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Fanfiction

Lessons & Obsessions - Erosion

von Nitsrek

Die Wochen vergingen für Hermine langsam und schmerzhaft. Sie hatte Ginny als Gesellschaft für die Mahlzeiten und die Wochenenden, Draco an den Abenden, wenn sie Glück hatte und niemanden während dem Unterricht. Sie hatte einen Großteil der Hausaufgaben erledigt, weil sie wirklich nichts anderes zu tun hatte, aber sie war sehr einsam.

In letzter Zeit hatte es keine Nachricht von Harry gegeben und Hermine machte sich nicht nur Sorgen, sondern hatte auch Schuldgefühle, weil sie eine schlechte Freundin war. Sie wusste einfach nicht, was sie Harry erzählen könnte, nun, da Ron und sie nicht miteinander sprachen. Sie wollte nicht, dass er sich Sorgen um sie machte, und sie wollte ihm nicht die Wahrheit sagen.

Draco hatte angefangen, Hermine fast jeden Abend in ihrem Zimmer zu besuchen. Auch wenn es riskant war, hatten beide beschlossen, dass es der letzte Ort war, an dem Ron nach Hermines „jemand anderem“ zu suchen. Hermine ging früh ins Bett, verschloss die Tür, sprach einen Stillezauber und wartete auf Draco, der es immer noch irgendwie schaffte, mit dem Besen zu ihrem Fenster zu kommen, ohne gesehen zu werden.

Meistens hatten sie Sex und dann ging Draco. Aber manchmal blieb er auch eine Weile und sie unterhielten sich oder lagen still in der Dunkelheit. Manchmal blieb er, bis sie eingeschlafen war, und manchmal schlief er fast selbst ein.

„Wie lange glaubst du, können wir so weiter machen, Granger?“, fragte Draco eines Nachts, als sie nackt nebeneinander im Bett lagen.

Hermines Herz rutschte ein Stockwerk tiefer. Sie wollte sich nicht mit der Antwort befassen. „Wenigstens noch ein bisschen länger.“

Er hielt inne. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie es zu Ende gehen kann.“

„Ich weiß“, sagte sie ruhig. Entweder würde Ron es herausfinden oder sie würden sich nicht mehr sehen können.

„Du hast die Wahl“, sagte Draco gleichgültig, „aber du wirst es nicht für immer verstecken können. Nicht mal vor Weasley.“

Hermine rollte auf ihre Seite, damit sie Draco ansehen konnte. „Nur noch ein bisschen länger“, sagte sie und küsste ihn mit einer Inbrunst, die sofort erwidert wurde.

Als der Kuss endete, stand Draco auf und zog sich an, beobachtete Hermine, während die glückselige Vergesslichkeit, die Sex verursachte, der Wirklichkeit Platz machte und die Sorgen sichtbar wieder die erste Reihe in ihrem Verstand einnahmen. Sie schienen mit jedem mal schneller und schwerwiegender zurückzukehren.

„Du bist ein Feigling“, sagte Draco ohne Bosheit, als er seinen Besen in die Hand nahm und zum Fenster ging.

Als Hermine beobachtete, wie er ging, spürte sie die unausweichliche Wahrheit seiner Worte schmerzlicher in sich nachklingen als jede Beleidigung, die er ihr je an den Kopf geworfen hatte.

*****
Als Draco in sein Zimmer zurückkehrte, schliefen die anderen Jungen und ein Brief wartete auf ihn. Er zog sich aus, zog die Vorhänge um sein Bett zu und flüsterte leise „Lumos“, damit er seinen Brief lesen konnte.

Lieber Draco,

ich hoffe, dieser Brief erreicht dich günstig. Es ist so schwierig, Eulen durchzubringen, seitdem wir nicht mehr länger unter dem „Schutz“ unserer früheren Wachen stehen. Wie du siehst, kann ich dir nicht sagen, was hier geschieht, aber ich vertraue darauf, dass das Mal, das du trägst, Hinweis genug ist. Sei wachsam, noch mehr als vorher. Weil du nicht bei uns bist, wird man dich zu unseren Feinden zählen.

Denke nicht zu schlecht von deinem Vater, Draco. Was er tat, hat er für unser aller Bestes getan. Es verletzt uns beide mehr als du denkst, dass unsere Familie so geteilt ist. Aber du bist nun volljährig und ich werde dir nicht vorschreiben, was du tun sollst. Selbst ich bin mir nicht sicher, was die richtige Lösung in dieser Sache ist. Ich kann nur hoffen, dass es nicht zu lange dauern wird, bis du wieder Zuhause willkommen bist.

Bitte schreib zurück, damit ich weiß, dass du in Sicherheit bist.

In Liebe, deine Mutter

P.S. Es wäre das Beste, wenn du vorläufig nicht deine eigene Eule verwendest.


Draco hielt den Brief in seiner rechten Hand und blickte auf seinen linken Unterarm. Das Mal war nachtschwarz, kräuselte sich bedrohlich und schien seine Haut von innen heraus zu verbrennen. Der Schmerz und die Kraft der Farbe war während der letzten Monate gekommen und gegangen, aber in letzter Zeit schien es andauernd wehzutun und nie zu verblassen. Der Dunkle Lord gewann an Stärke.

Es wäre so einfach, dachte er zum hundertsten Mal. So einfach, Granger zurück aufs Manor zu locken und mit offenen Armen willkommen geheißen zu werden. Alles wäre verziehen, von seinem Vater und dem Dunklen Lord, wenn er ihnen Hermine Granger geben würde.

Aber nein, er hatte das alles schon hinter sich. Wieder und wieder hatte er seine Möglichkeiten in seinem Verstand abgewogen, und egal, wie viel Sinn es geben würde, sie aufzugeben, er stellte fest, dass er es nicht konnte. Wenn man ihn gebeten hätte, irgendetwas – irgendjemanden – außer sie aufzugeben, wäre es eine leichte Entscheidung gewesen.

Draco las den Brief seiner Mutter noch viele Male, bevor er nach seiner Büchertasche am Fuße des Betts griff und eine Feder und ein Pergamentstück herauszog. Er wusste kaum, was er schreiben würde, als er anfing, aber merkte, dass die Wörter von selbst kamen, fast als ob sie jemand anderes schrieb. Das Kratzen seiner Feder klang rau in seinen Ohren, verglichen mit der sanften Atmung seiner Mitschüler.

Liebe Mutter,

sei versichert, dass es mir ziemlich gut geht. Die Sicherheit ist nach dem, was ich letztes Jahr getan habe, verschärft worden, obwohl ich denke, dass ich Recht gehe in der Annahme, dass euer Meister seine Aufmerksamkeit zurzeit nicht auf Hogwarts gerichtet hat.

Ich werde unter euren Feinden verweilen. Ich kann nicht erklären, warum ich nicht tun werde, was Vater verlangt hat. Es scheint wie nichts, dennoch kann ich es nicht tun. Es tut mir leid, dass ich dir nach allem, was geschehen ist, eine vereinte Familie vorenthalte, aber ich habe mich entschieden.

Ich denke, dass es vielleicht die falsche Entscheidung ist, aber es ist die einzige, die ich treffen kann.

In Liebe,
Draco


*****
Es war kurz nach Sonnenaufgang, als Draco die Stufen zur Eulerei hinauf stieg. Er hatte während der ganzen, fast, sieben Jahre auf Hogwarts noch nie eine Schuleule benutzt. Er hatte bis vor kurzem einen ganzen Haufen Dinge noch nie getan. Es dauerte ein paar Momente, eine der starrsinnigen und schlecht erzogenen Schuleulen dazu zu bringen, runter zu kommen und sich bereitwillig seinen Brief ans Bein binden zu lassen.

Er sah nicht auf, als er einen Atemzug am Eingang der Eulerei hörte. Wenn es jemand war, den er nicht sehen wollte, was auf fast jeden zutraf, würde derjenige weggehen.

„Ich dachte, du hättest eine eigene Eule“, sagte Hermine, als sie sich von der Überraschung, ihn hier zu finden, erholte.

Es war seine letzte Chance. Er könnte den Brief zerreißen und sie jetzt zu ihnen bringen.

Draco schnürte weiter seinen Brief an das Bein der hässlichen Schleiereule. „Habe ich.“

Hermine rollte mit den Augen, da sie spürte, dass sie keine genauere Erklärung bekommen würde, und rief eine der anderen Schuleulen nach unten. Es war schon viel zu lange her, dass sie Harry geschrieben hatte, unabhängig davon, dass er in letzter Zeit auch nicht geschrieben hatte, und die Art, wie sie und Ron sich aus dem Weg gingen, seit er versucht hatte, sie um eine Verabredung zu bitten, hatte sie sich schließlich schuldig und einsam genug fühlen lassen, um ihrem anderen besten Freund zu schreiben. Sie hoffte, dass die Eule die Möglichkeit hatte, Harry zu finden, wo immer er auch war.

Beide schickten ihre Vögel still los, Draco beobachtete seinen mit einer Mischung aus Panik und Erleichterung. Er merkte, dass Hermine über seine Knappheit verärgert war. Der vernünftige Teil in ihm sah ein, dass es nicht gerecht war, sie für etwas zu bestrafen, von dem sie nicht die geringste Ahnung hatte. Woher sollte sie von dem Chaos wissen, dass sie in seiner Familie verursacht hatte? Aber er wollte gar nicht, dass sie es wusste. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er es zu ihrem Schutz wollte, oder weil er nicht wollte, dass sie wusste, dass sie so eine Macht besaß.
Hermine wandte sich zum Gehen. Es war eindeutig, dass Malfoy nicht in Stimmung war, mit ihr zu sprechen. Gut. Er wusste, wo er sie finden würde, wenn er fertig war mit brüten.

„Granger.“

Sie hielt im Eingang inne, drehte sich dann um, um ihn abwartend anzusehen. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Er wollte nur nicht, dass sie so gelaunt ging. Er ging einen Schritt auf sie zu, dann noch einen, bis sie nur noch ein paar Schritte voneinander entfernt waren.

Hermine betrachtete ihn wortlos, wissend, dass sie keine Antwort bekommen würde, wenn er sie nicht anbot. Er schien… anders, manchmal. Seit Weihnachten schon. Aber vielleicht bildete sie sich das nur. Eine Menge Dinge waren in letzter Zeit scheinbar anders.

Draco beobachtete sie für einen Moment. Ihr Haar war wie immer ungebändigt, und eine Locke hing in ihren Augen. Er war so daran gewöhnt, sie anfassen zu dürfen und daher war es nichts Besonderes, als er vortrat und die Haare wieder hinter ihr Ohr strich. Allein das hätte sie verraten können. Aber Grangers Lächeln ließ keinen Platz für Zweifel.

„Hermine?“

Granger zuckte zusammen. Sie stand mit dem Rücken zur Tür, so dass nur Draco den Neuankömmling sehen konnte. Aber er nahm an, dass es unmöglich war, dass sie die Stimme nicht erkannt hatte. Draco schnaubte, als er die sommersprossige Entschuldigung eines Gesichts erkannte, das der einen Person gehörte, die er fast so sehr verabscheute wie Harry Potter.

„…Ron?“ Hermines Stimme zitterte, als sie sich langsam zu Ron umdrehte. Sein Gesichtsausdruck bestätigte ihre Befürchtung, dass er Zeuge ihres Austauschs geworden war. „Oh nein…“

„Und es geht los“, murmelte Draco.

Hermine flehte um sein Verständnis, wusste aber, dass das zuviel verlangt war. „Ron, bevor du irgendetwas sagst –“

„Red weiter, Hermine“, sagte Ron, sein Gesicht errötete vor Wut. „Versuch ruhig, mich zu überzeugen, dass es nicht so schlimm ist, wie es aussieht.“

Was konnte sie nur sagen? „Ich -“

„Sie muss sich nicht rechtfertigen“, sagte Draco kalt.

„Wie war das, Malfoy?“, blaffte Ron, seine Aufmerksamkeit wanderte zu dem blonden Jungen und seine Stimme füllte sich mit Hass.

„Du hast mich gehört“, sagte Draco herablassend. „Sie muss sich nicht rechtfertigen. Du hast dich doch schon entschieden, also erspar ihr die Mühe.“

„Draco -“, fing Hermine an und hoffte, ihn davon abhalten zu können, alles noch schlimmer zu machen, wurde jedoch von Ron unterbrochen.

„’Draco’ also?“, sagte Ron gedehnt.

„Ja.“ Dracos Mund formte ein Grinsen. „Stört dich das, Weaselby?“

Anscheinend darauf aus, Ron soweit es ging zu provozieren, führte Draco Besitz ergreifend einen Arm um ihre Taille. Hermine bereitete sich auf das schlimmste vor.

„Nimm deine Hände von ihr!“, schnarrte Ron und Hermine zuckte im Affekt zusammen.

„Warum?“, antwortete Draco, als er auf Hermine runter sah. „Sie hat keine Angst vor mir.“

Hermine stöhnte innerlich und versuchte, sich aus Dracos Griff zu lösen. Natürlich musste er alles noch schlimmer machen!

„Ron, hör mir bitte zu -“ Aber er unterbrach sie wieder.

„Nein! Du hast mich angelogen. Du hast gesagt, es gäbe keinen anderen!”

Hermine krümmte sich und wandte ihren Blick ab, verletzt von der Wahrheit in seiner Anschuldigung. Sie hatte gelogen. Monate lang. Einen ihrer beiden besten Freunde hatte sie belogen, nicht weniger. Vielleicht verdiente sie das hier. Sie hatte von Anfang an gewusst, dass Ron so reagieren würde. Sie hätte nur nicht mit Dracos Beteiligung gerechnet.

„Als ob du die Wahrheit akzeptiert hättest, wenn sie es dir erzählt hätte!“ Draco lachte zur Hälfte. „Du bist nur so wütend, weil ich es bin.”

„Und warum sollte ich es nicht sein?“, konterte Ron. „Du bist der letzte Mensch auf Erden, mit dem sie sich einlassen sollte! Ich weiß nicht, wie du sie dazu gebracht hast, das durchgehen zu lassen, aber ich werde es herausfinden! Die Hermine, die ich kenne, würde sich nicht einmal tot mit dir erwischen lassen!“

Hermine fühlte einen fürchterlichen Schmerz in ihrem Herzen. In diesem Punkt hatte er Recht: Sie war weit entfernt von der Hermine, die Ron kannte. Wann und wie diese Abtrennung geschehen war, wusste sie nicht.

„Dann kennst du sie offenbar nicht sehr gut, was?“, antwortete Draco. „Nicht, dass mich das überrascht.“

„Ron“, sagte Hermine still, ihre Stimme flehte ihn an, zu verstehen. Er sah sie angeekelt an und antwortet nicht. „Ron, bitte hör mir zu. Wenigstens das schuldest du mir.”

„Ich schulde dir gar nichts“, knurrte Ron.

„Ich verstehe, warum du dich aufregst -“, Ron schnaubte, aber Hermine sprach weiter. „Ehrlich. Ich hätte dich nicht anlügen dürfen. Aber du hast kein Recht, mich zu bestrafen, weil ich mit jemand anderem zusammen bin, nur, weil du nicht den eher Mut hattest, mich zu fragen. Es tut mir leid, dass ich dich angelogen habe, aber sonst gibt es nichts, wofür ich mich entschuldigen müsste.“

Draco blinzelte beeindruckt. Sein Arm lag immer noch um Grangers Taille.

Ron sah zwischen den beiden ungläubig hin und her. „Hast du deinen Verstand verloren, Hermine? Es ist Draco Mistkerl Malfoy! Er hasst dich! Er hat nichts anderes getan, als uns alle Jahre lang zu schikanieren! Er hat versucht, Dumbledore zu töten!“

„Ich kann auf mich selbst aufpassen, Ronald“, schnappte Hermine. „Falls du es nicht bemerkt hast, er hat mir bisher nichts getan und er hätte dutzende Möglichkeiten gehabt.“

„Oh natürlich, ich bin mir sicher, dass er ‚nichts’ getan hat“, sagte Ron sarkastisch. „Es gab nur Kissenschlachten und Picknicks im Park, nicht wahr?“

„Er hat mich nicht verletzt“, stellte Hermine klar, obwohl sie innerlich nicht sicher war, ob das technisch stimmte, und sie konnte sich nicht davon abhalten, rot zu werden. „Er hat nicht versucht, mich für Informationen zu benutzen. Er hat mich nicht zu Voldemort gebracht.“

Draco versuchte, sein zuversichtliches Grinsen zu bewahren, auch wenn Grangers Worte schwer zu verdauen waren. Er war ihr zu nahe gekommen, um diese Dinge zu tun.

Ron machte ein ungläubiges Geräusch und starrte Malfoy herausfordernd an. Draco richtete sich auf und starrte zurück, bevor ihm eine köstliche Idee kam.

„Ich glaube, was dich am meisten trifft, Weasley, ist, dass sie sich hierfür entschieden hat. Ich habe sie zu nichts gezwungen. Sie wollte es.” Er glitt mit seiner Hand andeutungsweise über ihren Bauch, bevor er ihr Ohr liebkoste. „Nicht wahr, Liebes?“

Hermine errötete vor Scham, als Ron sie in verächtlichem Schrecken ansah. Das Ausbleiben ihres Leugnens reichte völlig als Bestätigung.

Ron schüttelte heftig seinen Kopf, versuchte, zu glauben, was er sah. „Sie würde niemals -“

„Du warst so blind“, fuhr Draco fort, überhörte absichtlich Hermines Protestlaute. „Sie war die ganze Zeit da, hat auf dich gewartet, aber du hast sie nicht bemerkt. Du kannst mir kaum die Schuld dafür geben, die Chance zu nutzen. Ich meine, sieh sie dir doch an.“

Hermine verbarg ihr Gesicht, als Draco von hinten ihren Umhang eng zog und damit ihren Körper hervorhob. Sie hatte nicht die Kraft dafür. Sie war eine Haaresbreite davon entfernt, einen ihrer engsten Freunde zu verlieren, und Malfoy war zu beschäftigt damit, einen Schwanzvergleich zu gewinnen, um zu merken, dass sie kurz davor war, in Tränen auszubrechen.

„Hör auf!“, schrie Ron, beschämt. „Sie ist kein Stück Fleisch, Malfoy!“

„Zufällig gefällt mir, wie sie aussieht“, sagte Draco ruhig, als er ihren Umhang losließ und sie von oben bis unten ansah. „Dir nicht?“

Hermine starrte entschlossen auf den Steinboden.
Ron schluckte, wusste nicht, was er sagen sollte. Natürlich mochte er Hermines Aussehen. Aber nicht so wie Malfoy. Sie war für ihn mehr als das. „Ich-ich würde niemals -“

„Vielleicht hättest du es tun sollen“, unterbrach ihn Draco. „Sie verdient es, angesehen zu werden. Und du hast ihr das Gefühl gegeben, nichts zu sein. Warum denkst du, war es so leicht für mich, einzugreifen?“

Es war unerträglich. Hermine hätte nie gedacht, dass es so herabsetzend wäre, wenn zwei Jungs sich um ein Mädchen stritten.

Ron war zwischen Schuldgefühl und Wut hin- und her gerissen, wollte die Möglichkeit nicht akzeptieren, dass das hier irgendwie seine Schuld sein konnte. Er liebte Hermine. Er hatte nie vorgehabt, so lange damit zu warten, es ihr zu zeigen.

„Hermine, bitte“, sagte Ron sanft und streckte einen Arm in ihre Richtung. „Er wird dir nur wehtun.“

Hermine schluckte, Tränen liefen über ihre Wangen, als er eine ihrer Ängste aussprach. „Egal, was ich jetzt tue, du wirst mich immer noch hierfür hassen.“

Ron starrte sie einen Moment überrascht an.

„Ich… Hermine, ich könnte dich nie hassen.“

Draco fühlte sich plötzlich wie ein Störenfried in einem sehr intimen Moment. Er beobachtete es still.

Hermine wischte über ihr Gesicht, war aber nicht fähig, einen von beiden anzusehen. Natürlich musste Ron ausgerechnet diesen Moment wählen, um sich ehrbar zu verhalten. Das machte es nur noch schwerer. „Ich verspreche dir, dass wir uns später unterhalten werden“, sagte sie schließlich zu Ron, hoffend, dass er den Hinweis verstehen würde. Ron nickte, scheinbar widerwillig. Er funkelte Malfoy noch einmal für einen Moment an, bevor er die Eulerei verließ.

„Ich kann es nicht glauben!“

„Was?“ Draco war völlig vor den Kopf gestoßen.

Hermine rollte mit den Augen. „Dein Theater! Er ist überzeugt, dass du mich fürchterlich behandelst und du musstest ihm auch noch beweisen, dass er Recht hat!“

„Ich habe dich unterstützt!“, protestierte Draco.

„Du hast angegeben!“, sagte Hermine, als sie angewidert den Kopf schüttelte.

„Granger -“

„Verschon mich“, blaffte Hermine. „Wenn du mich entschuldigst, ich muss herausfinden, ob ich die Beziehung zu einem meiner besten Freunde retten kann.“

Ohne einen Blick zurück verschwand sie und Draco trat frustriert gegen die Holztür. Als Resultat hatte er einen schmerzenden Zeh und weckte die Hälfte der Schuleulen auf, die schrieen und ihn bedrohlich ansahen, weil er sie störte. Wie er vergessen konnte, was für eine sture und undankbare Hexe Granger war, entzog sich seinem Verständnis.

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Daniel ist total nett. Er ist klasse. Er spielte mir gute Musik vor. Ich hatte immer noch Beatles gehört bis ich hierher kam. Er ist sehr leidenschaftlich. Für sein Alter hat er einen guten Geschmack.
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