
von pada
„Hermine.. ich liebe dich“, wiederholte Ron. Er stand versteift da, während er diese Worte wiederholte und sorgte somit dafür, dass diese Worte immer wieder in Hermines Kopf nachhallten.
Trotz der Erkenntnis aus Rons Brief, traf sie sein Geständnis wie ein Faustschlag ins Gesicht und war unfähig, sich weder zu bewegen, noch etwas zu sagen. Ron erging es ebenso, bis auf die Tatsache, dass er zusätzlich noch roter im Gesicht wurde.
Beide standen da und sahen sich in die Augen, obwohl sie nur wenige Meter voneinander entfernt standen, kam es ihnen so vor als wären sie meilenweit von einander entfernt.
Der Wind blies erneut beiden um die Ohren und Hermine kam es vor, als würde der Wind Rons Worte wiederholen und hinaus in die Welt tragen, sodass es jeder bald wissen würde. Dennoch waren sie allein.
Nachdem Hermine den Schock der Erkenntnis überwunden hatte, ergriff sie die Initiative und schritt langsam auf Ron zu, ohne den Augenkontakt zu unterbrechen. Die Röte verschwand mittlerweile in Rons Gesicht und Panik machte sich in ihm breit. Er wusste nicht, was ihn erwartete.
Als Hermine ihn erreichte, sah sie ihn immer noch an. Doch ohne Vorwarnung beugte sie ihr Gesicht zu Ron herüber und berührte mit ihren Lippen die seinen.
Sie verloren nun den Augenkontakt, da beide die Augen schlossen, um diesen Moment vollends zu genießen. Währenddessen gingen Hermines Hände auf Wanderschaft und umschlossen Ron. Er tat dasselbe und so standen sie da, küssend und umarmend.
Hermine zog Ron näher an sich heran und drückte noch fester zu. In diesem Moment wurde Hermine von ihren Gefühlen überrannt und so liefen ihre Tränen des Glückes an ihren Wangen herunter. Ron spürte die Tränen, doch er merkte, dass Hermine nicht traurig war und so beschloss er nichts zu unternehmen.
Sie konnte diese Tränen nicht unterdrücken und wollte es auch nicht. Dies war einer ihrer glücklichsten Momente in ihrem Leben. Sie dachte im selben Moment an niemand anderen als an Ron und war überglücklich.
Beide wollten, dass dieser Moment für immer blieb, doch nach einiger lösten sie sich von einander und Hermine trat einen Schritt zurück. Sie schaute Ron noch einmal in die Augen und gab zurück: „Ich dich auch, Ron.“
Der Junge mit dem Namen Ron strahlte überglücklich. Sein Traum ging in Erfüllung und Hermine war näher an Seite gerückt als zuvor.
„Also.. sind wir… wir nun zusammen?“, stottere Ron zittrig vor sich hin. Hermine, welche mittlerweile schon wieder klarere Gedanken hatte, antworte:
„Ja, ich schätze dies sind wir nun. Doch du bist mein erster Freund und ich weiß daher nicht so recht, was uns noch alles erwartet. Aber lassen wir alles auf uns zukommen.“
Ron schaute sie begeistert an, solch weiße Worte wären ihm im Traum nicht eingefallen. Dem hatte er nichts hinzuzufügen.
„Wollen wir gehen?“, frage Ron, nachdem dieser wieder etwas mehr Mut hatte. Die Angesprochene nickte ihn nur und so machten sich beide auf dem Weg zurück zum Schloss um noch rechtzeitig zum Abendessen zu kommen.
Bei beiden machte sich ein Gefühl der Erleichterung breit und Hermine erfüllte es mit Stolz, dass sie nun einen so tollen Freund hatte, auch wenn dieser immer noch etwas ungeschickt war.
So liefen sie Händchen haltend durch das kurze Waldstück. Sie genossen den Weg zusammen und die herrliche Waldluft. Doch sie erreichten recht schnell das Ende Waldes und sahen in einiger Entfernung das Schloss, während direkt neben ihnen Hagrids Hütte stand.
Obwohl sie erst seit kürzester Zeit zusammen waren, machte sich ein Gefühl der Vertrautheit zwischen beiden breit, als wären sie schon seit Jahren zusammen und doch merkte Hermine, dass Ron sie von ganzem Herzen liebte. Den Beweis hatte sie nicht, aber sie glaubte es zu wissen, dass es bei ihr ebenso war.
Das Schlossgelände war erstaunlich leer und so waren sie noch ungestört, als sie Hagrids Hütte hinter sich ließen und den gepflasterten Weg erreichten. Sie gingen in Richtung schloss und als sie ein Stück liefen ertönte auf einmal eine vertraute Stimme hinter ihnen: „Hermine? Ron? Was macht ihr da?!“
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