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Die Ausgestoßenene - Kapitel 7 - Vielen Dank, Hermine!

von pada

Er hatte eine ernste Miene aufgesetzt und sagte: „Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll? Ron ist heute eine Katastrophe. Ich freue mich schon auf das Spiel gegen Slytherin morgen. Wir werden so garantiert siegen. Heute war wirklich der passende Tag fĂŒr eure Zusammenkunft, Hermine.“

Plötzlich hörte die Angesprochene auf zu lachen, als sie die Ironie und den versteckten Vorwurf in Harrys Stimme hört.
Schlagartig wurde sie wĂŒtend und fauchte Harry an: „Ja, ein toller Tag. Ich hab das auch nur gemacht um dich zu Ă€rgern und damit ihr morgen verlieren werdet, Harry.“

Ginny verstummte schlagartig, also sie merkte, wie die Luft zwischen Harry und Hermine zu knistern anfing. Abwechselnd schaute sie beide an.

„Ja, das hab ich mir schon gedacht. Wir werden mit unseren SuperhĂŒter morgen garantiert in die Geschichte eingehen, bloß wie? Ja genau, als Lachnummer der Schule mit so einem HĂŒter. Du bist doch sonst so schlau, warum hast du das nicht vorausgesehen“, gab Harry wĂŒtend zurĂŒck, ehe er erhaben davon flog.

Hermine lief rot an, so wĂŒtend hatte Ginny sie noch nie gesehen.

„Ok, Harry ist gereizt. Aber das ist auch nicht die feine englische Art“, dachte sich Ginny.

Plötzlich stieg Hermine auf das GelĂ€nder und es sah so aus, als wollte Hermine Harry hinterher springen und ihn vom Besen ziehen. Doch zum GlĂŒck reagierte Ginny blitzschnell und um schloss mit beiden Armen Hermine. Schnell zog Ginny sie zurĂŒck und durch den entstehenden Ruck stĂŒrzten beide zu Boden. WĂ€hrend Hermine weich auf Ginny landete, landete diese auf dem harten Holz. Doch Ginny ließ Hermine nicht los.

Durch den Aufprall wurden beide kurzzeitig ohnmÀchtig. In dieser Zeit pochte Ginnys Herz heftig und es beruhigte sich nur langsam. Anfangs atmete sie schwer, doch auch dieser wurde wieder normal. Bei Hermine sah es nicht anders aus.

Weder Harry noch die restliche Mannschaft hörten, dass die beiden MĂ€dchen auf das Holz knallten und ohnmĂ€chtig waren. Harry dachte, dass die beiden gegangen seien und so beschloss er das Training fĂŒr heute zu beenden, da es einfach keinen Sinn hatte.
Daraufhin sammelten sie alle BĂ€lle ein und flogen zu ihrer Umkleidekabine. Nun waren nur noch Hermine und Ginny im Stadion.

Hermine kam als Erste wieder zu sich und wusste zunĂ€chst nicht, was los war. Aber allmĂ€hlich realisierte was passiert war. Sie wollte Harry hinterher springen und an die Gurgel gehen, doch sie wĂ€re dabei in den Tod gestĂŒrzt, hĂ€tte Ginny sie nicht gerettet.

Sie wollte wieder aufstehen, doch es war ihr nicht möglich, da Ginny sie immer noch fest hielt. Doch sie bemerkte erst jetzt, wo Ginny sie festhielt und wurde lief rot.

Es geschah alles im Bruchteil einer Sekunde, als Ginny nach Hermine griff. Sie wusste nicht, wo sie hin fasste und so packte sie einfach zu. Dass sie hierbei Hermines BrĂŒste packte, bemerkte sie nicht.

Ginny hielt Hermines BrĂŒste immer noch fest und so konnte sich Hermine immer noch nicht bewegen. Sie spĂŒrte zum ersten Mal die Kraft, die von ihrer Freundin ausging.

Ginny erwachte etwas spĂ€ter und ihr brummte der Kopf. Sie hatte tierische Kopfschmerzen, die durch den Aufprall mit Holz entstanden. Jedenfalls wusste sie zunĂ€chst nicht, was gerade geschehen war. Erst langsam kam die Erinnerung zurĂŒck.

Sie spĂŒrte zudem, dass sie etwas Weiches und zugleich doch Straffes in den HĂ€nden hielt. Daraufhin öffnete sie die Augen um zu sehen, was sie genau in den HĂ€nden hielt.
Doch sie sah nur braunes, krauses Haar vor ihren Augen und schlagartig kam in die Erinnerung zurĂŒck und damit auch die Erkenntnis, was sie nun „fest“ im Griff hatte.

Hermine spĂŒrte, wie Ginny ihre HĂ€nde schnell wegzog. Sie rappelte sich sofort auf und schaute vor lauter Scham auf den Boden. Ginny tat es ihr gleich und stand auch auf.
Hermine riskierte einen Blick auf ihre Freundin und sah, dass ihr Gesicht mittlerweile nicht mehr von ihrer Haarfarbe zu unterscheiden war.

Stille machte sich zwischen breit und sie sahen einander an. Eine roter als die andere.
Der Wind nahm zu und heulte Beiden um die Ohren und ein Frösteln machte sich in ihnen breit.

Da Hermine nicht lĂ€nger waren wollte fing sie an: „Hmm, ja.. Ă€h.. Ich sollte wohl danke sagen. Also danke Ginny, dass du mich vor meinem törichten Unterfangen gerettet hast.“
Ihr Blick war immer noch auf Ginny gerichtet.

„Hmm, kein Problem, Hermine. Ich bin doch deine beste Freundin. Ich sollte mich aber wohl dafĂŒr entschuldigen fĂŒr das was eben passiert ist. Na ja, du weißt schon
 WO ich hingefasst habe, um dich zu retten. Es geschah in Bruchteil einer Sekunde.“

Hermine war mittlerweile wieder fast die Alte und antwortete deswegen etwas gefasster: „Wie gesagt, keine Ursache. Das kann doch jedem passieren. Ich glaube es wĂ€re mir auch passiert, wenn du dort gestanden wĂ€rest.“
Sie musste bei diesen Worten anfangen zu lachen und Ginny stimmte dem bei.

„Vergessen wir das Ganze einfach und machen uns auf den Weg zum Schloss. Mir wird kalt.“ Ginny nickte nur zustimmend. Sie verließen daraufhin das SpielgelĂ€nde und sie waren unterwegs in Richtung Schloss.

WĂ€hrend des Weges redeten sie kein Wort miteinander, da sie beide in Gedanken versunken waren. WĂ€hrend Ginny ĂŒber Harrys Worte und die Zusammenkunft von ihrer Freundin und Ron nachdachte, ertappte sich Hermine dabei, wie ihre Gedanken immer wieder zu Ginnys HĂ€nden auf ihren BrĂŒsten wanderten.

Dieser Gedanke schoss auch Ginny kurz durch den Kopf, doch sie konnte sich durch die Harrys Worte und die Zusammenkunft erfolgreich davon ablenken.

Schneller als erwartet erreichten beide das Schloss und so schlĂŒpften sie schnell durch das große Portal ehe es fĂŒr die Nacht verschlossen wurde.

In der Eingangshalle blieben beide stehen, als sie sahen, dass sich schon erwartet wurden.


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