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Die Ausgestoßenene - Kapitel 3 - Harry, was machst du nur?

von pada

„Was macht ihr da?!“ ertönte es erneut hinter ihnen. Beide erkannten zwar sofort die Stimme, doch blieben sie wie angewurzelt stehen.
„Hallo?! Ich rede mit euch!“, sagte die vertraute Stimme erneut mit einem leichten Anflug von Wut.
Hermine war wieder mal als Erstes bei klarem Verstand und drehte sich zu der Person, welche niemand anders als Harry Potter war, herum. Dabei ließ sie die Hand von Ron los, welcher immer noch stur geradeaus schaute.

Hermine traf Harry Blick und wartete, während dieser sie fixierte. Sie tippte Ron mehrmals an die Schule, doch dieser wollte Harry einfach nicht anblicken und so drehte sie ihn zaghaft mit beiden Händen herum. Doch Ron sah Harry nicht an, er starrte die ganze Zeit auf den Boden. Man merkte, dass ihm diese Situation noch sehr unangenehm war.

„Und? Ich warte. Was hat das zu bedeuten?“, fragte Harry und wurde langsam ungeduldig.

Hermine schaute sich Harr kurz noch einmal an, ehe sie sprach. Er trug nicht die normale Schuluniform, sondern einen Quidditch-Anzug. Endlich begann Hermine zu sprechen:
„Hallo Harry“, schoss es aus Hermine hervor.

„Hi, auch schon wach?!“, entgegnete Harry genervt.
“Wie soll ich sagen?? Ganz einfach, Ron und ich sind zusammen. Ich hoffe du keine Probleme damit“, sagte Hermine und schaute Harry erwartungsvoll an.
Obwohl Harry es schon immer ahnte, dass zwischen Ron und Hermine mehr als nur Freundschaft, trafen ihn diese Worte wie einen Faustschlag in der Magengegend.

Dennoch fand er auf Hermines Aussage keine Antwort und so wechselte er schnell das Thema, indem er zu Ron sprach: „Ron, dir ist hoffentlich bewusst, dass wir seit knapp 20 Minuten Quidditch hätten und dass wir ohne unseren Hüter super trainieren können.“
Der Angesprochene schaute nun auch Harry an und als er den Mund aufmachte um etwas zu sagen, verstummte er plötzlich wieder.

Hermine, welche sich von Harry übergangen fühlte, sprach in einem leicht gereizten Ton:
„Harry, schön das es dich so sehr interessiert. Aber ich hätte jetzt gerne eine Antwort.“

Harry blickte nun wieder Hermine mit einem sprachlosen Gesichtsausdruck an. So etwas hatte er, von seiner sonst so ruhigen Freundin, nicht erwartet und doch sagte er:
„Ich hab damit keine Probleme. Irgendwie freu ich mich so gar für euch.“ Nun redete er mit einem ironischen Unterton weiter: „Doch trotz eurer Liebelei muss Ron mitkommen, ohne Hüter trainiert es richtig toll. Da sich unsere Spieler dann richtig anstrengen müssen, um die Ringe zu treffen.“

Hermine nickte zunächst. „Eigentlich möchte ich Ron nun nicht gehen lassen. Aber ich weiß, wie wichtig Quidditch für dich und Ron ist, auch wenn dieser gerade woanders ist.“ Bei diesen Worten musste sie lachen.
„Nimm ihn ruhig mit. Aber pass auf ihn auf! Wir sehen uns dann heut Abend.“

Nach diesen Worten, drehte sich Hermine abrupt um und ließ ihren Freund und Harry stehen und machte sich auf in Richtung Schloss.
Als sie wenige Meter lief, erschrak sie, als sie einen leisen Aufschrei hörte. Blitzschnell drehte sie herum und fing an, über das ihr Gebotene, zu lachen.

Sie sah wie Harry auf Ron einredete, dass er nun mitkommen solle. Doch dieser blieb einfach nur stehen. Harry hatte nun keine Geduld mehr und packte ihn deswegen an der Hand. Er schaute noch einmal zu Hermine, doch diese nickte nur. Sie verstand sofort, was er wollte. Nachdem er das Nicken zur Kenntnis nahm, drehte er sich herum und zog Ron hinunter zum Quidditchfeld. Dass Ron dabei noch immer mit Gedanken wo anders war, interessierte Harry herzlich wenig.

Ron stammelte noch unwirsches Zeug, doch als sie sich von Hermine weiter entfernten, verstummte auch Rons Gestammel.

„Viel Spaß mit Ihm!“, dachte sich Hermine. Dabei konnte dabei ein Lächeln nicht verkneifen.

Und hier endete auch ihr Gedankengang rund um die heutigen Ereignisse.

Die Sonne war mittlerweile schon ein Stück weiter gezogen und als Hermine schließlich das Schloss und dessen großes Eichenportal erreichte.


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