
von Nitsrek
Als Hermine erwachte, war Draco fort. Sie war nicht überrascht. Sie war nicht naiv genug, eine Wiederholung des vorigen Morgens zu erwarten, vor allem nach dem Streit, den sie letzte Nacht gehabt hatten. Sie hätte es besser wissen müssen, als ihn zu einer Diskussion über sein Dunkles Mal zu bringen. Wenn es eine Sache gab, über die er nie sprechen wollte, war es seine Verbindung zu den Todessern.
Sein Besuch letzte Nacht schien nun nach dem Aufwachen wie ein Traum. Er war auf jeden Fall hier gewesen und sie war eher wieder eingeschlafen als er. Sie hatte seinem gleichmäßigen Atem gelauscht, während sie dem Drang widerstanden hatte, sich ihm zu nähern. Was auch immer nicht gestimmt hatte, sie hoffte, dass er wenigstens ein paar Stunden Schlaf gefunden hatte, bevor er wieder gegangen war.
In weniger als vier Tagen würden sie zur Schule zurückkehren. Wie merkwürdig die Dinge dann sein würden. Alles war jetzt schon merkwürdig. Aber hier konnten sie immerhin reden, ohne Angst haben zu müssen, dass sie belauscht werden. Sie konnten im gleichen Bett schlafen und gemeinsam aufwachen. Gemeinsam essen. Es war nicht ganz eine normale Beziehung, aber es war eine nette Atempause, mit ihm zusammen weit weg von den Menschen, die sie kannten, zu sein. Auch wenn sie wusste, dass es nicht anhalten konnte. Auch wenn sie wusste, dass es einen Haufen Komplikationen gab, mit denen sie sich noch früh genug beschäftigen mussten.
Ein Hauself brachte Hermine Frühstück ans Bett. Sie lächelte und hoffte, freundlich zu sein, aber der Elf brachte nur das Tablett und rannte aus dem Zimmer. Sie überlegte, ob sie Draco reinlegen konnte, damit er der Kreatur Kleidung gab, aber sie bezweifelte, dass Narcissa Malfoy es mögen würde, wenn ihr Gast ihre Sklaven befreite.
Hermine badete, zog sich an, und machte sich auf den Weg zur Bibliothek. Sie hätte vielleicht nie wieder die Möglichkeit, einige der Bücher aus dem Besitz der Familie Malfoy zu sehen und sie würde ihre Chance nicht vergeuden. Sie war überrascht, Draco hier zu finden. Er saß seitlich auf einem roten Stuhl und las aufmerksam ein Buch, das an eines seiner Knie gelehnt war. Er sah nicht auf, als sie eintrat.
„Ich bin mir sicher, dass diese Elizabeth nur hinter Mr. Darcy’s Vermögen her ist“, sprach Malfoy gedehnt. „Jemand sollte ihn warnen.“
Hermine starrte ihn einen Moment an. „Du liest ‚Stolz und Vorurteil’?“
Er grinste und sah von seinem Buch auf, hielt es dann hoch, damit sie den Umschlag sah. Berühmte Zaubererfamilien des zwanzigsten Jahrhunderts.
Sie blinzelte. „Aber du hast ‚Stolz und Vorurteil’ gelesen?“
Malfoys Grinsen wurde breiter und er widmete sich wieder seinem Buch.
Ihre Augen wanderten automatisch zu seinem linken Arm, der vom Ärmel seines grauen Pullovers bedeckt wurde. Mit einem Seufzer schloss er das Buch und legte es auf einen Beistelltisch neben dem Stuhl, dann setzte er sich ordentlich hin, damit er sie ansehen konnte.
„Ich nehme an, du wirst wieder den ganzen Tag lesen wollen“, sagte Draco und ignorierte betont ihre Konzentration auf seinen Arm.
Hermine traf seinen Blick und versuchte mit wenig Erfolg, ihn zu lesen. „Hast du irgendwelche anderen Vorschläge?“
„Ein paar.“ Draco stand auf und lief zur Doppeltür, schloss sie von Hand, verschloss sie jedoch mit seinem Zauberstab, den er aus dem Ärmel seines Pullovers zog. Als er sich wieder umdrehte, um Granger anzusehen, gefiel es ihm zu sehen, dass sie nervös, aber auch aufgeregt war.
„Was tust du da?“, fragte Hermine, als er ihr so nahe kam, dass er weniger als zwei Zentimeter von ihr entfernt stand. Ihre Körper berührten sich nirgendwo.
„Ich werde herausfinden, wie sehr du Bücher magst“, sagte er leise in ihr Ohr. Der Klang seiner Stimme und das Gefühl seines heißen Atems ließen sie unfreiwillig zittern.
„Die Gemälde könnten uns sehen“, flüsterte sie, unsicher, wie sehr sie das stören würde.
Draco richtete seinen Zauberstab auf das nächste Gemälde und murmelte „Obscuro“. Hermine musste zugeben, dass sie beeindruckt war, als eine Augenbinde über den Augen des Abbilds von einem von Dracos Ahnen erschien. Sie musste sich diesen Spruch merken; er könnte ihr in der Zukunft nützlich sein. Solange sie sich davon abhalten konnte, sich vorzustellen, warum Draco diesen Spruch überhaupt wissen musste. Draco verband den restlichen Portraits die Augen und blickte dann wieder zu ihr, unmissverständlich selbstzufrieden.
Hermine bekämpfte den Drang, zu lächeln. „Sie können uns immer noch hören.“
„Dann wirst du wohl einfach still sein müssen, oder nicht?“, konterte er.
„Nein“, sagte Hermine knapp, als sie ihren Zauberstab schwang. Wenn ihre Vermutung stimmte, würde dieser Spruch auf Portraits ebenso gut funktionieren wie bei echten Menschen. „Muffliato.“
„Was hast du getan?“
„Sie können jetzt nichts hören.“
„Wirklich?“ Draco lief zum nahen Portrait einer stattlichen alten Dame mit dem unverwechselbaren weiß-blonden Haar und eindringlichen grauen Augen der Familie Malfoy. „Großmutter? Wie geht es dir?“
Es kam keine Antwort. Nun trug auch Hermine ein selbstgefälliges Lächeln.
„Den muss ich mir merken“, sagte Draco. Er hätte damit rechnen sollen, dass sie einen so düsteren Zauber kannte.
Hermine lief zu dem Stuhl, auf dem Malfoy gesessen hatte und nahm das Bucht, das er gelesen hatte. „Ich bin wirklich überrascht, dass du in deiner Freizeit etwas so Vorhersehbares tust, wie ein Buch über Reinblüter-Familien zu lesen.“
Draco hob eine Augenbraue. „Denkst du wirklich, dass ich das tun würde?“
Hermine sah ihn verwirrt an und blickte dann auf das Buch in ihren Händen zurück. Das Titelbild war das gleiche wie vorhin, aber als sie das Buch aufschlug, waren die Seiten mit Bildern gefüllt. Hermine errötete, als sie erkannte, was die magisch animierten Illustrationen darstellten.
„Ich bin mir sicher, dass du noch nie ein Buch verzaubern musstest, damit es wie ein anderes aussah, aber es ist ganz praktisch in Binns’ Unterricht.“
„Was ist das?“, fragte Hermine empört. „Zauberer-Pornographie?“
„Es sind Bilder von Leuten, die sich gegenseitig das Leben aus dem Leib vögeln, wenn du das meinst.“
„Es sieht alt aus…“, sagte Hermine nachdenklich, während sie den Umschlag betrachtete. „Ist es eine Art Zauberer Kama Sutra?“
Draco zuckte die Schultern. „Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst, aber ja, es ist ein paar hundert Jahre alt. Die Stellungen in dem Buch wurden bei magischen Ritualen verwendet, bevor sie aus der Mode kamen.“
„Draco, das ist total barbarisch! Ich meine, sieh dir diese Frau an -“
„Oh, ich weiß.“ Draco grinste. „Und du kannst mir nicht sagen, dass dir das nicht gefallen würde, wenn du die Möglichkeit hättest.“
Hermine starrte die Seite vor sich betroffen an. Es sah so aus, als wäre die Frau auf magische Weise über den Mann gehoben, damit er –
Draco lachte. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht war unbezahlbar. „Sie sind nicht alle so kompliziert. Ich denke, du erinnerst dich an Seite Fünf.“
Hermine schlug die Seite auf und ihr Gesicht brannte. Dieser vorlaute Mistkerl! „Ich kann einfach… Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand Magie benutzen würde, um zu… zu…“
„Zu ficken?“, fragte Draco, während er zu dem Stuhl ging, auf dem sie saß. „Weißt du, es ist hinreißend, dass du das immer noch nicht aussprechen kannst.“
Hermine funkelte ihn an, hielt dabei aber immer noch das Buch auf Seite Fünf auf ihrem Schoß geöffnet.
„Wir brauchen keine Magie, um zu ficken, Granger. Du und ich haben es bisher auch auf Muggel-Art gut hinbekommen. Aber wir brauchen ja auch keine Magie, um zu verreisen, oder?“
„Ich nehme an, das stimmt“, sagte Hermine vorsichtig, unsicher, wohin dieser Gedankengang sie führte.
„Zum Beispiel…“ Draco lief zur Wand und deutete ihr, ihm zu folgen. „Komm her. Bring das Buch mit.“
Hermine war misstrauisch, aber neugierig. Malfoy streckte seine Hand aus und sie gab ihm das Buch.
„Nun leg beide Hände flach an die Wand. Hast du deinen Zauberstab?“
„Natürlich“, sagte Hermine, als sie ihn aus ihrem Ärmel zog.
„Okay, jetzt leg deine Hände flach an die Wand, halte aber deinen Zauberstab.“
Hermine rollte mit den Augen und platzierte ihre Hände auf der Wand. Es war schwierig, mit dem Zauberstab in der rechten Hand, aber sie schaffte es, den Griff ihres Stabs zwischen ihre Hand und die Wand zu klemmen, damit er hielt.
Draco blätterte zu einer Seite am Anfang des Buchs. Dann bedeckte er ihre Stabhand mit seiner, verflocht vorsichtig seine Finger mit ihren. Er zuckte bei dem unnatürlichen Gefühl, das ihn durchlief, als sein Daumen ihren Zauberstab streifte, zusammen. Er konnte auch sehen, wie Granger reagierte. Ihr Zauberstab mochte ihn nicht. Er konnte sich erinnern, wie komisch er sich angefühlt hatte, als er ihn ihr dieses erste Mal weggenommen hatte.
„Wir müssen den Zauber zusammen sprechen.“ Draco hielt das Buch mit seiner freien Hand geöffnet vor sie.
„Warum?“ Hermine drehte ihren Kopf, um ihn misstrauisch anzuschauen.
„Sag ich dir in einer Sekunde. Bist du bereit?“
Hermine rollte mit den Augen, blickte aber auf die Seite. Unter der Zeichnung stand ein Zauberspruch und sie konzentrierte sich lieber auf ihn als das Bild zu analysieren. Sie nickte.
Draco drückte ihre Hand, dann sagten sie gleichzeitig, „Adhaesum.“
Draco entfernte sich, ließ Hermines Zauberstab aus ihren Fingern gleiten, als er seine Hand wegnahm.
„Hey!“ Hermine funkelte ihn an. Sie versuchte, ihren Zauberstab zurückzubekommen, aber ihre Fingerspitzen klebten an der Wand. „Oh, sehr lustig. ‚Adhaesum’. Ich hätte es wissen sollen.“
Draco lehnte sich neben ihr an die Wand und grinste. Er ließ ihren Zauberstab in seinen Ärmel schlüpfen und hielt seinen hoch.
„Sagst du mir, warum wir beide den Spruch sprechen mussten?“, fragte Hermine und strengte sich nicht an, ihren Ärger zu verbergen.
„Damit niemand das“, Draco zeigte auf ihre Hände, „ohne dein Einverständnis machen kann.“
Hermine hob ihre Augenbraue. „Ich glaube nicht, dass es als Einverständnis zählen sollte, wenn du mir nicht sagst, wozu der Spruch gut ist, bevor wir ihn sprechen.“
„Ich denke, da hättest du wohl fragen sollen“, sagte Draco herablassend, während er sich hinter Granger stellte und seinen Arm um ihre Taille schlang. Er drückte seine Hüfte an ihre und legte sein Kinn auf ihrer Schulter ab.
Hermine lehnte sich instinktiv zurück an Dracos Körper. „Ich denke, es ist eine ganz gute Idee, eine Sicherheit einzubauen, mal angenommen, dass beide Parteien wissen, wie der Spruch funktioniert.“
Draco atmete den Duft ihrer Haare ein und rieb abwesend über ihren Bauch. „Wir Zauberer wissen die eine oder andere Sache, was?“
Sie versteifte sich und starrte die Wand vor sich düster an. „Warum musst du immer betonen, dass ich eine Muggelgeborene bin?“
„Das meinte ich nicht“, sagte Draco, während er ihre Locken über eine Schulter zurückzog, damit er ihren Hals liebkosen konnte. „Du bist eine Hexe, Granger. Genieße es.“
„Ich genieße es, vielen Dank auch“, sagte sie hochmütig, ein Zittern verriet die Tatsache, dass sie mochte, wie seine Haut über ihre glitt.
„Du siehst Magie als Werkzeug“, murmelte Draco gegen Grangers Ohr, seine Hand fuhr einen langsamen Kreis über ihren Bauch. „Es ist eine Lebenseinstellung.“
Hermine sträubte sich abwehrend. „Ich benutze die ganze Zeit Magie!“
„Du nutzt sie akademisch. Du könntest so viel mehr… kreativer sein.“ Malfoy murmelte einen Spruch, während er seinen Zauberstab hielt. Er glitt mit der anderen Hand unter ihre Bluse und spreizte sie über ihren Bauch. Er war sehr warm, fast heiß. Sie zitterte.
„Warum musste ich jetzt nicht den Zauber sprechen?“, murmelte Hermine, während Dracos übernatürlich warme Finger einen Kreis um ihren Bauchnabel zogen.
Draco grinste und knabberte an Grangers Ohr. „Weil der nicht aus dem Buch ist. Es ist nur ein abgeänderter Wärmezauber.“
Hermine beugte ihren Kopf leicht von Malfoys Mund weg, frustriert von seiner Neckerei. „Wirst du mich den ganzen Tag an dieser Wand gefangen halten?“
„Nur, wenn du es so willst“, sagte Draco mit einem Kichern, genoss ihre Wut. Die zeitweilige Hitze verschwand von seiner Hand.
„Meine Schultern tun weh.“ Sie spannte ihre Arme aufgebracht an. Sie war sich nicht sicher, ob es ihr gefiel, so gefangen zu sein, wenn er nur mit ihr spielte.
„Na gut.“ Draco schwang seinen Zauberstab über ihren Händen und sagte, „Libero“.
Hermines Arme fielen nach unten. Sie rieb prüfend ihre Handgelenke. „Warum brauchst du mich nicht, um den Spruch zu lösen?“
Draco zuckte die Schultern. „Sicherheitsmaßnahme. Man braucht zwei, um dich zu fangen, aber nur einen, um dich zu befreien.“
Hermine war beeindruckt, und musste zugeben, dass einige der anderen Zaubersprüche sie neugierig machten. „Was, ähm… Welche anderen Sprüche haben diese Anforderung?“
„Ich dachte schon, du fragst nie.“ Er grinste sie an und hob seinen Zauberstab hoch. „Halte meine Hand und schau dir Seite Zwölf an.“
Hermine legte so gut es ging ihre Hand um Malfoys, verflocht ihre Finger mit seinen, damit der Zauberstab sie wahrnahm. Sie fragte sich, warum man die Sprüche zu zweit mit einem Zauberstab aussprechen musste, aber ihre Finger berührten das Holz seines Zauberstabes und sie fühlte sich, als würde ihr ein elektrischer Schock versetzt. Sie konnte sich nicht entscheiden, ob es ein gutes oder schlechtes Gefühl war.
„Siehst du den Spruch?“, fragte Draco und Hermine nickte. „Also zusammen.“
„Ecstasis“, sagten sie gemeinsam, und zuerst dachte Hermine, dass nichts passiert war. Dann fühlte sie sich langsam merkwürdig. Sie war sich deutlich bewusst, wie warm sich Dracos Hand unter ihrer anfühlte. War der Wärmezauber noch in Kraft? Sie blickte zu ihm auf und bemerkte, dass seine Pupillen vergrößert waren.
Es war lange her, dass Draco diesen Zauber ausprobiert hatte und zuvor hatte er es immer alleine getan. Seine Haut fühlte sich an, als würde sie überall berührt werden, aber das Gefühl war nicht so greifbar wie eine Hand. Es war mehr wie heiße Luft. Es kitzelte beinahe. Er beobachtete, wie Granger das außergewöhnliche Gefühl zum ersten Mal spürte.
„Haben wir den Zauber auch auf dich gesprochen?“, fragte Hermine zerstreut. Malfoy nickte und drückte sie dann an die Wand, sein Körper hielt ihren fest. Er blies in ihr Ohr und Hermine zitterte gewaltig unter ihm. Der Kontrast zwischen der Hitze seines Körpers und seines Atems zu der kalten Wand hinter ihr war fast zu viel für sie.
Er strich mit seinen Händen an ihren Seiten herunter und es fühlte sich unglaublich an. Sie war schon feucht, dabei hatte er sie kaum angefasst. Sie hatten sich nicht einmal geküsst. Danach zu urteilen, wie er sich an ihre Hüfte gepresst anfühlte, reagierte er ähnlich. Sein Mund schloss sich auf ihrem Hals und sie fühlte sich, als ob sie noch nie so sehr hatte kommen wollen. Nein, es war zu viel. Sie fühlte sich wie unter Drogen.
„Zu viel“, keuchte sie, während sie sich an seine bekleidete Brust klammerte. Blind suchte sie nach seinem Zauberstab und nahm ihn ihm aus der Hand, ließ ein unfreiwilliges Stöhnen hören, als sie den gleichen Elektroschock spürte, den sie vor dem Zauberspruch gefühlt hatte, aber hundert Mal verstärkt. Diesmal fühlte er sich eindeutig gut an. Sie schüttelte ihren Kopf in einem Versuch, ihn frei zu kriegen und schaffte es, „Finite Incantatem!“ zu sagen.
Die Empfindsamkeit verschwand fast augenblicklich. Sie stürzte gegen Draco, keuchend und versuchend, zur Ruhe zu kommen. Sein Zauberstab glitt aus ihren Fingern und fiel auf den Boden. Auch er schien ziemlich angeschlagen und wiegte seine Hüfte in einer Art, die sie ihre eigene Erregung noch mehr spüren ließ, gegen ihre.
„Noch nicht bereit, so die Kontrolle zu verlieren?“, fragte er verträumt.
Hermine schüttelte den Kopf und versuchte immer noch, langsamer zu atmen. Er kannte sie zu gut.
„Vielleicht ein andermal“, murmelte Draco und vergrub sein Gesicht an ihrem Hals, tief einatmend. Er ließ seine Hand zwischen ihnen nach unten gleiten und öffnete geschickt den Knopf ihrer Jeans.
„Was tust du?“, fragte Hermine verwirrt. Sie dachte, dass es ein anderer Zauberspruch wäre oder etwas in der Art.
„Ich beende, was ich angefangen habe“, war Dracos gemurmelte Antwort, bevor er sein Gesicht zurückzog um sie anzusehen. „Ich habe dir gesagt, ich brauche keine Magie.“
Er zog den Reißverschluss herunter und ließ seine Hand unter das Gummiband ihres Höschens gleiten. Sie war triefend nass. Der Spruch hatte definitiv seine Zusatzleistungen. eines Tages würde er herausfinden, wie lange sie ihn aushielt, bevor sie kam. Wenn er ihn vielleicht benutzte, während er sie fickte… Nein, nicht jetzt. Sie kam schon kaum damit klar, wie es jetzt war. Er würde die Dinge einfach von Hand machen müssen.
Hermines Atem verfing sich, als sein Finger über ihren Kitzler glitt. Sie konnte nicht glauben, wie empfindlich sie war. Sie versuchte, sich vorzustellen, wie es sich angefühlt hätte, wenn sie immer noch unter dem Zauber gestanden hätte. Sie wäre sicherlich in Ohnmacht gefallen oder geschmolzen. Es fiel ihr schon schwer, stehen zu bleiben, während seine Finger ihr zeigten, wie der Nervenknoten, den er streichelte, auf den Hypersensibilitäts-Zauber reagiert hatte.
Draco schnippte seinen Finger rücksichtslos über ihren Kitzler, küsste und biss in ihre Lippen und ihren Hals, während er beobachtete, wie ihre Haut sich vor Erregung rötete und ihrem zufriedenen Keuchen und Seufzen lauschte. Es gab wenige Dinge, die ihn mehr anmachten als zuzusehen, wie sie kam.
„Schau, wo du bist, Granger“, murmelte er gegen ihr Ohr. „All diese alten Bücher… Die ganze Geschichte… Und was wirst du tun? Du wirst kommen. Was für ein kleines, ungezogenes Ding du doch bist.“
Hermine versuchte, dagegen anzukämpfen. Wie würde sie jemals die Energie haben, ihm zu geben, was er wollte, wenn er sie – Dracos Finger glitt wieder über ihren Kitzler und sie stöhnte, klammerte sich Halt suchend an seine Schultern, als sie kam. Er grinste und versuchte, ihre Lippen zu erobern, während das Zittern sie durchlief, aber sie war zu beschäftigt mit genussvollem Keuchen, um sich auf seine Küsse zu konzentrieren.
Draco stillte ihr Stöhnen mit seinem Mund und hakte seinen freien Arm um ihre Taille, um sie aufrecht zu halten. Er war gerade dabei, ihre Haltung zu ändern, damit er einen Finger in sie stecken konnte, als ein grelles, quietschendes Geräusch die Luft zerriss. Er erstarrte.
Hermine blickte in benebelter Verwirrung umher. Draco versteifte sich einen Moment an ihr, bevor er abrupt seine Hände aus ihrer Hose zog, seinen Zauberstab vom Boden hochhob, seine Hand abgelenkt an seiner Hose abwischte und ihr dann deutete, ihren Reißverschluss und ihren Knopf zu schließen.
„Was ist das?“, fragte Hermine, während sie ihre Ohren bedeckte und zusammenzuckte.
Draco griff nach ihrer Hand und zog sie langsam in Richtung Tür. Er zog ihren Zauberstab aus seinem Ärmel und gab ihn ihr, bevor er die Tür entriegelte.
„Draco?“ Hermine sah ihn besorgt an, und als er sie ansah, war sein Gesicht ernster als lange zuvor.
„Benutz deinen Kopf, Granger“, sagte Draco schnippisch, während das Kreischen anhielt. „Es ist der Alarmzauber des Ordens. Zeit zu gehen.“
„Der Orden? Aber ihr Alarm würde bedeuten, dass -“ Hermine schluckte und versuchte, Schritt zu halten, während Draco sie durch den Flur zog. „Todesser?“
Draco drehte sich nicht um. „Einer.“
„Ein was?“
„Ein Todesser.“
Hermines Magen sackte zusammen, als sie die Treppen hinaufstiegen. Sie mochte den Ton in seiner Stimme nicht. Er bedeutete weder Ärger noch Wut. Damit hätte sie umgehen können. Es war etwas anderes. Etwas, dass sie frieren ließ trotz des Versuchs, mit Draco Schritt zu halten, während er sie drängte, als ob ihr Leben davon abhing, nicht stehen zu bleiben.
Vielleicht tat es das.
Als sie am Gästezimmer ankamen, richtete Draco seinen Zauberstab auf Hermines Kleidung und Koffer und sprach den Pack-Zauber. Auf seinen Befehl flogen all die Besitztümer des Mädchens langsam durch den Raum, falteten sich ordentlich zusammen und landeten im Koffer.
„Ist es dein Vater?“, fragte Hermine zögernd, während sie versuchte, beim Packen zu helfen. Die Dringlichkeit seiner Handlungen und das andauernde Kreischen des Alarms machten es schwierig, keine Panik zu bekommen.
Draco nickte, während er den Raum nach ihren Sachen absuchte.
„Aber woher weißt du das? Selbst wenn er irgendwie aus Azkaban entkommen konnte, ist dieses Haus von Dutzenden der stärksten Schutzzauber umgeben! Wie sollte er rein kommen?“
„Meine Mutter wird ihn reinlassen“, sagte Draco zerstreut, als er Grangers Koffer schloss und grob zum Kamin schleifte. „Wenn er immer noch dem Dunklen Lord treu ist, wird sie ihn unterstützen. Sie nahm den Schutz des Phoenixordens nur an, damit ich vor Ihm sicher bin.“
„Wenn sie deinen Vater hereinlässt, wird der Schutz brechen. Der Orden -“
„Vergiss den Orden, Granger“ Du musst verschwinden, jetzt!“
„Aber wohin soll ich gehen?“, fragte Hermine verzweifelt, versuchte, Draco soweit zu beruhigen, dass er sie ansah. „Der Zug fährt erst in drei Tagen ab!“
Draco packte sie an der Schulter und sah sie direkt an. „Der Tropfende Kessel. Benutze nicht deinen echten Namen, ändere dein Aussehen.“
Er lief zum Kamin und fand den Topf Flohpulver, der daneben stand, gab ihn ihr mit Nachdruck.
„Komm bitte mit mir“, flehte Hermine, nun besorgt um Draco. Ja, Lucius war sein Vater, aber er war auch ein Todesser, und wie konnte er die Tatsache ignorieren, dass seine Frau und sein Sohn unter dem Schutz des Ordens gestanden hatten?
Draco schüttelte nachdrücklich den Kopf. „Wenn du allein gehst, kann ich sagen, dass deine Eltern dir eine dringende Eule geschickt haben und du früher gehen musstest.“
Hermine dachte nochmal über die Situation nach. Vielleicht reagierte Draco übertrieben. „Denkst du wirklich, dass er mir wehtun würde?“
„Lass es mich so ausdrücken, Granger. Der Dunkle Lord ist mit meiner Familie nicht sehr zufrieden. Wenn Vater dich in die Hände kriegt, können wir einen Haufen wieder gutmachen.“
„Aber warum sollte Voldemort mich wollen?“, fragte Hermine ruhig, wusste bereits die Antwort.
Malfoy drängte sie an den Kamin und packte fast schmerzhaft ihre Schulter. „Sei nicht ausgerechnet jetzt dumm, Granger! Du bist einer von Potters besten Freunden!“
Draco stellte sich ihren zerbrechlichen Körper, verdreht vom Cruciatus-Fluch vor, Schreie kamen von den Lippen, die er so hungrig geküsst hatte, ihr brillanter Verstand misshandelt und zerstört von Erinnerungszaubern und wiederholter Legilimentik. Und wenn der Dunkle Lord mit ihr fertig war, hätte sie großes Glück, wenn sie Draco überlassen werden sollte. Er würde es nicht zulassen. Niemand außer ihm würde sie je anfassen, weder, um sie zu verletzen, noch um ihr Vergnügen zu bereiten. Niemand außer ihm würde in ihren Verstand blicken, vor allem, da sie nicht in der Lage wäre, ihren Folterern zu verbergen, was sie und Draco alles zusammen getan hatten, und dann wären sie beide verloren.
Hermine schien ähnliche Dinge zu denken wie Draco, und endlich sah sie gründlich verängstigt aus. Draco konnte unten Stimmen hören.
„Geh“, drängte er, küsste sie heftig. „Jetzt! Ich schicke eine Eule, wenn ich kann, und ich sehe dich in der Schule.“
Er ließ sie los und drückte sie praktisch in den Kamin. Mit einem letzten Blick ergriff sie ihren Koffer und warf ihre Prise Flohpulver ins Feuer, rief „Winkelgasse!“
Vielleicht bildete sie es sich nur ein, aber als die grünen Flammen sie umzingelten, glaubte sie, Lucius Malfoy großen Umriss in den Raum, den sie gerade verlassen hatte, stürzen zu sehen.
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