hast. Ich habe welche gesehen, erinnerst du dich?“
Hermines Gesicht fühlte sich heiß an und sie wandte ihren Blick von Malfoy ab. „Ich kann nicht…“
Draco legte eine Hand um Grangers Gesicht und lenkte ihren Kopf zurück, so dass sie ihn wieder ansah. „Erzähl mir alles. Jedes Detail, Anfang bis Ende.“
Er wollte sie ein einziges Mal in ihrer Beziehung sprechen hören. Ihre Stimme hören, wie sie jedes noch so kleine Detail jedes unausgesprochenen Verlangens, dass sie je hatte, erklärte. Er wollte, dass sie sprach und nie aufhörte, damit alles, was er hören oder denken konnte, ihre Stimme war, die die Dinge beschrieb, die nur er bisher mit ihr getan hatte. Und dann wollte er sie ficken. Die Dinge ergaben einen Sinn, wenn er sie fickte. Die Dinge ergaben einen Sinn, wenn es nichts außer Sex gab; keine Schule, keine Freunde, keine Familie, keinen Krieg, nur Haut und Speichel und Sperma. Wenn er Granger fickte, war alles einfach und richtig und nichts konnte ihn treffen. Es spielte keine Rolle, dass er sie heute schon einmal gehabt hatte: In dem Moment in dem es vorbei war, wollte er, dass es von vorne anfing.
Hermine dachte einen Augenblick über seine Bitte nach und versuchte, sich nicht von der vertrauten-doch-fremden Sehnsucht in seinen Augen berühren zu lassen. Die Idee gefiel ihr ein wenig, auch wenn sie ihr Angst machte. Wie würde sie jemals die Wörter raus bringen? „Du wirst denken, dass es albern ist. Ich werde so dämlich klingen…“
„Fang einfach an, zu reden.“ Er beobachtete sie aufmerksam.
Sie zögerte ein paar weitere Momente, sah ihn ängstlich an und fragte sich, was er erwartete. „Okay… aber verurteile mich nicht.“
Er machte ein nachdrückliches Geräusch und beobachtete sie dann weiter in Stille. Es war mehr als nur ein wenig nervig.
Sie schluckte. „Okay, ich… ich bin in meinem Zimmer in der Schule…“
„Schließ deine Augen“, unterbrach er sie mit tiefer Stimme.
Hermine gehorchte ihm und schloss ihre Augen. Dies ließ ihr seine Anwesenheit sogar noch bewusster werden, aber auf eine aufregende Art. Sie konnte ihn dort fühlen, hören und riechen. Jeder Teil von ihm schien darauf zu warten, was sie sagen würde. „Und ich bin im Bett, und… und du -“
Draco unterbrach sie einen Moment, wollte sicher gehen, dass alles authentisch sein würde. Nicht nur eine Show für ihn. Etwas Echtes, das in diesem geschäftigen kleinen Kopf gefangen war. Es interessierte ihn nicht, um wen oder was es ging: er wollte wissen, was sie feucht machte, was sie kommen ließ.
„Es muss nicht um mich gehen.“
Sie hielt ihre Augen geschlossen, zögerte und lächelte dann. „Die besten gehen um dich.“
Mit dieser Antwort hatte er nie gerechnet. Sie war verspielt und sogar kokett, fühlte sich aber auch ehrlich an. Er war sich nicht sicher, was er bei solch einem unerwarteten Kompliment fühlen sollte. „Ich… Mach weiter.“
„Ich… ich liege im Bett und bin halb eingeschlafen…“ Hermine bewegte sich, um es sich in den Kissen bequemer zu machen. Sie versuchte, in die Fantasie einzutauchen und sich an jedes Detail zu erinnern, wie Malfoy es von ihr wollte. Ihr Magen bebte vor Aufregung und sie hatte kaum angefangen. „Du bist irgendwie durchs Fenster gekommen… so wie schon einmal.“
Draco beobachtete, wie sie nervös ihre Lippen leckte und wartete darauf, dass sie fortfuhr.
„Aber ich höre dich nicht, weil ich eingenickt bin. Und du kommst an mein Bett und schlüpfst irgendwie unter die Decke, ohne mich dabei zu wecken… Ich trage ein Nachthemd und ein Höschen und du… du berührst eine meiner Brüste…“
Hermine keuchte, als Dracos Hand sanft die Seite ihrer linken Brust durch das dünne Seiden-Nachthemd liebkoste.
„Mach weiter“, flüsterte er düster, während seine Hand sich über ihre Brust bewegte und die Brustwarze einen Moment ausließ.
„Und dann… und dann…“ Hermine kämpfte, um ihre Augen geschlossen zu halten und machte einen frustrierten, beschämten Laut, da das Gefühl von Malfoys warmer Hand eine wundervolle Ablenkung bot. „Ich kann nicht. Ich glaube nicht, dass ich alles sagen kann.“
„Würdest du es mir lieber zeigen?“ Seine Bitte lag einen Moment in der Luft, während Hermines Verstand zu dem Zeitpunkt zurück raste, wo er sich seinen Weg in ihre Gedanken erzwungen hatte, um ihre Fantasien zu sehen.
Es wäre leichter es ihm zu zeigen, aber sie war sich nicht sicher, ob sie bereit war ihn wieder in ihren Kopf zu lassen. Zumindest würde sie die Kontrolle haben, wenn sie ihm ihre Fantasie erzählte. „Nein…“
„Dann sprich weiter.“ Seine Stimme war irgendwie ermutigend und fordernd gleichzeitig.
Sie schüttelte unentschlossen ihren Kopf, versuchte herauszufinden, wie sie weitermachen sollte. „Ich…“
„Ich habe dich hier berührt, stimmt’s?“ Draco drückte vorsichtig ihre Brust zur Betonung.
Sie keuchte. „J-ja.“
„Und was mache ich dann?“, fragte er geduldig.
„Dann… dann wache ich langsam auf, und du willst nicht, dass ich schreie, also… also bedeckst du meinen Mund.“
Draco legte seine linke Hand über Grangers zarten kleinen Mund und ihre Augenlider flogen auf. Er starrte ihr aufmerksam in die Augen, wartete auf weitere Anweisungen. Natürlich wusste er, dass sie nicht in der Lage sein würde, zu reden, wenn er so blieb, also bewegte er seine Hand ein paar Zentimeter nach unten, damit ihre Lippen frei waren.
„Und wie fühlst du dich, als du bemerkst, dass ich da bin?“, fragte er ruhig, als ob es das Natürlichste auf der ganzen Welt wäre.
„Ich habe Angst. Weil… weil es vor jetzt ist.“ Er verstand, dass sie die Zeit meinte, bevor er tatsächlich bei ihr gewesen war. Die Nacht des Sturms. „Du solltest nicht hier sein.“
„Nein, sollte ich nicht“, sagte er mit der winzigen Spur eines Grinsens. „Böser Draco.“
„Und ich bin… Ich bin nicht sicher, was du tun wirst.“ In ihren Augen lag eine Spur Beunruhigung. „Was, wenn du mir wehtust?“
„Ich habe eine Vorgeschichte.“
„Ich denke, dass ich vielleicht um Hilfe rufen sollte, aber du -“
In Erwartung ihrer nächsten Worte bedeckte Draco wieder ihren Mund und grinste, als ihre Augen die Angst ihres Fantasie-Ichs widerspiegelten. Sie spielte bereits gut.
„Nicht schreien“, befahl Draco flüsternd, versuchte die Version von sich zu sein, die in diese Fantasie gehörte. Er bewegte wieder seine Hand, damit sie reden konnte.
„Ich… ich versuche, mich aufzusetzen, aber -“
Draco bewegte seine rechte Hand von ihrer Brust und nagelte mit ihr ihren linken Arm fest.
„Ich versuche, nach meinem Zauberstab zu greifen -“ Hermines rechter Arm langte nach dem Nachttisch, wo ihr Zauberstab in ihrer Fantasie liegen würde, aber Dracos andere Hand verließ ihren Mund und hielt nun auch diesen Arm fest.
„Ts, ts, Granger.“ Er grinste über seinen räuberischen Sieg. „Nicht sehr wachsam. Wie willst du hier bloß wieder rauskommen?“
Sie zitterte sichtbar unter ihm und es war aus Angst und Erregung gleichermaßen, als die echte Granger und ihr Fantasie-Ich gleichzeitig ihren Körper bewohnten. „Ich denke, dass ich jetzt vielleicht schreien könnte, weil du beide Hände benutzt, aber -“
Draco beugte sich nach unten und bedeckte grob ihren Mund mit seinem, um sie ruhig zu stellen. Sie wehrte sich, wie sie es nicht mehr getan hatte, seit er ihr zum ersten Mal gefolgt war und er war beeindruckt, wie sehr sie sich dieser Umsetzung widmete. Als er schließlich ihre Lippen entließ, sah sie atemlos und geschlagen aus.
„Du kannst mir nicht sagen, dass dir das nicht gefallen hat.“ Seine Stimme troff vor Selbstzufriedenheit.
Sie bettelte, sah verzweifelt aus. „Bitte, sag mir einfach, was du willst.“
Sein Lächeln war zuversichtlich und besitzergreifend, als ob er wüsste, dass er bekommen würde, was er wollte. „Dich.“
„Bitte…“ Sie kämpfte, aber seine Hände hielten sie fest. Draco bemerkte, dass sie stark genug wäre, sich ihm mehr zur Wehr zu setzen, wenn sie ihm wirklich hätte entkommen wollen.
„Du willst es auch“, sprach Fantasie-Draco mit seiner Stimme.
„Nein, ich würde niemals -“ Die hilflose Granger-Version schüttelte ihren Kopf, während die echte Hermine unbewusst ihre Hüfte sehnsüchtig an seine drückte.
„Lüg mich nicht an, Schlammblut.“ Draco hatte aufgehört, diesen Begriff in ihrer Nähe zu benutzen, aber er war sich sicher, dass sein Fantasie-Ich nicht ganz so gewissenhaft war.
Hermine zitterte und versuchte nicht zu verstecken, welch starke Wirkung dieses Wort auf sie hatte. „Ich…“
„Entspann dich, Kleines“, schnurrte Malfoy auf eine Art, die kein bisschen beruhigend war. „Ich verspreche dir, dass du es mögen wirst.“
Granger schien wieder ein wenig zu Sinnen zu kommen, nur gerade genug, um zwischen ihrem Ich, das die Fantasie erzählte und dem, das in ihr vorkam, zu unterscheiden. „Und dann… Du hebst mein Nachthemd hoch und… und leckst…“
„So“, fragte Draco, als er grob Grangers Hemdchen nach oben riss, ihre Brüste entblößte und hungrig um ihre linke Brustwarze leckte.
Hermine und Fantasie-Hermine waren sich in ihrer Befürwortung einig, als ihre Lider sich wieder schlossen. „Ja, ja, genau so…“
Draco hielt in seiner Tätigkeit inne, um den leidenschaftlichen Ausdruck auf ihrem Gesicht zu untersuchen. „Siehst du, es gefällt dir bereits.“
„Nein, ich kann nicht -“ Die Rolle hatte wieder das Sagen.
„Du kannst und du sollst.“ Er neigte seinen Kopf zu ihrem rechten Nippel und fing an, zu lecken.
Sie stöhnte, protestierte aber immer noch. „Bitte tu mir nicht weh.“
Er hob kaum seinen Kopf, um ihr zu antworten. „Wenn ich dir wehtue, heißt das nicht unbedingt, dass es dir nicht gefallen wird.“
Hermine stöhnte, als seine Zunge um ihren Nippel wirbelte. Er schob nachdrücklich seine Hüfte gegen ihre und sie konnte fühlen, wie erregt er war. Ihr Fantasie-Ich wusste, dass es kein Entkommen gab.
„Du…“ Hermine-die-Erzählerin keuchte, als er sanft in ihre Brustwarze biss, bevor er sie mit seiner Zunge tröstete. „Du versprichst, dass… dass du machen wirst, dass es sich noch besser anfühlen wird, wenn ich aufhöre, zu kämpfen.“
„Und so ist es“, versicherte er ihr, während er fieberhaft an ihrem Hals leckte. Es war etwas an ihrem Hals, wie sie zitterte, wenn er sie dort küsste, leckte, biss. Die Laute, die sie von sich gab.
Die imaginäre Hermine war sich nicht sicher, wieso sie ihm vertraute. Vielleicht tat sie es nicht, spürte aber, dass es keinen Sinn hatte, zu streiten. Draco Malfoy war in ihrem Zimmer, und er wollte sie. Und diese Version von ihr war nicht so stark oder mutig wie sie. Sie wollte nicht stark oder mutig sein. Sie wollte nachgeben. Sie wollte, dass er sich nahm, was er wollte. Sie wollte sich jetzt gut fühlen und erst später an die Konsequenzen denken. Also hörte sie auf zu kämpfen.
Draco konnte spüren, wie die Anspannung in ihren Muskeln nachließ, also ließ er ihre Arme los und hielt sich mit einem seiner Arme aufrecht, während er dem anderen erlaubte, ihren Bauch herunter zu ihrem Höschen zu wandern. Sie keuchte, als seine Finger über den dünnen Stoff strichen und er fühlte, wie ihre Hüfte sich hob, um mehr Kontakt zu seiner Hand zu haben. Sie war so heiß und dort war ein nasser Fleck, der ihn weiter drängte.
Sie seufzte und keuchte, als seine Rückhand sanft über den Körperteil strich, der ihn am meisten wollte. Sie verfluchte den dämlich Stoff, den er nicht entfernte, und wie er das Gefühl dämmte. Blind, da sie ihre Augen nicht offen halten konnte, begann sie, sein Hemd aufzuknöpfen. Es dauerte um einiges länger, als sie gewollt hätte, da sie es dem Gefühl nach machen musste und von seinen Fingern abgelenkt war, die neckend über sie streichelten, aber schließlich schaffte sie es, und er zog es aus und legte es ab.
Draco beobachtete mit zufriedener Bewunderung, wie ihre Hände seine Brust nach unten zu seiner Hose entlang wanderten. Ihre Augen waren noch geschlossen, diese alberne kleine Hexe. Er streichelte sie ermutigend, aber erlaubte ihr immer noch nicht den Genuss, seine Finger direkt auf ihrer empfindlichen Haut fühlen zu dürfen. Er wollte, dass sie es wirklich wollte. Sie hatte den Gürtel, den Knopf und den Reißverschluss seiner Hose mit erstaunlicher Leichtigkeit im Vergleich zu seinem Hemd gelöst und weil er seine Hände brauchte, um die restliche Kleidung loszuwerden, griff er nach ihrer Hand und platzierte sie auf ihrem Höschen.
Hermine machte ein überraschtes und leicht erregtes Geräusch, als er ihre Hand zu ihrem Höschen führte. Nach einem verlegenen Moment fing sie an, sich durch den Stoff zu reiben, wollte so sehr ihre Hand unter das Gummiband bringen, ihre Finger mit ihrer eigenen Feuchtigkeit benetzen und wieder und wieder über ihren Kitzler reiben, bis sie kam. Aber sie kannte Malfoy gut genug, um zu wissen, dass sie es bereuen würde, wenn er ihr nicht vorher die Erlaubnis gab. Es war nicht fair! Wie konnte sie ihn so sehr wollen, wenn sie es doch erst vor acht Stunden schon getan hatten? Sie sollte wund und befriedigt sein, aber auch wenn sie etwas gereizt war, bettelte ihr Körper nach mehr von ihm.
Draco entfernte den Rest seiner Kleidung in Rekordzeit und drehte sich wieder zu Granger. Für einen Moment sah er einfach zu, wie sie mit ihren schlanken Fingern über den feuchten Stoff rieb, der sie eindeutig frustrierte, und dann kehrte er zu ihr zurück und zog ihre Hand fort, brachte sie zusammen mit der anderen Hand über ihren Kopf. Sie schluchzte, bewegte ihre Hüfte in einem Versuch, mehr Kontakt zu ihm herzustellen. Er drückte sein Bein zwischen ihre und war erfreut, als sie anfing sich daran zu reiben, verzweifelt auf der Suche nach was auch immer für einer Reibung, die sie kriegen konnte. Er hatte sie bereits zuvor unersättlich gesehen, aber das hier war ein unvergesslicher Anblick.
Das Spiel hatte bereits lange zuvor aufgehört und keiner von beiden schien es zu bemerken.
„Sag mir, wie sehr du es willst“, knurrte Draco, als er ihr das Nachthemd über den Kopf zog und dann wieder ihre Arme hielt.
„So sehr…“, atmete sie und rieb ihre Hüfte schamlos an seinem nackten Bein.
Draco hakte die Finger seiner anderen Hand neckend unter das Gummiband ihres Höschens. „Ich gebe es dir, wenn du mich bittest.“
Hermine zögerte, schwer atmend und die Augen immer noch geschlossen. Jeder Stolz war verloren. Sie fühlte, dass es nichts gab, was sie jetzt nicht für ihn tun würde. „Bitte, Draco, tu es.“
„Tu was?“, er zog an dem Gummi, während sie weiter den nassen Stoff an ihn drückte.
„Du weißt schon…“, stammelte sie, öffnete die Augen und sah ihn zögernd an.
Er hob eine Augenbraue. „Ich dachte, du wolltest es nicht. Ich dachte, du würdest niemals -“
„Bitte…“, beharrte sie, Verzweiflung in ihrer Stimme.
„Bitte was?“, bestand er darauf.
Sie stöhnte frustriert und kniff ihre Augen zu. „Bitte, berühr mich… f-fick mich…irgendwas, bitte.
Draco grinste. „Oh, sag nicht irgendwas, Liebes. Du weißt vielleicht nicht, auf was du dich einlässt.“
„Ist mir egal“, keuchte sie, als er mit seinen Fingern direkt unter dem Rand ihres Höschens entlang fuhr.
„Nein, ist es nicht.“
Sie öffnete die Augen und erwiderte seinen Blick trotzig. „Doch, ist es.“
Er nahm seine Hand weg und betrachtete sie absichtlich. Sie hatte ihr wirres Reiben unterbrochen, aber sie leuchtete immer noch vor Verlangen. „Was ist dir egal?“
Hermine versuchte, ihre Hände zu befreien, damit sie etwas tun konnte, um ihrem Körper zu geben, was er wollte, aber Draco hielt sie immer noch fest. Sie weinte beinahe, so frustriert war sie. „Irgendwas, es ist mir alles egal, außer, dass ich dich brauche.“ Sie hakte ihre Beine um seine Hüfte und versuchte, ihn an sich zu ziehen. „Ich-ich brauche deine Berührung, ich will dich in mir, ich brauche dich, Draco, bitte!“
Draco war einen Moment still, sein Körper fest an ihren gepresst, unfähig, zu erkennen, wo ihre Sehnsucht aufhörte und seine anfing. Es war schön, Zeuge ihres Moments der Gleichgültigkeit zu sein, und er wollte mitmachen. Das verfluchte Hindernis, das ihr Höschen darstellte, war verschwunden und der lang erwartete Moment seiner Haut auf ihrer war himmlisch.
Als er nachgab und die Hexe, die für ihn so absolut bereit war, in Besitz nahm, stellte er fest, dass es nicht eine Sache gab, die ihn beschäftigte, solange er von ihrer Hitze umgeben war und die Worte ‚Ich brauche dich, Draco’ durch seinen Verstand rasten. Er wusste natürlich, dass es nicht anhalten würde. Aber es war ihm egal.
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